Vor einigen Wochen hatten wir berichtet, dass CeramicSpeed zur Entwicklung des neuartigen Driven-Antriebs ein eigenes Unternehmen ausgegliedert hat und nun Investoren sucht. Nun berichtet die Industrie-Website Bicycle-Retailer, dass das gesteckte Ziel von einer Million Dollar bereits nach zwei Tagen erreicht und sogar übertroffen wurde.

Die Driven-Schaltung wurde während der Eurobike 2018 das erste Mal von CeramicSpeed präsentiert. Das System setzt auf eine Antriebswelle mit elektrisch verschiebbarem Antriebsritzel, welches über kleine Keramik-Kugellager in einer speziellen, flachen Kassette greift. Nun meinen es die Schweden ernst und haben mit Driven Technologies eine Firma gegründet, die das System zur Marktreife führen soll – MTB-News.de berichtete: Driven Technologies von CeramicSpeed: Investoren für neuen Antrieb gesucht! Der Industrie-Website Bicycle-Retailer zufolge wurde das Investitionsziel von einer Million US-Dollar (ca. 820.000 €) nach nur zwei Tagen erfüllt – und mittlerweile deutlich übertroffen. Und das, obwohl die Website SeedInvest, welche die Kampagne betreut, bis dahin überhaupt kein Marketing in fremden Branchen betrieben hatte. Das lässt vermuten, dass sämtliche Investoren aus der Bike-Szene stammen.

Mittlerweile sind sogar etwa 600.000 US-Dollar an zusätzlichem Kapital zusammengekommen – hierfür wurde eine Warteliste eingeführt, aus welcher aufgefüllt werden kann, sollten andere Investoren abspringen oder ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Mit ausreichend Kapital versorgt, soll es nun unter Volldampf an die Entwicklung des Driven-Antriebs gehen.

Innerhalb von 6 Monaten hoffen wir, einen voll funktionsfähigen Prototyp zu haben, der mit voller Leistung betrieben werden kann. Wir haben noch nicht den Punkt erreicht, an dem wir die volle Leistung des Fahrers in das System einbringen können, aber wir haben einige Ideen und melden einige Patente darauf an.

Jason Smith, Chief Technology Officer bei CeramicSpeed

Starkes Interesse nicht nur der Medien
# Starkes Interesse nicht nur der Medien - Colnago, Vroomen, White, Vertreter der wegen der E-Mobility-Halle A1 zahlreich anwesenden Automotive-Industrie - alle kamen, um sich die patentierte Konstruktion anzuschauen und mit den Entwicklern zu sprechen

SeedInvest schreibt dem Unternehmen einen Wert von 3,3 Millionen US-Dollar zu. 2023 hofft man, etwa 1.000 Antriebe im Jahr für je 1.600 $ verkaufen zu können – ab 2024 soll das Unternehmen dann profitabel arbeiten und etwa 8 Millionen Dollar Umsatz generieren. Eigene Rahmen möchte man außer für Demo-Bikes nicht herstellen – dafür sei man bereits mit mehreren Herstellern im Gespräch, an die das System dann verkauft werden soll.

Das Ganze erinnert stark an die Investoren-Suche von Atherton-Bikes Ende 2020 – MTB-News.de berichtete: Sei ein Teil von Atherton Bikes: Crowdfunding für die Bikeschmiede aus UK. Damals wurden auch innerhalb kürzester Zeit 1,4 Millionen Pfund (etwa 1,63 Millionen Euro) gesammelt.

Na, wer von euch hat sich einen Anteil von Driven Technologies gesichert?

  1. benutzerbild

    Fklrt

    dabei seit 05/2021

    Und ich dachte sram axs kann mann preislich nicht mehr toppen smilie
  2. benutzerbild

    umtreiber

    dabei seit 06/2003

    Vielleicht hat Dubai hier investiert? Wahrscheinlich kommt die Schaltgruppe zeitgleich mit dem Devel Sixteen Sportwagen auf den Markt. Natürlich nur für die exklusive Kundschaft.
  3. benutzerbild

    route61

    dabei seit 09/2009

    Man muss schon sehr enthusiastisch und realitätsfremd sein, wenn man diesem Konzept etwas abgewinnen will. Ich habe 19 Jahre in der Getriebe CAE gearbeitet. Da sieht man schon auf den ersten Blick, dass das nicht wirklich gut funktionieren kann. Ich erinnere mich noch an eine Firma aus Düren, die uns ein gehäuseloses Differential verkaufen wollte. Oder eine andere, die Getriebewellen aus Carbonfaser herstellen wollte. Am ehesten erinnert mich dieses Konzept an das ebenfalls untaugliche Kegelring CVT Getriebe.
  4. benutzerbild

    MucPaul

    dabei seit 10/2007

    Man muss schon sehr enthusiastisch und realitätsfremd sein, wenn man diesem Konzept etwas abgewinnen will. Ich habe 19 Jahre in der Getriebe CAE gearbeitet. Da sieht man schon auf den ersten Blick, dass das nicht wirklich gut funktionieren kann. Ich erinnere mich noch an eine Firma aus Düren, die uns ein gehäuseloses Differential verkaufen wollte. Oder eine andere, die Getriebewellen aus Carbonfaser herstellen wollte. Am ehesten erinnert mich dieses Konzept an das ebenfalls untaugliche Kegelring CVT Getriebe.
    Etwas ähnliches gab es ja schon mal, was auch gut funktionierte. Ich erinnere mich an ähnliche Versuche mit Kegelradantrieb. Begann in den '60er Jahren mit einem Rad von Fendt, dann mal was dänisches wie Biomega und... auch Schwinn hatte mal was. Das ganze hatte 1 Gang und war sackschwer, weil die Teile nun mal aus massivem Stahl sein mussten wegen den hohen Kräften. Der Schaft war auch ein Hohlrohr aus Stahl.
    Biomega ist später auch auf Gates umgestiegen, weil das besser war.
    Kardanantrieb sehe ich eigentlich nur bei großen Tourenmotorrädern, wo das hohe Gewicht des Antriebs nicht die Rolle spielt und wo ein starker Motor dahinter steckt.
  5. benutzerbild

    arthur80

    dabei seit 06/2011

    Etwas ähnliches gab es ja schon mal, was auch gut funktionierte. Ich erinnere mich an ähnliche Versuche mit Kegelradantrieb. Begann in den '60er Jahren mit einem Rad von Fendt, dann mal was dänisches wie Biomega und... auch Schwinn hatte mal was. Das ganze hatte 1 Gang und war sackschwer, weil die Teile nun mal aus massivem Stahl sein mussten wegen den hohen Kräften. Der Schaft war auch ein Hohlrohr aus Stahl.
    Biomega ist später auch auf Gates umgestiegen, weil das besser war.
    Kardanantrieb sehe ich eigentlich nur bei großen Tourenmotorrädern, wo das hohe Gewicht des Antriebs nicht die Rolle spielt und wo ein starker Motor dahinter steckt.
    Das Biomega gab es mit einer 7Gang Nabenschaltung, ich habe so eines.

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