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Benjamin Ehrlich, Robin Klinkert, Willy Müller
Benjamin Ehrlich, Robin Klinkert, Willy Müller
Regie Stühle
Regie Stühle
Benjamin Ehrlich in seinem BikePark - Chef on Track
Benjamin Ehrlich in seinem BikePark - Chef on Track
Willy Müller im BikePark Black Mountain
Willy Müller im BikePark Black Mountain
Gut frequentiert! Warteschlange am Lift
Gut frequentiert! Warteschlange am Lift

Im Black Mountain BikePark Elstra bei Dresden gibt es einige Neuheiten für die Saison: Der Park wurde von den Racern Benjamin Ehrlich und Willy Müller übernommen und ist nun seit Ostern für die Saison 2019 geöffnet. Alle Infos zum Bikepark am Schwarzenberg kommen direkt von Benjamin und Willy.

Benjamin Ehrlich, Robin Klinkert, Willy Müller
# Benjamin Ehrlich, Robin Klinkert, Willy Müller

Benjamin Ehrlich und Willy Müller haben den Bikepark in Elstra zu Beginn der Saison vom befreundeten Biker Robin Klinkert übernommen. Der hatte ihn nach zweijähriger, gemeinsamer Planungs- und Bauphase mit den Freunden Joscha Forstreuter, Johannes Neumeier und der BMBP Crew, im August 2016 eröffnet und sich damit einen lang gehegten Lebenstraum erfüllt. Der Black Mountain Bikepark, dessen Namensgeber der 413 m hohe Schwarzenberg ist, bietet auf insgesamt vier Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Herausforderungen eine Spielweise für alle Freunde des gepflegten MTB-Sports – egal ob Einsteiger oder Profi.

Den beiden neuen Bikeparkbetreibern ist der Sport alles andere als unbekannt. Mit Benjamin Ehrlich und Willy Müller übernehmen zwei echte Größen des Gravity-Sports den Park.

Regie Stühle
# Regie Stühle

Wer sind die beiden Neuen?

Benjamin Ehrlich (29):
 Benjamin saß bereits mit 10 Jahren auf einer Motocrossmaschine. Ab da sollte sich sein Leben fast nur noch um das Zweirad drehen. Er ist gelernter Zweiradmechaniker und kann eine lange Liste sportlicher Erfolge vorweisen. In den Jahren 2013 und 2016 war er Teil der deutschen MTB-4x-Nationalmannschaft. Seit 2013 mischte Benjamin u. a. bei diversen nationalen und internationalen 4x-Rennen sowie den Red Bull Downmall Cups ganz vorne mit. So feierte er z.B. im Jahr 2017 mit dem 3.Platz in der Gesamtwertung des German 4X Cup Elite einen großen persönlichen Erfolg

Benjamin Ehrlich in seinem BikePark - Chef on Track
# Benjamin Ehrlich in seinem BikePark - Chef on Track

Willy Müller (23): 
Im Alter von 7 Jahren hatte Willy bereits erste Erfahrungen im Radsport sammeln können. Als 2007 das Red Bull Backyard Digger in seinem Heimatort stattfand, durfte er am Bau eines Dirtparks mitwirken. Im gleichen Jahr konnte er schon erste Erfolge im Radsport feiern. In den darauf folgenden Jahren war er hauptsächlich mit seinem Dirtbike unterwegs und nahm u. a. an einigen FMB World Tour Events teil. 
„Ich habe Benjamin über Stefan Scherz, einen gemeinsamen Freund aus der Bike-Szene, kennengelernt. Stefan und ich hatten öfter gemeinsam trainiert. Bennys Bike-Store Bike Performance Dresden ist Sponsor eines eigenen Teams. Ich wurde Teil dieses Teams und kam so zum 4x- und Downhill-Sport. Bereits in meinem ersten Jahr im Team (2017) konnte ich gute Platzierungen einfahren“, erzählt Willy Müller.

Willy Müller im BikePark Black Mountain
# Willy Müller im BikePark Black Mountain



Warum wurde der Park übernommen?

„Wir wollen gewissermaßen unsere Leidenschaft zum Beruf machen“, sind sich beide einig. Für Benjamin Ehrlich gibt es da wohl keine Grenzen. Er hatte sich bereits 2014 mit einem Fahrradgeschäft in der Dresdner Neustadt einen Traum erfüllt. Im vergangenen Jahr gründete er gemeinsam mit Stefan Scherz, der ebenfalls ein erfolgreicher Mountainbiker ist, die Bikeschule Trail Active, in der Willy Müller als Coach tätig ist. 
„Wir lieben den MTB-Sport und möchten unsere Begeisterung weitergeben. Was lag da näher, als einen Bikepark zu übernehmen?“
 Bereits 2017 plante Benjamin die Eröffnung eines Bikeparks in Altenberg/Geißing. Das scheiterte leider an Naturschutzbestimmungen.

