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Der Michelin Wild Enduro-Reifen ist in einer Front sowie Rear-Version erhältlich
Der Michelin Wild Enduro-Reifen ist in einer Front sowie Rear-Version erhältlich - von der Seite betrachtet gleichen sich diese zwar ziemlich, das mittige Profil unterscheidet sich jedoch deutlich.
Es stehen verschiedene Gummimischungen, Profile und Karkassen zur Auswahl
Es stehen verschiedene Gummimischungen, Profile und Karkassen zur Auswahl - die Reifen kosten beim Händler 60–70 €, sind aktuell jedoch auch deutlich günstiger zu haben.
Der Michelin Wild Enduro Front hat ein äußerst aggressives Profil
Der Michelin Wild Enduro Front hat ein äußerst aggressives Profil - die stark angeschrägten, großen Stollen sprechen für viel Grip in losem Terrain und eine gute Selbstreinigung. Wir haben die Reifen in der weichen Magi-X-Gummimischung getestet.
Der Wild Enduro Rear-Reifen hingegen setzt auf der Lauffläche auf deutlich kleinere Stollen
Der Wild Enduro Rear-Reifen hingegen setzt auf der Lauffläche auf deutlich kleinere Stollen - außerdem verfügt er über eine etwas härtere Gum-X-Gummimischung und eine schwerere, stabilere Karkasse.
Um einen genauen Eindruck von den Reifen zu gewinnen, sind wir sie zwar auch auf unseren Hometrails gefahren, die Trans Provence war jedoch ein absoluter Härtetest für die Michelin-Pneus.
Um einen genauen Eindruck von den Reifen zu gewinnen, sind wir sie zwar auch auf unseren Hometrails gefahren, die Trans Provence war jedoch ein absoluter Härtetest für die Michelin-Pneus. - Es galt, sechs Tage blindes Enduro-Racing auf einigen der anspruchsvollsten Trails der französischen Alpen zu überstehen.
Ob es in diesem Fall wirklich der Vorderreifen war, der dazu geführt hat, dass ich nach diesem Foto nicht gestürzt bin, mag ich angesichts des vielen losen Gerölls mal bezweifeln
Ob es in diesem Fall wirklich der Vorderreifen war, der dazu geführt hat, dass ich nach diesem Foto nicht gestürzt bin, mag ich angesichts des vielen losen Gerölls mal bezweifeln - doch Situationen wie diese waren bei der Trans Provence an der Tagesordnung. Oft waren ich überrascht davon, wie schnell und sicher ich mit den Michelin-Reifen noch mitten in der Kurve auf eine akzeptable Geschwindigkeit abbremsen konnte.
Egal, ob auf felsigem, hartem Terrain wie hier …
Egal, ob auf felsigem, hartem Terrain wie hier …
… oder auf weichen Waldböden
… oder auf weichen Waldböden - die Michelin Wild Enduro-Reifen zeigten sich als sehr zuverlässig.
Im Sommer ist die Michelin-Reifenkombination ziemlich ideal
Im Sommer ist die Michelin-Reifenkombination ziemlich ideal - im Winter würden wir uns hingegen eine etwas dickere Version des Front-Reifens wünschen. Dann könnte man diesen in der Gum-X-Mischung auch gut am Hinterrad fahren.
Nach drei Tagen Trans Provence war der Hinterreifen schon sichtlich heruntergebremst
Nach drei Tagen Trans Provence war der Hinterreifen schon sichtlich heruntergebremst - einen Verschleiß wie bei diesem Rennen haben wir allerdings noch nie erlebt. Auch Schwalbe und Maxxis-Fahrer mussten nach der Hälfte bereits Reifen wechseln.
Nach diesem Cut durch einen scharfkantigen Stein war leider Schluss
Nach diesem Cut durch einen scharfkantigen Stein war leider Schluss - ansonsten hatten wir in Frankreich keine Probleme mit den Reifen. In Davos kamen bei sehr rücksichtsloser Fahrweise auf 14.000 Tiefenmetern drei Snakebites dazu. Wir würden den Hinterreifen als ähnlich widerstandsfähig wie einen Maxxis Double Down einschätzen.
Die Michelin Wild Enduro-Reifen konnten im Test auf ganzer Linie überzeugen
Die Michelin Wild Enduro-Reifen konnten im Test auf ganzer Linie überzeugen - ambitionierte Enduro-Racer werden den exzellenten Grip an der Front und den geringen Rollwiderstand am Heck zu schätzen wissen.

