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Ein schöner Morgen
Ein schöner Morgen - Foto: Sam Needham
Alles schläft, einsam wacht der Mavic-Bus über die abgehärteten Abfahrtsfahrer- und Fahreinnen
Alles schläft, einsam wacht der Mavic-Bus über die abgehärteten Abfahrtsfahrer- und Fahreinnen - Foto: Max Schumann
Willkommen zu Tag vier! Das sagen Wolf Gang Ice Cold …
Willkommen zu Tag vier! Das sagen Wolf Gang Ice Cold … - Foto: Max Schumann
… und Gregor in Gefahr!
… und Gregor in Gefahr! - Foto: Max Schumann
Die Tage sind lang bei der Trans Provence. Daher erhält jeder Starter je einen Baguette-Berg.
Die Tage sind lang bei der Trans Provence. Daher erhält jeder Starter je einen Baguette-Berg. - Foto: Max Schumann
Heftiger Einstieg zu Beginn. die Veranstalter sagen dazu: „Mediterran“
Heftiger Einstieg zu Beginn. die Veranstalter sagen dazu: „Mediterran“ - Foto: Max Schumann
Freude, Angst oder Schock? Gregor zeigt mit einer einzigen Mimik, dass bei diesem verrückten Rennen alles möglich sein kann! Hier bestaunt die Truppe die mächtige Mure
Freude, Angst oder Schock? Gregor zeigt mit einer einzigen Mimik, dass bei diesem verrückten Rennen alles möglich sein kann! Hier bestaunt die Truppe die mächtige Mure - Foto: Max Schumann
Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie die Zeiten gemessen werden: Der kleine Chip ist am Rucksack befestigt und muss am Start und im Ziel manuell von einem Helfer oder einer Helferin gestoppt werden
Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie die Zeiten gemessen werden: Der kleine Chip ist am Rucksack befestigt und muss am Start und im Ziel manuell von einem Helfer oder einer Helferin gestoppt werden - Foto: Sam Needham
… und dies sieht im Ziel dann so aus
… und dies sieht im Ziel dann so aus - Foto: Max Schumann
Früchte, Gebäck und … Mini-Salami. Letztere würden wir allerdings vielleicht nicht unbedingt essen wollen
Früchte, Gebäck und … Mini-Salami. Letztere würden wir allerdings vielleicht nicht unbedingt essen wollen
Schön
Schön
SN TransProvence2019  08
SN TransProvence2019 08 - Foto: Sam Needham
Mit Vollstoff durch den Wald – schöner Mitzieher von Sam Needham
Mit Vollstoff durch den Wald – schöner Mitzieher von Sam Needham - Foto: Sam Needham
Augen auf beim Dauerlauf: In so mancher Kurve muss man etwas genauer schauen, in welche Richtung der Trail weitergeht
Augen auf beim Dauerlauf: In so mancher Kurve muss man etwas genauer schauen, in welche Richtung der Trail weitergeht
Ein bisschen Style darf sein!
Ein bisschen Style darf sein! - Foto: Sam Needham
„Wenn du mit Apfel in der Hand fahren willst, musst du die Hände so halten. So! Dann ist die nötige Stabilität gewährleistet!" Chris Ball weiß, wie es geht!
„Wenn du mit Apfel in der Hand fahren willst, musst du die Hände so halten. So! Dann ist die nötige Stabilität gewährleistet!" Chris Ball weiß, wie es geht!
Fahrtechnikschule, Teil 1: Wir stellen vor: Den Skandinavian Flick. Erst das Hinterrad in die entgegengesetzte Richtung ins Kurveninnere andriften, um …
Fahrtechnikschule, Teil 1: Wir stellen vor: Den Skandinavian Flick. Erst das Hinterrad in die entgegengesetzte Richtung ins Kurveninnere andriften, um … - Foto: Sven Martin
dann mit höchstmöglicher Geschwindigkeit das Heck in die andere Richtung zu werfen und so …
dann mit höchstmöglicher Geschwindigkeit das Heck in die andere Richtung zu werfen und so … - Foto: Sven Martin
… maximalen Kurvenausgangs-Speed zu generieren.
… maximalen Kurvenausgangs-Speed zu generieren. - Foto: Sven Martin
Schön!
Schön! - Foto: Sam Needham
Wolf Gang Ice Cold inmitten tückischer Spitzkehren …
Wolf Gang Ice Cold inmitten tückischer Spitzkehren … - Foto: Sven Martin
… und Ruinen, die im AirBnB-Ranking aktuell in der Ausstattung etwas weiter hinten lägen …
… und Ruinen, die im AirBnB-Ranking aktuell in der Ausstattung etwas weiter hinten lägen … - Foto: Sven Martin
Aber wie heißen die drei Top-Argumente von Maklern? Lage, Lage, Lage! Und die ist nun wirklich top. Hier zu sehen: Gregor in Spitzkehren auf dem Weg ins malerische Tal
