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Johannes Fischbach kugelte sich leider die Schulter aus und konnte im Rennlauf nicht voll angreifen.
Johannes Fischbach kugelte sich leider die Schulter aus und konnte im Rennlauf nicht voll angreifen.
Simon Maurer sicherte sich nach einer durchwachsenen Saison seinen ersten  Meistertitel in der Elite.
Simon Maurer sicherte sich nach einer durchwachsenen Saison seinen ersten Meistertitel in der Elite.
Nina Hoffmann gewann die deutsche Meisterschaft und den iXS Downhill Cup deutlich.
Nina Hoffmann gewann die deutsche Meisterschaft und den iXS Downhill Cup deutlich.
Schnellster Fahrer des Tages war der Niederländer Tristan Botteram
Schnellster Fahrer des Tages war der Niederländer Tristan Botteram - der deutsche Meister Simon Maurer wurde Dritter. Max Hartenstern legte keinen sauberen Lauf hin und landete knapp auf dem fünften Rang.
Knapper Zieleinlauf für Simon Maurer!
Knapper Zieleinlauf für Simon Maurer!
Die neuen deutschen Meister heißen Nina Hoffmann und Simon Maurer!
Die neuen deutschen Meister heißen Nina Hoffmann und Simon Maurer!

Mit dem finalen iXS Downhill Cup der Saison im schweizerischen Bellwald konnte am Wochenende nach einigem Hin und Her auch die deutsche Meisterschaft in der Elite-Klasse durchgeführt werden. Anfang Oktober wagten so neben vielen internationalen Profis auch die meisten deutschen Top-Fahrer den Weg in die Schweiz. Hier gibt’s den Rennbericht und die Ergebnisse!

Tristan Botteram (NED – Canyon CLLCTV) und Nina Hoffmann (GER – Hoffmann Racing) waren heute diejenigen, die auf dem schnellen Kurs in Bellwald das Rennen als Sieger der Elite Klassen beendeten. Simon Maurer (GER – Assault Racing) und Nina Hoffmann sind die neuen Deutschen Meister. Infos zur Verschiebung der Deutschen Meisterschaft gibt’s hier: Erneute Verschiebung der Downhill-DM: Elite-Titel werden in der Schweiz ausgefahren.

Rennbericht aus Bellwald

Traditionell fand am ersten Oktoberwochenende das Saisonfinale des iXS Downhill Cups in Bellwald statt. Und auch 2021 konnte, nach der pandemiebedingten Pause im letzten Jahr, dieser Brauch fortgesetzt werden. Der Gastgeberort liegt in der Schweiz hoch oben im Wallis und wählt alljährlich bewusst dieses späte Datum, da dort häufig noch einmal angenehme Bedingungen herrschen.

Die Strecke des Bikeparks, der aktuell immer mehr erweitert wird, ist ein ziemlicher Vollgas-Kurs mit einem sehr hohen Spaßfaktor. 2.200 Meter Länge und 400 Meter Höhendifferenz schlagen zu Buche, wobei alles enthalten ist, was ein jeder Streckenbauer wohl in seinem Streckenbausatz gerne hätte. Highspeedpassagen mit Sprüngen jeder Art, Wurzelabschnitte, Steinfelder, Anliegerkurven und Wiesenkurven sind die Zutaten dieser Strecke, die beim gesamten Teilnehmerfeld ein Grinsen ins Gesicht brachte. Sicherlich war die Beliebtheit auch ein Kriterium, warum der Einladung zum Rennen etwa 350 Fahrerinnen und Fahrer aus 16 Nationen folgten, was so viele waren, wie vor fünf Jahren das letzte Mal.

Johannes Fischbach kugelte sich leider die Schulter aus und konnte im Rennlauf nicht voll angreifen.
# Johannes Fischbach kugelte sich leider die Schulter aus und konnte im Rennlauf nicht voll angreifen.

Der Freitag empfing die Angereisten mit herrlich blauem Himmel und optimalen Bedingungen. Bevor die Strecke für die Trainingssession geöffnet wurde, stand der Track Walk auf dem Plan. Dieser Tagesordnungspunkt war bei dem außergewöhnlichen Bergpanorama, der vielversprechenden Strecke und dem schönen Wetter ein durchaus angenehmer und auch wichtiger, denn es galt eine erste Vorauswahl der möglichen Linien zu treffen. Im anschließenden Training hatten die Athletinnen und Athleten Zeit diese zu testen und zu festigen.

Am Samstagmorgen waren entgegen einigen Vorhersagen die Verhältnisse erneut perfekt, sodass man uneingeschränkt den Wetterverantwortlichen gute Arbeit attestieren konnte. Die ersten Stunden des Tages waren wieder für ein Training reserviert, bevor es dann am Nachmittag erstmalig ernst wurde. Der Seeding Run stand an und lieferte einen ersten Vorgeschmack auf die möglichen Ergebnisse des Finales, welche nicht nur für den Tagessieg und die Gesamtwertung wichtig waren, sondern für alle angereisten deutschen Elite Fahrer auch für die Deutsche Meisterschaft. Schnellste des Tages waren Charly di Pasquale (FRA – Forbike) und Nina Hoffmann (GER – Nina Hoffmann Racing – Stif). Schnellster Elite Men Fahrer aus Deutschland hingegen war Simon Maurer (GER – Assault Racing).

