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Mit dem aktuellen Habit will Cannondale ein sorgloses Trailbike geschaffen haben, das vor allem bergab jede Menge Spaß macht
Mit dem aktuellen Habit will Cannondale ein sorgloses Trailbike geschaffen haben, das vor allem bergab jede Menge Spaß macht - von Speziallösungen hat sich Cannondale bei der Neuauflage des Habits, das nun 130 mm Federweg vorne und hinten hat, verabschiedet. Wir haben das 4.999 € teure Cannondale Habit Carbon 2 getestet!
Die Geometrie des Cannondale Habits fällt modern, aber nicht allzu extrem aus
Die Geometrie des Cannondale Habits fällt modern, aber nicht allzu extrem aus - unser Testbike in Größe L hat einen Reach von 460 mm und einen Stack von 625 mm, das Sitzrohr ist 480 mm lang. Der Lenkwinkel liegt bei moderaten 66°. Erhältlich ist das Habit in fünf Größen, wobei es die kleinste Ausführung nur als Frauen-Version mit 27,5"-Laufrädern gibt.
Eine Fox 34 Performance Elite-Federgabel liefert 130 mm Federweg.
Eine Fox 34 Performance Elite-Federgabel liefert 130 mm Federweg.
Am Heck soll ein Fox DPX2 Performance Elite-Dämpfer für Ruhe sorgen.
Am Heck soll ein Fox DPX2 Performance Elite-Dämpfer für Ruhe sorgen.
Der Antrieb besteht aus einem Mix aus SRAM X01 Eagle und GX Eagle.
Der Antrieb besteht aus einem Mix aus SRAM X01 Eagle und GX Eagle.
Verzögert wird mit SRAM Guide RS-Bremsen.
Verzögert wird mit SRAM Guide RS-Bremsen.
Bei den Laufrädern setzt Cannondale auf den ZTR Arch von Stan's
Bei den Laufrädern setzt Cannondale auf den ZTR Arch von Stan's - darauf montiert sind breite Maxxis-Reifen mit EXO-Karkasse.
Die hauseigene Cannondale DownLow-Sattelstütze konnte mit einer guten Ergonomie und einem ausreichenden Verstellweg von 150 mm überzeugen
Die hauseigene Cannondale DownLow-Sattelstütze konnte mit einer guten Ergonomie und einem ausreichenden Verstellweg von 150 mm überzeugen - lediglich das Einfahren der Stütze lief nicht so glatt, wie man es teilweise von der Konkurrenz gewohnt ist.
Der Vorgänger des aktuellen Habits kam noch mit Lefty-Federgabel und einem Hinterbau, der statt Lager auf den Flex der Sitzstreben gesetzt hat
Der Vorgänger des aktuellen Habits kam noch mit Lefty-Federgabel und einem Hinterbau, der statt Lager auf den Flex der Sitzstreben gesetzt hat - von solchen Ansätzen ist beim neuen Habit nichts zu sehen.
Alle Kabel laufen seitlich vom Steuerrohr ins Innere des Rahmens und werden dort klapperfrei geführt.
Alle Kabel laufen seitlich vom Steuerrohr ins Innere des Rahmens und werden dort klapperfrei geführt.
Aluminium trifft auf Carbon: Je nach Variante des Habits kommen unterschiedliche Materialien am Hauptrahmen und Hinterbau zum Einsatz.
Aluminium trifft auf Carbon: Je nach Variante des Habits kommen unterschiedliche Materialien am Hauptrahmen und Hinterbau zum Einsatz.
Das Tretlager wird in den Rahmen gepresst und nicht geschraubt
Das Tretlager wird in den Rahmen gepresst und nicht geschraubt - ebenfalls zu sehen: Rund um den Tretlagerbereich verlaufen die Kabel kurz extern. Die Leitung der Hinterradbremse wird ab hier außenliegend bis nach hinten geführt.
Die Kettenstreben sind ordentlich gegen Stein- und Kettenschläge geschützt
Die Kettenstreben sind ordentlich gegen Stein- und Kettenschläge geschützt - per ISCG-Aufnahme lässt sich eine Kettenführung montieren. Eine Aufnahme für einen Umwerfer gibt es am Cannondale Habit hingegen nicht mehr.
Per Flip Chip lässt sich die Geometrie um 0,5° anpassen
Per Flip Chip lässt sich die Geometrie um 0,5° anpassen - in Kombination mit der ordentlichen Reifenfreiheit ist das Habit dadurch auch mit 27,5" Plus-Laufrädern kompatibel.
Bereit für den Vollgas-Einsatz
Bereit für den Vollgas-Einsatz - das Cannondale Habit Carbon 2 auf den schönen Trails rund um Aínsa.
Bergauf macht das Habit eine gute Figur
Bergauf macht das Habit eine gute Figur - die Kraft der Beine wird effizient in Vortrieb umgesetzt, der Hinterbau zeigt sich relativ ruhig. Im direkten Vergleich mit den anderen Bikes merkt man allerdings das relativ hohe Gewicht. Das macht das Habit Carbon 2 nicht gerade zu einem Sprintkönig.
Das Cannondale Habit 2 vermittelt auf Anhieb ein sehr direktes Fahrgefühl
Das Cannondale Habit 2 vermittelt auf Anhieb ein sehr direktes Fahrgefühl - präzise lässt es sich navigieren, erfordert aber eben auch eine exakte Linienwahl.
Hält man mit dem Cannondale Habit Carbon 2 blind drauf, dann bekommt man mehr Feedback, als einem lieb sein dürfte
Hält man mit dem Cannondale Habit Carbon 2 blind drauf, dann bekommt man mehr Feedback, als einem lieb sein dürfte - spielt man hingegen mit dem Gelände, dann ist das Trailbike der Amerikaner ein sehr spaßiger Begleiter.
Auf flowigen Trails und in schnellen Kurven bietet das Heck des Habits viel Gegenhalt.
Auf flowigen Trails und in schnellen Kurven bietet das Heck des Habits viel Gegenhalt.
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Während unseres Tests hat sich das Cannondale Habit Carbon 2 als sorgloser Begleiter erwiesen
Während unseres Tests hat sich das Cannondale Habit Carbon 2 als sorgloser Begleiter erwiesen - allerdings sollte man gut trainiert sein: Das Habit reicht vergleichsweise viele Schläge an den Fahrer weiter. Eine Gabel mit etwas mehr Federweg, die sich besser auf die eigenen Vorlieben abstimmen lässt, wäre wohl eine sinnvolle Tuning-Maßnahme. Für 2020 bietet Cannondale das Habit serienmäßig mit 140 mm Federweg an der Front an.
Die Umlenkwippe ist je nach Größe leicht angepasst, um über alle Rahmengrößen hinweg eine optimale Performance zu bieten
Die Umlenkwippe ist je nach Größe leicht angepasst, um über alle Rahmengrößen hinweg eine optimale Performance zu bieten - Proportional Response nennt Cannondale diesen Ansatz.
Cannondale setzt beim neuen Habit auf einen klassischen Horst Link-Hinterbau
Cannondale setzt beim neuen Habit auf einen klassischen Horst Link-Hinterbau - der Fox-Dämpfer wird per zweiteiliger Umlenkwippe aus Aluminium angelenkt. Beim Vorgänger kam noch ein einteiliger Carbon-Hinterbau ohne Lager zum Einsatz.
Das Cannondale Habit Carbon 2 ist eine gute Wahl für all diejenigen, die gerne mit dem Untergrund spielen, wenig Federweg bevorzugen und dafür auch bereit sind, mehr Rückmeldung vom Untergrund zu bekommen
Das Cannondale Habit Carbon 2 ist eine gute Wahl für all diejenigen, die gerne mit dem Untergrund spielen, wenig Federweg bevorzugen und dafür auch bereit sind, mehr Rückmeldung vom Untergrund zu bekommen - das Habit ist allerdings gemessen am Federweg recht schwer und fühlt sich mitunter (zu) harsch an. Die geeigneten Trails und den passenden, eher aktiven und präzisen Fahrstil vorausgesetzt, ist das Cannondale Habit Carbon 2 aber ein sehr spaßiger Trail-Begleiter!

