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Das Portus Twinduro von IBC-User Xayok
Das Portus Twinduro von IBC-User Xayok
Das Cockpit des Piloten kommt recht aufgeräumt daher
Das Cockpit des Piloten kommt recht aufgeräumt daher
Der Stoker nimmt mit Dropbar ...
Der Stoker nimmt mit Dropbar ...
... und komfortabler Sattelstütze vorlieb
... und komfortabler Sattelstütze vorlieb
Für Komfort an der Front sorgt die Formula Selva S mit 110 mm Federweg
Für Komfort an der Front sorgt die Formula Selva S mit 110 mm Federweg
Tandem-Aufbauten sind immer aufwändig und erfordern viel Liebe zum Detail
Tandem-Aufbauten sind immer aufwändig und erfordern viel Liebe zum Detail
Saubere Zugverlegung ...
Saubere Zugverlegung ...
... durch und durch
... durch und durch
Verzögert wird mit der Formula Cura 4/4
Verzögert wird mit der Formula Cura 4/4
Geschaltet wird mit der Kindernay XIV mit 14 Gängen und hydraulischer Ansteuerung
Geschaltet wird mit der Kindernay XIV mit 14 Gängen und hydraulischer Ansteuerung
Viel Variabilität gibt es dank der Salsa Alternator-Ausfallenden ...
Viel Variabilität gibt es dank der Salsa Alternator-Ausfallenden ...
... und der Option, viele Taschen zu montieren: Bikepacking-Abenteuer können also kommen
... und der Option, viele Taschen zu montieren: Bikepacking-Abenteuer können also kommen
Das Portus Twinduro ist einfach ein echter Hingucker
Das Portus Twinduro ist einfach ein echter Hingucker
Das vielseitige Tandem macht auf Trails eine super Figur
Das vielseitige Tandem macht auf Trails eine super Figur
Auch die Dame übernimmt ...
Auch die Dame übernimmt ...
... gerne mal das Steuer!
... gerne mal das Steuer!
Tandem-Traumtrails!
Tandem-Traumtrails!
Hier bekommt der Begriff „Train“ eine ganz neue Bedeutung
Hier bekommt der Begriff „Train“ eine ganz neue Bedeutung
Mit Vollgas bergauf ...
Mit Vollgas bergauf ...
... und wieder bergab
... und wieder bergab
Scheint Spaß zu machen so ein Tandem
Scheint Spaß zu machen so ein Tandem
Wir wünschen den stolzen Besitzern noch viel Spaß mit dem schicken Portus Twinduro!
Wir wünschen den stolzen Besitzern noch viel Spaß mit dem schicken Portus Twinduro!

Mit dem Portus Twinduro von IBC-User Xayok feiern wir die Tandem-Premiere beim Bike der Woche! Das schicke Stahl-Tandem wurde mit extrem viel Liebe zum Detail aufgebaut. Dazu ist es extrem vielseitig und macht von der leichten Trailrunde bis zum Bikepacking bei jedem Abenteuer eine gute Figur. Viel Spaß mit diesem Bike der Woche.

Bike der Woche

Portus Twinduro, Xayok

Das Portus Twinduro von IBC-User Xayok
# Das Portus Twinduro von IBC-User Xayok

MTB-News.de: Hallo Xayok, dein schickes Portus Twinduro schafft es als erstes Tandem in die Riege der Bikes der Woche. Wie ist es zu deinem Rad gekommen, das wir heute als Bike der Woche vorstellen?

