Nachdem die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg nach Einreichung der Petition mit über 58.000 Stimmen gegen die bestehende 2m-Regel verlauten ließ, dass sie keine Notwendigkeit sieht, daran etwas zu ändern, reagierte das Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz heute mit einem Informations-Artikel, in dem die wichtigsten Fragen zur Zwei-Meter-Regel beantwortet werden. Damit wird seit langer Zeit erstmals wieder die Thematik vonseiten der Landesregierung berücksichtigt. Darüber hinaus lud Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur in Baden-Württemberg, dazu ein, das Thema auf seiner Facebook-Seite öffentlich zu diskutieren.

Im Artikel stehen leider so gut wie keine Fakten, die die Behauptungen stützen oder gar belegen: So wird das Radfahren auf breiten Wegen als sicherer eingestuft, da es mehr Raum zum Ausweichen bietet. Eine größere Gefahr durch erhöhte Geschwindigkeit wird nicht berücksichtigt. Desweiteren wird auf das bereits 80km lange Trailnetz für Mountainbiker hingewiesen und auch wenn das Netz deutlich ausgebaut werden soll, kann man bei 80km in einem 35.752 km² großem Bundesland noch lange nicht von einem Netz reden.


# Rücksichtnahme ist der Schlüssel zu einer gemeinsamen Nutzung – weltweit.

Wie sehr ein runder Tisch in Baden-Württemberg notwendig ist, zeigte unlängst erst wieder die Vernichtung der beliebten Esslinger Nordschleife oder gespannte Drähte in Heidelberg und Albstadt.

Damit sich an der momentanen Situation etwas ändert und es sich für uns Radfahrer weiter positiv entwickelt, ist eure konstruktive Anteilnahme an der Diskussion und ein rücksichtsvolles Auftreten auf den Singletrails im „Ländle“ wichtiger als je zuvor. Nur wer den Wanderern und Forstbesitzern keine Gründe liefert, sich gegen eine gemeinsame Nutzung der Wälder auszusprechen, wird erreichen, dass die Zwei-Meter-Regel abgeschafft wird.

  1. benutzerbild

    damage0099

    dabei seit 04/2008

    Oder aktuell aus der Region:
    http://img.der-sonntag.de/dso-epaper/pdf/DS_frs_23.02.2014.pdf (sorry, knapp 10MB-PDF)
    Seite 9, Titel "Minus zehn Prozent"

    Ich frage mich ernsthaft, ob der Herr Bonde da nicht schlichtweg lügt.

    hahahhaa:
    "Ralf Roth (Uni Köln), Roland Schöttle (Naturpark Südschwarzwald), Landwirtschaftsminister Alexander Bon-
    de und Thorsten Rudolph (Hochschule Touristik) finden die neue Regelung gut (von links). "


    Ich lach mich tot....fehlt nur noch ein Bild, wo sie sich gegenseitig auf die Schultern klopfen!


    Edith: Dieser zufriedene Gesichtsausdruck erinnert mich irgendwie an ein Kleinkind, das gerade in die Windeln gemacht hat smilie
  2. benutzerbild

    ciao heiko

    dabei seit 09/2004

    Zum Thema Berichterstattung in "Der Sonntag"

    Ich habe den Rekateur der Zeitung 3 Mal angeschrieben. Er kann sich nicht mehr an die wörtliche Aussage von Bonde erinnern, er besteht aber darauf, das er Ihn so verstanden hat: "Die MTB Lobby hat keine Rückmeldung gegeben"
    Ich habe Ihn gefragt ob es nicht so war: "Die MTB Lobby, hat zürückgemeldet, das man beim Handbuch nciht mitarbeiten könne, solange die 2 Meter Regel besteht." Er hat dies eindeutig verneint.

    Ich habe das Ministerium vor 4 Tagen angeschrieben, aber nur als Rückmeldung erhalten, das meine Anfrage in Bearbeitung ist.

    Hintergrund:
    Ich war persönlich am 5.12.13 auf Einladung des Forstamtleiters Meinrad Joos auf einer Sitzung des Arbeitskreises in Freiburg. Ich erhielt eine Redezeit von 5 Minuten um die Position der Radverbände und von über 58.200 Petitenten vorzutragen. Eine Diskussion über unsere Position wurde von Herrn Joos nicht weiter zugelassen und als nicht konsensfähig abgetan, Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es um Detailfragen u.a. zu der Beschilderung zu der ich wenig beizutragen hatte.
    Ich habe Herrn Joos und dem Arbeitskreis kurz darauf meine Gesprächszusammenfassung gesendet, auf die ich keine Rückantwort erhielt.