Cannondale Habit Carbon 2 im Test: Mit dem überarbeiteten Habit schlägt Cannondale einen neuen Weg ein: Statt Sonderlösungen, proprietären Teilen und speziellen Ansätzen möchte Cannondale ein unkompliziertes und sorgloses Trailbike bieten, das vor allem bergab viel Spaß macht. Geht diese Rechnung auf? Wir haben das Cannondale Habit Carbon 2 getestet!

Steckbrief: Cannondale Habit Carbon 2

EinsatzbereichTrail
Federweg130 mm/130 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialAluminium, Carbon
Gewicht (o. Pedale)13,7 kg
RahmengrößenXS, S, M, L, XL
Websitewww.cannondale.com
Preis: 4.999 Euro

Anfang des Jahres war die Aufregung groß. Kaum hatte Cannondale im vergangenen Herbst das brandneue Habit vorgestellt, da wurde der britische Style-König Josh Bryceland schon auf dem Trailbike der Firma aus Connecticut gesichtet. Auch wenn es anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war, den Briten auf einem Cannondale zu sehen, muss man sagen: Das passt! Mit der Neuauflage des Habits verabschiedet sich Cannondale nämlich in diesem Bereich endgültig von speziellen Lösungen und proprietären Teilen. Während der Vorgänger noch mit Lefty-Federgabel, Eingelenker-System und flexendem Hinterbau daherkam, ist das aktuelle Habit eine ganze Ecke gewöhnlicher – soll aber vor allem bergab maximal viel Spaß machen. Dazu setzt Cannondale auf 130 mm Federweg vorne und hinten, große 29″-Laufräder, eine entspannte, aber nicht zu extreme Geometrie und den sogenannten „Proportional Response”-Ansatz, bei dem der Hinterbau jeweils an die Rahmengröße angepasst ist. Wir haben das 4.999 € teure Cannondale Habit Carbon 2 im Rahmen unseres großen Trailbike-Vergleichstests über die anspruchsvollen Trails rund um Aínsa gescheucht.

Mit dem aktuellen Habit will Cannondale ein sorgloses Trailbike geschaffen haben, das vor allem bergab jede Menge Spaß macht
# Mit dem aktuellen Habit will Cannondale ein sorgloses Trailbike geschaffen haben, das vor allem bergab jede Menge Spaß macht - von Speziallösungen hat sich Cannondale bei der Neuauflage des Habits, das nun 130 mm Federweg vorne und hinten hat, verabschiedet. Wir haben das 4.999 € teure Cannondale Habit Carbon 2 getestet!
 LaufradgrößeFederweg vorneFederweg hintenGewichtPreis
Cannondale Habit Carbon 229"130 mm130 mm13,68 kg4.999 €
Canyon Spectral CF 9.027,5"160 mm150 mm13,24 kg3.999 €
Cube Stereo 140 HPC TM27,5"150 mm140 mm13,16 kg3.499 €
Giant Trance Advanced Pro 2929"130 mm115 mm12,64 kg4.799 €
Scott Genius 91029"150 mm150 mm13,28 kg5.299 €
Specialized Stumpjumper 29 Expert29"150 mm140 mm12,86 kg5.699 €
Transition Smuggler Carbon GX29"140 mm120 mm13,40 kg5.299 €
YT Jeffsy 29 CF Pro Race29"150 mm150 mm13,58 kg5.299 €
Diashow: Cannondale Habit Carbon 2 im Test - Back To The Roots
Der Vorgänger des aktuellen Habits kam noch mit Lefty-Federgabel und einem Hinterbau, der statt Lager auf den Flex der Sitzstreben gesetzt hat
Das Tretlager wird in den Rahmen gepresst und nicht geschraubt
Die hauseigene Cannondale DownLow-Sattelstütze konnte mit einer guten Ergonomie und einem ausreichenden Verstellweg von 150 mm überzeugen
Die Umlenkwippe ist je nach Größe leicht angepasst, um über alle Rahmengrößen hinweg eine optimale Performance zu bieten
Cannondale setzt beim neuen Habit auf einen klassischen Horst Link-Hinterbau
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Geometrie