Wo fängt man da immer an, vielleicht bei den ersten Tandemerfahrungen, die über zehn Jahre her sind. Da hab ich bei einem Kollegen der Selbsthilfewerkstatt, in der ich damals gearbeitet habe, erstmals ein Gitane Tandem ausgeliehen. Im Englischen wird das Tandem gerne auch mal als Divorcycle bezeichnet. Der Name kann durchaus Programm sein, Kommunikation ist auf dem Tandem essentiell und wenn das Tandem auch in romantischen Beziehungen eine Rolle spielen soll, ist Obacht zu geben. Hier treten unterdrückte Probleme dann sehr gerne ganz besonders in Erscheinung. Es kann aber auch sehr positive Erfahrungen mit sich bringen. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Als erstes eigenes Tandem gab es was von Poison – gebraucht, umgebaut und einige Male gefahren. Das Rad wurde 2016 verkauft und ich habe mir etwas Klassisches angeschafft, ein Santana, weil ich einmal eine der Klassikermarken besitzen und erfahren wollte. Tolles Rad, 28“ Bereifung, aber nur bis etwa 32 mm, Schotterwege waren noch möglich. Verarbeitung hingegen – auftragsgelöteter Stahlrahmen – einwandfrei.

Vor anderthalb Jahren dann die Entscheidung, es muss mehr Tandem her. 2016 habe ich für einen Schulkollegen das erste CoMotion Rohloff Tandem aufgebaut, das sind wirkliche Traumräder. Was Santana einst war, sind in meinen Augen nun CoMotion Tandems. State of the Art, Scheibenbremsen, massive Rohrsätze, Vortrieb, Abenteuer, zerlegbar. Seitdem ist jedes Jahr ein solches Tandem über die Ladentheke gegangen – Rohloff, Stahlrahmen und Haltbarkeit waren dabei entscheidend. Diese Tandems waren schon im Oman, auf Kuba und in Südostasien – und eines davon steht auch bei besagtem Kumpel um die Ecke. 2018 habe ich mir dieses Rad ausgeliehen und wir sind damit eine Runde durch den Wald gefahren. Danach stand der Entschluss fest: 29er Tandem, Stahl, Adventure- und Mountainbike-Gene.

In 2018 hatte ich mich beruflich etwas umorientiert und infolgedessen noch etwas mehr mit Salsa Cycles zu tun. Bis 2017 haben diese mit dem Salsa Powderkeg ein Stahltandem angeboten, das genau meinen Ansprüchen entsprach. Insbesondere die Vielseitigkeit der Ausfallenden gefiel mir. Verschiedenste Achsoptionen und Antriebsmöglichkeiten, ich wollte etwas ausprobieren – Nabenschaltungen, eventuell auch eine elektronische Kettenschaltung, hier gab es die Möglichkeit. Leider erwies sich das Vorhaben als sehr schwierig. In den USA war über den Vertrieb nichts mehr zu bekommen, in Deutschland gab es die Größe die ich wollte nie, die Italiener hatten sie kurz zuvor auch schon verkauft und ein Import aus den USA von privat erwies sich als so teuer, dass ich es schließlich abgeschrieben habe. Die Kosten für Import und Kauf eines Komplettrades, das ich größtenteils umbauen würde, lagen bereits in einem Bereich, bei dem der Kauf eines Rahmens über CoMotion möglich erschien. Wenn es da nicht eine Sache gäbe, die mir nicht aus dem Sinn ging, die Möglichkeiten der Alternator-Ausfallenden. Ähnliches wäre wohl nur mit Paragon-Ausfallenden möglich. Also ein kompletter Neubau? Nicht ganz.

Das Cockpit des Piloten kommt recht aufgeräumt daher
# Das Cockpit des Piloten kommt recht aufgeräumt daher
Der Stoker nimmt mit Dropbar ...
# Der Stoker nimmt mit Dropbar ...
... und komfortabler Sattelstütze vorlieb
# ... und komfortabler Sattelstütze vorlieb
Für Komfort an der Front sorgt die Formula Selva S mit 110 mm Federweg
# Für Komfort an der Front sorgt die Formula Selva S mit 110 mm Federweg

Es tat sich im späten 2018 die Möglichkeit, auf sehr günstig ein Salsa Fargo mit einigen üblen Macken zu übernehmen. Damit hatte ich schonmal ein Rad mit Alternator-Hinterbau, Reifenfreiheit bis nahezu 3.0 bei 29“, riemenkompatibel. Eine Idee formte sich.

