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Das Canyon Sender ist das älteste Bike in unserem Testfeld und setzt auch als einziges auf 27,5" Laufräder
Das Canyon Sender ist das älteste Bike in unserem Testfeld und setzt auch als einziges auf 27,5" Laufräder - dafür ist es mit 4.799 € nicht nur vergleichsweise günstig, sondern auch top ausgestattet und verfügt über eine nach wie vor äußerst moderne Geometrie.
Der Lenkwinkel lässt sich theoretisch über verschiedene Steuersatzschalen verändern.
Der Lenkwinkel lässt sich theoretisch über verschiedene Steuersatzschalen verändern. - Bei unserem Testbike war die neutrale Schale verbaut.
An der Front werkelt wie bei den meisten Bikes im Test die bewährte Fox 40 Factory-Federgabel mit 200 mm Federweg.
An der Front werkelt wie bei den meisten Bikes im Test die bewährte Fox 40 Factory-Federgabel mit 200 mm Federweg.
An Einstellmöglichkeiten mangelt es hier nicht
An Einstellmöglichkeiten mangelt es hier nicht - Luftdruck, Volumenspacer, HSC, LSC, HSR und LSR wollen passend gewählt werden.
Das haben wir nun schon länger nicht mehr gesehen!
Das haben wir nun schon länger nicht mehr gesehen!
Im Heck verwaltet ein Fox Float X2 Factory-Dämpfer ebenfalls 200 mm Federweg.
Im Heck verwaltet ein Fox Float X2 Factory-Dämpfer ebenfalls 200 mm Federweg. - Der Dämpfer ist gut versteckt, allerdings sorgt eine Ventilverlängerung dafür, dass man den Luftdruck ohne Ausbau anpassen kann.
Beim Cockpit setzt Canyon auf hauseigene Komponenten.
Beim Cockpit setzt Canyon auf hauseigene Komponenten.
Weder der 800 mm breite G5-Lenker, noch der Vorbau haben während des Tests Probleme gemacht oder gestört.
Weder der 800 mm breite G5-Lenker, noch der Vorbau haben während des Tests Probleme gemacht oder gestört.
Bissige SRAM Code RSC-Bremsen mit 200 mm Bremsscheiben liefern die im Downhill nötige Verzögerung
Bissige SRAM Code RSC-Bremsen mit 200 mm Bremsscheiben liefern die im Downhill nötige Verzögerung - außerdem bieten sie eine ziemlich breite Anpassbarkeit.
Fast jedes moderne Downhill-Bike setzt auf den SRAM DH-Antrieb
Fast jedes moderne Downhill-Bike setzt auf den SRAM DH-Antrieb - am Canyon in der edlen X01-Version.
SRAM X01 DH-Carbon-Kurbeln senken das Gewicht
SRAM X01 DH-Carbon-Kurbeln senken das Gewicht - die e*thirteen LG1+-Kettenführung hingegen schützt den Antrieb.
Vorne und hinten rollt das Sender auf Maxxis Minion DHR II-Reifen in 2,4" Breite.
Vorne und hinten rollt das Sender auf Maxxis Minion DHR II-Reifen in 2,4" Breite.
Sattel und Sattelstütze bestehen aus der bewährten SDG I-Beam-Kombination.
Sattel und Sattelstütze bestehen aus der bewährten SDG I-Beam-Kombination.
Beim Aluminium-Hinterbau handelt es sich um einen Viergelenker mit Horstlink in der Kettenstrebe.
Beim Aluminium-Hinterbau handelt es sich um einen Viergelenker mit Horstlink in der Kettenstrebe.
Eine Besonderheit ist jedoch der MX-Link
Eine Besonderheit ist jedoch der MX-Link - so bezeichnet Canyon die Anlenkung des Dämpfers über zwei zusätzliche Umlenkhebel.
Da man die Kolbenstange nicht wirklich sehen kann, hat Canyon einen kleinen Sag-Messer integriert.
Da man die Kolbenstange nicht wirklich sehen kann, hat Canyon einen kleinen Sag-Messer integriert.
Am Unterrohr kommt schickes Sichtcarbon zum Einsatz.
Am Unterrohr kommt schickes Sichtcarbon zum Einsatz.
An den auffälligen Sitzdom mit dem großen Sender-Schriftzug hat man sich inzwischen gewöhnt.
An den auffälligen Sitzdom mit dem großen Sender-Schriftzug hat man sich inzwischen gewöhnt.
Die Leitungen wandern an den Anschlag-Gummis für die Federgabel in den Rahmen
Die Leitungen wandern an den Anschlag-Gummis für die Federgabel in den Rahmen - die Ausgänge am Hinterbau sind ebenfalls sehr unauffällig und schlank gehalten.
Ein großer Plastik-Fender schützt den etwas entblößten Dämpfer vor schädlichem Schlammbeschuss.
Ein großer Plastik-Fender schützt den etwas entblößten Dämpfer vor schädlichem Schlammbeschuss.
Die Kettenstrebe wird von einem großen Gummi-Überzug vor Schlägen der Kette geschützt.
Die Kettenstrebe wird von einem großen Gummi-Überzug vor Schlägen der Kette geschützt.
Und auch am Unterrohr gibt es einen entsprechenden Schoner.
Und auch am Unterrohr gibt es einen entsprechenden Schoner.
Geschraubte Tretlager scheinen wieder etwas mehr in Mode zu kommen
Geschraubte Tretlager scheinen wieder etwas mehr in Mode zu kommen - Canyon setzt auch am Sender auf den Standard.
Die Kettenstreben sind über einen Flipchip in ihrer Länge verstellbar.
Die Kettenstreben sind über einen Flipchip in ihrer Länge verstellbar.
In ruppigen Sektionen wie dieser überzeugt das Canyon Sender CF 9.0 mit viel Geschwindigkeit und Vortrieb
In ruppigen Sektionen wie dieser überzeugt das Canyon Sender CF 9.0 mit viel Geschwindigkeit und Vortrieb - der ganze Speed will aber auch gemanagt werden, was einiges an Einsatz und Kraft erfordert.
Auf ruppigen Gerade braucht es einen etwas aktiven Fahrstil
Auf ruppigen Gerade braucht es einen etwas aktiven Fahrstil - dafür belohnt das Sender mit viel Fahrspaß. Es treibt einen geradezu dazu, hakelige Gaps auszuprobieren.
Das Sender motiviert, sich immer mehr zu pushen
Das Sender motiviert, sich immer mehr zu pushen - das kann teilweise in ganz schön haarigen Situationen enden.
Das geringe Gewicht und die kleinen Laufräder fördern einen sehr verspielten Fahrstil
Das geringe Gewicht und die kleinen Laufräder fördern einen sehr verspielten Fahrstil - das Canyon geht spürbar leichter quer als die Konkurrenz.
Und auch in Anlieger-Strecken macht das wendige Geschoss richtig Laune!
Und auch in Anlieger-Strecken macht das wendige Geschoss richtig Laune!
Senden, trotz ruppigem Empfang
Senden, trotz ruppigem Empfang - das Heck kann bei harten Schlägen etwas harsch werden, gibt die Kontrolle aber selten ganz ab.
Auch mit 27,5" Laufrädern kann man noch kompetitiv Downhill-Fahren
Auch mit 27,5" Laufrädern kann man noch kompetitiv Downhill-Fahren - man büßt zwar etwas Laufruhe und Komfort ein, gewinnt jedoch an Wendigkeit. Was einem besser gefällt, muss jeder selbst entscheiden.
Einige Testfahrer hatten Probleme mit dem breiten Hinterbau
Einige Testfahrer hatten Probleme mit dem breiten Hinterbau - wer große Füße hat, könnte ab und an mit den Knöcheln anschlagen.
Viel Spaß für vergleichsweise wenig Geld
Viel Spaß für vergleichsweise wenig Geld - das Canyon Sender macht sowohl im Park als auch auf der Rennstrecke richtig viel Laune und belohnt aktive Fahrer, die gerne auch mal eine etwas andere Linie ausprobieren wollen.

