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DT Swiss F535 One
DT Swiss F535 One - 1.149 €, 2.194 g.
Die DT Swiss F535 One hebt sich vor allem durch ihr Design von der Masse ab
Die DT Swiss F535 One hebt sich vor allem durch ihr Design von der Masse ab - Von außen sind keine Einstellknöpfe erkennbar.
Die Gabelbrücke ist nach vorne gewandert
Die Gabelbrücke ist nach vorne gewandert - Auf der Rückseite kann ein Schutzblech angebracht werden, außerdem wird hier der Leitungshalter verschraubt.
Klare Linien, saubere Übergänge, schlichte Logos
Klare Linien, saubere Übergänge, schlichte Logos - Das Chassis der Gabel wirkt sehr aufgeräumt.
Abdeckung links
Abdeckung links
Achse rechts – mit abziehbarem Hebel
Achse rechts – mit abziehbarem Hebel
An der Gabelkrone müssen die Abdeckungen entfernt werden
An der Gabelkrone müssen die Abdeckungen entfernt werden - Erst dann wird der Blick auf das Luftventil und die Dämpfungseinstellung freigegeben. Optional gibt es eine andere Abdeckung für einen dreistufigen Hebel oder eine Fernbedienung.
Die DT Swiss F535 One setzt auf ein Luft-Luft-Federsystem mit Überströmkanal
Die DT Swiss F535 One setzt auf ein Luft-Luft-Federsystem mit Überströmkanal - Casting und Luftschaft werden zusätzlich durch eine weitere Stahlfeder verbunden.
Um die Druckstufen-Dämpfung zu erhöhen, ist das kleine Werkzeug nötig
Um die Druckstufen-Dämpfung zu erhöhen, ist das kleine Werkzeug nötig - Extern ist nur die Lowspeed-Druckstufe einstellbar.
Kein verstellbarer Rebound?
Kein verstellbarer Rebound? - Nein. Hier muss man mit dem Werkzeug im Loch am rechten Gabelholm die Verstellschraube suchen.
Versteckter Setup-Helfer
Versteckter Setup-Helfer - Der kleine Torx-Schlüssel ist zwar immer an Bord, wir fänden eine werkzeugfreie Einstellung praktischer.
Vergleichsweise hohes Gewicht und der an unserer Gabel fehlende Lockout-Hebel machen die Gabel nicht zum Sieger in der Bergwertung
Vergleichsweise hohes Gewicht und der an unserer Gabel fehlende Lockout-Hebel machen die Gabel nicht zum Sieger in der Bergwertung - Optional kann man die Gabel auch mit Hebel oder Lenker-Lockout ausrüsten.
Auf moderaten Trails mit kleinen Hindernissen gefallen Kontrolle und Pop
Auf moderaten Trails mit kleinen Hindernissen gefallen Kontrolle und Pop - Bei der Sensibilität kann die DT Swiss F535 One aber nicht mit den Spitzreitern im Testfeld mithalten.
Sehr viel wohler fühlt sich die Gabel, wenn man es fliegen lässt
Sehr viel wohler fühlt sich die Gabel, wenn man es fliegen lässt - Hier hat uns die hohe Grunddämpfung sehr gut gefallen.
Die DT Swiss F535 One  war die einzige Gabel im Testfeld, bei der selbst schwere Fahrer nicht ans Progressionstuning denken mussten
Die DT Swiss F535 One war die einzige Gabel im Testfeld, bei der selbst schwere Fahrer nicht ans Progressionstuning denken mussten - Ab Werk waren aber auch bereits zwei Volumen-Spacer verbaut.
Links alt und rechts neu
Links alt und rechts neu - Auch in den nächsten beiden Fotos, liegt links jeweils die alte, rechts die neue Achse.
Nicht nur das Laserlogo ist neu
Nicht nur das Laserlogo ist neu - Am Kopf der Achse wurde die geriffelte Unterlegscheibe durch eine glatte ersetzt.
Auch an den Gewindegängen hat sich etwas geändert
Auch an den Gewindegängen hat sich etwas geändert - Auf den zweiten Blick sieht man ein länger ausgearbeitetes Gewinde.
Etwas niedrig angesetzt ist die Angriffsfläche für die Abdeckkappe
Etwas niedrig angesetzt ist die Angriffsfläche für die Abdeckkappe - Eine Standard-Nuss rutscht da gerne mal ab. Wer hier unschöne Macken vermeiden möchte, sollte vorher eine Nuss entsprechend abflachen.
Aktive Fahrer, die sich in jedem Gelände gerne schnell bewegen, werden bei DT hervorragend bedient.
Aktive Fahrer, die sich in jedem Gelände gerne schnell bewegen, werden bei DT hervorragend bedient.