Aber wie heißen die drei Top-Argumente von Maklern? Lage, Lage, Lage! Und die ist nun wirklich top. Hier zu sehen: Gregor in Spitzkehren auf dem Weg ins malerische Tal - Foto: Sven Martin
"(X) Won't even say your own name when I come around
(X) Stay on top but remain from the underground"
"(X) Won't even say your own name when I come around (X) Stay on top but remain from the underground" - Ob Steve Peat hier wirklich die Choreo von Xzibits Song „X“ nachtanzen wollte, darf bezweifelt werden. Stattdessen präsentiert Peaty wohl eher seine aufgerissenen Arme nach einem üblen Highspeed-Crash. Foto: Max Schumann
Gregors Arme sehen trotz X zwar erstmal ok aus – leider stürzte unser schneller Redakteur später dennoch wieder auf die Ellbogen
Gregors Arme sehen trotz X zwar erstmal ok aus – leider stürzte unser schneller Redakteur später dennoch wieder auf die Ellbogen - Foto: Max Schumann
Man achte auf den Reifen: Gregor mit maximal geflicktem Hinterrad hackt irgendwie den Trail hinunter – er ist übrigens eine gesamte Stage an Tag 4 auf der Felge gefahren …
Man achte auf den Reifen: Gregor mit maximal geflicktem Hinterrad hackt irgendwie den Trail hinunter – er ist übrigens eine gesamte Stage an Tag 4 auf der Felge gefahren … - Foto: Max Schumann
Gregor: Race Mode on
Gregor: Race Mode on - Foto: Sam Needham
Wir hoffen stark, dass wir die Aufnahmen am Schluss zu sehen bekommen, Wolfi
Wir hoffen stark, dass wir die Aufnahmen am Schluss zu sehen bekommen, Wolfi - Foto: Sam Needham
Reifen: Platt.
Reifen: Platt. - Foto: Sam Needham
Wolfgang Eisholdt: Platt.
Wolfgang Eisholdt: Platt. - Foto: Sam Needham
Marco Osborne liegt nach Tag 4 wieder auf Tag 2, was seine blitzschnellen Stage-Abfahrten nicht schmälern soll. Wir sind gespannt, ob der US-Amerikaner an Tag 5 wieder aufholen kann. Es liegen nur 22 Sekunden zwischen ihm und Romain Paulhan...
Marco Osborne liegt nach Tag 4 wieder auf Tag 2, was seine blitzschnellen Stage-Abfahrten nicht schmälern soll. Wir sind gespannt, ob der US-Amerikaner an Tag 5 wieder aufholen kann. Es liegen nur 22 Sekunden zwischen ihm und Romain Paulhan... - Foto: Sam Needham
Jamie Nicoll wird immer stärker: Nachdem er kurz im Klassement etwas abgerutscht war, liegt der Kiwi wieder in den Top Ten
Jamie Nicoll wird immer stärker: Nachdem er kurz im Klassement etwas abgerutscht war, liegt der Kiwi wieder in den Top Ten - Foto: Sven Martin
Duck dich, Seb! Wir kennen es noch von Maxi Dickerhoffs Berichten – tiefstehende Bäume können für Kopfschmerzen sorgen. Auch hier sollte man immer Vorsicht walten lassen
Duck dich, Seb! Wir kennen es noch von Maxi Dickerhoffs Berichten – tiefstehende Bäume können für Kopfschmerzen sorgen. Auch hier sollte man immer Vorsicht walten lassen
Flatterband und Zettelchaos
Flatterband und Zettelchaos - Foto: Sam Needham
Schumax genießt das Dinner am Abend von Tag 4
Schumax genießt das Dinner am Abend von Tag 4
Muss kein Backflip sein, aber ein bisschen Eistonnen-Feeling ist definitiv gut für die lädierten Muskeln
Muss kein Backflip sein, aber ein bisschen Eistonnen-Feeling ist definitiv gut für die lädierten Muskeln - Foto: Sam Needham
Eine kurze Boulder-Session ist noch drin – warum sollten die Finger und Hände auch irgendwie müde sein?
Eine kurze Boulder-Session ist noch drin – warum sollten die Finger und Hände auch irgendwie müde sein? - Foto: Sven Martin
Ein kurzer Flip ins kühle Nass ist immer noch drin
Ein kurzer Flip ins kühle Nass ist immer noch drin - Foto: Sven Martin
Das darf nach einem anstrengenden Tag sein: Ein blonde froide – vielleicht könnte man so ein „Kühles Blondes“ übersetzen.
Das darf nach einem anstrengenden Tag sein: Ein blonde froide – vielleicht könnte man so ein „Kühles Blondes“ übersetzen. - Foto: Max Schumann
Kampfspuren eines wilden Tages in den Bergen.
Kampfspuren eines wilden Tages in den Bergen. - Foto: Sam Needham
Stoppie vor Fahrrädern
Stoppie vor Fahrrädern - Aber: Hans Rey hat angerufen und möchte seinen Move aus den 90ern zurück!
Eine anstrengende Königsetappe geht zuende. Tag 5 ruft schon …
Eine anstrengende Königsetappe geht zuende. Tag 5 ruft schon … - Foto: Max Schumann