Canyon Sender CF 9.0 im Test: Bereits bei seiner Vorstellung im Jahr 2016 war das Canyon Sender als reines Downhill-Racebike mit 200 mm Federweg und den damals modernen 650b-Laufrädern konzipiert. Drei Jahre später kann der Carbon-Bolide unter Troy Brosnan tatsächlich beachtliche Erfolge verbuchen – doch langt das, um gegen die teils deutlich jüngere 29″-Konkurrenz in unserem Testfeld zu bestehen? Wir haben es herausgefunden!

Steckbrief: Canyon Sender CF 9.0

EinsatzbereichDownhill
Federweg200 mm/200 mm
Laufradgröße27.5ʺ
RahmenmaterialAluminium, Carbon
Gewicht (o. Pedale)15,4 kg
RahmengrößenS, M, L, XL
Websitewww.canyon.com
Preis: 4.799 €

Lange Jahre mussten Canyon-Fans auf ein echtes DH-Racebike der Koblenzer warten. 2016 kam dann die Erlösung in Form des futuristisch anmutenden und nicht gerade zurückhaltend getauften Bikes Sender. Der wuchtige Carbon-Hauptrahmen brach deutlich mit der bisherigen Canyon-Formsprache und mit dem MX-Link gab es auch eine wichtige Neuerung in Sachen Fahrwerk. Dazu gabs noch eine durchaus aggressive Geometrie, Fabien Barel als Testfahrer und nur ein Jahr später Troy Brosnan als World Cup Podiums-Garant – fertig war das perfekte Racebike. Allerdings hat sich in den vergangenen vier Saisons viel getan – so wird seit 2018 fleißig die 29″-Sau durchs Downhill-Dorf getrieben. Während die meisten Hersteller in den vergangenen Monaten auf den Hypetrain aufgesprungen sind, schwimmt der Koblenzer Versender lieber weiter gegen den Strom und schickte uns für unseren Downhill-Vergleichstest ihr bekanntes 27,5″ Canyon Sender CF 9.0 im zur Metapher passenden, optischen Lachs-Look. Mit einem Preisschild von 4.799 €, absoluter Top-Ausstattung und nach wie vor modernen Details hat es allerdings immer noch die besten Voraussetzungen, den 29ern die Party zu versauen … oder etwa nicht?

