Von Titanträumen bis hin zu 32″-Monstern boten die Craft Bike Days 2025 erneut ein Feuerwerk aus Innovation, Design und handwerklicher Perfektion. 42 Marken präsentierten einzigartige Räder, bei denen Detailverliebtheit, sehr viel Mut zur Farbe und technischer Feinsinn sowie innovative Ansätze im Vordergrund standen. Los geht’s.
Video: Craft Bike Days 2025 – Vorstellung aller Mountainbikes
Titan, 32″ und 3D-Druck satt – Fahrradträume in Bielefeld
Die 42 Teilnehmer in der Vorstellung
Bevor wir näher auf die einzelnen Kunstwerke eingehen, stellen wir euch die Marken und Gesichter dahinter an dieser Stelle vor. 8bar startete mit einem schicken Gravelbike, während Actofive erneut mit einem kunstvoll gefrästen MTB in raw alu beeindruckte. Alutech überraschte mit einer besonderen Variante des Pelmo – diesmal mit einem 32-Zoll-Vorderrad.
Arc8 zeigte ein farbenfrohes Gravelbike – ohne Dropbar –, während Big Forest Frameworks auf ein edles Rennrad mit goldenen Akzenten setzte. Auch Bike Ahead Composites sprang auf den 32″-Trend auf und präsentierte ein elegantes Carbon-Hardtail mit den neuen Riesenrädern. Cduro überzeugte mit einem extrem schlanken Carbon-Fully in der hauseigenen, speziellen Carbonwickeltechnik.
Cicli Bonanno brachte ein türkisgrünes Rennrad aus Aluminium mit – optisch ein wahrliches Schmuckstück. Craft Bikes setzte auf klassisches Titan mit feinen Details und liebevoll eingepassten Logos.
Dead Rabbit sorgte einmal mehr für Aufsehen – das neonfarbgewaltige Down-Country-Fully (auf 32″!) ist alles, nur nicht unauffällig. Neu dabei war Dedicated mit einem Carbonrahmen samt geklebter Muffen und schillernder Rainbow-Flake-Lackierung. Verbaut ist ein Maxon Air S Motor mit 90 Nm und 400Wh Akku – dieser Motor ist bislang nur an wenigen Bikes zu sehen.
Deviate stellte gemeinsam mit Craft Bikes das „Ti-Lander“ vor – Form und Geometrie von Deviate, gefertigt bei Craft Bikes. Dobro Velo (der eine oder andere Langzeit-Forenuser dürfte das Gesicht von Chef Lutz kennen!) zeigte ein selbst geschweißtes Fully für den harten Abfahrtseinsatz. Don Sebastiano brachte ein Reiserad mit Pinion-Getriebe, Gravelfedergabel und Gepäckträgern für lange Strecken mit – funktional und stilvoll zugleich. Eddy Merckx beeindruckte mit integrierter Beleuchtung und Zeitfahraufsatz für ausdauernde Etappen.
RockED, dessen Macher Alex ihr von Portus Cycles kennt, rollte mit einer wilden Konstruktion auf Mini-Laufrädern namens „Experimental Dad“ an – mit 3D-gedruckten Details, eigenwilligen Kabelverbindern und Platz für einen kleinen Beifahrer auf dem Oberrohr. Ein herrlich verrücktes Projekt, das zudem Wheelie-kompatibel ist, wie uns Chris vor der Fotowand eindrucksvoll demonstrierte …
Finnbar Trout begeisterte mit Retro-Vibes, goldenen Designelementen und einer extravaganten Gabel am mitgebrachten Roadbike. Frace präsentierte erneut ein maximal ausgefrästes Bike, das aber diesmal nicht mit Gitter-Unterrohr, sondern ausgefrästen Taschen aufgebaut war – ein technisches Kunstwerk. Grin brachte sein „Grin One“ in aktualisierter Version mit – und wieder in raw statt wie im vergangenen Jahr in Farbe.
Heintz Bike debütierte mit einem eleganten Titan-Fully, während Kavenz ein knallrotes Update des beliebten VHP16 zeigte. Kocmo überzeugten mit einem schlichten Titan-Carbon-Mix in wunderschön poliertem Silber-Schwarz. Last Bikes feierte ein Revival: ein grünes Hardtail als Hommage an das erste Dirtjump-Stahlbike von vor 25 Jahren. M83 zeigte das minimalistische Titanbike „Velaro“, Mason brachte ein robustes Gravelbike mit breiten Reifen und edler Lackierung mit an den Start. Nicolai zeigte diesmal ein E-MTB mit einer quietschpinken Lackierung, Nostra setzte auf ein Fully in Carbon und purple.
