Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Von der Eingangstür hat man die Trails quasi im Blick
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Hier geht' lang
Hier geht' lang - willkommen bei Knolly!
Noel weiß, wofür er Bikes entwickelt ...
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Nämlich für die Widrigkeiten, mit denen man an der North Shore konfrontiert ist.
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Noel beim Einstieg zu "Ladies only" – ein Doubleblack-Diamond Trail
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Ruhig Blut braucht es für die Skinnies
Ruhig Blut braucht es für die Skinnies
"If it's granit you can roll it." – so die Ansage des Tages
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Kai auf einem der gebauten Elemente, die die North Shore berühmt gemacht haben
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Hier steckt Kraft drin ...
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... Ryan Berrecloth ist gleichermaßen Teamfahrer und Marketingmensch
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Die Trails stehen bereits eine Weile, wie man an der Abnutzung sehen kann
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Wippen und Skinnies
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Noel entführte uns auf die Klassiker an der Shore.
Noel entführte uns auf die Klassiker an der Shore.
Das Trailnetz ist gut beschildert und die meisten Einstiege gut sichbar ausgebaut
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... ganz entspannt bleiben ...
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Zu klein sind die Räumlichkeiten geworden. Kurz vor dem Umzug.
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Namensgeber für das neue Bike?
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Knolly-typisch: Die Umlenkung am Hinterbau
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Lego
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Für den Fall ...
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... der Fälle
... der Fälle - nein, unter Delirium versteht man bei Knolly ein Fahrrad.<br>
???
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Das Delirium
Das Delirium
Kleinteilelager ...
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... und ganze Bikes
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Bereit für die Trails
Bereit für die Trails
Auf einem Holzregal findet sich eine Menge Firmengeschichte
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Hauptsache haltbar! Das FreeRadical-Hardtail ...
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... bot verstellbare Ausfallenden ...
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... und entsprechende Verstärkungen, die auch hartem Einsatz gerecht werden
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0132
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0134
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0135
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0121
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0100
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0102
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0105
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0106
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0111
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0124
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0138
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0160
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0155
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0156
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Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0158
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0158
Podium – Das Downhill ...
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... und Freeride-Geschoss ...
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... mit dem auch James Doerfling unterwegs ist.
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Knolly Delirium
Knolly Delirium
Ein Bike für Alles!
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Man kommt den Berg hoch und sehr schnell wieder runter
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Letzte Details werden am Rechner umgesetzt
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Interne Züge finden sich jetzt auch bei Knolly...
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Entsprechende Einsätze ermöglichen einen dichten Rahmen, auch wenns mal Katzen hagelt.
Entsprechende Einsätze ermöglichen einen dichten Rahmen, auch wenns mal Katzen hagelt.
Prototyp
Prototyp
Das Carbon Warden. Damals noch virtuell ...
Das Carbon Warden. Damals noch virtuell ...
... kurz darauf live und in Farbe auf der Eurobike.
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Ryan mit neuem Arbeitsgerät
Ryan mit neuem Arbeitsgerät
Reserved parking
Reserved parking

Denkt man an ikonische Bikehersteller, dann wird Knolly auf jeden Fall mit in diesen Überlegungen sein. Geboren aus dem Wunsch, Bikes zu bauen, die den Widrigkeiten der Hometrails an der North Shore trotzen, gründete Noel Buckley 2002 seine Firma. Die Jahre zogen ins Land und aus den grobschlächtigen Aluminium-Boliden wurden moderne Mountainbikes, die nun auch in Carbon gefertigt werden. Knolly zog letzten Sommer um in neue, größere Büros und wir ergriffen die Gelegenheit, den urigen alten Standort unter die Lupe zu nehmen. Gründer und Eigner Noel selbst sowie Teamfahrer Ryan Berrecloth gaben uns einen Einblick in die Firmengeschichte und die Philosophie des Unternehmens.

Kurz vor dem letztjährigen Crankworx Festival im kanadischen Whistler fuhren MTB-News.de-Support Kai und ich an der Sunshine Coast und der berühmten North Shore mit einem Van umher, um die dortigen Trails auszukosten. Vancouver stand natürlich mit auf der Liste. Noel erklärte sich nicht nur bereit, uns einige der klassischen Trails der North Shore zu zeigen sondern auch einen Einblick in seine Räumlichkeiten zu gewähren.