Michelin Wild Enduro Front & Rear im Test: Wer zur Jahrtausendwende bereits Downhill gefahren ist, der dürfte einige selige Erinnerungen an Michelin-Fahrradreifen haben. Danach ist es um die Franzosen ganz schön still geworden. Mittlerweile bieten sie unter anderem mit dem Michelin Wild Enduro Front & Rear jedoch wieder zwei Reifen an, die sich an ambitionierte Enduro-Fahrer richten. Kann Michelin an seine alte Glanzzeit anknüpfen? Wir haben es herausgefunden!

Michelin Wild Enduro Front & Rear: Infos und Preise

In den letzten Jahren hat der französische Reifengigant Michelin wieder ordentlich Leben in seine Fahrrad-Sparte gehaucht. Mit Nico Vouilloz, Sam Hill und seit neustem dem MS Mondraker-Downhill-Team hat man einige der größten Stars der Fahrrad-Branche unter Vertrag. Herausgekommen sind dabei bis jetzt drei EWS-Weltmeister-Titel, ein World-Cup-Sieg sowie die Michelin Wild Enduro-Reifenkombination. Diese besteht aus einer Front- und einer Rear-Version, die sich hinsichtlich Profil, Karkasse und Gummimischung deutlich unterscheiden. Wir sind zwei Sätze der Wild Enduro-Reifen in 29″ unter anderem während der extrem harten und anspruchsvollen Trans Provence gefahren. Vorne kam die Front-Version mit weicher Magi-X-, hinten der Rear-Reifen mit härterer Gum-X-Gummimischung zum Einsatz.

  • Laufradgrößen 27,5″, 29″
  • Reifenbreiten 2,4″
  • Gummimischung Gum-X3D (Rear, Front), Magi-X2 (Front)
  • Karkasse Gravity Shield
  • Gewicht 1160 g (Rear) / 1030 g (Front, Herstellerangaben)
  • www.bike.michelin.com / www.bike.michelin.com

Preis Wild Enduro Front: 69,9571,95 € | Bikemarkt: Michelin Wild Enduro Front kaufen
Preis Wild Enduro Rear: 58,95–67,95 € | Bikemarkt: Michelin Wild Enduro Rear kaufen

Der Michelin Wild Enduro-Reifen ist in einer Front sowie Rear-Version erhältlich
# Der Michelin Wild Enduro-Reifen ist in einer Front sowie Rear-Version erhältlich - von der Seite betrachtet gleichen sich diese zwar ziemlich, das mittige Profil unterscheidet sich jedoch deutlich.
Es stehen verschiedene Gummimischungen, Profile und Karkassen zur Auswahl
# Es stehen verschiedene Gummimischungen, Profile und Karkassen zur Auswahl - die Reifen kosten beim Händler 60–70 €, sind aktuell jedoch auch deutlich günstiger zu haben.
Diashow: Michelin Wild Enduro Front & Rear im Test - Die Rückkehr des Reifen-Giganten
Egal, ob auf felsigem, hartem Terrain wie hier …
Nach diesem Cut durch einen scharfkantigen Stein war leider Schluss
Um einen genauen Eindruck von den Reifen zu gewinnen, sind wir sie zwar auch auf unseren Hometrails gefahren, die Trans Provence war jedoch ein absoluter Härtetest für die Michelin-Pneus.
Der Michelin Wild Enduro Front hat ein äußerst aggressives Profil
Im Sommer ist die Michelin-Reifenkombination ziemlich ideal
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Im Detail

Die beiden Versionen der Michelin Wild Enduro-Reifenkombination könnten sich rein optisch kaum mehr unterscheiden. Allerdings ergibt das auch irgendwo Sinn, schließlich sind die Anforderungen an Vorder- und Hinterreifen ebenfalls oft stark unterschiedlich. Der Wild Enduro Front-Reifen verfügt über ein sehr grobstolliges Profil, das sich gut in den Boden einfräsen soll, um Lenkbewegungen zu übertragen. Seiten- und Mittelstollen fallen dabei zirka gleich hoch und groß aus. In der Mitte sind immer zwei Paar stark angeschrägte Stollen nebeneinander angebracht, deren Abstand allerdings zwischen sehr eng und maximal weit wechselt. Das insgesamt tiefe Profil mit seinen großen Zwischenräumen verspricht viel Grip in losem Terrain und eine ordentliche Selbstreinigung. Unser Michelin Wild Enduro Front-Testreifen war zudem mit der optionalen und sehr weichen Magi-X-Gummimischung ausgestattet. Diese soll das Maximum an Grip aus dem Reifen herausholen, verschleißt verständlicherweise allerdings auch schneller.

