Das hat doch gut getan, oder? Da scheint die Sonne, hoppelt der Osterhase und rasen die Downhiller. Besser hätte ein Ostersonntag aus Sicht der Mountainbike-Fans kaum verlaufen können. Bei bestem Wetter sind wir vorm Computer gesessen und die besten Fahrerinnen und Fahrer der Welt um die Wette gefahren. Nach einer einjährigen Pause hat dabei der Austragungsort Pietermaritzburg in Südafrika eine sehr interessante Ausgangslage gelegt, denn diese Strecke ist definitiv anders gewesen, als die meisten anderen Strecken. Mit über 3km ist sie einerseits lang ausgefallen, andererseits hat sie auch lange Tretpassagen und vergleichsweise “langweilige” Streckenabschnitte bereit gehalten und dadurch ein durchaus interessantes Rennergebnis produziert. Aber dazu später mehr.

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DH – Rennbericht der Herren

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Was geht ihm beim warmfahren durch den Kopf? Lokalmatador Greg Minnaar

Schon Filip Polc durchbrach die schnellste Zeit aus der Qualifikation um ein wenig, Matthew Scoles aus Neuseeland zerstörte sie als 45. Starter dann völlig – die Strecke war also deutlich schneller geworden, und im Tretstück wurde noch mehr Gas gegeben. Etwas enttäuschend war für mich die Kameradichte – gefilmt wurde im wesentlichen der untere Teil, der bald auf die 4X-Strecke führte, ich hätte gerne von allen Fahrern auch Aufnahmen aus dem oberen Teil mit den großen Sprüngen gesehen. Jared Graves startete gut an Position 35. ins Rennen – was würde der 4X Gewinner zeigen können?

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Jared Graves in Action

Als er auf den ihm bekannten unteren Streckenteil kam, schien er doch schon sichtlich erschöpft und nahm nicht jeden Sprung, kippte im Ziel fast vom Rad. Seine Zeit aber 4:17:18 und – wenn kein Messfehler an der Speedtrap vorlag – eine Höchstgeschwindigkeit von 78km/h – immerhin 14km/h schneller als alle anderen bis dorthin gestarteten Fahrer. Das dürfte mit der Grund sein, warum die folgenden Fahrer sich an der Zeit des australischen 4X Champion die Zähne ausbeißen mussten, egal ob Niko Mulally aus dem Team Trek World Racing oder Sam Dale, Europameister Robin Wallner aus Schweden oder Flatpedal-Spezialist Michael Pascal, Rückstände von einigen Sekunden für jeden von ihnen.

Fans, Fans Fans
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Diese Fotos im Fotoalbum anschauen

Die spannende Frage in dieser Phase des Rennens: Wie lange würde es Jared Graves im HotSeat aushalten? Würde es sein Landsmann und Junioren-Talent Troy Brosnan schaffen? Er fuhr sauber und hatte Power bis zum Schluss, doch er konnte seinen kurzen Rückstand von der Zwischenzeit bis ins Ziel nicht verringern, er wuchs im Gegenteil sogar noch auf 3 Sekunden an.

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Troy Brosnan

Die in der Qualifikation noch starken Locals – Greg Minnar und Andrew Neethling klammere ich jetzt mal als Weltcup-Profis aus – konnten die Temposteigerung für die Final-Läufe nicht mitgehen, fuhren größtenteils so schnell wie in der Qualifikation, zu langsam also um jetzt etwas zu reißen – ähnlich ging es Luke Strobel auf seinem Evil Undead, ein Patzer im oberen Bereich brachte ihn um jede Chance auf eine Top-Platzierung.

Fahrer nach Fahrer kam mit Riesen-Rückstand ins Ziel, so dass sich mehr und mehr die Frage aufdrängte, wie um alles in der Welt der Yeti-Fahrer so schnell gewesen sein konnte. Sein Team-Kollege Shaun O’Connor zeigte einen soliden Einstand als Weltcup-Team-Fahrer, doch Graves schien nicht einmal ihm den entscheidenden Tipp gegeben zu haben.