Mit dem neuen Habit deckt Cannondale einen relativ breiten Größenbereich ab. Zwar ist die XS-Ausführung ausschließlich als frauenspezifische Variante mit 27,5″-Laufrädern erhältlich, doch auch die restlichen Größen bieten Reachwerte von 400 mm bis hin zu geräumigen 490 mm in der XL-Größe. Der Lenkwinkel liegt bei Trailbike-typischen 66°, das Tretlager ist um ganze 38 mm abgesenkt. Allerdings empfiehlt Cannondale, das Habit mit einem Sag von nur 25 % zu fahren, was diesen Wert etwas relativiert. Ein 74,5° steiler Sitzwinkel soll bergauf für eine zentrale Sitzposition sorgen, das Heck fällt bei allen Rahmengrößen mit 435 mm mittelkurz aus. Getestet haben wir das Cannondale Habit in Größe L. Hier ist das Sitzrohr 480 mm lang. Reach und Stack liegen bei 460 mm und 625 mm.

 XSSMLXL
Sitzrohlänge380 mm400 mm440 mm480 mm520 mm
Oberrohrlänge (horizontal)538 mm573 mm606 mm639 mm671 mm
Oberrohrlänge (effektiv)476 mm510 mm543 mm579 mm617 mm
Lenkwinkel66°66°66°66°66°
Sitzwinkel66,3°66,3°66,3°66,3°66,3°
Sitzwinkel (effektiv)74,5°74,5°74,5°74,5°74,5°
Radstand1.103 mm1.142 mm1.176 mm1.210 mm1.244 mm
Kettenstrebenlänge435 mm435 mm435 mm435 mm435 mm
Tretlagerabsenkung28 mm38 mm38 mm38 mm38 mm
Tretlagerhöhe331 mm339 mm339 mm339 mm339 mm
Stack600 mm607 mm616 mm625 mm634 mm
Reach366 mm400 mm430 mm460 mm490 mm
Die Geometrie des Cannondale Habits fällt modern, aber nicht allzu extrem aus
# Die Geometrie des Cannondale Habits fällt modern, aber nicht allzu extrem aus - unser Testbike in Größe L hat einen Reach von 460 mm und einen Stack von 625 mm, das Sitzrohr ist 480 mm lang. Der Lenkwinkel liegt bei moderaten 66°. Erhältlich ist das Habit in fünf Größen, wobei es die kleinste Ausführung nur als Frauen-Version mit 27,5"-Laufrädern gibt.

Ausstattung

Cannondale bietet das Habit in fünf verschiedenen Varianten an. Diese reichen von 2.299 € für die günstigste Version mit Aluminium-Rahmen und RockShox Sektor-Federgabel bis zu stolzen 6.999 €. Dafür bekommt man dann neben einem Vollcarbon-Rahmen auch ein Fox Factory-Fahrwerk und die edle Shimano XTR-Ausstattung. Unser Cannondale Habit Carbon 2-Testbike wechselt für 4.999 € den Besitzer. Hier trifft ein Carbon-Hauptrahmen auf einen Hinterbau aus Aluminium. Das Fahrwerk stammt aus dem Hause Fox, geschaltet wird mit einem Mix aus SRAM X01 Eagle und GX Eagle-Komponenten. Cannondale selbst liefert das Cockpit und die Sattelstütze, für die nötige Verzögerung sorgen SRAM Guide RS-Bremsen. Allen Habits gemeinsam ist die eher auf die Abfahrt getrimmte Reifenkombination aus Maxxis Minion DHF vorne und High Roller II am Heck. Nicht unerwähnt soll außerdem das frauenspezifische Habit Carbon Women’s 1 für 3.799 € bleiben. Neben veränderten Kontaktpunkten ist diese Variante die einzige, die auch in der Rahmengröße XS erhältlich ist – dann allerdings mit den kleineren 27,5″-Laufrädern und einem verkürzten Federgabel-Offset.

