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Leicht, breit und kein bisschen unauffällig: die Mcfk MTB 29 Carbon-Felgen
Leicht, breit und kein bisschen unauffällig: die Mcfk MTB 29 Carbon-Felgen
Das glänzende 3K Köper-Finish ist die "Basisausführung" der Mcfk MTB 29 Felge
Das glänzende 3K Köper-Finish ist die "Basisausführung" der Mcfk MTB 29 Felge
Für 50 € Aufpreis gibt es die Felge auch im matten UD-Finish, dann jedoch auch mit 10 g Mehrgewicht
Für 50 € Aufpreis gibt es die Felge auch im matten UD-Finish, dann jedoch auch mit 10 g Mehrgewicht - Hintergrund ist, dass für das UD Finish eine zusätzliche Lage Kohlefasern verwendet wird
Mit leichten Carbon-Felgen haben wir in der Redaktion gemischte Erfahrungen gemacht
Mit leichten Carbon-Felgen haben wir in der Redaktion gemischte Erfahrungen gemacht
1.356 g bringt unser Testlaufradsatz auf die Waage
1.356 g bringt unser Testlaufradsatz auf die Waage - kein schlechter Wert, auch wenn mit maximalem Leichtbau die 1.200 g Grenze knackbar wäre
Nicht die leichtesten Naben auf dem Markt aber mit die besten im Bezug auf Zuverlässigkeit: Die DT Swiss 240s Straightpull
Nicht die leichtesten Naben auf dem Markt aber mit die besten im Bezug auf Zuverlässigkeit: Die DT Swiss 240s Straightpull - die Centerlock Scheibenbremsaufnahme war eine Voraussetzung für den Testlaufradsatz, da wir auch die Shimano XTR Race Scheibenbremse mit Freeza-Scheiben testen wollten
Ohne Werkzeug und in Sekundenschnelle lässt sich an der DT Swiss 240s Straightpull Centerlock Hinterradnabe der Freilaufkörper wechseln
Ohne Werkzeug und in Sekundenschnelle lässt sich an der DT Swiss 240s Straightpull Centerlock Hinterradnabe der Freilaufkörper wechseln - nicht nur deshalb sondern auch wegen des erstklassigen Zahnscheibenfreilaufs ist die Nabe seit Jahren eine feste Größe am Markt
24,5 mm Innenbreite sind durchaus ungewöhnlich für Cross Country-Felgen
24,5 mm Innenbreite sind durchaus ungewöhnlich für Cross Country-Felgen - insgesamt sind jedoch gerade bei Carbon-Felgen die Innenbreiten in den letzten Jahren deutlich gewachsen
Die Sticker bringen insgesamt 10 g auf die Waage
Die Sticker bringen insgesamt 10 g auf die Waage - wer Wert auf Leichtbau legt weiß, was zu tun ist
Das Erscheinungsbild und die Verarbeitung der Mcfk Felgen sind erstklassig
Das Erscheinungsbild und die Verarbeitung der Mcfk Felgen sind erstklassig - was man in Anbetracht des Preises aber auch erwarten dürfen muss
Die Speichenlöcher sind einlaminiert, die gesamte Felge am Stück als Monocoque gefertigt
Die Speichenlöcher sind einlaminiert, die gesamte Felge am Stück als Monocoque gefertigt
Die Speichenlöcher sind um 3,5 mm zur Seite versetzt
Die Speichenlöcher sind um 3,5 mm zur Seite versetzt - das hat einen positiven Einfluss auf den Speichenwinkel, der so auf der linken und rechten Seite gleichmäßiger ausfällt
Klassischer Aufbau: 28 Speichen in dreifach gekreuzter Anordnung halten die Mcfk Felge und die DT Swiss Nabe zusammen
Klassischer Aufbau: 28 Speichen in dreifach gekreuzter Anordnung halten die Mcfk Felge und die DT Swiss Nabe zusammen
Hier noch mit Shimano Freilaufkörper zu sehen haben wir für den Test auf den Sram XD Freilauf gewechselt
Hier noch mit Shimano Freilaufkörper zu sehen haben wir für den Test auf den Sram XD Freilauf gewechselt - das spart gut 11 g
Aufgepasst: Maximal 5 Bar schreibt Mcfk vor und übertrifft damit so manchen Anbieter leichter Carbon-Felgen deutlich
Aufgepasst: Maximal 5 Bar schreibt Mcfk vor und übertrifft damit so manchen Anbieter leichter Carbon-Felgen deutlich - ein unbeabsichtigtes Sprengen der Felge bei der Reifenmontage sollte so ausgeschlossen sein
Echte Leichtbauer würden die DT Swiss 190 Ceramic verwenden oder aber zu ganz anderen Marken greifen
Echte Leichtbauer würden die DT Swiss 190 Ceramic verwenden oder aber zu ganz anderen Marken greifen
Straightpull Speichen, 3-fach gekreuzt: keine Experimente
Straightpull Speichen, 3-fach gekreuzt: keine Experimente
Mcfk liefert die Felge ohne Felgenband aus, bei der tubeless-Montage sollte man wie auch beim Aufbau mit Schlauch auf hinreichend lange Ventile achten
Mcfk liefert die Felge ohne Felgenband aus, bei der tubeless-Montage sollte man wie auch beim Aufbau mit Schlauch auf hinreichend lange Ventile achten
Das relativ breite, flache Felgenbett unterstützt die Tubeless-Montage und soll für einen sehr guten Sitz des Reifens im Felgenhorn sorgen
Das relativ breite, flache Felgenbett unterstützt die Tubeless-Montage und soll für einen sehr guten Sitz des Reifens im Felgenhorn sorgen
Ready to ride: Im Test haben wir der Mcfk MTB 29 Felge intensiv auf die Felgenhörner gefühlt
Ready to ride: Im Test haben wir der Mcfk MTB 29 Felge intensiv auf die Felgenhörner gefühlt
Kleiner Sprint bergauf
Kleiner Sprint bergauf - immer gern gesehen
Die hohe Steifigkeit der Mcfk Felgen führt zu sattem Vortrieb
Die hohe Steifigkeit der Mcfk Felgen führt zu sattem Vortrieb - und einem ungefilterten Gefühl für das was sich so alles auf dem Boden befindet
Genau so muss sich ein XC-Bike fahren: Masserscharf und Präzise
Genau so muss sich ein XC-Bike fahren: Masserscharf und Präzise - weich und indirekt überlassen wir dicken All-Mountain Plus Schleudern und E-Bikes...
Hohe Laufradsteifigkeit ist nicht immer ein Vorteil, zum Beispiel wenn der Komfort sinkt und Fehler nicht mehr verziehen werden
Hohe Laufradsteifigkeit ist nicht immer ein Vorteil, zum Beispiel wenn der Komfort sinkt und Fehler nicht mehr verziehen werden - wir haben es hier allerdings mit einem XC-Racer zu tun
Wurzelige Trails sind durch die steifen Felgen quasi ungefiltert spürbar und erfordern schnelle Reaktionen
Wurzelige Trails sind durch die steifen Felgen quasi ungefiltert spürbar und erfordern schnelle Reaktionen - die Steifigkeit des Systems wirkt in beide Richtungen...
Leichte Felgen (und Reifen) sind mit das beste, was man einem XC-Bike antun kann
Leichte Felgen (und Reifen) sind mit das beste, was man einem XC-Bike antun kann - man sollte nur nie vergessen, wofür man es einsetzen will
Auf langen Touren wirkt sich das leichte Laufrad dauerhaft positiv aus, wirklich spürbar sind die Unterschiede aber vor allem bei schnellen Antritten und steilen Rampen
Auf langen Touren wirkt sich das leichte Laufrad dauerhaft positiv aus, wirklich spürbar sind die Unterschiede aber vor allem bei schnellen Antritten und steilen Rampen - hier lässt sich das Bike einfach besser beschleunigen
In der Redaktion haben wir mit Carbon-Felgen gemischte Erfahrungen gemacht
In der Redaktion haben wir mit Carbon-Felgen gemischte Erfahrungen gemacht - die Mcfk MTB 29 haben in unserem Test jedoch keinen Grund zur Beanstandung gegeben und zeigen sich auch nach Testende in sehr gutem Zustand