Von der Eingangstür hat man die Trails quasi im Blick
# Von der Eingangstür hat man die Trails quasi im Blick
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# Hier geht' lang - willkommen bei Knolly!

Firmengeschichte

Personen wie Noel trifft man definitiv nicht alle Tage. Er ist ein Macher und Freeride-Urgestein, der schon an ein eigenes Rahmendesign dachte, als die meisten von uns noch nicht einmal wussten, was Freeride überhaupt ist.

Noel ist einer derjenigen, die das Bild des kanadischen Freeriders geprägt haben. Mit Kettensäge und Schaufel in der Wildnis um Squamish war er einst quasi hauptberuflich Mountainbiker. Im Mekka des North Shores nimmt die Geschichte von Knolly Bikes ihren Anfang. Es ist eine Geschichte über die Leidenschaft Mountainbike, über raue Trails und natürlich über Fahrräder, die sich auf den legendären Trails in British Columbia wohlfühlen.

MTB-News: Noel, seit wann gibt es Knolly Bikes? Wie kamst du dazu, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen?

Noel Buckley: 2002 fing alles an, aus zwei Gründen: Ich hatte mir den Arm gebrochen, ziemlich wüst. Es war auf genau dem Trail, den wir gestern gefahren sind. Der Arm musste in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren dreimal operiert werden. Das war Nummer eins [lacht].

Jetzt kommt Nummer zwei [lacht]. Damals fuhren wir einfach Rad, ich war um die 30. Vier Tage die Woche auf dem Rad, ich lebte direkt bei den North Shores. Die Trails waren einen Katzensprung von meinem Haus entfernt. Es war eine phantastische Zeit damals und eine extrem schnelle Entwicklung unserer Sportart.

MTB-News: Bei uns in Europa gilt Kanada als Paradies für Gravity Biker, insbesondere Whistler …

Noel: Whistler war damals noch kein Bikepark. Es gab zwar einige Trails und Biker konnten auch schon den Lift benutzen, aber es war kein Vergleich zu heute. Die ganze Gegend entwickelte sich. Und ich war mittendrin in dieser abenteurlichen Zeit – mit gebrochenem Arm.

Als ich während dieser Zeit meine Armoperationen hatte, kreierte ich mein eigenes Fahrrad. Meine Berufserfahrung als Ingenieur und zehn Jahre im Fahrradsattel waren wichtige Grundpfeiler. Vollgefederte Mountainbikes existierten schon seit vier, fünf Jahren. Das bestärkte mich.

Noel weiß, wofür er Bikes entwickelt ...
# Noel weiß, wofür er Bikes entwickelt ...
Nämlich für die Widrigkeiten, mit denen man an der North Shore konfrontiert ist.
# Nämlich für die Widrigkeiten, mit denen man an der North Shore konfrontiert ist.

MTB-News: Was für ein Fahrrad sollte es werden?

Noel: Ich habe einige Jahre investiert, um herauszufinden, welche Qualitäten ein Fahrrad meiner Meinung nach besitzen muss. Damals ging es natürlich nur um Freeride. Wir wollten ein Bike mit etwa 190 mm Federweg – ein Big Bike, das eine Doppelbrückengabel aufnehmen konnte und ein durchgängiges Sitzrohr besaß. Mit einem konventionellem Federungsdesign war es damals nicht möglich, diese Dinge zu vereinen. Schon gar nicht bei kleinen Rahmengrößen.

Noel beim Einstieg zu "Ladies only" – ein Doubleblack-Diamond Trail
# Noel beim Einstieg zu "Ladies only" – ein Doubleblack-Diamond Trail

Am Vortag hatte uns Noel Testbikes in die Hände gedrückt. Denn um ein Knolly zu verstehen, muss man erfahren, wofür diese Räder gebaut sind. Das wurde uns auf den Trails klar, die uns Noel zeigte: Technisch, rau, teils sehr steil. Präzision, Fahrkönnen und Konzentration waren gefordert.

MTB-News: Was ist besonders an einem Knolly im Vergleich zu anderen Rädern?

Noel: Qualität ist eine Philosophie unseres Unternehmens. Wir gehen keine Kompromisse ein, selbst wenn unsere Produktionskosten dadurch höher sind als die unserer Wettbewerber. Wenn der Kunde sieht, das ein Rahmen von Knolly $2.600 U.S. kostet, und ein anderer kostet $ 1.999 U.S., fragt er sich, worin besteht der Unterschied?

