Der Downhill World Cup 2020 wird im Massenstart ausgetragen. Damit reagiert der Weltradsport-Verband UCI auf die terminlichen Einschränkungen durch das Coronavirus und hofft, die World Cup-Saison innerhalb gut einer Woche durchzuziehen. 

Zahlreiche Events werden durch die Coronakrise derzeit entweder verschoben oder komplett abgesagt. Davon betroffen ist unter anderem auch der Downhill World Cup 2020, der eigentlich vor knapp zwei Wochen in Portugal den Auftakt feiern sollte. Die drei nächsten Rennen in Kroatien, Slowenien und Schottland sind bereits abgesagt oder auf das Saisonende verschoben worden.

Die von der UCI beschlossene Regeländerung dürfte für noch spektakulärere Rennen sorgen: Der Downhill World Cup 2020 wird im Massenstart-Format ausgetragen
# Die von der UCI beschlossene Regeländerung dürfte für noch spektakulärere Rennen sorgen: Der Downhill World Cup 2020 wird im Massenstart-Format ausgetragen - dadurch ist es möglich, alle Rennen inklusive Weltmeisterschaft innerhalb einer einzigen Woche auszutragen.

Nun hat sich die UCI zu einem spektakulären Schritt entschieden. Alle Rennen der World Cup-Saison sollen im Massenstart-Format ausgetragen werden: Die Tagessieger der jeweiligen Kategorien werden pro Austragungsort in einem einzelnen Massenstart-Rennen ausgetragen, bei dem alle Fahrerinnen und Fahrer gleichzeitig oben losfahren. Die Regeln sind klar: Wer zuerst die Ziellinie überquert, hat das Rennen gewonnen.

Zahlreiche andere Sportarten setzen seit vielen Jahren auf einen Massenstart. Das Format ist bei Athleten und Zuschauern gleichermaßen beliebt. Der Schritt, den Downhill World Cup im Massenstart auszutragen, ist aktuell alternativlos. Wir freuen uns auf eine spannende Rennsaison 2020!

Weltradsport-Verband UCI

Bei einem Probelauf konnte sich Troy Brosnan knapp vor Loïc Bruni durchsetzen
# Bei einem Probelauf konnte sich Troy Brosnan knapp vor Loïc Bruni durchsetzen - Dritter wurde Aaron Gwin, der sich aber bei der Zieldurchfahrt ordentlich abgelegt hat. Die UCI überlegt aktuell, ob riskante Fahrmanöver und Körpereinsatz mit Bonuspunkten belohnt werden.

Die UCI geht davon aus, dass durch das deutlich gestraffte Programm die Austragungszeit eines World Cups von knapp einer Woche auf gerade einmal rund 20 Minuten verkürzt werden kann. Das ermöglicht es, die komplette World Cup-Saison 2020 inklusive der Weltmeisterschaft in Leogang in einer einzigen Woche auszutragen – nach unseren Informationen handelt es sich dabei um die letzte September-Woche. Auch bei Red Bull hat die Veränderung für positive Resonanz gesorgt, da durch das verkürzte Format die Kosten für die Übertragung der Rennen enorm reduziert werden kann. Die für das neue Format notwendigen Veränderungen an den Strecken halten sich in Grenzen. Starthäuschen müssen zukünftig mindestens 100 Meter breit sein, außerdem werden die Strecken insgesamt breiter abgesteckt. Auch über Abkürzungen wird nachgedacht. Damit dürften Downhiller mit Enduro-Erfahrung und insbesondere französische Fahrer als die absoluten Favoriten in die Saison gehen.

Auch auf den XC-Sport wirkt sich das Coronavirus aus: Da das Highlight, die Olympischen Sommerspiele, bereits auf Sommer 2021 verschoben wurden, haben Mathieu van der Poel und Co. deutlich mehr Zeit
# Auch auf den XC-Sport wirkt sich das Coronavirus aus: Da das Highlight, die Olympischen Sommerspiele, bereits auf Sommer 2021 verschoben wurden, haben Mathieu van der Poel und Co. deutlich mehr Zeit - deshalb setzt die UCI im XC-Sport fortan auf ein Einzelstart-Format, bei dem jeweils die schnellste Tageszeit gewinnt.

Da die Olympischen Sommerspiele, die das eindeutige Highlight der Cross Country-Saison darstellen, auf das Jahr 2021 verschoben worden sind und dadurch deutlich mehr Zeit zur Verfügung steht, kommt es auch hier zu einer Änderung des Formats. Der Massenstart habe sich laut UCI im Cross Country nicht bewährt. Stattdessen gehen alle Fahrerinnen und Fahrer einzeln an den Start. Auch hier sind die Regeln klar: Wer die schnellste Zeit des Tages fährt, hat das Rennen gewonnen. Die UCI bezeichnet die Änderung im Cross Country World Cup als alternativlos und freut sich auf eine spannende Rennsaison 2020.

Brook Macdonald, Kade Edwards oder der Undertaker: Wer ist euer Favorit für den Downhill World Cup 2020?

  1. benutzerbild

    boardrocker

    dabei seit 10/2006

    ...die wütenden Bananen war der Beste!
  2. benutzerbild

    Diddo

    dabei seit 02/2011

    boardrocker schrieb:

    ...die wütenden Bananen war der Beste!


    Wie, das war n Witz? Dabei waren die das beste Design für Männer
  3. benutzerbild

    Frank_Wo

    dabei seit 09/2011

    Ich fand es lustig und man sollte doch auch in dieser Zeit den Humor nicht verlieren.
  4. benutzerbild

    GG71

    dabei seit 02/2008

    Und die UCI e-MTB WM-Läufe in Uphill auf der Strecke?
    Ich frage für ein Freund
  5. benutzerbild

    WieFlascheLeer

    dabei seit 08/2007

    Hammer-Ali schrieb:

    Was unter Mountainbikern mit Sachverstand (zu denen Du offensichtlich NICHT gehörst ) als ein klarer weiterer Vorteil für die froschschenkelverspeisenden Franzosen darstellt, denn 26" beschde!


    Mountainbiker mit Sachverstand klingt fast schon wie ehrlicher Politiker, du hältst zu viel von dir

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