DT Swiss F535 One im Test: Nach längerer Zeit ohne Neuheiten im Trail- bis Enduro-Suspension-Bereich erblickte Mitte 2018 die F535 One das Licht der Welt. Eine von Grund auf neu entwickelte Federgabel für den gröberen Einsatz – weg vom Reverse-Arch, gespickt mit interessanter Technologie, gehüllt in schickes Design. Türchen Nr. 5: DT Swiss F535 One.

DT Swiss F535 One – Infos und Preise

DT Swiss holt beim Einsatzbereich der F535 One weit aus. Anstatt sich auf etablierte Kategorien einzulassen, definiert der Hersteller einen bekannten Bereich neu: “All Mountain ist die ganzheitliche Art des Mountainbikens, denn All Mountain verbindet alle Eigenschaften und Anforderungen der einzelnen Disziplinen Cross Country, Trail Riding, Enduro und Downhill in einer Fahrt.” Mit der F535 One soll für diesen breiten Einsatzbereich das perfekte Produkt herausgekommen sein.

Sowohl die 27,5″- als auch die 29″-Version werden dafür mit 130 bis 160 mm Federweg angeboten. Für Federung und Dämpfung hat sich DT jeweils etwas von den Konventionen entfernt und interessante Lösungen geschaffen. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch einen etwas anderen Design-Ansatz. Fast wie aus einem Guss wirkt die Gabel – die oberen Einsteller und das Luftventil sind unter speziellen Abdeckungen versteckt.

  • Einsatzbereich All Mountain
  • Laufradgrößen 27,5″, 29″ (getestet)
  • Federweg 130 – 160 mm
  • Einstellmöglichkeiten
  • Farben schwarz
  • Gewicht 2.194 g
  • www.dtswiss.com

Preis 1.149 € (UVP) | Bikemarkt: DT Swiss F535 One kaufen

DT Swiss F535 One
# DT Swiss F535 One - 1.149 €, 2.194 g.
Diashow: DT Swiss F535 One im Test - Wilderei im Enduro-Segment
Nicht nur das Laserlogo ist neu
Links alt und rechts neu
Vergleichsweise hohes Gewicht und der an unserer Gabel fehlende Lockout-Hebel machen die Gabel nicht zum Sieger in der Bergwertung
Versteckter Setup-Helfer
DT Swiss F535 One
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Im Detail

Mit der F535 One wendet sich DT nicht nur von der alten Designsprache ab – die komplette Konstruktion ist neu. War früher die Gabelbrücke hinter den Standrohren, ist sie nun massiv ausgeführt auf die Vorderseite gewandert. Abgesehen davon setzt der Hersteller auf das übliche Right-Side-Up-Design. Design ist ein gutes Stichwort: Die Gestaltung der Federgabel stand im Lastenheft wohl recht weit oben. Markant fällt das Casting aus, an dem auf der Unterseite keine Schrauben oder Verstellknöpfe zu finden sind – nur jeweils ein Loch. Auch der Leitungshalter soll möglichst sauber ins Gesamtbild eingebracht werden. Aus diesem Grund ist er minimalistisch ausgeführt und wird auf der Rückseite der Gabelbrücke festgezogen.