 Wo seid ihr meist unterwegs, wenn ihr biken geht?

Benjamin Ehrlich: „In Elstra soll es einen tollen Bikepark geben! 
Tatsächlich war Elstra an den Wochenenden einer unserer ersten Anlaufpunkte – ist ja nur etwa eine halbe Autostunde von Dresden entfernt. Jetzt fahren wir hier natürlich immer, sobald es unsere Zeit zulässt. 
Im Rahmen von Urlaubsreisen waren wir oft auch im europäischen Ausland unterwegs – die Gegebenheiten im Süden unterscheiden sich ja durchaus von den hiesigen, was den Spaßfaktor erhöht und den Trainingseffekt verstärkt.“

Wer kommt zu euch in den Park?

Willy Müller: „Vor allem kleine und große Jungs! Die Besucher sind tatsächlich meist männlich und aus jeder Altersgruppe, das durchmischt sich eigentlich. Wir würden uns in Zukunft natürlich auch sehr über mehr Gravity-Girls im Park freuen. Am Osterwochenende bestand ein Gutteil auch aus Vater-Sohn-Gespannen. Natürlich gibt es gerade für die Jüngeren auch Strecken, die genug Sicherheit für Anfänger bieten und auf denen es sich sehr gut üben lässt. Der Park hat außerdem viele Stammkunden, die seit Jahren nach Elstra kommen – wir möchten, dass das so bleibt.“

Gut frequentiert! Warteschlange am Lift
# Gut frequentiert! Warteschlange am Lift



Wie ist das mit den Strecken? Lassen die sich in Schwierigkeitsgrade einstufen?

Willy Müller: „Ja! Das Spektrum reicht von der Flowline mit Bodenwellen, kleinen Sprüngen, Anliegerkurven und moderatem Gefälle – für diejenigen, die noch üben oder es einfach flowig mögen, bis hin zur Parkline mit einem 10 m Roadgap. Die Trails wurden von Robin und seinen Freunden Joscha Forstreuter und Johannes Neumeier bereits beim Bau so konzipiert und angelegt, dass jeder seine optimale Strecke findet – das gilt für Einsteiger genauso wie für Profis. Neben der Flow-Strecke gibt es derzeit zwei eher downhilllastige Strecken sowie eine Jumpline. Für jeden wird also etwas dabei sein. Weitere Trails planen wir gerade.“

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Wie unterhaltet ihr den Bikepark? Habt ihr Hilfe während des laufenden Betriebes?

Benjamin Ehrlich: „Ohne einen guten Background geht es nicht. Wir haben viel Hilfe von der Familie und Freunden. Wir sind froh darüber, dass die unsere Leidenschaft teilen. Besonders an den Betriebs-Tagen ist ein gutes Team unerlässlich – das reicht vom Liftbetrieb über regelmäßige Streckenbegutachtungen bis hin zum Kiosk. Um uns und die Familie zu entlasten und Kapazitäten für den weiteren Ausbau des Bikeparks zu schaffen, sind wir aber auf der Suche nach motiviertem Personal, mit dem wir den angenehm familiären Charakter des Bikeparks sichern möchten.

Wir werden außerdem die bereits etablierte gute Zusammenarbeit mit den vorhandenen Werbepartnern pflegen und sind auch offen für neue Partner, nicht nur aus dem Radsportbereich. Das Gelände bietet sehr gute, teilweise ungenutzte Werbeflächen und wir sind sicher, dass gut platzierte Werbung für Unternehmen in der Umgebung interessant sein könnte. Wir werden Interessierten auch die Möglichkeit bieten, den Bikepark ausserhalb der regulären Öffnungszeiten für z.B. Team-/VIP-Events oder andere Feierlichkeiten zu mieten.“

An welchen Tagen öffnet der Bikepark?

Willy Müller: „Grundsätzlich an jedem Wochenende sowie an Feiertagen und ausgewählten Brückentagen. Die Saison begann in diesem Jahr Ende April. Wir möchten aber weder das Ende in diesem noch den Beginn im nächsten Jahr fest vorhersagen. Das ist stark wetterabhängig. Das gilt auch für die Tage, an denen gewöhnlich geöffnet sein wird. Wenn starker Regen, Gewitter und Sturmböen drohen, ist es einfach zu gefährlich. Dann werden wir die Strecken nicht freigeben. 
Auf der Black Mountain Bikepark-Website zeigt eine Ampel an, ob wir öffnen werden oder nicht. Auch über die sozialen Medien werden wir uns regelmäßig zu Wort melden und dann auch Updates zur Lage am Schwarzenberg posten. Das Internet macht es zum Glück recht einfach, die Bike-Fans über den aktuellen Stand auf dem Laufenden zu halten.“

Was sind eure Wünsche für die Zukunft?

