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Specialized-SRAM Enduro Series: Klausmann gewinnt in Leogang, Prokop und Richter sind Seriensieger

Am zurückliegenden Wochenende ging mit dem sechsten Lauf im österreichischen Leogang Saalbach die Specialized-SRAM Enduro Series zu Ende. Über 250 Fahrer aus 10 Nationen gingen an den Start, wobei am Ende Michal Prokop und Raphaela Richter den Platz als 2015er Seriensieger verlassen konnten. Die Region Saalfelden Leogang hat als Saisonabschluss noch einmal ein sportliches Highlight organisiert. Neben dem Finale der deutschsprachigen Enduroserie wurde auch der letzte Lauf des iXS European Downhill Cups, ein Lauf zur Scott Junior Trophy und ein C1 XCO Rennen ausgetragen und somit wurde in der ganzen Region noch einmal ordentlich Gas gegeben. Bereits zum zweiten Mal machte also die Enduroserie in Leogang Saalbach halt und bot erneut eine Strecke, die allein durch ihre zahlenmäßigen Daten schon ein interessantes Rennen versprach. Auf dem Programm standen 40 Kilometer Fahrstrecke, wobei 27 Kilometer als Transfer zurückzulegen war und etwa 13 Kilometer in 5 Wertungsprüfungen aufgeteilt wurden. Zum Einsatz kam allerdings 4 Mal eine Gondel, so dass den 580 Höhenmetern insgesamt 3800 Meter bergab gegenüberstanden. Bei einem Endurorennen kommen neben der Strecke jedoch noch einige weitere beeinflussende Dinge hinzu, die so eine Veranstaltung anstrengend machen können. Nicht zuletzt ist eines der größten Fragezeichen immer das Wetter. Natürlich muss man so spät im Jahr in den Bergen mit allem rechnen und auch hatte sich Leogang im letzten Jahr eher vielseitig hinsichtlich der Verhältnisse gezeigt. So waren die Prognosen für das Rennwochenende den Erwartungen entsprechend, wobei am Anreisefreitag nur die Temperaturen zu wünschen übrig ließen. Samstag Am Samstag stand dann wie gewohnt nach der Startnummernausgabe das offizielle Training an und die Fahrer nutzten die noch trockenen Verhältnisse zum Ansehen des Kurses. In den oberen Höhenlagen erwarteten die Teilnehmer bereits niedrige Temperaturen, so dass die Entscheidung des Equipments für den Renntag gar nicht so leicht fiel. Sonntag Am frühen Sonntagmorgen gingen dann bei feuchten Bedingungen die ersten Startgruppen auf den Kurs. Der Start-/Zielbereich lag diesmal ein Stück näher am Bikepark und somit etwas näher am Geschehen. Nach dem Start und dem dortigen Anschalten der Transponder ging es direkt zur Asitzgondel, mit der die Fahrer auf fast 1800 Meter transportiert wurden. Danach stand noch ein kurzer Transfer zur Schönleitenhütte an, bevor es dann die erste Wertungsprüfung zu bewältigen galt. Schnellster auf diesem Teilstück war mit 6:37.73 Minuten Premek Tejchman (CZE - Commencal). Danach ging es auf etwa 2000 Meter Höhe um den oberen Teil der X-Line am Schattberg als 2. Stage zu fahren. Auf dieser Etappe setzte sich Markus Reiser (GER - Focus Trail Team) mit 6:24.20 Minuten durch. Danach ging es zum höchsten Punkt auf 2081 Meter, um den Bergstadl Trail am Westgipfel auf Zeit zu fahren. Um es vorweg zu nehmen, bei den restlichen drei Stages war es kein geringerer als der mehrfache Deutsche Downhill Meister Marcus Klausmann (GER - Ghost Factory) der jeweils die Bestzeit einfuhr. Die zwei noch ausstehenden Stages wurden beide am Asitz abgesteckt, wobei als 4 Wertungsprüfung der Hangman 1 und als letzte der Bongo Bongo Trail genutzt wurden. Elite Men Am Ende konnte Klausmann die schnellste Zeit vorlegen und gewann das Rennen mit einer gesamten Stagezeit von 25:37.86 Minuten und somit über 11 Sekunden Vorsprung auf Michal Prokop (CZE - Specialized Racing), der damit seine Führung in der Gesamtwertung verteidigte und somit als Seriensieger 2015 in die Geschichte eingehen wird. Fabian Scholz (GER - Focus Trail Team) reichte der fünfte Rang, um den zweiten Platz in der Gesamtwertung zu verteidigen. Dritter sowohl in der Tages- als auch in der Gesamtwertung wurde Markus Reiser. 