Neu auf den Craft Bike Days war pmsports.ch. Präsentiert wurde ein Enduro-Fully mit teils gefrästem Rahmendreieck und laut pmsports überraschend schlammresistenter Gitterstruktur im Unterrohr. Auch die Fräsmeister von Pole feierten die Craft-Bike-Days-Premiere und hatten ein goldenes Enduro-Bike mit im Gepäck. Prime Cycles waren erneut am Start und präsentierten ein Update des Enduro-Bikes Thunderflash.
Quirk, die in der Vergangenheit bereits als Gewinner der Craft Bike Days gewählt wurden, blieben elegant: ein Titan-Rennrad mit bekannt edlen Rahmenformen. RA Designworks begeisterte in diesem Jahr mit dem farbenfrohen „Kaleidoscope“-Fully mit semitransparentem Lack auf der Carbonstruktur. EMRG brachte ein neues „Senduro“ – ein wuchtiger Gravity-Alu-Bolide.
Rheintritt ging in diesem Jahr all in, mit einem Bike, das es so auch noch nicht auf dem Event gegeben hat: Ein Trailbuilder Fully mit kleinen Rädern, Platz für Motorsäge, Werkzeugkasten und allerlei weiteren Gadgets. Auch Scar Cycles war wieder mit von der Partie – zu sehen gab es ein Abfahrtsfully in der aus dem letzten Jahr bekannten Industrial-Optik. Sour Bikes stellte ein Gravelbike mit Pinion-Schaltung und typischer Farbfreude vor. Vanwoid kombinierte integrierte Beleuchtung mit Titan-Kurbeln von Cane Creek, wahrlich edel bis ins Detail. Veloheld zeigte ein Gravelbike im 80er-Design – auffällig, bunt und herrlich retro!
TrueBC zeigte ein schlankes Carbon-Fully mit orangenen Akzenten und hohem Drehpunkt. Ganz neu dabei war Unchained – mit einem Mix aus Rohren, gefrästen Muffen und CNC-gefrästem Hinterbau samt hoher Kettenumlenkung. Unpaved setzte auf Stahl, aber ebenfalls auf einen hohen Drehpunkt. Zum Abschluss glänzte Zoceli mit einem schnellen XC- und Down-Country-Bike, das bereits in den News für Begeisterung sorgte – insbesondere dank seiner spektakulären Lackierung.
Welches Bike gefällt dir am besten?
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157 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumIch fand die Actofive-Bikes schon echt nice, aber habe heute das Paladin AM1 auf PB gesehen und jetzt will ich kein Actofive mehr ...
Zu deinen Beispielen: 12 fach ist die logische Weiterentwicklung von 11fach, außer fehlende Rückwärtskompatibilität gibts da keinen wirklichen Nachteil. Anders sah es aus beim Wechsel von 2x mit Umwerfer auf 1x, da war man anfangs skeptisch. 13x ist auch nur eine Weiterentwicklung und keine Revolution wie 1x.
Bei XC überwiegt die Verlegung durch den Steuersatz, bei den anderen MTBs wird durchs Steuerrohr und nicht Steuersatz wieder häufiger als noch vor ein paar Jahren. Bei den XClern wird der meistens hingenommen, bis zu 6 Leitungen im Cockpit sieht in den meisten Fällen unaufgeräumt aus und das eigene Rad sollte einem schon gefallen, die anderen haben die Verlegung für Mist befunden, die Vor und Nachteile waren auch klar von Anfang an ersichtlich und muss man im Gegensatz zu 32" nicht erfühlen.