Ich griff zum Telefon, ich hatte zwei Adressen im Kopf, die mir hier helfen konnten und vielleicht ein Interesse daran hätten, so ein Rad auf die Beine zu stellen. Das war Sören von Unique und Alex von Portus. Mit beiden habe ich schon Projekte angestoßen. Über Sören hatte ich vor einigen Jahren selbst einen Artikel geschrieben, zwei von Alex’ Rädern war hier bereits Bikes der Woche (Portus Krowd Karl | Portus Pinduro).

Alex war Feuer und Flamme, die Idee gefiel ihm, das Konzept auch und hier wusste ich bereits, was ich grob bekommen würde. Ein wenig verhandelt, den Zeitraum grob abgesteckt, Tandem Extension für die Anvil bestellt und schließlich über die Geometrie gemacht. Bei der Geometrie habe ich mich am Salsa Powderkeg orientiert, aber auch ein wenig eigenes einfließen lassen. Der Fargo Hinterbau gab den Sitzwinkel vor. Der Surly Ice Cream Truck sollte ursprünglich das vordere Dreieck bilden, da hier aber Sitzwinkel und Tretlager rausmußten, erschien der komplette Neubau des vorderen Rahmendreiecks sinnvoller. Zudem vergrößerte Alex hierbei auch die Rohrdurchmesser und gab dem Rad somit auch etwas mehr laterale Steifigkeit.

Dezember 2018 wurde das Fargo in Alex’ Werkstatt halbiert, die Front erinnert mich im Wohnzimmer an diese ungewöhnliche Idee. Anschließend war erstmal etwas Warten angesagt. Ab Juni ging es dann recht schnell, die Lehre war da, die Rohre hingen, es wurden letzte Details besprochen. Auf dem Flare Bicycle Festival in Heidelberg war der Rahmen dann erstmals sichtbar, nur grob montiert und wir besprachen und markierten die Zugverlegung. Im Juli wurde die Farbe festgelegt und noch kleine Designtweaks an der Rohloffverlegung vorgenommen. Im August stand das Rad mit schöner Patina bei SiS, im September habe ich mit Alex den letzten Feinschliff vorgenommen. Logos freigelegt, Steuerrohr gefräst, Rad eingepackt.

Kurz verschnaufen. Der Rahmen ist fertig. Bis hierhin war ich auf externe Arbeit angewiesen, ab hier war es nur noch intrinsische Motivation.

Tandem-Aufbauten sind immer aufwändig und erfordern viel Liebe zum Detail
# Tandem-Aufbauten sind immer aufwändig und erfordern viel Liebe zum Detail
Saubere Zugverlegung ...
# Saubere Zugverlegung ...
... durch und durch
# ... durch und durch
Verzögert wird mit der Formula Cura 4/4
# Verzögert wird mit der Formula Cura 4/4

Mitte 2019 hatte ich eine Trennung durchlaufen und schließlich eine neue sportbegeisterte Person kennengelernt. Fahrradfahren war auch ein Thema, Tandem erwies sich aber als etwas, wofür sie sich nicht wirklich begeistern konnte. Damit schwand auch meine Motivation. Andererseits, ich hatte einiges an Teilen zusammengetragen und die wollten ans Rad … und ich wollte sehen, wie das werden würde.

Die Rohloff hatte ich bereits eingespeicht. Da ich an einigen Stellen am Rad auf Formula setzen würde, war auch an der Rohloff eine entsprechende Felge gesetzt. Bei 32 Loch war das in diesem Falle eine Linea G. Als Vorderrad würde dagegen eine Linea 3 zum Einsatz kommen. Die Formula Selva Gabel wurde getravelt, da sie das Casting mit Formulas Downhillforke teilt und ich mich bisher nie über fehlende Steifigkeit beschweren konnte, war die fest gesetzt. Als Alternative dazu gibt es noch die Salsa Powderkeg Gabel, diese war im Gegensatz zum Rahmen noch zu bekommen und liegt für Bikepacking-Abenteuer bereit.

