Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
DANNY DUBH SLABS 019
DANNY DUBH SLABS 019
DANNY DUBH SLABS 007
DANNY DUBH SLABS 007
DANNY DUBH SLABS 020
DANNY DUBH SLABS 020
DANNY DUBH SLABS 039
DANNY DUBH SLABS 039
DANNY DUBH SLABS 018
DANNY DUBH SLABS 018
DANNY DUBH SLABS 012
DANNY DUBH SLABS 012
DANNY DUBH SLABS 028
DANNY DUBH SLABS 028
DANNY DUBH SLABS 029
DANNY DUBH SLABS 029
DANNY DUBH SLABS 046
DANNY DUBH SLABS 046
DANNY DUBH SLABS 027
DANNY DUBH SLABS 027

In seinem ersten Video im Jahr 2021 geht es für Danny MacAskill hoch hinaus und steil bergab. Mit der Dubh Ridge hat er sich ein ganz anderes Terrain als sonst ausgesucht: Der über 700 Meter hohe Fels heißt Sgurr Dubh Beag, bekannt für seine Kletterrouten, ist supersteil und nicht ganz ungefährlich. Danny möchte den ganzen Berg in einer Abfahrt bezwingen – Film ab!

Für das Video ist Danny mit seinem Rad auf dem Rücken bis knapp unter den Gipfel des Sgurr Dubh Beag / Little Black Peak (733 m), einem der technischsten Abschnitte der Dubh Ridge, geklettert. Die Abfahrt ist einem knappen Kilometer lang und besteht mehrheitlich aus exponierten Stufen und Abgründen.

Es fühlte sich für mich total natürlich an, auf diesen Felswänden am Rande des Abgrunds zu stehen und völlig kontrolliert abzufahren. Ich habe vollstes Vertrauen in meine Bremsen, meine Reifen und den Rest meines Bikes – und auch in mich selbst. Das Wichtigste ist, an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. Es war eine coole Erfahrung da draußen und ich habe das wirklich genossen.

Danny MacAskill

DANNY DUBH SLABS 019
# DANNY DUBH SLABS 019
Diashow: Danny MacAskill – The Slabs: Bikebergsteigen auf schottische Art
DANNY DUBH SLABS 020
DANNY DUBH SLABS 012
DANNY DUBH SLABS 027
DANNY DUBH SLABS 039
DANNY DUBH SLABS 028
Diashow starten »

Rasoulution hat mit Danny ein kleines Interview zum Video geführt:

Rasoulution: Hi Danny, ich hoffe, es geht dir gut. Letztes Jahr bist du ins Gym gegangen, jetzt nimmst du eine Felsplatte in Freeride-Mountaineering-Manier in Angriff. Woher kam die Inspiration für dieses Projekt?

Danny MacAskill: Eine der Sportarten, die mich in den letzten Jahren wirklich in ihren Bann gezogen hat, ist Klettern und die Leidenschaft, die Kletterer in ihre Routen stecken. Es ist unglaublich, Kletterer wie Adam Ondra, Alex Honnold, Julia Chanourdie, Margo Hayes und vor allem Tommy Caldwell zu beobachten. Es inspiriert mich total, diesen Mädels und Jungs dabei zuzusehen, wie sie neue Routen und neue Grade in ihrem Sport schaffen. Sie widmen manchen Routen Jahre ihres Lebens.

DANNY DUBH SLABS 007
# DANNY DUBH SLABS 007

Wie hast du diese Inspiration auf dein Bike übertragen und wie hast du dieses Projekt in Angriff genommen?