Der Michelin Wild Enduro Front hat ein äußerst aggressives Profil
# Der Michelin Wild Enduro Front hat ein äußerst aggressives Profil - die stark angeschrägten, großen Stollen sprechen für viel Grip in losem Terrain und eine gute Selbstreinigung. Wir haben die Reifen in der weichen Magi-X-Gummimischung getestet.
Der Wild Enduro Rear-Reifen hingegen setzt auf der Lauffläche auf deutlich kleinere Stollen
# Der Wild Enduro Rear-Reifen hingegen setzt auf der Lauffläche auf deutlich kleinere Stollen - außerdem verfügt er über eine etwas härtere Gum-X-Gummimischung und eine schwerere, stabilere Karkasse.

Der Michelin Wild Enduro Rear verfügt über ähnlich große Seitenstollen wie der Vorderreifen – die Mittelstollen wurden zugunsten eines geringeren Rollwiderstands allerdings etwas geschrumpft. Dabei ist die Anordnung ziemlich ähnlich geblieben: In der Mitte wechseln sich immer zwei eng oder weit voneinander entfernt angeordnete Stollen ab. Während diese nach vorne stark angeschrägt sind, bieten sie auf der Bremsseite eine scharfe Kante, dank derer trotz der niedrigen Höhe noch genug Bremsgrip vorhanden sein soll. Am Heck bietet Michelin lediglich die Gum-X3D-Gummimischung an. Diese besteht aus drei verschiedenen Gummisorten und soll viel Traktion mit gutem Rollwiderstand kombinieren. Außerdem ist die Gravity Shield-Karkasse am Heck etwas dicker und widerstandsfähiger als beim Front-Reifen, was sich allerdings auch im Gewicht niederschlägt.

Auf dem Trail

Während der Trans Provence sind wir die Michelin-Reifen auf Santa Cruz Reserve 30-Felgen gefahren, später wurden sie noch auf DT Swiss EX511-Felgen montiert. Die Tubeless-Montage geht absolut problemlos vonstatten. Auf beiden Felgen konnten wir die Reifen mit einer regulären Standpumpe aufziehen – vorausgesetzt, die Santa Cruz-Felgen sind mit frischem Tubeless-Tape bestückt. Auch als die Reifen schon stark angefahren waren, hat sich an der einfachen Montage nichts geändert. Bereits beim Aufziehen fällt allerdings auf, dass die Karkasse des Hinterreifens etwas steifer ist. Während der Trans Provence haben wir aus Sicherheitsgründen auf einen Reifendruck von 2,0 bar hinten und 1,9 bar vorne gesetzt. Nach dem Rennen wurde dieser auf 1,8 bar vorne und hinten reduziert. Schaumstoff-Inserts kamen während des gesamten Testzeitraums nicht zum Einsatz.

Um einen genauen Eindruck von den Reifen zu gewinnen, sind wir sie zwar auch auf unseren Hometrails gefahren, die Trans Provence war jedoch ein absoluter Härtetest für die Michelin-Pneus.
# Um einen genauen Eindruck von den Reifen zu gewinnen, sind wir sie zwar auch auf unseren Hometrails gefahren, die Trans Provence war jedoch ein absoluter Härtetest für die Michelin-Pneus. - Es galt, sechs Tage blindes Enduro-Racing auf einigen der anspruchsvollsten Trails der französischen Alpen zu überstehen.

Beim ersten Losrollen erfüllt sich die Erwartungshaltung in etwa: Der grobstollige Vorderreifen brummt auf der Straße ordentlich vor sich hin, hinten jedoch rollt es sich durch das flachere Profil und die härtere Gummimischung ganz vorzüglich. Durch die zwar flachen, aber scharfkantigen Stollen stellen auch technische Uphills kein größeres Problem war – wir sind selten an einem durchdrehenden Hinterrad gescheitert. So richtig interessant wird ein Reifentest allerdings erst, wenn sich der Trail gen Tal neigt.