Benjamin Ehrlich: „Je mehr begeisterte Biker unseren Park auf dem Schirm haben, desto besser. Das familiäre Flair soll dabei in jedem Fall beibehalten werden. Und es wird weiterhin Gummibärchen for free am Lift geben!
 Wir werden natürlich nicht nur in die Erhaltung der Strecken investieren, sondern uns Gedanken über Verbesserungen und Neuerungen machen. So sind bereits zwei neue Strecken und ein Pumptrack in Planung, genauso wie regelmäßige Rennveranstaltungen und Wettkampfevents. Es wird bald auch möglich sein, außerhalb der regulären Öffnungszeiten, den Bikepark für Team- und Firmenevents oder andere Feierlichkeiten zu mieten.

Weiterhin fest eingeplant sind außerdem Unterrichtsstunden von Trail Active. Die Strecken sind wie geschaffen für die Bikeschule. 
Wir freuen uns auf eine tolle Bikesaison 2019 mit euch und freuen uns auf eure Rückmeldungen, falls ihr etwas auf dem Herzen habt. Wir werden die nächste Zeit intensiv nutzen, um die perfekten Trails zu bauen und unseren Besuchern den bestmöglichen Service bieten!“

Mehr Informationen: www.black-mountain-bikepark.de

Wart ihr schonmal im Black Mountain BikePark zu Gast?

Info und Fotos: Pressemitteilung Black Mountain BikePark
  1. benutzerbild

    Akai

    dabei seit 03/2002

    Was ich viel bedenklicher als "mangelnde" Schutzkleidung (ich bin mein halbes Leben nur mit Halbschale ohne Protektoren deutlich grössere/höhere Sprünge gefahren als in Elstra und x andere auch. Fahr jetzt aber wg des fortgeschrittenen Alters zumindest im BP mit Lift auch FF) ist der Alkoholkonsum bei nicht wenigen Fahrern. Ohne Start-Bier trauen die sich gar nicht erst auf die Lines. DAS find ich viel erschreckender.
    Ansonsten bin ich der festen Überzeugung, daß gerade die sehr ausgereifte, fehlerverzeihende MTB-Technik vielen ein trügerisches Sicherheitsgefühl gibt, das fahrtechnisch einfach nicht angebracht ist. Sauber springen können viele einfach nicht, aber der Federweg wirds schon richten, bis halt.... Die eigenen Grenzen realistisch einschätzen, scheint vielen unattraktiv. Drops sind beliebte Mutproben, bei Sprüngen brauch man aber halt auch entsprechende Technik. Und es auf einen ruppigen Downhill laufen zu lassen, brauch halt andere Skills als Jumplines.
    Wobei ich sagen muss, dass in Elstra das allgemeine Fahrniveau deutlich höher ist als zB im Harz oder anderen Mittelgebirgparks. Sich mal für 5min an eine beliebige Jumpline zu stellen und zu beobachten, ist oft ziemlich erschreckend. Keine Ahnung warum viele da trotzdem fahren obwohl ohne jegliches Können/Erfahrung...?

    Warum jetzt allerdings der Parkbetreiber irgendeine Fürsorgepflicht hat bei Crashes erschliesst sich mir nicht wirklich. Krankenwagen rufen, mehr kann man doch nicht verlangen..? Das ein Betreiber schnell mal in der Erklärungspflicht ggüber Versicherungen etc ist, sollte auch klar sein. Blöde Stürze können die Existenz eines Spots mal ganz schnell aufs Spiel setzen (etliche Male selbst erlebt). Ein Bikepark ist doch kein SPA mit Rundumversorgung. Und anstatt auf Vollprotektoren zu setzen, wäre ein bisschen Techniktraining auf kleineren/langsameren Jumps für viele deutlich sinnvoller als das Volle-Aktion-Paket im Bikepark.