Das Canyon Sender ist das älteste Bike in unserem Testfeld und setzt auch als einziges auf 27,5" Laufräder
# Das Canyon Sender ist das älteste Bike in unserem Testfeld und setzt auch als einziges auf 27,5" Laufräder - dafür ist es mit 4.799 € nicht nur vergleichsweise günstig, sondern auch top ausgestattet und verfügt über eine nach wie vor äußerst moderne Geometrie.
Diashow: Canyon Sender CF 9.0 im Test - Wendig wie ein Lachs!
An Einstellmöglichkeiten mangelt es hier nicht
Das Sender motiviert, sich immer mehr zu pushen
Geschraubte Tretlager scheinen wieder etwas mehr in Mode zu kommen
Beim Cockpit setzt Canyon auf hauseigene Komponenten.
SRAM X01 DH-Carbon-Kurbeln senken das Gewicht
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Geometrie

Obwohl schon fast vier Jahre alt, fällt die Geometrie des Canyon Senders ausgewogen und modern aus. Bei insgesamt vier Größen wächst der Reach von 420 auf 480 mm und der Stack von 599 auf 625 mm. Der Lenkwinkel liegt bei recht normalen 63° und die Kettenstreben lassen sich zwischen eher kurzen 430 mm und längeren 446 mm justieren. Außerdem bietet Canyon die Möglichkeit an, den Lenkwinkel über verschiedene Steuersatzschalen anzupassen. Unser Testbike kam in Größe L mit einem Reach von 460 mm und neutralen Steuersatzschalen.

 SMLXL
Sitzrohrlänge400 mm400 mm450 mm450 mm
Oberrohrlänge562 mm586 mm611 mm635 mm
Steuerrohrlänge110 mm120 mm130 mm140 mm
Lenkwinkel63°63°63°63°
Sitzrohrwinkel74°74°74°74°
Kettenstrebenlänge430 / 446 mm430 / 446 mm430 / 446 mm430 / 446 mm
Radstand Short1207 mm1232 mm1256 mm1281 mm
Stack599 mm607 mm616 mm625 mm
Reach420 mm440 mm460 mm480 mm
Tretlagerhöhe348 mm348 mm348 mm348 mm
Tretlagerabsenkung6 mm6 mm6 mm6 mm
Der Lenkwinkel lässt sich theoretisch über verschiedene Steuersatzschalen verändern.
# Der Lenkwinkel lässt sich theoretisch über verschiedene Steuersatzschalen verändern. - Bei unserem Testbike war die neutrale Schale verbaut.

Ausstattung

Wie von den Koblenzern bekannt, ist das Canyon Sender CF 9.0 mit einem – für ein High-End Downhill-Bike vergleichsweise günstigen – Preis von 4.799 € absolut top ausgestattet. Das Fahrwerk besteht aus der edlen Fox 40 Factory-Federgabel, kombiniert mit einem Fox Float X2 Factory-Dämpfer am Heck. Während Luftdämpfer in früheren Zeiten im Downhill-Segment noch eher verpönt waren, sind sie in unserem Downhill-Vergleichstest mittlerweile in der Mehrzahl. Geschaltet wird, wie an fast jedem aktuellen Downhill-Bike, mit der bewährten SRAM X01 DH-Schaltung mit 7 Gängen. Eine e*thirteen LG1+ Kettenführung hält Schäden vom Kettenblatt fern und hält die Kette sicher. Gebremst wird mit bissigen SRAM Code RSC-Bremsen mit 200 mm großen Scheiben. Den Kontakt zum Untergrund gewährleisten Maxxis Minion DHR II-Reifen, die auf DT Swiss 1950 Classic-Laufräder in 27,5″ Größe aufgezogen sind. Während am Cockpit hauseigene Canyon-Komponenten verbaut wurden, stellt SDG den I-Fly-Sattel samt passender I-Beam-Sattelstütze.

