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Das neue Racebike des Unior/Devinci-Teams ist noch ein reiner Prototyp
Das neue Racebike des Unior/Devinci-Teams ist noch ein reiner Prototyp - die kanadische Firma verfügt über eine eigene Fabrik, in der sich solche Änderungen schnell umsetzen lassen sollen.
Das Split-Pivot-System mit Drehpunkt in der Hinterrad-Achse ist weiterhin an Bord
Das Split-Pivot-System mit Drehpunkt in der Hinterrad-Achse ist weiterhin an Bord - der Drehpunkt im Rahmen liegt nun jedoch auf Höhe des Dämpfers. Das bedeutet, dass die Kette daran vorbeigeführt werden muss, um den Pedalrückschlag zu minimieren.
Der Dämpfer selbst wird durch einen Umlenkhebel und ein Yoke angesteuert.
Der Dämpfer selbst wird durch einen Umlenkhebel und ein Yoke angesteuert. - Früher drehte sich der Hebel um das Tretlager, nun sitzt er deutlich weiter oben. Die Kettenstrebe zieht am unteren Ende und betätigt ihn dadurch.
Der Drehpunkt in der Hinterrad-Achse ist geblieben und soll unter anderem Bremsstempeln minimieren.
Der Drehpunkt in der Hinterrad-Achse ist geblieben und soll unter anderem Bremsstempeln minimieren.
In der Mitte des Prototyps passiert so einiges.
In der Mitte des Prototyps passiert so einiges. - So begeistert wie das Team ist, erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass wir bald ein etwas verfeinertes Bike sehen.
Made in Canada
Made in Canada - Devinci verfügt nach wie vor über eine Fabrik in ihrem Heimatland.
Optisch ähnelt die Formsprache definitiv dem regulären Devinci Wilson.
Optisch ähnelt die Formsprache definitiv dem regulären Devinci Wilson.
Dass hier noch viel experimentiert wird, zeigt auch der Steuersatz.
Dass hier noch viel experimentiert wird, zeigt auch der Steuersatz. - Dieser verlängert den Reach und erhöht den Stack.
Dakotah Norton mag auf jeden Fall ein hohes Cockpit …
Dakotah Norton mag auf jeden Fall ein hohes Cockpit …
Schnell wieder in den Bus damit, bevor es zu viele neugierige Blicke auf sich zieht!
Schnell wieder in den Bus damit, bevor es zu viele neugierige Blicke auf sich zieht!

Wer bei der Downhill Weltmeisterschaft in Leogang gut aufgepasst hat, dem dürfte nicht entgangen sein, dass das Unior/Devinci-Team nicht auf dem bekannten Devinci Wilson-Downhiller an den Start gegangen ist. Stattdessen waren Dakotah Norton und Jure Zabjek auf einem Prototyp unterwegs, der dem Wilson zwar stark ähnelt, allerdings über eine Kettenumlenkung sowie einen hohen Drehpunkt verfügt. Wir haben erste Infos und viele Detail-Fotos!

Dass man während des World Cups auf ein bisher unveröffentlichtes Bike trifft, ist an sich keine Seltenheit. Meist handelt es sich jedoch um Räder, die kurz vor der Veröffentlichung stehen und bereits hinter den Kulissen fleißig getestet wurden. Glaubt man Devinci, dann ist das hier nicht so.

Das Downhill-Bike, auf dem Jure Zabjek und Dakotah Norton seit der Weltmeisterschaft unterwegs sind, sei ein reines Experiment im frühen Prototypen-Stadium und keinesfalls der Nachfolger des bisherigen Abfahrtsgeschosses der Kanadier, dem Devinci Wilson 29. Optisch ähneln sich Vorgänger und Prototyp durchaus – schaut man etwas genauer hin, findet man jedoch einige entscheidende Änderungen.

