5 Enduro-Bikes im Vergleichstest
Es ist ein ständiges Auf und Ab: Vor ein paar Jahren war Enduro noch DAS Ding überhaupt, doch vor gar nicht so langer Zeit wurde dann schon der Abgesang der Disziplin eingeläutet – inklusive dem Aus des Enduro World Cups. Doch Totgesagte leben länger, der Enduro World Cup feiert in dieser Saison dank verändertem Ansatz ein wahrhaftiges Revival und auch der Bereich der Enduro-Bikes ist weiterhin äußerst spannend und umkämpft.
Wer also davon ausgegangen ist, dass die zahlreichen Hersteller ihr Enduro-Segment einstampfen und stattdessen künftig nur noch E-Bikes anbieten, dürfte also enttäuscht sein. Alle anderen erfreuen sich über die weiterhin große Auswahl an sehr interessanten Bikes, die dieses Segment zu bieten hat. Zwar sind die Zeiten, dass jeder große Hersteller spätestens alle zwei Jahre ein neues Enduro-Modell auf den Markt geworfen hat, (glücklicherweise!) vorbei. Stattdessen hat sich die Kategorie eher auf einem äußerst hohen Niveau stabilisiert und ist erwachsen geworden.
Höchste Zeit also für einen weiteren Enduro-Vergleichstest – unser letzter großer Vergleich in diesem Segment liegt schließlich auch rund zwei Jahre zurück (zu unserem Enduro-Vergleichstest 2023). Seitdem hat sich mal wieder einiges in der Sparte getan, wenngleich alle 8 Räder, die wir damals getestet haben, noch in unveränderter Form erhältlich sind. Andere Hersteller waren in der Zwischenzeit aber nicht untätig, sodass es uns leicht gefallen ist, mal wieder ein interessantes Testfeld zusammenzustellen. In diesem Jahr haben wir uns allerdings dafür entschieden, das Testfeld etwas zu verkleinern, um uns besser auf die einzelnen Modelle konzentrieren zu können.
Das war auch nötig, denn wie ihre Trail-Kollegen werden auch Enduro-Bikes immer komplexer und variabler. Beispiele gefällig? Jedes Rad in unserem neuen Enduro-Vergleich verfügt über eine anpassbare Geometrie und lässt sich außerdem mit beiden Laufrad-Kombinationen fahren – abgesehen vom Atherton A.170, das man aber direkt mit Custom-Geometrie bestellen kann. Beim Lapierre Spicy besteht sogar die Möglichkeit, aus einem regulären Horst Link-Design dank austauschbarem Link und anschraubbarem Idler ein High Pivot-Bike zu basteln, ohne dafür erst ein Ingenieursstudium absolvieren zu müssen. Bevor wir noch tiefer in die Materie einsteigen, werfen wir aber zunächst einen Blick aufs illustre Testfeld!
Die Kandidaten im Enduro-Bike-Vergleichstest
- Atherton A.170 1 – 8.000 €* | 180/170 mm Federweg | Mullet | 16,45 kg
- Lapierre Spicy CF Team – 10.000 € | 180/174 mm Federweg | Mullet | 16,15 kg
- Pivot Firebird Pro X0 Eagle Transmission – 9.299 € | 170/165 mm Federweg | 29er | 16,5 kg
- Scott Ransom 900 RC – 9.999 € | 170/170 mm Federweg | 29er | 15,70 kg
- Transition Sentinel Carbon X0 AXS – 8.990 € | 160/160 mm Federweg | 29er | 15,40 kg
*Angabe ohne Mehrwertsteuer, hier kommen circa 1.500 € drauf
Enduro-Bikes zum Träumen und Ballern
Keine Frage: Alle Modelle in unserem Enduro-Vergleich 2025 sind absolute Traum-Bikes, die nicht nur die Herzen von Enduristen höher schlagen lassen dürften. Das spiegelt sich auch in den Preisen wider, denn der Durchschnitt liegt hier bei deutlich über 9.000 € – uff! Die Schuld ist hier aber nicht ausschließlich bei den Herstellern zu suchen, denn wir haben explizit die High End-Varianten angefragt.
