Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
By fair means in die Berge
By fair means in die Berge - für Radsportler*innen kombiniert das natürlich zwei schöne Betätigungen miteinander.
Ungewöhnliches Doppel auf dem Karwendelhaus
Ungewöhnliches Doppel auf dem Karwendelhaus - das Triathlon-Mountainbike und das Wander-Gravelbike treten gegeneinander an.
Danke für den Hinweis
Danke für den Hinweis - wer um 3:35 Uhr aufsteht, der erreicht eigentlich gar kein Schlafziel.
Bereit für einen langen Tag
Bereit für einen langen Tag - München schläft derweil noch!
Morgen ums kurz nach 5 auf dem Golfplatz
Morgen ums kurz nach 5 auf dem Golfplatz - die Routenplanung ist jedenfalls ausbaufähig...
Die Schuhe müssten sich doch einfach am Schutzblech fixieren lassen, oder?
Die Schuhe müssten sich doch einfach am Schutzblech fixieren lassen, oder? - Tatsächlich gar nicht so einfach...
Fantastische Stimmung kurz hinter Geretsried
Fantastische Stimmung kurz hinter Geretsried - im Osten geht bald die Sonne auf!
Der Aero-Mountainbiker rollt derweil ziemlich gut!
Der Aero-Mountainbiker rollt derweil ziemlich gut! - Das Gravelbike kann keinen echten Vorteil für sich beanspruchen.
Stimmung stimmt, Tempo stimmt.
Stimmung stimmt, Tempo stimmt. - jetzt fressen wir Kilometer!
Goldene Stunde
Goldene Stunde - 6:15 Uhr bei Penzberg, endlich in der Sonne!
Am Kesselberg trennt sich unser Weg für kurze Strecke
Am Kesselberg trennt sich unser Weg für kurze Strecke - mit dem Mountainbike fahre ich die alte Kesselbergstraße hoch...
... während Tobi die neue, echte Kesselbergstraße fährt.
... während Tobi die neue, echte Kesselbergstraße fährt. - Die neue ist flacher und braucht deutlich länger.
Am Walchensee haben wir weiterhin unsere Ruhe
Am Walchensee haben wir weiterhin unsere Ruhe - unter der Woche ist es hier um kurz vor Acht noch sehr entspannt!
Blick auf die Karwendelspitze in Mittenwald
Blick auf die Karwendelspitze in Mittenwald - hier war ich letzten Winter auf der Bike-Skitour.
Keine fünf Minuten später regnet es wie aus Kübeln.
Keine fünf Minuten später regnet es wie aus Kübeln. - Das kann jetzt nicht ernst gemeint sein, oder?
Eine halbe Stunde später ist alles wieder eitel Sonnenschein.
Eine halbe Stunde später ist alles wieder eitel Sonnenschein. - Und wir befinden uns am Anfang des langen Anstiegs zum Karwendelhaus.
Hier spüren wir, dass wir schon einige Meter in den Beinen haben.
Hier spüren wir, dass wir schon einige Meter in den Beinen haben. - Noch sind wir lange nicht am höchsten Punkt unserer Tour!
Kurze Pause
Kurze Pause - dann geht's weiter.
Dank Fully und breiter Reifen lässt es sich lang im Unterlenker aushalten
Dank Fully und breiter Reifen lässt es sich lang im Unterlenker aushalten - mittlerweile brennt die Sonne ziemlich vom Himmel!
Achtung, Life-Hack!
Achtung, Life-Hack! - Tobi hat sich ein zweite Kettenblatt montiert, um bergauf eine Chance zu haben. Die "normale" Gravel-Übersetzung reicht hier jedenfalls nicht.
Zeit zu Wandern!
Zeit zu Wandern! - ab dem Karwendelhaus ist definitiv Schluss mit Radfahren.
Die Umgebung ist karg, steil und rutschig!
Die Umgebung ist karg, steil und rutschig! - Karwendel vom Feinsten.
Warum auch immer ein Kinderrad vor der Biwakschachtel steht
Warum auch immer ein Kinderrad vor der Biwakschachtel steht - hier oben, auf fast 2.700 m, ist es jedenfalls nicht wirklich hilfreich.
Knapp unter dem Gipfel steht diese unbewirtschaftete Hütte
Knapp unter dem Gipfel steht diese unbewirtschaftete Hütte - Bergsteiger finden hier Schutz bei bösen Wetterüberraschungen.
Krasses Gefühl: Morgens in München losgeradelt
Krasses Gefühl: Morgens in München losgeradelt - 10 h später auf der Birkkarspitze.
Die Steinwüste hier oben kann ganz schön trist sein.
Die Steinwüste hier oben kann ganz schön trist sein.
Kurze Zeit später zurück auf dem Karwendelhaus zur Stärkung
Kurze Zeit später zurück auf dem Karwendelhaus zur Stärkung - der Kaiserschmarrn ist aber leider eher enttäuschend.
Brüder-Trio
Brüder-Trio - Elo ist vom Rißtal hoch gefahren und wollte uns eigentlich nur auf eine Brotzeit treffen. Stattdessen springt er kurzerhand für die Rückfahrt mit ein!
Die Abfahrt vom Karwendelhaus in Richtung Osten
Die Abfahrt vom Karwendelhaus in Richtung Osten - auf dem Gravelbike kein Spaß. Eigentlich muss man sich vor allem anstrengen, keinen Platten zu fahren.
Auf dem Mountainbike dagegen kann man es fliegen lassen.
Auf dem Mountainbike dagegen kann man es fliegen lassen. - Federung und breite Reifen sind eine gigantische Erfindung!
Eigentlich geht es doch nur noch bergab, oder?
Eigentlich geht es doch nur noch bergab, oder? - Auf der Brücke über den Sylvensteinspeichersee...
Zurück in München gibt es Pommes und Pizza
Zurück in München gibt es Pommes und Pizza - nach 17 h auf den Beinen eine verdiente Stärkung.