Die Mcfk MTB 29 Carbon-Felgen stechen ins Auge: 35 mm Außenbreite bei einem 29 mm hohen Profil sorgen für ein großes Volumen, doch das Gewicht soll bei niedrigen 355 g (29“, 28 Loch) liegen. Gefertigt werden die für den Cross Country-Einsatz gemachten Felgen in Leipzig; zum Verkauf werden sie ab 588,90 € angeboten. Wir haben im Test überprüft, wie sich die leichten Felgen im Praxiseinsatz schlagen und gehen der Frage nach, wer eigentlich wirklich von Carbon-Felgen profitiert.

Leicht, breit und kein bisschen unauffällig: die Mcfk MTB 29 Carbon-Felgen
# Leicht, breit und kein bisschen unauffällig: die Mcfk MTB 29 Carbon-Felgen

Test: Mcfk MTB 29“ Felge

Kurz & Knapp

Die Mcfk MTB Felge ist eine in 27,5“ und 29“ erhältliche Carbon-Felge aus deutscher Fertigung (Leipzig). Das 35 mm breite Felgenprofil (Innenbreite 24,5 mm) ist als Monocoque gefertigt und asymmetrisch ausgelegt (3,5 mm Versatz), um die relative Position der Nabenflansche auszugleichen. Durch einlaminierte Speichenlöcher und vorgeformte Nippelsitze (Kugelköpfe) sowie eine optimierte Laminatstruktur ist die 28-Loch Felge trotz einem Gewicht von nur 355 g (29“) für Systemgewichte bis 125 kg freigegeben. Der Preis für die auch schlauchlos zu fahrende Mcfk MTB Carbon Felge beginnt bei 588,90 € und es besteht die Wahl zwischen einem glänzenden 3K und einem matten UD Finish (+10 g, +50 €). Für unseren Test haben wir die Felge auf DT Swiss 240s Straight Pull Naben mit Sapim CX-Ray Speichen montiert und in einem Specialized Epic World Cup im Cross Country Einsatz fast ein halbes Jahr lang gefahren. Nach über 750 km folgt nun der Testbericht zu einer wirklich auffälligen Felge.

Preis Laufradsatz: ab 1788,90 € | Bikemarkt: Bikemarkt: Mcfk MTB kaufen

Das glänzende 3K Köper-Finish ist die "Basisausführung" der Mcfk MTB 29 Felge
# Das glänzende 3K Köper-Finish ist die "Basisausführung" der Mcfk MTB 29 Felge
Für 50 € Aufpreis gibt es die Felge auch im matten UD-Finish, dann jedoch auch mit 10 g Mehrgewicht
# Für 50 € Aufpreis gibt es die Felge auch im matten UD-Finish, dann jedoch auch mit 10 g Mehrgewicht - Hintergrund ist, dass für das UD Finish eine zusätzliche Lage Kohlefasern verwendet wird

Neben der Mcfk MTB-Felge in 27,5“ und 29“ bietet Mcfk auch Laufradsätze basierend auf der hauseigenen Felge an. Hierfür stehen Naben von Syntace, Tune, Extralite, Carbon Ti und DT Swiss zur Verfügung, eingespeicht wird jeweils mit den leichten und robusten Sapim CX-Ray Speichen und Sapim Polyax Nippeln. In 29“ geht es 1.310 g und 1.788,90 € los, für das UD-Finish sind 20 g und 110 € mehr zu berechnen. Konkrete Angebote für die möglichen Kombinationen gibt es auf Anfrage bei Mcfk.

