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Canyon setzt bei seinem vor einem Jahr vorgestellten Trailbike Spectral auf 27,5" Laufräder in Verbindung mit 150/140 mm Federweg
Canyon setzt bei seinem vor einem Jahr vorgestellten Trailbike Spectral auf 27,5" Laufräder in Verbindung mit 150/140 mm Federweg - wir haben dem Canyon Spectral CF 9.0 in Spanien auf den Zahn gefühlt!
Die Geometrie des Canyon Spectrals liegt voll im aktuellen Durchschnitt moderner Trailbikes und verspricht ein verspieltes Fahrverhalten.
Die Geometrie des Canyon Spectrals liegt voll im aktuellen Durchschnitt moderner Trailbikes und verspricht ein verspieltes Fahrverhalten.
An der Front arbeitet eine RockShox Pike RCT3-Federgabel mit 160 mm Federweg
An der Front arbeitet eine RockShox Pike RCT3-Federgabel mit 160 mm Federweg - diese verfügt bereits über die DebonAir-Luftkammer, die auch in der neuen High-End-Variante Pike Ultimate steckt.
Am Heck verwaltet ein RockShox Super Deluxe RCT-Dämpfer die für ein Trailbike üppigen 150 mm Federweg.
Am Heck verwaltet ein RockShox Super Deluxe RCT-Dämpfer die für ein Trailbike üppigen 150 mm Federweg.
Die nötige Bremspower sollen SRAM Guide RSC-Bremsen liefern
Die nötige Bremspower sollen SRAM Guide RSC-Bremsen liefern - dank Swinglink-Anlenkung im Hebel verfügen sie über einen deutlich knackigeren Druckpunkt, als die sehr günstigen Guide-Varianten.
Mit 180 mm Scheibe ist die Bremspower am Heck ausreichend, kommt aber nicht an eine Code-Bremse heran.
Mit 180 mm Scheibe ist die Bremspower am Heck ausreichend, kommt aber nicht an eine Code-Bremse heran.
Am Cockpit kommen Produkte aus der hauseigenen Canyon G5-Serie zum Einsatz
Am Cockpit kommen Produkte aus der hauseigenen Canyon G5-Serie zum Einsatz - dank langem Steuerrohr und hohem Lenker liegt die Lenkzentrale ordentlich hoch.
Wie im kompletten restlichen Testfeld auch stellt die bewährte SRAM Eagle-Schaltung 12 Gänge zur Verfügung
Wie im kompletten restlichen Testfeld auch stellt die bewährte SRAM Eagle-Schaltung 12 Gänge zur Verfügung - am Canyon Spectral CF 9.0 sogar in der hochwertigen X01-Version.
Die RockShox Reverb-Variostütze verfügt über 150 mm Hub …
Die RockShox Reverb-Variostütze verfügt über 150 mm Hub …
… und den neuen 1X-Hebel, der die Form eines Shifters nachahmt.
… und den neuen 1X-Hebel, der die Form eines Shifters nachahmt.
Vorne und hinten wurden 2,4" breite Maxxis Minion DHR II-Reifen mit dünner Exo-Karkasse auf Carbon-Felgen …
Vorne und hinten wurden 2,4" breite Maxxis Minion DHR II-Reifen mit dünner Exo-Karkasse auf Carbon-Felgen …
… und Naben der amerikanischen Firma Reynolds aufgezogen.
… und Naben der amerikanischen Firma Reynolds aufgezogen.
Das vor einem Jahr vorgestellte Canyon Spectral verfügt weiterhin über einen Viergelenker-Hinterbau, ähnelt nun jedoch den großen Brüdern Torque und Sender deutlich mehr
Das vor einem Jahr vorgestellte Canyon Spectral verfügt weiterhin über einen Viergelenker-Hinterbau, ähnelt nun jedoch den großen Brüdern Torque und Sender deutlich mehr - dazu trägt vor allem der nun waagrecht im Hauptrahmen platzierte Dämpfer bei.
Auch der markante und weit nach vorne gezogene Sitzdom erinnert an die Downhill-Maschine Sender.
Auch der markante und weit nach vorne gezogene Sitzdom erinnert an die Downhill-Maschine Sender.
Damit hebt sich das Spectral deutlich vom nächst größeren Rad, dem Enduro-Bike Strive, ab.
Damit hebt sich das Spectral deutlich vom nächst größeren Rad, dem Enduro-Bike Strive, ab.
Die gedichteten Industrielager im Rahmen werden von Abdeckungen vor eindringendem Wasser und Schmutz geschützt.
Die gedichteten Industrielager im Rahmen werden von Abdeckungen vor eindringendem Wasser und Schmutz geschützt.
Das Canyon Spectral bietet einige praktische Details, wie zum Beispiel die Steckachse mit dem versteckten Hebel zur werkzeuglosen Demontage.
Das Canyon Spectral bietet einige praktische Details, wie zum Beispiel die Steckachse mit dem versteckten Hebel zur werkzeuglosen Demontage.
Etwas schöner und unauffälliger hätte man hingegen den Steuersatz gestalten können
Etwas schöner und unauffälliger hätte man hingegen den Steuersatz gestalten können - um zu verhindern, dass sich der Lenker beim Sturz zu weit dreht, verfügt dieser über einen Anschlag.
Schick und praktisch zugleich ist die Zugverlegung am Canyon Spectral
Schick und praktisch zugleich ist die Zugverlegung am Canyon Spectral - im Cable Channel unter dem Unterrohr sind alle Leitungen gut versteckt, aber dennoch erreichbar.
Die antriebsseitige Kettenstrebe wird von einem schmalen Überzug geschützt.
Die antriebsseitige Kettenstrebe wird von einem schmalen Überzug geschützt.
Bergauf gewinnt das Canyon Spectral CF 9.0 keine Lorbeeren, schlägt sich allerdings sehr passabel
Bergauf gewinnt das Canyon Spectral CF 9.0 keine Lorbeeren, schlägt sich allerdings sehr passabel - durch die hohe Front muss man den Schwerpunkt in steilen Passagen weit nach vorne bringen, um nicht hintenüber zu kippen.
Die Ausstattung sagt zwar Trailbike, doch 160/150 mm Federweg und das sauber bügelnde Heck schreien Vollgas!
Die Ausstattung sagt zwar Trailbike, doch 160/150 mm Federweg und das sauber bügelnde Heck schreien Vollgas! - Trotz kleiner Laufräder und einer verspielten Geometrie muss sich das Spectral in hartem Gelände vor nichts und niemandem verstecken.
Auf steilen und technischen Trail sorgt der Mix aus effizientem Fahrwerk …
Auf steilen und technischen Trail sorgt der Mix aus effizientem Fahrwerk …
… und hohem Cockpit für viel Sicherheit und Geschwindigkeit.
… und hohem Cockpit für viel Sicherheit und Geschwindigkeit.
Im Spectral stecken zwar einige Enduro-Gene, ganz vergessen, dass es ein Trailbike ist, hat es aber nicht
Im Spectral stecken zwar einige Enduro-Gene, ganz vergessen, dass es ein Trailbike ist, hat es aber nicht - geht es mal etwas ruhiger zur Sache, zeigt sich das Rad erstaunlich verspielt.
Dadurch hat man auch in klassischem Trailbike-Gelände oder auf Panorama-reichen Touren seinen Spaß.
Dadurch hat man auch in klassischem Trailbike-Gelände oder auf Panorama-reichen Touren seinen Spaß.
Am Cockpit setzt Canyon auf die hauseigenen G5-Komponenten
Am Cockpit setzt Canyon auf die hauseigenen G5-Komponenten - diese wirken gut verarbeitet und haben während des Tests keine Probleme bereitet.
Kleine Räder, steife Carbon-Felgen und dünne Reifen ergeben meist ein sehr sprintstarkes Bike
Kleine Räder, steife Carbon-Felgen und dünne Reifen ergeben meist ein sehr sprintstarkes Bike - der hohe Lenker und der nicht ganz antriebsneutrale Hinterbau machen dem Spectral jedoch einen Strich durch die Rechnung.
Mit dem Canyon Spectral CF 9.0 haben es die Koblenzer geschafft, ein Trailbike aus dem Boden zu stampfen, das durch sein effizientes und progressives Fahrwerk viel Sicherheit in ruppigem Terrain gibt.
Mit dem Canyon Spectral CF 9.0 haben es die Koblenzer geschafft, ein Trailbike aus dem Boden zu stampfen, das durch sein effizientes und progressives Fahrwerk viel Sicherheit in ruppigem Terrain gibt. - Gleichzeitig bleibt es dank seiner verspielten Geometrie auch in sanfterem Gelände äußerst spaßig. Leichte Abstriche muss man lediglich auf dem Weg nach oben machen.