Beim Antrieb habe ich zwischen 1x11fach-Rennrad-Schaltung und Rohloff geschwankt. Beides ist möglich, schließlich war aber die Rohloff gesetzt – trotz der Probleme, die ich für die Schaltperformance erwartete. Die langen Züge, egal ob am Drehgriff oder mit Rohbox, neigten immer zu Dehnung, die zu ungenauem Schalten und langen Hebelwegen führen. Das hatte ich bereits an einigen Kundenrädern durch und hoffte, das Problem mit guten Hüllen und besseren Federn umgehen zu können. Das sonstige Teilepaket besteht aus vielen Bauteilen, die ich so an anderen Rädern bereits eingesetzt habe und die auch hier eine gute Figur machen – vom Surly-Lenker über Thomson und Cane Creek-Bauteile bis zu den e*thirteen-Reifen – hat bisher gut funktioniert und mich auch hier bisher nicht enttäuscht.

Beim Antrieb wurden es Hope-Kurbeln. Zwei andere Hersteller waren auch in Betracht gekommen, die einen wären jedoch etwas zu teuer geworden und für die anderen gibt es bisher keinen Spider für den 64 mm-Lochkreis, so kämen die Surly-Blätter nicht zum Einsatz. Da sowohl 1×11 als auch Rohloff einen kompletten Antriebsstrang rechts zulassen, funktionieren an diesem Tandem Standardkurbeln. Die erste Ausfahrt empfand ich als großartig, meine Partnerin fühlte sich aber durchgeschüttelt und unsicher. Dann riss nach einem fehlgeschlagenen Schaltversuch auch noch die Kette. Ich mag die Rohloff, aber die Schaltansteuerung am Tandem kann mich einfach nicht ganz überzeugen.

Kindernay hatte ich aber schon im Hinterkopf, bereits 2017 hatten wir auf der Messe ein längeres Gespräch geführt. Auf der Eurobike 2019 waren wir erneut in Kontakt, zwei Monate später hatte ich eine Kindernay-Nabe bei mir liegen. Im Februar habe ich mich schließlich nochmal an eine große Umbau-Aktion gemacht. Die vorherige Enttäuschung hatte mich auf andere Projekte konzentrieren lassen, schließlich juckte es mich aber doch erneut.

Tandemumbauten sind aufwändig, insbesondere wenn dabei Kettenlinien neu angepasst werden müssen, proprietäre Bremsaufnahmen eine Rolle spielen und sich am Ende noch die Frage stellt, ob die Partnerin daran vielleicht doch Spaß findet? Neben der Kindernay mit ihrer hydraulischen Anlenkung, die auch über lange Züge mit geringer Kraft schaltet, wanderte eine Cane Creek-gefederte Sattelstütze ins Stokersitzrohr. Die Fahrt mit der Kindernay hatte mich geflasht, im Gegensatz zur Rohloff funktionierte das Schalten einwandfrei. Geräusche, ähnlich wie beim deutschen Pendant, erwarteten mich aber dennoch.

So stand also endlich das Rad. Nun ging es mir darum, zu finden, was meine Partnerin nachhaltig begeistern würde. Das waren Kontrolle und Natur. Der Stoker kann im Grünen umhersehen, die Natur genießen und das half, genau dies am Rad zu schätzen. Was sie schließlich überzeugte, war die Position des Captains. Haben wir das ungewöhnliche Glück, fast gleich groß und ähnlich lange Beine zu haben, können wir problemlos tauschen. So fährt sie, wenn sie es sich zutraut, auch mal vorn.

Erstmals ausprobiert haben wir das beim Fotoshooting zu diesem Rad und dabei hat mich nicht nur das Rad begeistert, sondern insbesondere auch das Fahrkönnen der Kapitänin.