Mit Matti Lehikoinens Zwischenzeit kam endlich Hoffnung auf, er war nur 0,9 sek zurück und sprang, anders als Graves, den großen Hip-Jump ganz unten – auf der Ziellinie reihte er sich dennoch als Zweiter ein, allerdings schon sehr nah dran. Die Neuseeländer sind die ewigen Rivalen der Australier und Cameron Cole war es schließlich, der auf seinem brandneuen Lapierre einen hauch schneller war als Graves – mit Zeitvorteil vor allem im untersten Stück. Dort konnte Danny Hart einfach nicht mithalten, er war oben sauber gefahren, ließ aber Federn im letzten Teil.


CG folgt Danny Hart über die großen Tables.

Und dann geschah es: Nur als 31. qualifiziert, waren sich einige nicht sicher, wie schnell Steve Peat dieses Jahr sein würde. Als er aber schon an der Zwischenzeit 1.5sek. vorne lag und im Ziel 1,65sek. schneller war als Cameron Cole, machte der alte Mann aus Sheffield deutlich: Ich bin noch nicht abzuschreiben. Sichtlich zufrieden setzte er sich zwischen Cole und Graves und sah zu wie lange er es dort aushalten würde.

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Steve Peat


Trainingsrun von Steve Peat

Nach einem kurzen Schock an der Zwischenzeit von Marc Beaumont konnte er wieder durchatmen, knapper Vorsprung für ihn. Sam Blenkinsop ist eher als Techniker als als Treter bekannt, und so verwunderte es nicht, als er auf dieser Strecke nicht ganz zu den schnellsten gehört.

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Sam Blenkinsop

Für die Top20 dann eine erfreuliche Veränderung auf Freecaster: Aufnahmen aus dem oberen Teil, möglich durch die längeren Startabstände, machten die Übertragung sehenswerter. Sehenswert war dann der Lauf von Steve Smith, gewohnt stylisch und jetzt für Devinci am Start lag er an der Zwischenzeit noch vorne, bis ins Ziel verlor er auf Sheffield Steel dann wenig, aber doch genug um nur zweiter zu sein. Erfreulich fehlerfrei und schnell zeigte sich Bryn Atkinson, doch auch Josh Brachland war stylisch und fix unterwegs – allesamt aber langsamer als Peat, Smith und Beaumont.

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Bryn Atkinson

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Josh Bryceland

Der Schweizer Nick Beer vom Team Scott11 fuhr erneut mit der Weltspitze mit, konnte am genannten Trio aber ebenfalls nicht vorbei ziehen – eine Top10 Platzierung schien jedoch äußerst wahrscheinlich. Laut wurde es für Lokalmatador Andrew Neethling, irgendwie musste man ihn doch pushen können, oder nicht? Nach einem groben Fehler im ersten Streckenabschnitt ging es für ihn jedoch nur noch um Schadensbegrenzung, 16 Sekunden hinter Steve Peat schaute er seinem Teamkollegen Riffle dabei zu, sich hinter Graves gerade noch unter den ersten 10 einzureihen.

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Nick Beer

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Andrew Neethling

Dann gilt es für den Weltmeister Sam Hill. Er ist ebenfalls kein Tretschwein, aber eben doch einer der ganz schnellen, an der Zwischenzeit liegt er noch mit Steve Peat auf Augenhöhe, am Ende reicht es für ihn doch nur für eine Zeit wie Nick Beer.

Rob Warner rastet allerdings etwa eine Minute später aus: Aaron Gwin hatte über die Strecke gesagt, dass er sie wirklich mag, weil sie recht schnell sei – im Ziel demonstrierte der Amerikaner auf seinem Trek, was das bei ihm heißt: Satte 6.8 Sekunden schneller als Steve Peat und der Rest der bis dahin gefahrenen Fahrer. Eine unglaubliche Zeit, die vielen anderen Fahrern zu denken geben sollte. Wenn es also darum geht, das Rad laufen zu lassen – Aaron Gwin ist der Mann der Stunde.