Technische Daten

HerstellerMCFK, DT Swiss, Sapim
ModellMTB 29", 240s Straight Pull, CX Ray
Modelljahr2016
KategorieCustom Laufrad
EinsatzbereichCross Country
Gewichtsbeschränkung125 kg Systemgewicht
Durchmesser27,5" / 29"
FelgeMTB 29"
MaterialCarbon Prepreg
Lochzahl28, einlaminiert
Innenbreite24,5 mm
Farbe3K Köpergewebe (glanz) / UD unidirektionales Gewebe (matt)
NabenDT Swiss 240s Straight Pull Centerlock
MaterialAluminium
Einbaubreitenvorne: 9/15x100, Boost110
hinten: 12x135/142, Boost148
FreilaufkörperShimano / SRAM XD
WirkprinzipZahnscheiben ("ratchet system")
Rasterung36 Zähne / 10°
Farbeschwarz, weiß/rot
SpeichenSapim CX Ray, straight pull
MaterialStahl
Anzahl28
Einspeichung2-fach gekreuzt
Farbeschwarz
Gewichte
Laufradsatzvorne: 617 g
hinten: 739 g
Set: 1.356 g
Felgen3K: 325 g (27,5")/ 355 g (29")
UD: 335 g (27,5")/ 365 g (29")
zzgl. 10 g Decals
Naben118 g (vorne) / 227 g (hinten)
Preis3K: 588,90 € (UVP, pro Felgen)
UK: 638,90 € (UVP, pro Felge)

Mcfk MTB 29“ Felge –In der Hand

So viel vorne weg: Uns ist bewusst, dass der im Test gefahrene Laufradsatz nicht die Grenze des möglichen darstellt – jedoch vielleicht die Grenze des Sinnvollen? Bei Carbon-Laufrädern über 1.500 € reden wir in den seltensten Fällen (World Cup-Piloten einmal ausgenommen) von einer Notwendigkeit als viel mehr Begeisterung für Leichtbau und das technisch Machbare. Wo wir beim Thema wären: Was ist technisch machbar und was ist für den Einsatz auf dem Trail sinnvoll?

Mit leichten Carbon-Felgen haben wir in der Redaktion gemischte Erfahrungen gemacht
# Mit leichten Carbon-Felgen haben wir in der Redaktion gemischte Erfahrungen gemacht

Über viele Jahre war die Marke von 400 g für eine 29“ Felge eine Art Schallmauer, die nur von wenigen Spielern am Markt unterboten werden konnte – zumindest mit Aluminiumfelgen. So kommt beispielsweise eine NoTubes ZTR Crest Mk3 (Aluminium) auf 370 g, eine Ryde Trace XC 21 auf 350 g, eine BOR XMD333 auf 358 g – jedoch sind alle diese Felgen dafür bekannt, nicht gerade hochbelastbar zu sein. Reflektiert wird diese Einschränkung im maximal zulässigen Fahrer- oder Systemgewicht (Fahrer + Fahrrad + weitere Ausrüstung) – die Werte liegen hier meist zwischen 86 kg (NoTubes) und 90 kg (BOR, Ryde). Rein vom Gewicht her liegt in diesem Bereich auch die Mcfk MTB 29“ Carbon-Felge mit ihren 355 g (Herstellerangabe), sie ist jedoch für ein Systemgewicht von immerhin 125 kg zugelassen. Und im Vergleich zu den zuvor genannten Felgen gut 5-6x so teuer.

Carbon ermöglicht jedoch auch noch wesentlich leichtere Felgen. So durchbrechen sowohl die bike ahead composites THE rim (293 g, bis 95 kg Systemgewicht), die Tune Black Burner Skyline (290 g, bis 95 kg Fahrergewicht) als auch die NEWMEN Advanced SL X.22 29“ (298 g, bis 120 kg Systemgewicht, 479 € pro Stück) knapp die 300 g Marke. So werden extrem leichte Laufräder unter 1.200 g möglich, die trotz niedrigen Gewichts steif und im Rahmen der üblichen Belastungen robust sind. Jedoch reagieren die steifen und leichten Carbon-Felgen sensibel auf Durchschläge und Missbrauchsfälle wie seitliche Stöße. Wie kaum ein anderes Bauteil sind Felgen beim Mountainbike durch den Fahrstil und das Gelände beeinflusst. Die Gewichtsangaben der Hersteller sind ernst zu nehmen, ebenso wie Einschränkungen beim Einsatzbereich. Die entsprechende Passage in der Gebrauchsanleitung von Mcfk liest sich entsprechend:

“Die Mcfk Felgen sind bis zu einem Systemgewicht von 125 kg freigegeben. Sie eignen sich für einen Einsatz in MTB Marathon, Cross Country und All Mountain. Die Felgen sind sowohl für die Verwendung mit Schlauch- oder tubeless Systemen zugelassen. Der maximale Luftdruck beträgt 5 bar. Fahren Sie immer mit ausreichend Luftdruck und vermeiden Sie Durchschläge. Ihre Mcfk Felgen sind ausschließlich mit Bremsscheiben zu verwenden. Bei einer Verwendung mit Felgenbremsen kann es zu erheblichen Beschädigungen kommen, welche ein enormes Sicherheitsrisiko für den Fahrer und Dritte darstellen. Nach einem Sturz/Unfall oder bei unsachgemäßer Benutzung sind die Teile umgehend auszutauschen! Auch wenn hierdurch keine offensichtlichen Mängel wie Risse, Verformungen oder mech. Abnutzung zu erkennen sind, können wir nicht für einen sicheren Betrieb mit diesen Teilen garantieren.”