    PS: alle Crashes, die ich dort je beobachten konnte (inkl. mehrere eigene und von Mitfahrern) hatten keinen Krankenwageneinsatz zur Folge. Den hab ich da noch nie gesehen. Das liegt sicher auch an den gut gebauten Strecken ohne rutschigen Brechsand/Kies. Da können sich viele bekanntere BPs gerne mal ne dicke Scheibe von Abschneiden. Oft echt erbärmlich was da als Jump/Flow/A-Line betitelt wird. Bei erfahrenen Fahrern in der grösseren Region hat der Black Mountainbikepark aufjeden Fall nicht ohne Grund nen überragend guten Ruf, egal ob Ex-BMXer, Dirtjumper oder DHler.
    Wer mehr auf easy Brechsand-Autobahn steht, sollte woanders hin.
  2. benutzerbild

    iRon38

    dabei seit 04/2018

    Akai schrieb:


    Keine Ahnung warum viele da trotzdem fahren obwohl ohne jegliches Können/Erfahrung...?



    Naja irgendwo muss man halt seine Erfahrung sammeln. Die selbstgebauten Sprünge im Wald etc. sind dann irgendwann auch ausgeschöpft. Dann schaut man sich einen BP mal an. Ich war auch das erste mal mit meinem Trailbike im BP und nur auf der Flowline. Dort dann langsam rangetastet. Das sah bestimmt von außen auch grausam aus.
    Später als die Technik dann da war kam dann das DH-Bike dazu und damit gehts jetzt auch auf DH-Line und Parkline.

    Wo ich komplett bei dir bin ist das Biertrinken. Ist für mich auch komplett unverständlich.
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  4. benutzerbild

    Akai

    dabei seit 03/2002

    iRon38 schrieb:
    Naja irgendwo muss man halt seine Erfahrung sammeln. Die selbstgebauten Sprünge im Wald etc. sind dann irgendwann auch ausgeschöpft. Dann schaut man sich einen BP mal an. Ich war auch das erste mal mit meinem Trailbike im BP und nur auf der Flowline. Dort dann langsam rangetastet. Das sah bestimmt von außen auch grausam aus.
    Später als die Technik dann da war kam dann das DH-Bike dazu und damit gehts jetzt auch auf DH-Line und Parkline.

    Wo ich komplett bei dir bin ist das Biertrinken. Ist für mich auch komplett unverständlich.

    Selber bauen und sich entspannt rantasten ist optimal, denk ich. In Elstra gibts ja auch ein paar kleinere Jumps auf der Flowline, die sicherlich besser/ungefährlicher zum Üben sind. Der Grundspeed der Jumpline, wenn man alle Sprünge sauber springen will, ist ja schon nicht ganz ohne (gerade mit dem Hardtail). Langsamer und dafür sauberer Sprungtechnik üben ist mEn der deutlich bessere Weg als mit gefühlten Mach 5 auf allen Tables einzuschlagen.
    Ich war auch immer mit Hardtail/Trailbike dort, geht doch sehr gut wenn das Ego auf zwei/drei Mutproben verzichten kann.

    Ich bleib aber bei meiner Meinung, daß gerade moderne FS-Bikes eine Sicherheit vorgaukeln, die man auch erstmal handeln können muss. Springen (und ich meine jetzt richtige Jumps mit eher steilem Absprung und Landung) würde ich immer mit Hardtails, am besten komplett ungefedert, üben. Gerade kleine Jumps brauchen oft viel mehr saubere Technik als Große. Der geringere Grundspeed macht aber schwerere Verletzungen unwahrscheinlicher. Win/win also...
  5. benutzerbild

    duc-mo

    dabei seit 05/2011

    Santasantarider schrieb:
    Verstehe ich ja auch, ich finde die Jungs mit Halbschale und ohne Protektoren auch fahrlässig..


    Das würde ich nicht generell sagen... Das was man im Bikepark macht oder wie man die Ifrastruktur nutzt kann individuell sehr unterschiedlich sein... Für mache ist Bikepark = Ritterrüstung, Hirn aus und los.

    Es gibt aber genug Leute, die Bikeparks bzw. die Lifte nur nutzen um mehr Abfahrten pro Tag zu schaffen und nicht gleichzeitig auch noch "schneller" bzw. "risikobereiter" unterwegs sind.

    Und dann gibt es die Leute die einfach noch in der Lernphase sind. Wie sollen die das "Bikeparkfahren" denn lernen ohne es zu üben??? :ka:
  6. benutzerbild

    cxfahrer

    dabei seit 03/2004

    Zum Lernen gehört hinfallen dazu. Selbstüberschätzung auch.
    Alkohol nicht, niemals.
    Schutzausrüstung am Anfang lieber gefühlt zu viel.
    Die Jumpline bringt ordentlich Speed wenn man reindropt, da kann man schonmal danebenfliegen, umso eher desto später der Tag.

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