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Majestätische Berge thronen zwischen ausgedehnten Hochebenen und atemberaubenden Fjorden. Die Natur ist weitläufig, rau und wunderschön. Ein feines Netz an erstklassigen Singletrails durchzieht diese einzigartige Landschaft. Die Beschreibung der norwegischen Lyngenalpen liest sich wie ein Mountainbike-Paradies. Hier gibt’s den Reisebericht von Marius Schwager von Mountain Moments.

Wind, Stille und Fjord-Panorama. Wir sitzen am Gipfel des Gjøvarden, irgendwo im nördlichen Teil des Lyngenfjords. Linker Hand reihen sich die hochalpinen Gipfel der Lyngenalpen auf – ein steiles, zackiges und zerklüftetes Bergpanorama. Vor uns liegen weit verstreute Inselgruppen und Halbinseln, dazwischen versprenkelt einzelne rote Holzhäuser, als einziges Zeichen der Zivilisation. Rechter Hand breitet sich der majestätische Lyngenfjord vor uns aus. Wie ein Fluss scheint er die Landschaft zu zerschneiden. Begrenzt wird die Fjordlandschaft von Bergen, denen man ihre glaziale Vergangenheit ansieht. Dahinter ist das endlos erscheinende Fjell angedeutet, die weit gestreckte Hochebene, die sich über Schweden, Finnland und Russland bis nach Murmansk erstreckt.

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Diashow: Fjell, Fjord und Trailfeuerwerk: Mountainbiken in den Lyngenalpen
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Der Lyngenfjord liegt weit, sehr weit oben in Nord-Norwegen. Gefühlt irgendwo zwischen dem nördlichen Polarkreis und dem Ende der Welt. Die Lyngenalpen sind bei Skitouren-Gehern bereits ein beliebtes Reiseziel. Weite Natur, und Berge mit knapp 2.000 Höhenmetern bieten hervorragende Bedingungen. Mountainbiker und Wanderer verirren sich dagegen nur selten so hoch in den Norden.

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Ein alter Freund lädt uns ein, mit ihm die Landschaft zu genießen und ein paar Wanderwege zwischen Fjord und Hochgebirge in Augenschein zu nehmen. Georg war Hundeschlittenführer hier in Nord-Norwegen und hat Expeditionen auf beiden Polkappen geleitet. Sein Faible für kalte, polare Regionen streitet er nicht ab. Nun ist er im regionalen Tourismus aktiv und versucht seine Lieblingssportart, das Mountainbiken, mit Gleichgesinnten zu teilen. Mit Rene, Dominik und mir ist die Gruppe komplett und die 36 Stunden Anfahrt aus Deutschland sind fast so traumhaft angenehm wie die Singletrails, die uns am Lyngenfjord hoffentlich begrüßen.

Hochgebirgstrails für Tretfaule

Die gute Nachricht: Bis ins Hochgebirge ist es hier in Nord-Norwegen nicht weit. Nach etwa 300 Höhenmeter durch meist dichte Birkenwälder beginnt das hochalpine Abenteuer mit unvergleichlich formschönen Singletrails. Die weniger gute Nachricht: Bergauf muss das Mountainbike fast durchweg geschoben oder getragen werden. Felsig und technisch sind die Trails selten. Die meisten Pfade schlängeln sich am unteren Bereichen der atemberaubenden Berge entlang und entsprechen dem, was man sich landläufig unter einem Flowtrail vorstellt. Viele kleine, runde Kurven gespickt mit kleinen Hindernissen, die versierte Biker zum Spielen einladen, weniger erfahrene aber nicht direkt überfordern.

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Wege führen auf die alpinen und hochalpinen Gipfel selten bis überhaupt nicht. Alpinistisch interessierte Biker, wie wir uns gerne bezeichnen, finden das schade. Der Grund, warum hier kaum Wege auf die Berge hinauf führen, ist einfach: Wandern und Biken kann man ausschweifend in den niedrigen Regionen. Wege, so finden die Einheimischen, sind hier so überflüssig wie Spitzkehren beim Skitouren im Winter. Man macht es nur dann, wenn es absolute Notwendigkeit besteht. Wer hoch hinaus will, sollte wissen was er tut und braucht dann auch – so der regionale Konsens – keinen Weg. Touristen, die in Lyngen verweilen, gehen selten wandern. Sie fahren lieber mit Wohnmobilen herum und verlassen diese nur, um aufzutanken oder ein Rentier am Straßenrand oder die Aurora Boeralis zu fotografieren: der Lyngenfjord ist einer der weltbesten Regionen, um das hellgrüne Nachtspektakel zu betrachten.