  • Federgabel Fox 40 Factory (203 mm)
  • Dämpfer Fox Float X2 Factory (200 mm)
  • Antrieb SRAM X01 DH
  • Bremsen SRAM Code RSC
  • Laufräder DT Swiss 1950 Classic
  • Reifen Maxxis Minion DHR II
  • Cockpit Canyon G5 Riser / Canyon V22
Komplette Ausstattung zum Ausklappen
 Canyon Sender CF 9.0
RahmenCanyon Sender CF
DämpferFox Float X2 Factory
FedergabelFox 40 Factory
SteuersatzAcros AZX-227
SchaltwerkSRAM X01 DH 7-fach
Kettenführunge*thirteen LG1+ / ISCG 05
SchalthebelSRAM X01 DH Trigger 7-fach
KassetteSRAM XG-795 DH 10-24 7-fach
KurbelSRAM X01 DH XSync 36 T
InnenlagerSRAM BSA GXP
KetteSRAM PC 1110 11-fach
BremsenSRAM Code RSC, 200 mm
LaufräderDT Swiss FR 1950 Classic
ReifenMaxxis Minion DHR II 2,4"
VorbauCanyon V22
LenkerCanyon G5 Riserbar, 20 mm Rise
GriffeCanyon G5 Flange
SattelSDG I-Fly
SattelstützeSDG I-Beam
Preis (UVP)4.799 €
An der Front werkelt wie bei den meisten Bikes im Test die bewährte Fox 40 Factory-Federgabel mit 200 mm Federweg.
# An der Front werkelt wie bei den meisten Bikes im Test die bewährte Fox 40 Factory-Federgabel mit 200 mm Federweg.
An Einstellmöglichkeiten mangelt es hier nicht
# An Einstellmöglichkeiten mangelt es hier nicht - Luftdruck, Volumenspacer, HSC, LSC, HSR und LSR wollen passend gewählt werden.
Das haben wir nun schon länger nicht mehr gesehen!
# Das haben wir nun schon länger nicht mehr gesehen!
Im Heck verwaltet ein Fox Float X2 Factory-Dämpfer ebenfalls 200 mm Federweg.
# Im Heck verwaltet ein Fox Float X2 Factory-Dämpfer ebenfalls 200 mm Federweg. - Der Dämpfer ist gut versteckt, allerdings sorgt eine Ventilverlängerung dafür, dass man den Luftdruck ohne Ausbau anpassen kann.
Beim Cockpit setzt Canyon auf hauseigene Komponenten.
# Beim Cockpit setzt Canyon auf hauseigene Komponenten.
Weder der 800 mm breite G5-Lenker, noch der Vorbau haben während des Tests Probleme gemacht oder gestört.
# Weder der 800 mm breite G5-Lenker, noch der Vorbau haben während des Tests Probleme gemacht oder gestört.
Bissige SRAM Code RSC-Bremsen mit 200 mm Bremsscheiben liefern die im Downhill nötige Verzögerung
# Bissige SRAM Code RSC-Bremsen mit 200 mm Bremsscheiben liefern die im Downhill nötige Verzögerung - außerdem bieten sie eine ziemlich breite Anpassbarkeit.
Fast jedes moderne Downhill-Bike setzt auf den SRAM DH-Antrieb
# Fast jedes moderne Downhill-Bike setzt auf den SRAM DH-Antrieb - am Canyon in der edlen X01-Version.
SRAM X01 DH-Carbon-Kurbeln senken das Gewicht
# SRAM X01 DH-Carbon-Kurbeln senken das Gewicht - die e*thirteen LG1+-Kettenführung hingegen schützt den Antrieb.
Vorne und hinten rollt das Sender auf Maxxis Minion DHR II-Reifen in 2,4" Breite.
# Vorne und hinten rollt das Sender auf Maxxis Minion DHR II-Reifen in 2,4" Breite.
Sattel und Sattelstütze bestehen aus der bewährten SDG I-Beam-Kombination.
# Sattel und Sattelstütze bestehen aus der bewährten SDG I-Beam-Kombination.

Im Detail

Unser Canyon Sender CF 9.0-Testbike zog mit einem Mix aus ungewöhnlichem Lachs-Farbton und Sichtcarbon – Canyon nennt die Farbe „infrastealth“ – so einige neugierige Blicke auf sich. An die 2016 noch sehr kontroverse Rahmenform mit ihrem Mix aus schlanken und extrem wuchtigen Formen hat man sich mittlerweile hingegen gewöhnt. Kernstück des Senders ist der Viergelenker-Hinterbau mit der MX-Link getauften Anlenkung. Hierbei wird der Dämpfer nicht wie bei den meisten Viergelenkern direkt vom oberen Umlenkhebel in Bewegung gesetzt, stattdessen betätigt dieser zwei Scheren-artig angeordnete Links. Das hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem modifizierten FSR-System des neuen Specialized Demo 29, unterscheidet sich in einigen Details jedoch entscheidend. So steuert bei Canyon nur der obere Hebel den Dämpfer an, beide Hebel fallen deutlich kürzer aus und sind an ganz anderen Stellen im Rahmen untergebracht. Ein kleines, aber feines Detail am Canyon ist die auf die Umlenkung lackierte Sag-Anzeige, die durch den gut versteckten Dämpfer allerdings auch nötig ist.

Beim Aluminium-Hinterbau handelt es sich um einen Viergelenker mit Horstlink in der Kettenstrebe.
# Beim Aluminium-Hinterbau handelt es sich um einen Viergelenker mit Horstlink in der Kettenstrebe.
Eine Besonderheit ist jedoch der MX-Link
# Eine Besonderheit ist jedoch der MX-Link - so bezeichnet Canyon die Anlenkung des Dämpfers über zwei zusätzliche Umlenkhebel.
Da man die Kolbenstange nicht wirklich sehen kann, hat Canyon einen kleinen Sag-Messer integriert.
# Da man die Kolbenstange nicht wirklich sehen kann, hat Canyon einen kleinen Sag-Messer integriert.
Am Unterrohr kommt schickes Sichtcarbon zum Einsatz.
# Am Unterrohr kommt schickes Sichtcarbon zum Einsatz.
An den auffälligen Sitzdom mit dem großen Sender-Schriftzug hat man sich inzwischen gewöhnt.
# An den auffälligen Sitzdom mit dem großen Sender-Schriftzug hat man sich inzwischen gewöhnt.