Simon Maurer sicherte sich nach einer durchwachsenen Saison seinen ersten  Meistertitel in der Elite.
# Simon Maurer sicherte sich nach einer durchwachsenen Saison seinen ersten Meistertitel in der Elite.

Der Sonntag startete dann etwas wolkenverhangen, wobei die Prognosen eigentlich vorher richtig schlecht waren und die Offiziellen des Kommissärskomitees dazu veranlassten, vorsichtshalber ein Communiqué zu veröffentlichen, in dem festgelegt wurde, dass wenn das Rennen aufgrund schlechter Wetterbedingungen abgebrochen werden muss, die Ergebnisse des Seeding Runs zählen werden. Trotz dieser Vorhersage spielte das Wetter mit und das Rennen konnte bei fairen Bedingungen durchgeführt werden.

Als Sieger in den lizenzierten Klassen verewigten sich Samuel Zbinden (SUI) bei den Masters, Mike Huter (SUI – Gamux Factory Racing) als U17 Fahrer und Christopher Ström (SWE) in der U19 Klasse. In der vielbeachteten Klasse der Elite Women konnte sich einmal mehr Nina Hoffmann den Titel der Deutschen Meisterin sichern und gewann das Rennen mit einer Zeit von 4:01.766 und ganzen 17 Sekunden Vorsprung vor Delia da Mocogno (SUI – Bikewelt Factory Racing) und Lea Rutz (SUI – POC Norco Gravity). Justine Welzel (GER) krönte ihre Saison mit dem fünften Platz, der ihr den Seriensieg einbrachte. Quereinsteigerin Ramona Laura Kupferschmied (SUI – Swiss MTB Pro Team) beendete die Saison als Zweite der Gesamtwertung, gefolgt von Roos op de Beeck (BEL – Mondraker).

Nina Hoffmann gewann die deutsche Meisterschaft und den iXS Downhill Cup deutlich.
# Nina Hoffmann gewann die deutsche Meisterschaft und den iXS Downhill Cup deutlich.

In der Elite Klasse war das Rennen wieder einmal an Spannung kaum zu überbieten. Die ganze Zeit fragte man sich, ob das Wetter halten würde und irgendwie waren da so viele, die man für einen Podestplatz auf dem Zettel haben musste, dass eine Vorhersage kaum möglich war. Am Ende setzte sich Tristan Botteram (NED – Canyon CLLCTV) mit 3:32.694 Minuten und einer knappen Sekunde Vorsprung durch. Der schnelle Niederländer konnte nach dem Gesamtsieg des Europacups seine Saison mit einem weiteren Sieg perfekt beenden.

Schnellster Fahrer des Tages war der Niederländer Tristan Botteram
# Schnellster Fahrer des Tages war der Niederländer Tristan Botteram - der deutsche Meister Simon Maurer wurde Dritter. Max Hartenstern legte keinen sauberen Lauf hin und landete knapp auf dem fünften Rang.

Zweiter wurde Basil Weber (SUI – teamproject.ch), während mit dem dritten Platz sich Simon Maurer (GER – Assault Racing) den Titel des Deutschen Meisters sicherte. Der bisherige Inhaber des Trikots und somit Favorit Max Hartenstern leistete sich einen gravierenden Fehler, der ihn am Ende zwei Zehntelsekunden Rückstand auf Maurer einbrachte. In der Gesamtwertung rettete Felix Bauer (GER – Sportokay.com Racing) seine Führung am Ende mit nur elf Punkten Vorsprung und gewann damit den iXS Downhill Cup 2021. Zweiter des Serienklassements wurde Simon Maurer, gefolgt von Julian Steiner (GER).

Knapper Zieleinlauf für Simon Maurer!
# Knapper Zieleinlauf für Simon Maurer!

Abschließend kann man sagen, Bellwald ist immer eine Reise wert und erst recht, wenn dort der iXS Downhill Cup seinen Abschluss feiert. Allgemein war die Saison natürlich wieder nicht einfach und mit nur vier Rennen war die Serie wohl am unteren Mindestmaß hinsichtlich der Anzahl der Austragungsorte, aber trotz aller Schwierigkeiten gab es großartige Veranstaltungen und auch der Zuspruch der Teilnehmenden war vielversprechend. Nun bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr endlich diese nervige Pandemie überwunden ist und es wieder einen vollen Rennkalender ohne Absagen und Änderungen geben kann. Das letzte 2021er Rennen von Racement findet nun am nächsten Wochenende im Rahmen des Specialized RockShox Rookies Cups im thüringischen Oberhof statt.

Die neuen deutschen Meister heißen Nina Hoffmann und Simon Maurer!
# Die neuen deutschen Meister heißen Nina Hoffmann und Simon Maurer!