Der vierte Tag der Trans Provence sollte mit angegebenen 60 km und 1900 hm der längste und härteste des Rennens werden. Auch wenn das Höhenprofil eigentlich ganz machbar aussah und sich keiner vorstellen konnte, wo die Daten herkamen, war die Erwartung am morgen natürlich groß. Außerdem verfolgte mich natürlich weiter das Defekt-Pech …

Ein schöner Morgen
# Ein schöner Morgen - Foto: Sam Needham
Diashow: Gregor in Gefahr bei der Trans-Provence – Tag 4 - Alter, wie gehst du denn ab?
Mit Vollstoff durch den Wald – schöner Mitzieher von Sam Needham
… und dies sieht im Ziel dann so aus
Ein kurzer Flip ins kühle Nass ist immer noch drin
Schön
Alles schläft, einsam wacht der Mavic-Bus über die abgehärteten Abfahrtsfahrer- und Fahreinnen
Diashow starten »

Da unser Lager für die Nacht diesmal recht weit oben lag und wir nicht allzu früh dort eingetroffen waren, war unser vom vortägigen Regenguss durchnässtes Equipment natürlich morgens immer noch genauso nass wie am Abend. Wegen des langen Tages hieß es diesmal für wirklich alle: um 6 Uhr aus den Federn, Porridge und Eggy Bread reindrücken und ab aufs Rad. Zum Glück brannte die Sonne direkt ganz gut, sodass ich zwar in meine nassen Schuhe schlüpfen musste, den ebenfalls tropfnassen Helm und die Goggle auf dem entspannten Transfer hoch zur ersten Stage jedoch am Lenker in der Sonne baumeln lassen konnte, was sehr half.