Bergab, da sind wir uns – trotz des mangelnden Gipfelglücks – alle einig: Die Singletrails hier in Lyngen sind wohl mit die flowigsten und verspieltesten Wege, die wir in unserem Bikerleben unter die Stollen genommen haben. Oft nur waschlappenbreit und stets abwechslungsreich winden sie sich durch Mooslandschaften und Felsen entlang atemberaubender Hochgebirgslandschaften. Die Endpunkte liegen fast immer nah am Fjord an einem kleinen Autoparkplatz.

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Bike-Zentrum in Skibotn und Industrie-Romantik in Storslett

Wir sitzen in einer der wenigen selbstgebastelten Berghütten und warten auf besseres Wetter. Wer hier dreihundert Höhenmeter über dem Örtchen Storslett regelmäßig vorbeikommt und etwas auf sich hält, hat eine eigene Tasse an der Wand hängend platziert. Die Holzbaracke ist an einen stabilen Felsen gebaut und bietet nur den nötigsten Schutz vor der Natur. Die bunten, liebevoll beschrifteten Tassen, ein kleiner Holzofen und ein paar Gesellschaftsspiele bringen eine spartanische Gemütlichkeit in den Bretterverschlag.

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Der Trail ist purer Flow mit Blick über den Fjord, im Vordergrund eine pittoreske Landebahn des lokalen Flughafens vor grauer Industriearchitektur. So weit und wunderschön die Landschaft, so praktisch muss hier die Infrastruktur sein. Mit Schnörkeleien und kunstvollen Meisterwerken gewinnt man hier oben am Polarkreis einfach keinen Blumentopf. Die Schönheit gilt der Natur, der Mensch sorgt hier nur für sein Überleben. In der Praxis für uns Touristen bedeutet das, unspektakuläre Ortschaften und ein autozentriertes und gleichwohl hervorragend ausgebautes Straßennetz. Die regionalen Infrastruktur-Verantwortlichen sind offensichtlich: Früher die Erzgewinnung, heute die Öl- und Gasindustrie.

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Der Hauptspot der Region ist der Ort Skibotn. Das typische Wetter für die Region: Regen, Sonne und Wind im fünfminütigen Wechsel ist hier am trockensten Ort Nord-Norwegens selten. Meist hängen die niederschlagsreichen Wolken in den westlich des Fjords gelegenen Lyngenalpen fest. Die hohen Berge fangen das schlechte Wetter meist ab, Skibotn ist daher relativ niederschlagsarm. Das freut nicht nur das Weichei-Bikerherz, sondern auch die empfindlichen Wege. Insbesondere die vielen sumpfigen Stellen sind bereits mit wenigen Spuren sichtbar mitgenommen. Hier in Skibotn gibt es nur wenige dieser Stellen und wenn, dann werden sie nach und nach von der kleinen Biker-Gruppe gepflegt. Das schont die Natur und freut den schlammempfindlichen Wellnessbiker in uns.

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Sahnetrails, Naturfeuerwerk und Industrie

Mannfjellaksla, Rottenvikfossen und Gjøvarden: die Berg- und Trailnamen sind für uns Auswärtige alles, aber keine leichtgängigen Zungenschnalzer. Phonetisch mögen die Berg- und oft gleichlautenden Trailnamen komplex sein, als Singletrails begeistern sie fahrtechnisch durch ihre Einfachheit und spielerische Natur. Mal geht es schnell in weiten Kurven durch offene Gras- und Mooslandschaft, plötzlich folgt ein schnelles Kurvenintermezzo und ein andermal schlängelt der Trail sich nur so dahin, dass man meint, die Fliehkräfte spielen mit den Hormonen und Nervenwindungen im Hirn Achterbahn.

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Bei Lyngseidet surfen wir im Dauerregen einen sich gefühlt endlos schlingenden Weg durch einen dunkelgrünen Birkenwald. Manchmal meint man, gerade das frische Nass verleiht dem torfigen Untergrund exakt das richtige Maß zwischen schmierig und griffig.

Am Lundefjell bei Storslett geht es dagegen hochalpin, an kleinen, malerischen Berg-Seen entlang. Von rot-weißen Wasserpflanzen umrandet sind sie das kleine Sahnehäubchen auf der ohnehin schon atemberaubenden Aussicht: Fjell, Fjord, Alpenpanorama und Sahnetrails formen hier ein derart harmonisches Quartett, das man weltweit nicht oft findet. Über griffige Felsplatten führt der Weg wiederum über eine anspruchsvolle Steilstufe hinein in schnelle, mit kleinen Wurzeln gespickte Kurven.

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Der Rundumblick am Gjøvarden, der gleichmäßig sanfte Grasrücken am Mannfjellaksla, die zum Springen einladenden Wellenkurven auf den Gorsa-Waserfall zu oder die Schnelligkeit, in der man am Fugltinden durch die Vegetationszonen schießt. Jeden Tag aufs Neue zeigt uns Georg einen oder zwei Trails, und jeden Tag aufs Neue sind wir uns wieder einig „ja, das war jetzt wirklich der beste Trail”.