Canyon Spectral CF 9.0 im Test: Der Versandspezialist aus Koblenz verspricht mit dem Spectral ein agiles Trailbike mit einem progressiven Fahrwerk und reichlich Federwegs-Reserven. So soll es zügig bergauf und mit maximalem Fahrspaß bergab gehen. Hält das beliebte Trailbike, was es verspricht? Wir haben das Canyon Spectral CF 9.0 im spanischen Aínsa getestet!

Steckbrief: Canyon Spectral CF 9.0

EinsatzbereichTrail
Federweg160 mm/150 mm
Laufradgröße27.5ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)13,2 kg
RahmengrößenS, M, L, XL
Websitewww.canyon.com
Preis: 3.999 Euro

Das Canyon Spectral wurde im vergangenen Jahr mit breiten 2,6″-Reifen und 150/140 mm Federweg überarbeitet (unser Test). Mittlerweile wurde umgestellt: Inzwischen wird das beliebte Trailbike der Koblenzer mit 2,4″-Reifen ausgeliefert. Zudem hat ein Großteil der Modelle ein Federwegs-Upgrade auf 160/150 mm bekommen und verspricht mehr Reserven in der Abfahrt. Die verspielte Geometrie mit 27,5″-Laufrädern ist dem Bike erhalten geblieben. Außerdem ist das Canyon Spectral weiterhin in der Kategorie 4 eingestuft und ist damit für denselben Einsatzbereich freigegeben wie das Enduro-Bike Strive.

So soll das Canyon Spectral auch in 2019 weiter mit seinem agilen und spielerischen Fahrverhalten glänzen, aber durch das Plus an Federweg in Verbindung mit dem progressiven Hinterbau noch mehr Spaß in der Abfahrt garantieren. Zudem ist durch die schmaleren Reifen ein präziseres Fahrverhalten zu erwarten. Wir haben die 3.999 € teure CF 9.0-Version des Spectrals mit auf die Trails rund um die spanische Mountainbike-Hochburg Aínsa genommen, um diese Annahmen auf die Probe zu stellen.

Canyon setzt bei seinem vor einem Jahr vorgestellten Trailbike Spectral auf 27,5" Laufräder in Verbindung mit 150/140 mm Federweg
# Canyon setzt bei seinem vor einem Jahr vorgestellten Trailbike Spectral auf 27,5" Laufräder in Verbindung mit 150/140 mm Federweg - wir haben dem Canyon Spectral CF 9.0 in Spanien auf den Zahn gefühlt!
Diashow: Canyon Spectral CF 9.0 im Test - Allrounder mit Abfahrts-Ambitionen
… und den neuen 1X-Hebel, der die Form eines Shifters nachahmt.
Die Ausstattung sagt zwar Trailbike, doch 160/150 mm Federweg und das sauber bügelnde Heck schreien Vollgas!
… und hohem Cockpit für viel Sicherheit und Geschwindigkeit.
… und Naben der amerikanischen Firma Reynolds aufgezogen.
Etwas schöner und unauffälliger hätte man hingegen den Steuersatz gestalten können
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 LaufradgrößeFederweg vorneFederweg hintenGewichtPreis
Cannondale Habit Carbon 229"130 mm130 mm13,68 kg4.999 €
Canyon Spectral CF 9.027,5"160 mm150 mm13,24 kg3.999 €
Cube Stereo 140 HPC TM27,5"150 mm140 mm13,16 kg3.499 €
Giant Trance Advanced Pro 2929"130 mm115 mm12,64 kg4.799 €
Scott Genius 91029"150 mm150 mm13,28 kg5.299 €
Specialized Stumpjumper 29 Expert29"150 mm140 mm12,86 kg5.699 €
Transition Smuggler Carbon GX29"140 mm120 mm13,40 kg5.299 €
YT Jeffsy 29 CF Pro Race29"150 mm150 mm13,58 kg5.299 €

Geometrie

Canyon bietet das neue Spectral in sechs verschiedenen Größen von 2XS (nur Aluminium) bis XL an – wobei die Größen 2XS und XS den WMN-Modellen, die sich an das weibliche Publikum richten, vorbehalten sind. Außerdem hat Canyon diesen Modellen einen Dämpfer mit kürzerer Einbaulänge (210 mm) spendiert, um die Hebelverhältnisse an das geringere Gewicht der kleineren Fahrer/innen anzupassen – verzichten müssen diese Ausstattungsvarianten jedoch auf das Federwegs-Upgrage. Hier setzt Canyon weiterhin auf 150/140 mm Federweg und hat viel Detailarbeit in die Optimierung des Bikes an die verschiedenen Fahrergrößen und -gewichte gesteckt.