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Aaron Gwin im Ziel

Stand der Sieger damit schon fest? Lässt sich so eine Zeit – 4:08:634 – überhaupt noch toppen? Comeback-Man Fabien Barel musste es als nächster versuchen und zeigte zur Zwischenzeit, dass er, 3,3sek. zurück, gar nicht weit davon entfernt ist – denn damit ist auch er um einiges schneller als Steve Peat und viele anderen schnellen Fahrer. Er reiht sich als Zweiter ein und kann auf jeden Fall zufrieden sein, das Wintertraining hat sich ausgezahlt, Comeback geglückt. Next Rider on Track: Gee Atherton. Er gehört auch 2011 zu den schnellsten Fahrern, das zeigt die Split, das zeigt sein Stil, doch als Peaty ihm im Ziel gratuliert war auch er noch 1,9 sek. langsamer als Aaron Gwin, unglaublich. Es bleiben also nur noch vier Fahrer, die an diesem Sieg rütteln könnten: CG, Julien Camelini, Greg Minnar und Sick Mick Hannah.

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Gee Atherton

Hatte ich CG nach der Qualifikation noch einige Chancen eingerechnet, da er im obersten Teil anscheinend nur gecruist war, fehlte ihm heute die Fitness um ganz nach vorne zu fahren. Er war 9.8 Sekunden langsamer als Gwin, zeigte dafür aber einen Onehander, einen Tabletop, ein paar Whips… und war immer noch ordentlich schnell unterwegs.

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Cedric Gracia

Das gilt auch für Julien Camellini aus Frankreich, saumäßig schnell, aber verglichen mit dem Ex-Motocrosser aus Kalifornien in einer anderen Liga. Gwin war zu jeder Zwischenzeit der schnellste Fahrer auf der Strecke, Platz 3 steht schon fest als das Publikum richtig aufdreht, weil Greg Minnaar vom Start weg in die Pedale tritt. Das beschreibt auch schon seine Fahrt, kaum ein Fahrer hat an so vielen Stellen treten können. Das Ergebnis: Nah dran an Gwin, aber eben immer noch 1.3 sek. zurück – kann er im untersten Bereich noch etwas reißen? Er springt über das große Gap, gibt alles und ist mit schließlich nur eine Viertel-Sekunde zu langsam, um vor heimischem Publikum erneut zu gewinnen, eine tolle Leistung auch von ihm.

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Minnaar auf der Strecke

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und im
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Ziel

Dann ruhen alle Augen auf Mick Hannah. Der Australier vom Team GT stürzt jedoch, bricht seinen Vorbau ab und humpelt die Strecke hinab, er wird am Ergebnis also nichts mehr ändern. Mit Sicherheit ein sehr enttäuschender Rennverlauf für ihn, der sich sicherlich ein besseres Resultat bei diesem Rennen erhofft hätte.

Aaron Gwin steht nach dieser Fahrt zum ersten Mal ganz oben auf dem Podium des DH-Weltcups, eine Position, die er sich Stück für Stück erarbeitet hat. Jahr für Jahr fand man ihn öfter weit oben in den Ergebnislisten, ihm liegen Strecken, bei denen es gilt den Lenker festzuhalten und furchtlos seine Linie entlang zu donnern.Greg Minnar stimmt das heimische Publikum mit Rang 2 zufrieden und Gee Atherton steht als dritter fast auf Augenhöhe. Jared Graves wird am Ende 13., eine Klasse Leistung nach dem Sieg im 4X. Erfreulich ist auch der 9. Platz von Nick Beer und das Podiumsergebnis von Steve Peat. Fabien Barel ist absolut zurück, Rang 4 bezeugt das eindrucksvoll.


Interviews aus der Boxengasse.

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Aaron Gwin hats geschafft!