Egal ob auf losen oder harten Böden: Der Michelin Wild Enduro Front konnte uns durchweg mit erstaunlichen Mengen an Grip und Kurvenhalt überzeugen. Selbst auf den hochalpinen Fels- und Schottertrails der Trans Provence biss der Voderreifen zuverlässig zu und fühlte sich dabei verhältnismäßig berechenbar an. Es kam nicht selten vor, dass wir völlig erschöpft und desorientiert viel zu schnell in eine enge, am Abhang befindliche Kurve gestochen sind. Ein ums andere Mal waren wir jedoch erstaunt, wie zuverlässig der Reifen Lenkbewegungen folgt und Bremskräfte auf den Boden überträgt. Am beeindruckendsten empfanden wir den Grip jedoch in lockeren Waldböden. Die zwar hohen, aber auch breiten Stollen knicken auf harten Wurzeln nicht wahrnehmbar weg, graben sich dafür aber ordentlich in die weiche Erde ein und verfügen über eine exzellente Selbstreinigung. Gerade auf unseren Hometrails, auf denen wir jeden Stein mit Vor- und Zunamen kennen, machte sich die gute Führung des Vorderreifens sehr positiv bemerkbar.

Ob es in diesem Fall wirklich der Vorderreifen war, der dazu geführt hat, dass ich nach diesem Foto nicht gestürzt bin, mag ich angesichts des vielen losen Gerölls mal bezweifeln
# Ob es in diesem Fall wirklich der Vorderreifen war, der dazu geführt hat, dass ich nach diesem Foto nicht gestürzt bin, mag ich angesichts des vielen losen Gerölls mal bezweifeln - doch Situationen wie diese waren bei der Trans Provence an der Tagesordnung. Oft waren ich überrascht davon, wie schnell und sicher ich mit den Michelin-Reifen noch mitten in der Kurve auf eine akzeptable Geschwindigkeit abbremsen konnte.
Egal, ob auf felsigem, hartem Terrain wie hier …
# Egal, ob auf felsigem, hartem Terrain wie hier …
… oder auf weichen Waldböden
# … oder auf weichen Waldböden - die Michelin Wild Enduro-Reifen zeigten sich als sehr zuverlässig.

Der Hinterreifen erinnert mit seinem in der Mitte etwas abgeflachten Profil zwar ein wenig an einen Semi-Slick-Reifen, verfügt glücklicherweise jedoch über deutlich mehr Bremsgrip, als man ihm zunächst zutrauen würde. Er ist zwar kein Gripmonster, hat sich aber sowohl in den französischen Alpen als auch im deutsche Mittelgebirge berechenbar angefühlt. Der Kurvenhalt liegt dank der höheren Seitenstollen beinahe auf einem Niveau mit der Front-Version. So präsentiert sich der Michelin Wild Enduro Rear als guter Allrounder, der alles gut, aber nichts perfekt kann. Lediglich in sehr feuchten Bedingungen hätten wir uns tatsächlich etwas tiefer grabende Bremsstollen gewünscht.

Im Sommer ist die Michelin-Reifenkombination ziemlich ideal
# Im Sommer ist die Michelin-Reifenkombination ziemlich ideal - im Winter würden wir uns hingegen eine etwas dickere Version des Front-Reifens wünschen. Dann könnte man diesen in der Gum-X-Mischung auch gut am Hinterrad fahren.

