Update 29. September 2025: Aktuell läuft eine Umfrage zum Thema Mountainbiken in NRW. Nehmt jetzt teil – hier geht es zur Umfrage
Liebe Mountainbiker*innen in NRW, innerhalb eines Forschungsprojektes im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW eruieren wir, unter welchen Rahmenbedingungen genehmigte Trailinfrastruktur in NRW entstehen kann. Hierfür sind Sichtweisen und Bedürfnisse aktiver Moutainbiker*innen von essenzieller Bedeutung. Daher bitten wir euch, ein paar Minuten Zeit zu nehmen und die folgenden Fragen zu beantworten.
Herzlichen Dank!
Ausgangslage: Mountainbiken im Aufwind
Die Freizeitaktivität Mountainbiken erfreut sich in Deutschland weiterhin großer Beliebtheit – über 16 Millionen Menschen nutzen nach Angaben des Kompetenz- und Koordinationsteam MTB in NRW ihr Mountainbike. Besonders in Nordrhein-Westfalen, wo von der Eifel über das Sauerland bis ins Ruhrgebiet zahlreiche Biker unterwegs sind, mangelt es bislang jedoch an eigens ausgewiesener Trailinfrastruktur. Studien zufolge bevorzugen rund 83 Prozent der Mountainbiker schmale, naturbelassene Wege – was den Bedarf an speziell konzipierten MTB-Trails unterstreicht.
Ziel des Forschungsprojekts: Mehr Trails, weniger Konflikte
Mit dem Vorhaben „MTB-Situation in Nordrhein-Westfalen“ sollen in mehreren Phasen Konzepte erarbeitet werden, die den bestehenden und zukünftigen Ansprüchen der MTB-Szene gerecht werden. Nach den Angaben der Initiatoren soll dabei nicht nur der Ausbau zusätzlicher Trails vorangetrieben, sondern auch das Zusammenleben mit anderen Nutzergruppen verbessert werden. Es wird angestrebt, durch die Analyse bereits erfolgreich umgesetzter Projekte und das Einbeziehen aller relevanten Interessengruppen tragfähige Modelle für die Erweiterung der Trailinfrastruktur zu entwickeln – und damit Konflikten vorzubeugen.
Kooperation und Mitgestaltung: Alle Beteiligten sind gefragt
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen und Verbänden. Das Kompetenz- und Koordinationsteam (KKT) MTB in NRW – ein Zusammenschluss des Landesverbandes NRW des Deutschen Alpenvereins, der Deutschen Initiative Mountainbike (DIMB), dem Mountainbike Forum Deutschland sowie dem Radsportverband NRW – wird die Mountainbike-Community aktiv in den Entwicklungsprozess einbinden. Die Initiatoren laden zudem MTB-Vereine und andere engagierte Akteure ein, ihre Erfahrungen aus bereits abgeschlossenen, in Planung befindlichen oder auch gescheiterten Projekten einzubringen.
Studienauftrag und organisatorische Rahmenbedingungen
Das Forschungsprojekt wird im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW durchgeführt. Federführend bei der Umsetzung ist die IU Düsseldorf unter Leitung von Prof. Dr. Felix Wölfle – in Kooperation mit Wald und Holz NRW. Im Rahmen der Studie soll zunächst der Ist-Zustand der MTB-Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen erfasst werden, um darauf aufbauend praxisnahe und lösungsorientierte Konzepte zu entwickeln.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Einreichung von Erfahrungsberichten und Projektbeispielen finden Interessierte unter mtb-in-nrw.de. Die Verantwortlichen betonen, dass die vorgestellten Ansätze aktuell auf Basis der Angaben der Projektinitiatoren entwickelt werden und sich im Laufe des Forschungsprozesses weiter konkretisieren sollen.
Wie steht ihr zu den geplanten Trailkonzepten in NRW?
97 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumGelernter ostdeutscher
Das habt ihr schön rausgearbeitet
Um das zu merken, wäre es aber erforderlich, aus dem "der ist doof, der sagt was gegen meine tolle Idee, dem gebe ich es jetzt persönlich"-Modus rauszukommen und sich durch sinnerfassendes Lesen inkl. Nebensätze und Klammern mit dem Geschriebenen auseinanderzusetzen.
Das dazwischen eine Lücke klafft, ebenfalls. Und Meinungsverschiedenheiten, wie man zu einer Lösung kommt.
Das "wir" MTB nicht gerade in der stärkeren Position sind dürfte klar sein.
Wenn es schon heißt, "im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW, dann ist auch klar, wer die Richtung vor gibt, wer das sagen hat etc. "Wir" [MTB] sind nur Bittsteller.
"Iirgendwie" muss man sich bemerkbar machen
(1) Das du, ich und andere lieber eine generelle (freie) Befahrung von Wegen (a la Bayrische Verfassung) hätten, und (2) nicht nur auf ein paar wenige Wege konzentrieren und alle anderen wären verboten, die auch nicht extra mit Bauten (Anliegern, Sprüngen, Wänden etc) verbunden sind oder gar etwas kosten.
Wenn man dagegen ist (2) und ersteres (1) bevorzugt, dann müsste halt mehr kommen. Einerseits kommt da halt nich viel und andererseits, was wäre zu tun um das zu ändern?
Tut man nichts, dann werden eben so Tirol/Österreich Modelle geschaffen; und wird jetzt mit der neu geschaffenen Koordinationsstelle auch weiter verfolgt bzw noch besser "koordiniert". Dh dezitiert ausgewiesene und nur dort erlaubte Strecken (damit einhergehend und selbstredend: alle anderen verboten), glattgeleckte vorgekehrte Murmelbahnen/Flowtrails, mit Bauten (Sprünge, Wände, Anlieger), hie und da auch noch die ein oder andere Naturnahe Strecke und all dies dann in der Regel auch noch kostenpflichtig.
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