Das Rennergebnis der Herren
1 GWIN Aaron USA19871224 TREK WORLD RACING 4:08.634
2 MINNAAR Greg RSA19811113 SANTA CRUZ SYNDICATE +00.241
3 ATHERTON Gee GBR19850226 COMMENCAL +01.921
4 BAREL Fabien FRA19800726 MONDRAKER FACTORY TEAM +04.246
5 PEAT Steve GBR19740617 SANTA CRUZ SYNDICATE +06.809
6 SMITH Steve CAN19891125 DEVINCI GLOBAL RACING +06.934
7 BEAUMONT Marc GBR19840925 +07.237
8 HILL Samuel AUS19850721 MONSTER ENERGY / SPECIALIZED / MAD CATZ +07.399
9 BEER Nick SUI19870917 SCOTT 11 +07.965
10 BRYCELAND Josh GBR19900323 SANTA CRUZ SYNDICATE +08.281
11 ATKINSON Bryn AUS19821209 +08.371
12 COLE Cameron NZL19880203 LAPIERRE INTERNATIONAL +08.502
13 GRAVES Jared AUS19821216 YETI FOX SHOX FACTORY RACE TEAM +08.549
14 RIFFLE Duncan USA19861029 GIANT FACTORY OFF-ROAD TEAM +09.022
15 LEHIKOINEN Matti FIN19840419 CHAIN REACTION CYCLES/NUKEPROOF +09.132
16 GRACIA Cédric FRA19780323 CG RACING BRIGADE +09.809
17 COUSINIE Fabien FRA19860814 MOREWOOD UNITEDRIDE +10.167
18 SCOLES Matthew NZL19890605 TEAM CINGOLANI TREK +10.609
19 CAMELLINI Julien FRA19840107 TEAM SUNN MONTGENEVRE +10.852
20 RUFFIN Thibaut FRA19841030 RIDING ADDICTION COMMENCAL +10.853
[DDET die weiteren Platzierungen]21 BLENKINSOP Samuel NZL19881028 LAPIERRE INTERNATIONAL +10.995
22 HART Danny GBR19910920 GIANT FACTORY OFF-ROAD TEAM +11.049
23 BROSNAN Troy ° AUS19930713 MONSTER ENERGY / SPECIALIZED / MAD CATZ +11.354
24 GIORDANENGO Aurélien FRA19880422 MONDRAKER FACTORY TEAM +11.376
25 PAULHAN Romain FRA19880416 +11.420
26 PEKOLL Markus AUT19871013 MS EVIL RACING +11.425
27 MACDONALD Brook NZL19911125 MS EVIL RACING +11.806
28 LEOV Justin NZL19841020 TREK WORLD RACING +11.943
29 MULALLY Neko ° USA19930219 TREK WORLD RACING +12.232
30 POLC Filip SVK19820410 MS EVIL RACING +12.810
31 O’CONNOR Shaun AUS19910713 YETI FOX SHOX FACTORY RACE TEAM +12.916
32 GEORGES Pierre Charles FRA19860206 TEAM LAC BLANC/SOLID/MASSIF DES VOSGES +13.071
33 PAYET Florent FRA19861121 SC-INTENSE +13.667
34 DALE Sam GBR19900212 TEAM SUNN MONTGENEVRE +13.730
35 KERR Bernard GBR19910216 +14.082