Alles schläft, einsam wacht der Mavic-Bus über die abgehärteten Abfahrtsfahrer- und Fahreinnen
# Alles schläft, einsam wacht der Mavic-Bus über die abgehärteten Abfahrtsfahrer- und Fahreinnen - Foto: Max Schumann
Willkommen zu Tag vier! Das sagen Wolf Gang Ice Cold …
# Willkommen zu Tag vier! Das sagen Wolf Gang Ice Cold … - Foto: Max Schumann
… und Gregor in Gefahr!
# … und Gregor in Gefahr! - Foto: Max Schumann
Die Tage sind lang bei der Trans Provence. Daher erhält jeder Starter je einen Baguette-Berg.
# Die Tage sind lang bei der Trans Provence. Daher erhält jeder Starter je einen Baguette-Berg. - Foto: Max Schumann

Stage 13

Stage 13 startete nach einem gut pedalierbaren Warm-Up-Transfer auf einer grasigen, alpinen Anhöhe. Der Anfang war noch sehr schmal, etwas flach und erforderte viel Pedalier- und Pump-Arbeit, um auf Geschwindigkeit zu bleiben. Nach und nach wurde es jedoch immer schneller und gerölliger – die Organisatoren beschrieben es als mediterran. Ich war wieder einmal noch nicht ganz bei der Sache und stand in dem ungewohnten losen Gestein tendenziell eher etwas auf der Bremse. Zwischendurch gab es noch einige Wegkreuzungen und sogar einen kurzen Abstecher auf eine Asphaltstraße, von der es wieder Vollgas, aber blind in die Stage ging. Unten taten mir trotz der nur zirka 2,75 km Streckenlänge ganz ordentlich die Hände weh, was aber neben dem ruppigen Gelände auch an dem frühen Start liegen konnte.

Heftiger Einstieg zu Beginn. die Veranstalter sagen dazu: „Mediterran“
# Heftiger Einstieg zu Beginn. die Veranstalter sagen dazu: „Mediterran“ - Foto: Max Schumann

Stage 14

„Sagt eine Mure zur andern: Alter, wie gehst du denn ab?“ – Max Schumann

Der folgende Transfer ging im Prinzip mehr oder weniger am Hang entlang, da jedoch eine, wie wir später feststellten, ganz ordentliche Mure ins Tal gegangen war und den Weg weggerissen hatte, gab es dann doch einen kurzen Abstecher nach oben – ist ja nicht so, dass der Tag lang wäre. Nach einem extrem technischen kurzen Downhill, der uns zurück auf unseren Höhenweg brachte, konnten wir die mächtige Mure dann auch selbst bestaunen, was Max Schumann auf den nebenstehenden genialen Flachwitz brachte.

Freude, Angst oder Schock? Gregor zeigt mit einer einzigen Mimik, dass bei diesem verrückten Rennen alles möglich sein kann! Hier bestaunt die Truppe die mächtige Mure
# Freude, Angst oder Schock? Gregor zeigt mit einer einzigen Mimik, dass bei diesem verrückten Rennen alles möglich sein kann! Hier bestaunt die Truppe die mächtige Mure - Foto: Max Schumann
Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie die Zeiten gemessen werden: Der kleine Chip ist am Rucksack befestigt und muss am Start und im Ziel manuell von einem Helfer oder einer Helferin gestoppt werden
# Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie die Zeiten gemessen werden: Der kleine Chip ist am Rucksack befestigt und muss am Start und im Ziel manuell von einem Helfer oder einer Helferin gestoppt werden - Foto: Sam Needham
… und dies sieht im Ziel dann so aus
# … und dies sieht im Ziel dann so aus - Foto: Max Schumann
Früchte, Gebäck und … Mini-Salami. Letztere würden wir allerdings vielleicht nicht unbedingt essen wollen
# Früchte, Gebäck und … Mini-Salami. Letztere würden wir allerdings vielleicht nicht unbedingt essen wollen