Auch federwegstechnisch fällt auf, dass die Räder im Test ganz schön viel zu bieten haben. Einzig das Transition Sentinel mit seinen 160 mm vorne und hinten wirkt etwas gemäßigter; ansonsten schwingt sich das Enduro-Pendel inzwischen eher bei 170 mm am Heck ein. Das Atherton A.170 und das Lapierre Spicy bieten sogar Federgabeln mit 180 mm Federweg – gerade in Kombination mit High Pivot-System am Spicy, das 174 mm Federweg generiert, verspricht das beeindruckende Baller-Fähigkeiten.
Ebenfalls interessant ist die Entwicklung bei modernen Enduros hinsichtlich der Anpassbarkeit. So lässt sich beispielsweise die Laufradgröße an vier der fünf Bikes im Test dank Flip Chips problemlos wechseln. Lediglich beim Atherton A.170 ist man von vornherein auf eine Mullet-Konfiguration mit kleinerem 27,5″-Hinterrad festgelegt. Auch das Lapierre Spicy wird als Mullet ausgeliefert, lässt sich auf Wunsch aber umbauen – die anderen drei Boliden in unserem Testfeld rollen hingegen als 29er ins Rennen.
Die Anpassbarkeit endet jedoch nicht bei der Größe der Laufräder. Auch die Geometrie lässt sich an den Bikes im Testfeld teils vielfältig verstellen – oder im Falle des Athertons dank innovativem Ansatz bereits beim Bestellvorgang nahezu uneingeschränkt an die eigenen Präferenzen anpassen. Der Trend im Enduro-Bereich geht also ganz klar hin zu maximal anpassbaren Rädern, die man je nach bevorzugtem Einsatzgebiet und den Trails, die man unter die Stollen nehmen möchte, optimal in die richtige Richtung tunen kann. Noch einen Schritt weiter geht Lapierre übrigens beim Spicy, denn hier ist im Lieferumfang ein Umbau-Kit enthalten, mit dem man den Hinterbau optional auch ohne hohen Drehpunkt fahren kann. Ebenfalls eine ziemlich beeindruckende Variabilität liefert das Pivot Firebird, das wohl der absolute Traum für alle Hobby-Mechaniker sein dürfte – hier lässt sich so ziemlich jeder Aspekt der Geometrie verstellen.
Um möglichst effizient nach oben zu kommen, ist am Scott Ransom außerdem ein spezieller Fox-Dämpfer mit Nude-Technologie verbaut. Per Lenker-Remote lässt sich der Dämpfer in drei unterschiedliche Modi schalten – neben einem komplett offenen Modus steht auch ein Climb-Modus zur Verfügung, der einem Lockout sehr nahe kommt und die Uphill-Effizienz deutlich verbessern soll. Ob die Namensgebung des Dämpfers dazu geführt hat, dass er komplett verhüllt ist? Eher nicht – aber das Schweizer Enduro-Taschenmesser wirkt mit seinem vollintegrierten Look definitiv ziemlich futuristisch.
Diese Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben die Bikes
Welche Aspekte haben die Bikes gemeinsam? Wo liegen die größten Unterschiede? Wir haben die wesentlichen Punkte kurz und knapp zusammengefasst:
- Preise Hier ist High-End mit entsprechenden Preisschildern angesagt: Das Transition Sentinel ist mit 9.000 € das am wenigsten teure Rad im Vergleichsfeld, viel teurer wird es aber nicht. Alles in allem sind die Preise sehr hoch, aber vergleichbar.
- Federweg Am Heck haben wir es mit einer Bandbreite von 160 bis 174 mm zu tun, vorne liegen die Federwege zwischen 160 und 180 mm. Das sind keine gravierenden Unterschiede, aber sollten auf dem Trail zu spürbaren Effekten führen.
- Hinterbau-Systeme Am Pivot und am Atherton kommt die Expertise von Dave Weagle zum Einsatz, Scott setzt am Ransom gar auf ein Sechsgelenk-Design. Das Transition Sentinel und das Lapierre Spicy teilen sich grundsätzlich den klassischen Horst Link-Ansatz. Als einziges Rad im Test lässt sich letztgenanntes aber auch als High Pivot-Variante mit Kettenumlenkung fahren.