1.356 g bringt unser Testlaufradsatz auf die Waage
# 1.356 g bringt unser Testlaufradsatz auf die Waage - kein schlechter Wert, auch wenn mit maximalem Leichtbau die 1.200 g Grenze knackbar wäre
Nicht die leichtesten Naben auf dem Markt aber mit die besten im Bezug auf Zuverlässigkeit: Die DT Swiss 240s Straightpull
# Nicht die leichtesten Naben auf dem Markt aber mit die besten im Bezug auf Zuverlässigkeit: Die DT Swiss 240s Straightpull - die Centerlock Scheibenbremsaufnahme war eine Voraussetzung für den Testlaufradsatz, da wir auch die Shimano XTR Race Scheibenbremse mit Freeza-Scheiben testen wollten
Ohne Werkzeug und in Sekundenschnelle lässt sich an der DT Swiss 240s Straightpull Centerlock Hinterradnabe der Freilaufkörper wechseln
# Ohne Werkzeug und in Sekundenschnelle lässt sich an der DT Swiss 240s Straightpull Centerlock Hinterradnabe der Freilaufkörper wechseln - nicht nur deshalb sondern auch wegen des erstklassigen Zahnscheibenfreilaufs ist die Nabe seit Jahren eine feste Größe am Markt

Kommen wir nun aber zum Produkt – schließlich geht es hier um die Mcfk MTB 29 Carbon-Felgen, die für unseren Test auf DT Swiss 240s Naben mit Sapim CX-Ray Speichen aufgebaut sind. Als Cross Country-Laufradsatz geht es primär um niedriges Gewicht, doch ich bin kein Fan von eingeschränkter Funktionalität. Aus diesem Grund ist das Systemlaufrad in diesem Test mit 1.356 g kein echtes Leichtbauwunder – doch in Anbetracht der Komponentenauswahl ein feines Stück. Die Mcfk-Felgen sind als Monocoque gefertigt, was bedeutet, dass sie aus einem Stück laminiert und ausgehärtet werden. So soll die Stabilität erhöht und das Gewicht gesenkt werden. Gleichzeitig wird durch einen komplexen Laminataufbau mit verschiedenen Faserorientierungen gezielt auf bestmögliche mechanische Eigenschaften hingearbeitet. So verspricht Mcfk eine Balance zwischen Leichtigkeit, Steifigkeit und Komfort erreicht zu haben, die XC-Fahrerinnen und -Fahrer glücklich machen soll. Und selbstverständlich soll die Deckschicht schön anzusehen sein, wenn man schon gut 600 € pro Felge investiert hat. Diesem Anspruch wird Mcfk mit makelloser Verarbeitung gerecht. Wer wie ich weniger ein Fan der 3K Köperstruktur ist, bekommt die Felgen auch mit feinem UD-Finish – zahlt dann jedoch nicht nur 50 € mehr, sondern findet auch noch 10 g mehr auf der Waage. Wir haben also die 3K Version im Test, denn rein technisch betrachtet macht die UD-Ausführung das Produkt nicht besser. Schade drum.

24,5 mm Innenbreite sind durchaus ungewöhnlich für Cross Country-Felgen
# 24,5 mm Innenbreite sind durchaus ungewöhnlich für Cross Country-Felgen - insgesamt sind jedoch gerade bei Carbon-Felgen die Innenbreiten in den letzten Jahren deutlich gewachsen
Die Sticker bringen insgesamt 10 g auf die Waage
# Die Sticker bringen insgesamt 10 g auf die Waage - wer Wert auf Leichtbau legt weiß, was zu tun ist
Das Erscheinungsbild und die Verarbeitung der Mcfk Felgen sind erstklassig
# Das Erscheinungsbild und die Verarbeitung der Mcfk Felgen sind erstklassig - was man in Anbetracht des Preises aber auch erwarten dürfen muss

Schauen wir uns das Felgenprofil der Mcfk MTB 29 im Detail an: es misst 29 mm in der Höhe und volle 35 mm in der Breite. Das ist ein Wert, der bis vor wenigen Jahren noch ein Maß für ein Downhill-Laufrad gewesen wäre. Gleiches gilt für die immer noch beachtliche Innenbreite von 24,5 mm, die dem Reifen viel Unterstützung bietet – vor allem aber erhöht der große Profilquerschnitt in Längs- und Querrichtung die Steifigkeit der Felge. So soll das niedrige Gewicht nicht zu beeinträchtigter Steifigkeit führen. Nur übertreiben sollte man es nicht, wie sich in den Einschränkungen zum bestimmungsgemäßen Gebrauch zu lesen ist.

Die Speichenlöcher sind einlaminiert, die gesamte Felge am Stück als Monocoque gefertigt
# Die Speichenlöcher sind einlaminiert, die gesamte Felge am Stück als Monocoque gefertigt

Kommen wir zu den Speichen: die Speichenlöcher sind in die Felge einlaminiert und mit einem vorgeformten Nippelsitz für Kugelköpfe (DT Swiss, Sapim) ausgestattet – sie sind also nicht nachträglich gebohrt, sondern von Beginn an in der Konstruktion vorgesehen und sollen einen bestmöglichen Nippelsitz ermöglichen. Da die Fasern so ununterbrochen durchlaufen, soll die Stabilität erhöht und das Risiko von ausgerissenen Speichen reduziert werden. Darüber hinaus sind die Speichen gegenüber der Nulllage der Felge um 3,5 mm asymmetrisch. In Verbindung mit den asymmetrisch zur Nabenmitte positionierten Flanschen reduziert sich so die Ungleichheit im lateralen Speichenwinkel, was für eine gleichmäßigere Speichenspannung auf der rechten und linken Seite führt und positiven Einfluss auf die Steifigkeit und Lebensdauer des Laufrades haben soll.