Oben an der Gabelbrücke sind links und rechts ebenso nur zwei Abdeckungen zu erkennen. Löst man die Schrauben und nimmt die Deckel ab, offenbaren sich darunter das Luftventil auf dem linken Gabelholm und der Druckstufen-Versteller auf der rechten Seite. Das Torx T10-Werkzeug zum Abnehmen der Kappen ist glücklicherweise in der Achse integriert, an einem Multitool wird man diese Größe eher selten finden. Das Laufrad wird mit der bekannten DT Swiss-Schraubachse gesichert, der Hebel lässt sich abziehen.

Wer es weniger minimalistisch mag oder mehr Einstellmöglichkeiten ohne Werkzeug bevorzugt, kann eine Fernbedienung für den Lenker oder einen dreistufigen Hebel auf die rechte Seite auf der Dämpfung montieren.

Die DT Swiss F535 One hebt sich vor allem durch ihr Design von der Masse ab
# Die DT Swiss F535 One hebt sich vor allem durch ihr Design von der Masse ab - Von außen sind keine Einstellknöpfe erkennbar.
Die Gabelbrücke ist nach vorne gewandert
# Die Gabelbrücke ist nach vorne gewandert - Auf der Rückseite kann ein Schutzblech angebracht werden, außerdem wird hier der Leitungshalter verschraubt.
Klare Linien, saubere Übergänge, schlichte Logos
# Klare Linien, saubere Übergänge, schlichte Logos - Das Chassis der Gabel wirkt sehr aufgeräumt.
Abdeckung links
# Abdeckung links
Achse rechts – mit abziehbarem Hebel
# Achse rechts – mit abziehbarem Hebel

Federung & Dämpfung

An der DT Swiss F535 One kann man von außen nur den Luftdruck über ein Ventil verstellen. Die COILPAIR genannte Technologie setzt aber entgegen dem, was der Name vermuten lässt, nicht auf eine Stahl-Negativ-Feder. Die Luft-Einheit an sich ist mit einer Positiv- und Negativ-Luftfeder aufgebaut, ausgeglichen werden die beiden Kammern durch einen Überströmkanal. Eine Besonderheit gibt es aber dann doch: Diese sitzt ganz unten – an der Verbindung zwischen Casting und Luftschaft. Hier versteckt sich dann doch die Stahlfeder!

Positiv-Luftfeder und Stahlfeder sind also in Serie geschaltet. Vor allem auf den ersten 30 mm soll die Stahlfeder wirken und für ein butterweiches Ansprechverhalten und hohe Sensibilität sorgen.

An der Gabelkrone müssen die Abdeckungen entfernt werden
# An der Gabelkrone müssen die Abdeckungen entfernt werden - Erst dann wird der Blick auf das Luftventil und die Dämpfungseinstellung freigegeben. Optional gibt es eine andere Abdeckung für einen dreistufigen Hebel oder eine Fernbedienung.
Die DT Swiss F535 One setzt auf ein Luft-Luft-Federsystem mit Überströmkanal
# Die DT Swiss F535 One setzt auf ein Luft-Luft-Federsystem mit Überströmkanal - Casting und Luftschaft werden zusätzlich durch eine weitere Stahlfeder verbunden.

Auch die Dämpfung ist interessant aufgebaut. Weniger der Einsatz der Ventile, sondern vielmehr die Interaktion mit dem IFP sind spannend. Aufgebaut ist die Kartusche als Mischung zwischen Twin- und Monotube. Der IFP wird von einer Stahlfeder vorgespannt und sitzt am unteren Ende der Dämpfungskartusche.

Beim Einfedern der Gabel wird das Öl durch das verstellbare Lowspeed-Nadelventil und über den Highspeed-Shimstack geleitet, während der IFP in der Kartusche nach unten gedrückt wird. Besonderheit an der Lowspeed-Druckstufe: Hier befindet sich der TwinTube-Teil der Kartusche. Das Öl kann also durch einen Zwischenraum zirkulieren und findet durch eine Durchlassbohrung im Trennkolben den Weg zurück in die Kartusche. Der Trennkolben ist dabei so konzipiert, dass er ab einer gewissen Position diesen Durchlass blockiert. Damit ist der gesamte Lowspeed-Kreislauf geschlossen und das Öl wird vollständig über den Highspeed-Shimstack geführt. DT Swiss schafft also eine Kombination aus Geschwindigkeits- und positionsabhängiger Dämpfung.