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Von der Natur inspiriert: Jedermannsrecht und Jedermannspflicht

„Tragen Sie Ihr Bike durch sumpfige oder feuchte Gebiete, um tiefe Furchen zu vermeiden. Meiden Sie unbefestigte Trails nach heftigen Regenfällen. Machen Sie den Trail nicht breiter.” Die Spielregeln für Biker sind hier im hohen Norden anders als in den Alpen. Eigenverantwortlich handeln und die Natur im Zweifel eher besser verlassen, als man sie vorgefunden hat, wird generell erwartet. Keine neuen Trails zu bauen, auf dem Weg bleiben, Rücksicht auf Wanderer nehmen und landschaftlich sensible Zonen zu meiden, gehört bei den Bikern im Lyngenfjord zum guten Ton.

In Norweger herrscht das sogenannte Jedermannsrecht: Jeder darf sich in der Natur frei bewegen. Das Recht zur Freiheit ist hier gelebtes Recht und Pflicht gleichsam. Sich in der Natur rücksichtsvoll und umsichtig zu verhalten ist die mindestens so wichtige Pflicht, wie das Jedermannsrecht die Freiheit erlaubt, das zu tun, was man möchte.

Zurück geht dieses Verantwortungsbewusstsein gegenüber Natur und Umwelt auf die Tradition der Samen. Heute leben noch circa 80.000 Sami die alte Kultur des Nordens. Zwischen Schweden, Finnland, Norwegen und Russland verstreut, pflegen sie auch heute noch ihre Traditionen Weberei und Rentier-Landwirtschaft. Abgesehen davon, dass die Rentierherden heute per Ski-Doo statt auf dem Pferd in Schach gehalten werden, hat sich diese Form der freien, nachhaltigen Landwirtschaft kaum geändert. Sichtbar wird die Kultur in der Öffentlichkeit meist nurmehr in wenigen zweisprachigen Ortschaften und der alten Webkunst in den örtlichen Museen. Weit verbreitet und geblieben ist die Verbundenheit und der Respekt vor der Natur.

Nord-Norwegen: Raue Natur, raue Menschen

Johann zieht das Gipfelbuch aus einem Steinmännchen, trägt seinen Namen und Datum ein. Im echten Leben ist er Lehrer an der örtlichen Grundschule, heute vertritt er Georg, führt uns auf seinen Hometrail und klärt uns darüber auf, was bei den Skibotn-Bergsportlern trendy ist. Die kleine Gruppe an Bikern und Wanderern hat Freude daran sich mit Gleichgesinnten zu messen, gleichzeitig kümmert man sich gemeinsam um das Wegenetz.

Eintrag Nummer 42 in diesem Jahr. Johann liegt derzeit vorne, glaubt er. Eigentlich weiß er es, Angeberei und umherschweifendes Reden liegen ihm aber fern. Zu gewinnen gibt es maximal Anerkennung, den Auftrag zur Wegpflege und vielleicht ein Freibier. Der Trail am Sledo-Wasserfall ist sein Lieblingstrail zum Biken und Wandern. Draußen in der Natur sein und sein Hobby mit anderen zu teilen ist ihm wichtiger. Seit zwei Stunden muss er in seiner Freizeit nun unsere aufgeregt und typisch deutsch vorlaut-schnatternden Kaffeekranz-Gruppe ertragen und kommt kaum zu Wort. „Ich bin Lehrer, das ist mein Job”, grinst er trocken zurück und tritt in die Pedale. Oben windet sich der Pfad entlang einer Felskante höhenmeterneutral durch die klassische Mooslandschaft, ein felsiges Steilstück leitet uns anschließend in ein Kurvenfeuerwerk weiter. Lenker festhalten, Druck aufs Vorderrad, Fliehkräfte genießen.

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Unser Start ins Anglerglück ist holprig. Wir versuchen uns an der Lieblingssportart, Lebenseinstellung und Hauptnahrungsquelle der Nordnorweger: Dem Fischen. Angel rein, Fisch raus, ausnehmen, Pfanne – soweit die Theorie. Wir sehen einen zum Fischen geeigneten Bootssteg und fragen die Eigentümerin, ob wir ihren Steg benutzen dürfen: „Nein”, antwortet sie, „go fishing somewhere else”. Einige Meter Angelleine und ein Dutzend Köder ärmer, sind wir schließlich doch noch einige Fische reicher. Heidi, die gute Seele unserer Unterkunft im Olderdalen Skicamp, begutachtet unseren mageren Fang und greift beherzt in ihre Fisch-Kühltruhe für glücklose Angelanfänger. Ihr Fang umfasst beide ihrer Unterarme und passt schließlich gerade so in den Ofen – jetzt könnte auch eine Fußballmannschaft satt werden. Die weiteren Angelplätze erweisen sich als ergiebiger und wir als lernfähig genug, sodass das Petri Heil nun verlässlich zum Tagespensum zählt wie die Morgentoilette.