Der Hauptrahmen des Canyon Senders besteht aus Carbon, Hinterbau und Umlenkung hingegen sind aus Aluminium gefertigt. Ein markantes Merkmal ist der voluminöse Sitzdom oberhalb des Dämpfers, der mittlerweile jedoch auch seinen Weg an andere Canyon-Modelle wie das Parkbike Torque oder das Trailbike Spectral gefunden hat. Am schlanken Steuerrohr befinden sich Markierungen, die benötigt werden, um die austauschbaren Steuersatz-Schalen zur Winkelanpassung korrekt zu montieren. Direkt dahinter wurden praktische Anschlag-Gummis für die Doppelbrückenfedergabel platziert, die gleichzeitig auch als Leitungseingänge in den Rahmen dienen. Die Leitungen wandern von dort fast unsichtbar bis zu ihrem Bestimmungsort. Das ist schick und soll außerdem Bewegung in den Leitungen minimieren – ob es kompliziert ist, die Leitungen neu zu verlegen, konnten wir allerdings nicht testen.

Die Leitungen wandern an den Anschlag-Gummis für die Federgabel in den Rahmen
# Die Leitungen wandern an den Anschlag-Gummis für die Federgabel in den Rahmen - die Ausgänge am Hinterbau sind ebenfalls sehr unauffällig und schlank gehalten.

Der Aluminium-Hinterbau fällt im Vergleich zum Carbon-Rahmen ungewöhnlich filigran aus. In die Ausfallenden wurden Flip-Chips zur Anpassung der Kettenstrebenlänge integriert. Dafür muss außerdem die Bremsaufnahme versetzt werden – das geht über zwei zusätzliche Bohrungen. Direkt vor der Bremse befindet sich ein kleiner Gummischutz, der die Kettenstrebe vor Abrieb durch die Ferse schützen soll, was wir sehr löblich finden. Auf der gegenüberliegenden Seite fällt dieser bedeutend größer aus, um lautes Kettenschlagen zu dämpfen – das funktioniert sehr gut. Ein weiterer großzügiger Schutz befindet sich am Unterrohr und hält Steinschläge ab. Direkt darüber befindet sich das geschraubte Tretlager, über das sich Mechaniker freuen dürften. Das vordere Hauptlager am Rahmen fällt ordentlich groß aus und muss mit einem Kassetten-Tool festgezogen werden.

Ein großer Plastik-Fender schützt den etwas entblößten Dämpfer vor schädlichem Schlammbeschuss.
# Ein großer Plastik-Fender schützt den etwas entblößten Dämpfer vor schädlichem Schlammbeschuss.
Die Kettenstrebe wird von einem großen Gummi-Überzug vor Schlägen der Kette geschützt.
# Die Kettenstrebe wird von einem großen Gummi-Überzug vor Schlägen der Kette geschützt.
Und auch am Unterrohr gibt es einen entsprechenden Schoner.
# Und auch am Unterrohr gibt es einen entsprechenden Schoner.
Geschraubte Tretlager scheinen wieder etwas mehr in Mode zu kommen
# Geschraubte Tretlager scheinen wieder etwas mehr in Mode zu kommen - Canyon setzt auch am Sender auf den Standard.
Die Kettenstreben sind über einen Flipchip in ihrer Länge verstellbar.
# Die Kettenstreben sind über einen Flipchip in ihrer Länge verstellbar.

Auf dem Trail

Wir sind das Canyon Sender vor allem auf der anspruchsvollen „Struggle“-Strecke sowie auf anderen Pisten im Bikepark Spicak gefahren. Das Setup geht dank komplettem Luftfahrwerk relativ leicht vonstatten. Der Dämpfer liegt zwar relativ versteckt im Rahmen, eine Ventil-Verlängerung sorgt jedoch dafür, dass man ihn zur Anpassung des Luftdrucks nicht extra ausbauen muss. Der integrierte Sag-Messer ist nicht übermäßig genau, reicht für ein erstes Setup jedoch vollkommen. Bei den Dämpfungseinstellungen haben wir uns zunächst an den online abrufbaren Empfehlungen von Fox orientiert und sind auch nach mehreren Fahrten nur leicht davon abgewichen. Die Kettenstreben blieben aufgrund der engen Streckenführung zunächst im kurzen Setting.

Wie schlägt sich also das einzige 650b-Bike im Test, kann es mit der großfüßigen Konkurrenz überhaupt noch mithalten? Definitiv! Das Canyon Sender CF 9.0 macht bereits auf den ersten Metern klar, dass es ein waschechtes Racebike ist. Der progressive Hinterbau fällt ziemlich straff aus, generiert in ruppigen Passagen jedoch erstaunlich viel Vortrieb. Dadurch hat man teilweise beim Einbiegen in eine Stein-Sektion das Gefühl, richtig nach vorne beschleunigt zu werden – und das trotz kleiner Laufräder. Das liegt sicherlich auch daran, dass das Heck generell eher etwas sparsam mit seinem Federweg umgeht. Dadurch fällt das Hinterrad nicht in jedes Loch, sondern tanzt auch bei mittelmäßigen Geschwindigkeit leichtfüßig über Bremswellen und Steine hinweg. Leider bleiben dabei allerdings auch Komfort und Laufruhe etwas auf der Strecke – wer ein Sofa sucht, wird hier nicht fündig.