Geschaltet wird mit der Kindernay XIV mit 14 Gängen und hydraulischer Ansteuerung
# Geschaltet wird mit der Kindernay XIV mit 14 Gängen und hydraulischer Ansteuerung
Viel Variabilität gibt es dank der Salsa Alternator-Ausfallenden ...
# Viel Variabilität gibt es dank der Salsa Alternator-Ausfallenden ...
... und der Option, viele Taschen zu montieren: Bikepacking-Abenteuer können also kommen
# ... und der Option, viele Taschen zu montieren: Bikepacking-Abenteuer können also kommen
Das Portus Twinduro ist einfach ein echter Hingucker
# Das Portus Twinduro ist einfach ein echter Hingucker

Worauf hast du beim Aufbau deines Bikes besonders geachtet?

Vielseitigkeit. Zwar sollte das Rad mehr in Wäldern bewegt werden können, aber ich wollte auch mehr Gepäck und Flaschen mitnehmen können. Das Rad hat daher über 30 Ösen für Anything Cages, Flaschenhalter und Oberrohrtaschen. Die Geometrie ist zudem so ausgelegt, dass es auch mit Dropbar und Starrgabel fahrbar ist und sich so als Bikepacking-Tandem anbietet: Radreisen für zwei. Bei den Teilen war es ein Mix von Komponenten, die ich bereits eine Weile nutze. Das Gewicht war nachrangig. Funktion und Haltbarkeit am Tandem standen im Vordergrund. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt aber auch der persönliche Kontakt zu vielen der verbauten Marken.

Wie geht es mit deinem Bike weiter?

Der aktuelle Aufbau funktioniert, Verbesserungen wären Details. Wenn ich damit einmal reisen möchte, sind Kupplungen ein Thema, die Vielseitigkeit ist schon vorhanden, da habe ich keine weiteren Wünsche. Die nächsten Verbesserungen werden an mir/uns stattfinden, mehr Zeit auf dem Rad, noch besser in Einklang kommen, um noch etwas ruppiger fahren zu können.

Das vielseitige Tandem macht auf Trails eine super Figur
# Das vielseitige Tandem macht auf Trails eine super Figur
Auch die Dame übernimmt ...
# Auch die Dame übernimmt ...
... gerne mal das Steuer!
# ... gerne mal das Steuer!
Tandem-Traumtrails!
# Tandem-Traumtrails!

Welchen Einsatzbereich hat das Bike?

Das Portus Twinduro wurde mit der Idee eines Allrounders entworfen: Trailbiken, mit etwas technischerem Gelände, aber darüber hinaus auch Touren und mit etwas angepasster Bereifung und Starrgabel auch Bikepacking und Reiseabenteuer. In den Rahmen ist einige Vielseitigkeit der Räder hineingeflossen, die mich dazu inspiriert haben – wie das Salsa El Mariachi und das Salsa Fargo.

Was wiegt das Bike?

Ich hab das Rad bisher noch nicht komplett gewogen, es sollte aber um die 20-22 kg liegen, der Rahmen wiegt lackiert 5120 g.

Was ist dein persönliches Highlight an deinem Bike der Woche?

Am Tandem fasziniert mich das Thema Kommunikation. Kann ein Fahrrad alleine genutzt werden und ist man damit völlig unabhängig, so ist ein Tandem ein Gefährt auf dem man gemeinsam unterwegs ist, gemeinsam erlebt, Verantwortung füreinander übernimmt. Mich fasziniert diese menschliche Verbindung. Biken liebe ich wie auch die Kommunikation untereinander. Ein Tandem bringt diese Komponenten zusammen.

Das schönste Beispiel hierfür ist Martyn Ashtons Random Tandem-Serie, die mich jedesmal gerührt hat, das Gespräch und das gemeinsame Erlebnis auf ihren Ausfahrten. Mein Highlight ist die Kommunikation auf meinem einzigartigen Tandem mit den Personen, die mir wichtig sind.

Hier bekommt der Begriff „Train“ eine ganz neue Bedeutung
# Hier bekommt der Begriff „Train“ eine ganz neue Bedeutung
Mit Vollgas bergauf ...
# Mit Vollgas bergauf ...
... und wieder bergab
# ... und wieder bergab
Scheint Spaß zu machen so ein Tandem
# Scheint Spaß zu machen so ein Tandem

Wie fährt sich das Rad?