Die Speichenlöcher sind um 3,5 mm zur Seite versetzt
# Die Speichenlöcher sind um 3,5 mm zur Seite versetzt - das hat einen positiven Einfluss auf den Speichenwinkel, der so auf der linken und rechten Seite gleichmäßiger ausfällt

Aufbau

Unser Testlaufrad ist an sich ein Vertreter klassischen Laufradbaus: Es kommen konventionelle Komponenten zum Einsatz und die 28 Sapim CX-Ray Speichen mit hauseigenen Nippeln sind 3-fach gekreuzt eingesetzt – wie von Mcfk für den Aufbau der MTB 29“ Carbon-Felgen empfohlen. Die maximale Speichenspannung ist vom Hersteller auf 1.100 N begrenzt, unser Testlaufrad ist mit etwas weniger als 1.000 N eingespeicht. Das sorgt für einen runden Lauf ohne Höhen- und Seitenschläge. Beim Einspeichen ist das Laufrad sieben Mal abgedrückt worden, so dass sich im Einsatz keine große Veränderung der Speichenspannung mehr einstellen sollte. Ein wichtiger Punkt: Die Speichenspannung hat nur einen begrenzten Einfluss auf die Steifigkeit des Laufrades, es hier zu übertreiben bringt nichts.

Klassischer Aufbau: 28 Speichen in dreifach gekreuzter Anordnung halten die Mcfk Felge und die DT Swiss Nabe zusammen
# Klassischer Aufbau: 28 Speichen in dreifach gekreuzter Anordnung halten die Mcfk Felge und die DT Swiss Nabe zusammen
Hier noch mit Shimano Freilaufkörper zu sehen haben wir für den Test auf den Sram XD Freilauf gewechselt
# Hier noch mit Shimano Freilaufkörper zu sehen haben wir für den Test auf den Sram XD Freilauf gewechselt - das spart gut 11 g
Aufgepasst: Maximal 5 Bar schreibt Mcfk vor und übertrifft damit so manchen Anbieter leichter Carbon-Felgen deutlich
# Aufgepasst: Maximal 5 Bar schreibt Mcfk vor und übertrifft damit so manchen Anbieter leichter Carbon-Felgen deutlich - ein unbeabsichtigtes Sprengen der Felge bei der Reifenmontage sollte so ausgeschlossen sein
Echte Leichtbauer würden die DT Swiss 190 Ceramic verwenden oder aber zu ganz anderen Marken greifen
# Echte Leichtbauer würden die DT Swiss 190 Ceramic verwenden oder aber zu ganz anderen Marken greifen
Straightpull Speichen, 3-fach gekreuzt: keine Experimente
# Straightpull Speichen, 3-fach gekreuzt: keine Experimente



Gemessen:
227,00 g ?
Abweichung:
0,00 g (0,00 %) ?
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Gemessen:
118,00 g ?
Abweichung:
0,00 g (0,00 %) ?
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Montage

Nachdem das Testlaufrad hinreichend inspiziert und gewogen ist, wird es Zeit für den Praxiseinsatz. Das bedeutet, dass die Laufräder mit Reifen, Kassette und Bremsscheiben versehen und im Rad montiert werden müssen. Gehen wir der Reihe nach vor.

Mcfk liefert die Felge ohne Felgenband aus, bei der tubeless-Montage sollte man wie auch beim Aufbau mit Schlauch auf hinreichend lange Ventile achten
# Mcfk liefert die Felge ohne Felgenband aus, bei der tubeless-Montage sollte man wie auch beim Aufbau mit Schlauch auf hinreichend lange Ventile achten

Als Testreifen haben wir sowohl den Maxxis Aspen gefahren, der mit seinem flachen und leicht rollenden Profil bereits im Einzeltest überzeugen konnte. Außerdem haben wir für die widrigen Bedingungen im Winter einen etwas stärker profilierten Schwalbe Nobby Nic montiert – die Gewichtsfetischisten mögen es mir verzeihen. Beide Reifen habe ich zunächst mit Schlauch montiert, die letzten Monate des Tests sind jedoch mit schlauchlosem Aufbau gefahren worden. Die Montage der Reifen erfolgt trotz des breiten Profils denkbar einfach und geht bei kräftigen Fingern auch ohne Reifenheber von der Hand. Selbstverständlich dürfen bei diesen Felgen keine Metallreifenheber verwendet werden. Beim ersten Aufpumpen zeigt sich, dass insbesondere der Maxxis Aspen nicht sofort perfekt rund auf der Felge sitzt. Zwar könnte man mit bis zu 5 Bar dafür sorgen, doch wir nehmen lieber ein wenig mit Spülmittel versetztes Wasser zu Hilfe, benetzen damit die Reifenwulst vor dem Aufpumpen und die Sache flutscht.

Ähnlich einfach erfolgt der schlauchlose Aufbau: Ventile von DT Swiss und e-thirteen Dichtmilch haben wir im Test verwendet und mit einigem Nachdruck an der Standpumpe beide Reifen montiert bekommen. Beim Maxxis ist dabei etwas mehr Überzeugungsarbeit nötig gewesen, doch letzten Endes hat das breite, flache Felgenprofil hier gut funktioniert. Als Felgenband empfiehlt Mcfk dünne Felgenbänder wie beispielsweise das Tesa 4289 in 25 mm Breite. Wir haben in der Redaktion vorrätiges DT Swiss Felgenband mit 21 mm verwendet und keinerlei Probleme mit der Dichtigkeit gehabt.