In ruppigen Sektionen wie dieser überzeugt das Canyon Sender CF 9.0 mit viel Geschwindigkeit und Vortrieb
# In ruppigen Sektionen wie dieser überzeugt das Canyon Sender CF 9.0 mit viel Geschwindigkeit und Vortrieb - der ganze Speed will aber auch gemanagt werden, was einiges an Einsatz und Kraft erfordert.

Zum eher straffen Fahrverhalten passt auch die aggressive Körperposition, in die einen das Sender mit seinem langen Oberrohr sowie hohen und breiten Lenker zwingt. Bei sehr aktiver Fahrweise und viel Gegendruck in Kurven gibt das Fahrwerk etwas mehr Federweg frei und sorgt für ordentlich Grip und Kontrolle. Das kostet zwar Kraft, macht aber auch richtig viel Spaß und vermittelt Optimismus für die nächste Sektion. Dabei sollte man seine eigenen Fahrkünste und Kräfte jedoch nicht überschätzen, denn bei Fahrfehlern oder kurzen Unaufmerksamkeiten ist das Geschoss etwas weniger verzeihend als die Konkurrenz und schickt einen auch mal ins Gemüse. Deshalb sollte die Linienwahl gut überlegt sein und das eine oder andere aktive Manöver beinhalten. Wer einfach nur passiv durchs Steinfeld fährt, wird schnell zum Ping-Pong-Ball. Gibt man jedoch an bestimmten Stellen Druck und hebt das Bike über die gröbsten Steine hinweg, wird man mit einer ziemlich beängstigenden Geschwindigkeit belohnt.

Auf ruppigen Gerade braucht es einen etwas aktiven Fahrstil
# Auf ruppigen Gerade braucht es einen etwas aktiven Fahrstil - dafür belohnt das Sender mit viel Fahrspaß. Es treibt einen geradezu dazu, hakelige Gaps auszuprobieren.

In typischen Bikepark-Sektionen mit Sprüngen und Anliegern macht das Canyon Sender CF 9.0 ebenfalls eine gute Figur. Durch den großen Gegenhalt im Heck und die dazu passende straffe Fox 40-Federgabel geht es leichtfüßig und ausbalanciert in die Luft. Hier machen sich die kleinen Laufräder tatsächlich positiv bemerkbar, denn das Sender lässt sich ganz ohne Probleme ordentlich quer stellen. In Bikepark-Bremswellen muss man den Lenker etwas fester halten – heftiges Bremsstempeln oder frühzeitigen Gripverlust konnten wir jedoch nicht feststellen.

Das Sender motiviert, sich immer mehr zu pushen
# Das Sender motiviert, sich immer mehr zu pushen - das kann teilweise in ganz schön haarigen Situationen enden.
Das geringe Gewicht und die kleinen Laufräder fördern einen sehr verspielten Fahrstil
# Das geringe Gewicht und die kleinen Laufräder fördern einen sehr verspielten Fahrstil - das Canyon geht spürbar leichter quer als die Konkurrenz.
Und auch in Anlieger-Strecken macht das wendige Geschoss richtig Laune!
# Und auch in Anlieger-Strecken macht das wendige Geschoss richtig Laune!
Senden, trotz ruppigem Empfang
# Senden, trotz ruppigem Empfang - das Heck kann bei harten Schlägen etwas harsch werden, gibt die Kontrolle aber selten ganz ab.

Im Vergleich

Als einziges 650b-Bike im Test interessiert natürlich vor allem der Vergleich mit den anderen 29″ Boliden. In ruppigen Sektionen kann das Canyon Sender sogar am sehr potenten Santa Cruz V10 dran bleiben – benötigt allerdings einiges mehr an Körpereinsatz. Während das V10 mit seinem satten VPP-Hinterbau und großen Laufrädern einfach rücksichtslos durch Steinfelder knallt und auch große Brocken schluckt, muss das Sender sehr aktiv bewegt werden und schlägt manchmal ein paar mehr Haken. So spart man mit dem Santa Cruz auf typischen Downhill-Strecken deutlich an Kraft, die man dafür allerdings auf sanften Bikepark-Strecken aufwenden muss, um den etwas trägeren Boliden in die Luft zu bewegen.

Etwas näher am Canyon Sender liegt das von uns bereits getestete Scott Gambler Tuned. Das verfügt zwar auch über 29″ Laufräder, ist aber im Heck etwas straffer abgestimmt und mit 15 kg Gewicht verdammt leicht. Dadurch kann es auf Jumplines und in Anlieger-Strecke mit dem Canyon konkurrieren und vermittelt richtig viel Fahrspaß. Geht es ans Eingemachte, dann zeigt sich auch hier ein ähnliches Bild wie beim V10: Man kann ruppige Sektionen mit beiden Rädern richtig schnell fahren, mit dem 29″ Scott fällt es allerdings etwas leichter und man macht generell weniger Fehler.