Schiebt den Slider hin und her, um die Räder zu vergleichen:

Devinci-Neu Devinci-Alt

Das neue Racebike des Unior/Devinci-Teams ist noch ein reiner Prototyp
# Das neue Racebike des Unior/Devinci-Teams ist noch ein reiner Prototyp - die kanadische Firma verfügt über eine eigene Fabrik, in der sich solche Änderungen schnell umsetzen lassen sollen.
Diashow: Devinci Wilson-Prototyp gesichtet: Neues Downhill-Bike mit Kettenumlenkung
Dakotah Norton mag auf jeden Fall ein hohes Cockpit …
Optisch ähnelt die Formsprache definitiv dem regulären Devinci Wilson.
Der Drehpunkt in der Hinterrad-Achse ist geblieben und soll unter anderem Bremsstempeln minimieren.
Made in Canada
Das Split-Pivot-System mit Drehpunkt in der Hinterrad-Achse ist weiterhin an Bord
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Der Devinci-Prototyp nutzt weiterhin das von Kinematik-Mastermind Dave Weagle entwickelte Split Pivot-System. Dabei handelt es sich um einen Eingelenker-Hinterbau, der über einen Drehpunkt in der Hinterrad-Achse sowie einen Umlenkhebel verfügt, welcher den Dämpfer aktiviert.

Während dieser sich beim normalen Devinci Wilson jedoch direkt um das Tretlager herum dreht, wurde er für den neuen Prototyp deutlich nach oben bewegt. Damit sind auch der Dämpfer sowie der Hauptdrehpunkt nach oben gewandert. Diese Anordnung sorgt für eine weit nach hinten gerichtete Raderhebungskurve, was insbesondere bei Downhill-Bikes oft gewünscht ist – das Hinterrad kann so Hindernissen gewissermaßen nach oben und hinten ausweichen.

Um dem durch das Längen des Hinterbaus verursachten Kettenzug und damit Pedalrückschlag Herr zu werden, greift Devinci zu einer immer beliebter werdenden Lösung: Die Kette wird oberhalb des Kettenblatts um eine zusätzliche Rolle gelenkt. Dadurch läuft sie wieder sehr nahe am Drehpunkt entlang – der unter Zug stehende obere Teil (Lasttrum) längt sich nun nicht mehr, Pedalrückschlag ist vom Tisch.

Das Split-Pivot-System mit Drehpunkt in der Hinterrad-Achse ist weiterhin an Bord
# Das Split-Pivot-System mit Drehpunkt in der Hinterrad-Achse ist weiterhin an Bord - der Drehpunkt im Rahmen liegt nun jedoch auf Höhe des Dämpfers. Das bedeutet, dass die Kette daran vorbeigeführt werden muss, um den Pedalrückschlag zu minimieren.
Der Dämpfer selbst wird durch einen Umlenkhebel und ein Yoke angesteuert.
# Der Dämpfer selbst wird durch einen Umlenkhebel und ein Yoke angesteuert. - Früher drehte sich der Hebel um das Tretlager, nun sitzt er deutlich weiter oben. Die Kettenstrebe zieht am unteren Ende und betätigt ihn dadurch.
Der Drehpunkt in der Hinterrad-Achse ist geblieben und soll unter anderem Bremsstempeln minimieren.
# Der Drehpunkt in der Hinterrad-Achse ist geblieben und soll unter anderem Bremsstempeln minimieren.
In der Mitte des Prototyps passiert so einiges.
# In der Mitte des Prototyps passiert so einiges. - So begeistert wie das Team ist, erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass wir bald ein etwas verfeinertes Bike sehen.
Made in Canada
# Made in Canada - Devinci verfügt nach wie vor über eine Fabrik in ihrem Heimatland.

Das Konzept eines hohen Drehpunkts mit Kettenumlenkung wurde bereits von Commençal, Norco oder GT äußerst erfolgreich im Downhill World Cup eingesetzt.

Devinci zufolge war man nun interessiert daran, wie es sich in Kombination mit dem Split Pivot-Hinterbau schlagen würde. Prototypen konnten dank der eigenen Fertigung in Kanada schnell realisiert werden und erste Tests mit Teamfahrer Dakotah Norton sowie Testfahrer Phil Electrique in Tennessee verliefen so vielversprechend, dass man spontan beschloss, auch die nächsten großen Rennen auf dem Rad zu bestreiten.