36 WALLNER Robin SWE19880704 TEAM ARE BIKEPARK POWERED BY W-RACING +14.096
37 CUNNINGHAM Ruaridh GBR19890215 TEAM MAXXIS-ROCKY MOUNTAIN +14.968
38 SMITH Joseph GBR19900704 CHAIN REACTION CYCLES/NUKEPROOF +15.158
39 DELFS Mitchell AUS19890725 KONA +15.377
40 PASCAL Mickael FRA19791011 MOREWOOD UNITEDRIDE +15.627
41 CATHRO Ben GBR19880420 +15.696
42 SPAGNOLO Damien FRA19850428 MONDRAKER FACTORY TEAM +15.839
43 THOMAS Richard GBR19880512 +15.982
44 THIRION Rémi FRA19900423 LABYRINTH SHIMANO RACING TEAM +16.017
45 BENTLEY Timothy RSA19920723 MOREWOOD UNITEDRIDE +16.056
46 BUTTON Joshua AUS19891125 SC-INTENSE +16.294
47 ROPELATO Mitch USA19920303 +16.595
48 STROBEL Luke USA19860624 MS EVIL RACING +16.903
49 BOND Alex GBR19890505 +17.425
50 BEER Marcel SUI19851227 +17.435
51 POMBO Emanuel POR19870616 +17.934
52 STANBRIDGE Dan GBR19850716 DIRT NORCO RACE TEAM +18.289
53 PEDEMANAUD Fabien FRA19840612 SCOTT 11 +18.405
54 NEETHLING Jonty RSA19860717 +19.692
55 POTGIETER Johann RSA19870106 +20.534
56 BRAITHWAITE Thomas GBR19841228 +20.677
57 KEENE Curtis USA19791121 +21.430
58 BROWN Hayden RSA19901227 +22.359
59 THOME Patrick FRA19911020 MONDRAKER FACTORY TEAM +22.654
60 NEETHLING Andrew RSA19840805 GIANT FACTORY OFF-ROAD TEAM +22.688
61 MEARS Scott GBR19890206 +23.147
62 JEANDIN Thomas SUI19890126 +24.451
63 PEYER Lars SUI19880816 SC-INTENSE +24.831
64 MCGLONE Fraser ° GBR19940531 +26.043
65 POMBO Daniel POR19850205 +26.995
66 PURCHASE Kelvin RSA19881003 +28.688
67 HUTCHENS Chris GBR19891105 +28.900
68 ODENDAAL Tiaan ° RSA19941106 +29.700
69 LAMB Fergus GBR19860916 +30.123
70 PETRUCCI Francesco ITA19911112 TEAM CINGOLANI TREK +30.558
71 ROSCHI Roman SUI19900718 +30.867
72 HARNSTROM Oscar SWE19900420 +31.068
73 PARRET Arthur ° FRA19930131 PASSION VELO THIERS STEMTEE +32.375
74 PAYET Jérôme FRA19840718 +35.547
75 DI PASQUALE Charly FRA19900704 LABYRINTH SHIMANO RACING TEAM +40.691
76 HAAS Mathias AUT19810330 ALPINE COMMENCAL AUSTRIA +45.282
77 CRITCHLOW Daniel GBR19810204 +45.525
78 BROWNING Travis RSA19890410 +3:06.284[/DDET]