Das relativ breite, flache Felgenbett unterstützt die Tubeless-Montage und soll für einen sehr guten Sitz des Reifens im Felgenhorn sorgen
# Das relativ breite, flache Felgenbett unterstützt die Tubeless-Montage und soll für einen sehr guten Sitz des Reifens im Felgenhorn sorgen

Während ich nicht näher auf die Montage der Kassette eingehen möchte (SRAM XD, werkzeugfreier Wechsel auf Shimano möglich), sei doch ein Satz dem Centerlock Standard von Shimano gewidmet. Er ist technisch gesehen die bessere Alternative zu dem 6-löchrigen ISO 2000, lässt sich schnell und sicher montieren und überzeugt so sowohl am Reißbrett, als auch in der Praxis. Auch wenn die „schweren“ DT Swiss Naben es nicht vermuten lassen – die leichteren Naben könnte man mit Centerlock bauen und abgesehen von Lizensierungsfragen gibt es bis jetzt keinen guten Grund dafür, nach wie vor am alten Standard festzuhalten.

DT Swiss bietet die bewährten 240s Naben in jeder im Cross Country-Bereich gängigen Einbaubreite an. Für unser Testbike haben wir die Version mit 15 mm Steckachse an der Front und 12×142 mm Steckachse am Hinterrad verwendet – als neuer Standard setzt sich gerade das breitere Boost-Maß durch (110/148 mm), das über Adapter nicht umgerüstet werden kann. Die Industrie macht hier eine Zäsur, so dass ich meine Naben theoretisch mit alten Schnellspannern montieren könnte, nicht aber mit dem neuen Maß, bei dem sich der Flanschabstand vergrößert hat.

Ready to ride: Im Test haben wir der Mcfk MTB 29 Felge intensiv auf die Felgenhörner gefühlt
# Ready to ride: Im Test haben wir der Mcfk MTB 29 Felge intensiv auf die Felgenhörner gefühlt

Auf dem Trail

Genug der Theorie – wir haben auf dem Trail im artgerechten Einsatz überprüft, was die Mcfk MTB 29 Felgen in unserem Testlaufrad zu leisten im Stande sind. Für den Test habe ich ein Specialized Epic World Cup in der letztjährigen Olympia-Edition verwendet, das mit seinen kompromisslos straffen 95 mm Federweg genau den richtigen fahrbaren Untersatz für den Testlaufradsatz geboten hat. Bereits auf den ersten Metern fällt auf, wie leicht die schlauchlos montierten Laufräder sich in Bewegung versetzen lassen. Im Vergleich zu den zuvor gefahrenen Specialized Roval Carbon Laufrädern, die gut 300 g mehr auf die Waage bringen, ist bei gleichen Reifen ein erheblicher Unterschied spürbar. Kleine Zwischensprints vermitteln das Gefühl unbegrenzter Kraft und erst lange Anstiege sind nötig um dem Fahrer (in diesem Fall mir) zu zeigen, dass auch das beste Material noch keinen World Cup-Star gemacht hat. Schade drum, doch das Gefühl macht Glücklich und ich sitze dem Trugschluss immer wieder gerne auf.

Kleiner Sprint bergauf
# Kleiner Sprint bergauf - immer gern gesehen
Die hohe Steifigkeit der Mcfk Felgen führt zu sattem Vortrieb
# Die hohe Steifigkeit der Mcfk Felgen führt zu sattem Vortrieb - und einem ungefilterten Gefühl für das was sich so alles auf dem Boden befindet
Genau so muss sich ein XC-Bike fahren: Masserscharf und Präzise
# Genau so muss sich ein XC-Bike fahren: Masserscharf und Präzise - weich und indirekt überlassen wir dicken All-Mountain Plus Schleudern und E-Bikes...
Hohe Laufradsteifigkeit ist nicht immer ein Vorteil, zum Beispiel wenn der Komfort sinkt und Fehler nicht mehr verziehen werden
# Hohe Laufradsteifigkeit ist nicht immer ein Vorteil, zum Beispiel wenn der Komfort sinkt und Fehler nicht mehr verziehen werden - wir haben es hier allerdings mit einem XC-Racer zu tun

Was gibt es abgesehen von der geringen Massenträgheit noch anzumerken? Wie vom großen Profilquerschnitt erwartet ist die Felge extrem steif, was sich auf dem Trail in Form von sehr hoher Präzision bemerkbar macht. Das gilt sowohl für Lenkimpulse, als auch Schläge – einwirkende Kräfte werden in beide Richtungen direkt übertragen, so dass man sich auf ruppigen Trails unweigerlich extrem schnell fühlt. Komfortabel ist anders und kraftsparend auch; dafür gibt es Vortrieb satt für diejenigen, die sauber genug fahren, um eben genau nicht jeden kleinen Stein und jede Wurzel zu treffen. Wer jedoch nach einem komfortablen Begleiter für Marathons sucht, der sollte weiter die Augen offen halten. Dies wird besonders deutlich auf den ruppigen Trails am Gardasee. Gerade in steinigen Sektionen mit vielen einwirkenden Schlägen muss ich bei angepasstem Luftdruck (1,9 / 2,0 Bar) etwas das Tempo reduzieren, da das Bike stark abgelenkt wird. Hier wirkt sich die hohe Steifigkeit negativ aus. Da immer das gesamte System hinsichtlich seiner Eigendämpfung zu betrachten ist, muss man an dieser Stelle anerkennen, dass diese Erkenntnis nicht allein für das Laufrad zutreffen, sondern immer auch in Kombination aus Reifen, Gabel, Rahmen, Lenker und Vorbau zu sehen sind.

Positiv anzumerken ist, dass beide gefahrenen Reifen auf der Felge angenehm breit aufbauen. Mit 24,5 mm Innenbreite ist sie gut 3 mm breiter als die meisten anderen XC Felgen unserer Tage, was sich in einem vergrößerten Reifenvolumen bemerkbar macht. Im Test habe ich Reifendrücke von ca. 1,7 Bar am Vorderrad und 1,8 Bar am Hinterrad gefahren, was zu sehr guter Traktion bei uneingeschränkten Rolleigenschaften geführt hat. Und zu einem gegenüber 2,0 Bar stark verbesserten Fahrkomfort, da die Reifen besser dämpfen können und Kraftspitzen und Vibrationen besser von den sehr steifen Felgen abgehalten werden. Theoretisch wäre auch noch weniger Luftdruck ohne stark erhöhtes Risiko von Durchschlägen möglich gewesen, doch letzten Endes geht es bei diesem Laufradsatz um Vortrieb.