  • Federgabel Fox 34 Performance Elite (130 mm)
  • Dämpfer Fox DPX2 Performance Elite (130 mm)
  • Antrieb SRAM X01 Eagle / SRAM GX Eagle
  • Bremsen SRAM Guide RS
  • Laufräder Stan’s NoTubes Arch MK3
  • Reifen Maxxis Minion DHF / Maxxis High Roller II
  • Cockpit Cannondale C3 Riser (780 mm) / Cannondale C1 (50 mm)
  • Sattelstütze Cannondale DownLow (150 mm)
Cannondale Habit – alle Ausstattungen zum Ausklappen
 Cannondale Habit Carbon 1Cannondale Habit Carbon 2Cannondale Habit Carbon 3Cannondale Habit 4Cannondale Habit 5Cannondale Habit Womens 1
RahmenCarbonCarbon-Hauptrahmen, Aluminium-HinterbauCarbon-Hauptrahmen, Aluminium-HinterbauAluminiumAluminiumCarbon-Hauptrahmen, Aluminium-Hinterbau
FedergabelFox Float Factory 34, 140 mmFox Float Performance Elite 34, 130 mmFox Float Performance 34, 130 mmFox Float Rhythm 34, 130 mmRockShox Sektor RL, 130 mmFox Float Performance 34, 130 mm
DämpferFox Float Factory DPX2 EVOLFox Float Performance Elite DPX2 EVOLFox Float Performance DPS EVOLFox Float Performance DPS EVOLFox Float Performance DPS EVOLFox Float Performance DPS EVOL
FelgenStan’s NoTubes Arch MK3Stan’s NoTubes Arch MK3Stan’s NoTubes Arch S1WTB ST i25 TCS 2.0WTB STX i23 TCSStan’s NoTubes Arch S1
NabenShimano XTRHollowgramFormulaFormulaShimano MT400Formula
ReifenMaxxis Minion DHF 2,5" WT | Maxxis High Roller II 2,3" Maxxis Minion DHF 2,5" WT | Maxxis High Roller II 2,3" Maxxis Minion DHF 2,5" WT | Maxxis High Roller II 2,3" Maxxis Minion DHF 2,5" WT | Maxxis High Roller II 2,3" Maxxis Minion DHF 2,5" WT | Maxxis High Roller II 2,3" Maxxis Minion DHF 2,5" WT | Maxxis High Roller II 2,3"
KurbelCannondale HollowGram SiTruvativ Stylo 7KTruvativ Stylo 6KTruvativ Stylo 6KRace Face Ride CinchTruvativ Stylo 6K
KetteShimano XTRSRAM GX EagleSRAM NX EagleSRAM NX EagleKMC X11SRAM NX Eagle
KassetteShimano XTR, 10-51SRAM XG-1275SRAM PG-1230SRAM PG-1230Sunrace, 11-46SRAM PG-1230
SchaltwerkShimano XTRSRAM X01 EagleSRAM GX EagleSRAM NX EagleShimano SLXSRAM GX Eagle
ShifterShimano XTRSRAM GX EagleSRAM NX EagleSRAM NX EagleShimano SLXSRAM NX Eagle
LenkerCannondale C1 Riser, CarbonCannondale C1 Riser, CarbonCannondale C3 RiserCannondale C3 RiserCannondale C3 RiserCannondale C3 Riser
GriffeCannondale Locking GripsCannondale Locking GripsCannondale Locking GripsCannondale Locking GripsCannondale Locking GripsCannondale Locking Grips
VorbauCannondale C1Cannondale C1Cannondale C3Cannondale C3Cannondale C3Cannondale C3
BremsenShimano XTR TrailSRAM Guide RSSRAM Guide RSRAM Guide TShimano MT400SRAM Guide R
SattelFabric Scoop Shallow Race, ti railsFabric Scoop Shallow Elite, cro-mo railsFabric Scoop Shallow Sport, steel railsFabric Scoop Shallow Sport, steel railsCannondale Stage 3Fabric Scoop Women's Sport, steel rails
SattelstützeFox Factory TransferCannondale DownLowCannondale DownLowTranzXTranzXCannondale DownLow
Preis6.999 €4.999 €3.799 €2.799 €2.299 €3.799 €
Eine Fox 34 Performance Elite-Federgabel liefert 130 mm Federweg.
# Eine Fox 34 Performance Elite-Federgabel liefert 130 mm Federweg.
Am Heck soll ein Fox DPX2 Performance Elite-Dämpfer für Ruhe sorgen.
# Am Heck soll ein Fox DPX2 Performance Elite-Dämpfer für Ruhe sorgen.
Der Antrieb besteht aus einem Mix aus SRAM X01 Eagle und GX Eagle.
# Der Antrieb besteht aus einem Mix aus SRAM X01 Eagle und GX Eagle.
Verzögert wird mit SRAM Guide RS-Bremsen.
# Verzögert wird mit SRAM Guide RS-Bremsen.
Bei den Laufrädern setzt Cannondale auf den ZTR Arch von Stan's
# Bei den Laufrädern setzt Cannondale auf den ZTR Arch von Stan's - darauf montiert sind breite Maxxis-Reifen mit EXO-Karkasse.
Die hauseigene Cannondale DownLow-Sattelstütze konnte mit einer guten Ergonomie und einem ausreichenden Verstellweg von 150 mm überzeugen
# Die hauseigene Cannondale DownLow-Sattelstütze konnte mit einer guten Ergonomie und einem ausreichenden Verstellweg von 150 mm überzeugen - lediglich das Einfahren der Stütze lief nicht so glatt, wie man es teilweise von der Konkurrenz gewohnt ist.

Im Detail

Cannondale wird oft mit speziellen Designs und proprietären Lösungen assoziiert. Davon ist beim Habit jedoch nichts zu sehen: Das Trailbike, das in der Cannondale-Werkstatt im schönen Freiburg entwickelt wurde, wirkt direkt auf den ersten Blick angenehm unaufgeregt und schlicht. Eine Lefty findet man hier genauso wenig wie das Gemini-System, das einem am großen Enduro-Bruder Jekyll per Hebel die Wahl zwischen Hustle-Modus mit weniger Federweg oder Flow-Modus für die volle Bergab-Dröhnung lässt. Stattdessen setzt das Cannondale Habit auf ein relativ schnörkelloses Design ohne proprietäre Teile und mit lediglich 130 mm Federweg am Heck. Das sind zwar 10 mm mehr als am Vorgänger, macht eine Anpassung des Federwegs per Remote jedoch überflüssig.

Alle Kabel verlaufen seitlich hinter dem Steuerrohr in den Hauptrahmen. Während der Schaltzug kurz vorm Tretlager aus dem Hauptrahmen austritt, um dann wieder im Hinterbau zu verschwinden, ist die Bremsleitung am Hinterbau extern geführt. Im Inneren des Rahmens werden alle Kabel dank integrierten Carbonleitungen sicher und geräuscharm geführt. Dank der Führungen ist auch ein Austausch der Leitungen vergleichsweise unkompliziert.