430 mm kurze Kettenstreben sollen ein agiles Verhalten in engen Kurven garantieren. Der Reach unseres Testbikes in Größe L liegt bei moderat langen 460 mm, auch der 66° flache Lenkwinkel ist kein untypischer Wert für ein Trailbike. Der effektive Sitzwinkel liegt bei 74,5°. Löblich ist, dass Canyon ab Rahmengröße M Vario-Sattelstützen mit 150 mm Verstellweg verbaut. Die Tretlagerabsenkung liegt bei 22 mm, bei der kleinsten „regulären” Rahmengröße S sogar bei tieferen 27 mm, sodass auch kleinere Fahrer das Gefühl haben sollten, im Rad zu stehen.

 SMLXL
Sitzrohrlänge425 mm440 mm480 mm520 mm
Oberrohrlänge579 mm605 mm633 mm661 mm
Steuerrohrlänge92 mm116 mm147 mm170 mm
Lenkwinkel66°66°66°66°
Sitzwinkel74,5°74,5°74,5°74,5°
Kettenstrebenlänge430 mm430 mm430 mm430 mm
Radstand1.141 mm1.172 mm1.204 mm1.235 mm
Stack588 mm605 mm634 mm655 mm
Reach419 mm440 mm460 mm482 mm
Überstandshöhe742 mm763 mm783 mm797 mm
Tretlager-Offset27 mm22 mm22 mm22 mm
Federweg vorne160 mm160 mm160 mm160 mm
Federweg hinten140 mm150 mm150 mm150 mm
Die Geometrie des Canyon Spectrals liegt voll im aktuellen Durchschnitt moderner Trailbikes und verspricht ein verspieltes Fahrverhalten.
# Die Geometrie des Canyon Spectrals liegt voll im aktuellen Durchschnitt moderner Trailbikes und verspricht ein verspieltes Fahrverhalten.

Ausstattung

Das Canyon Spectral ist in zehn verschiedenen Carbon-Ausstattungsvarianten von 2.799 € bis 6.999 € zu haben. Zudem ist es noch in vier verschiedenen Alu-Ausführungen von 1.899 € bis 2.499 € erhältlich. Alle Freunde des Selbstaufbaus können zudem ein Rahmenset inklusive Fox Float DPX2 Factory-Dämpfer und Fox Transfer Performance Elite-Sattelstütze zu einem Preis von 2.499 € erwerben.

Wir haben das Canyon Spectral CF 9.0 getestet, das für einen Preis von 3.999 € den Besitzer wechselt. Das Bike ist mit einem hochwertigen Fahrwerk aus dem Hause RockShox ausgestattet – bestehen aus einer RockShox Pike RCT3 mit 160 mm Federweg und einem RockShox Super Deluxe RCT, der die 150 mm Federweg am Heck verwaltet. Knackige Schaltvorgänge garantiert der SRAM X01 Eagle-Antrieb. Auch bei den Bremsen wird mit der SRAM Guide RSC nicht gespart. Die Maxxis Minion DHR II-Reifen sind auf stabilen Reynolds TR 307-Laufrädern aufgezogen. Komplettiert wird der Aufbau mit einer RockShox Reverb Stealth-Sattelstütze mit der ergonomischen 1X Remote am durchaus schicken, hauseigenen Canyon-Cockpit.

  • Federgabel RockShox Pike RCT3 (160 mm)
  • Dämpfer RockShox Super Deluxe RCT (150 mm)
  • Antrieb SRAM X01 Eagle
  • Bremsen SRAM Guide RSC
  • Laufräder Reynolds TR 307
  • Reifen Maxxis Minion DHR II 2,4”
  • Cockpit Canyon G5 Carbon (780 mm) / Canyon G5 (50 mm)
  • Sattelstütze RockShox Reverb Stealth 1X (150 mm)
Komplette Ausstattung zum Ausklappen