Ein Tandem ist lang, das ist ein wenig, wie einen 10m Sprinter bei Nacht in einer dunklen Gasse rückwärts einzuparken. Gewöhnungssache, Commitment, Spaß und Schweiß. Das Lenken ist anstrengend, nach einem langen Tag merke ich das am Oberkörper. Es kostet mehr Kraft, das Rad gerade zu halten. Mit dem richtigen Heizer hinten geht das Rad richtig vorwärts, in den Kurven kann man es fliegen lassen, bis man es hinter sich schreien hört. Ich lenke hinten gerne mal mit. Bergauf kommt man ganz ordentlich ins schwitzen. Wer es aber wirklich selbst erfahren möchte, der sollte einmal zusteigen und eine gemeinsame Runde drehen.

Wie bist du zum Mountainbiken gekommen?

Irgendwann bin ich in den Wald abgebogen und da meine Räder bis 2008 nicht dem entsprachen, was wir hier als Mountainbike wahrnehmen, habe ich mich mehr mit dem Thema auseinandergesetzt. Mit dem Hardtail begonnen, einige vollgefederte Räder gefahren, 2014 mein erstes Customrad, erneut ein Hardtail aufgebaut und zumeist dem Hardtail treu geblieben.

Stahl ist bei allen meinen Rädern weiterhin ein Thema, ich fahre aber berufsbedingt auch gerne mal Carbonrahmen. Ich mag es zudem exotisch, außergewöhnlich und gerne lokal und handgemacht.

Mountainbiken als Lifestyle / die Industrie – deine Sicht.

Ich treibe jede Kuh durchs Dorf, bin gerne Early Adopter und lasse mich von neuen Ideen begeistern. Pinion, Kindernay, AXS, 1fach-Antrieb, absenkbare Sattelstütze, Boost, Superboost und 29er. Shut up and take my money.

Du und die Internet Bike Community – Wann und wie bist du zu uns gekommen und was verbindest du mit dem IBC?

12 treue Jahre, etwa ein Jahr als freier Redakteur, viele tolle Themen, viel Arbeit, tolle Menschen, ein großartiges Team. Pink!

Wir wünschen den stolzen Besitzern noch viel Spaß mit dem schicken Portus Twinduro!
# Wir wünschen den stolzen Besitzern noch viel Spaß mit dem schicken Portus Twinduro!

Technische Daten: Portus Twinduro

Rahmen: Portus Twinduro, Sonderanfertigung eines Stahltandemrahmens mit Salsa Fargo Hinterbau zur Verwendung von Salsa Alternator Ausfallenden, Größe Medium/Small
Gabel: Formula Selva S 110 mm Federweg
Steuersatz: Cane Creek Hellbender 70
Bremsen: Formula Cura 4/4 200/190
Vorbau: Thomson X4 50 mm / Co-Motion Stoker Stem
Lenker: Surly Cheater Bar 12° / Salsa Woodchipper 42 cm
Griffe: SQLab 711 / Cane Creek Ergo Stoker Dummies mit Salsa Bartape
Felgen: Formula Linea 3 29″ 30 mm
Naben: Formula Linea 3 28L 110×15 mm und Kindernay XIV SWAP 28L 148×12 mm
Reifen: e*thirteen AT trs+ reinforced/e*thirteen SS LG1+ Dual Ply Apex
Kurbel + Innenlager: Wheels Manufacturing BSA30 AC und Hope Technology Evo Crankset silber 175 mm/170 mm mit 2fach-Spider
Kettenblatt / Kettenblätter: Surly Edelstahl, 2x 32Z für den Synchrontrieb und 36Z für den Antrieb
Kettenführung / Umwerfer: keine
Schalthebel: Kindernay HYSEQ hydraulische Ansteuerung
Schaltwerk: Kindernay XIV 14 Gang interne Nabenschaltung mit tauschbarem Gehäuse
Pedale: jeweils ein paar Hope F20 oder Crankbrothers Doubleshot 3 und Candy 3
Kette: KMC e1 EPT
Kassette: 14 Zähne Ritzel
Sattel: SQLab 611 Ergowave 14/15
Sattelstütze: Thomson 31.6 und Cane Creek Thudbuster LT 27.2
Sattelklemme: Salsa Liplock und Salsa Fliplock
Sonstiges: Ursprünglich war angedacht, den Rahmen aus einem vorderen Rahmendreieck und dem Heck des Salsa Fargo zu bauen, da aber der Sitzwinkel am vorderen Rahmen ebenfalls einer Anpassung bedurfte, wurde schließlich der komplette vordere Rahmen neu gebaut. So bleiben vom Salsa Fargo nur Sattelrohr sowie Sitz- und Kettenstreben übrig. Entscheidendes Detail hierbei sind die vielseitigen Alternator-Ausfallenden, die die Verwendung von Naben-und Kettenschaltung und verschiedenen Laufradgrößen und Klemmaßen erlauben. Der Rahmen wurde umfangreich mit Ösen zur Gepäck und Materialbefestigung ausgestattet. Das Rad dient als Trail und Tourenbike, mit optionaler Starrgabel und/oder Dropbarsetup.