Das Karwendel zählt zu den spannendsten Gebirgen für viele Süddeutsche: An der Grenze zu Tirol ist es schnell erreichbar, seine kargen Felsgipfel sind aber bereits eine ganz andere Welt als die zahmeren Voralpen. Kein Wunder, dass die Karwendelrunde ein Klassiker für Mountainbiker*innen ist. Wir haben die Runde um eine Wanderung ergänzt und eine Anfahrt by fair means, aus eigener Kraft also.

Die Idee

Die Idee stammt eigentlich aus dem letzten Lockdown: Die kombinierte Skitour per Rennrad von München aus ist in bester Erinnerung geblieben. So etwas müsste man doch auch im Sommer mal machen: Mit dem Rad zum Bergsteigen anfahren. Tobi und ich stecken die Köpfe zusammen und schnell ist das Ziel identifiziert: Die Birkkarspitze, mit 2749 m die höchste Erhebung des Karwendels.

By fair means in die Berge
# By fair means in die Berge - für Radsportler*innen kombiniert das natürlich zwei schöne Betätigungen miteinander.
Diashow: Bike and bike and hike: Birkkarspitze by fair means
Danke für den Hinweis
Zeit zu Wandern!
Hier spüren wir, dass wir schon einige Meter in den Beinen haben.
Die Umgebung ist karg, steil und rutschig!
Eigentlich geht es doch nur noch bergab, oder?
Diashow starten »

Die Route

Auch bei der Route müssen wir gar nicht so lang überlegen: Die Birkkarspitze wird in aller Regel vom Karwendelhaus bestiegen. Das wiederum lässt sich auf der Karwendelrunde, einer Mountainbike-Rundtour von Mittenwald über das Rißtal und den Isar-Ursprung, gut in eine Runde integrieren. Unsere Idee also: Von München via Penzberg und den Kochelsee nach Mittenwald fahren, dann rauf zum Karwendelhaus und wandern gehen. Nach der Wanderung wieder aufs Rad, auf der anderen Seite abfahren und über Lenggries und Bad Tölz zurück nach München. In Zahlen ausgedrückt:

  • Anfahrt: 124 km, 1890 Höhenmeter
  • Wanderung: 7 km, 870 Höhenmeter
  • Rückfahrt: 107 km, 500 Höhenmeter

Macht also unterm Strich etwa 240 km Strecke und nicht ganz 3400 Höhenmeter – lang, aber doch wahrscheinlich machbar. Schwierig kommt aber der Untergrund dazu: Während man für die langen Strecken sicher am liebsten Rennrad fahren würde, und die Wanderung natürlich zu Fuß zurückgelegt wird, warten zwischendrin etwa 35 km auch gröberer Schotter, der mit dem Rennrad sicher nicht wirklich zu befahren ist.