Canyon Spectral CF

 Spectral CFR 9.0 LTDSpectral CF 9.0 LTDSpectral CFR 9.0 SLSpectral WMN CF 9.0Spectral CF 9.0 ProSpectral CF 9.0Spectral WMN CF 8.0Spectral CF 8.0Spectral CF 7.0Spectral WMN CF 7.0
RahmenCanyon Spectral CFR SLXCanyon Spectral CF SLXCanyon Spectral CFR SLXCanyon Spectral WMN CF SLXCanyon Spectral CFCanyon Spectral CFCanyon Spectral WMN CFCanyon Spectral CFCanyon Spectral CFCanyon Spectral WMN CF
FedergabelFOX 36 Factory, 160 mmFOX 34 Factory, 150 mmFOX 36 Factory, 160 mmFOX 34 Factory, 150 mmRockShox Pike RCT3, 160 mmRockShox Pike RCT3, 150 mmRockShox Pike RCT3, 150 mmFOX 36 Performance Elite, 160 mmRockShox Pike RC, 160 mmFOX 34 Performance Elite, 150 mm
DämpferFOX FLOAT DPX2 FactoryFOX FLOAT DPS FactoryFOX FLOAT DPX2 FactoryFOX FLOAT DPS LT FactoryRockShox Super Deluxe RCTRockShox Deluxe RT3RockShox Deluxe RT3FOX FLOAT DPX2 Performance EliteRockShox Super Deluxe RCTFOX FLOAT DPS Performance
SchaltwerkSRAM XX1 EagleSRAM XX1 EagleShimano XTR M9100 SGSSRAM XO1 EagleSRAM XO1 EagleSRAM XO1 EagleSRAM GX EagleShimano Deore XT M8000 GSSRAM GX EagleSRAM GX Eagle
SchalthebelSRAM XX1 Eagle TriggerSRAM XX1 Eagle TriggerShimano XTR M9100SRAM X01 Eagle TriggerSRAM X01 Eagle TriggerSRAM X01 Eagle TriggerSRAM GX Eagle TriggerShimano Deore XT M8000SRAM GX Eagle TriggerSRAM GX Eagle Trigger
KurbelSRAM XX1 Eagle DUB 32TSRAM XX1 Eagle 32TRace Face Next SL G5 Carbon 32TSRAM X01 Eagle DUB 30TTruvativ Descendant Carbon DUB 32TTruvativ Descendant Carbon 34TTruvativ Stylo 7K DUB 30TShimano Deore XT M8000 32TTruvativ Descendant 6K AL DUB 32TTruvativ Stylo 6K DUB 30T
KassetteSRAM XG-1299 Eagle 10-50SRAM XG-1299 Eagle 10-50Shimano XTR M9100 10-51SRAM XG-1295 Eagle 10-50SRAM XG-1275 Eagle 10-50SRAM XG-1275 Eagle 10-50SRAM XG-1275 Eagle 10-50Shimano Deore XT M8000 11-46SRAM XG-1275 Eagle 10-50SRAM XG-1275 Eagle 10-50
InnenlagerSRAM Pressfit DUBSRAM Pressfit GXPRace Face Pressfit CinchSRAM Pressfit DUBSRAM Pressfit DUBSRAM Pressfit GXPSRAM Pressfit DUBShimano Pressfit BB71SRAM Pressfit DUBSRAM Pressfit DUB
BremsenSRAM Guide Ultimate CarbonSRAM Guide Ultimate CarbonShimano XTR M9120SRAM Guide RSCSRAM Guide RSCSRAM Guide RSSRAM Guide RSCShimano Deore XT M8020SRAM Guide RSRAM Guide R
LaufräderENVE M630ENVE M60DT Swiss XMC 1200DT Swiss XMC 1200Reynolds TR 307Mavic XA ProDT Swiss XM 1501DT Swiss M 1700DT Swiss M 1900DT Swiss M 1900
Reifen vorneMAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHF 2.6''MAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHR II 2.4''Mavic Quest ProMAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHR II 2.4''
Reifen hintenMAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Rekon+ 2.6''MAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Forekaster 2.35''MAXXIS Minion DHR II 2.4''Mavic Quest ProMAXXIS Forekaster 2.35''MAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Forekaster 2.35''
VorbauCanyon G5Renthal ApexCanyon G5Canyon V12Canyon G5Renthal ApexRace Face Aeffect RCanyon G5Canyon G5Race Face Aeffect R
LenkerCanyon H24 CarbonRenthal Fatbar Lite CarbonCanyon H24 CarbonCanyon H23 CarbonCanyon H24 CarbonRenthal Fatbar LiteRace Face AeffectCanyon G5Canyon G5Race Face Aeffect
GriffeCanyon G5 FlangeErgon GD10Canyon G5Ergon GE1Canyon G5 FlangeErgon GD10Ergon GE1Canyon G5Canyon G5 FlangeErgon GE1
SattelSDG RadarErgon SME3SDG RadarErgon SM10 Sport WomenSDG RadarErgon SME3SGD AllureSDG RadarSDG Fly MTNSGD Allure
SattelstützeFOX Transfer Performance EliteRockShox Reverb Stealth 1XFOX Transfer Performance EliteFOX Transfer Performance EliteRockShox Reverb Stealth 1XRockShox Reverb Stealth 1XFOX Transfer Performance EliteFOX Transfer Performance EliteIridium DropperIridium Dropper
Preis (UVP)6.999€6.499€5.499€4.999€3.999 €3.699€3.599€3.499€2.999€2.799€

Canyon Spectral AL

 Spectral AL 6.0Spectral AL 5.0Spectral WMN AL 5.0Spectral WMN AL 4.0
RahmenCanyon Spectral ALCanyon Spectral ALCanyon Spectral WMN ALCanyon Spectral WMN AL
FedergabelFOX 36 Rhythm, 160 mmFOX 36 Rhythm, 160 mmFOX 34 Rhythm, 150 mmFOX 34 Rhythm, 150 mm
DämpferFOX FLOAT DPX2 PerformanceFOX FLOAT DPS PerformanceFOX FLOAT DPS PerformanceFOX FLOAT DPS Performance
SchaltwerkSRAM GX EagleSRAM NX EagleSRAM NX EagleShimano Deore XT M8000 SGS + Umwerfer: Shimano SLX M7020
SchalthebelSRAM GX Eagle TriggerSRAM NX Eagle TriggerSRAM NX Eagle TriggerShimano SLX M7000
KurbelTruvativ Descendant 6K AL DUB 32TTruvativ Descendant 6K DUB 32TTruvativ Stylo 6K DUB 30TShimano MT600 34/24
KassetteSRAM XG-1275 Eagle 10-50SRAM PG-1230 Eagle 11-50SRAM PG-1230 Eagle 11-50Shimano SLX M7000 11-42
InnenlagerSRAM Pressfit DUBSRAM Pressfit DUBSRAM Pressfit DUBShimano Pressfit BB-MT500
BremsenSRAM Guide RSRAM Guide TSRAM Guide RShimano MT400
LaufräderDT Swiss M 1900Sun Ringle DurocSun Ringle DurocMavic EN427 | Shimano MT400
Reifen vorneMAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHR II 2.4''
Reifen hintenMAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Minion DHR II 2.4''MAXXIS Forekaster 2.35''MAXXIS Forekaster 2.35''
VorbauCanyon G5Race Face AeffectRace Face Aeffect RIridium
LenkerCanyon G5Race Face AeffectRace Face AeffectIridium
GriffeCanyon G5 FlangeCanyon G5 FlangeErgon GE1Lock-On
SattelSDG Fly MTNSDG Fly MTNSGD AllureSGD Allure
SattelstützeIridium DropperIridium DropperIridium DropperIridium Dropper
Preis (UVP)2.499€2.099 €2.099€1.899€

