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Flusslandschaft in Hafjell
Flusslandschaft in Hafjell
World Cup Steinfeld - Ausgang
World Cup Steinfeld - Ausgang
Wassermassen...
Wassermassen...
Die Strecken wurden teilweise extrem zerstört
Die Strecken wurden teilweise extrem zerstört
Letzte Kurve Ekspressen
Letzte Kurve Ekspressen
Ekspressen nach Road Gap
Ekspressen nach Road Gap
Johnny war mit dem ATV direkt vor Ort
Johnny war mit dem ATV direkt vor Ort
Völlig zerstörte Pisten
Völlig zerstörte Pisten
Buldre - nach der Flut
Buldre - nach der Flut
Park Loypa
Park Loypa
Teilweise waren die Rinnen 2.5m breit und 1.5m tief
Teilweise waren die Rinnen 2.5m breit und 1.5m tief
Ekpressen
Ekpressen
Fluss neben dem Trail
Fluss neben dem Trail
Liftstation
Liftstation
Einfahrt Rollercoaster
Einfahrt Rollercoaster
Hilfe naht...
Hilfe naht...
Steinbruch im "Rollercoaster"
Steinbruch im "Rollercoaster"
Einsatz pur
Einsatz pur
Arbeit im neu-entstandenen Rinnsal
Arbeit im neu-entstandenen Rinnsal
Dutzende Helfer
Dutzende Helfer
Hilfe überall
Hilfe überall
Shapen der Strecke
Shapen der Strecke
Panorama Rollercoaster
Panorama Rollercoaster
Die Helfer-Crew
Die Helfer-Crew
Rollercoaster fertig repariert
Rollercoaster fertig repariert
Buldre repariert
Buldre repariert
Probefahren...
Probefahren...
...nach der Flutkatastrophe
...nach der Flutkatastrophe

Johnny Neumeier ist Bikepark-Bauer und einer der Verantwortlichen im Hafjell-Bikepark – er versorgt uns mit Updates aus dem Park. Anfang Juli wurde Hafjell Opfer eines Regenschauers biblischen Ausmaßes, der viele Strecken massiv zerstörte. Außerdem gibt es mehr Öffnungstage zwischen Master- und Elite-WM und eine tägliche Park-Öffnung zwischen dem 21. August und dem 7. September. Johnny Neumeier hat alle Infos für uns:

Flut-Update

Flusslandschaft in Hafjell
# Flusslandschaft in Hafjell

Für Montag den 7. Juli 2014 war ein ordentlicher Regenschauer angekündigt, was in Norwegen aber nichts Ungewöhnliches ist. Allerdings stand hinter der Meldung ein kleines rotes Ausrufezeichen umrahmt von einem roten Dreieck, welches ankündigte, dass es lokal große Mengen Niederschlag geben könnte – Flutwarnung eingeschlossen. Montagnachmittag bin ich im völligen Regen noch eine unserer Strecken gefahren, die sich schon komplett in einen Bach verwandelt hatte.

Aber die Drainagen funktionierten gut und leiteten alles Wasser schön aus der Strecke, später hörte es dann wieder auf zu plätschern. Was in der Nacht folgte, glich dann aber einer Sintflut. Es hatte wohl keiner erahnt, was uns am nächsten Morgen erwartet, sonst wäre der Notruf schon früher rausgegangen.

Als ich mich morgens auf das ATV setzte und nach und nach weiter den Berg rauffuhr, wollte ich nur noch anfangen zu weinen. Das Wasser lief sowohl in Strömen über die Skipisten als auch durch unsere Strecken. Die Strecken, die bis zu diesem Zeitpunkt im besten Zustand seit vielen Jahren waren, wurden mit voller Kraft vom Wasser aufgefressen. Am schlimmsten hatte es den Bikepark-Teil der World Cup Strecke getroffen. Von oben bis unten war die Strecke ein einziger reißender Fluss, der, nachdem das Wasser aufhörte zu fließen, nur ein Flussbett hinterließ, welches bis zu 2,5 Meter breit und 1,5 Meter tief war.

World Cup Steinfeld - Ausgang
# World Cup Steinfeld - Ausgang

Das Schlimmste, was passieren konnte, war eingetroffen. Wir mussten den Bikepark für den weiteren Betrieb schließen, da alle wichtigen Strecken mindestes einen großen Wasserschaden erlitten hatten und somit nicht fahrbar waren.