Der Vorgänger des aktuellen Habits kam noch mit Lefty-Federgabel und einem Hinterbau, der statt Lager auf den Flex der Sitzstreben gesetzt hat
# Der Vorgänger des aktuellen Habits kam noch mit Lefty-Federgabel und einem Hinterbau, der statt Lager auf den Flex der Sitzstreben gesetzt hat - von solchen Ansätzen ist beim neuen Habit nichts zu sehen.
Alle Kabel laufen seitlich vom Steuerrohr ins Innere des Rahmens und werden dort klapperfrei geführt.
# Alle Kabel laufen seitlich vom Steuerrohr ins Innere des Rahmens und werden dort klapperfrei geführt.
Aluminium trifft auf Carbon: Je nach Variante des Habits kommen unterschiedliche Materialien am Hauptrahmen und Hinterbau zum Einsatz.
# Aluminium trifft auf Carbon: Je nach Variante des Habits kommen unterschiedliche Materialien am Hauptrahmen und Hinterbau zum Einsatz.
Das Tretlager wird in den Rahmen gepresst und nicht geschraubt
# Das Tretlager wird in den Rahmen gepresst und nicht geschraubt - ebenfalls zu sehen: Rund um den Tretlagerbereich verlaufen die Kabel kurz extern. Die Leitung der Hinterradbremse wird ab hier außenliegend bis nach hinten geführt.

Ein interessantes Feature des neuen Cannondale Habit ist der sogenannte „Proportional Response”-Ansatz. Hierbei ist der Hinterbau an die jeweilige Rahmengröße angepasst. Cannondale möchte allen Fahrern und Körpergrößen dieselbe Hinterbau-Performance bieten. Deshalb wurde für alle Rahmengrößen analysiert, wo jeweils der Schwerpunkt des Fahrers mit den entsprechenden Körpergrößen liegt. Basierend auf diesen Ergebnissen variieren beim Habit die Länge des Yokes und die Position der Drehpunkte je nach Rahmengröße. Dadurch sollte ein kleiner Rahmen, der normalerweise von einer eher leichteren Person gefahren wird, genauso gut funktionieren wie ein größerer Rahmen, der von einer durchschnittlich schwereren Person gefahren wird. Dass die Länge des Hinterbaus mit der Rahmengröße wächst, kennt man bereits vom ein oder anderen Hersteller. Cannondale wählt beim Habit einen anderen, aber zumindest in der Theorie interessant klingenden Ansatz.

Per Flip Chip lassen sich Lenk- und Sitzwinkel um jeweils 0,5° steiler gestalten. In Kombination mit der ausreichenden Reifenfreiheit am Heck ist es dadurch möglich, auch breite 27,5″ Plus-Laufräder zu fahren – wenn man das denn möchte. Alle Rahmengrößen bieten zudem ausreichend Platz für eine Trinkflasche. Das Unterrohr und der Hinterbau werden mit Gummiprotektoren vor Stein- und Kettenschlägen geschützt. Je nachdem, für welche der fünf Habit-Versionen man sich entscheidet, bestehen der Hauptrahmen und der Hinterbau aus Aluminium oder aus Carbon. Der Rahmen der beiden günstigsten Versionen besteht komplett aus Aluminium, die edle Topversion setzt auf einen Carbon-Hauptrahmen und Carbon-Hinterbau. Die beiden Varianten dazwischen sind ein Mix aus Carbon (Hauptrahmen) und Aluminium (Hinterbau). Unser Testbike setzt auf genau diesen Mix und bringt in Größe L 13,68 kg auf die Waage. Trotz relativ wenig Federweg ist das Cannondale Habit 2 damit das schwerste Trailbike in unserem Testfeld.

Die Kettenstreben sind ordentlich gegen Stein- und Kettenschläge geschützt
# Die Kettenstreben sind ordentlich gegen Stein- und Kettenschläge geschützt - per ISCG-Aufnahme lässt sich eine Kettenführung montieren. Eine Aufnahme für einen Umwerfer gibt es am Cannondale Habit hingegen nicht mehr.
Per Flip Chip lässt sich die Geometrie um 0,5° anpassen
# Per Flip Chip lässt sich die Geometrie um 0,5° anpassen - in Kombination mit der ordentlichen Reifenfreiheit ist das Habit dadurch auch mit 27,5" Plus-Laufrädern kompatibel.
Bereit für den Vollgas-Einsatz
# Bereit für den Vollgas-Einsatz - das Cannondale Habit Carbon 2 auf den schönen Trails rund um Aínsa.

Auf dem Trail

Beim ersten Aufsitzen wirkt das Cannondale Habit trotz Rahmengröße L und einem Reach von moderaten 460 mm eher kompakt. Die Sitzposition bei ausgefahrener Cannondale DownLow-Stütze ist angenehm zentral. Mit etwas mehr als den von Cannondale empfohlenen 25 % Sag am Heck geht es bergauf zum ersten Trail – und das Habit 2 macht im Uphill eine gute Figur. Die Kraft aus den Beinen wird direkt in Vortrieb umgesetzt und der Hinterbau zeigt sich nahezu antriebsneutral. Ein Griff an den Fox DPX2-Dämpfer eliminiert jegliches Wippen, ist aber auf den allermeisten Anstiegen nicht nötig. Probleme mit einem wandernden oder ansteigenden Vorderrad in steilem Gelände hat man kaum, was in Anbetracht des im Vergleich zu anderen Bikes dieser Kategorie eher geringen Federwegs auch nicht weiter verwunderlich ist. In engen Uphill-Kurven hat man dank des nicht zu flachen Lenkwinkels keine Probleme mit einer abkippenden Front. Man merkt allerdings das vergleichsweise hohe Gewicht: Das Cannondale Habit 2 klettert gut, ist aber bergauf kein Sprintkönig.

Bergauf macht das Habit eine gute Figur
# Bergauf macht das Habit eine gute Figur - die Kraft der Beine wird effizient in Vortrieb umgesetzt, der Hinterbau zeigt sich relativ ruhig. Im direkten Vergleich mit den anderen Bikes merkt man allerdings das relativ hohe Gewicht. Das macht das Habit Carbon 2 nicht gerade zu einem Sprintkönig.