- Rahmen-Material Hier setzen alle Hersteller konsequent auf Carbon – sowohl beim Hauptrahmen, als auch am Hinterbau. Am Atherton A.170 werden die filigranen Rohre durch 3D-gedruckte Titan-Muffen miteinander verbunden. Erwähnenswert ist außerdem noch, dass es das Transition Sentinel für preisbewusste Shredder auch als Alu-Ausführung gibt.
- Laufrad-Größe Das Atherton setzt ausschließlich auf Mullet-Laufräder, die anderen Bikes im Test sind mit beiden gängigen Laufrad-Größen kompatibel. Während das Lapierre standardmäßig als Mullet ausgeliefert wird, rollen Transition, Scott und Pivot auf 29″ vorne und hinten.
- Geometrien Lang, niedrig und flach – generell ist der Tenor bei den Geometrien klar. Es gibt allerdings definitiv Nuancen wie die Hinterbau-Längen, die im harten Alltag spürbare Auswirkungen haben. Generell sind die Räder hochgradig anpassbar.
- Gewichte Hier gibt es keine besonderen Ausreißer – etwa 1 kg trennt das leichteste Rad im Test (Transition) vom schwersten Modell (Atherton), was aber auch auf Unterschiede bei den Ausstattungen zurückzuführen ist. Mit einheitlichen Reifen wiegen die Bikes im Test ± 16 kg, was für Vollgas-Race-Boliden heutzutage durchaus ein respektabler Wert ist.
So haben wir getestet
Wie man es von unseren Vergleichstests schon aus der Vergangenheit kennt, unterscheiden diese sich deutlich von typischen Einzeltests und First Rides, die bei uns ebenfalls regelmäßig auf der Tagesordnung stehen. Denn bei unseren Vergleichstests betreiben wir einen noch höheren Aufwand als üblich, um die Kandidaten im Test unter möglichst identischen Bedingungen im direkten Vergleich auf denselben Strecken gegeneinander zu fahren – und zwar von großen Test-Crews, um möglichst viele Präferenzen und unterschiedliche Fahrstile abzubilden. Daher haben wir die fünf Enduros im Testfeld zunächst gut eine Woche lang im Bike Park Bischofsmais auf Herz und Nieren getestet, bevor sie sich im Anschluss noch auf unseren unterschiedlichen Hometrails beweisen mussten.
Diese Vergleichstests stellen für unsere Testredaktion gegenüber normalen Einzeltests einen erheblichen Mehraufwand dar. Gleichzeitig bieten sie aber zahlreiche Vorteile, die wir nicht missen wollen – beispielsweise ist es so deutlich leichter, innerhalb kurzer Zeit die Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Stärken und Schwächen festzustellen. Und durch die Standardisierung von bestimmten Aspekten können wir eine optimale Vergleichbarkeit zwischen den Bikes herstellen.
Auf folgende Aspekte haben wir in unserem Enduro-Vergleichstest 2025 besonders viel Wert gelegt:
- Back-to-Back-Ansatz zum direkten Vergleich
- keine Vorgaben zu Ausstattung oder Preis-Limit
- Fokus auf Performance von Rahmen und Fahrwerk
- optimale Vergleichbarkeit durch Standardisierung von Komponenten
Back-to-Back-Ansatz zum direkten Vergleich
Zu Beginn unseres Enduro-Tests mussten sich die fünf Bikes zunächst rund eine Woche lang auf den unterschiedlichen Trails in Bischofsmais im direkten Back-to-Back-Ansatz gegeneinander beweisen. Dabei sind nicht nur unzählige Tiefenmeter gefahren worden, sondern auch extrem viele Erkenntnisse gesammelt worden. Während des Tests in Bischofsmais haben wir uns in bester Enduro-Manier nicht auf eine einzelne Strecke beschränkt, sondern hatten gleich mehrere Test Tracks, die unserer Meinung nach die Vielseitigkeit der Disziplin gut gespiegelt haben.
