Bikepacking liegt im Trend, was man nicht nur an den schon vor Corona immer schnell ausverkauften Gravelbikes der Hersteller sehen konnte. Kein Wunder, dass auch gemeinsame Bikepacking-Fahrten ebenso an Fahrt gewinnen. Um diese zu organisieren, haben sich einige Enthusiasten zusammengeschlossen und den Bikepacking Deutschland e. V. gegründet.

Mehr zum Thema gibt es in unserem umfangreichen Artikel: Bikepacking-Guide: Ausrüstung, Touren, Bike – 9 Tipps fürs Rad-Abenteuer

Weil vor allem rechtliche und versicherungstechnische Fragen schwer wiegen, haben sich die Bikepacker*innen zusammmengeschlossen und den Bikepacking Deutschland e. V. gegründet. Bei einem Barcamp im Herbst 2019 war der Thema Bikepacking-Verein zum ersten Mal ein Gesprächsthema, aufgegriffen wurde es dann aber erst wieder im Mai 2021. Wegen Corona per Videokonferenz abgehalten, wurde das Thema bei einem Treffen von über 40 Personen wieder angeschoben. Im Juni erfolgte dann in einem kleinen Kreis die Vereinsgründung.

Als erste Vorsitzende wurde Leona Kringe gewählt, die beim Pressedienst Fahrrad (dessen Chef ein ebenso begeisterter Bikepacker ist: Interview Gunnar Fehlau) auch schon ihr erstes Interview gegeben hat und dort unter anderem erzählt, wie und warum ein Verein für Bikepacker*innen sinnvoll ist: Interview mit Leona Kringe

Neben einer ersten Vereinsausfahrt, die im Juni stattfand, sind schon andere Ausfahrten mit klingenden Namen wie „Albtraum Bikepacking“, „Candy B. Graveller“ oder „Wetterau Hoch 3“ geplant. Aber nicht nur die Ausfahrten stehen für den Verein im Vordergrund. Langfristig möchte man sich mit der Förderung der umweltschonenden und nachhaltigen Ausübung des Bikepackings auseinandersetzen.

Wer sich für den Verein interessiert, daran teilnehmen oder ihn anderweitig unterstützen möchte, kann dies gerne tun – auch neue Mitglieder und Fördermitglieder sind sehr willkommen. Fündig wird man beim Internetauftritt von Bikepacking Deutschland e. V.: www.bikepacking-deutschland.de

Wer von euch hat schon ein Bikepacking mitgemacht?

Infos und Bilder: Pressemitteilung Bikepacking Deutschland e. V.
  1. benutzerbild

    ufp

    dabei seit 12/2003

    Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man immer und überall seine geistigen Ergüsse teilen muss, manchmal bedeutet es, wenn man nichts beizutragen hat, den Mund zu halten.
    Mag schon sein bzw manachmal denke ich mir das auch.

    Andererseits: Diskussiosforum.
    Warum nicht auch andere, kritische, Seiten, aufzeigen, in den Raum werfen?

    Vereine bringen Personen mit ähnlichen Interessen zusammen und können den Rahmen für gemeinsame Projekte schaffen. Im konkreten Fall für Events die einzelne nicht mehr stemmen können.
    Es gibt (gab) auch ein Leben ohne "Events", ohne Halli Galli, ohne Touristenschwemmen, ohne Touristenheuschrecken, ohne Party Pary, Alarma Alarma, ohne Kirmesbudenveranstaltung, ohne Instagram/Snapchat/Tinder/Twitter&Co.

    Wozu das führen kann:
    Was es jedoch dringend braucht, ist ein rechtlicher und versicherungstechnischer Rückhalt für die so wertvollen Bikepacking-Ausfahrten, die von zahlreichen Enthusiast:innen und oftmals Lokalmatador:innen in den verschiedenen Regionen Deutschlands organisiert werden und jedes Jahr in ihrer Zahl sowie der Anzahl an Teilnehmenden zunehmen.
    Ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll?
    Noch mehr Menschen im Wald. Noch mehr Konflikte, noch mehr Begehrlichkeiten. Vielleicht werden dann ähnlich dem Enduro MTB die Wege auch glattgebügelt/geshaped (Murmelbahnen), Kirmesbuden, Freß- und Saufhütten errichtet, Erlebnis/Adventure Parks/Übernachtungsmöglichkeiten etc.

    Die rechtliche Grauzone, in der sich die Fahrten bisher bewegten, stellte ein enormes Risiko für Organisator:innen dar und die finanzielle Haftbarkeit im Falle eines Unfalls oder weiterer Schäden ist für einzelne Veranstalter:innen kaum zu tragen. Dieses Risiko ließ sich selbst durch entsprechend formulierte Teilnahmebedingungen nicht mehr ausreichend begrenzen und gefährdete das Fortbestehen und die Entwicklung dieser Fahrten."
    So ganz klar ist mir das nach wie vor nicht.
    Der Veranstalter will abgesichert sein. Ich unterstelle ihm mal, die Freude an der Veranstaltung, hier, Bikepacking. Aber am Ende des Tages, will er sicher Geld damit verdienen, also mit einem Plus aussteigen. Also will man wohl die Haftung auf andere, wie zB Versicherungen, Gemeinden, Bundesländer etc abwälzen.

    Wo ansonsten ja jeder, bei Einzelfahrten oder mit ein oder zweit Freunden, jeder für sich selbst verantwortlich ist, bzw wäre (Eigenverantwortung).
  2. benutzerbild

    ufp

    dabei seit 12/2003

    In Zukunft wird man für die großen Touren (candy, GST, usw) einfach Vereinsmitglied sein.

    Es hat einfach versicherungstechnische Gründe.
    Was bringt das oder soll das bringen?

    Dass man, wenn man bei so einer Veranstaltung mitfährt, dagegen (ver-)gesichert ist, dass die Strecke in Ordnung ist, dass sanitäre Einrichtungen vorhanden sind, dass man die Strecke legal befahren darf (ohne STVO, also ohne Reflektoren, Lichter etc)?
  3. benutzerbild

    Dreinulleins

    dabei seit 06/2021

    Ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll?
    Noch mehr Menschen im Wald. Noch mehr Konflikte, noch mehr Begehrlichkeiten.
    Ganz genau.
    Als Waldbesitzer würde mir auch nicht gefallen wenn ganze Gruppen organisiert in meinem Wald hausen.
    Wenn jedoch ab und zu mal einer dort nächtigt stört es nicht weiter.

    Steht doch in dem Zitat weiter oben, der Verein will Wachstum!
  4. benutzerbild

    Dreinulleins

    dabei seit 06/2021

    Das kann nur eine feste Gruppierung wie bspw. ein Verein mit möglichst vielen Mitgliedern, um Druck ausüben zu können.
    So ein Verein kann dahingehend garnix beeinflussen!

    Wenn das so einfach wäre bräuchte z. B. die DIMB oder der DAV nicht so viele Ableger.
    Auch Sektionen genannt.
  5. benutzerbild

    roundround

    dabei seit 05/2011

    Was bringt das oder soll das bringen?

    Dass man, wenn man bei so einer Veranstaltung mitfährt, dagegen (ver-)gesichert ist, dass die Strecke in Ordnung ist, dass sanitäre Einrichtungen vorhanden sind, dass man die Strecke legal befahren darf (ohne STVO, also ohne Reflektoren, Lichter etc)?

    Versicherungstechnische Gründe für den Veranstalter.

    Als Verein möglich, als Privatpersonen extrem kritisch

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