Die Amerikaner von Cane Creek präsentieren erstmalig in der Firmengeschichte eine Federgabel: Die Cane Creek Helm richtet sich in erster Linie an Trail- und Enduro-Piloten und hat zahlreiche Verstellmöglichkeiten – unter anderem lässt sich der Federweg schrittweise von 100 mm bis 170 mm variieren. Die Cane Creek Helm-Federgabel wird ab Mitte März zu einem Preis von 1.199 € erhältlich sein. 

Bislang war die Firma aus Asheville im nordamerikanischen Bundesstaat North Carolina vor allem für Dämpfer bekannt. Unter anderem hat Cane Creek im vergangenen Jahr mit dem Double Barrel Inline Coil einen Stahlfederdämpfer für kurzhubige Bikes präsentiert und konnte damit in unserem Test auf Anhieb überzeugen. Nun präsentiert Cane Creek mit der Federgabel Helm ein brandneues Produkt. Die Federgabel bietet in typischer Cane Creek-Manier zahlreiche Verstellmöglichkeiten, bringt 2.070 Gramm auf die Waage und kostet 1.199 €.

Die Cane Creek Helm ist die erste Federgabel in der Geschichte der Firma aus North Carolina
# Die Cane Creek Helm ist die erste Federgabel in der Geschichte der Firma aus North Carolina - der Federweg lässt sich in 10 mm-Schritten von 100 mm bis 170 mm verstellen. Die Helm richtet sich damit an Trail- und Enduro-Piloten.

Cane Creek Helm – kurz und knapp

  • Federgabel für den Trail- und Enduro-Einsatz
  • Federweg: 160 mm (100 mm bis 170 mm)
  • Federweg lässt sich über Spacer in 10 mm-Schritten anpassen
  • Standrohr-Durchmesser: 35 mm
  • extern verstellbare High- und Low Speed-Druckstufe (10 / 20 Klicks)
  • extern verstellbare Low Speed-Zugstufe (15 Klicks)
  • intern verstellbare Volumen-Anpassung (8 Positionen)
  • verstellbare Positiv- und Negativ-Luftkammer
  • Achse: D-Loc System, 15 x 110 mm
  • maximale Reifenbreite: 27,5″ x 2,6″
  • Gewicht: 2.070 Gramm
  • Verfügbarkeit: ab Mitte März
  • Preis: 1.199 € (UVP)
Der Federweg der Cane Creek Helm lässt sich relativ simpel verstellen
# Der Federweg der Cane Creek Helm lässt sich relativ simpel verstellen - dazu müssen die roten Spacer, die am linken Ende zu sehen sind, entfernt oder hinzugefügt werden. Hier sind gerade drei Spacer installiert – dadurch hat die Helm 140 mm Federweg.
Jeder Spacer verändert den Federweg um 10 mm
# Jeder Spacer verändert den Federweg um 10 mm - entfernt man wie hier alle Spacer, bietet die Cane Creek Helm satte 170 mm Federweg. Standardmäßig hat die Helm 160 mm Federweg.
BLK HELM & Damper
# BLK HELM & Damper

Zahlreiche Verstellmöglichkeiten, Luftvolumen extern anpassbar

Eines der wichtigsten Features der neuen Cane Creek Helm sind die vielfältigen Verstellmöglichkeiten. So lassen sich High- und Low Speed-Druckstufe sowie die Low Speed-Zugstufe extern verstellen. Außerdem ist es möglich, das Volumen der Luftkammer anzupassen und damit die Progression der Federgabel im letzten Federwegsbereich zu verändern. Hier geht Cane Creek andere Wege als RockShox oder Fox, bei denen genau hierfür Plastikspacer in die Gabel eingesetzt oder aus dieser entfernt werden müssen. Ebenfalls neu: Die positive und negative Luftkammer lassen sich einstellen – und zwar unabhängig voneinander. Im Inneren setzt Cane Creek etwas überraschend auf eine Mono-Tube-Dämpfungseinheit – diese soll laut Angaben der Amerikaner zuverlässiger arbeiten und lässt sich leichter warten. Cane Creek hat zwar auch mit einer Twin-Tube-Technologie experimentiert, diese aber – anders als Öhlins – als nicht geeignet eingestuft. Die Dämpfungseinheit der Cane Creek Helm ist damit recht ähnlich aufgebaut wie die Konkurrenz von Fox oder RockShox.

Bei der Dämpfungseinheit setzt Cane Creek auf die Mono-Tube-Technologie
# Bei der Dämpfungseinheit setzt Cane Creek auf die Mono-Tube-Technologie - die Einheit ähnelt damit vom Aufbau der Konkurrenz von Fox und RockShox.

Eine Besonderheit ist die Anpassung des Federwegs bei der Cane Creek Helm. Standardmäßig hat die Federgabel einen Federweg von 160 mm. Mittels Federweg-Spacer kann der Federweg der Cane Creek Helm jedoch in 10 mm-Schritten erhöht oder verringert werden. So lässt sich der Federweg auf bis zu 100 mm reduzieren; das Maximum liegt bei 170 mm Federweg. Bei der Laufradgröße bietet Cane Creek hingegen nur eine Option: Die Helm ist zunächst nur als 650b-Version erhältlich, wenngleich Cane Creek in Zukunft auch eine 29er-Variante nachschieben wird.

Erhältlich sein wird die Cane Creek Helm ab Mitte März zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.199 €. Wer eine farbenfrohe Federgabel bevorzugt muss sich allerdings beeilen: Cane Creek bietet eine auf 300 Stück limitierte Ausführung in blau an – davon abgesehen kommt die Helm aber ausschließlich in schwarz. Das Gewicht liegt laut Herstellerangaben bei 2.070 Gramm.

