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Das Team
Das Team - neben Paul bestehend aus Max, Falk und Sylvain.
Beim Team-Rennen geht es immer im Train die Stage entlang.
Beim Team-Rennen geht es immer im Train die Stage entlang.
Es gibt bei uns eine wichtige Regel
Es gibt bei uns eine wichtige Regel - wenn man abziehen kann, zieht man ab.
Lange Schlange vor der ersten Gondel.
Lange Schlange vor der ersten Gondel.
Zweiter Tag, erste Stage, erster Platten.
Zweiter Tag, erste Stage, erster Platten. - Immerhin kann man die Aussicht genießen.
Ey Mann, wo is' mein Pedal?
Ey Mann, wo is' mein Pedal?
Angstpipi
Angstpipi - noch ein letztes Mal Wasser lassen.
Erneut lange Wartezeiten vor der Gondel.
Erneut lange Wartezeiten vor der Gondel.
Dementsprechend sieht es drinnen aus.
Dementsprechend sieht es drinnen aus.
Der Signal-Trail glänzt nicht nur mit einem atemberaubenden Ausblick!
Der Signal-Trail glänzt nicht nur mit einem atemberaubenden Ausblick!
Show of beim Zieleinlauf
Show of beim Zieleinlauf
Auch zum Treten gab es genug!
Auch zum Treten gab es genug!

Paul Feser berichtet vom Mondraker Enduro Team Rennen in Davos/Klosters. Und eines ist klar: Im Viererteam auf den alpinen Trails im Bündnerland kann man allen Defekten zum Trotz nur großen Spaß haben. Viel Spaß mit dem Rennbericht!

Was soll ich euch sagen: Wenn ein Datum bei mir im Kalender rot eingekreist ist, dann ist dies seit Jahren das erste Wochenende im September. Warum, fragt ihr euch? Ganz einfach: Da ist das Mondraker Enduro Team-Rennen in Davos/Klosters. Ein Format, bei dem – wie der Name schon erahnen lässt – das Rennen im Team bestritten wird. Es gibt verschiedenen Kategorien. Zweier Teams, Men/Women Mixed und das Fun-Team. Beim Fun Team können drei bis sechs Personen an den Start gehen.

Cool, dachte ich mir da. Ein Rennen, bei dem man mit seinen besten Bike-Compadres den Trail im Train runter ballern kann? Nachdem ich die letzten Jahre immer nur im Zweier-Team an den Start gegangen bin, ist es nun Zeit für die Fun-Kategorie. Man wird ja auch nicht jünger – das kann nur eine Riesengaudi werden!

Das Team
# Das Team - neben Paul bestehend aus Max, Falk und Sylvain.
Diashow: Mondraker Enduro Team 2021: „Ahhhh wir sind platt, Platten!“
Dementsprechend sieht es drinnen aus.
Zweiter Tag, erste Stage, erster Platten.
Der Signal-Trail glänzt nicht nur mit einem atemberaubenden Ausblick!
Lange Schlange vor der ersten Gondel.
Angstpipi
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Enduro Team Davos – Tag 1

Unser Team bestand aus vier Fahrern: Max, Falk, Sylvain und meiner Wenigkeit. Man sollte meinen, dass, wenn man weiß, dass ein Rennen ansteht, das Bike auch ready to race ist. Nein, dachte sich allerdings Sylvain und eröffnete uns am Frühstückstisch, dass er jetzt – wohlgemerkt eine Stunde vor Start – noch sein Cushcore aufziehen müsste. Denn das ginge ganz schnell.

Na gut, dachte ich mir. Dann hole ich schon einmal meine Startnummer und bis ich wieder zurück bin, ist alles fertig. Falsch gedacht. Ich kam also zurück von der Anmeldung und ein rotköpfiger, leicht schwitziger Sylvain kniete auf dem Parkplatz und versuchte verzweifelt, seinen Felgenschoner drauf zu ziehen. „Bei mir im Bikeshop geht das immer sehr schnell.“

Am ersten Tag sollten es drei Stages werden. Eine feste Startreihenfolge gab es nicht. Diese resultierte erst für den zweiten Tag aus den Ergebnissen des ersten Tages. Der erste Berg war das Jakobshorn, auf den uns zwei Gondeln hinauf brachten. Die erste Stage ging ins Sertigtal hinunter und war dieses Jahr eine sehr flowige Strecke, bei der man es gut laufen lassen konnte.