An der Front arbeitet eine RockShox Pike RCT3-Federgabel mit 160 mm Federweg
# An der Front arbeitet eine RockShox Pike RCT3-Federgabel mit 160 mm Federweg - diese verfügt bereits über die DebonAir-Luftkammer, die auch in der neuen High-End-Variante Pike Ultimate steckt.
Am Heck verwaltet ein RockShox Super Deluxe RCT-Dämpfer die für ein Trailbike üppigen 150 mm Federweg.
# Am Heck verwaltet ein RockShox Super Deluxe RCT-Dämpfer die für ein Trailbike üppigen 150 mm Federweg.
Die nötige Bremspower sollen SRAM Guide RSC-Bremsen liefern
# Die nötige Bremspower sollen SRAM Guide RSC-Bremsen liefern - dank Swinglink-Anlenkung im Hebel verfügen sie über einen deutlich knackigeren Druckpunkt, als die sehr günstigen Guide-Varianten.
Mit 180 mm Scheibe ist die Bremspower am Heck ausreichend, kommt aber nicht an eine Code-Bremse heran.
# Mit 180 mm Scheibe ist die Bremspower am Heck ausreichend, kommt aber nicht an eine Code-Bremse heran.
Am Cockpit kommen Produkte aus der hauseigenen Canyon G5-Serie zum Einsatz
# Am Cockpit kommen Produkte aus der hauseigenen Canyon G5-Serie zum Einsatz - dank langem Steuerrohr und hohem Lenker liegt die Lenkzentrale ordentlich hoch.
Wie im kompletten restlichen Testfeld auch stellt die bewährte SRAM Eagle-Schaltung 12 Gänge zur Verfügung
# Wie im kompletten restlichen Testfeld auch stellt die bewährte SRAM Eagle-Schaltung 12 Gänge zur Verfügung - am Canyon Spectral CF 9.0 sogar in der hochwertigen X01-Version.
Die RockShox Reverb-Variostütze verfügt über 150 mm Hub …
# Die RockShox Reverb-Variostütze verfügt über 150 mm Hub …
… und den neuen 1X-Hebel, der die Form eines Shifters nachahmt.
# … und den neuen 1X-Hebel, der die Form eines Shifters nachahmt.
Vorne und hinten wurden 2,4" breite Maxxis Minion DHR II-Reifen mit dünner Exo-Karkasse auf Carbon-Felgen …
# Vorne und hinten wurden 2,4" breite Maxxis Minion DHR II-Reifen mit dünner Exo-Karkasse auf Carbon-Felgen …
… und Naben der amerikanischen Firma Reynolds aufgezogen.
# … und Naben der amerikanischen Firma Reynolds aufgezogen.

Im Detail

Auf den ersten Blick ähnelt das neue Canyon Spectral 2018 nur bedingt dem beliebten Vorgänger, sondern fügt sich hinsichtlich der Formsprache ganz klar in die neue Canyon-Familie samt der großen Brüder Torque und Sender ein. Der Hauptgrund hierfür ist das neue Hinterbau-Konzept: Der Dämpfer sitzt fortan horizontal im vorderen Rahmendreieck und nicht mehr senkrecht wie noch beim Vorgänger. Dadurch ist mehr Platz für Dämpfer mit mehr Hub. Außerdem konnte Canyon die Überstandshöhe so verringern. An der Art des Hinterbaus hat sich hingegen nichts geändert: Das Canyon Spectral ist nach wie vor ein klassischer Horst Link-Viergelenker.

Das vor einem Jahr vorgestellte Canyon Spectral verfügt weiterhin über einen Viergelenker-Hinterbau, ähnelt nun jedoch den großen Brüdern Torque und Sender deutlich mehr
# Das vor einem Jahr vorgestellte Canyon Spectral verfügt weiterhin über einen Viergelenker-Hinterbau, ähnelt nun jedoch den großen Brüdern Torque und Sender deutlich mehr - dazu trägt vor allem der nun waagrecht im Hauptrahmen platzierte Dämpfer bei.
Auch der markante und weit nach vorne gezogene Sitzdom erinnert an die Downhill-Maschine Sender.
# Auch der markante und weit nach vorne gezogene Sitzdom erinnert an die Downhill-Maschine Sender.
Damit hebt sich das Spectral deutlich vom nächst größeren Rad, dem Enduro-Bike Strive, ab.
# Damit hebt sich das Spectral deutlich vom nächst größeren Rad, dem Enduro-Bike Strive, ab.

Der Hinterbau des Canyon Spectral bietet seit 2019 bei fast allen Modellen 150 mm Federweg. Die Kennlinie ist dabei so gestaltet, dass das Heck zu Beginn des Federwegs sehr sensibel anspricht. Danach soll eine stabile Plattform für ausreichend Feedback vom Untergrund sorgen. Zum Ende hin wird das Heck dann progressiver, damit Durchschläge vermieden werden. Zusätzlich soll der Hinterbau über den gesamten Federwegsbereich und insbesondere rund um den Sag-Punkt gute Anti Squat-Eigenschaften aufweisen, damit eine hohe Effizienz beim Pedalieren und möglichst wenig Pedalrückschlag erreicht werden.

In Sachen Laufradgröße setzt Canyon ausschließlich auf 27,5″ und Reifen in 2,4″ Breite. Während 2018 noch viele Varianten des Canyon Spectrals mit 2,6″ breiten Reifen ausgeliefert – und von uns für das schwammige Fahrverhalten etwas kritisiert – wurden, scheint man wieder zur “Standardbreite” zurückgefunden haben. Unser Testbike ist mit 2,4″ breiten Maxxis Minion DHR II-Reifen ausgestattet.

Ein besonderes Augenmerk hat Canyon beim neuen Spectral auf die Haltbarkeit gelegt. Die Koblenzer setzen auf komplett gedichtete Industrielager. Im Hauptlager auf der Antriebsseite sind wegen der höheren Kräfte durch die Kettenspannung und das asymmetrische Heck zwei Lager verbaut. Außerdem sind alle Lager zusätzlich mit X-Ring Gummi-Abdeckungen gegen äußere Einflüsse geschützt. Canyon gibt außerdem an, dass die Lager generell durch die neue Dämpfer-Anlenkung weniger beansprucht werden als in der Vergangenheit.

Die gedichteten Industrielager im Rahmen werden von Abdeckungen vor eindringendem Wasser und Schmutz geschützt.
# Die gedichteten Industrielager im Rahmen werden von Abdeckungen vor eindringendem Wasser und Schmutz geschützt.
Das Canyon Spectral bietet einige praktische Details, wie zum Beispiel die Steckachse mit dem versteckten Hebel zur werkzeuglosen Demontage.
# Das Canyon Spectral bietet einige praktische Details, wie zum Beispiel die Steckachse mit dem versteckten Hebel zur werkzeuglosen Demontage.
Etwas schöner und unauffälliger hätte man hingegen den Steuersatz gestalten können
# Etwas schöner und unauffälliger hätte man hingegen den Steuersatz gestalten können - um zu verhindern, dass sich der Lenker beim Sturz zu weit dreht, verfügt dieser über einen Anschlag.

Ein interessantes Detail und sicherlich eines der Highlights ist die Kabelverlegung, die Canyon am neuen Spectral implementiert hat. Die Züge verlaufen nicht intern durch den Rahmen, sondern zwischen diesem und einer Abdeckplatte aus Kunststoff, die auf der Unterseite des Unterrohrs befestigt ist. Cable Channel nennt Canyon diesen Ansatz. Diese Variante bietet denselben Schutz und dieselbe saubere Optik einer innenverlegten Variante, ohne dass die Kabel durch den Rahmen verlegt werden müssen. Gleichzeitig fungiert die Abdeckplatte als Schutz für das Unterrohr und lässt sich bei Bedarf austauschen.