1901421 1901420 Elite Women In der Elite Women Kategorie gewann Lisa Policzka (GER), die damit ihren zweiten Platz von Samerberg noch einmal verbesserte und ihre Qualität erneut bewies. Die Serienwertung geht jedoch an Raphaela Richter (GER - Radon Factory Team), die zwar nur Dritte der Tageswertung wurde, aber mit ständigen Podiumsplätzen konstant Punkte auf ihr Konto laden konnte. Monika Büchi (SUI - Schmid Velosport) schien heute nicht in Topform zu sein und konnte somit mit dem fünften Rang nur knapp den zweiten Platz im Gesamtklassement verteidigen. Auf den dritten Platz der Serienwertung schob sich Chiara Eberle (GER - Mhw Cube Racing Team). Pro Masters In der Pro Masters Klasse siegte bereits zum dritten Mal in diesem Jahr André Kleindienst (GER - Endura Bergamont Team), der damit auch klar die Gesamtwertung für sich entscheiden konnte. Downhiller Benny Herold (GER - Team NRG) wilderte mal wieder im Endurorevier und fuhr auf den zweiten Rang. Tommy Umbreit (GER - Redheads Team) wurde Dritter, was ihm den Vizetitel einbrachte. Open Women In der Open Women Klasse gewann Jana Götze (GER - Santa Claus Syndicate) das Rennen und die Serie. Schnellster Open Men Fahrer war heute Stefan Königsmayr (AUT - Stiftingboys), der allerdings zum erstem Mal die Serie besuchte und somit nichts mit dem Ausgang der Serienwertung zu tun hatte. Diese konnte doch eher souverän von Clemens Bachmann (GER - Freeriders Kochertal) gewonnen werden. Damit liegt die mittlerweile vierte Saison hinter der Serie und nun steht für die Fahrer die wohlverdiente Pause an, bevor es dann erneut mit den Vorbereitungen für die kommende Saison weitergeht. Alle weiteren Infos gibt es wie immer auf enduroseries.net.   Ergebnisse SSES Leogang 2015 http://www.mtb-news.de/news/wp-content/uploads/2015/09/result_SSES_Leogang_ALL_classes.pdf   Fotos: Axel Brunst mehr »
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Tommy unterwegs: SSES #5 Schöneck – geiles Rennen mit bester Stimmung!

Nachdem die letzten 3 Rennen der Serie Tommys Auffassung nach eher mit verantwortungslos, lustlos, sinnlos und somit völlig nichtdiskussionslos einzustufen waren, er sich aus diesem Grund nicht besonders in Schreiblaune hat einfinden können, gabs am vergangenen Wochenende wieder viel Freude und geile Rennaction. Beim 5. Lauf der SSES in Schöneck im Vogtland wurde wieder allerhand in die Hand genommen, um für Fahrer und Zuschauer eine Top-Veranstaltung zu bieten. 250 Starter machten sich bei bestem Wetter an die Pedale, um auf einer Runde mit 7 Stages alles aus dem Material zu holen, was ging. Hallo Leute! Also machte ich mich wieder mal Samstags früh auf den Weg zur Rennveranstaltung. Mein Junior hat in letzter Zeit irgendwie das Talent, mich und meine Frau vor Rennwochenenden nachts immer auf Trab zu halten, sodass ich erst gegen 7 Uhr auf ein paar Stunden Schlaf gekommen bin und dementsprechend relativ spät ins ca. 2 Stunden entfernte Schöneck aufbrach. Danke an dieser Stelle an meine Frau, die sich das restliche Wochenende daheim mit dem Kleinen rumgeschlagen hat und mir die Teilnahme am Rennen ermöglichte. Aber wie das so ist und wie ich später in Schöneck erfuhr, geteiltes Leid ist halbes Leid, denn meinem Kumpel Frankes Franky Fränk the Crank ging es auch nicht unbedingt besser, da auch er die ganze Nacht für den Nachwuchs alles gegeben hat, um ihn bei Laune zu halten bzw. die Wiege der Geborgenheit zur Verfügung zu stellen. Auf dem Weg nach Schöneck vertrieb ich mir die Zeit neben der Betätigung des Steuers mit lauter Musik und warmen Gedanken an das letzte Rennen in der Bikewelt. Nachdem ich schon im letzten Jahr bei der deutschen Meisterschaft hier auf einen guten 2. Platz gefahren bin, mich inoffiziell Vizemeister der Masters schimpfen durfte und nebenbei noch mit starker Orga und Strecken verwöhnt wurde, war abzuwarten, was dieses Jahr geboten wurde. 