Beim Team-Rennen geht es immer im Train die Stage entlang.
# Beim Team-Rennen geht es immer im Train die Stage entlang.

Warum ist sie nur dieses Jahr flowig gewesen, fragt ihr euch? Die Stage wurde im Vergleich zu den letzten Jahren gekürzt und ein sehr fieses Tretstück am Anfang wurde übersprungen. Nun konnte man sich ganz auf den spaßigen Teil konzentrieren. Mir persönlich hat diese Stage sehr gut gefallen. Viele mögliche Linien und generell eine richtig schnelle Sektion garantieren großen Genuss.

Voller Euphorie ging es für uns vier Musketiere weiter zur nächsten Stage, die sich am Rinerhorn befand. Diese war die letzten Jahre nicht dabei und wir waren alle gespannt, was uns wohl erwarten würde. Und hätten wir das gewusst, hätten wir wohl alle am Frühstückstisch ein Happen mehr gegessen und vor der Stage noch einen Energieriegel reingeschlungen. Denn die Stage war wirklich konditionell sehr fordern, garniert mit einigen technischen Tretpassagen, die den Puls mal ordentlich ins Deckengeschoss jagten.

Es gibt bei uns eine wichtige Regel
# Es gibt bei uns eine wichtige Regel - wenn man abziehen kann, zieht man ab.

Alles in allem aber dennoch ein sehr spaßiger Trail – zumindest, wenn man ihn nicht auf Zeit fahren müsste und einem fast schwarz vor Augen wird. Mit den Worten „Ich will nicht mehr“ ließ sich ein ermatteter Falk am Ende der Stage ins Gras fallen. Da ist wohl einer zu wenig Intervalle gefahren! Um ihn moralisch wieder herzustellen, habe ich ihn auch direkt darauf hingewiesen.

Nachdem wir uns alle wieder erholt hatten und uns gerade für die Gondel zur dritten und letzten Stage des Tages anstellen wollten, stoppt uns eine Organisatorin des Rennens. Wir wären sehr schnell (das ging uns natürlich runter wie Butter) und viele sind noch nicht einmal zu Stage 1 gekommen. Dazu muss gesagt werden, dass zu Stage 1 und 3 die gleiche Gondel führte. Nun hatte sich ein Stau gebildet, der einen Vergleich mit der A5 am Ferienende nicht scheuen müsste. Also legen wir eine Mittagspause ein.

Lange Schlange vor der ersten Gondel.
# Lange Schlange vor der ersten Gondel.

Nach zirka 45 min haben wir uns dann für die Gondel angestellt. Noch immer gab es eine Schlange, die ihren Namen verdient hat. Nach weiteren geschlagenen 45 min Warten kamen wir dann endlich in die Gondel. Stage 3 ging ins Dischmatal hinunter. Eine Stage mit einem grandiosen Ausblick, den man aber leider nur teilweise genießen konnte, da man konzentriert auf den schmalen Trails genau schauen musste. Zwei, drei schöne Spitzkehren später waren wir im Ziel. Coole Stage. Wir rollten zurück an das Zielgelände und ließen unsere Zeit auswerten. Dritter Platz – damit lässt es sich leben.