    Zur der Vorbereitung dieser Sitzung gab es mehrere E-Mails und ein Telefonat zwischen unserem 2ten Vorstand Herrn Michael Winkler und Herrn Joos im November. ursprünglich stand in der Einladung sogar, das die 2 Meter Regel nicht angesprochen werden darf!! Das konnten Michael Winkler auf die 5 Minuten Redezeit aushandeln.
    E-Mails über die Vorgänge liegen vor. Es kann also nicht behauptet werden, das die "MTB Lobby" keine Rückmeldung gegeben hat.
    Zusätzlich gab es weitere informelle Kontakte zum AK Rad des Schwarzwaldtourismus.

    Fazit: Es ist sehr schwer hier etwas zu machen, weil uns die "wörtliche Rede" nicht vorliegt. Unschwer zu erkennen ist aber, das die Aussage bei den Reportern zumindest mißverständlcih angekommen ist. Und Fakt ist, das wir auch im Rahmen des Handbuches immer wieder kritische Rückmeldung gegeben haben. Das wir an einem Handbuch, welches die 2 Meter Regel manifestiert, nicht konstruktiv mitarbeiten können ist die gemeinsame Position der Radverbände der Petition.
  3. benutzerbild

    Hasifisch

    dabei seit 03/2010

    Wenn es mehrere Reporter so verstanden haben, sollte das als Indiz genügen, das die falsche Aussage vom Joos kommt. Würde an eurer Stelle per Einschreiben mit Frist eine Richtigstellung von denen fordern und m.W. habt ihr das Recht, auf eine Gegendarstellung durch die Reporter zu pochen. Die müssen diese Abdrucken, wenn die Aussage als falsch bestätigt wird.
    Mein Kumpel - Anwalt - würde übrigens sofort sagen, ihr müsst von den Gesprächen unterschriebene Gedächtnisprotokolle anfertigen die haben durchaus Wert!
  4. benutzerbild

    Pig-Mint

    dabei seit 01/2007

    Oder aktuell aus der Region:
    http://img.der-sonntag.de/dso-epaper/pdf/DS_frs_23.02.2014.pdf (sorry, knapp 10MB-PDF)
    Seite 9, Titel "Minus zehn Prozent"

    Pikant bei aller Kritik: Man habe die MTB-Lobby wiederholt versucht zu Gesprächen ins Boot zu holen, sagte Minister Alexander Bonde am Donnerstag. Eine Rückmeldung habe es aber nicht gegeben.

    Ich frage mich ernsthaft, ob der Herr Bonde da nicht schlichtweg lügt.

    Kann ich mir durchaus gut vorstellen, dass die Politik versucht mit der MTB-Lobby Kontakt aufzunehmen. Es liegt auch Nahe, dass die angebotenen Gespräche seitens der MTB-Lobby nicht wahrgenommen werden und somit der Herr Abgeordnete gar nicht mal so Unrecht hat ! Warum ?
    Es gibt viele Personen die ich kenne welche im schwäb. Albverein tätig sind. Mir wurde von einschlägigen Personen berichtet, dass sich der Albverein sehr freut, dass von Seiten der MTB'ler Hilfe zur Wanderwegspflege angeboten wurde. Leider erschien von der MTB-Lobby bis jetzt noch keiner zum Arbeitseinsatz.
  5. benutzerbild

    ciao heiko

    dabei seit 09/2004

    Kann ich mir durchaus gut vorstellen, dass die Politik versucht mit der MTB-Lobby Kontakt aufzunehmen. Es liegt auch Nahe, dass die angebotenen Gespräche seitens der MTB-Lobby nicht wahrgenommen werden und somit der Herr Abgeordnete gar nicht mal so Unrecht hat ! Warum ?

    Hier die Hintergründe lesen (den kommentar zum Foto)
    https://www.facebook.com/photo.php?...28.46105.193326687455649&type=1&stream_ref=10

    Es gibt viele Personen die ich kenne welche im schwäb. Albverein tätig sind. Mir wurde von einschlägigen Personen berichtet, dass sich der Albverein sehr freut, dass von Seiten der MTB'ler Hilfe zur Wanderwegspflege angeboten wurde. Leider erschien von der MTB-Lobby bis jetzt noch keiner zum Arbeitseinsatz.

    Es gibt auch Bsp. wo die Mithilfe abgelehnt wurde und Bsp wo die Mithilfe seit Jahren klappt.
    http://www.ig-stauferland.de/bilder/umwelt-wegebau/
    (2ter Artikel)

    http://www.suedkurier.de/region/sch...n-schwere-Bank-am-Uhufelsen;art372530,6400818

    Klar ist, das viele Biker noch nicht so gut organisiert sind, wie die Wandervereine. Da liegt sicherlich noch Arbeit vor uns.

    PS: ich selbst bin Mitglied im Schwarzwaldverein

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