Dakotah Norton soll das Rad intern als „Hovercraft“ bezeichnet haben, da es so viel besser durch ruppiges Terrain läuft, und auf gezeiteten Fahrten wesentlich schneller gewesen sei. Grund für die Entscheidung, es auch im World Cup einzusetzen, war wohl auch, dass Dakotah ohne jede Eingewöhnungszeit nicht nur schneller, sondern auch konstanter war und weniger Fehler machte.

Optisch ähnelt die Formsprache definitiv dem regulären Devinci Wilson.
# Optisch ähnelt die Formsprache definitiv dem regulären Devinci Wilson.
Dass hier noch viel experimentiert wird, zeigt auch der Steuersatz.
# Dass hier noch viel experimentiert wird, zeigt auch der Steuersatz. - Dieser verlängert den Reach und erhöht den Stack.
Dakotah Norton mag auf jeden Fall ein hohes Cockpit …
# Dakotah Norton mag auf jeden Fall ein hohes Cockpit …

Ob sich das Hinterbau-Konzept also an der nächsten Evolutionsstufe des Devinci Wilson finden wird, steht noch nicht fest. Bisher klingen die spärlichen Aussagen von Devinci jedoch nicht so, als ob man bereit wäre, die High-Pivot-Idee in absehbarer Zeit fallen zu lassen.

Schnell wieder in den Bus damit, bevor es zu viele neugierige Blicke auf sich zieht!
# Schnell wieder in den Bus damit, bevor es zu viele neugierige Blicke auf sich zieht!

Was haltet ihr vom Devinci-Prototyp und dem Mix aus Split-Pivot und hohem Drehpunkt?

Infos: Devinci | Fotos: Andy Vathis
  1. benutzerbild

    chorge

    dabei seit 05/2002

    san_andreas schrieb:

    Sah auch auf der Strecke gut aus, lief schön ruhig.

    Das galt ja schon fürs alte Wilson! Neberm Commencal definitiv der am ruhigsten liegende Hinterbau...
  2. benutzerbild

    xMARTINx

    dabei seit 12/2006

    chorge schrieb:

    Sah man schon auf vielen Bildern von Leogang - aber Devinci hat sich bislang jeglicher Frage die ich ihnen geschrieben hab mit „ignore“ verwehrt....

    Steht doch hier im Text alles was du wissen musst. Und das sind auch Aussagen die zur WM getroffen wurden.
    Wenn die Presse nix erfährt, dann wir am Ende halt auch nicht
  3. benutzerbild

    foreigner

    dabei seit 04/2009

    Sehr feines Bike, genau so muss das.

    Bitte einmal zu mir.
  4. benutzerbild

    marc_us

    dabei seit 06/2012

    Finde das Ding auch ziemlich geil. Mit halbwegs kurzen Kettenstreben bzw anpassbaren KS je nach Strecke und nicht zu krassem Reach wäre das Ding allein schon von der Optik perfekt für mich.
    Alurahmen, High Pivot (kann die Vorteile des Systems gut nachvollziehen), wirkt erstmal so als würden sie einiges richtig machen da in CA (aus meiner Perspektive)

    Allerdings auch mit Alurahmen vermutlich erstmal außerhalb meines Budgets. Zum Glück brauch ich grad kein DH Bike, hab also noch Zeit zum Sparen..
  5. benutzerbild

    foreigner

    dabei seit 04/2009

    Ich fände da ja als Mullet noch cooler.
    HP-Design passt halt auch gut zu Mullet, da es die Nachteile des schlechtern Überrollverhaltens des kleineren Hinterrad auch ausgleicht.
    Wäre interressant, ob der exzentrische Lagerpunkt der Kettenstrebe eine geringfügige Winkelverstellung sind, oder eine Laufrad-anpassung ist

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