Die EWS in Pietra Ligure wird vor allem wegen zwei Dingen in Erinnerung bleiben: die Rückkehr großer Eintagesrennens und das Wiederaufleben des französischen Rufs als dominierende Kraft im Endurosport, denn es gewannen Melanie Pugin und Adrien Dailly – und etliche weitere Franzosen und Französinnen platzierten sich dahinter.

EWS 2020 – Pietra Ligure: Rennbericht

Bei den Frauen rollte Isabeau Courdurier (Lapierre Zipp Collective) als klare Favoritin an die Startlinie, obwohl sie sich eine Woche zuvor eine Knöchelverletzung zugezogen hatte. Nach ihrer perfekten Saison 2019 und ihrem Sieg in Zermatt letzten Monat war es kein Wunder, dass man von ihr erwartete, auch in Italien zu gewinnen. Ihr Rennen begann gut und sie gewann die ersten beiden Stages des Tages überzeugend, doch dann holte sich ihre französische Landsfrau Melanie Pugin die wichtige dritte Stage, die Queen-Stage.

Pugin, frisch von ihrem Sieg beim EWS-E-Rennen in Zermatt im vergangenen Monat kommend, übernahm von nun an die Kontrolle über das Rennen und gewann die nächsten beiden Etappen entscheidend. Courdurier gewann zwar diesmal nicht, dennoch gelang ihr ein sehr respektabler zweiter Platz. Morgane Charre (Pivot Factory Racing) nahm mit einer konstanten Leistung den dritten Platz ein und komplettierte damit das rein französische Podium. Aus deutscher Sicht fuhr Raphaela Richter als beste Deutsche auf Rang 13, gefolgt von Tanja Naber (17.).

Melanie Pugin sicherte sich den Sieg bei den Frauen.
# Melanie Pugin sicherte sich den Sieg bei den Frauen.

Bei den Männern war es zunächst nicht ganz klar: Adrien Dailly (Lapierre Zipp Collective) holte sich zwar die erste Stage, aber Jesse Melamed (Rocky Mountain Race Face Enduro Team) konterte und holte Stage 2. Rhys Verner (Kona Factory Racing) gewann die Queen Stage, aber Dailly blieb in der Tageswertung vorne – bis zum Schluss: Der Franzose beendete den Tag mit einem beeindruckenden Vorsprung von 20 Sekunden auf seinen nächsten Rivalen Florian Nicolai (Trek Factory Racing), der den zweiten Platz belegte. Downhill-Spezialist Jack Moir (Canyon Collective) rundete die ersten drei Plätze ab und schaffte es somit das erste Mal auf ein EWS-Podium.

Aus deutscher Sicht: Christian Textor fuhr nach seinem unglücklichen Sturz in Zermatt auf Rang 34. Christian Loeffler kam auf Platz 70 ins Ziel, weitere Platzierungen gab es mit Max Pfeil (87), Christian Derkum (91) und Robert Schwenk (100). Torben Drach kam nach seinem furiosen Rang 27 in Zermatt in Pietra Ligure leider nicht ins Ziel.

Nach einer langen Durststrecke war Adrien Dailly mal wieder Tagesschnellster.
# Nach einer langen Durststrecke war Adrien Dailly mal wieder Tagesschnellster.

Hattie Harnden (Trek Factory Racing) gewann wie schon beim letzten Lauf in der Schweiz die U21-Frauen, mit Sophie Riva aus Italien auf dem zweiten Platz. Bei den U21-Männern fügte Antoine Vidal (Commencal Enduro Team) seiner wachsenden Liste von Siegen einen weiteren hinzu, mit Brady Stone (Theory Global Enduro Team) auf dem zweiten und Jamie Edmondson aus Großbritannien auf dem dritten Platz. Auch hier gab es mit einem Rang 20 für Valentin Schleicher und Laurin Voth auf Platz 22 erfreuliche Ergebnisse deutscher Nachwuchsfahrer.

Karim Amour brachte den Sieg bei den Master Men nach Hause, gefolgt von Cedric Ravanel (Commencal Enduro Team) auf dem zweiten und Bruno Zanchi auf dem dritten Platz. Der Deutsche Ingo Carb fuhr auf einen starken Rang 6. Im Team-Wettbewerb war Pivot Factory Racing das Team des Tages, gefolgt von Lapierre Zipp Collective auf dem zweiten und Rocky Mountain Race Enduro auf dem dritten Platz.

EWS 2020 – Pietra Ligure: Ergebnisse

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Info: Pressemitteilung Enduro World Series | Fotos: Enduro World Series
  1. benutzerbild

    Pressemitteilungen

    dabei seit 12/2014

    Enduro World Series #2 – Pietra Ligure: Alles in französischer Hand!

    Die EWS in Pietra Ligure wird vor allem wegen zwei Dingen in Erinnerung bleiben: die Rückkehr großer Eintagesrennens und das Wiederaufleben des französischen Rufs als dominierende Kraft im Endurosport!

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    Enduro World Series #2 – Pietra Ligure: Alles in französischer Hand!
  2. benutzerbild

    xforce1

    dabei seit 05/2012

    Geiles Rennen.
    An der Stelle hier sind gefühlt 100 Schaltwerke beschädigt worden. Das Heck der Fahrer, die den Felsbrocken zu weit rechts anfahren, wird buchstäblich nach rechts katalputiert mit den entsprechenden Folgen.
  3. benutzerbild

    Hannes

    dabei seit 11/2000

    Geiles Rennen.
    An der Stelle hier sind gefühlt 100 Schaltwerke beschädigt worden. Das Heck der Fahrer, die den Felsbrocken zu weit rechts anfahren, wird buchstäblich nach rechts katalputiert mit den entsprechenden Folgen.
    smilieops:

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