Die Bikes

Wir entscheiden uns, hier noch mal zwei unterschiedliche Konzepte (Gravel vs. Mountainbike) gegeneinander antreten zu lassen: Während Tobi eher das Gravelbike als Kompromiss zwischen Straße und leichtem Schotter sieht, erscheint es mir aus eigener Erfahrung wie eine schwache Lösung. Stattdessen will ich ein Mountainbike auf den besonderen Einsatzzweck hin optimieren.

Ungewöhnliches Doppel auf dem Karwendelhaus
# Ungewöhnliches Doppel auf dem Karwendelhaus - das Triathlon-Mountainbike und das Wander-Gravelbike treten gegeneinander an.

Wo Tobi also mit einem Rose Backroad mit 1X11-Übersetzung und 40 mm Gravel-Reifen an den Start geht, schnappe ich mir das Merida Ninety-Six, das er gerade testet, und verpasse ihm schmalere 54 mm Reifen sowie einen Triathlonlenker, um das Aerodynamik-Problem in den Griff zu kriegen. Mein Mountainbike sollte auch bergauf genügend kleine Gänge bieten, dem Gravelbike verpasst Tobi kurzerhand noch ein zweites Kettenblatt ohne Umwerfer, um in der steilen Rampe zum Karwendelhaus nicht schieben zu müssen.

Die Tour

Im August ist es so weit: Das Wetter passt und wir brechen auf. Mit einem Tourstart um etwa 4:00 sollten wir noch rechtzeitig mit dem letzten Tageslicht wieder in München sein.