1874306 In Schöneck angekommen, gleich angemeldet und den Streckenplan studiert. Der erste Blick fiel gleich wieder auf den Mördertransfer von Schöneck nach Klingenthal zur Skischanze. Leider auch dieses Jahr wieder Bestandteil der Runde für lediglich eine Stage :(. Ansonsten versprach die Karte eine im Gegensatz zum Vorjahr neue Stage zuzüglich altbekannter City- und Bikeparkstages. Also ab in die Klamotten und rein ins Getümmel. Ich hatte richtig Bock, da sich neben dem Renngeschehen auch noch tolle Bikeparkstrecken inkl. Flowcountry und fetter Jumpline in der Bikewelt Schöneck breit gemacht hatten, die letztes Jahr allerdings noch nicht gefahren werden durften, da sie neu gebaut waren. Fazit: Flowtrail geil, Jumpline geil! So, aber nun zu den Stages. 3 der 7 Stages gingen durch den Bikepark und so verbrachte ich dort bis ca. halb zwei die Zeit, um mich an die fetten Sprünge ranzutasten und die Linien auf den Stages zu studieren bzw. zu optimieren. Geil war auf jeden Fall, dass man sich auch hier seitens der Orga wieder Gedanken gemacht und neue Streckenführungen im Gegensatz zum vorherigen Jahr geboten hat. Anschließend gings zur Skischanze von Klingenthal, in welcher eine ziemlich kurze, dafür aber ziemlich geile Stage im steilen Hang geknattert werden durfte. Der Transfer dorthin und zurück überschattete allerdings etwas die Euphorie für diese und die nachfolgenden Stages, da er ordentlich Sitzfleisch im Sattel abverlangte und ein ganz schönes Eck an Kurbelei darstellte. Mein Kumpel Raph meinte nur "Ach, ist das nicht toll hier? Wald, so weit das Auge reicht." Und so kam es, wie es kommen musste, wir verabredeten uns für einen zukünftigen Ausritt in den unendlichen Weiten des Vogtlands. 1874293 1874300 1874298 So, nachdem wir das geklärt hatten, waren wir nun bei Stage 6 angelangt. Diese wurde frisch in den Wald geholzt und war flowig tretlastig im leicht abfallenden Gefilde zu bezwingen. Grinsebacken auf jeden Fall voll auf, bot sie eine willkommende Abwechslung und machte ohne Ende Spaß. Die beiden Citystages gingen durch den Stadtwald und zuschauerfreundlich durch die Innenstadt von Schöneck. Für meinen Geschmack hätten diese beiden Stages auch ruhig wieder als eine Stage wie im letzten Jahr mit ordentlich Asphaltsprint ausgetragen werden können, was aber aufgrund vieler kritischer Stimmen im letzten Jahr nun ins Wasser fiel. Naja, man kann es halt nicht allen recht machen. 1874304 Das Rennen selber am Sonntag verlief für mich ganz zufriedenstellend. Nachdem ich auf den ersten 3 Stages noch meine Probleme mit Aufwachen und Linientreffen hatte, lief es im Verlauf wie so immer bei mir besser. Ich konnte die Runde ohne Stürze durchfahren und landete am Ende hinter einem starken Andre Kleindienst und vor einem ebenfalls starken Benny Herold auf einem 2. Platz in der Pro Masters Klasse. In der Gesamtwertung stehe ich nun auf Platz 2 und bin gespannt, was der letzte Lauf der Serie in Leogang im September bereit hält. 1874291 1874284 Der letzte Absatz gehört diesmal eindeutig der Orga, welche durch den Vogtland Bike e.V. zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt worden ist. Dank geht an alle Helfer vom Verein, der Stadt Schöneck, dem THW und alle anderen Involvierten für den reibungslosen Ablauf, die geile Arbeit, die freundliche Stimmung und die gute Laune, mit der ihr bei der Arbeit gewesen seid. Man merkt, dass hier alle an einem Strang ziehen und Bock auf das haben, was sie machen. Nur so ist es denke ich möglich, dass sauber abgebandelt wird, es ein neues Streckenprofil inkl. neuer Stage im Gegensatz zum Vorjahr gab, Verpflegungsstationen während des Trainings und am Renntag realisiert werden konnten, das THW für einen gut ausgeleuchteten Nachtprolog im Bikepark sorgte und der Sessellift gefühlt 24 Stunden drehte :) 1874296 1874303 Ich freue mich schon auf das nächste Rennen in der Bikewelt Schöneck! beste grüße ride_it! tommy Alle Artikel zu Tommy Umbreits Blog:  mehr »