Damit ihr euch etwas mehr in die genialen Stages einfühlen könnt, haben wir für euch immer wieder die GoPro laufen lassen:

Mondraker Enduro Team Tag 1 von PaulFeserMehr Mountainbike-Videos

Enduro Team Davos – Tag 2

Neuer Tag, neues Glück – so oder so ähnlich lautete das Motto am zweiten Tag. Unterhalb vom Weißfluhjoch starteten wir in den alpinen Singletrail, der uns eigentlich in wenigen Minuten zum malerischen Grünsee führen sollte. Schon nach wenigen Kurven hörte ich jedoch einen Schrei: „Ahhhh wir sind platt, Platten!“. Ja, richtig gelesen: WIR sind platt. Mit gemeinsamen Kräften flickten wir Sylvains Reifen – bei Defekten oder Stürzen ist mindestens so viel Teamgeist gefragt wie beim Biken selbst.

Zweiter Tag, erste Stage, erster Platten.
# Zweiter Tag, erste Stage, erster Platten. - Immerhin kann man die Aussicht genießen.
Ey Mann, wo is' mein Pedal?
# Ey Mann, wo is' mein Pedal?

Als wäre das nicht schon genug, verlor Falk etwa 500 m später sein linkes Pedal. Und wie es der Zufall so will, passierte das inmitten einer langen Matschpassage. Nach einer ernüchternden Stagezeit ging es weiter in Richtung der nächsten Stage.

Besonders in diesem Jahr war, dass etwa ein Drittel der Trails noch nie zuvor Teil des Enduro-Rennens in Davos/Klosters waren – so auch die folgende Stage. Mit einem schönen Ausblick über das Prättigau warteten wir auf unseren Start. Ein schöner Naturtrail führte uns bis zum Schieferschwendi. Der Trail querte viele kleine Bäche und große alpine Wiesen. Auch wenn diese meist aus kleinen Tretpassagen bestanden, hatten wir hier unglaublich viel Spaß.

Angstpipi
# Angstpipi - noch ein letztes Mal Wasser lassen.

Gegenseitiges Anfeuern machte es erträglicher und natürlich „Teamwork makes the dream work“. Vor dem Mittagessen auf der Madrisa ging es noch auf den unteren Teil des Chalbersäss-Trail. Einer der Klassiker in Klosters forderte wirklich heraus: Die vielen Wurzeln auf der Schattenseite des Tals waren rutschig wie Schmierseife. Das anschließende Mittagessen auf dem gegenüberliegenden Berg war typisch bündnerisch – Älplermagronen. Ein wahres Muss, wenn man mal in den Schweizer Bergen ist.

Im Anschluss fuhren wir von der Madrisa bis nach Saas runter. Hohe Geschwindigkeiten und offene Wiesenkuven ließen keine Wünsche offen – trotz der Komplikationen am Morgen war die Stimmung super. Auf dem Weg zur letzten Zeitnahme des Tages mussten wir das Tal hinauf pedalieren, um von Klosters aus mit der Gotschnabahn auf den Gotschnagrat zu fahren. Dort fuhren wir den „Signal“, wohl einer meiner Lieblingstrails in der Region. Nachdem wir schnell Fahrradfahren und im Idealfall noch schneller Fahrräder reparieren mussten, hatten wir uns das Bier auf dem Eventgelände redlich verdient!

Mondraker Enduro Team Tag 2 von PaulFeserMehr Mountainbike-Videos

Enduro Team Davos – Tag 3

Samstag ging es mit voller Motivation in den nächsten und letzten Tag. Nach einem strengen Transfer zum Aufwärmen von 10 km und 350 Höhenmeter kamen wir zur ersten Stage des Tages und auch längsten des Wochenendes. Angegeben mit 16 Minuten Stagezeit, rauschten wir das Ding in etwa 10 Minuten hinunter, obwohl Max mit plattem Reifen auf Cushcore gefahren ist. Stolz wie die Oskars fuhren wir dann mit der Gondel zur Stage zwei und drei.

Gespickt mit schnellen, engen Kurven jagten wir uns gegenseitig über das Geröll und Gestein bis ins Ziel der 2. Stage. Mit kaum mehr als drei Höhenmetern Gegenanstieg sehr gut machbar. Allerdings war das nur ein Vorgeplänkel für die 3. Stage des Tages. Nach einem Hang-Parallelen-Stück hinter der Mittelstation der Gotschna fing der Spaß dann an: Die Strecke glich einer Kamelherde, sprich ein ständiges auf und ab über deren Hügel, wo bei zu schnellem Start schnell ein Kolbenfresser drohen kann.