Wer gerne ohne Rucksack unterwegs ist, der wird sich über die von Canyon „Frame Box” getaufte Lösung freuen. Die kleine Box kann im vorderen Rahmendreieck direkt hinter dem Steuerrohr mit drei Schrauben sicher befestigt werden. Sie bietet genug Platz für einen Ersatzschlauch, eine CO2-Kartusche und Werkzeug. Zwar ist diese Lösung nicht ganz so sauber wie der SWAT-Kofferraum des Specialized Stumpjumpers, aber ebenfalls praktisch. Für die Trinkflasche bietet Canyon eine Sonderlösung an. Per speziellem Canyon Sideloader-Flaschenhalter bietet sich trotz des horizontalen Dämpfers genug Platz für eine 750 ml fassende Trinkflasche.

Schick und praktisch zugleich ist die Zugverlegung am Canyon Spectral
# Schick und praktisch zugleich ist die Zugverlegung am Canyon Spectral - im Cable Channel unter dem Unterrohr sind alle Leitungen gut versteckt, aber dennoch erreichbar.
Die antriebsseitige Kettenstrebe wird von einem schmalen Überzug geschützt.
# Die antriebsseitige Kettenstrebe wird von einem schmalen Überzug geschützt.

Auf dem Trail

Draufsitzen und wohlfühlen: Das Canyon Spectral überzeugt auf Anhieb mit einer angenehm zentralen und entspannten Sitzposition. Selbst lange Uphills lassen sich so bequem bewältigen. In steilen Anstiegen fängt das Vorderrad jedoch recht früh an zu steigen, was wohl der Kombination aus kurzen Kettenstreben und hohem Cockpit mit kurzem Vorbau geschuldet ist. Der Hinterbau zeigt sich relativ antriebsneutral und wippt im Wiegetritt nur leicht. Im Antritt ist das Spectral allerdings nicht so effizient wie so mancher Konkurrent im Test. Insgesamt ist das Canyon bergauf zwar nicht das schnellste Bike in unserem Vergleichstest, reiht sich aber problemlos im Mittelfeld ein.

Bergauf gewinnt das Canyon Spectral CF 9.0 keine Lorbeeren, schlägt sich allerdings sehr passabel
# Bergauf gewinnt das Canyon Spectral CF 9.0 keine Lorbeeren, schlägt sich allerdings sehr passabel - durch die hohe Front muss man den Schwerpunkt in steilen Passagen weit nach vorne bringen, um nicht hintenüber zu kippen.

Seine vollen Stärken spielt das Canyon jedoch in der Abfahrt aus. Der Hinterbau bietet eine gute Plattform, wodurch sich das Bike sehr definiert fahren lässt – ideal für spontane Absprünge oder um das Rad aufs Hinterrad zu ziehen. So sackt auch in schnellen Anliegerkurven nichts weg und es lässt sich viel Geschwindigkeit aus Kurven mitnehmen. Dank der idealen Gewichtsverteilung bietet das Spectral ein sehr sicheres Gefühl bei schnellen Kurvenfahrten. Dazu arbeitet das Heck sehr effizient und bietet selbst in hartem Gelände viele Reserven. Während die hohe Front im Uphill kleine Nachteile mit sich bringt, gibt sie dem Spectral bergab ein spielerisches Handling und garantiert bei steilen Abfahrten ein deutliches Plus an Kontrolle. Die starke Endprogression sorgt zudem dafür, dass das Fahrwerk auch größere Drops problemlos wegsteckt. Dank des steifen Rahmens kann die Linie hier zudem sehr präzise gewählt werden.

Die Ausstattung sagt zwar Trailbike, doch 160/150 mm Federweg und das sauber bügelnde Heck schreien Vollgas!
# Die Ausstattung sagt zwar Trailbike, doch 160/150 mm Federweg und das sauber bügelnde Heck schreien Vollgas! - Trotz kleiner Laufräder und einer verspielten Geometrie muss sich das Spectral in hartem Gelände vor nichts und niemandem verstecken.
Auf steilen und technischen Trail sorgt der Mix aus effizientem Fahrwerk …
# Auf steilen und technischen Trail sorgt der Mix aus effizientem Fahrwerk …
… und hohem Cockpit für viel Sicherheit und Geschwindigkeit.
# … und hohem Cockpit für viel Sicherheit und Geschwindigkeit.

Im Vergleich zum Vorgänger hat Canyon alles richtig gemacht und unsere einzigen beiden Kritikpunkte beseitigt: Die klappernden Züge gehören mit dem Cable Channel der Vergangenheit an und der Hinterbau neigt bei harten Schlägen nicht mehr zum Durchrauschen. Zudem hat der koblenzer Versandspezialist eindeutig die richtige Wahl getroffen, das Bike ab diesem Modelljahr mit 2,4″ breiten Reifen auszuliefern. So kann das wendige und verspielte Mini-Enduro auch in hartem Gelände seine vollen Stärken zeigen.

Im Spectral stecken zwar einige Enduro-Gene, ganz vergessen, dass es ein Trailbike ist, hat es aber nicht
# Im Spectral stecken zwar einige Enduro-Gene, ganz vergessen, dass es ein Trailbike ist, hat es aber nicht - geht es mal etwas ruhiger zur Sache, zeigt sich das Rad erstaunlich verspielt.
Dadurch hat man auch in klassischem Trailbike-Gelände oder auf Panorama-reichen Touren seinen Spaß.
# Dadurch hat man auch in klassischem Trailbike-Gelände oder auf Panorama-reichen Touren seinen Spaß.