Gleichzeitig waren viele äußere Einflüsse, beispielsweise die Witterungsverhältnisse oder die Streckenbedingungen, so konstant, wie es bei einer Outdoor-Sportart eben nur geht. Nur durch den Back-to-Back-Ansatz bei weitgehend identischen Bedingungen im unmittelbaren Vergleich können wir die Räder auf eine Art und Weise miteinander vergleichen, die für einen sinnvollen Vergleichstest notwendig ist. Indem wir die Strecken gut kennen, ist es außerdem deutlich leichter, sich voll und ganz auf die Performance des jeweiligen Bikes zu konzentrieren, um möglichst zielgerichtet die Stärken, die Schwächen und den Charakter des Testrads herauszufiltern.
Keine Vorgaben zu Ausstattung oder Preis-Limit
Für unseren Enduro-Vergleichstest 2025 haben wir bewusst darauf verzichtet, ein Preis-Limit festzulegen. Auch in Anbetracht der teils eingeschränkten Verfügbarkeit war uns stattdessen wichtig, top ausgestattete Räder zu testen, bei denen wir schon im Vorfeld wussten, dass sich die verbauten Komponenten nicht negativ auf die Fahreindrücke auswirken würden. Dadurch sind wir letztlich im Preis-Bereich zwischen 9.000 und 10.000 € gelandet – definitiv extrem hohe Preise, die für die meisten Mountainbiker und Mountainbikerinnen nichts mit der Realität zu tun haben.
Dazu sei aber auch erwähnt, dass man auf keinen Fall so viel Geld ausgeben muss, um ein hervorragend funktionierendes Bike zu bekommen. Alle Modelle in unserem Testfeld sind auch deutlich günstiger erhältlich, ohne dass man allzu große Abstriche bei der Performance machen muss – ob etwa die Gänge nun von einer SRAM GX Transmission oder eine X0 Transmission gewechselt werden, ist bis zu einem bestimmten Punkt relativ egal. Und ohnehin ist es für uns bei den Vergleichstests wichtiger, dass wir uns auf die Performance von Rahmen und Fahrwerk konzentrieren, als dass wir jedes noch so unbedeutende Bauteil im Detail auseinandernehmen.
Fokus auf Performance von Rahmen und Fahrwerk
Bei der Auswahl der Bikes haben wir darauf geachtet, dass alle Modelle vernünftig ausgestattet sind. Dass eine moderne High End-Schaltung gut funktioniert, ist für uns klar – wichtiger für uns beim Vergleichstest ist jedoch, welchen Eindruck der Rahmen und das verbaute Fahrwerk hinterlassen. Das stellt das Herzstück des Bikes dar, weshalb wir uns bei der Bewertung der Bikes vor allem auf diese Aspekte konzentriert haben. Natürlich spielt auch das Gesamtpaket eine Rolle und auf etwaige Unzulänglichkeiten bei der Ausstattung gehen wir in den Einzeltests auch ein. Wichtiger ist jedoch für uns die Performance von Rahmen, Federgabel und Dämpfer.
Optimale Vergleichbarkeit durch Standardisierung von Komponenten
Wie von unseren Vergleichstests gewohnt, haben wir uns auch dieses Mal dazu entschieden, gewisse Parameter der Test-Bikes zu vereinheitlichen. Die Standardisierung bestimmter Komponenten stellt für uns zwar einen Mehraufwand dar, erleichtert uns das Testen und Vergleichen aber ungemein – vor allem im Bereich der Reifen. Diese haben große Auswirkungen auf die Performance des Bikes und sind für alle Endkundinnen und -kunden schnell und kostengünstig ausgetauscht. Damit hier alle Bikes bei den gegebenen Bedingungen dieselben Chancen haben, haben wir auf einheitliche Reifen gesetzt. Außerdem haben wir auch an anderen Stellen einheitliche Komponenten verbaut:
- Reifen Standardmäßig ist jedes Rad mit einheitlichen Reifen aus dem Hause Schwalbe bestückt worden. Vorne haben wir uns für den Schwalbe Magic Mary Radial mit Gravity-Karkasse und Super Soft-Gummimischung entschieden, hinten hat der Schwalbe Albert Radial – ebenfalls mit Gravity-Karkasse – in der Soft-Gummimischung für die optimale Traktion gesorgt. Unsere Wahl ist dabei auf die Gravity-Karkasse gefallen, weil wir lieber Tiefenmeter sammeln wollten, statt uns Gedanken über Defekte machen zu müssen. Alle Reifen wurden dabei tubeless aufgebaut und mit dem präferierten Luftdruck des jeweiligen Testers gefahren. Durch die Vereinheitlichung der Reifen haben wir einen Faktor, der sich stark auf die Performance des Bikes auswirken kann, standardisiert.