Das ist uns aufgefallen

  • Verschleiß Da wir mit den Reifen die extrem anspruchsvolle und verschleißfördernde Trans Provence mitgefahren sind, hatten wir zwei Sätze Front & Rear-Reifen zur Verfügung. Trotz der weichen Gummimischung hat der Wild Enduro Front-Reifen das sechstägige Rennen gut überstanden und konnte danach noch 14.000 Tiefenmeter in der Schweiz sowie einige hundert Kilometer im Thüringer Wald bewegt werden. Selbst dann war immer noch einiges an Profil vorhanden, allerdings gab es eine recht starke Rissbildung an den Stollen und alle Kanten waren stark abgerundet. Der erste Hinterreifen musste durch einen langen Schnitt nach der Hälfte des Rennens getauscht werden. Der zweite hielt weitere 3 Tage sowie den Schweiz-Ausflug durch, bis die Bremsflanken weggeschruppt und die Seitenstollen von starkem Zahnausfall betroffen waren.
  • Pannenschutz Während der Trans Provence erlitten wir lediglich einen Platten hinten – ein Stein schlitzte die Flanke über mehrere Zentimeter auf. Insgesamt ist das für ein so hartes Rennen jedoch eine exzellente Quote. In der felsigen Schweiz musste allerdings öfter das Reifenflick-Tool gezückt werden, was sicher auch der Ermüdung des Reifens und dem deutlich rabiateren Fahrstil geschuldet war. Unserem Gefühl nach ist der Hinterreifen ähnlich widerstandsfähiger wie ein Maxxis Double Down – vielleicht minimal weniger. Die Karkasse des Vorderreifens könnte ruhig etwas dicker ausfallen.
  • Front vs. Rear Im Prinzip ist die Aufteilung in einen Vorder- und Hinterreifen nur sinnvoll. Uns hat lediglich etwas gestört, dass der Hinterreifen eher für trockene Böden optimiert ist. Im Winter würden wir gerne den griffigen Vorderreifen vorne und hinten fahren – allerdings hat dieser eine dünnere Karkasse. Da uns Pannenschutz wichtig ist, haben wir letztendlich auf diese Option verzichtet. Wenn Michelin hier eine dickere Option nachschiebt, hätten wir wohl die ideale Kombination für Sommer und Winter gefunden.
Nach drei Tagen Trans Provence war der Hinterreifen schon sichtlich heruntergebremst
# Nach drei Tagen Trans Provence war der Hinterreifen schon sichtlich heruntergebremst - einen Verschleiß wie bei diesem Rennen haben wir allerdings noch nie erlebt. Auch Schwalbe und Maxxis-Fahrer mussten nach der Hälfte bereits Reifen wechseln.
Nach diesem Cut durch einen scharfkantigen Stein war leider Schluss
# Nach diesem Cut durch einen scharfkantigen Stein war leider Schluss - ansonsten hatten wir in Frankreich keine Probleme mit den Reifen. In Davos kamen bei sehr rücksichtsloser Fahrweise auf 14.000 Tiefenmetern drei Snakebites dazu. Wir würden den Hinterreifen als ähnlich widerstandsfähig wie einen Maxxis Double Down einschätzen.

Fazit – Michelin Wild Enduro Front & Rear

Mit der Kombination aus Wild Enduro Front & Rear meldet sich Michelin wieder eindrucksvoll im Mountainbike-Sektor zurück. Während der Vorderreifen mit viel Grip und Spurtreue begeistert, senkt der Hinterreifen den Rollwiderstand, ohne zu viel Bremsgrip zu opfern. Zudem bleiben beide Reifen immer gut vorhersehbar und kontrollierbar. Jetzt fehlt nur noch eine Front-Version mit verstärkter Karkasse!

Pro
  • Grip und Spurtreue an der Front
  • geringer Rollwiderstand hinten
  • sehr vorhersehbares Verhalten
  • kein übermäßiger Verschleiß
Contra
  • gleicher Pannenschutz vorne & hinten wäre wünschenswert
Die Michelin Wild Enduro-Reifen konnten im Test auf ganzer Linie überzeugen
# Die Michelin Wild Enduro-Reifen konnten im Test auf ganzer Linie überzeugen - ambitionierte Enduro-Racer werden den exzellenten Grip an der Front und den geringen Rollwiderstand am Heck zu schätzen wissen.

Testablauf

Wir sind zwei Sätze der Michelin Wind Enduro Front & Rear-Reifenkombination während der anspruchsvollen, sechstägigen Trans Provence gefahren. Nach dem Rennen mussten sich die Reifen in der Schweiz sowie auf unseren Hometrails beweisen.

Hier haben wir Michelin Wild Enduro Front & Rear getestet

  • Trans Provence, Südfrankreich Jeden Tag gab es um die 1500 Höhenmeter aus eigener Kraft zu bewältigen, dank Shuttle-Unterstützung mussten die Reifen aber auch 4–6.000 Tiefenmeter in felsigem und steilem Terrain überstehen.
  • Davos, Schweiz In Davos konnten wir dank Liftunterstützung und guter Ortskenntnis trotz schlechten Wetters in zwei Tagen 14.000 Tiefenmeter in vor allem steinig-alpinem, aber teils auch extrem wurzeligem, nassem Terrain sammeln.
  • Ilmenau, Thüringen Unsere Hometrails im Thüringer Wald kennen wir wie unsere Westentasche, weshalb wir die Michelin-Reifen hier am besten mit Konkurrenz-Modellen vergleichen konnte. Alle Uphills wurden aus eigener Kraft bewältigt, bergab ging es meist auf sehr wurzeligen, technischen Trails mit steinhaltigem Nadelboden.
Testerprofile ausklappen

Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm68 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, hinten progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
hinten nicht zu kurz, vorne geräumig, Lenkwinkel nicht zu flach

Preisvergleich

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Fahrt ihr dieselben Reifen vorne und hinten oder nutzt ihr verschiedene Modelle?