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SSES #5 – Schöneck: Prokop und Richter siegen im Vogtland

Bei der fünften Station der Specialized-SRAM Enduro Series 2015 in Schöneck gingen 250 Fahrer, darunter viele Favoriten mit Ambitionen auf einen Sieg in der Gesamtwertung, an den Start. Am Ende konnten Michal Prokop und Raphaela Richter den Heimweg als Sieger antreten. Nach dem Abholen der Startnummern stand für den Samstag zunächst das Training auf den sieben äußerst abwechslungsreichen Stages auf dem Programm. Während die Stages 1 und 4 komplett auf den angelegten Strecken der Bikewelt Schöneck durch Anlieger und die ein oder andere Wurzelpassage führten, ging es auf Stage 2 durch den Stadtpark in Richtung Stadtkern. Dort befand sich auch der Start der dritten Stage, die über künstliche, eher enduro-untypische Hindernisse führte und etwas Tretleistung von den Teilnehmern verlangte. Stage 5 führte nach einem langen Transfer parallel zur Skisprungschanze steil, wurzlig und kurvenreich gen Tal und endete spektakulär im Zielbereich der Schanze, während es auf Stage 6 nach einem weiteren langen Transfer schnell durch flacheres Terrain ging. Die letzte und siebte Stage startete noch einmal in für Enduroracer ungewohnter Umgebung in einem Parkhaus, bog dann in eine sprunglastige Strecke der Bikewelt Schöneck ab und endete direkt im Ziel des Rennens. Zur Abwechslung durfte die abendliche Prologstrecke, die aus Teilen der Stages 1 und 7 in Kombination mit zuvor nicht gefahrenen Abschnitten bestand, nicht trainiert werden – lediglich ein Ablaufen der Strecke war gestattet. Bei den Profiklassen erschwerte die einsetzende Dämmerung die Abfahrt zusätzlich, was der Spannung im Zielbereich nur zuträglich war. Am Ende wurden Michal Prokop (CZE - Specialized Racing) bei den Elite Men und Raphaela Richter (GER - Radon Factory Enduro Team) bei den Elite Women ihren Favoritenrollen gerecht und fuhren die Bestzeiten im Prolog. Bei den Pro Masters konnte sich Wilfred van de Haterd (NED - Nicolai Factory Team) durchsetzen, während in den Amateurklassen Anna Eberhard (SUI - Grassi Enduro Racing) und David Schatzki (GER - MTB-Bande Schatzki) am Schnellsten waren. 1873309 Am Sonntag ging es bei bestem Wetter und warmen Temperaturen auf die Strecken, die sich gegenüber dem Training noch einmal ausgefahrener und staubiger präsentierten, was die Traktion verminderte und damit für anspruchsvolle Verhältnisse sorgte. Am Ende gewann Michal Prokop bei den Elite Men mit einer Tagesbestzeit von 12:36.52 Minuten vor seinem Landsmann Premek Tejchman (CZE - Commencal) und Markus Reiser (GER - Focus Trail Team), dem Sieger des Stopps in Samerberg. Fabian Scholz (GER - Focus Trail Team) und Maximilian Gast (GER - BikeDevilz, MTB Coach) wurden Vierter und Fünfter. In der Gesamtwertung liegt weiter Michal Prokop in Führung und konnte seinen Vorsprung auf Fabian Scholz mit diesem Ergebnis noch weiter ausbauen. Unter Beachtung des Streichergebnisses scheint sein Seriensieg fast schon sicher. Bei den Elite Women deklassierte Raphaela Richter (GER - Radon Factory Enduro Team) mit einem Vorsprung von 1:14.78 min auf die Zweitplatzierte einmal mehr die Konkurrenz und verwies damit Chiara Eberle (GER - Mhw Cube Racing Team) und Monika Büchi (SUI - Schmid Velosport/RC Gränichen) auf die Plätze Zwei und Drei. Monika Büchi, die Siegerin von Samerberg liegt in der Gesamtwertung zwar noch in Schlagdistanz zu Raphaela Richter, aber in Anbetracht der Form der jungen Radon-Fahrerin scheint dies nur theoretischer Natur. 