Optional gibt es ja noch einen Hebel zur Lenkermontage, mit dem sich die Plattform einstellen lässt. Im mittleren „Drive“-Modus wird ebenso der Lowspeed-Zufluss blockiert und das Öl über einen weiteren Shimstack geleitet. Im Lock-Modus werden LSC und HSC blockiert, das Öl kann bei hoher Krafteinwirkung aber durch einen Blow Off Shim in die Dämpfung fließen. Weniger spektakulär ist der Zugstufen-Aufbau. Hier verwendet DT eine Kombination aus Lowspeed-Nadel und Highspeed-Shimstack.

Um die Druckstufen-Dämpfung zu erhöhen, ist das kleine Werkzeug nötig
# Um die Druckstufen-Dämpfung zu erhöhen, ist das kleine Werkzeug nötig - Extern ist nur die Lowspeed-Druckstufe einstellbar.
Kein verstellbarer Rebound?
# Kein verstellbarer Rebound? - Nein. Hier muss man mit dem Werkzeug im Loch am rechten Gabelholm die Verstellschraube suchen.

Setup

An sich ist das Setup der F535 One nicht weiter kompliziert – man muss aber für den Luftdruck und die Druckstufe immer zuerst die Abdeckungen abnehmen, wofür man den Hebel von der Achse abziehen muss. So schön das im montierten Zustand aussehen mag – wer öfter an den Einstellungen etwas ändern möchte, wird da schnell genervt sein. Wer sein Setup gefunden hat und weniger häufig etwas anpasst, den stört dies weniger.

Durch den Setup-Prozess führt DT auf der Website Schritt für Schritt und mit sehr sinnvollen Empfehlungen hinsichtlich des Luftdrucks und der Zugstufe. Die Dämpfung soll man fürs Erste offen lassen. Beim Luftdruck muss die Gabel durchgefedert werden, damit man sie genau einstellen kann – dieser Vorgang deckt sich mit dem Einstellvorgang an Fox- oder RockShox-Produkten und ist zügig erledigt. Für das Setup der Zug- wie auch Druckstufendämpfung ist man wieder auf den kleinen Torx-Schlüssel aus der Achse angewiesen.

Versteckter Setup-Helfer
# Versteckter Setup-Helfer - Der kleine Torx-Schlüssel ist zwar immer an Bord, wir fänden eine werkzeugfreie Einstellung praktischer.

Technische Daten

Alle technischen Daten, Details, Standards und Infos zum Service der DT Swiss F535 One findet ihr im folgenden Abschnitt zum Ausklappen:

Technische Daten zum Ausklappen

 DT Swiss F535DVO SapphireFox 34Intend HeroManitou MattocMarzocchi Z2RockShox Pike Ultimate
Federweg130–160 mm120–140 mm (29")
130–150 mm (27,5")
120–140 mm (29")
130–150 mm (27,5")
0–150 mm100, 120, 160 mm100–140 mm (29")
100–150 mm (27,5")
120–160 mm
Verfügbare Laufradgrößen27,5"
29"
27,5"
29"
27,5"
29"
29"27,5"
27,5+
29"
27,5"
29"
27,5"
29"
FederLuft–Luft, Ausgleich beim EinfedernLuft–Stahl, OTT-Negativfeder-EinstellerLuft–Luft, Ausgleich beim EinfedernLuft–Luft, simultane Befüllung über ein VentilLuft–Luft, simultane Befüllung über ein Ventil, IRTLuft–Luft, Ausgleich beim EinfedernLuft–Luft, Ausgleich beim Einfedern
Lowspeed DruckstufeExtern, 9 KlicksExtern, 6 KlicksExtern, 22 Klicks + Open Mode AdjustExtern, 20 KlicksExtern, 5 KlicksExtern, Stufenlos, HSC
und LSC gleichzeitig
Extern, 19 Klicks
Highspeed DruckstufeInternExtern, 29 KlicksInternInternExtern, 6 KlicksExtern, Stufenlos, HSC
und LSC gleichzeitig
Extern, 5 Klicks
Lowspeed ZugstufeExtern, 28 KlicksExtern, 29 KlicksExtern, 14 KlicksExtern, StufenlosExtern, 11 KlicksExtern, 18 KlicksExtern, 21 Klicks
Highspeed ZugstufeInternInternInternInternInternInternIntern
Volumen-
veränderung
Intern, Volumen-SpacerIntern, Volumen-SpacerIntern, Volumen-SpacerIntern, Volumen-SpacerKeine, dafür
hydraulischer
Durchschlagschutz 5 Klicks
Intern, Volumen-SpacerIntern, Volumen-Spacer
Weiteres TuningOTT, 43 KlicksFox Factory TuningHighspeed-Shimstack
leicht entnehmbar für weiteres Tuning
IRT Luftfeder
Einbauhöhe551 mm (29", 140 FW)552 mm (29", 140 FW)547,1 mm (29", 140 FW)552 mm (29", 140 FW)549 mm (29", 140 FW)552,5 mm (29", 140 FW)551 mm (29", 140 FW)
SchaftTapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"; integrierter KonusTapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"
Standrohr-
durchmesser
35 mm34 mm34 mmHier Tauchrohr: 35 mm34 mm34 mm35 mm
AchseSchraubachse mit Hebel 15 mmSchraubachse 15 mmQR 15 mm SteckachseSchraubachse 15 mmSchraubachse 15 mmQR 15 mm SteckachseSchraubachse 15 mm
Offset51 mm (29")
44 mm (27,5")
44 mm (29")
42 mm (27,5")
44, 51 mm (29")
37, 44 mm (27,5")
48 mm (29")
51 mm (29")
48 mm (27,5+)
44 mm (27,5")
44, 51 mm (29")
44 mm (27,5")
42, 51 mm (29")
37, 46 mm (27,5")
Einbaubreite110 mm110 mm110 mm110 mm110 mm110 mm110 mm
Reifenfreiheit73–75 mm2,5" (29") 3,0" (27,5+)
2,6" (27,5")
2,5" (29")
3,0" (27,5")
75 mm2,6" (29")2,6" (29")
2,8" (27,5")
81 mm
Farbenschwarzschwarz, grün, blauschwarzblau, schwarzschwarzschwarz, rotschwarz, silber
Gewicht (Herstellerangabe)2.090 g1.900 g1.810 g1.830 g2.033 g2.020 g1.832 g (Angabe für 27,5")
Gewicht (nachgewogen)2.194 g2.060 g1.870 g1.839 g1.965 g2.057 g1.877 g
Preis (getestete Version)1.149,00 €899,99 €1.189,00 €1.799,00 €999,99 €699,00 €1.030,00 €

Service

Auf dem Trail

Mit der DT Swiss F535 One liefert der schweizer Hersteller die schwerste Gabel im Testfeld. Unser Testmuster fahren wir ohne den zusätzlichen Lockout-Hebel – spritzig schnell und im Stehen bergauf? Hier wünscht man sich dann doch manchmal den Lockout. Da gibt es, auch ohne die Plattform, im Testfeld ruhigere Kandidaten.

Vergleichsweise hohes Gewicht und der an unserer Gabel fehlende Lockout-Hebel machen die Gabel nicht zum Sieger in der Bergwertung
# Vergleichsweise hohes Gewicht und der an unserer Gabel fehlende Lockout-Hebel machen die Gabel nicht zum Sieger in der Bergwertung - Optional kann man die Gabel auch mit Hebel oder Lenker-Lockout ausrüsten.