Erneut lange Wartezeiten vor der Gondel.
# Erneut lange Wartezeiten vor der Gondel.
Dementsprechend sieht es drinnen aus.
# Dementsprechend sieht es drinnen aus.

Zum Bedauern aller Teilnehmer gab es am letzten Tag ein organisatorisches Problem. Da Stage 2, 3 und 4 mit der Gotschna-Gondel zu erreichen waren, kam es zu einem Stau mit etwa 60 Minuten Wartezeit vor der Gondel. Doch selten standen wir uns lieber die Beine in den Bauch, denn die Vorfreude auf Stage 4 baute sich immer mehr auf. Der Trail: Signal.

Ein wunderschöner, sehr schneller, verbockter und anspruchsvoller Trail, welcher den Fahrer*innen alles abverlangte. Gespickt mit großen Steinfeldern, schnellen Passagen und engen Kurven ging es mit blendend guter Laune in Richtung Mittagspause.

Der Signal-Trail glänzt nicht nur mit einem atemberaubenden Ausblick!
# Der Signal-Trail glänzt nicht nur mit einem atemberaubenden Ausblick!

Während wir uns am Start/Ziel-Bereich stärkten, konnten wir schon die ersten Teilnehmer ins Ziel rauschen sehen. Uns kribbelte es in den Fingern, nun auch die letzten beiden Stages zu fahren. Also machten wir uns auf.

Show of beim Zieleinlauf
# Show of beim Zieleinlauf
Auch zum Treten gab es genug!
# Auch zum Treten gab es genug!

Zum Bedauern von uns Spitzkehren-Fetischisten wurde dieses Jahr die Stage vom Jakobshorn in Richtung zur Mittelstation etwas verkürzt und somit flogen die oberen Kehren raus. Das bedeutete dafür mehr Geschwindigkeit, mehr Ballern, weniger Bremsen, mehr Armpump und brodelnde Endorphine im Hirn. Wie von Hornissen gejagt, bügelten wir den Kamm herunter. Im Ziel der 5. Stage angekommen, rollten wir zur letzten Stage.

Die Davoser Bikepark-Strecke. Ein Kurvenparadies, wie man es sich nur erträumen kann. Von der Mittelstation aus bis zum Bolgen Plaza eine Steilkurve nach der anderen. Hier konnte und musste man seine Anliegertechnik unter Beweis stellen. Allerdings war dies auch die allerletzte Stage vom Rennen – somit hieß es, keine Fehler machen, noch mal alles geben und Spaß haben. Und dann war’s – leider schon – geschafft … das Mondraker Enduro Team Davos 2021. Wir sehen uns nächstes Jahr im September wieder!

Alle weiteren Infos und Ergebnisse gibt es hier.

Mondraker Enduro Team Tag 3 von PaulFeserMehr Mountainbike-Videos

Wer von euch war auch am Start?

Text: Paul Feser Bilder: PM Mondraker Enduro Team / privat
  1. benutzerbild

    Lambutz

    dabei seit 02/2011

    Ihr habt vergessen die Party am Schluss zu erwähnen. Die war, wie das ganze Rennen, legendär.
  2. benutzerbild

    Met87

    dabei seit 07/2009

    Moin,

    sehr guter Bericht .. Klingt nach einem extrem flotten Wochenende smilie

    Habt ihr das ganze auf GPS mitlaufen lassen?
    Oder gibts da was offizielles --- gerne auch als PN

    Thx
  3. benutzerbild

    Met87

    dabei seit 07/2009

    Da war ich auch schon - da sind wir aber in 2022. Demnach ist davon noch nichts mit Leben gefüllt

    Gruß
    Ist alles online:
    https://enduro-team.ch/programm/
  4. benutzerbild

    Lambutz

    dabei seit 02/2011

    Oh, zu schnell geguckt. Dann haben sie 21 wieder runter genommen.

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