Danke für den Hinweis
# Danke für den Hinweis - wer um 3:35 Uhr aufsteht, der erreicht eigentlich gar kein Schlafziel.
Bereit für einen langen Tag
# Bereit für einen langen Tag - München schläft derweil noch!
Morgen ums kurz nach 5 auf dem Golfplatz
# Morgen ums kurz nach 5 auf dem Golfplatz - die Routenplanung ist jedenfalls ausbaufähig...
Die Schuhe müssten sich doch einfach am Schutzblech fixieren lassen, oder?
# Die Schuhe müssten sich doch einfach am Schutzblech fixieren lassen, oder? - Tatsächlich gar nicht so einfach...
Fantastische Stimmung kurz hinter Geretsried
# Fantastische Stimmung kurz hinter Geretsried - im Osten geht bald die Sonne auf!
Der Aero-Mountainbiker rollt derweil ziemlich gut!
# Der Aero-Mountainbiker rollt derweil ziemlich gut! - Das Gravelbike kann keinen echten Vorteil für sich beanspruchen.
Stimmung stimmt, Tempo stimmt.
# Stimmung stimmt, Tempo stimmt. - jetzt fressen wir Kilometer!
Goldene Stunde
# Goldene Stunde - 6:15 Uhr bei Penzberg, endlich in der Sonne!
Am Kesselberg trennt sich unser Weg für kurze Strecke
# Am Kesselberg trennt sich unser Weg für kurze Strecke - mit dem Mountainbike fahre ich die alte Kesselbergstraße hoch...
... während Tobi die neue, echte Kesselbergstraße fährt.
# ... während Tobi die neue, echte Kesselbergstraße fährt. - Die neue ist flacher und braucht deutlich länger.
Am Walchensee haben wir weiterhin unsere Ruhe
# Am Walchensee haben wir weiterhin unsere Ruhe - unter der Woche ist es hier um kurz vor Acht noch sehr entspannt!
Blick auf die Karwendelspitze in Mittenwald
# Blick auf die Karwendelspitze in Mittenwald - hier war ich letzten Winter auf der Bike-Skitour.
Keine fünf Minuten später regnet es wie aus Kübeln.
# Keine fünf Minuten später regnet es wie aus Kübeln. - Das kann jetzt nicht ernst gemeint sein, oder?
Eine halbe Stunde später ist alles wieder eitel Sonnenschein.
# Eine halbe Stunde später ist alles wieder eitel Sonnenschein. - Und wir befinden uns am Anfang des langen Anstiegs zum Karwendelhaus.
Hier spüren wir, dass wir schon einige Meter in den Beinen haben.
# Hier spüren wir, dass wir schon einige Meter in den Beinen haben. - Noch sind wir lange nicht am höchsten Punkt unserer Tour!
Kurze Pause
# Kurze Pause - dann geht's weiter.
Dank Fully und breiter Reifen lässt es sich lang im Unterlenker aushalten
# Dank Fully und breiter Reifen lässt es sich lang im Unterlenker aushalten - mittlerweile brennt die Sonne ziemlich vom Himmel!
Achtung, Life-Hack!
# Achtung, Life-Hack! - Tobi hat sich ein zweite Kettenblatt montiert, um bergauf eine Chance zu haben. Die "normale" Gravel-Übersetzung reicht hier jedenfalls nicht.
Zeit zu Wandern!
# Zeit zu Wandern! - ab dem Karwendelhaus ist definitiv Schluss mit Radfahren.
Die Umgebung ist karg, steil und rutschig!
# Die Umgebung ist karg, steil und rutschig! - Karwendel vom Feinsten.
Warum auch immer ein Kinderrad vor der Biwakschachtel steht
# Warum auch immer ein Kinderrad vor der Biwakschachtel steht - hier oben, auf fast 2.700 m, ist es jedenfalls nicht wirklich hilfreich.
Knapp unter dem Gipfel steht diese unbewirtschaftete Hütte
# Knapp unter dem Gipfel steht diese unbewirtschaftete Hütte - Bergsteiger finden hier Schutz bei bösen Wetterüberraschungen.
Krasses Gefühl: Morgens in München losgeradelt
# Krasses Gefühl: Morgens in München losgeradelt - 10 h später auf der Birkkarspitze.
Die Steinwüste hier oben kann ganz schön trist sein.
# Die Steinwüste hier oben kann ganz schön trist sein.
Kurze Zeit später zurück auf dem Karwendelhaus zur Stärkung
# Kurze Zeit später zurück auf dem Karwendelhaus zur Stärkung - der Kaiserschmarrn ist aber leider eher enttäuschend.
Brüder-Trio
# Brüder-Trio - Elo ist vom Rißtal hoch gefahren und wollte uns eigentlich nur auf eine Brotzeit treffen. Stattdessen springt er kurzerhand für die Rückfahrt mit ein!
Die Abfahrt vom Karwendelhaus in Richtung Osten
# Die Abfahrt vom Karwendelhaus in Richtung Osten - auf dem Gravelbike kein Spaß. Eigentlich muss man sich vor allem anstrengen, keinen Platten zu fahren.
Auf dem Mountainbike dagegen kann man es fliegen lassen.
# Auf dem Mountainbike dagegen kann man es fliegen lassen. - Federung und breite Reifen sind eine gigantische Erfindung!
Eigentlich geht es doch nur noch bergab, oder?
# Eigentlich geht es doch nur noch bergab, oder? - Auf der Brücke über den Sylvensteinspeichersee...
Zurück in München gibt es Pommes und Pizza
# Zurück in München gibt es Pommes und Pizza - nach 17 h auf den Beinen eine verdiente Stärkung.

Resümee

Aus eigener Kraft in die Berge zu fahren, fühlt sich genial an. Unterwegs überholten uns die üblichen Autos mit Bikes auf der Anhängerkupplung, und jedes einzelne motivierte dazu, tatsächlich durchzuziehen. Dazu braucht es, neben einer guten Verfassung, natürlich auch das passende Wetter – und das passende Bike.