Das hohe Gewicht und die Möglichkeit, bis zu 160 mm an der Gabel zu fahren, sind aber schon ein dezenter Hinweis auf das, was die F535 One eigentlich lieber mag: bergab. Im klassischen Trailbike-Einsatz auf gemäßigten Wegen steht die Gabel sehr hoch im Federweg, kann hinsichtlich der Sensibilität aber nicht mit den Spitzenreitern mithalten. Leichtere Fahrer empfanden die Gabel hier als etwas anstrengender zu fahren. Wird es steiler und gröber, kommt man in den Bereich, in dem sich die F535 One spürbar wohler fühlt.

Wird es steiler und gröber, kommt man in den Bereich, in dem sich die F535 One spürbar wohler fühlt.

Hier offenbart sich die stramme, aber sehr effiziente Dämpfung als genau richtig. Funktionale und kontrollierte Federwegs-Freigabe spendieren auch bei viel Tempo und groben Trails ein sehr hohes Sicherheitsempfinden. Vor allem bei sportlicher Fahrweise mit Nachdruck vom Fahrer macht sich die Gabel bezahlt und kann das hohe Gewicht überspielen: Viel Pop sorgt nämlich trotz der etwas schweren Front dafür, dass man sie leicht vom Boden bekommt und gerne mit Linien experimentiert. Die Gabel ist zudem mit einer guten Portion Steifigkeit gesegnet, die für hohe Präzision sorgt und bei Highspeed Flattern verhindert.

Auf moderaten Trails mit kleinen Hindernissen gefallen Kontrolle und Pop
# Auf moderaten Trails mit kleinen Hindernissen gefallen Kontrolle und Pop - Bei der Sensibilität kann die DT Swiss F535 One aber nicht mit den Spitzreitern im Testfeld mithalten.
Sehr viel wohler fühlt sich die Gabel, wenn man es fliegen lässt
# Sehr viel wohler fühlt sich die Gabel, wenn man es fliegen lässt - Hier hat uns die hohe Grunddämpfung sehr gut gefallen.

Charakterlich erinnert bereits die 140-mm-Version an eine vollwertige Enduro-Federgabel – und fairerweise muss man hier feststellen: Auch wenn die Gabel rein von den im Eröffnungsartikel beschriebenen Anforderungen ins Testfeld passt: Die DT Swiss F535 One ist mehr Enduro- als Trail-Federgabel für Nutzer, die es wirklich gerne laufen lassen.

Die DT Swiss F535 One  war die einzige Gabel im Testfeld, bei der selbst schwere Fahrer nicht ans Progressionstuning denken mussten
# Die DT Swiss F535 One war die einzige Gabel im Testfeld, bei der selbst schwere Fahrer nicht ans Progressionstuning denken mussten - Ab Werk waren aber auch bereits zwei Volumen-Spacer verbaut.

Das ist uns aufgefallen

  • Achse An unserem Testmuster lockerte sich immer wieder die Achse, auch bei hohen Anzugs-Momenten. DT hat nachgebessert und die Achse überarbeitet. An ihr hat sich aber nicht nur das Laserlogo geändert, die Unterlegscheibe wurde angepasst und das Gewinde fällt minimal länger aus.
  • Abdeckungen Hübsch ja, aber zeitaufwändig in der Praxis. Vor allem, wenn man unterwegs gerne am Setup spielt, stellt sich DTs Lösung als unpraktisch heraus. Ein ähnliches, aber werkzeugfrei bedienbares System würde uns besser gefallen.
  • Stramm und präzise Wer auf minuziöse Planung bei der Linienwahl steht, wird die DT Swiss 535 schätzen – und wer dabei gerne auch über steile und grobe Passagen hinwegknallt, wird sie lieben. Komfort ist dabei nicht die größte Stärke, aber wer will das schon mit dieser Gabel? Lieber neue Bestzeiten fahren!
Links alt und rechts neu
# Links alt und rechts neu - Auch in den nächsten beiden Fotos, liegt links jeweils die alte, rechts die neue Achse.
Nicht nur das Laserlogo ist neu
# Nicht nur das Laserlogo ist neu - Am Kopf der Achse wurde die geriffelte Unterlegscheibe durch eine glatte ersetzt.
Auch an den Gewindegängen hat sich etwas geändert
# Auch an den Gewindegängen hat sich etwas geändert - Auf den zweiten Blick sieht man ein länger ausgearbeitetes Gewinde.
Etwas niedrig angesetzt ist die Angriffsfläche für die Abdeckkappe
# Etwas niedrig angesetzt ist die Angriffsfläche für die Abdeckkappe - Eine Standard-Nuss rutscht da gerne mal ab. Wer hier unschöne Macken vermeiden möchte, sollte vorher eine Nuss entsprechend abflachen.