Danny: Ich habe mir überlegt, es wäre ziemlich cool, eine große Felswand zu finden, die aber im Gegensatz zu Kletterwänden offensichtlich nicht vertikal sein kann, zumindest nicht für sehr lange Zeit. Die Idee war dann, die Wand hochzuklettern und anschließend abzufahren. Ich hatte schon einige andere Projekte in anderen Ländern auf dem Plan, die auf der Idee basierten, aber leider haben sich die Pläne wegen Covid geändert und ich habe mich zu Hause umgesehen. Ich habe ein bisschen recherchiert und die großen Dubh Slabs im Herzen der Cuillins gefunden, wo ich 2014 „The Ridge“ gefilmt habe. Das ist eine 500 Meter lange Platte aus mehr oder weniger durchgehendem Felsgestein. Es ist ein sehr abgelegener Teil von Skye, das ohnehin schon ein ziemlich abgelegener Ort ist. Wir haben einen örtlichen Fischer gefunden, der uns mit dem Boot zum Loch am Fuße der Slabs übersetzte. Von dort aus mussten wir ein paar Meilen landeinwärts laufen und dann ist da diese eindrucksvolle Felswand.

DANNY DUBH SLABS 020
# DANNY DUBH SLABS 020
DANNY DUBH SLABS 039
# DANNY DUBH SLABS 039

Wie hast du dich vorbereitet, wie bist du an die Sache herangegangen?

Danny: Die Dubh Slabs sind als eines der besten leichten Klettergebiete Großbritanniens bekannt, wo man nicht unbedingt Seile benutzen muss, sich aber trotzdem ziemlich ausgesetzt fühlt. Es ist ein sehr stabiler und griffiger Fels, aber ziemlich furchteinflößend, wenn man hochgeht. Natürlich habe ich die Route vorher ausgekundschaftet. Ich bin mit dem E-Bike in das Gebiet gefahren, zu Fuß hinaufgeklettert und habe entschieden, was ich später ausprobieren möchte, wenn ich mit dem Bike am Felsen bin. Ich hatte also vorher eine grobe Vorstellung von einer Line von oben bis unten.

Einige Teile sehen wahnsinnig steil aus. Kannst du beschreiben, wie steil es wirklich ist?

Danny: Es gibt vor allem einen Teil, die letzten 100 Höhenmeter, der am ersten Tag einfach nicht zu fahren war. Es ist eine große, lange, fast glatte Felswand, in der man kaum Halt findet. Wenn man das Bike einfach laufen lassen würde oder die Reifen ins Rutschen kämen, würde es wirklich schlimm enden. Ich schätze, dieses letzte Stück hat vielleicht über 60 Grad Neigung, durchgehend und ohne Stellen, die beim Bremsen wirklich helfen. Es ist schwer zu beschreiben, aber es ist ein komisches Gefühl, wenn man mitten in der Wand steht und förmlich spürt, wie die Schwerkraft einen den Felsen hinunterzieht. Wenn das Einzige, das einen hält, die Bremsen sind und man spürt, wie steil es ist. Meine Bremsen und Reifen waren am Limit, besonders an dieser letzten Platte, wo ich die Wand leicht traversieren musste. Wenn man gegen Ende genau hinschaut, kann man sehen, dass ich zwei Finger auf den Bremsen habe, um die Kontrolle zu behalten.

DANNY DUBH SLABS 018
# DANNY DUBH SLABS 018
DANNY DUBH SLABS 012
# DANNY DUBH SLABS 012

Spürst du Angst, wenn du diese Felsen hinunterfährst?

Danny: Ich habe bei diesem Projekt viel weniger Angst verspürt als bei kleineren kopfüber-Tricks, wie zum Beispiel der Barrel Roll mit dem Fahrradanhänger in “Danny Daycare” oder dem Frontflip in “Cascadia“. Ich fühlte mich wirklich entspannt und sehr wohl dort oben, den Felsen zu spüren, meine Reifen und Bremsen zu spüren, zu spüren was möglich ist und dann einfach im Flow laufen lassen. Andererseits war es learning by doing, denn ich habe dort oben im Grunde genommen erst gelernt, wie ich die Sache angehen muss. Ohne Absicherung – ohne Seil. Natürlich habe ich mir ausgemalt, was passieren könnte, wenn etwas schief geht, aber es ist vielleicht am besten, nicht zu viel darüber nachzudenken, sondern eher an die positiven Dinge zu denken. Es gibt dort eine Line, die unten keinen Auslauf hat. Wenn man dort reinfährt, gibt es kein zurück, keine Möglichkeit zu stoppen, also muss man voll bei der Sache sein und sich voll und ganz auf seine Bremsen und Reifen verlassen.