Wurzelige Trails sind durch die steifen Felgen quasi ungefiltert spürbar und erfordern schnelle Reaktionen
# Wurzelige Trails sind durch die steifen Felgen quasi ungefiltert spürbar und erfordern schnelle Reaktionen - die Steifigkeit des Systems wirkt in beide Richtungen...
Leichte Felgen (und Reifen) sind mit das beste, was man einem XC-Bike antun kann
# Leichte Felgen (und Reifen) sind mit das beste, was man einem XC-Bike antun kann - man sollte nur nie vergessen, wofür man es einsetzen will
Auf langen Touren wirkt sich das leichte Laufrad dauerhaft positiv aus, wirklich spürbar sind die Unterschiede aber vor allem bei schnellen Antritten und steilen Rampen
# Auf langen Touren wirkt sich das leichte Laufrad dauerhaft positiv aus, wirklich spürbar sind die Unterschiede aber vor allem bei schnellen Antritten und steilen Rampen - hier lässt sich das Bike einfach besser beschleunigen

Was da sonst noch wäre: Nun, da wären die gewohnt problemlosen DT Swiss Naben, die mit feinerer Rasterung der Zahnscheiben (36 Zähne) definitiv dazu gewonnen haben und so unauffällig wie zuverlässig ihren Dienst machen. Es gibt leichtere Naben, doch nur wenige können es im Bezug auf Problemlosigkeit mit den Schweizern aufnehmen.

Haltbarkeit

An dieser Stelle möchte ich auf die Frage nach dem Sinnvollen zurück kommen. In der Redaktion haben wir schon einige Carbon-Felgen brechen sehen. Manchmal reicht dafür ein kleiner Stein auf dem Trail, manchmal muss ein beachtliches Steinfeld her. Kurzum: Wir haben in der Redaktion gemischte Erfahrungen mit Carbon-Felgen gemacht.

In der Redaktion haben wir mit Carbon-Felgen gemischte Erfahrungen gemacht
# In der Redaktion haben wir mit Carbon-Felgen gemischte Erfahrungen gemacht - die Mcfk MTB 29 haben in unserem Test jedoch keinen Grund zur Beanstandung gegeben und zeigen sich auch nach Testende in sehr gutem Zustand

Betrachtet man die großvolumige Dimensionierung der Mcfk MTB-Felgen, so reift die Erwartung, dass diese Felgen mit hoher Steifigkeit und Zuverlässigkeit punkten werden, solang sie innerhalb ihrer Reserve bewegt werden. So könnte man auch unser Testergebnis nach gut 750 km auf gemischten Trails im Herbst, Winter und Frühling zusammenfassen. In der gründlichen Abschlussinspektion sind abgesehen von kleinen Kratzern im Klarlack und auf den Decals keinerlei Schäden zu beklagen gewesen. Die Speichenspannung der bei Mcfk in Leipzig aufgebauten Laufräder ist nach dem Test etwas niedriger als zu Testbeginn, jedoch immer noch gleichmäßig – nicht nur vom Laminataufbau für Kohlefaserkomponenten versteht man etwas bei Mcfk, sondern auch vom sorgfältigen Laufradbau.

Aus mechanischer Sicht sind am Ende des Tests weder Risse im Felgenbett noch Laminatschäden am Felgenhorn zu beklagen – doch ich bin mit 88 kg Systemgewicht (11 kg Fahrrad) auch deutlich innerhalb des vom Hersteller vorgegebenen Gewichtsgrenzen gewesen. Noch dazu habe ich einen sauberen Fahrstil. Besonders leicht habe ich es den Felgen dennoch nicht gemacht – insbesondere nicht beim abschließenden Testausflug an den Gardasee, doch es ist in Summe immer gut gegangen. Genau diesem Satz sollte man bei der finalen Bewertung der Haltbarkeit Beachtung schenken. Eine so leichte Carbon-Felge bekommt keine Dellen – wenn jedoch ein Schaden auftritt, ist er aufgrund der erforderlichen geringen Wandstärken häufig erheblich.

Anschließend an die eingangs beschriebenen Einschränkungen mit Carbon-Felgen muss ich sagen, dass man sich die Investition gut überlegen sollte. Leichte Laufräder sind mit die am deutlichsten spürbare Tuning-Maßnahme an einem Mountainbike. Gerade Cross Country- und Marathon-Fahrer können hier wirklich spürbar die Funktion ihres Bikes verbessern. Wer jedoch an die Grenzen des Leichtbaus gehen möchte, der sollte sich bewusst sein, dass die Reserven kleiner werden und ein zünftiger Durchschlag durchaus zum Ende der Felge führen kann – auch innerhalb der Systemgewichtsgrenzen. Wer also eher einen rustikalen Fahrstil an den Tag legt, der sollte sich überlegen, wie viel Geld er ausgeben will. Schließlich haben wir eingangs festgestellt, dass es gleichschwere Aluminiumfelgen für 1/5 des Preises der Mcfk MTB 29 gibt. Gleiches gilt für schwere Fahrer – nur weil etwas theoretisch geht, muss man es nicht praktisch ausprobieren. Insbesondere im Bezug auf leichte Felgen aus steifer Kohlefaser.