Wassermassen...
# Wassermassen...
Die Strecken wurden teilweise extrem zerstört
# Die Strecken wurden teilweise extrem zerstört
Letzte Kurve Ekspressen
# Letzte Kurve Ekspressen
Ekspressen nach Road Gap
# Ekspressen nach Road Gap

Was passierte, nachdem wir verstanden hatten wie groß das Ausmaß der Schäden war, ist unbeschreiblich. Und dies soll das Dankeschön sein, an alle die dabei waren und mitgeholfen haben!

Im Minutentakt begann mein Telefon zu klingeln und die Leute am anderen Ende fragten, wie sie uns helfen könnten. Erst fiel es schwer alles zu koordinieren und einen Überblick zu behalten, aber nach und nach kamen immer mehr Leute, nahmen sich Schaufel, Spaten oder Harke und verschwanden auf den Strecken, um die „kleineren“ Wasserschäden zu reparieren.

Johnny war mit dem ATV direkt vor Ort
# Johnny war mit dem ATV direkt vor Ort
Völlig zerstörte Pisten
# Völlig zerstörte Pisten
Buldre - nach der Flut
# Buldre - nach der Flut
Park Loypa
# Park Loypa
Teilweise waren die Rinnen 2.5m breit und 1.5m tief
# Teilweise waren die Rinnen 2.5m breit und 1.5m tief
Ekpressen
# Ekpressen
Fluss neben dem Trail
# Fluss neben dem Trail
Liftstation
# Liftstation
Einfahrt Rollercoaster
# Einfahrt Rollercoaster

Das Ausmaß dieser Rettungsaktion wurde erst beim gemeinsamen Grillen deutlich. Ca. 50 Leute + Trailcrew waren auf den Strecken unterwegs, um alles wieder fahrbar zu machen. Und ein Großteil davon waren Deutsche, die sich ihren Urlaub in Hafjell wahrscheinlich anders vorgestellt hatten.

Hilfe naht...
# Hilfe naht...
Steinbruch im "Rollercoaster"
# Steinbruch im "Rollercoaster"
Einsatz pur
# Einsatz pur
Arbeit im neu-entstandenen Rinnsal
# Arbeit im neu-entstandenen Rinnsal

Aber dieser Einsatz von allen die dabei waren, und die mit Eimern und Schaufeln ganze Anlieger oder mit Schubkarren und Ausdauer ganze Streckenabschnitte wieder fahrbar gemacht und in den ursprünglichen Shape versetzt hatten, haben es ermöglicht dass 48 Stunden, nachdem es aussichtslos erschien überhaupt irgendetwas zu tun, der Bikepark wieder öffnen konnte und alle die Stollen wieder kreisen lassen konnten.

Dutzende Helfer
# Dutzende Helfer
Hilfe überall
# Hilfe überall
Shapen der Strecke
# Shapen der Strecke
Panorama Rollercoaster
# Panorama Rollercoaster

Vor allen die dabei waren und mit größter Motivation mitgeholfen haben, ziehe ich meine Kappe, und bedanke mich hiermit im Namen der gesamten Hafjell Bikepark Trailcrew für euren Einsatz und eure Hilfe. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen!

Ein besonderer Dank geht auch an Trailboss und Baggerchirurg Snorre Pedersen und seinen zweiten Arm im Bagger, Sondre Børresen, ohne deren Einsatz die restlichen Teile, die so stark betroffen waren, dass sie von Hand nicht zu reparieren gewesen wären, in diesen zwei Tagen wieder neuen Shape bekommen haben.

Die Helfer-Crew
# Die Helfer-Crew
Rollercoaster fertig repariert
# Rollercoaster fertig repariert
Buldre repariert
# Buldre repariert
Probefahren...
# Probefahren...
...nach der Flutkatastrophe
# ...nach der Flutkatastrophe

So wie es aussieht können wir nächste Woche sogar schon Ekspressen (Bikepark-Teil der World Cup Strecke, der am schlimmsten betroffen war) wieder öffnen und für euch fahrbar machen. Vielen Dank und ein großes Merci an alle die dabei waren.

Im Namen der gesamten Hafjell Bikepark Trailcrew,

Johnny

Update Öffnungszeiten

Endlich hat der Betreiber des Hafjell Bikeparks, Alpinco, verstanden dass es Sinn macht, den Bikepark zwischen der Masters- und der Elite-WM täglich zu öffnen. Der Park ist täglich vom 21. August bis zum 7. September 2014 geöffnet.