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Peaty und Minnar

Der Stand im World Cup nach dem ersten Rennen
1 GWIN Aaron USA TREK WORLD RACING 218
2 MINNAAR Greg RSA SANTA CRUZ SYNDICATE 200
3 ATHERTON Gee GBR COMMENCAL 162
4 BAREL Fabien FRA MONDRAKER FACTORY TEAM 145
5 PEAT Steve GBR SANTA CRUZ SYNDICATE 110
6 SMITH Steve CAN DEVINCI GLOBAL RACING 104
7 HILL Samuel AUS MONSTER ENERGY / SPECIALIZED / MAD CATZ 102
8 BEER Nick SUI SCOTT 11 94
9 CAMELLINI Julien FRA TEAM SUNN MONTGENEVRE 92
10 BEAUMONT Marc GBR 90
11 GRACIA Cédric FRA CG RACING BRIGADE 90
12 BRYCELAND Josh GBR SANTA CRUZ SYNDICATE 86
13 RIFFLE Duncan USA GIANT FACTORY OFF-ROAD TEAM 83
14 ATKINSON Bryn AUS 80
15 COUSINIE Fabien FRA MOREWOOD UNITEDRIDE 76
16 GIORDANENGO Aurélien FRA MONDRAKER FACTORY TEAM 70
17 COLE Cameron NZL LAPIERRE INTERNATIONAL 69
18 RUFFIN Thibaut FRA RIDING ADDICTION COMMENCAL 69
19 GRAVES Jared AUS YETI FOX SHOX FACTORY RACE TEAM 68
20 LEHIKOINEN Matti FIN CHAIN REACTION CYCLES/NUKEPROOF 66
[DDET Die weiteren Platzierungen]21 SCOLES Matthew NZL TEAM CINGOLANI TREK 63
22 PEKOLL Markus AUT MS EVIL RACING 62
23 BLENKINSOP Samuel NZL LAPIERRE INTERNATIONAL 60
24 HART Danny GBR GIANT FACTORY OFF-ROAD TEAM 59
25 MACDONALD Brook NZL MS EVIL RACING 59
26 LEOV Justin NZL TREK WORLD RACING 59
27 BROSNAN Troy ° AUS MONSTER ENERGY / SPECIALIZED / MAD CATZ 58
28 PAULHAN Romain FRA 56
29 MULALLY Neko ° USA TREK WORLD RACING 52
30 POLC Filip SVK MS EVIL RACING 51
31 O’CONNOR Shaun AUS YETI FOX SHOX FACTORY RACE TEAM 50
32 HANNAH Michael AUS 50
33 GEORGES Pierre Charles FRA TEAM LAC BLANC/SOLID/MASSIF DES VOSGES 49
34 PAYET Florent FRA SC-INTENSE 48
35 DALE Sam GBR TEAM SUNN MONTGENEVRE 47
36 KERR Bernard GBR 46
37 WALLNER Robin SWE TEAM ARE BIKEPARK POWERED BY W-RACING 45
38 CUNNINGHAM Ruaridh GBR TEAM MAXXIS-ROCKY MOUNTAIN 44
39 SMITH Joseph GBR CHAIN REACTION CYCLES/NUKEPROOF 43
40 DELFS Mitchell AUS KONA 42
41 PASCAL Mickael FRA MOREWOOD UNITEDRIDE 41
42 CATHRO Ben GBR 40
43 SPAGNOLO Damien FRA MONDRAKER FACTORY TEAM 39
44 THOMAS Richard GBR 38
45 THIRION Rémi FRA LABYRINTH SHIMANO RACING TEAM 37
46 BENTLEY Timothy RSA MOREWOOD UNITEDRIDE 36
47 NEETHLING Andrew RSA GIANT FACTORY OFF-ROAD TEAM 36
48 BUTTON Joshua AUS SC-INTENSE 35
49 ROPELATO Mitch USA 34
50 STROBEL Luke USA MS EVIL RACING 33
51 BOND Alex GBR 32
52 BEER Marcel SUI 31
53 POMBO Emanuel POR 30
54 STANBRIDGE Dan GBR DIRT NORCO RACE TEAM 29
55 PEDEMANAUD Fabien FRA SCOTT 11 28
56 NEETHLING Jonty RSA 27
57 POTGIETER Johann RSA 26
58 BRAITHWAITE Thomas GBR 25
59 KEENE Curtis USA 24
60 BROWN Hayden RSA 23
61 THOME Patrick FRA MONDRAKER FACTORY TEAM 22
62 MEARS Scott GBR 20
63 JEANDIN Thomas SUI 19
64 PEYER Lars SUI SC-INTENSE 18
65 MCGLONE Fraser ° GBR 17
66 POMBO Daniel POR 16
67 PURCHASE Kelvin RSA 15
68 HUTCHENS Chris GBR 14
69 ODENDAAL Tiaan ° RSA 13
70 LAMB Fergus GBR 12
71 PETRUCCI Francesco ITA TEAM CINGOLANI TREK 11
72 ROSCHI Roman SUI 10
73 HARNSTROM Oscar SWE 9
74 PARRET Arthur ° FRA PASSION VELO THIERS STEMTEE 8
75 PAYET Jérôme FRA 7
76 DI PASQUALE Charly FRA LABYRINTH SHIMANO RACING TEAM 6
77 HAAS Mathias AUT ALPINE COMMENCAL AUSTRIA 5
78 CRITCHLOW Daniel GBR 4
79 BROWNING Travis RSA 3[/DDET]

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Die Siegerehrung – Barel, Minnaar, Gwin, Atherton, Peat