Über das Bike der Woche

Ihr habt auch ein Bike, das sich bestens in die ehrenhafte Riege der „Bikes der Woche“ einfügen kann? Dann lest euch die Regeln für folgendes Album durch und ladet ein Bild in selbiges hoch. Viel Erfolg! Hier zu den Regeln: fotos.mtb-news.de/p/1290006 / Das Album findet ihr hier: mtb-news.de/s/55943.

Die 20 letzten Bikes der Woche findet ihr hier: 

Alle Bikes der Woche? Hier klicken!

  1. benutzerbild

    cluso

    dabei seit 01/2003

    BrotherMo schrieb:

    Tolles Rad und tolles Interview.

    Gratulatiion!


    Nicht nur ein ungewöhnliches Rad und verdientes BdW sondern auch ein sehr ansprechender Text.

    Viel Spaß weiterhin damit.
  2. benutzerbild

    Fotofranke

    dabei seit 09/2016

    @Xayok
    Herzlichen Glückwunsch zu deinem "Bike der Woche".
    Absolut verdient. Wirklich ein tolles Bike, dass du da zusammen mit Alex gebaut hast. Tolle Farbe, durchdachte Ausstattung, Stahl, da komme ich richtig ins schwärmen. Auch die Geschichte des Bikes ist schön erzählt.

    Da würde ich wirklich gerne mal zusteigen und eine Runde drehen, wenn ich mal wieder in meiner fränkischen Heimat bin.

    Gruss Stefan
  3. benutzerbild

    Xayok

    dabei seit 02/2008

    Fotofranke schrieb:

    @Xayok
    Herzlichen Glückwunsch zu deinem "Bike der Woche".
    Absolut verdient. Wirklich ein tolles Bike, dass du da zusammen mit Alex gebaut hast. Tolle Farbe, druchdachte Ausstattung, Stahl, da komme ich richtig ins schwärmen. Auch die Geschichte des Bikes ist schön erzählt.

    Da würde ich wirklich gerne mal zusteigen und eine Runde drehen, wenn ich mal wieder in meiner fränkischen Heimat bin.

    Gruss Stefan


    Melde dich gerne, wenn du in der Gegend bist.

    Grüße
    André
  4. benutzerbild

    Hammer-Ali

    dabei seit 11/2016

    Obwohl Tandems so überhaupt nicht meins sind, ein absolut verdientes BDW!
    Viel gemeinsamen Spaß noch mit dem Zug.
  5. benutzerbild

    sportritter80

    dabei seit 11/2012

    Schöne Story und ich respektiere das Herzblut und den Aufwand so ein Bike auf die Beine zu stellen und es weiter zu perfektionieren. Toll umgesetzt.
    Dennoch komme ich trotz den Erklärungen bzgl Kommunikation usw noch nicht dahinter, was den Reiz ausmacht ein Tandem zu fahren. Steckt bei mir gedanklich noch fast in der Liegeradfetischecke.?

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