1873310 André Kleindienst (GER - Endura Bergamont) fuhr die schnellste Zeit bei den Pro Masters. Tommy Umbreit (GER - Redheads Team) wurde Zweiter, Benjamin Herold (GER - Team NRG) Dritter. In den Open-Klassen war David Schatzki (GER - MTB-Bande Schatzki) der Schnellste bei den Männern. Silvan Merfurt (SUI - Grassi Enduro Racing) belegte den zweiten Platz, Claudio Negro (SUI - Scuderia Cravallo) landete auf dem dritten Rang. Bei den Damen sicherte sich Anna Eberhard (SUI - Grassi Enduro) den Sieg, während Claire Fiebig (GER) Zweite und Kerstin Rosenkranz (GER - Denglish Racing) Dritte wurden. Nachdem mit Schöneck bereits die fünfte und damit vorletzte Runde der Specialized-SRAM Enduro Series der Vergangenheit angehört, geht es im September zum Finale noch einmal in alpines Gelände nach Leogang in Österreich, wo es zum letzten Mal um wertvolle Punkte für den Sieg in der Gesamtwertung geht. Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse finden sich auf enduroseries.net. Ergebnisse: http://www.enduroseries.net/media/6876.pdf Fotos: Hanno Polomsky mehr »
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Specialized-SRAM Enduro Series #4: Reiser und Büchi gewinnen in Samerberg

Bei strahlendem Sonnenschein ging an diesem Wochenende die vierte Runde der Specialized-SRAM Enduro Series 2015 in Samerberg über die Bühne. Nach einem spektakulären Prolog am Samstag und vier Stages am Sonntag, für die die Fahrer insgesamt 28 km und 1100 Höhenmeter zurücklegten, standen am Ende Markus Reiser und Monika Büchi als Sieger fest. Samstag Am Samstag ging es nach der Registrierung im Raceoffice an der Talstation des Bikeparks ab 10 Uhr bei zunehmend heißem Wetter zum Training. Trotz einiger gewittriger Schauer am Abend zuvor präsentierten sich die anfangs noch stellenweise schmierigen Stages bald griffig und trockneten im Laufe des Tages immer weiter ab. Gleich die erste Stage führte auch durch den Bikepark und forderte mit einem Wechsel aus ruppigen Wurzelpassagen und schnellen High Speed-Abschnitten durchgehende Konzentration von den Fahrern. Stage 2 führte im Kontrast dazu technisch durch enge, wurzeldurchsetzte Kurven, bevor es auf der schnellen und offen abgesteckten Stage 3 hieß, möglichst viel Schwung auf den felsigen Untergrund mitzunehmen. Nach Rücksprache mit zahlreichen Fahrern entschieden sich die Organisatoren, im Rennlauf keine Zeitnahme auf der äußerst schnellen Stage 4 vorzunehmen – viele Amateurfahrer waren mit der Strecke überfordert, während Profis das Verletzungspotential bei einem Sturz monierten. Die finale fünfte Stage forderte dann noch einmal die gesamte Konzentration der Fahrer: Am Anfang noch zahm, ging es im unteren Teil durch einen von losen und festen Steinen durchsetzten, ausgetrockneten Bachlauf, der wenig Raum für Fahrfehler ließ. Am Samstagabend galt es beim Prolog, bereits eine erste gewertete Zeit für das Rennen herauszufahren. Hierfür ging es im unteren Teil des Bikeparks nach einem kurzen Sprintstück durch zahlreiche Anlieger und über Tables ins Ziel. Fabian Scholz (GER - Focus Trail Team) fuhr mit 1:01.820 Minute knapp die Bestzeit bei den Pro Men, Stephanie Teltscher (GER - Focus) war mit 1:16.399 min die Schnellste bei den Pro Women. Bei den Pro Masters konnte sich Andre Kleindienst (GER - Endura Bergamont Factory Team) den ersten Platz schnappen, während in den Amateurklassen Martin Klauber (GER - Radstation Lindau) und Barbara Stettler (SUI - Thömus Veloshop) die schnellsten Zeiten fuhren. Sonntag Am Sonntag ging es ab 8 Uhr morgens auf die zuvor trainierten Stages, was für die zuerst startenden Amateurklassen noch angenehm kühle Temperaturen bedeutete. Die später startenden Fahrer der Proklassen mussten dagegen der Mittagshitze trotzen, was den konditionellen Anspruch des Rennens zusätzlich erhöhte. 