Test-Fazit Mcfk MTB 29 Felge

35 mm Außenbreite und die vier großen Buchstaben Mcfk auf den Flanken sorgen für einen außergewöhnlichen Look der Mcfk MTB Carbon Felgen. Wichtiger noch: die in Deutschland gefertigten und 355 g leichten aber auch über 600 € teuren Carbon-Felgen sind ein wirkungsvolles Mittel, um Gewicht einzusparen. Mit großzügigen 24,5 mm Innenbreite bietet sie gute Unterstützung für leichte Reifen und das voluminöse Profil sorgt für eine sehr hohe Steifigkeit. Wir haben im Test keinerlei Probleme mit den Felgen gehabt und den erstklassigen Vortrieb genossen, die sehr hohe Steifigkeit ist allerdings Geschmacksache. Bis 125 kg Systemgewicht sind die Mcfk MTB Felgen freigegeben, man sollte jedoch nicht vergessen, dass der Einsatzbereich auf Cross Country beschränkt ist.

Stärken

  • sehr gute Verarbeitung
  • problemloser Tubeless-Aufbau und fester Sitz des Reifens
  • sehr hohe Steifigkeit

Schwächen

  • sehr hoher Preis
  • für Leichtbau-Fetischisten gibt es leichtere Alternativen (bike ahead, NEWMEN, Tune)

Testablauf

Hier haben wir die Mcfk Laufräder getestet

  • Gardasee (Steine, ruppige Abfahrten)
  • Allgäu (Wurzeln, Schotter)
  • Hegau Bodensee (Flow-Trails)

Testerprofil

  • Testername: Tobias Stahl
  • Körpergröße: 177 cm
  • Gewicht (mit Riding-Gear): 70 kg
  • Schrittlänge: 83 cm
  • Armlänge: 58 cm
  • Oberkörperlänge: 52 cm
  • Fahrstil: Beide Räder am Boden und Vollgas: Attacke bergauf, sauber bergab
  • Was fahre ich hauptsächlich: Trail, Enduro
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Gabel straff, Hinterbau effizient
  • Vorlieben beim Rahmen: Mittellang und flach

Weitere Informationen

Webseite: Mcfk Homepage
Text & Redaktion: Tobias Stahl | MTB-News.de 2017
Bilder: Tobias Stahl, Stefanus Stahl

  1. benutzerbild

    Creeper666

    dabei seit 06/2011

    Aalex schrieb:
    Immer dieses Rumgeflenne wegen solcher Tests. Das kommt meist davon, wenn man von Tuten und Blasen keinen blassen Schimmer hat. Aber Hauptsache mal was fordern.

    Ein 3 Jahre (!) langer Test ist sowas von fernab jeglicher Realität und solch ein ausgemachter Schwachsinn, merkst du das nicht?

    Wenn meinetwegen Specialized Heute eine neue Enduro Plattform vorstellt und irgendein Hans das Ding 3 Jahre testet, damit du guten Gewissens den Scheiß kaufen kannst gibt es diese Plattform gar nicht mehr, weil sie nicht mehr produziert wird. Mit einem Gebrauchtkauf brauchst du hier jetzt nicht zu kommen. Jemand, der sich so in die Hosen macht kauft das eh nicht gebraucht.

    Dafür gibt es Prüfstandtests. Such dir nen Hersteller, der das macht und hör auf nach solchen realitätsfernen Tests zu fragen.

    Vor allem ist bei einer Carbonfelge nach 700km alles gesagt. Der Rest ist Dauerhaltbarkeit und da spielen viel zu viele Variablen eine Rolle um da eine ernsthafte Aussage zur eigentlichen Felge zu treffen.

    ps: ich will hier Mcfk nicht in Schutz nehmen, finde den eh kacke.



    Nur nochmal zur Info, ich besitze diesen Laufradsatz.
    Darauf wollte ich auch nicht hinaus!

    Wenn du schon was Zitierst, dann bitte auch den Rest, damit andere nachvollziehen können warum ich sowas schreibe!

    So ist es aber eben halt, wenn man nur dass versteht, was man verstehen möchte!"

    Und nein, diese Felge gibt es nicht erst seit 3 Jahren, sondern glaube schon 4-5 Jahre und es war bis zu meinem letzten Post noch die einzige 29" Felge von MCFK für ein MTB.
  2. benutzerbild

    Creeper666

    dabei seit 06/2011

    Aalex schrieb:
    Immer dieses Rumgeflenne wegen solcher Tests. Das kommt meist davon, wenn man von Tuten und Blasen keinen blassen Schimmer hat. Aber Hauptsache mal was fordern.



    Bei 3000€ für einen LRS sind Erwartungen und Forderungen gerechtfertigt !!!
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  4. benutzerbild

    Marc19

    dabei seit 04/2009

    Mich würde mal interessieren, was würdet ihr kaufen

    Mcfk 30mm Maulweite mit DT 240 Naben
    Oder
    DT Swiss Xmc 1200 30mm
  5. benutzerbild

    kellyman

    dabei seit 07/2013

    Marc19 schrieb:

    Mich würde mal interessieren, was würdet ihr kaufen

    Mcfk 30mm Maulweite mit DT 240 Naben
    Oder
    DT Swiss Xmc 1200 30mm


    Ich kenne die DT Swiss leider nicht, denke aber das die schon vergleichbar sind.
  6. benutzerbild

    Lightfreakhalle

    dabei seit 06/2019

    Marc19 schrieb:

    Mich würde mal interessieren, was würdet ihr kaufen

    Mcfk 30mm Maulweite mit DT 240 Naben
    Oder
    DT Swiss Xmc 1200 30mm

    Hatte mit Mcfk bisher nur positive Erfahrungen, mitterweile kann man sich komplette Custom Laufradsätze und alle weiteren Anbauteile zusammenstellen, sogar in 3K oder UD Optik wählen und hat 10 verschiedenen Aufkleberfarben zur Auswahl. Werde mir demnächst noch die goldenen Aufkleber nachkaufen. 8-)

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