Apropos Bremsen und Reifen. Was war dein Setup für dieses Projekt – irgendwelche speziellen Modifikationen?

Danny: Ich bin mit meinem Santa Cruz 5010 gefahren, das normalerweise einen Federweg von 130 mm hat. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, ein Bike mit mehr Federweg zu fahren, aber ich fühle mich auf dem 5010 sehr wohl und hatte nicht das Gefühl, dass der Federweg wichtig wäre. Die einzige Modifikation, die ich am 5010 vorgenommen habe, war der Einbau einer Gabel mit 160 mm Federweg an der Front, wo normalerweise eine Gabel mit 140 mm Federweg verbaut ist.

DANNY DUBH SLABS 028
# DANNY DUBH SLABS 028
DANNY DUBH SLABS 029
# DANNY DUBH SLABS 029

Was die Bremsen angeht, habe ich die Magura MT7 mit einer Magura MDR-P Bremsscheibe mit 220 mm vorne und 200 mm hinten verwendet, was die Bremsen auf diesem kleinen Bike sehr stark macht. Außerdem hatte ich vorne Magura Performance-Beläge und verwendete einige Prototyp-HC3-Hebel, die für mein Trial-Bike angefertigt wurden und etwas länger sind, um noch mehr Power zu bekommen. Ich habe diese Hebel auf die stärkste Konfiguration eingestellt – alles in allem also die stärkste Bremskonfiguration, die man an einem Bike haben kann. Damit fühlte ich mich beim Fahren sehr wohl. Wenn etwas wirklich hervorsticht, dann sind es die Bremsen und die Reifen.

Für welche Reifen hast du dich entschieden?

Danny: Am ersten Tag, an dem wir dort waren, hatte ich ganz normale Continental Enduro-Reifen drauf, die schon sehr griffig sind auf dem Fels. Einige der Stellen, die ich fahren wollte, sind sehr extrem und mit dem Bike schwierig zu kontrollieren. Einige der Linien konnte ich am ersten Tag nicht fahren, das hätte ich wahrscheinlich nicht überlebt. Mit dem Filmmaterial waren wir da schon sehr zufrieden, aber das Projekt war nicht ganz so, wie ich es im Sinn hatte, eben weil ich wirklich die gesamte Line fahren wollte. Für den zweiten Tag habe ich mir dann ein paar Continental Downhill-Reifen besorgt, die eine weichere Gummimischung haben. Wir gingen wieder auf die Slabs und diesmal schaffte ich es, die Stelle zu fahren, vor denen ich vorher zu viel Angst hatte.

Deine ursprüngliche Disziplin ist Street Trial, aber wir sehen dich immer öfter auf dem Mountainbike und E-Bike. Welche Fähigkeiten haben dir am meisten geholfen?

Danny: Man muss ein vielseitiger Fahrer sein und es gibt wahrscheinlich nur wenige Leute, die so etwas fahren würden. Ich bin in letzter Zeit viel Mountainbike gefahren und habe im Jahr 2020 über 8.000 km auf meinem E-Bike zurückgelegt. Ich schätze, es ist eine Kombination aus all den verschiedenen Arten des Bikens, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe.

Wir haben über das Bike-Setup gesprochen, was war dein Plan in Bezug auf das Filmen?

Danny: Ich wollte, die Abfahrt auf den Slabs so visuell wie möglich darstellen mit vielen On-Board-Perspektiven, damit die Leute das Gefühl haben, dass sie mit mir dort oben sind. Deshalb wollte ich das Projekt ausschließlich mit GoPros filmen. Ich hatte eine GoPro Hero 9 auf dem Kopf und auch eine GoPro Hero Max auf der Brust und wir hatten eine GoPro Hero 9 auf der Race Drone. Zusätzlich hatten wir noch eine Hero 9 an einer Stange, die wir für einige Aufnahmen verwendet haben.