Das ist uns aufgefallen

  • Preis-Leistungs-Verhältnis Mit einem Preis von 3.999 € ist das Canyon das zweitgünstigste Modell in unserem Vergleichstest. Abstriche bei der Ausstattung muss man allerdings kaum machen. Canyon hat ein sehr stimmiges Gesamtpaket auf die Beine gestellt, bei dem Preis und Leistung stimmen.
  • Canyon G5-Komponenten Wie viele andere Hersteller auch, setzt Canyon an einigen Stellen auf hauseigenen Komponenten. Am Spectral CF 9.0 beschränkt sich dies auf das Cockpit. Während Lenker und Vorbau gut verarbeitet, wenn auch etwas klobig, wirken, hätte man den Steuersatz mit seinem Lenkanschlag ruhig etwas schlanker gestalten können.
  • Uphill-Performance Mit Carbon-Felgen, leichten, 2,4″ breiten Reifen und kleinen 27,5″ Laufrädern würde man das Canyon Spectral bergauf eigentlich als sehr spritzig einschätzen. Aufgrund des sehr hohen Lenkers und im Antritt leicht zusammensackenden Fahrwerks kann es mit den Erwartungen allerdings nicht ganz mithalten.
  • Tuning-Potenzial Wer vor allem Wert auf die Abfahrt legt, könnte die Guide-Bremsen durch Code-Modelle ersetzen oder noch größere Bremsscheiben verbauen. Für eine bessere Uphill-Performance hingegen könnte ein tieferer Lenker oder noch besser rollende Reifen sorgen.
Am Cockpit setzt Canyon auf die hauseigenen G5-Komponenten
# Am Cockpit setzt Canyon auf die hauseigenen G5-Komponenten - diese wirken gut verarbeitet und haben während des Tests keine Probleme bereitet.
Kleine Räder, steife Carbon-Felgen und dünne Reifen ergeben meist ein sehr sprintstarkes Bike
# Kleine Räder, steife Carbon-Felgen und dünne Reifen ergeben meist ein sehr sprintstarkes Bike - der hohe Lenker und der nicht ganz antriebsneutrale Hinterbau machen dem Spectral jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Im Vergleich

Das Canyon Spectral gehört nicht nur zu den günstigsten, sondern auch zu den im Gesamtkonzept am sinnvollsten ausgestatteten Bikes in unserer Testreihe. Die Koblenzer haben ihre Interpretation des perfekten Trailbikes auf eine agile Abfahrtmaschine mit Stabilität und Reserven für die härtere Gangart getrimmt. Bezahlt wird die Robustheit ein wenig mit der Spritzigkeit im Antritt. Außerdem sorgt die hohe Front in steilen Abfahrten zwar für Kontrolle, in strammen Uphills jedoch früher für ein steigendes Vorderrad. Trotzdem leistet sich das Spectral dank des antriebsneutralen Hinterbaus nahezu keine Schwächen. Damit ist das Canyon Spectral ein Bike, das alles mitmacht und trifft – unserer Meinung nach – die Definition eines Trailbikes ziemlich perfekt.

Neben Canyon setzt noch ein weiterer großer deutscher Hersteller auf die kleine(re)n 27,5″-Laufräder an seinem Trailbike: Cube. Deren Stereo 140 HPC TM ist zwar mit bissigen Code-Bremsen und eine Fox 36-Federgabel abfahrtslastiger ausgestattet, verhält sich in der Realität jedoch umgekehrt. Das flache Cockpit, der steife Rahmen und der eher antriebsneutrale Hinterbau geben ihm auf dem Weg nach oben einen Vorteil. Biegt man jedoch in die Abfahrt ein, hat die Stunde des Canyon Spectrals geschlagen. Das bügelt mit seinem schluckfreudigen Fahrwerk über Stock und Stein wie manches 29er und ist vor allem deutlich weniger anstrengend zu fahren als das straffe Cube.

Auch der Vergleich zum YT Jeffsy 29 CF Pro Race bietet sich an: Als Preis-Leistungs-Kracher von deutschen Versendern sieht man beide Bikes sehr häufig in den heimischen Wäldern. Das von uns getestete Spectral CF 9.0 ist allerdings 1.300 € günstiger als das YT, was sich aus unserer Sicht nicht in diesem Ausmaß in den Ausstattungen widerspiegelt. Beide Trailbikes gehören eher zu den abfahrtsorientierteren im Testfeld und ziehen der Konkurrenz davon, wenn das Gelände ruppig wird. Das Canyon hat aber gerade auf sanfteren Trails und bei nicht so schneller Fahrweise die Nase vorn, wenn es um die reine Spaßwertung geht.

Fazit – Canyon Spectral CF 9.0

Canyon hat mit dem Spectral ein potentes Trailbike im Programm, das in der Abfahrt mit stabilen Komponenten, vielen Reserven und hohem Fahrspaß punktet. Im Antritt mangelt es dem Trailbike aus Koblenz etwas an Spritzigkeit. Zudem neigt die hohe Front, die in der Abfahrt viel Sicherheit gibt, bei steilen Anstiegen zum Steigen. Der progressive, effiziente Hinterbau garantiert zusammen mit den 27,5" Laufrädern ein extrem verspieltes Verhalten – schnelle Richtungswechsel und Sprungeinlagen werden zum Vergnügen. Zusätzlich glänzt das Spectral mit seinen Nehmer-Qualitäten und einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Koblenzer haben den Begriff Trailbike definitiv treffend interpretiert.

Pro
  • ausgewogene, moderne Geometrie
  • sehr effizienter Hinterbau
  • gute Ausstattung zum fairen Preis
Contra
  • Front neigt bei steilen Anstiegen zum Steigen
Mit dem Canyon Spectral CF 9.0 haben es die Koblenzer geschafft, ein Trailbike aus dem Boden zu stampfen, das durch sein effizientes und progressives Fahrwerk viel Sicherheit in ruppigem Terrain gibt.
# Mit dem Canyon Spectral CF 9.0 haben es die Koblenzer geschafft, ein Trailbike aus dem Boden zu stampfen, das durch sein effizientes und progressives Fahrwerk viel Sicherheit in ruppigem Terrain gibt. - Gleichzeitig bleibt es dank seiner verspielten Geometrie auch in sanfterem Gelände äußerst spaßig. Leichte Abstriche muss man lediglich auf dem Weg nach oben machen.

Testablauf

Für unseren Trailbike-Vergleichstest sind wir nach Aínsa gereist, um die 8 Modelle auf den Trails zu testen, die bereits die schnellsten Fahrer der Welt in der Enduro World Series unter die Stollen genommen haben. Der spanische Ort am Fuße der Pyrenäen ist umgeben von traumhaften Trails, die alles bieten, was das Mountainbiker-Herz begehrt. Die Strecken in Aínsa reichen von flowig-schnell über technisch und steil bis hin zu knallhart und felsig – ideale Testbedingungen also, zumal die Strecken teils sehr lang und immer wieder mit technischen Gegenanstiegen durchzogen sind. Alle Trailbikes im Testfeld wurden von mehreren Testern auf denselben Strecken gefahren, um Eindrücke im direkten Vergleich zu sammeln. Abgesehen von kleineren individuellen Anpassungen wie der Lenkerhöhe, der Position der Bremsgriffe und natürlich dem Fahrwerk-Setup sind die acht Trailbikes gegenüber ihrer Serienausstattung zunächst unverändert geblieben. Anpassungen, die wir im Testverlauf vornehmen mussten, sind entsprechend vermerkt.