Bei der Entwicklung des neuen Habits hat Cannondale den Fokus darauf gelegt, eine einfache und unkomplizierte Spaßmaschine für die Trails zu entwerfen. Untermalt wurde dieser Ansatz zusätzlich durch eine Marketing-Kampagne rund um Josh Bryceland, der seit Anfang des Jahres für Cannondale unterwegs ist – und der in den Videos, die seitdem erschienen sind, gefühlt mehr Zeit in der Luft als auf dem Boden verbringt. Zeigt der Trail bergab, dann kann man sofort nachvollziehen, wieso das Rad so gut zum britischen Alleskönner passt: Das Cannondale Habit vermittelt auf Anhieb ein sehr direktes Fahrgefühl. Präzise lässt sich das Habit über die Trails navigieren. Dabei bekommt man viel Feedback vom Untergrund.

Wird die Strecke anspruchsvoller und verblockter, dann muss man seine Linie exakt wählen. Das Heck des Cannondale Habit 2 hat eine ausreichende Progression, um auch harte Schläge gut wegzustecken, ohne durchzuschlagen. Dafür werden diese allerdings schnell an den Fahrer durchgereicht – besonders viele Reserven hat man auf dem 130 mm-Boliden nicht. Vor allem auf anspruchsvolleren Trails bringt es nur wenig, einfach draufzuhalten und zu hoffen, dass das Bike die Arbeit für einen übernimmt. Wer solch einen Fahrstil pflegt, der dürfte sich auf dem Cannondale Habit nicht besonders wohlfühlen. Während hinten die Schläge straff weitergereicht werden, kommt die Fox 34 mit ihren 130 mm Federweg und der Fit4-Kartusche nicht ganz hinterher. Dadurch fühlt sich das Habit in grobem Gelände bei einem passiven Fahrstil unbalanciert und überfordert an.

Das Cannondale Habit 2 vermittelt auf Anhieb ein sehr direktes Fahrgefühl
# Das Cannondale Habit 2 vermittelt auf Anhieb ein sehr direktes Fahrgefühl - präzise lässt es sich navigieren, erfordert aber eben auch eine exakte Linienwahl.
Hält man mit dem Cannondale Habit Carbon 2 blind drauf, dann bekommt man mehr Feedback, als einem lieb sein dürfte
# Hält man mit dem Cannondale Habit Carbon 2 blind drauf, dann bekommt man mehr Feedback, als einem lieb sein dürfte - spielt man hingegen mit dem Gelände, dann ist das Trailbike der Amerikaner ein sehr spaßiger Begleiter.

Spielt man hingegen gerne mit dem Gelände und nutzt jede kleine Kante und Wurzel, um Luft zwischen die Reifen und den Untergrund zu bringen, dann ist das Cannondale Habit voll und ganz in seinem Element. Das Heck ist auch bei fast geschlossener Zugstufe eher auf der schnellen Seite. Das führt ebenfalls dazu, dass man lieber an der ersten Wurzel abspringt, statt blind durch die ruppige Sektion zu bügeln. Macht man sich leicht und schaltet seinen Fahrstil von passiv auf aktiv, dann macht das Cannondale Habit 2 einfach sehr viel Spaß. Das gilt vor allem für schnelle, flowige und nicht zu ruppige Trails.

Durch das sehr direkte Fahrgefühl und den begrenzten Federweg ist das Cannondale Habit etwas auf der anstrengenden Seite. Die Arme sollten deshalb gut trainiert sein, wenn man es auf dem Habit krachen lassen will. Das hauseigene Cannondale-Cockpit, das an unserem Habit 2-Testbike verbaut war, fällt recht steif aus, was ebenfalls zu dem eher harschen Fahrgefühl beigetragen hat. Außerdem ist das vergleichsweise hohe Gewicht negativ aufgefallen: Mit 13,68 kg ohne Pedale war das Cannondale Habit 2 das schwerste Bike in unserem Vergleichstest – und das, obwohl die Konkurrenz teils deutlich mehr Federweg hat. Zugutehalten muss man dem Habit 2 hingegen die Zuverlässigkeit: Während unseres Tests auf den harten EWS-Trails rund um Aínsa hatten wir keinerlei Probleme mit dem Trailbike von Cannondale.

Auf flowigen Trails und in schnellen Kurven bietet das Heck des Habits viel Gegenhalt.
# Auf flowigen Trails und in schnellen Kurven bietet das Heck des Habits viel Gegenhalt.
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# cannondale-habit-action-9840
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Während unseres Tests hat sich das Cannondale Habit Carbon 2 als sorgloser Begleiter erwiesen
# Während unseres Tests hat sich das Cannondale Habit Carbon 2 als sorgloser Begleiter erwiesen - allerdings sollte man gut trainiert sein: Das Habit reicht vergleichsweise viele Schläge an den Fahrer weiter. Eine Gabel mit etwas mehr Federweg, die sich besser auf die eigenen Vorlieben abstimmen lässt, wäre wohl eine sinnvolle Tuning-Maßnahme. Für 2020 bietet Cannondale das Habit serienmäßig mit 140 mm Federweg an der Front an.