Das ist genauso, wie wenn man einen Porsche und einen Hyundai vergleicht: Zweimal 1.600 kg Material, also sollten sie genau gleichviel kosten, korrekt? [lacht] Dies ist natürlich nicht der Fall.

Unser Credo heißt „Predictable Performance“: Ein Knolly soll kontrollierbar sein. Wenn du dich in einer schwierigen Situation befindest, dann willst du, dass es sich vorhersagbar verhält. Sowohl bergauf als auch bergab. Je schwieriger das Terrain, desto wichtiger sei es, sich 100%ig auf das Rad verlassen zu können. Ihr habt es gestern selbst erlebt, unsere Teamfahrer erleben es beinahe täglich. Wir sehen uns als New School-Unternehmen. Nicht jeder sitzt 9-5 im Büro.

Ruhig Blut braucht es für die Skinnies
# Ruhig Blut braucht es für die Skinnies
"If it's granit you can roll it." – so die Ansage des Tages
# "If it's granit you can roll it." – so die Ansage des Tages
Kai auf einem der gebauten Elemente, die die North Shore berühmt gemacht haben
# Kai auf einem der gebauten Elemente, die die North Shore berühmt gemacht haben
Hier steckt Kraft drin ...
# Hier steckt Kraft drin ...
... Ryan Berrecloth ist gleichermaßen Teamfahrer und Marketingmensch
# ... Ryan Berrecloth ist gleichermaßen Teamfahrer und Marketingmensch

MTB-News: Ryan, wie hat sich Knolly Bikes aus deiner Sicht entwickelt?

Ryan Berrecloth: Hier ist meine Sicht der Dinge: Seit nunmehr sechs Jahren bin ich bei Knolly Bikes. Ich war einer der ersten Teamfahrer, die für Knolly unterwegs waren. Vor drei Jahren übernahm ich zusätzlich die Leitung der Marketingabteilung. Das brachte mich in eine sehr interessante Position, da ich seitdem zwei Rollen und somit auch zwei Perspektiven innehabe.

Gerade im Marketing ist Authentizität absolut notwendig. Ich könnte diesen Job nicht ausfüllen, wenn ich nicht ein Vollblutmountainbiker wäre. Bei Knolly Bikes zu arbeiten, ist eine tolle Erfahrung. Besonders hat es mich begeistert, den Fortschritt des Unternehmens in den letzten Jahren mitzuerleben.

Die Trails stehen bereits eine Weile, wie man an der Abnutzung sehen kann
# Die Trails stehen bereits eine Weile, wie man an der Abnutzung sehen kann
Wippen und Skinnies
# Wippen und Skinnies
Noel entführte uns auf die Klassiker an der Shore.
# Noel entführte uns auf die Klassiker an der Shore.
Das Trailnetz ist gut beschildert und die meisten Einstiege gut sichbar ausgebaut
# Das Trailnetz ist gut beschildert und die meisten Einstiege gut sichbar ausgebaut
... ganz entspannt bleiben ...
# ... ganz entspannt bleiben ...

MTB-News: Was zeichnet euren Fortschritt aus?

Ryan: Vor drei, vier Jahren machten wir eine schwere Zeit durch, als wir unseren Produzenten wechselten und die Produktion nach Taiwan verlagerten. Es war eine Zerreißprobe, aber das Schöne daran ist, dass wir eine Situation gemeistert haben, die die meisten Unternehmen in den Ruin getrieben hätte. Die Qualität unserer Produkte, der Räder und die Tatsache, dass wir es schafften, die Räder auf den Markt zu bringen gaben uns die nötige Kraft.

Zu klein sind die Räumlichkeiten geworden. Kurz vor dem Umzug.
# Zu klein sind die Räumlichkeiten geworden. Kurz vor dem Umzug.
Namensgeber für das neue Bike?
# Namensgeber für das neue Bike?

Noel: 2011 mussten wir unser Unternehmen vollständig neuerfinden. Seit der Gründung waren wir etwa um den Faktor 10 gewachsen. Um dem Wachstum gerecht zu werden, verlagerten wir die Produktion nach Übersee.

Die besten Möglichkeiten, das zu tun, was wir wollten, gab es in Taiwan. Nicht, dass die taiwanesischen Hersteller günstig sind. Nein im Gegensatz, sie sind sehr teuer. Taiwan ist der Hochtechnologiestandort der Fahrradindustrie. Aber das ist durch Möglichkeiten beispielsweise bezüglich des Hydroformings gerechtfertigt.