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Skeptisch werden wir beim Stifestival (Sti = norwegisch für „Bike”) zunächst beobachtet. Das familiäre Treffen in Skibotn ist der einzige Zeitpunkt im Jahr, an dem sich die ein bis zwei Dutzend Trailbiker aus dem Fjord und Städter aus dem drei Autostunden entfernten Tromsö treffen und gemeinsam feiern. Niemand würde sich hier jemandem direkt anbiedern und mit belanglosem Smalltalk zutexten. Wo zunächst Ruhe, Zurückhaltung und Blicke die einzige Form der Kommunikation zu sein scheinen, erwärmen Alkohol und der romantische Platz am offenen Feuer die Gemüter. Dann, als wir uns mit einer Gruppe einheimischer Biker gemeinsam am Trail eingesaut und die Autositze verschwitzt haben, wird es persönlicher, herzlicher und es wird herumgescherzt wie in einer südeuropäischen Großfamilie zum Sonntagsmahl. Der Nord-Norweger an sich erscheint uns schnörkellos, rau wie das Meer. Aber auch direkt und liebenswert, sobald man die harte Schale überwunden hat. Freundschaften findet man hier nicht leicht, aber wenn, dann halten sie oft ein Leben lang.

Lyngenalpen-Panorama bei Hnefatafl

Ein erleichterndes Stöhnen geht durch unsere Gruppe. Zwei Stunden sind wir auf den Gjøvarden gelaufen, die meiste Zeit wieder mit den Bikes auf der Schulter. Den stechenden Schmerz haben wir schon fast liebgewonnen. 360°-Fjordpanorama am Gipfel und eine coole Trailachterbahn sind die Belohnung.

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# web mountainmoments-5105

Unsere kleine Bikergruppe versammelt sich nach der Tour auf Georgs neuem Prachtstück: Der selbstgebauten Holzveranda. Zum frisch versiegelten Holz und Blick durch die wohl majestätischste Glasfront mit Blick auf die Lyngenalpen reicht der Hausherr schließlich Nahrung. Beim traditionellen Brettspiel Hnefatafl und unserem Rest an geschmuggeltem Wein und Bauernschnaps sinniert es sich hervorragend: Wenige soziale Pflichtkontakte, viel Ruhe und Tageslicht, irgendwann gemütlich einen Berg hochstapfen, ein bisschen einsauen, dabei ein Trailfeuerwerk kassieren, die Rute ins Wasser halten und stundenlanges Nordlicht-Sonnenuntergangskino genießen. Der hobbyphilosophierende Genussbiker in uns wird an diese Tage wohl noch lange zurückdenken.

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Infos und Bilder: Marius Schwager, Mountain Moments
  1. benutzerbild

    DocSnuggles69

    dabei seit 09/2017

    „Tragen Sie Ihr Bike durch sumpfige oder feuchte Gebiete, um tiefe Furchen zu vermeiden. Meiden Sie unbefestigte Trails nach heftigen Regenfällen. Machen Sie den Trail nicht breiter.” Die Spielregeln für Biker sind hier im hohen Norden anders als in den Alpen. Eigenverantwortlich handeln und die Natur im Zweifel eher besser verlassen, als man sie vorgefunden hat, wird generell erwartet. Keine neuen Trails zu bauen, auf dem Weg bleiben, Rücksicht auf Wanderer nehmen und landschaftlich sensible Zonen zu meiden, gehört bei den Bikern im Lyngenfjord zum guten Ton.

    Bei uns leider undenkbar. Sehr schöner Bericht!
  2. benutzerbild

    Hordak

    dabei seit 05/2003

    Tolle Fotos aus einem wunderbaren Land.

    Ich war zuletzt 2015 dort, für eine zweiwöchige Radtour mit Zelt & Schlafsack. Aber eher gemütlich mit dem Reiserad über den Rallarvegen und dann gen Süden bis zur Küste.

    Bis bald, Norwegen!
  3. benutzerbild

    trailterror

    dabei seit 11/2010

    Schön zu lesen umd anzuschauen.
  4. benutzerbild

    ridefree

    dabei seit 01/2003

    The Great Wide Open!
    (Die können das wirklich noch mit 26" fahren!!??)
  5. benutzerbild

    bitter_tea

    dabei seit 02/2010

    Ist "waschlappenbreit" ein anderes Wort für "schulterbreit"?

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