Nicht nur die Downhill World Cups und EWS-Rennen haben mit den Einschränkungen durch die aktuelle Situation zu kämpfen, auch die Kenda Enduro One-Rennserie muss sich an die Situation anpassen. Ob es dieses Jahr trotzdem noch Enduro One-Rennen geben wird und wie ihr euer Startgeld zurückbekommt, erfahrt ihr hier.

Während man beim Enduro One Organisations-Komitee zu Anfang der Krise noch davon überzeugt war, dass es schnell wieder aufwärtsgehen würde, mussten schon nach wenigen Wochen die ersten beiden Events in Rossbach und Wipperfürth abgesagt werden.

Eine „Notserie“ aus vier Veranstaltungen sollte das E1-Jahr noch retten. Der Saisonstart dieser Miniserie wurde für den 29./30. August in St. Johann/Tirol anvisiert. Gerade für Österreich war die Szene bester Hoffnung, dass dort noch am ehesten der Wettbewerbsbetrieb wieder aufgenommen werden könne.

Umso überraschender kam nun die Nachricht von der Bezirkshauptmannschaft in Kitzbühel, dass die Durchführung des eigentlich bereits genehmigten Rennens in St. Johann von den Behörden nun doch negativ beurteilt wurde. Ausschlaggebend sei die hohe Teilnehmerzahl, welche mit Zuschauern und Angehörigen die derzeit in Österreich maximal zulässigen 750 Veranstaltungsgäste deutlich überschreiten würde und dadurch unter anderem die Vorgabe der fix zugeteilten Sitzplätze nicht eingehalten werden könne.

Jetzt muss es mal gut sein. Das ewige „Rumgeleiere“ bei den Genehmigungen – wenn ja, dann unter in der Praxis kaum umsetzbaren Auflagen – ist den Fahrern, dem Veranstalter und auch uns nicht weiter vermittelbar. Deswegen werden wir die Gesamtserie 2020 der Kenda Enduro One nicht stattfinden lassen und es wird also keine Serienwertung geben. Wer als Veranstalter seine Unterschrift unter ein Dokument setzt, in dem ein Hygienekonzept für ein Event verlangt wird, welches in der Praxis definitiv nicht umsetzbar ist, handelt verantwortungslos und gefährdet schlussendlich alle Beteiligten. Deshalb verzichten wir lieber darauf.

Ulrich Hanus, Chef von E1 Promoter Baboons

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Daraufhin mussten die Macher der Enduro One-Serie schonmal kräftig schlucken. Zudem kam fast zeitgleich die Hiobsbotschaft aus Bad Endbach, dass es am 10./11. Oktober dort ebenfalls keinen E1 Tourstopp 2020 geben wird. Die behördlichen Auflagen seien nur mit extremem Aufwand einzuhalten und niemand kann die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes wirklich garantieren. Mit der Absage des Dirtmasters Festivals in Winterberg fällt zudem auch das Rennen in Winterberg ins Wasser.

Wer sich für die Kenda E1-Serie 2020 eingeschrieben und bezahlt hat, erhält sein Geld zurück. Da fackeln wir nicht lange. Dazu wird die Serie ab dem 1. September 2020 auf der E1-Page einen Rückzahlungs-Button einrichten, der bis zum 30. September online ist und unter dem die Rückzahlungsabwicklung beschrieben wird. Auch die bereits bezahlten Nenngebühren zu den einzelnen Läufen werden auf Wunsch zurückerstattet. Das Procedere hierzu ist auf der E1-Homepage bereits beschrieben. Schlussendlich wollen wir, dass die gesamte Rückabwicklung im Oktober 2020 erledigt ist.

Hubert Stanka, Vorsitzender des Dachverbandes der Enduro One Serie.

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Bleibt noch die Frage zu dem bis dato nicht abgesagten Rennen am 12./13. September in Innsbruck. Die Frage muss vorerst noch offen bleiben. Sollte auch diese Veranstaltung dem Virus zum Opfer fallen, werden die bezahlten Nenngelder auch hier auf Wunsch zurückerstattet. Die E1-Macher lassen den Kopf allerdings nicht hängen und blicken nach wie vor positiv in die Zukunft und auf die Saison 2021.

Weitere Infos unter: www.enduro-one.com

Für welches der Rennen wart ihr angemeldet?

Infos und Bilder: Pressemitteilung Kenda Enduro One
  1. benutzerbild

    bernd e

    dabei seit 08/2001

    Sehr schade für die Serie, aber wenn man sieht was im Profisport für Aufwände betrieben werden um eine Veranstaltung (F1, MotoGP, Fußball...) durchzuziehen, ist das für den Breitensport mit entsprechend mehr Teilnehmer nicht stemmbar.

    Notiz am Rande. Scheinbar gab es in Frammersbach 2019 so schöne Bilder und ein so tolles Event, dass man alle Bilder für diesen Bericht von diesem Rennen genommen hat.

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