- Cockpit Bei allen Bikes haben wir die Lenker einheitlich auf eine Breite von 770 mm gekürzt, was ziemlich genau unseren individuellen Präferenzen entspricht. Serienmäßig werden die Modelle mit breiteren Lenkern ausgeliefert. Durch das einheitliche Kürzen haben wir sichergestellt, dass das Cockpit-Gefühl möglichst ähnlich ist. Für den Fall der Fälle hatten wir außerdem ausreichend Ersatz-Lenker im Gepäck, um auf etwaige Präferenzen hinsichtlich Cockpit-Höhe reagieren zu können. Hinsichtlich der Griffe ist jeder Tester jeweils seine eigenen, bevorzugten Griffe gefahren.
- Pedale Für die optimale Verbindung zwischen Mensch und Maschine haben wir auf NC-17 Sudpin Flat-Pedale vertraut, die dank unterschiedlicher Größen gut zu den unterschiedlich großen Füßen der Test-Crew gepasst haben, Traktion satt liefern und mit ihrem schicken Rot-Ton auch optisch zu überzeugen wissen.
- Schutzbleche In der Theorie wären wir gerne Schönwetter-Fahrer, doch der Test-Alltag sieht oft anders aus. Wir hatten zwar während unseres Tests größtenteils Glück mit dem Wetter und dadurch optimale Bodenverhältnisse, doch dank der einheitlich verbauten Unleazhed M02-Schutzbleche konnten wir auch während der regnerischen Tage in Bischofsmais perfekt testen, ohne dem Matsch-Dauerbeschuss hilflos ausgeliefert zu sein.
Das Testgelände
Für unseren Enduro-Vergleichstest haben wir uns zunächst in der MTB ZONE am Geisskopf getroffen, um unzählige Abfahrten mit Lift-Unterstützung zu machen. Der Bikepark Geisskopf hat einen tollen Mix aus verschiedenen Strecken, die von naturbelassenen Loamern über harte, steinige und technische Trails bis hin zu typischen Park-Jumplines reichen, zu bieten – perfekte Voraussetzungen also für einen Vergleichstest. Und da Enduro-Bikes vor allem für die Abfahrt gebaut sind, aber auch gewisse Uphill-Qualitäten mitbringen müssen, sind wir die Räder natürlich auch ausreichend aus eigener Kraft nach oben gekurbelt, um Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Stärken und Schwächen zu ermitteln.
Im Anschluss an unser offizielles Testcamp haben wir die fünf Modelle im Test außerdem noch ausgiebig auf unseren Hometrails bewegt – denn auf uns wie aus der Westentasche bekannten Strecken ist es deutlich leichter, feine Nuancen herauszufahren. Die Räder wurden dabei sowohl auf typischen deutschen Mittelgebirgs-Trails im Taunus, als auch auf den harten und steilen Strecken rund um Graz bewegt. Summa summarum mussten sich die fünf Räder in unserem Test also auf einer Vielzahl unterschiedlicher Trails beweisen und wurden mehr als ausgiebig getestet.
Unsere Test-Crew
Das Test-Team unseres Enduro-Vergleichstests 2025 werden geneigte Leserinnen und Leser schon kennen, als wären sie seit vielen Jahren gute Freunde. Wenn Gregor Sinn nicht gerade beim Downhill World Cup im Staub auf der Pirsch liegt oder über die Anschaffung eines weiteren sinnfreien, in die Jahre gekommenen, dafür aber nicht besonders schönen Autos nachdenkt, ist der Wahl-Ösi rund um Graz und den Bikepark Maribor auf dem Enduro-Bike unterwegs. Dazu ist Gregor mit jeder Menge Downhill-Expertise und Race-Erfahrung gesegnet. Bonus-Punkte gibt’s für sein besonders volles Haar.