Zum ersten Mal konnten wir so ein Rad nach unseren Vorstellungen bauen, ohne durch Fertigungstechniken zu sehr eingeschränkt zu sein. Das Chilcotin ist unser erstes Rad aus Taiwan. Es ersetzt das V-Tach. Ganze 3 Pfund ist es leichter. Die Geometrie ist sehr progressiv. Auch wenn es vor fünf Jahren auf den Markt kam, ist das Chilcotin immer noch up to date.

Knolly-typisch: Die Umlenkung am Hinterbau
# Knolly-typisch: Die Umlenkung am Hinterbau

MTB-News: Was uns noch besonders interessiert: Welche Überlegungen stecken hinter der ausgefeilten Umlenkung der Knolly-Fullies? Weniger Lager und weniger bewegte Teile sind doch stets von Vorteil?

Noel: Auf das patentierte Four by 4 Federungssystem sind wir besonders stolz. Bei der Entwicklung habe ich mich von der Formel 1 und der NASCAR inspirieren lassen. Der große Vorteil dieses Systems ist, dass Raderhebungskurve und Hinterbaukennlinie völlig unabhängig voneinander definiert werden können. Die Kennlinie ist dabei ziemlich linear mit ansteigender Progression am Ende des Federwegs. Dadurch wird der Dämpfer bei dicken Einschlägen geschont, vor allem im Vergleich zu Hinterbauten mit degressiver Kennlinie.

Das Four by 4 Federungssystem ist im Hinblick auf drei Parameter optimiert:

  • Optimale Traktion: Traktion ist gleich Kontrolle. Kontrolle gibt Vertrauen. Ohne Vertrauen kein Spaß!
  • Minimale Antriebseinflüsse: Viele Hinterbaudesigns erfordern ein Mindestmaß an Kettenzug, um optimal zu funktionieren. Das Four by 4 Design erfordert dies nicht und bleibt in jeder Situation voll aktiv.
  • Minimale Bremseinflüsse durch optimale Positionierung der Drehpunkte. Viele Systeme verhärten unter dem Einfluss der Hinterradbremse, was zu Traktionsverlust führt.

Schon mit einem Kettenblatt ist es nicht trivial, diese unter einen Hut zu bekommen. Die Reibung, die durch die zusätzlichen Lager entsteht ist vernachlässigbar gering. Auch der Gewichtsnachteil gegenüber einem herkömmlichen Viergelenker ist marginal. Die technische Überlegenheit lässt diese Punkte verblassen.

Lego
# Lego
Für den Fall ...
# Für den Fall ...
... der Fälle
# ... der Fälle - nein, unter Delirium versteht man bei Knolly ein Fahrrad.
???
# ???
Das Delirium
# Das Delirium
Kleinteilelager ...
# Kleinteilelager ...
... und ganze Bikes
# ... und ganze Bikes
Bereit für die Trails
# Bereit für die Trails
Auf einem Holzregal findet sich eine Menge Firmengeschichte
# Auf einem Holzregal findet sich eine Menge Firmengeschichte
Hauptsache haltbar! Das FreeRadical-Hardtail ...
# Hauptsache haltbar! Das FreeRadical-Hardtail ...
... bot verstellbare Ausfallenden ...
# ... bot verstellbare Ausfallenden ...
... und entsprechende Verstärkungen, die auch hartem Einsatz gerecht werden
# ... und entsprechende Verstärkungen, die auch hartem Einsatz gerecht werden
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0132
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0132
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0134
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0134
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0135
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0135
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0121
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0121

Das erste Knolly war das V-Tach. Es repräsentiert die erste serienmäßige Umsetzung des Four by 4 Federungssystems, das Gründer Noel 2003 patentierte. Für technisch Interessierte das Patent: US8646797 B2. Ja, da ist viel Hirnschmalz reingeflossen.

Wie man auf dem Foto gut erkennt waren die Fertigungsprozesse damals noch lange nicht so ausgereift wie heute: Ausschließlich gerade Rohre, mit vielen Gussets zusammengeschweißt, sowie brachiale Frästeile am Hinterbau. Lieber etwas mehr Material, als dass der Rahmen bei einer heftigen Landung nachgibt.

Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0100
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0100
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0102
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0102
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0105
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0105
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0106
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0106
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0111
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0111
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0124
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0124

Das Chilcotin ist das meistverkaufte Rad von Knolly Bikes. 26“ und 160 mm Federweg klingen nach viel Spaß.

“It’s a trail bike. It’s an all-mountain bike. It’s an enduro bike. It’s a park bike. It’s a mini DH bike. Best of all…. it’s a Knolly.”

Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0138
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0138

Das Endorphin ist seit 2009 auf dem Markt. Es macht mittlerweile in der dritten Evolutionsstufe in 650b die Trails unsicher. Ein 130 mm-Trailbike für alles.

Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0160
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0160

Das Warden ist mit 150mm Federweg ausgestattet und lädt dazu ein, aggressiv gefahren zu werden.

Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0155
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0155
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0156
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0156
Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0158
# Foto Jens Staudt Knolly Bikes History-0158

Das Podium ist Downhill- und Big Mountain Bike.

“I have yet to find the limits of the new Podium … especially in the corners.” – James Doerfling.

Dem haben wir nichts hinzuzufügen. Zumindest als normalsterbliche Biker nicht.

Podium – Das Downhill ...
# Podium – Das Downhill ...
... und Freeride-Geschoss ...
# ... und Freeride-Geschoss ...
... mit dem auch James Doerfling unterwegs ist.
# ... mit dem auch James Doerfling unterwegs ist.

Das Delirium ist ein 170er Bike mit auffällig langer Verschweißung von Ober- und Unterrohr. Es gehört damit zu einer Kategorie von Bikes, die durch die Endurowelle vom Aussterben bedroht ist: Der klassische Freerider. Brutal stabil, für dicke Sprünge, reine Spaßbikes für große Jungs. Man werde wahrscheinlich keine großen Stückzahlen absetzen können, aber man wolle diese Bikekategorie wieder ins Bewusstsein rufen, so Noel. Freeride ain’t dead!

Knolly Delirium
# Knolly Delirium
Ein Bike für Alles!
# Ein Bike für Alles!
Man kommt den Berg hoch und sehr schnell wieder runter
# Man kommt den Berg hoch und sehr schnell wieder runter

Entwicklung der Bikes

MTB-News: Wie kann man die realen Belastungen simulieren, die auf ein Rad wirken, z.B. den gefürchteten Drop to Flat?

Noel: Wir haben einen mehrstufigen Testprozess. Alle Räder, die für den Bikepark zugelassen sind, müssen das härteste Maß an Missbrauch aushalten. Nichts verlässt den Hersteller, das nicht die interne Qualitätsprüfung besteht. Diese findet zwischen verschiedenen Produktionsschritten statt, sodass wir sehr genau verfolgen können, was auf welcher Stufe passiert. Darüber hinaus sieht unsere Qualitätssicherung aus wie folgt:

  • Common Sense: Mit über zehn Jahren Berufserfahrung im Ingenieurswesen – speziell im Rahmendesign – weißt du, was welche Rohrsätze, Bolzen und Lager aushalten. Wir sind bezüglich der Qualität nie, absolut nie Kompromisse eingegangen.
  • Wir führen zerstörende Prüfungen unserer Rahmen durch: Im Bereich der Testverfahren ist das der wilde Westen. Zerstören kann jeder. Dementsprechend gibt es eine hohe Varianz bezüglich der durchführenden Unternehmen. Es wäre sehr leicht gewesen, an dieser Stelle die Kosten zu drücken, insbesondere, da wir die Räder in Übersee fertigen. Aber wir haben auch an dieser Stelle sehr viel Energie und finanzielle Mittel eingesetzt, um die Prüfbedingungen möglichst realitätsnah zu gestalten. Wir wollen lieber langsam und nachhaltig wachsen, selbst wenn die Kosten teilweise Kopfschmerzen bereiten.
  • Wir haben unsere Teamfahrer. Die nehmen unsere Räder 100 Tage im Jahr ran. Garret Buehler und James Doerfling dürften als Big Mountain Kings bekannt sein. In solche Typen zu investieren, ist sehr wichtig für uns. Diese Jungs könnten nicht das tun was sie tun, ohne ein extrem haltbares Bike unter sich zu haben. Beispielsweise gibt es den ersten Rahmen von James immer noch. Die Rampage, Videosessions, andere Contests: Alles kein Problem. Wir haben den Rahmen zur Sicherheit komplett geröntgt. Nichts zu sehen, rein gar nichts. Jetzt fährt es irgendwo in China als Demobike rum.
  • Ferner haben wir ausgewählte Kunden, die ebenfalls testen und so den Ottonormalbiker simulieren.
  • Wir verfolgen Defekte sehr genau, um diese zu analysieren. All die genannten Maßnahmen führen dazu, dass wir weniger als 0,5 % Garantiefälle haben. Darauf sind wir sehr stolz, dass ist in der Fahrradbranche ein sehr guter Wert.