1866497 Am Ende gewann Markus Reiser (GER - Focus Trail Team) äußerst knapp mit einer Bestzeit von 10:05.42 vor dem Deutschen Meister Fabian Scholz und Ludwig Döhl (GER - Cube Action Team ) bei den Pro Men. Leonhard Putzenlechner (GER - ENVE Composites) und Marcel Rieder (GER - RSV Sonthofen) komplettierten das Podium. Bei den Pro Women fuhr Monika Büchi (SUI - Schmid Velosport) die Bestzeit von 12:23.51 Minuten, Lisa Policzka (GER) wurde Zweite, Chiara Eberle (Mhw Cube Racing Team) Dritte. 1866495 Tommy Umbreit (GER - Redheads Team) gewann in der Pro Masters Klasse vor Wilfred van de Haterd (GER - Nicolai Factory Team) auf dem zweiten und André Kleindienst auf dem dritten Platz. Der Sieger der Amateur Men war Christoph Höß (GER - Radstation Lindau), gefolgt von Clemens Bachmann (GER - BSG Flughafen Stuttgart) und Dennis Braun (GER). Die schnellste Zeit der Amateur Women fuhr Kathi Kuypers (GER - Trek Gravity Girls), gefolgt von Barbara Stettler (SUI - Thömus Veloshop) und Stephanie Frankl (GER - WOMB Girlsridetoo.de) Nach diesem Rennen am Samerberg stehen für die Specialized-SRAM Enduro Series noch zwei Rennen in dieser Saison auf dem Programm. Bereits in zwei Wochen findet der nächste Stopp in Schöneck statt, bevor am 18./19. September das Serienfinale in Leogang ausgetragen wird. Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse finden sich auf enduroseries.net. Fotos: Hanno Polomsky mehr »
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Specialized-SRAM Enduro Series #3: Prokop und Beerten gewinnen in Willingen, Richter wird Dritte

Beim Bike Festival in Willingen fand dieses Wochenende der dritte Stopp der Specialized-SRAM Enduro Series mit 400 Startern statt. Am Ende konnten Michal Prokop und Anneke Beerten den Platz als Sieger verlassen, die 17-jährige Radon-Teamfahrerin Raphaela Richter wird Dritte. Internationale Größen des Endurosports, wie der EWS-Sieger Greg Callaghan (IRL - Cube Action Team) und Michal Prokop (CZE - Specialized Racing) und auch der frisch gebackene Deutsche Meister Fabian Scholz (GER - Focus Trail Team) gingen in der Klasse Elite Men mit Siegesambitionen an den Start. Auch bei den Frauen war mit der Serienführenden Anneke Beerten (NED - Specialized Racing) und der deutschen Nachwuchshoffnung Raphaela Richter (GER - Radon Factory Racing) ein hochkarätiges Starterfeld anwesend, so dass der Kampf um den Tagessieg Spannung versprach. Samstag Am Samstag stand neben der obligatorischen Startnummernausgabe das Training der Strecken auf dem Programm. Trotz unbeständig wirkendem Wetter blieb es den ganzen Tag lang trocken, so dass es auf den fünf Stages, die auf dem Rundkurs über 28 km und 960 Höhenmeter auf die Fahrer warteten, staubig und schnell zur Sache ging. Auf den Strecken präsentierten die Veranstalter abwechslungsreiches Terrain, das von gebauten Bikeparkstrecken auf Stage 1 und High-Speed-Abschnitten auf Stage 2 bis zu tiefem Waldboden auf Stage 4 reichte. Dementsprechend wurden auch den Fahrern sowohl Kondition auf langen, intensiven Tretpassagen wie auf Stage 3 als auch Fahrtechnik im Steilen auf Stage 4 gefordert. Sonntag Am Sonntag Morgen starteten die Fahrer bei bestem Sonnenschein in das Rennen, wobei leichter Wind auf den Transferetappen für Abkühlung sorgte – perfekte Bedingungen also. Dies merkte man auch den inzwischen staubtrockenen Strecken an, die im Laufe