Damen
Viele der weiblichen Starterinnen schienen sichtlich mit der schieren Länge der Strecke zu kämpfen zu haben und auch Rob Warner schien die meiste Zeit des Frauenfinales noch ein wenig im Winterschlaf zu verharren. Dennoch hat es hier einige sehenswerte Aktionen gegeben. Dazu zählt unter anderem Mio Suemasa und ihr Bike – auf Grund der “einfachen” Strecke und der vielen Tretpassagen hat sie an der Front auf eine 180mm Singlecrown-Federgabel gesetzt und im Rennen, als die Strecke von den vielen Fahrerinnen und Fahrern konsequent zerfahren worden wahr, wichtiges Lehrgeld gezahlt. Gelernt hat auch Floriane Pugin vom Team Scott 11, die mit einer beachtlichen Sprunghöhe an den großen Tables im Mittelteil der Strecke auch so manchem Herren Konkurrenz gemacht hätte. Am Ende hat es für sie jedoch nicht zum Sprung nach ganz vorne gereicht, was jedoch akzeptabel ist – ihre Strecken kommen noch. Direkt vor ihr komplettiert sich auf den Plätzen drei und vier die französische Armada mit Sabrina Jonnier und Emmeline Ragot. Vor allem die junge Französin sollte man dieses Jahr auf dem Schirm haben, bei diesem Rennen musste sie sich jedoch ihrer Teamkollegin Fionn Griffiths geschlagen geben und das um über eine Sekunde. Die zeigt sich bestens gelaunt und verpasst doch den ersten Sieg der Saison, denn der geht wie bei den Herren an das Team Trek World Racing. Tracy Moseley springt zwar die Tables nicht wie Florine Pugin, hat aber am Ende noch den nötigen Saft in den Beinen und fährt knapp zum Sieg.

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Tracy Moseley

Das Rennergebnis der Frauen beim ersten Weltcup der Saison 2011 in Südafrika
1 MOSELEY Tracy GBR19790412 TREK WORLD RACING 4:56.166
2 GRIFFITHS Fionn GBR19820827 TEAM GR +00.288
3 RAGOT Emmeline FRA19860527 TEAM GR +01.584
4 JONNIER Sabrina FRA19810819 TEAM MAXXIS-ROCKY MOUNTAIN +02.173
5 PUGIN Floriane FRA19890417 SCOTT 11 +02.268
6 GROS Céline FRA19830128 TEAM MORZINE-AVORIAZ/HAUTE-SAVOIE +04.248
7 SIEGENTHALER Emilie SUI19860919 SCOTT 11 +06.344
8 CARPENTER Manon ° GBR19930311 MADISON SARACEN +15.617
9 SUEMASA Mio JPN19830401 +16.238
10 BERNHARD Petra AUT19801118 ALPINE COMMENCAL AUSTRIA +16.415
11 RUCHTI Miriam SUI19870101 +22.211
12 HARMONY Jacqueline USA19780307 +26.370
13 AGER-WICK Anita NOR19780831 +26.737
14 LOMBARD Fanny FRA19920313 +42.927
15 MUOSER Joanne SUI19911216 SC-INTENSE +48.469
16 OLIVIER Rika RSA19731020 +53.732

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Siegerehrung der Damen

Der Stand im World Cup nach dem ersten Rennen bei den Damen
1 MOSELEY Tracy GBR TREK WORLD RACING 250
2 GRIFFITHS Fionn GBR TEAM GR 170
3 RAGOT Emmeline FRA TEAM GR 170
4 JONNIER Sabrina FRA TEAM MAXXIS-ROCKY MOUNTAIN 150
5 PUGIN Floriane FRA SCOTT 11 150
6 GROS Céline FRA TEAM MORZINE-AVORIAZ/HAUTE-SAVOIE 115
7 SIEGENTHALER Emilie SUI SCOTT 11 85
8 SUEMASA Mio JPN 76
9 CARPENTER Manon ° GBR MADISON SARACEN 70
10 BERNHARD Petra AUT ALPINE COMMENCAL AUSTRIA 67
11 RUCHTI Miriam SUI 50
12 HARMONY Jacqueline USA 45
13 AGER-WICK Anita NOR 40
14 LOMBARD Fanny FRA 35
15 MUOSER Joanne SUI SC-INTENSE 30
16 OLIVIER Rika RSA 25
17 NICOLE Myriam FRA RIDING ADDICTION COMMENCAL 14

Das detaillierte Resultat
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Diese Fotos im Fotoalbum anschauen

Die Fotos sind von Hoshi Yoshida für MTB-News.de
Noch mehr Fotos von diesem Renntag findest du hier