Letztlich kommt es darauf an, möglichst genau zu simulieren, was der Kunde mit dem Rad macht. Manchmal nimmt der Durchschnittsfahrer ein Rad härter ran als die Teamfahrer …

MTB-News: … er lässt das Rad mal an der Kante hängen …

Noel: … ja, er nimmt das Trailbike mit in den Bikepark, trifft die Line neunmal, beim zehnten Mal reicht es vielleicht nicht ganz. Da stellt sich die Frage: Wofür sind unsere Räder gebaut? Ich sage für Mountainbiking. Ursprünglich waren das natürlich North Shores, Bikeparks, Trails. Wir wollen variable Räder, die alles mitmachen.

Letzte Details werden am Rechner umgesetzt
# Letzte Details werden am Rechner umgesetzt

MTB-News: Was ist besonders kompliziert in der Entwicklung?

Noel: Die Kunst ist es, eine Vielzahl von Aspekten simultan zu berücksichtigen. Alles hängt miteinander zusammen. Besonders die Details machen einem das Leben schwer. Aber auf diese kommt es an, denn wenn diese nicht stimmen, fällt es dem Kunden sofort negativ auf.

Ein Flaschenhalter, der nur sehr kleine Flaschen aufnehmen kann, weil sie sonst am Rahmen anstoßen? Geringe Reifenfreiheit, sodass der Kettenstrebenprotektor fast am Reifen schleift? Eine Kabelführung, die zu Schleifspuren an den Federelementen führt? Gerade die Kabelführung ist etwas, das wirklich Geld kostet. Unsere Räder haben im Schnitt 13 Führungen.

Interne Züge finden sich jetzt auch bei Knolly...
# Interne Züge finden sich jetzt auch bei Knolly...
Entsprechende Einsätze ermöglichen einen dichten Rahmen, auch wenns mal Katzen hagelt.
# Entsprechende Einsätze ermöglichen einen dichten Rahmen, auch wenns mal Katzen hagelt.
Prototyp
# Prototyp
Das Carbon Warden. Damals noch virtuell ...
# Das Carbon Warden. Damals noch virtuell ...
... kurz darauf live und in Farbe auf der Eurobike.
# ... kurz darauf live und in Farbe auf der Eurobike.

Die Zukunft von Knolly

Ryan mit neuem Arbeitsgerät
# Ryan mit neuem Arbeitsgerät

MTB-News: Wohin wird die Reise für Knolly gehen? Mittlerweile habt ihr ja auch Räder mit 650b und sogar ein Carbonmodell im Programm …

Noel: Wir sind ein kleines Unternehmen mit acht Mitarbeitern in Vollzeit. Es wäre ein Leichtes gewesen, einfach größere Räder in unsere bestehenden Rahmen einzubauen – es gibt Hersteller, die genau das gemacht haben. Dies widerspricht unserer Firmenphilosophie. Unsere 650b Modelle wurden vollständig neu entwickelt. Ein Knolly muss sich wie ein Knolly fahren, unabhängig von der Laufradgröße.

Aufgrund unserer geringen Größe war insbesondere die Entwicklung des Warden Carbon eine Herkulesaufgabe. Carbon ist nicht gleich Carbon.

MTB-News: Welchen Mehrwert bietet ein Carbonrahmen für den Kunden? 300 Gramm Gewichtsvorteil würde ich selbst mit jahrzehntelanger Bikeerfahrung auf dem Trail schwerlich wahrnehmen.

Noel: Das Material macht nicht das Produkt, aber der Kunde nimmt es so war. Es gibt keinen Carbonengpass. Wir können so viel bekommen, wie wir wollen. Es gibt eine Vielfalt von High End-Fasern. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Legemöglichkeiten. Die Materialkosten sind deutlich geringer als bei Aluminium. Aber die Arbeitskosten sind exorbitant. Legen, formen, backen. Wir können keinen Rahmen für $ 2.500 U.S. anbieten. Damit können wir nicht das realisieren, was wir wollen.