Hier haben wir das Canyon Spectral CF 9.0 getestet

  • Aínsa, Spanien naturbelassene, technisch anspruchsvolle und lange Trails mit steilen, steinigen Passagen, flowigen Abschnitten und technischen Gegenanstiegen
Testerprofil Sebastian Beilmann

Tester-Profil: Sebastian Beilmann
56 cm75 kg81 cm63 cm174 cm
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro, Park
Vorlieben beim Fahrwerk
recht straff mit Progression
Vorlieben bei der Geometrie
relativ flacher Lenkwinkel, kurze Kettenstreben, langes Oberrohr mit kurzem Vorbau

Testerprofil Arne Koop

Tester-Profil: Arne Koop
67 cm74 kg87 cm63 cm184 cm
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro- oder Trailbikes auf ruppigen, natürlichen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch auch gerne mal aufs Downhill-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Fahrstil
sauber, hohes Grundtempo
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung
Vorlieben bei der Geometrie
geräumiger Reach, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

Testerprofil Gregor Sinn

Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm73 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, hinten progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
hinten nicht zu kurz, vorne geräumig, Lenkwinkel nicht zu flach

Testerprofil Oliver Sonntag

Tester-Profil: Oliver Sonntag
62 cm82 kg85 cm73 cm182 cm
Oli fährt am liebsten Enduro, Downhill, Dirt Jump und Crosser – er hat auf jedem Rad seine Gaudi. Primär geht’s ihm um das schnelle Bergab fahren – ob im Bike Park oder auf selbst erklommenen Trails, am allerliebsten aber im Renn-Einsatz.
Fahrstil
schnell und aggressiv
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
hart und progressiv, langsamer Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
lang und flach, aufrechte Fahr- und Sitzposition

Testerprofil Moritz Zimmermann

Tester-Profil: Moritz Zimmermann
61 cm93 kg85 cm61 cm186 cm
Moritz ist seit vielen Jahren auf dem Mountainbike unterwegs – vor allem auf Enduro- und Trailbikes, gerne aber auch im Bike Park.
Fahrstil
Räder auf dem Boden, saubere Linienwahl
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
relativ straff mit viel Dämpfung, Heck eher langsam
Vorlieben bei der Geometrie
mittellanges Oberrohr, hoher Stack, lange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

Hier findest du alle weiteren Artikel unseres Trailbike-Vergleichstest 2019:

  1. benutzerbild

    kaufi0310

    dabei seit 07/2011

    Edit: war quatsch.
  2. benutzerbild

    Timo S.

    dabei seit 11/2001

    nib schrieb:

    ich sehe das Problem immer noch nicht :
    Bergaufrennen gewinnt ja man mit Power in den Beinen und leichtem Gewicht, da spielt die Front ja wirklich eine sehr untergeordnete Rolle. Der Canyon Antrieb ist effizient und das Bike leicht, es wird schwer dem Bike die Schuld zu geben

    Fahr das Ding mal an technischen Rampen und freu dich, dass deine Beine nicht ausschlag gebend bzw. das limitierende Element sein werden....Und klar kann ich mich auf die Sattelspitze setzen und nach vorn beugen, was das ganze aber nicht effizient macht, sondern eben nur den Anstieg ermöglicht. Während andere noch recht entspannt sitzen und dabei dann eben effizient treten können! Der Punkt ist, das Bike welches letztendlich den steilsten Anstieg bewältigt ohne dass ich dabei Akrobat werden muss und ohne steigendes VR, klettert am Effizientesten, so sollte der Test aussehen, dann kann man vergleichen. Und ich weiß wer hier sicher nicht vorne liegen wird.
    Mir auch Latte, ich will sicher keines mehr und bin hier auch raus...
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    525Rainer

    dabei seit 09/2004

    dann steht zumindest fest, mit keinem anderen bike kann man den wheelie so leicht lernen wie mit dem canyon. hoffentlich darf mann es auch.

    ich steh ja auf höchste fronten aber ich weiss was @Timo S. meint. wenn du die power einfach voll aufs pedal bringen kannst und auch noch am lenker ziehn anstatt zu kauern dann ist das schon was anderes. in XC oder CC sphären wird man dennoch nicht vordringen.
  5. benutzerbild

    LB Jörg

    dabei seit 12/2002

    Timo S. schrieb:

    Fahr das Ding mal an technischen Rampen und freu dich, dass deine Beine nicht ausschlag gebend bzw. das limitierende Element sein werden....Und klar kann ich mich auf die Sattelspitze setzen und nach vorn beugen, was das ganze aber nicht effizient macht, sondern eben nur den Anstieg ermöglicht. Während andere noch recht entspannt sitzen und dabei dann eben effizient treten können! Der Punkt ist, das Bike welches letztendlich den steilsten Anstieg bewältigt ohne dass ich dabei Akrobat werden muss und ohne steigendes VR, klettert am Effizientesten, so sollte der Test aussehen, dann kann man vergleichen. Und ich weiß wer hier sicher nicht vorne liegen wird.
    Mir auch Latte, ich will sicher keines mehr und bin hier auch raus...


    Das predige ich schon seit langem, direkter Vergleich am Maximum was mit einem Rad geht.

    G.
  6. benutzerbild

    nib

    dabei seit 02/2013

    Timo S. schrieb:

    Fahr das Ding mal an technischen Rampen und freu dich, dass deine Beine nicht ausschlag gebend bzw. das limitierende Element sein werden....Und klar kann ich mich auf die Sattelspitze setzen und nach vorn beugen, was das ganze aber nicht effizient macht, sondern eben nur den Anstieg ermöglicht. Während andere noch recht entspannt sitzen und dabei dann eben effizient treten können! Der Punkt ist, das Bike welches letztendlich den steilsten Anstieg bewältigt ohne dass ich dabei Akrobat werden muss und ohne steigendes VR, klettert am Effizientesten, so sollte der Test aussehen, dann kann man vergleichen. Und ich weiß wer hier sicher nicht vorne liegen wird.
    Mir auch Latte, ich will sicher keines mehr und bin hier auch raus...

    ich fahr selber ein Pole und vermutlich gibt es wenige bikes, welche besser steil rauffahren können. Trotzdem hatte ich keine Probleme mit dem Canyon. Für mich einfach kein Nachteil. Man kann andere Haare in der Canyon Suppe finden (viel zu hoher Sitzdom, Service, was auch immer).
    Bist du es denn gefahren, dass du es so schlimm findest?

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