Freecaster
Auch in dieser Saison lautet die Antwort auf alle Fragen nach einer Live-Übertragung der Rennaction der verschiedenen Stops “freecaster.tv”. Das ist einerseits gut, denn die Jungs sind bekannt und Rob Warner als Kommentator ist meistens für ein paar gute Sprüche und vor allem viel Stimmung gut, während Nigel Page auch die fundierten Insiderinformationen liefern kann, die notwendig sind, damit aus einer unterhaltsamen Übertragung eine gute wird. Dazu noch eine Hand voll Profis mit in die Kabine und eigentlich steht dem vollen Downhillspaß nichts mehr im Wege.
Eigentlich, denn die genannten Vorteile deuten andererseits darauf hin, dass es auch eine Schattenseite gibt und die nennt sich kurz und knapp “Stream-Stabilität”. Ohne Fehler hat wohl kaum einer das Rennen mitverfolgen können und nunja… es ist ja nicht so, als ob das erste Rennen der Saison 2011 auch die erste Übertragung von Freecaster gewesen wäre… Hier wäre eine reibungslosere Funktion sicherlich angebracht, viele Fans wären vermutlich sogar bereit eine Kleinigkeit dafür zu bezahlen, dass es funktioniert und auch die Abdeckung gut ist. Da wäre nämlich noch das leidige Thema “Streckenabdeckung”. Wie in den letzten Jahren auch hat es relativ wenige bis keine Aufnahmen aus dem oberen Teil der Strecke gegeben. Das ist technisch nachvollziehbar aber umso trauriger, als die Strecke in Südafrika vor allem in diesem Teil sehenswert gewesen wäre… So haben die Kameras (neben den Quali-Aufnahmen vom Start, die schon zwei Tage zuvor gemacht worden sind) vor allem den vergleichsweise unspektakulären unteren Teil der Strecke gezeigt und die technisch anspruchsvollen Passagen im ersten Sektor außen vor gelassen. Hier gibt es sicherlich noch einiges Verbesserungspotential!

Fazit
Bei Trek World Racing dürfen die Sektkorken knallen und vor allem Aaron Gwin dürfte hoch erfreut sein. Sein erster World Cup Sieg im ersten Rennen für das neue Team und dann noch in solch überragender Manier – Respekt. Komplettiert wird dieser Sieg durch die ebenfalls saubere Fahrt von Teamkollegin Tracy Moseley, die das Damenrennen für sich entschieden hat und damit die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt, während Gwin sie bei weitem übertrifft. In der letzten Saison ist er als technisch versierter Fahrer bis nach vorne gekommen, doch der letzte Schritt zum Erfolg ist im stets verwehrt geblieben (zuletzt in Val di Sole durch einen heftigen Crash in Führung liegend…). Nun scheint er dort angekommen zu sein, wo viele ihn schon im letzten Jahr sehen wollten. Spannend ist auch die Performance von Sam Hill, Danny Hart und Troy Brosnan. Die Flatpedal-Jungs haben ihr Bestes gegeben und der Rückstand geht in Ordnung, würde ich sagen. Damit ist – dank der Stärke der alten Kräfte Minnaar, Atherton und Peat – der Grundstein für eine spannende, schnelle Saison 2011 gelegt. Ich freu mich drauf!

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Wer das Rennen verpasst hat findet hier den Replay der Herren und hier den der Damen. Viel Spaß!

  1. benutzerbild

    Bloodhound5

    dabei seit 05/2005

    Hier mal eine Sammlung der verschiedenen Videos zum Worldcup Wochenende, inklusive vieler Interviews. Sagt an, wenn ich was gutes übersehen hab!

    http://soulbiker.com/news/downhill-4x-worldcup-in-pietermaritzburg-video-sammlung.html
  2. benutzerbild

    Blindside09

    dabei seit 07/2009

    also dem gwin fehlen auf jedenfall ein paar Zähne
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Apeman

    dabei seit 09/2008

    ja, sehe ich auch so
  5. benutzerbild

    *spacey*

    dabei seit 10/2008

    ich vermute mal das er ne prothese oder sowas trägt und im rennen halt nicht. deswegen fährt der direkt nach dem rennen auf der felge!
  6. benutzerbild

    Blindside09

    dabei seit 07/2009

    ohne zähne bekommte er warscheinlich mehr luft als die anderen deswegen war er schneller

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