Das ist ein Beispiel, in dem die Philosophie unseres Unternehmens wieder sichtbar wird. Wir hätten uns für einen weit günstigeren Produktionsprozess entscheiden können, aber wir wollen sicherstellen, dass die Qualität unserer Produkte an erster Stelle steht. Beispielsweise lieben die Hersteller runde Rohre, das ist die einfachste Option. Unser Produkt ist sehr viel komplizierter. Wir haben einen sehr spezifischen Stil, und diesen wollen wir beibehalten. Die Rahmenform und vor allem auch die interne Kabelführung sind komplex in der Herstellung.

MTB-News: Ein letzter Punkt. In letzter Zeit gibt es einige verrückte Trends, wie z.B. die Plusgrößen oder elektrische Schaltungen und Sattelstützen. Was haltet ihr davon?

Noel: Trends im Verbraucherverhalten sind natürlich schwer vorherzusagen. Unser Warden Carbon bietet unter dem Unterrohrprotektor eine die Einlassung für die Batterien von Shimano di2 und Aufnahmen für Züge, die jegliche Kombination aus Sattelstützen, Schaltungen und Bremsen ermöglichen. Ich verrate soviel: Für die nahe Zukunft haben wir einen 29er in Entwicklung.

MTB-News: Da sind wir sehr gespannt! Vielen Dank für das aufschlussreiche Firmenporträt und die Trailkostprobe!

Reserved parking
# Reserved parking

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  1. benutzerbild

    PsychoGandalf

    dabei seit 10/2008

    Ja sehr geil, das bestätigt doch schon mal das ich mit meinem Podium nicht falsch liegen kann
  2. benutzerbild

    smoki666

    dabei seit 10/2012

    sehr schöner Hausbesuch. Ich habe mir vor 1 Jahr ein Knolly Podium über Wiesbaden "Tri-Cycles" gekauft und bereue den Kauf keinesfalls. Die Jungs in Wiesbaden kommen der Leidenschaft vom Biken und vom Feeling sehr nah. Das schätzte ich sehr bei meinem Besuch bei Tri-Cycles. Bin davor ein Bergamont gefahren und hatte lange probleme damit, es ging aber es war noch nich richtig. Dann legte ich mir das Knolly Podium zu (siehe Bild) da gab es anfangs auch probleme aber man fand sich schnell zurecht und in Winterberg wurde mir nochmal geholfen. Seitdem fühlt sich das Podium in fast jeder Situation sehr gut an. Konnte seit einem guten dreiviertel Jahr nicht mehr rollen, jetzt hat es mal wieder geklappt und es fühlte sich super an und gab mir viel Sicherheit trotz meine Fehler die ich machte. Ich hatte in jeder Situation mein geliebtes Podium unter Kontrolle und das Schätze ich an diesem Bike sehr. Das Knolly Podium ist für mich ein wirklich sehr schönes Rad und ich überlege schon lange welches mein Enduro aus dem Hause Knolly wird. Let´s Ride und habt einfach Fun mit dem Bike und freut euch das man zusammen Rollen kann egal welches Bike man hat
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  4. benutzerbild

    pinnback

    dabei seit 05/2008

    Geiler Bericht und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Jungs sind real und jedes Wort über die eigene Philosophie spiegelt sich in meinem Endorphin wieder! Philosophie in Alu
  5. benutzerbild

    Maitre-B

    dabei seit 05/2011

    Motivatus schrieb:
    Verstehe die Frage nicht, erwartest du Ausfälle im Promillebereich?


    die gibt's doch eher abends nach dem Biken oder?
  6. benutzerbild

    bentho

    dabei seit 11/2009

    endlich!
    schön mal einen blick in die höhle des löwen werfen zu können...und ein 29er ist auch in der pipeline... uiuiui
    wenn ich mir den laden anschaue, und mit anderen hausbesuchen und deren bling-bling tempeln vergleiche, vermittelt mir diese garagenatmosphäre echte aufbruchsstimmung. hier ist ein laden noch echt am anfang, trotz mehr als 10 jahren am markt. sehr sympathisch und hoffentlich bewahren sie sich das alles noch ne ganze weile.

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