Andere Gravelbiker unterwegs bestätigten uns, dass die Abfahrt vom Karwendelhaus ins Rißtal mit 40 mm Reifen keinen Spaß macht. Wir spielten mit dem Reifendruck, fanden aber – einmal mehr – nur schwer einen Kompromiss aus Komfort und geringem Durchschlagrisiko. Traktion fehlt ohnehin. Wir haben es nicht darauf ankommen lassen, aber in der Abfahrt auf grobem Schotter hätte man mit dem Mountainbike etwa 15-25 Minuten rausfahren können. Bergauf schlugen sich die Bikes ähnlich, ein echter Zeitunterschied ist hier nicht zu erwarten. Zu schlecht ist die Traktion des ungefederten und schmal bereiften Gravelbikes in steilem, nicht perfekt glattem Schotter. Bleibt die Frage nach den vielen Asphaltpassagen: Es erweckte stark den Eindruck, dass ich auf dem Mountainbike im Auflieger positioniert in Summe ähnlich effizient unterwegs war wie Tobi auf dem Gravelbike. Zumindest mit den am Hinterbau montierten Wanderstiefeln. Ein detaillierterer Artikel zum „Triathlon-MTB“ folgt.

Für Freunde von Zahlen hier die Geh- bzw. Fahrzeiten:

  • Anfahrt: 6:35 h (exkl. Pausen), 19,2 km/h Durchschnitt
  • Wanderung: 2:30 h (exkl. Pausen), 2,8 km/h Durchschnitt
  • Rückfahrt: 4:20 h (exkl. Pausen), 24,7 km/h Durchschnitt
  • Gesamtzeit: 16:30 h (inkl. Pausen)

Bei aller Freude, das an einem Tag durchgezogen zu haben: Als wir im Rißtal zwei Gravelbiker sprachen, die bei schönstem Wetter gerade die Füße in den Fluss streckten und an dem Tag nirgendwo mehr hinfahren wollten; da waren wir schon auch in Versuchung :)

Fazit

Mit einem Triathlon-Lenker auf dem Mountainbike erntet man jede Menge fragender Blicke. Fakt ist aber: Man kann damit eine große Rennradtour mit einer Mountainbiketour und einer Wanderung kombinieren – und an einem (langen) Tag den höchsten Gipfel des Karwendels von München aus aus eigener Kraft erreichen. Mit dem Gravelbike geht das auch – zwischendrin muss man aber Luft ablassen, wieder aufpumpen und den sicheren Sitz des eigenen Gebisses überprüfen…

Wichtiger Hinweis: Bei der Besteigung der Birkkarspitze herrscht passagenweise Absturzgefahr! Es finden sich seilversicherte Passagen, loser Schotter auf ausgesetzten Felsen und Steinschlaggefahr. Die Tour ist auch ohne Anreise von München deshalb nur mit Vorsicht und bei entsprechender alpiner Erfahrung zu unternehmen.

Welches Ziel würdet ihr gern einmal aus eigener Muskelkraft erreichen?

  1. benutzerbild

    killyall85

    dabei seit 07/2013

    Witzig, die Triathlon Idee... aber warte, die hatte ich auch schon. 2017 bin ich umgezogen und meine Strecke zur Arbeit vergrößerte sich von 10 auf 45km einfach. Als 2017-2018 Schneesaison vorbei war, hab ich nach einer Lösung gesucht für mein größtes Problem, wenn ich mit dem Bike zur Arbeit fahre: Gegenwind auf dem Rückweg, da ich v. O nach W fahre. Und da kam mir die Idee des Triathlon-Lenkers. So fahre ich mit meinem Fully seit Frühjahr 2018 zur Arbeit (zugegeben 1-2 / Woche, es kostet doch sehr viel Zeit).