Die Stage startete extrem schnell und vielversprechend in einen schönen Wald mit perfekten Boden. Nach einigen schnellen Kehren wandelte sich der Charakter jedoch um 180° – stattdessen waren nun lange, schmale und schnelle Graden gefolgt von extrem engen Switchbacks angesagt. Enge Kurven sind so gar nicht meins – ewig lange geradeaus schießen und auf den passenden Bremspunkt zu warten, nur um ihn zu verpassen und unsicher im Dreipunkt-Stand um die Kurve zu humpeln, noch viel viel weniger. Dass überall krasse Abhänge waren, die mindestens mal zu schweren Verletzungen führen würden, ließ die Laune dann auf den Gefrierpunkt sinken. Scheinbar kann man derartige Fahrerei jedoch auch genießen, jedenfalls kam meine Kritik im Ziel nicht überall gut an und einige Fahrer schienen erstaunlicherweise tatsächlich Spaß gehabt zu haben.

Schön
# Schön
SN TransProvence2019  08
# SN TransProvence2019 08 - Foto: Sam Needham
Mit Vollstoff durch den Wald – schöner Mitzieher von Sam Needham
# Mit Vollstoff durch den Wald – schöner Mitzieher von Sam Needham - Foto: Sam Needham

Stage 15

Ein kurzer Transfer brachte uns zur Foodstation und zum folgenden Uplift. Es ging wieder einmal auf einer extrem schmalen Straße weit hoch auf einen Pass. Die lange Fahrt hatte bei einigen Fahrern nach dem Mittagessen zu gewaltigem Rumoren im Magen geführt, sodass erstmal ein kleiner Erleichterungs-Abstecher in das nahe gelegene von Rallye Monte Carlo-Memorabilia überschwemmte Café angesagt war. Auf der folgenden Asphalt-Abfahrt fuhren uns erstmal Adrien Dailly und Nico Vouilloz auf einer Rennrad-Ausfahrt über den Weg. Einen kurzen Schotter-Uphill und einen Trail-Transfer mit Aussicht bis aufs nicht mehr ferne Meer später standen wir am Stage-Start.

Augen auf beim Dauerlauf: In so mancher Kurve muss man etwas genauer schauen, in welche Richtung der Trail weitergeht
# Augen auf beim Dauerlauf: In so mancher Kurve muss man etwas genauer schauen, in welche Richtung der Trail weitergeht
Ein bisschen Style darf sein!
# Ein bisschen Style darf sein! - Foto: Sam Needham
„Wenn du mit Apfel in der Hand fahren willst, musst du die Hände so halten. So! Dann ist die nötige Stabilität gewährleistet!" Chris Ball weiß, wie es geht!
# „Wenn du mit Apfel in der Hand fahren willst, musst du die Hände so halten. So! Dann ist die nötige Stabilität gewährleistet!" Chris Ball weiß, wie es geht!
Fahrtechnikschule, Teil 1: Wir stellen vor: Den Skandinavian Flick. Erst das Hinterrad in die entgegengesetzte Richtung ins Kurveninnere andriften, um …
# Fahrtechnikschule, Teil 1: Wir stellen vor: Den Skandinavian Flick. Erst das Hinterrad in die entgegengesetzte Richtung ins Kurveninnere andriften, um … - Foto: Sven Martin
dann mit höchstmöglicher Geschwindigkeit das Heck in die andere Richtung zu werfen und so …
# dann mit höchstmöglicher Geschwindigkeit das Heck in die andere Richtung zu werfen und so … - Foto: Sven Martin
… maximalen Kurvenausgangs-Speed zu generieren.
# … maximalen Kurvenausgangs-Speed zu generieren. - Foto: Sven Martin