des Tages merklich ausgefahrener und anspruchsvoller wurden. Die Spannung war daher groß, welcher der zahlreichen Favoriten am besten mit den staubigen Verhältnissen zurecht kommen würde. Am Ende siegte Michal Prokop in der Elite Men Klasse mit der Tagesbestzeit von 10:09.29 vor Greg Callaghan und Premek Tejchmann (CZE - Commencal). Andy Eyring (GER – RWV Haselbach) und Philip Shucksmith (GBR - Pro Ride Guides) folgten danach. In der Elite Women Klasse dominierte wie so oft Anneke Beerten vor Natalie Schneitter (SUI - ROSE Vaujany) und Raphaela Richter (Radon Factory). Remo Heutschi (SUI) war der schnellste Starter der Pro Masters. André Kleindienst (GER - Endura Bergamont Factory) und Tommy Umbreit (GER - Redheads Team) komplettierten das Podium. Bei den Amateur Men konnte sich Clemens Bachmann (GER - BSG Flughafen Stuttgart) durchsetzen und Maximilian Dörfer (GER - Epic Cycles Hamburg) und Henrik Grobert (GER - Freiburger Pilsner) auf die Plätze zwei und drei verweisen. Die Amateur Women Klasse gewann Barbara Stettler (SUI - Thömus Veloshop) vor Jana Goetze (GER - Santa Claus Syndicate) und Ulrike Moelders (GER - Aroma Ahoi). 1848146 1848145 1848144 Damit konnte Michal Prokop seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen, während Anneke Beerten nun Raphaela Richter gefährlich nahe gekommen ist. Es wird spannend, ob sie ihre Positionen auch beim nächsten Stopp der diesjährigen Specialized-SRAM Enduro Series, der am 18./19. Juli am Samerberg stattfindet, verteidigen können. Auffällig war wieder einmal die große Internationalität mit Fahrern aus 15 Nationen. Das BIKE Festival hat einmal mehr den perfekten Rahmen für ein solches Rennen geboten und die Organisatoren haben schon mal in Aussicht gestellt, dass im nächsten Jahr ein neues Streckenlayout für Abwechslung sorgen kann. Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse finden sich auf enduroseries.net. mehr »
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Tommy unterwegs – SSES Riva del Garda: Protest

Leider wird es zum diesjährigen Endurorennen in Riva keinen Erlebnisbericht von Tommy geben. Lediglich ein paar Fragen gehören seiner Meinung nach adressiert. Wieso hole ich aus 1450 hm Uphill gerade mal gute 10 Minuten Stagezeit heraus? Wo waren die Tretpassagen in den Stages? Wieso legt man die Strecken in extrem steiles, feucht schmieriges und felsiges Kalksteingelände, welches zudem teilweise noch ausgesetzt war? Wo war das Konzept bezüglich den Amateurklassen, welche genau die gleiche Runde zu fahren hatten und die gleichen extremen Verhältnisse vorfanden wie die Profis? Wieso gibt es von über 300 Startern im Training am darauf folgenden Renntag sagenhafte 72 Mal DNS (Did not start) über alle Klassen? Weshalb lässt man am Trainingstag das Fahrerfeld auf Transfers fahren, welche von einem Marathonrennen hoch frequentiert sind? Weshalb nimmt ein Technical Delegate, der sonst auf äußerste Sicherheit bedacht ist, solch ein Rennen an und all die Gefahren in Kauf? Ist Riva wirklich ein geeigneter Austragungsort für ein Rennen im Rahmen einer Einsteigerserie? Ein paar Bilder vom sonnigen Trainingstag gibt es trotzdem. 1824574 1824572,1824571 1824569 1824568,1824566 1824567 1824565 1824564 1824563,1824562 1824561 1824560,1824559 1824558   mehr »
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Specialized-SRAM Enduro Series #2: Lau und Beerten gewinnen in Riva del Garda [PM]