Fazit – DT Swiss F535 One

Eine Gabel, die für jeden Einsatzbereich taugt? Wer gerne mit Nachdruck unterwegs ist und Komfort zugunsten Bestzeiten hinten anstellt, wird von der DT Swiss F535 One begeistert sein. Sie fühlt sich eher im abfahrtsorientierten Spektrum wohl und passt trotz des Federwegs von 140 mm durchaus auch in den Enduro-Bereich: Struktureinheit und Dämpfung sind identisch zur langhubigen Version, was auf dem Trail definitiv spürbar ist. Je härter man diese Gabel fährt, desto besser funktioniert sie: Selbst mit 140 mm begeistert die DT Swiss F535 One auf groben Linien und wird damit zu einem idealen Begleiter für Leute, die auch auf dem Trailbike gerne flott in grobem Gelände unterwegs sind.

Pro
  • Dämpfungsqualität für aktive Fahrer
  • Steifigkeit
  • Nehmerqualitäten
Contra
  • Schwerste Gabel im Testfeld
  • Nicht das komfortabelste Modell
  • Fummelige Einstellung via Torx T10
Aktive Fahrer, die sich in jedem Gelände gerne schnell bewegen, werden bei DT hervorragend bedient.
# Aktive Fahrer, die sich in jedem Gelände gerne schnell bewegen, werden bei DT hervorragend bedient.

Wäre das stramme Sportfahrwerk aus Biel etwas für euch oder sucht ihr lieber etwas Plüschiges?


Testablauf

Der Federgabel-Test wurde mit zwei Haupttestern und weiteren Testfahrern durchgeführt. Die Haupttester verwendeten dazu für über den gesamten Test-Zeitraum das gleiche, gut bekannte Rad. Im Laufe des Tests wurden alle Federgabeln jeweils individuell über längere Zeiträume von den Testern bewegt. Zusätzlich dazu wurden direkte Vergleichsfahrten am gleichen Tag gemacht, bei denen die Gabeln mehrmals zwischen den Rädern hin und her getauscht wurden. Mit jeder Gabel wurde ein Grundsetup erarbeitet, von dem aus weiter auf die verschiedenen Teststrecken optimiert wurde. Mit Ausnahme der Vergleichsfahrten im Bikepark wurden alle Höhenmeter selbst erarbeitet.

Hier haben wir die DT Swiss F535 One getestet

  • Bikepark Beerfelden: Kurze Abfahrten, die viele Vergleichsfahrten mit unterschiedlichen Einstellungen ermöglichen. Böden: von hart über lose bis sandig und ruppig, mit Sprüngen und hohen Geschwindigkeiten.
  • Singletrails: Wechselhaftes Terrain mit technischen Uphill- und Downhill-Passagen. Steile und technische Abfahrten, aber auch flowiges Terrain. Verschiedenste Bedingungen.
Testerprofil Jens Staudt – bitte ausklappen

Tester-Profil: Jens Staudt
56 cm95 kg91 cm61 cm190 cm
Jens fährt von Bahnrad bis Downhill alles, was zwei Räder und eine Kette hat. Bikes fürs Gelände am liebsten in herausforderndem, technischem und steilem Gelände, egal mit welchem Federweg.
Fahrstil
Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
Ich fahre hauptsächlich
Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
Vorlieben beim Fahrwerk
Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, moderat progressive Kennlinie
Vorlieben bei der Geometrie
Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