Das ist uns aufgefallen

  • Fox 34 Performance Elite Die im Habit 2 verbaute 34 Performance Elite-Federgabel von Fox kann nicht mit dem Heck mithalten. Die Fit4-Kartusche begrenzt die Einstellmöglichkeiten, was dazu führt, dass sich bei den empfohlenen Luftdrücken die Front insgesamt weicher anfühlt als das Heck. Eine steifere Federgabel mit etwas mehr Federweg und mehr Einstellmöglichkeiten würde dem Cannondale Habit unserer Meinung nach gut zu Gesicht stehen.
  • Proportional Response Cannondale will beim Habit dank an die jeweilige Rahmengröße angepassten Hinterbauten für alle Größen- und Gewichtsklassen eine optimale Performance bieten. Ob das tatsächlich funktioniert, lässt sich schwer beurteilen – in der Theorie gefällt uns der Ansatz. Die Länge der Hinterbauten bleibt allerdings über alle Rahmengrößen hinweg identisch.
  • Progressives Heck Cannondale empfiehlt, das Habit mit einem Sag von 25 % zu fahren. Wir haben diese Vorgabe zu Beginn unseres Tests gekonnt ignoriert – doch auch mit einem Sag von 30 % hat sich das Heck als ausreichend progressiv erwiesen. Josh Bryceland scheint einen Coil-Dämpfer in seinem Cannondale Habit zu präferieren. Ob man mit einem Stahlfeder-Dämpfer im Habit automatisch so gut fährt wie der Brite? Wohl kaum. Es ist aber gut möglich, dass der Coil-Dämpfer gut mit dem Heck harmoniert und durch das feinfühligere Ansprechverhalten etwas weniger Feedback an den Fahrer weitergibt.
Die Umlenkwippe ist je nach Größe leicht angepasst, um über alle Rahmengrößen hinweg eine optimale Performance zu bieten
# Die Umlenkwippe ist je nach Größe leicht angepasst, um über alle Rahmengrößen hinweg eine optimale Performance zu bieten - Proportional Response nennt Cannondale diesen Ansatz.
Cannondale setzt beim neuen Habit auf einen klassischen Horst Link-Hinterbau
# Cannondale setzt beim neuen Habit auf einen klassischen Horst Link-Hinterbau - der Fox-Dämpfer wird per zweiteiliger Umlenkwippe aus Aluminium angelenkt. Beim Vorgänger kam noch ein einteiliger Carbon-Hinterbau ohne Lager zum Einsatz.

Im Vergleich

Mit 130 mm vorne und hinten liegt das Cannondale Habit 2 am unteren Federwegsende in unserem Vergleichstest. Lediglich das Giant Trance Advanced Pro 29 hat 15 mm weniger am Heck – der grüne Bolide von Giant ist allerdings auch gut 1 kg leichter als das Cannondale und dadurch deutlich spritziger, ohne dass man bergab zu viele Abstriche machen muss. Ebenfalls relativ wenig Federweg bietet das Transition Smuggler Carbon GX. Allerdings hat das Rad der kleinen amerikanischen Firma eine gänzlich andere Charakteristik, ist weniger poppig als das Cannondale und vermittelt ein potenteres Gefühl. Im Testfeld liefert das Cannondale Habit Carbon 2 am meisten Feedback vom Trail an den Fahrer – ob man das mag oder nicht, ist letztlich auch persönliche Präferenz. Während die anderen Bikes mit mehr Federweg in haarigen Situationen aber etwas mehr Komfort bieten, muss man mit dem Cannondale Habit seine Linien sehr präzise wählen. Pflegt man aber einen solch präzisen und auch aktiven Fahrstil, dann erweist sich das Cannondale als sehr spaßiger Begleiter.

Fazit – Cannondale Habit Carbon 2

Mit dem Habit Carbon 2 liefert Cannondale ein spaßiges Trailbike, das vor allem dann in seinem Element ist, wenn man genau weiß, wie man ein Rad mit wenig Federweg über den Trail bewegt. Abziehen und fliegen statt blindem Draufhalten lautet hier die Devise. In ruppigem Gelände gibt das Habit recht viel Feedback an den Fahrer weiter und bietet in haarigen Situationen wenig Reserven. Außerdem ist es für ein Trailbike dieser Federwegskategorie vergleichsweise schwer. Man kann aber trotzdem enorm viel Spaß auf dem Cannondale Habit haben – auch, wenn man nicht unbedingt so gut unterwegs ist wie Josh Bryceland.

Pro
  • ausgewogene Geometrie
  • hoher Fahrspaß bei aktiver Fahrweise
  • gute Progression
Contra
  • vermittelt viel Feedback vom Untergrund
  • wenig Reserven in ruppigem Gelände
  • vergleichsweise hohes Gewicht
Das Cannondale Habit Carbon 2 ist eine gute Wahl für all diejenigen, die gerne mit dem Untergrund spielen, wenig Federweg bevorzugen und dafür auch bereit sind, mehr Rückmeldung vom Untergrund zu bekommen
# Das Cannondale Habit Carbon 2 ist eine gute Wahl für all diejenigen, die gerne mit dem Untergrund spielen, wenig Federweg bevorzugen und dafür auch bereit sind, mehr Rückmeldung vom Untergrund zu bekommen - das Habit ist allerdings gemessen am Federweg recht schwer und fühlt sich mitunter (zu) harsch an. Die geeigneten Trails und den passenden, eher aktiven und präzisen Fahrstil vorausgesetzt, ist das Cannondale Habit Carbon 2 aber ein sehr spaßiger Trail-Begleiter!

Testablauf

Für unseren Trailbike-Vergleichstest sind wir nach Aínsa gereist, um die 8 Modelle auf den Trails zu testen, die bereits die schnellsten Fahrer der Welt in der Enduro World Series unter die Stollen genommen haben. Der spanische Ort am Fuße der Pyrenäen ist umgeben von traumhaften Trails, die alles bieten, was das Mountainbiker-Herz begehrt. Die Strecken in Aínsa reichen von flowig-schnell über technisch und steil bis hin zu knallhart und felsig – ideale Testbedingungen also, zumal die Strecken teils sehr lang und immer wieder mit technischen Gegenanstiegen durchzogen sind. Alle Trailbikes im Testfeld wurden von mehreren Testern auf denselben Strecken gefahren, um Eindrücke im direkten Vergleich zu sammeln. Abgesehen von kleineren individuellen Anpassungen wie der Lenkerhöhe, der Position der Bremsgriffe und natürlich dem Fahrwerk-Setup sind die acht Trailbikes gegenüber ihrer Serienausstattung zunächst unverändert geblieben. Anpassungen, die wir im Testverlauf vornehmen mussten, sind entsprechend vermerkt.