Für einige wird es wahrscheinlich schon zu spät sein, um den Urlaub zum größten MTB-Event des Jahres zu planen – für die Anderen, die etwas flexibel sind und noch Bock darauf haben, die Trails in Hafjell zu fahren und nebenbei den Pros bei der Arbeit zuzuschauen, können jetzt Flüge, Hütten und Lifttickets buchen. Flüge gibt es bei norwegian.no von mehreren großen deutschen Flughäfen direkt nach Oslo Gadermoen.

Zugtickets gibt es unter nsb.no von Oslo Gadermoen nach Lillehammer, Hütten bei NHU.dk oder Hafjellbooking.no. Lifttickets gibt es im Bikeshop des Vertrauens direkt neben der Talstation der Gondel.

Aktuelle Reise-Anbieter

Die Jungs von Tri-Berg haben noch ein paar Plätze für ihre nach Hafjell frei: Geflogen wird deutschlandweit nach Oslo, dann nach Hafjell geshuttelt. Unterkunft in einer 18-Mann Hütte, inkl. Lift-Ticket und Fahrtechnik-Training mit Sascha Bamberg. Zeitraum: 30. August – 08. September 2014, Preis ab 999 €.

Infos: http://www.tri-berg.de/bike-reisen/bikepark-hafjell-norwegen-1/

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Info & Fotos: Johnny Neumeier

  1. benutzerbild

    superarcade

    dabei seit 09/2012

    Was war das ein Erlebnis.
    In der Nacht wurde mein Zelt komplett weggespült.
    Am nächsten Morgen als sich herausstellte, dass der Park komplett zerstört ist, war sofort klar: Hier hilft nur eins. Schaufel in die Hand nehmen und loslegen.
    Das waren 2 Tage mit harter anstrengender Arbeit. Aber alle haben mit angepackt. Schaufeln, schüppen, harken bis Blasen an den Fingern waren.
    Mit Pickups im Offroadstyle bis mitten in die Nacht über zerstörte Straßen durch den Park fahren. Snorre beim Baggern zu sehen war nur genial, der Typ ist ein Genie.
    Am nächsten Tag als wir endlich über "unsere" wiederaufgebauten Tracks schredden konnten, war ein einmaliges Erlebnis.
    Der Höhepunkt waren aber eindeutig die ganzen durchgeknallten Leute die man durch diese Aktion kennengelernt hat.
    Am Ende war es mir eine Ehre mit der Hafjell Bikepark-Crew geshapt zu haben.
    Leute, ihr wart alle total geil (auch wenn es mir leid für den Park tat)
  2. benutzerbild

    lars2602

    dabei seit 07/2011

    bei allem Zusammenhalt und Engagement während des Aufbaus der Strecke, stellt sich doch die Frage ob jede Kurve mit dem letzten feinkörnigen Finish glatt gebügelt werden muss. Ist mountainbiken da noch eine Sportart die man in der Natur ausübt?

    Die Zerstörungskraft des Wassers kommt durch die Regenmenge (nicht nur in NOR auch bei uns im Mittelgebirge) plus Gefälle = echt hohe Pflegekosten.

    Ich freu mich über jede ausgespülte Rinne auf unseren Wegen.
  3. benutzerbild

    Freesoul

    dabei seit 10/2001

    bei allem Zusammenhalt und Engagement während des Aufbaus der Strecke, stellt sich doch die Frage ob jede Kurve mit dem letzten feinkörnigen Finish glatt gebügelt werden muss. Ist mountainbiken da noch eine Sportart die man in der Natur ausübt?

    Die Zerstörungskraft des Wassers kommt durch die Regenmenge (nicht nur in NOR auch bei uns im Mittelgebirge) plus Gefälle = echt hohe Pflegekosten.

    Ich freu mich über jede ausgespülte Rinne auf unseren Wegen.
    naja, hafjell besteht nicht nur aus highspeed-flowtrails, da findest du genug knorrige dh-abfahrten...
  4. benutzerbild

    Tyrolens

    dabei seit 03/2003

    Ja, die Natur Trails... Es ist eine schmale Bandbreite innerhalb derer so ein Naturtrail angenehm zu fahren ist. Habe einen Abschnitt auf meinem Local Trail - vor zwei Jahre noch für Anfänger gut fahrbar, nunmehr hat der DH-Qualität. smilie Gut für uns, aber sicher nicht massentauglich.
  5. benutzerbild

    numb87

    dabei seit 05/2005

    nochmal besten Dank an alle Helfer, die es den später angereisten (mich eingeschlossen) ermöglicht haben, die strecken zu befahren! smilie smilie ohne diese Hilfe wäre ich auch einer der Helfer gewesen.

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