Erhältlich wird die Cane Creek Helm ab Mitte März sein
# Erhältlich wird die Cane Creek Helm ab Mitte März sein - sie wird 1.199 € kosten, bringt 2.070 Gramm auf die Waage und ist vorerst nur als 650b-Variante erhältlich.
Außerdem gibt es zum Launch der Gabel eine exklusive, streng limitierte blaue Version
# Außerdem gibt es zum Launch der Gabel eine exklusive, streng limitierte blaue Version - hiervon gibt es weltweit nur 300 Stück. Schnell sein lohnt sich!

Meinung @ MTB-News.de

Fox, RockShox, Manitou, DVO, MRP, X-Fusion, SR Suntour, Formula, Öhlins – und nun also auch Cane Creek! Die erste Federgabel der Firma aus North Carolina überzeugt auf dem Papier mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten und Features. An Einsteiger richtet sich die Federgabel-Premiere von Cane Creek wohl eher nicht, sondern eher an Profis, die das letzte Quäntchen Performance aus dem Fahrwerk kitzeln wollen. Ob die Cane Creek Helm nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf den Trails überzeugen kann? Wir werden es in den nächsten Monaten testen!

  1. benutzerbild

    sevman

    dabei seit 02/2013

    Tyrolens schrieb:
    Klar gibt es einen Widerstand. Der kommt aber von der Luftfeder.
    Habe meine Gabel gerade frisch gewartet und subjektiv betrachtet hat die da keine spürbare Reibung.


    Hast du neben der Helm auch noch eine andere Gabel vor Ort und könntest das Verhalten mal vergleichen?
    Einfach nur mal runter drücken aus dem sag Bereich. Am Anfang des Federwegs sind alle aktuellen Gabeln ziemlich smooth ..
  2. benutzerbild

    roliK

    dabei seit 04/2010

    Cane Creek senkt übrigens den UVP der Gabel: https://www.pinkbike.com/news/cane-creek-announces-new-price-on-helm-fork.html

    Bin gespannt wie sich das auf den Straßenpreis auswirkt.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Tyrolens

    dabei seit 03/2003

    Meine hat 560 Euro gekostet. Sonst hätte ich sie ehrlich gesagt nicht gekauft. Die MST Kartusche war zu diesem Zeitpunkt auch seit Monaten ausverkauft und ebenso gab es keine günstigen Yaris.

    Bin mit der Gabel aber schon zufrieden.


    Ich glaube, ich weiß, worauf @sevman hinaus möchte: Die Helm hat keinen automatischen Druckausgleich zwischen Positiv- und Negativkammer. Damit fehlt die Nut im Standrohr und das ist der Punkt, wo es bei einigen Gabeln derzeit hakt, wenn sie nicht ordnungsgemäß gewartet werden. Ich hatte unlängst eine frisch gemachte Yari in der Hand - die hatte das nicht. Die Helm hat es sowieso nicht.
  5. benutzerbild

    sevman

    dabei seit 02/2013

    Eigentlich würde ich nur gerne wissen wie smooth die Gabel aus dem sag Bereich, weiter in die Kompression geht.

    Der Hintergrund ist folgender: Die Gabel wird von einer sehr leichten Person gefahren. Bis jetzt war das Losbrechmoment der Gabeln die wir ausprobiert haben (aus dem sag Bereich) einfach sehr hoch, so dass kleine Unebenheiten, einfach nicht geschluckt wurden.

    Ich fahre eine Lyrik mit kompletten 2019 Innenleben bestens gewartet. Diese läuft durch den Federweg sensationell smooth ohne zu Haken. Allerdings nicht aus dem sag Bereich. Da existiert einfach dieser Anfangwiderstand.

    Ausprobiert habe ich bereits eine Mattoc 3 mit Irt - > gleiches bzw noch ausgeprägteres VerhaltenTrotz Negativluftkammer.

    Eine Pike von 2017 im Neuzustand - > etwas besser als meine Lyrik.

    Eine dvo Diamond vom Kollegen - > diese läuft wunderbar fluffig. Wahrscheinlich durch die Negativfeder.

    ... Und eine Formula 35ex die ich bis letztes Jahr gefahren bin. Hier war das Losbrechmoment fast gar nicht zu spüren. Befand sich die Gabel allerdings im Sag Bereich und sollte bewegt werden, war dagegen ein sehr hoher Widerstand zu spüren. Wenn diese dann noch verwindet wurde (seitlich eingeschlagener Lenker), bewegte sie sich leider nur widerwillig.

    Übrigens die bisher beste Gabel unter dem Gesichtspunkt ist eine Fox 34 mit aktueller aber "billiger" fit grip Dämpfung.

    Die finde ich allerdings nicht in schwarz und mit 160mm Federweg
  6. benutzerbild

    Tyrolens

    dabei seit 03/2003

    Ich kann dir ja nur meinen subjektiven Eindruck mitteilen. Der wird aber sicher von deinem abweichen. Ich spüre überhaupt keinen Widerstand. Bei 70 psi und gefetteter Luftkammer ist das so. Bei 50 psi ist das aber vielleicht ganz anders für die Person, die die Gabel zusammen drückt.
    Du kannst gerne zum Probieren kommen.

    Ich denke, dass das ganz deutlich vom Wartungszustand der Gabem abhängt. Es geht nur um eine Dichtung (Quadring) die von Haftreibung auf Gleitreibung gebracht werden muss. Ob man das im Fahrbetrieb überhaupt merkt?

    Aber ganz etwas anderes spricht gegen die Helm: Sie ist sehr straff gedämpft.

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!