Hier haben wir das Cannondale Habit Carbon 2 getestet

  • Aínsa, Spanien naturbelassene, technisch anspruchsvolle und lange Trails mit steilen, steinigen Passagen, flowigen Abschnitten und technischen Gegenanstiegen
Testerprofil Sebastian Beilmann

Tester-Profil: Sebastian Beilmann
56 cm75 kg81 cm63 cm174 cm
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro, Park
Vorlieben beim Fahrwerk
recht straff mit Progression
Vorlieben bei der Geometrie
relativ flacher Lenkwinkel, kurze Kettenstreben, langes Oberrohr mit kurzem Vorbau

Testerprofil Arne Koop

Tester-Profil: Arne Koop
67 cm74 kg87 cm63 cm184 cm
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro- oder Trailbikes auf ruppigen, natürlichen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch auch gerne mal aufs Downhill-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Fahrstil
sauber, hohes Grundtempo
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung
Vorlieben bei der Geometrie
geräumiger Reach, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

Testerprofil Gregor Sinn

Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm73 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, hinten progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
hinten nicht zu kurz, vorne geräumig, Lenkwinkel nicht zu flach

Testerprofil Oliver Sonntag

Tester-Profil: Oliver Sonntag
62 cm82 kg85 cm73 cm182 cm
Oli fährt am liebsten Enduro, Downhill, Dirt Jump und Crosser – er hat auf jedem Rad seine Gaudi. Primär geht’s ihm um das schnelle Bergab fahren – ob im Bike Park oder auf selbst erklommenen Trails, am allerliebsten aber im Renn-Einsatz.
Fahrstil
schnell und aggressiv
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
hart und progressiv, langsamer Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
lang und flach, aufrechte Fahr- und Sitzposition

Testerprofil Moritz Zimmermann

Tester-Profil: Moritz Zimmermann
61 cm93 kg85 cm61 cm186 cm
Moritz ist seit vielen Jahren auf dem Mountainbike unterwegs – vor allem auf Enduro- und Trailbikes, gerne aber auch im Bike Park.
Fahrstil
Räder auf dem Boden, saubere Linienwahl
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
relativ straff mit viel Dämpfung, Heck eher langsam
Vorlieben bei der Geometrie
mittellanges Oberrohr, hoher Stack, lange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

Hier findest du alle weiteren Artikel unseres Trailbike-Vergleichstest 2019:

  1. benutzerbild

    Akai

    dabei seit 03/2002

    Schade, daß es anscheinend kein Rahmenset gibt. War bei C aber immer schon so, wenn ich gerade drüber nachdenke, oder?
    Komplettbikes allgemein find ich meist ziemlich uninteressant.
  2. benutzerbild

    Affekopp

    dabei seit 11/2005

    Cannondale hat mit diesem Rad seine Identität nun vollkommen verloren. Schade
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  4. benutzerbild

    hellford89

    dabei seit 08/2013

    @Moritz Wie seht ihr das AI Offset (Hinterradnabe +6mm antriebsseitig eingespeicht)?
    Habt ihr da etwas bzgl. steiferem oder haltbarerem Hinterrad feststellen können?
  5. benutzerbild

    Trialbiker82

    dabei seit 07/2010

    Moritz schrieb:

    Ich will der Fox 34 auch gar nicht die Qualität absprechen. Die Federgabel hat aus meiner bzw. unserer (es waren insgesamt 5 Tester) Sicht nicht 100 % ideal mit dem Hinterbau harmoniert. Die 130 mm an der Front sind relativ schnell aufgebraucht und eine 36 mit GRIP2-Kartusche oder eine Lyrik mit Charger 2.1-Dämpfung bietet meiner Erfahrung nach mehr Gegenhalt im mittleren Bereich, ohne dass man Abstriche bei der Sensibilität machen muss. Wenn man die 34 mit 130 mm weiter zuspacert, dann bietet sie zwar mehr Gegenhalt zum Ende hin, ist aber auch eine Ecke straffer. Der Hinterbau mit seiner hohen Progression und die insgesamt recht steife Konstruktion haben deshalb aus unserer Sicht einfach nicht ganz ideal mit der 130 mm-Gabel harmoniert. Das hat man vor allem dann gemerkt, wenn man das Bike in ruppigem Gelände bewegt hat (was natürlich nicht jeder mit seinem Trailbike macht) oder wenn man wie ein Flummi über den Trail gehüpft ist, was auf dem Cannondale extrem spaßig war.

    Wie im Text erwähnt ist das 2020er-Habit übrigens serienmäßig mit einer 140 mm-Gabel ausgestattet. Ohne es gefahren zu sein denke ich, dass das eine sinnvolle Änderung ist. Wenn ich's richtig gesehen habe, gibt es sogar eine Variante mit Lyrik und 150 mm.

    Das Habit ist ein cooles Rad, das uns allen viel Spaß gemacht hat und das ich persönlich sehr schick und ansprechend finde. Aber einfach zu schreiben "Fox 34 ist geil, Fox DPX2 ist geil, Laufräder sind rund, Cannondale ist cool" bringt uns nix und bringt unseren Lesern denke ich auch nix.

    Hey Moritz! Von schönreden war auch garnicht meinerseits die Rede.
    Nur weiter unten schreibst ja selbst ne Lyrik Ultimate oder ne 36er Grip 2 stände dem Bike gut. Das heißt für mich alles was drunter ist gehört höchstens noch an nen XC Bike.
    Ich weis ihr fahrt ein ganz anderes Niveau als die meisten von uns aber ich kenn so viele die ihre 34er schätzen.
    Kommt halt drauf an was und wie man fährt.
  6. benutzerbild

    bs99

    dabei seit 10/2007

    Ich fahre mit ca 100kg die 140mm 34er am Trailbike.
    Die flattert beim Anbremsen schon etwas, darum kann ich bei flotterer Fahrweise den Wunsch nach einer 36er schon verstehen.

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