Testerprofil Christoph Spath – bitte ausklappen

Tester-Profil: Christoph Spath
49 cm70 kg94 cm60 cm190 cm
Chris fährt gerne alles, von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
Fahrstil
flüssig
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
auf der straffen Seite, viel Druckstufe, Balance zwischen Front und Heck
Vorlieben bei der Geometrie
vorne lang, hinten mittellang, flacher Lenkwinkel


  1. benutzerbild

    ilfer

    dabei seit 04/2011

    slash-sash schrieb:

    Schade, dass du nichts zum Fahrverhalten der Gabel beitragen konntest. Logisch ja auch bei einem zu kurzen Schaft.
    Aber so ist es nichts weiter, als ein Verweis auf deinen Verkauf im Bikemarkt. Und dafür ist der ja auch da.
    Wäre es möglich gewesen, wie anfänglich im Artikel beschrieben, den FW mittels spacer zu traveln, wären wir uns bestimmt schon einig geworden. Würde halt ne 160/29er haben müssen.
    Aber so.Sascha

    Also laut DT Swiss Hotline kann man den Federweg durch Einbau eines anderen Airshafts verändern.
  2. benutzerbild

    slash-sash

    dabei seit 04/2006

    Für die F535 One?! Wo hast du das gefunden?


    Sascha
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    ilfer

    dabei seit 04/2011

    Ich habe beim DT Swiss Support angerufen...!
  5. benutzerbild

    slash-sash

    dabei seit 04/2006

    Weil ich im Netz nichts dazu finde. Keinen einzelnen Airshaft, kein Video etc.! Nix.
    Also scheint es nicht „offiziell“ zu sein und nur für DT Swiss zu gelten.


    Sascha
  6. benutzerbild

    sun909

    dabei seit 04/2005

    raozaki schrieb:

    Ich geb hier auch mal meinen Senf dazu, da ich die Gabel jetzt seit einem Jahr fahre.
    Habe die 27.5 Ausführung mit 160mm Federweg in einem SC Bronson 3.
    Ich stimme dem Test insofern zu, dass die Gabel ab Werk anfangs sehr fein anspricht und dann sehr schnell relativ hart und sparsam mit dem Federweg wird. Das hat sich bei mir mit der Entfernung von einem der zwei verbauten Spacer in der Luftkammer gelöst. Dazu ein paar PSI weniger als von DT Swiss empfohlen und die Gabel passt mir perfekt.
    Spricht sensibel auf kleinere Unebenheiten an, bietet in der Mitte schönen Gegenhalt und gegen Ende des Federwegs eine schöne Progression für harte Schläge.
    Ich empfinde die Gabel nicht als ganz so steif wie eine Fox 36, aber vergleichbar mit einer Lyrik und habe keine Probleme mit der Linienwahl.
    Bezüglich den Einstellungen kann ich nur sagen, dass ich die Gabel als set-and-forget wahrnehme. Dadurch, dass sie eine gute Progression hat, kann ich sie mit demselben Luftdruck in jedem Gelände fahren (das ich fahren kann). Ich habe zusätzlich den 3stufenhebel an der Gabel verbaut und kann so den Lockout direkt an der Gabel einschalten, falls ich den mal brauchen sollte. Im Hebel gibt es ausserdem eine kleine Schraube, mit dem die Lowspeed Compression eingestellt werden kann. Rebound ist ebenfalls external. Einstellungen benötigen aber den kleinen Torxschlüssel aus der Achse (was ich manchmal ein bisschen nervig finde ).
    Alles in allem für mich die beste Gabel, die ich je gefahren bin!


    Hi,
    was hat der Umbau auf den Hebel denn gekostet?

    Selber gemacht oder von DT Swiss?

    Hattest du vorher die FB oder nur die Abdeckung verbaut?

    Danke und Grüße

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