Streckenvorschau Bellwald mit Nina Hoffmann

Rennergebnisse iXS DH Cup Bellwald 2021

RL_Final_Bellwald2021
Text: Racement | Fotos: Christoph Deik
  1. benutzerbild

    patrese

    dabei seit 10/2003

    3 x DM Titel aus dem ehemaligen Nachwuchskonzept SRAM Young Guns.
    Tolle Ehre, auch wenn es das Konzept nicht mehr gibt….
    Leider war die Unterstützung der Industrie nicht ausreichend (was nicht der einzige Grund war) aber vielleicht zeigen die aktuellen Ergebnisse, dass es ohne nicht geht!

    dennoch war es einen tolle Zeit, die ich im Alter noch erzählen darf🤘🏻
    Elite Simon Maurer
    U19 Luis Kiefer
    U17 Henri Kiefer
  2. benutzerbild

    k0p3

    dabei seit 09/2020

    Vielleicht besteht zwischen "hui, der hat aber wirklich leider oft Verletzungspech" und "harter Hund der, einfach zum abfeiern, wie ihm medizinischer Rat egal ist" ja ein Zusammenhang? Muss nicht so sein, aber soooo weit hergeholt erscheint es mir auf den ersten Blick nicht.

    Ich will hier gar nicht ausschließen, dass er es in seinen vids gelegentlich etwas übertreibt und sich damit in Szene setzen möchte, aber hey... Das gehört zu diesem Spiel halt mit dazu.

    Letztendlich muss auch er irgendwie seine Brötchen verdienen bzw. im Gespräch bleiben. Der selbst ausgeübte Druck und das Adrenalin werden einem da mit Sicherheit manchmal unvernünftige Entscheidungen treffen lassen.
    Für (uns) Außenstehende mag das teilweise selbstzerstörerisch, kurzsichtig und nicht nachvollziehbar aussehen, aber mit diesen Typen fiebert man einfach mit und die bereichern den Sport.
    In diese Kategorie zählt für mich die Nina auch ganz klar.
    Toll wie die beiden das alles alleine auf die Beine stellen. Auch wenn man öfter mal den Atem beim Zusehen anhalten muss. smilie



    Ob das tatsächlich so ist würde ich mal bezweifeln, im Motorsport war es zumindest so, wenn der Rennarzt keine Freigabe erteilt hatt wurde der Teilnehmer für das aktuelle Rennen nicht zugelassen!

    Ich denke, der Vergleich hinkt etwas.
    Im Motorsport wird es in erster Linie um die Sicherheit der anderen Rennfahrer gehen, oder? Im DH gefährdet man sich dann doch eher nur selbst, wenn man nicht fahrtauglich ist.
  3. benutzerbild

    DerandereJan

    dabei seit 08/2008

    diesen Typen fiebert man einfach mit und die bereichern den Sport.
    Genauso seh ich das auch. Ich kann mich halt auch tausend mal eher mit Fischi identifizieren, der halt auch mal menschelt, was probiert und voll auf die Nase fliegt, als mit so durchstrukturierten Maschinen wie Bruni zB. (Den ich auch ziemlich geil finde, aber halt eher technisch) smilie
  4. benutzerbild

    Dodger79

    dabei seit 09/2014

    Ja, stimmt schon, dass solche Charaktere das Salz in der Suppe sind.
    Genauso seh ich das auch. Ich kann mich halt auch tausend mal eher mit Fischi identifizieren, der halt auch mal menschelt, was probiert und voll auf die Nase fliegt, als mit so durchstrukturierten Maschinen wie Bruni zB. (Den ich auch ziemlich geil finde, aber halt eher technisch) smilie
    Bruni ist dann aber auch das perfekte Beispiel, um zu zeigen, was möglich ist, wenn man mit mehr Hirn als Herz statt andersherum fährt. Bruni war der Inbegriff von "Pokal oder Spital" und vermutlich der einzige Mehrfachweltmeister, der mehr WM-Titel als WC-Siege hatte.

    Ich finde Fischbach ja nicht unsympathisch (im Gegenteil), aber bei diesem Talent und diesen Nehmerqualitäten wäre wohl mehr drin. Klar, macht ihn ein Stück weit menschlicher, nahbarer, aber irgendwo ist es auch Verschwendung.
  5. benutzerbild

    ---

    dabei seit 07/2011

    Möglicherweise hat Fischi eine gewisse gute Kenntnis über seinen eigenen Körper und er hat sich's halt zugetraut.
    Nunja, die Tatsache das er selbst sagt das er davon quasi überhaupt keine Ahnung hat weil er es noch nie hatte lässt mich eher das Gegenteil denken. Was "gute Kenntnis über seinen Körper" helfen soll weiß ich jetzt nicht. Es hat aber einen guten Grund warum die Sannis es nicht gemacht haben und die Leute denen im Alltag quasi dauernd die Schulter auskugelt machen das nur deswegen selbst weil sie es leid sind alle Nase lang zum Doc zu springen. Das ist deswegen nicht richtig und auch nicht allgemein gültig. Sein Problem. Nachmachen sollte man es halt nicht. Schon gar nicht wenn man seine Schulter noch zum Arbeiten braucht. Die Verzichtserklärung unterschreibt man auch nicht umsonst.

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