Das ist uns aufgefallen

  • Luftdämpfer Das Heck des Canyon Sender CF 9.0 fällt ordentlich progressiv und straff aus. Das kann zwar bei einem Race-Bike eine durchaus erwünschte Eigenschaft sein, wir fanden jedoch, dass das Rad selbst im Auslieferungszustand ohne zusätzliche Volumenspacer gegen Ende des Federwegs extrem harsch wird. Ein Stahlfederdämpfer könnte hier für etwas mehr Komfort und Balance sorgen.
  • Hinterbaubreite Testfahrer mit sehr großen Füßen hatten teilweise das Problem, dass sie trotz breiter Downhill-Pedale unangenehm mit den Knöcheln an den Hinterbau geschlagen sind. Andere hingegen konnten das nicht erleben.
  • Preis-Leistung Das Canyon Sender CF 9.0 ist das mit Abstand günstigste Bike im Test und trotzdem super ausgestattet. Canyon hat allerdings nicht nur edle, sondern auch funktionale Komponenten verbaut. Bis auf den Luftdämpfer wüssten wir nichts, was wir gerne tauschen würden.
  • 27,5″ Laufräder Kann man mit 27,5″ Laufrädern noch schnell Downhill fahren? Ja! Zwar vermitteln 29er spürbar mehr Komfort und Kontrolle, sind dafür im Park aber etwas träger. So muss wohl jeder selbst entscheiden, was für ihn am besten ist.
Auch mit 27,5" Laufrädern kann man noch kompetitiv Downhill-Fahren
# Auch mit 27,5" Laufrädern kann man noch kompetitiv Downhill-Fahren - man büßt zwar etwas Laufruhe und Komfort ein, gewinnt jedoch an Wendigkeit. Was einem besser gefällt, muss jeder selbst entscheiden.
Einige Testfahrer hatten Probleme mit dem breiten Hinterbau
# Einige Testfahrer hatten Probleme mit dem breiten Hinterbau - wer große Füße hat, könnte ab und an mit den Knöcheln anschlagen.

Fazit – Canyon Sender CF 9.0

Mit dem Canyon Sender CF 9.0 hat der Direktversender ein absolut konkurrenzfähiges Downhillbike im Angebot, das auch beim einen oder anderen Ausflug in den Bikepark Spaß macht. Wer das Maximum an Laufruhe und Komfort sucht, wird beim Canyon zwar nicht vollends fündig und bei ruppiger Downhill-Gangart benötigt das Sender eine harte Hand – allerdings belohnt das Abfahrtsgeschoss dafür mit viel Fahrspaß und Geschwindigkeit.

Pro
  • sehr gute Ausstattung
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • hoher Fahrspaß
  • ausgewogene Geometrie
  • effizienter Hinterbau …
Contra
  • … der teils etwas harsch ist
  • bei hohen Geschwindigkeiten etwas nervös
  • nicht sehr komfortabel
Viel Spaß für vergleichsweise wenig Geld
# Viel Spaß für vergleichsweise wenig Geld - das Canyon Sender macht sowohl im Park als auch auf der Rennstrecke richtig viel Laune und belohnt aktive Fahrer, die gerne auch mal eine etwas andere Linie ausprobieren wollen.

Testablauf

Wir haben die fünf Downhill-Boliden über mehrere Tage auf verschiedene Strecken entführt und sind sie dort im direkten Vergleich gefahren. Neben unseren erfahrenen MTB-News-Testfahrern Arne und Gregor waren auch zwei externe Tester mit World Cup- oder iXS EDC-Erfahrung dabei.

Hier haben wir das Canyon Sender CF 9.0 getestet

  • Geißkopf: Eine der ältesten Downhill-Strecken Deutschlands. Sie bietet einen guten Mix aus geshapten und steinigen beziehungsweise schnellen und engen Passagen.
  • Spicak: Die Europacup-Strecke ist unter Rennfahrern berühmt berüchtigt, denn sie ist einerseits extrem eng und verblockt, andererseits schnell und hart, mit einigen anspruchsvollen Gaps.
Testerprofile ausklappen

Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm68 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, hinten progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
hinten nicht zu kurz, vorne geräumig, Lenkwinkel nicht zu flach
Tester-Profil: Arne Koop
67 cm74 kg87 cm63 cm184 cm
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro- oder Trailbikes auf ruppigen, natürlichen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch auch gerne mal aufs Downhill-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Fahrstil
sauber, hohes Grundtempo
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung
Vorlieben bei der Geometrie
geräumiger Reach, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel
Tester-Profil: Markus Hillmann
75 kg185 cm
Markus fährt bereits seit vielen Jahren alle Arten von Mountainbike. Er nimmt außerdem regelmäßig an Downhill-Rennen auf internationalem Niveau teil.
Fahrstil
Am liebsten geschmeidig und rund
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro, Street
Vorlieben beim Fahrwerk
recht gewöhnlich, vorne viele Volumenspacer
Vorlieben bei der Geometrie
ausgewogen bis lang
Tester-Profil: Kevin Dewinski
80 kg182 cm
Kevin ist erfahrener Downhill-Fahrer, konnte bereits Top-Platzierungen im German Downhill Cup erreichen und war bei mehreren World Cup-Rennen am Start.
Fahrstil
verspielt, am liebsten technische Strecken
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, mittlerweile viel Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
sehr aktives, schnelles Fahrwerk, keine Sofas
Vorlieben bei der Geometrie
eher lange, sehr laufruhige Räder

Wie gefällt euch das lachsfarbene Geschoss von Canyon?