Der sanfte Riese in unserem Test-Team ist zweifelsohne Mitch Biernoth. Dank elfengleichem, verspieltem und leichtfüßigem Fahrstil wurde er schon mehrfach mit Brandon Semenuk und Hugo Frixtalon verwechselt – der Kanadier und der Franzose hätten beim Armdrücken gegen Mitch aber nicht den Hauch einer Chance. Wenn Mitch nicht gerade auf dem Enduro-Bike unterwegs ist und Flugmeilen sammelt, arbeitet Mitch außerdem erfolgreich an seiner Model-Karriere: 2024 konnte er souverän seinen Titel als Mister Darmstadt verteidigen.
Wie es sich für einen Vergleichstest bei MTB-News gehört, darf natürlich auch Arne Koop nicht im Aufgebot fehlen. Lange Zeit wurde Arne dank seiner Tischtennis-Künste als legitimer Nachfolger von Timo Boll gehandelt, doch seit vielen Jahren hat der Hesse den Schildkröt-Schläger gegen das vMAX-Bike getauscht und schmettert mit ganz viel Testerfahrung über die Trails. Dazu fährt keiner im Team so schön Kurven wie Arne – hier hat sich das Fahrtechnik-Training bei unserem Rennrad-News-Kollegen Phil Schaare bezahlt gemacht.
Alle Infos zum bevorstehenden Enduro-Vergleichstest 2025
Wie gewohnt werden wir in den nächsten Tagen zunächst zu jedem Rad einen ausführlichen Einzeltest veröffentlichen – sowohl in geschriebener Form auf unserer Website, als auch als Video auf dem Youtube-Kanal von MTB-News. Danach geht’s ans Eingemachte: In unserem detaillierten Fazit-Artikel werden wir nicht nur auf die Tops und Flops des Vergleichstests eingehen, sondern auch erläutern, welches der fünf Räder letztlich den Testsieg holt. Schließlich geht es in unserem Vergleichstest darum, das beste Rad im herausragend besetzten Testfeld zu küren. Außerdem benennen alle Tester ihre ganz persönlichen Favoriten, und wir versorgen euch mit unseren besonderen Erkenntnissen aus dem Enduro-Vergleichstest 2025.
Welchen der fünf Kandidaten findest du am spannendsten?
Hier findest du alle weiteren Artikel unseres Enduro Bike-Vergleichstest 2025:
- Enduro-Bike-Vergleichstest 2025: And the winner is … Unser Fazit!
- Enduro Bike Vergleichstest 2025 – Pivot Firebird: Der Feuervogel fängt den Wurm
- Enduro Bike Vergleichstest 2025 – Atherton A.170: Mit Muffen sausen
- Enduro Bike Vergleichstest 2025 – Transition Sentinel: Der Fahrspaß-Champion
- Enduro Bike Vergleichstest 2025 – Scott Ransom: Effizienz meets Ballerbude
- Enduro Bike Vergleichstest 2025 – Lapierre Spicy CF: Mehr oder weniger Schärfe?
- 5 Enduro-Bikes im Vergleichstest: Welches Enduro ist die Nummer 1?



208 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumIch hab zwei Kinder und bin mit meiner Freundin seit 20 Jahren zusammen. Noch nie in meinem Leben wäre ich auf die Idee gekommen um Erlaubnis zu fragen wofür ich mein Geld ausgeben darf und umgekehrt genauso. Es gab auch noch nie Streit darum wer wofür sein Geld ausgibt und wer was für die Kinder bezahlen muss oder wer den Supermarkt Einkauf bezahlt.
Diese Szenarien die hier oft beschrieben werden kenne ich nur aus stereotypen Sitcoms. Auch meine Eltern hatten solche Unterhaltungen nie.
Schön für dich!
Mir hat auch noch nie jeamnd weitere Superboost LR verboten 🤷♂️
Es ging um das Wort "Regierung", welches sich in dem Zusammenhang so liest, als wären alle Männer prinzipiell durch ihre tyrannischen Diktatorinnen daheim in ihrem Leben beschränkt. So ein Ausdruck ist einfach deppat. Wer zB wegen 1000 eur für Radl Zeug im Jahr bei seiner Partnerin betteln muss (obwohl man sich das gut leisten kann), braucht eine andere (oder benimmt sich vermutlich eh selbst auch so).
Egal. Gehört hier nicht hin.
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