Stage 15 konkurrierte als einzige in Länge, Tiefenmetern, Anstrengung und technischem Anspruch mit der ultraharten Stage 12 des Vortages. 5 km, 733 hm und einige technische Abschnitte und Uphill verhießen eine ordentliche Mission. Der Start war jedoch genau nach meinem Geschmack: Loser Waldboden mit tiefen Ruts und viel Anbremsen und Rutschen mit blockiertem Hinterrad. Nach und nach wurde es jedoch immer enger und steiniger, bis sogar ein paar Hinterrad-Versetzer gefragt waren. Der Höhepunkt waren dann einige alte Ruinen im Wald, wo bereits die Fotografen-Bande auf der Lauer lag. Hier galt es seine Linie genau zu wählen, viele herausstehende Steine gierten quasi nach Pedalen, Schaltwerken und Bremsscheiben oder stoppten das Vorderrad im Vorwärtsschwung extrem hart und ruppig. Da der Speed jedoch recht konstant langsam war, hatte ich viel weniger Probleme mich auf das Gelände einzustellen als auf der Vorstage und kam gefühlt sehr sauber durch. Es folgten wieder einmal einige enge Spitzkehren, die zum Glück jedoch bald einer längeren, ruppigen, nicht sehr steilen Vollgas-Sektion nahe dem Talboden wichen.

Schön!
# Schön! - Foto: Sam Needham
Wolf Gang Ice Cold inmitten tückischer Spitzkehren …
# Wolf Gang Ice Cold inmitten tückischer Spitzkehren … - Foto: Sven Martin
… und Ruinen, die im AirBnB-Ranking aktuell in der Ausstattung etwas weiter hinten lägen …
# … und Ruinen, die im AirBnB-Ranking aktuell in der Ausstattung etwas weiter hinten lägen … - Foto: Sven Martin
Aber wie heißen die drei Top-Argumente von Maklern? Lage, Lage, Lage! Und die ist nun wirklich top. Hier zu sehen: Gregor in Spitzkehren auf dem Weg ins malerische Tal
# Aber wie heißen die drei Top-Argumente von Maklern? Lage, Lage, Lage! Und die ist nun wirklich top. Hier zu sehen: Gregor in Spitzkehren auf dem Weg ins malerische Tal - Foto: Sven Martin

Lenker gut festhalten, auf die Linie konzentrieren und auf einige plötzlich auftauchende technische Passagen vorbereiten, war das Motto. Ich kam gut durch, ging aber vielleicht nach meinen Stürzen in den letzten Tagen auch nicht ganz ans Limit. Anderen Fahrern erging es weniger gut, so brach sich einer der schnellen Amerikaner das Handgelenk und Steve Peat hatte einen furchtbaren Highspeed-Crash, der ihm mehrere offene Schürf- und Platzwunden bescherte.

"(X) Won't even say your own name when I come around
(X) Stay on top but remain from the underground"
# "(X) Won't even say your own name when I come around (X) Stay on top but remain from the underground" - Ob Steve Peat hier wirklich die Choreo von Xzibits Song „X“ nachtanzen wollte, darf bezweifelt werden. Stattdessen präsentiert Peaty wohl eher seine aufgerissenen Arme nach einem üblen Highspeed-Crash. Foto: Max Schumann
Gregors Arme sehen trotz X zwar erstmal ok aus – leider stürzte unser schneller Redakteur später dennoch wieder auf die Ellbogen
# Gregors Arme sehen trotz X zwar erstmal ok aus – leider stürzte unser schneller Redakteur später dennoch wieder auf die Ellbogen - Foto: Max Schumann

Stage 16

Vor der letzten Stage folgte der längste Transfer des Tages, der im Höhenprofil allerdings auch recht machbar aussah: Viel auf und ab, eigentlich aber immer relativ eben. Nach einem kurzen Schotteranstieg trafen wir recht bald auf einen sehr mediterranen Trail. Hier passierte, was natürlich am Anfang von jedem super langen Transfer mitten im Nirgendwo, weitab der Zivilisation passieren muss: An einer Kante drückte ich mich etwas zu motiviert in die folgende Senke und erwischte mit dem Hinterrad einen fies herausstehenden Felsen, den diese mit lautem „knack, pfffffffffft“ quittierte. Die Carbon-Felge war beinahe komplett durchgebrochen. Jammern half nix, also mit tatkräftiger Hilfe von Max Schumann und Balz Weber schnell ein Schlauch rein, etwas Plastik zwischen die Carbon-Splitter und den Schlauch und Kabelbinder drumherum, um das Konstrukt zu stärken. Der Trail war natürlich tierisch ausgesetzt und steinig, was trotz vorsichtiger Fahrweise mehrere Pitstops zum Nachzentrieren erforderte. Es war für mich mal wieder ein echter Leidensweg, zwischendurch hieß es recht lange Bike-Bergsteigen (hoch und runter), das Ding wollte und wollte nicht aufhören, vor mir stürzte ein Mitfahrer fast ab und wurde nur am Knöchel noch von Joe Connell festgehalten (kein Witz) und in den letzten super technischen Serpentinen vor Sospel blieb ich in meinem Frust beim vorsichtig Runterrollen noch doof hängen und flog schon wieder auf meine Arme.