Hier findest du alle weiteren Artikel unseres World Cup-Downhill-Bike-Vergleichstests:

  1. benutzerbild

    chiefrock

    dabei seit 03/2005

    Ist aber schon irgendwie seltsam, dass der Hersteller eines DHers nicht testet, wie sich der Hobel mit ner Stahlfeder verhält, oder?
    Grüße
  2. benutzerbild

    FloImSchnee

    dabei seit 08/2004

    Peinliche Aussage, ehrlich.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    lordad

    dabei seit 03/2015

    Frostfalke schrieb:

    Ist es nicht völlig egal, welches Bike das "Schnellste" ist?


    Die sind doch eh alle ca. gleich schnell.....

    Bruni auf nem Specialized
    Pierron auf nem Commencal
    Hart auf nem Saracen
    Vergier auf nem Santa
    Brosnan auf nem Canyon
    Greenland auf nem Mondraker

    Früher Gwin auf nem YT Tues

    können alle in der Elite Liga der Welt mit unterschiedlichen Rädern aufs Podium fahren bzw sogar gewinnen.
    Das liegt eben daran dass die Räder alle ca. gleich schnell sind...

    Die Fahrwerke sind von Fox , die Reifen von Maxxis , die Rahmen oft nur in Nuancen verschieden und oft gefühlt aus der selben Schablonenvorlage

    Das nimmt sich nix
  5. benutzerbild

    Mo(n)arch

    dabei seit 09/2008

    Das Rad wurde definitiv mit Coil getestet, sei es vom Rennteam, wie auch von der Entwicklung. Verbaut wird halt Luft, weil man das Bike so kundenfreundlich wie möglich machen wollte, ergo keine Stahlfedern kaufen müssen etc.
    Das Rad kann mit jedem Dämpfer gefahren werden, der a) die richtige Einbaulänge und b) die richtigen Buchsen besitzt. Wüsste jetzt nicht, was da ein Problem sein sollte. Aber der Kundendienst von Canyon ist für seine "speziellen" Aussagen ja bekannt.

    Der Hinterbau ist laut Kennlinie definitiv besser für Stahlfeder geeignet als Luft.
    Die Übersetzung ist anfangs sehr hoch und nimmt kontinuierlich progressiv ab, was so viel wie sehr sensibles Ansprechverhalten am Anfang des Federwegs, guten Support in der Mitte und hohen Durchlagschutz bedeutet.
    Mit Luftfederbein versinkt man in Kombination mit dieser Hinterbaukinemtaik einfach zu stark im Ende des Federwegs, da der Dämpfer von Natur aus zuerst eine degressive und dann eine stark progressive Kennlinie hat. Dies verschlimmert sich auch mit zusätzlichen Spacern im Dämpfer. Deswegen auch im Bericht das harsche Ansprechverhalten.
    Unten die Kennlinie des Senders. Die Übersetzung geht von 3,3 zurück auf 2,3. Diese Progression ist für Otto-Normalverbraucher und Stahlfederdämpfer mehr als ausreichend.




    Ich fahre selbst ein Sender mit Coil-Boxxer und CCDB in XL. Ich kann sagen, dass das Ding sehr sehr gut geht. Das erste DH-Bike, das mir das Gefühl gibt, ein Rad in der richtigen Größe zu bewegen. Laufruhig mit genug Pop um Leben in die Bude zu kriegen und durch Coil vorne und hinten sehr komfortabel mit immensem Grip.
    Außerdem ist das Ding extrem leise, sieht gut aus, hat 'ne sehr solide Ausstattung und ist bezahlbar.

    Ob das Ding mit 29" noch besser ginge, kann ich nicht sagen. Ich selber brauch's nicht.
  6. benutzerbild

    Mo(n)arch

    dabei seit 09/2008

    Hier noch Tests von pinkbike und vitalmtb.
    Vor allem der Review von Paul Aston auf pinkbike erschließt das Thema Luft- und Stahlfederdämpfer im Sender sehr gut und hat einen meiner Meinung nach sehr ehrlichen Artikel zu dem Fahrrad geschrieben. Er ist die Kiste auch mit 29" gefahren und war minus des höheren Tretlagers begeistert.

    https://www.pinkbike.com/news/canyon-sender-review-2017.html

    https://www.vitalmtb.com/product/guide/Bikes,3/Canyon/Sender-CF-9-0-Team,24539

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