  1. benutzerbild

    Fizzen

    dabei seit 02/2010

    Ups bin recht erstaunt über den geringen Druck den ihr fahrt, ich bin mit 1,8 - 1,9 hinten unterwegs und vorne 1,7 wenn der Boden weicher wird dann max 1,6 bar. Bei weniger Druck wirds mir zu weich in hart gefahrenen Anliegern und er fängt das burben an.

    Für mich einer der besten Allrounder, Grip ohne Ende und einen Grenzbereich der weit auslotbar ist. Verschleiß geht für mich auch völlig in Ordnung (gefühlt war der MagicMary doppelt so schnell runter) mit MagiX vorne und GumX hinten (ca 300 km Monat). Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Rockr2 hat die Kombi auch stabilere Seitenwände die sich richtig schön kanten lassen..

    Und ja Tempo gibt Dir das Gefühl das der Reifen noch besser ist, obs nur am Pneu liegt sei dahingestellt aber seit wir die Kombi fahren gehts noch schneller die Abfahrten runter [ATTACH type="full" alt="918785"]918785[/ATTACH]
  2. benutzerbild

    525Rainer

    dabei seit 09/2004

    Fizzen schrieb:

    Ups bin recht erstaunt über den geringen Druck den ihr fahrt, ich bin mit 1,8 - 1,9 hinten unterwegs und vorne 1,7 wenn der Boden weicher wird dann max 1,6 bar. Bei weniger Druck wirds mir zu weich in hart gefahrenen Anliegern und er fängt das burben an.



    gebaute harte anlieger kommen in meinem mtb leben kaum vor. an meiner hometrailrunde kann ich locker unter 1,5 fahren. mit 1.8 bist da nur am rutschen. am ende fahr ich da stehts am heimweg eine murmelbahn und ja, der reifen eiert wenn man unsauber fährt. aber wenn man die videos auf insta anschaut ist es auch kein problem mit der passenden fahrtechnik ein komplettes hinterrad zu zerstören in einem anlieger. egal wieviel bar.
    martin maes fährt meine reifen mit 1.8. da verträgt mein geeier locker weniger druck.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    rgb-trailhunter

    dabei seit 10/2013

    roudy_da_tree schrieb:



    Führ langsames rumgerollere finde ich die Karkasse zu hart im Vergleich zu Baron oder HR II.
    Ich habe auch den Eindruck, dass der Michelin Tempo und aggressive Fahrweise gern hat und dann quasi auftaut.
    Langsam und vorsichtig fahren quittierte er mit Gripverlust.
    Also - Bremse auf - Linie fokussieren und in Kurven schön auf die kante stellen.

    Meist fahre ich Ihn mit 1,5bar auf einer 25er Felge auf Waldboden mit einzelnen Durchschlägen.

    Gern wieder


    Fahre ihn nur Vorne (Gum-X 3D, 25er Innenweite) und kann exakt das gleiche Berichten.
    Im langsamen recht wenig Grip - sobald man richtig heizt ist die Haftung mMn mindestens auf Schwalbe Soft Niveau.
    Trotzdem liefert das Gummi im trockenen besser ab als im Nassen im Vergleich zu der Konkurrenz (Baron oder MM Ultra Soft, Maxxis MaxxGrip sind besser im feuchten nach meinen ERfahrungen)

    Hatte auch immer wieder Durschläge bei 1,5-1,7 Bar auf deutschen Hometrails...hat auch leicht Milch gerülpst...seit ich ihn mit Rimpact fahre - ein Traum!
    Sprich eine etwas stabilere Karkasse wäre wirklich ganz nett...
  5. benutzerbild

    crack_MC

    dabei seit 01/2010

    [ATTACH type="full" alt="919667"]919667[/ATTACH]
    Seppl,hast du schon wieder ein neues Bike!? ops:o_O:oops:o_O
  6. benutzerbild

    Seppl-

    dabei seit 05/2013

    crack_MC schrieb:

    [ATTACH type="full" alt="919667"]919667[/ATTACH]
    Seppl,hast du schon wieder ein neues Bike!? ops:o_O:oops:o_O

    Öhm ja [ATTACH]919687[/ATTACH]

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