Man achte auf den Reifen: Gregor mit maximal geflicktem Hinterrad hackt irgendwie den Trail hinunter – er ist übrigens eine gesamte Stage an Tag 4 auf der Felge gefahren …
# Man achte auf den Reifen: Gregor mit maximal geflicktem Hinterrad hackt irgendwie den Trail hinunter – er ist übrigens eine gesamte Stage an Tag 4 auf der Felge gefahren … - Foto: Max Schumann
Gregor: Race Mode on
# Gregor: Race Mode on - Foto: Sam Needham
Wir hoffen stark, dass wir die Aufnahmen am Schluss zu sehen bekommen, Wolfi
# Wir hoffen stark, dass wir die Aufnahmen am Schluss zu sehen bekommen, Wolfi - Foto: Sam Needham
Reifen: Platt.
# Reifen: Platt. - Foto: Sam Needham
Wolfgang Eisholdt: Platt.
# Wolfgang Eisholdt: Platt. - Foto: Sam Needham

Irgendwie hielt das Ding bis zur nächsten Verpflegungs und Service-Station, wo mir dank des bereiten Einsatzes mehrere Mitstreiter eine neue Felge eingebaut werden konnte, bevor uns ein Shuttle ein finales Mal als so ziemlich letzte Gruppe auf den Berg fuhr. 250 smoothe Höhenmeter später und gegen 18 Uhr dann endlich der lang ersehnte Start der finalen Stage. Diese war nicht ganz unbekannt und führte auf schotterigem Boden, der absolut keinen Grip bot immer am Hang lang nach unten. Das Ganze fühlte sich weniger nach Rennenfahren, sondern mehr nach aufrecht bleiben und Sturz vermeiden an. Ich kam jedoch recht erfolgreich durch, ohne komplett zu stehen und trat, wo zu treten war … war ok!

Fazit

Der Tag war wirklich ganz schön lang! Die Odyssee am Ende hätte ich mir gerne gespart, aber es hat ja alles geklappt und war im Nachhinein echt lustig. Schon cool, was man alles noch fixen kann, wenn man sich etwas Mühe gibt und viel Hilfe von anderen bekommt. Zum Glück haben wir wieder einen kalten Fluss nahe unserem Lager, den wir erstmal ordentlich ausgetestet haben. Hoffentlich hat das genug Laktat aus dem Körper gespült, um morgen wieder richtig Gas geben zu können!