DANNY DUBH SLABS 046
# DANNY DUBH SLABS 046

Du verwendest GoPro Kameras bereits seit 2012. Wie hat sich die Technik weiterentwickelt?

Danny: Die Hero 4, die wir für Cascadia verwendet haben, hat damals einen tollen Job gemacht. Aber der Qualitätsunterschied heute, die Stabilisierung und alle anderen Funktionen bieten so viel mehr Möglichkeiten. Die Hero 9, die gerade auf den Markt gekommen ist, fängt genau das ein, was wir sehen. Es ist wirklich super, damit zu arbeiten.

Musik spielt für dich eine wichtige Rolle. Wie wählst du den richtigen Track aus?

Danny: Die Musik für meine Filme ist immer sehr wichtig für mich. Ich würde sagen, sie macht mindestens 50 Prozent eines Videos aus. Ich bin wirklich leidenschaftlich, was Musik angeht, und ich muss für dieses Projekt mindestens 10.000 Tracks durchgehört haben. Man möchte, dass ein Track zum Biken und zu den Emotionen passt und idealerweise verschiedene Teile und Abstufungen bietet.

Wer gehörte zu deiner Crew?

Danny: Ich hatte eine großartige Crew, mit der ich schon oft zusammengearbeitet habe. Robbie Meade (We are Peny) und ich als Regisseur, Andrew Lawrence (FPV-Drohne), Duncan Shaw (Produzent), Rory Semple (Behind the Scenes), undDave Mackison (Fotograf).

Letzte Frage: Was ist so reizvoll an einer Felswand?

Danny: Das Coole am Felsen im Vergleich zu Dirt ist, dass er sich nicht verändert, niemand hat ihn gebaut, er ist raw. Für mich persönlich war es eine coole Herausforderung und es ist etwas, das ich gerne öfters machen würde.

DANNY DUBH SLABS 027
# DANNY DUBH SLABS 027

Wie gefällt euch Dannys neuer Clip?


Noch mehr MTB-Clips gibt es hier – und das sind die letzten fünf Videos:

Pressemitteilung: Rasoulution | Fotos: Dave Mackison
  1. benutzerbild

    2pi

    dabei seit 12/2017

    Das berühmte Innsburg im Grand Canyon smilie
  2. benutzerbild

    soulslight

    dabei seit 03/2007

    Der Junge kann einfach abartig fahren; die Radbeherrschung und das Gleichgewicht sind unglaublich. Ich käme wohl zu Fuss nur mit Mühe unverletzt runter.
    Ich persönlich finde das Video indessen eher weniger interessant. Das Gelände ist (wohl) zu extrem, um das Verspielte reinzubringen. Dies erklärt vielleicht auch, warum am Ende nicht die üblichen Fails folgten 8-) .
    Na, da passt doch der übliche Spruch zu Wanderern auf die Frage hin;"Was, da willst du mit dem Rad runter?" "Ja, zum Laufen wär mir das zu steil!" smilie
  3. benutzerbild

    Ely

    dabei seit 03/2015

    Das Video macht Spaß und lässt erkennen, was machbar ist bei entsprechender Bikebeherrschung und vernünftigen Anbauteilen. Danny fährt wieder einmal souverän auf ungewöhnlichem Terrain in schöner Landschaft. Prima Kameraführung. Hatte immer wieder das Gefühl, fast dabei zu sein. Mit dem Gedanken an einen kleinen Fahrfehler war mir einige Male mulmig.
    Auf nach Schottland - nicht immer nur schwärmen smilie.
  4. benutzerbild

    mad raven

    dabei seit 08/2003

    das making of ist da:


    manche Stellen sehen da noch krasser drin aus als im Video.
  5. benutzerbild

    xxx_Funsurfer_

    dabei seit 05/2019

    So ne Kameraführung wünsch ich mir auch bei der Rampage.

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!