Im Rahmen des Ziener BIKE Festivals in Riva del Garda (ITA) fand dieses Wochenende das zweite Rennen der Specialized-SRAM Enduro Series statt. Über 300 Starter aus 12 Nationen, darunter viele internationale Topfahrer, stellten sich den schnellen, felsigen Stages. Nach 25 km und 1450 Höhenmetern konnten Nico Lau und Anneke Beerten das Rennen für sich entscheiden. Es ist nicht nur das typische Gardasee-Flair, das den Stopp der Specialized-SRAM Series in Riva Jahr für Jahr zu etwas Besonderem macht, sondern auch das hochkarätige Starterfeld verschafft dem Rennen eine erhöhte Aufmerksamkeit. Zur deutschen Enduro-Elite gesellen sich zahlreiche internationale Fahrer, wie der Vorjahressieger Nico Lau (FRA - Cube Action Team), Michal Prokop (CZE - Specialized Racing), dem Gewinner des ersten Stopps und der schnelle Neuseeländer Wyn Masters (NZL - Team Bulls DH). Auch das Feld der Damen war mit Enduro World Series-erfahrenen Starterinnen wie Anneke Beerten (NED - Specialized Racing), den Gehrig Schwestern (SUI - Ibis Cycles Racing) und Raphaela Richter (GER - Radon Factory Enduro Team) stark besetzt - ein spannendes Rennen war also garantiert! Training am Samstag Den Samstag nutzten die Teilnehmer, um sich mit den vier Stages vertraut zu machen. Nach einem längeren Transfer zu Beginn, erforderten die steinigen und engen Stages durchgehend hohe Konzentration. Vor allem der schmierige Untergrund verlangte in Kombination mit teilweise steilen Felsabfahrten volle Radkontrolle von den Rennteilnehmern und ließ wenig Raum für Fehler. Insbesondere auf der vierten Stage war nicht nur fahrtechnisches Können, sondern auch eine gute Ausdauer gefragt, so dass die Teilnehmer mit 1450 Höhenmetern in den Beinen noch einmal alle Kräfte mobilisieren mussten. 1824156 Elite Men Am Sonntagmorgen ging es für die Ersten bereits ab acht Uhr unter wolkenbedecktem Himmel an den Start. Bei immer noch feuchten Bedingungen galt es, die Stages flüssig und sicher hinter sich zu bringen. Das gelang Nico Lau am besten, der mit Bestzeiten bei allen vier Stages und rund 30 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Daniel Schemmel (AUT - DO-BIKER/Scott) eindrucksvoll seine Klasse demonstrierte - und dass, obwohl er auf der letzten Stage Luft verlor und am Ende auf der Felge ins Ziel kam! Fabian Scholz (GER - Focus Trail Team) reihte sich vor Michal Prokop und Wyn Masters auf dem dritten Platz ein. 1824155 Elite Women In der Klasse Elite Women sicherte sich die Seriensiegerin des Vorjahres, Anneke Beerten, den obersten Platz auf dem Treppchen, gefolgt von Anita Gehrig (SUI - Ibis Cycles Enduro Racing). Raphaela Richter (GER - Radon Factory Team) lieferte ein eindrucksvolles Rennen ab. Die junge Fahrerin sicherte sich die Bestzeiten auf den ersten drei Stages - lediglich ein Sturz auf der letzten Wertungsprüfung kostete sie den Gesamtsieg - Platz drei für das schnelle Nachwuchstalent! 1824154 Pro Masters Remo Heutschi (SUI) war der schnellste Starter der Pro Masters. Nino Antic (GER - Giant Germany) folgte als Zweiter, Christian Greub (SUI - Radsport Frei) beendete das Rennen auf dem dritten Platz. Amateur Men Bei den Amateur Men war Clemens Bachmann (GER - Freeriders Kochental) Tagesschnellster, Henrik Grobert (GER - Freiburger Pilsner) und Alessandro Sepp (GER - Vogt Bike n Ride) komplettierten das Podium. Jana Goetze (GER - Santa Claus Syndicate), Sabrina Wolf (AUT) und Anna Eberhard (SUI - Grassi Enduro Racing) hatten bei den Amateur Women die besten Zeiten und belegten somit das Podium. Specialized-SRAM Enduro Series 2015 - Ausblick Nach dem gelungenen Saisonstart in Treuchtlingen hob der Stopp in Riva das Niveau der Serie nicht nur fahrtechnisch sondern auch konditionell auf ein neues Level und empfing die Fahrer mit Strecken gänzlichen anderen Charakters. Gewiss wird auch die nächste Runde der Specialized-SRAM Enduro Series 2015, die am 13. und 14. Juni in Willingen stattfindet, die Vielseitigkeit der Serie unterstreichen. Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse finden sich auf enduroseries.net. Fotos: Alex Brunst mehr »