Marco Osborne liegt nach Tag 4 wieder auf Tag 2, was seine blitzschnellen Stage-Abfahrten nicht schmälern soll. Wir sind gespannt, ob der US-Amerikaner an Tag 5 wieder aufholen kann. Es liegen nur 22 Sekunden zwischen ihm und Romain Paulhan...
# Marco Osborne liegt nach Tag 4 wieder auf Tag 2, was seine blitzschnellen Stage-Abfahrten nicht schmälern soll. Wir sind gespannt, ob der US-Amerikaner an Tag 5 wieder aufholen kann. Es liegen nur 22 Sekunden zwischen ihm und Romain Paulhan... - Foto: Sam Needham
Jamie Nicoll wird immer stärker: Nachdem er kurz im Klassement etwas abgerutscht war, liegt der Kiwi wieder in den Top Ten
# Jamie Nicoll wird immer stärker: Nachdem er kurz im Klassement etwas abgerutscht war, liegt der Kiwi wieder in den Top Ten - Foto: Sven Martin
Duck dich, Seb! Wir kennen es noch von Maxi Dickerhoffs Berichten – tiefstehende Bäume können für Kopfschmerzen sorgen. Auch hier sollte man immer Vorsicht walten lassen
# Duck dich, Seb! Wir kennen es noch von Maxi Dickerhoffs Berichten – tiefstehende Bäume können für Kopfschmerzen sorgen. Auch hier sollte man immer Vorsicht walten lassen
Flatterband und Zettelchaos
# Flatterband und Zettelchaos - Foto: Sam Needham
Schumax genießt das Dinner am Abend von Tag 4
# Schumax genießt das Dinner am Abend von Tag 4
Muss kein Backflip sein, aber ein bisschen Eistonnen-Feeling ist definitiv gut für die lädierten Muskeln
# Muss kein Backflip sein, aber ein bisschen Eistonnen-Feeling ist definitiv gut für die lädierten Muskeln - Foto: Sam Needham
Eine kurze Boulder-Session ist noch drin – warum sollten die Finger und Hände auch irgendwie müde sein?
# Eine kurze Boulder-Session ist noch drin – warum sollten die Finger und Hände auch irgendwie müde sein? - Foto: Sven Martin
Ein kurzer Flip ins kühle Nass ist immer noch drin
# Ein kurzer Flip ins kühle Nass ist immer noch drin - Foto: Sven Martin
Das darf nach einem anstrengenden Tag sein: Ein blonde froide – vielleicht könnte man so ein „Kühles Blondes“ übersetzen.
# Das darf nach einem anstrengenden Tag sein: Ein blonde froide – vielleicht könnte man so ein „Kühles Blondes“ übersetzen. - Foto: Max Schumann
Kampfspuren eines wilden Tages in den Bergen.
# Kampfspuren eines wilden Tages in den Bergen. - Foto: Sam Needham
Stoppie vor Fahrrädern
# Stoppie vor Fahrrädern - Aber: Hans Rey hat angerufen und möchte seinen Move aus den 90ern zurück!
Eine anstrengende Königsetappe geht zuende. Tag 5 ruft schon …
# Eine anstrengende Königsetappe geht zuende. Tag 5 ruft schon … - Foto: Max Schumann

Die Ergebnisse nach Tag 4

Link zum Overall Standing nach Tag 4


Hier findet ihr alle Artikel zur Trans Provence 2019:

  1. benutzerbild

    Rick_Biessman

    dabei seit 09/2014

    Hammer Bericht wie jedes Mal. Danke!!! Ich kann mir kaum vorstellen, wie man sich nach einem anstrengenden Renntag dann auch noch hinsetzen und einen Artikel schreiben kann. Richtig cool, dass du uns das zukommen lässt!

    Übrigens ist ein kleiner Fehler bei der Bildunterschrift für Bild #31:
    "Marco Osborne liegt nach Tag 4 wieder auf Tag 2" - Ich denke, es war "Platz 2" gemeint, oder?
  2. benutzerbild

    Nurmi92

    dabei seit 11/2015

    und wieder mal kein argument für carbon felgen. da können sie die auch noch so anstandslos austauschen wenn es dann genau wieder an so einem Ort passiert
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    claire

    dabei seit 08/2010

    mega bericht - macht jeden tag wieder spaß! Danke Gregor!
  5. benutzerbild

    RobG301

    dabei seit 08/2012

    Genial geschrieben und erst die Bilduntertitel

    Aber was ein Tag der Leiden, vor allem mit der Felge! Das Defekt-Pech reißt nicht ab! Drücke die Daumen, dass Tag 5 besser läuft
  6. benutzerbild

    Stompy

    dabei seit 06/2007

    Schöner Bericht!

    Xzibit ist übrigens großer Fan von Ellenbogenschonern. 8-)

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