Elektronische Schaltung macht am normalen Rad auch weniger Sinn als am Ebike, dort hat man einen Nachteil (Akku) weniger und oft mehr und ausgeprägtere Vorteile (Autoshift/Freeshift). Geschmackssache wie du sagst, auch in Anbetracht der Ergonomie, aber keine elektronische Schaltung haben zu wollen, weil sie elektronisch ist, ist am Ebike aber ein fragwürdiges Argument
Wie viele Maguras siehst du an Rennrad und Gravel? Ich keine, ich sehe nur Shimano und Sram, ganz wenig Campagnolo und Tektro/Trp, Hope Sättel in der freien Wildbahn auch noch nie. Dort war das Hauptargument für mechanische Bremsen, dass man auf längeren Reisen die Bremse bei einem Defekt leichter reparieren kann, was natürlich stimmt, aber ansonsten spricht nichts für mechanische Scheibenbremsen. Schwerer zu dosieren, weniger Bremskraft im Verhältnis zur Fingerkraft, man muss Beläge regelmäßig nachstellen. Für Reisen in entlegenere Regionen fährt man sowieso nur Shimano, egal ob MTB, Rennrad oder Gravel, weil man überall Teile bekommt. Selbst hier bei mir bin ich mir nicht sicher, ob ich Sram Flattop Ketten sofort in jedem Radladen bekomme, Shimano 11x garantiert und zu 99,5% Shimano 12x auch. Beläge für eine Maven müsste ich schon wieder bestellen, in einer 8000 Einwohner Stadt wohlgemerkt. Shimano Bremsen würde ich schon als zuverlässig und robust einstufen, dass Magura da nicht die Benchmark ist, ist allgemein bekannt
32" wurde bisher nur für Riesen (dirtysixer werfe ich mal in den Raum) gebaut in entsprechend kleiner Stückzahl und ohne Nachfrage für 32" Komponenten vom Aftermarket, deshalb findet man auch nichts zum Kaufen bei Onlineshops. Dort war man froh, dass man überhaupt was hatte. Aktuell geht es auch da drum, wie man 32" auch für normalgroße bis kleine Menschen zugänglich machen kann, dass ein 4XL Rahmen mit 32" und geringem Federweg funktioniert, steht außer Frage, was man aber machen muss, damit das auch in M funktioniert findet man noch heraus. 190mm Kurbeln wie am Dirtysixer wirst du auch garantiert nicht bei Bike Components und Konsorten finden
Bei den Standards bin ich voll bei dir, weniger verschiedene würden helfen, vorallem bei eher nebensächlichen Sachen wie Tretlager oder metrische/zöllische Bremsscheibendurchmesser. Da würde ein Standard für geschraubte Lager und ein Standard für verpresste Lager reichen, vielleicht eine Aufteilung in light und heavy duty für Rennrad+Gravel+XC und Trail bis DH noch, aber dann kann man jede Anwendung sinnvoll abdecken. Obs jetzt 200 oder 203mm Scheiben sind ist für die Performance auch egal, trotzdem muss man die richtige verbauen und einige Scheiben gibt es nur in einem Durchmesser, besonders lästig wenn man native 203mm hinten hat und eine 200er fahren will, andersrum geht es noch. Genauso Kettenblattmontage, es muss nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen. Dass jetzt Sram oder Shimano eine andere Kurbelmontage haben wäre dann noch eher egal bei einem Kettenblattstandard, es mischt eh keiner Kurbelhersteller und Kurbeln kauft man sich meistens so oder so im Set. Wie jetzt aber eine Laufradgröße noch mehr Chaos verursacht, ist mir schleierhaft. Klar, Lager werden dadurch nicht leerer, Gabeln sind so oder so laufradspezifisch, Felgenringe müssen logischerweise neu genauso wie Speichenlänge, die gibt es aber ohnehin schon millimeterweise, Bremsen und Antrieb kann man Stand jetzt 1:1 übernehmen, nur beim Achsstandart stellt sich noch heraus ob Boost (mit asymmetrischen Felgenringen) hinten reicht oder ob man doch Superboost/DH braucht. Den Standard gibt es schon, entsprechend kommt nach nichts neues dazu. Falls ich was übersehen habe freue ich mich über Aufklärung
Bericht und Video sind das Tollste, was ich seit langem im Netz konsumieren durfte. Meine Wertschätzung
Traumbikes...
Bei mir erzeugt das eher Alpträume, Kopfschütteln und Unverständnis. Bei mindestens der Hälfte der vorgestellten Rädern
Was ist der Sinn und Zweck von MTB News eigentlich? In der kurzen Zeit, seit ich hier bin, fand ich hier in den News extrem viel Stahl, Konstrukte wie das Rheintritt.NRW – Super-Utility-Enduro-Cargo und andere Skurillitäten. Ich bin in zwei Vereinen und im Sommer in den üblichen Hotspots der Alpen unterwegs. Aber das, was hier als heißer ... Vorgestellt wird, sieht man komischer Weise im normalen Alltag quasi nie. Zum Glück, muss ich sagen
Eine Info, wie zum Beispiel dass BrakeStuff zurück ist, sucht man vergeblich. Wäre vermutlich für viele interessanter, als das x-und-vierzigste vollstarre Stahlrad, das nicht durch technischen Fortschritt sondern bestenfalls durch Skurillität, man nennt es hier Individualität, ins Auge springt, scheinbar oft deckungsgleich mit dessen Besitzer oder Erbauer. Ich habe so den Eindruck, dass es bei den Themen hier nicht drum geht, das, was die meisten interessiert, zu berichten, sondern Nischen zu beackern.
Schade
Ich glaube der Eindruck entsteht weil die Bespoked und die Craft Bike Days sehr nah beieinander liegen und dort klassischerweise viele kleine Hersteller vertreten sind. Auf der anderen Seite ist die Saison vorbei und viele Mainstream-Produktvorstellungen werden erst wieder im Frühjahr folgen.
Ich finde aber auch das hier das ein oder andere Format durch den 20. Beitrag ziemlich ausgeschlachtet wird. An sich ist es aber super das auch kleine (heimische) Firmen eine Bühne bekommen.
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