    Beste Grüße
    Eugen

    Ps.: mein Bike für Interessierte
    20190928_194813.jpg
  2. benutzerbild

    isartrails

    dabei seit 01/2004

    Kann man irgendwie die Leute hier im Gravelbereich dazu nötigen, diesen Artikel lesen zu müssen? Ich frage für einen Freund. 8-)
    Bin auch sehr überrascht von der Toleranz in diesem Faden.
    Kennt man von Gravelbikern sonst so nicht.
    Die Dame fuhr auf einem MTB die Strecke Nizza - Turin und das war ihr Fazit :
    "For me, the absolute ideal bike for the Torino-Nice Rally would be some mega-geared drop-bar bike with 2in tyres..."
    Ich war zufällig Zeuge der gemischtgeschlechtlichen Veranstaltung 2019. Vom Colle di Tenda lässt der Veranstalter die TN zwischen einer leichteren und einer schwierigeren Variante wählen. Die leichtere geht direkt vom Pass auf der ehemaligen Paßstraße in vielen Kehren runter nach Tende in den Seealpen. Die schwierigere Variante verbleibt auf der Ligurischen Grenzkammstraße und zieht ostwärts entlang der Kammlinie. Logisch, dass die Mehrheit der TN sich für die schwierigere Variante entschied, aber schon nach wenigen Kilometern feststellen musste, dass Steigung und Geläuf für manches Gravel-Setup too much war. Insbesondere die Einfach-Fraktion war eigentlich durchgängig am Schieben. Nachdem sie ungefähr 10 Kilometer so rumgeeiert hatten, drehte ein britisches Pärchen um und kam mir entgegen. Ich fragte sie, warum sie umdrehen würden und sie antwortete genervt: "I hate gravel!". smilie
    Ein unbezahlbarer Moment.

    Ansonsten sehe ich es genauso wie McDreck: Erst wenn die Autorin den Gegenversuch unternommen hat, kann sie beurteilen, welches das richtige Rad für diese Art Strecke wäre. Für mich wäre es ganz klar das Mountainbike.

    Wo lässt man die Räder während der Wanderung? Irgendwo anketten und hoffen, dass keiner die Luft raus lässt?
    Da gibt's sogar eine Luftpumpe vor der Hütte.

    Die Tour habe ich übrigens in leicht abgeschwächter Form mit der damaligen Dame meines Herzens auch schon gemacht: Freitag Nachmittag in Mittenwald los und rauf zum Karwendelhaus. Abendessen und Übernachtung, dann am Samstag rauf auf die Birkkarspitze und wieder runter, weiter mit dem Bike zur Falkenhütte. Wieder übernachtet und am Sonntag über die Vereinsalm zurück nach Mittenwald.
    Sehe nicht ganz den Grund, warum man sich das an einem Tag ab München antun muss. Zumal bei meiner Variante auch noch zwei Kuscheloptionen im Schlaflager drin waren. smilie
  3. benutzerbild

    hellmachine

    dabei seit 08/2007

    Ansonsten sehe ich es genauso wie McDreck: Erst wenn die Autorin den Gegenversuch unternommen hat, kann sie beurteilen, welches das richtige Rad für diese Art Strecke wäre. Für mich wäre es ganz klar das Mountainbike.
    👍 Ich verweise noch mal auf meinen Post weiter vorne, die Dame hatte laut dem verlinkten Bericht am letzen Tag Grippe, aber das passt dann ja nicht mehr ins Bild.
    Der Verweis auf den verlinkten Bericht ist natürlich trotzdem Whataboutism, aber man sollte zumindest Zusammenhänge nicht untern Teppich kehren 😜
  4. benutzerbild

    isartrails

    dabei seit 01/2004

    👍 Ich verweise noch mal auf meinen Post weiter vorne, die Dame hatte laut dem verlinkten Bericht Grippe…
    Hatte ich gelesen, aber schon vorne nicht verstanden, was du damit sagen willst...
  5. benutzerbild

    hellmachine

    dabei seit 08/2007

    Hatte ich gelesen, aber schon vorne nicht verstanden, was du damit sagen willst...
    Ah Ok, gemeint war, das sie mit Grippe eh nicht so performen konnte, klar, das sie da abgehängt wurde, hätte mit keinem Rad was geändert.
    I got dropped on Col d’Èze, the final uphill before descending to Nice. It wasn’t surprising, after eight days my body was rinsed of energy, and a stinking cold had crept in when I was at my most vulnerable.
    Aber lohnt sich nicht weiter zu verfolgen, hier hat die Redaktion einfach ein reales nachvollziehbares Beispiel geschaffen, und darum sollte es gehen.

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!