Nox EDT 5.9 im Test: Ein NOX Enduro bei MTB-News.de im Fahrbericht? Wer jetzt ein Dejavu erlebt und protestiert: Testet doch auch mal was anderes, und nicht innerhalb von zwei Jahren zwei Mal das selbe Bike!”, dem sei gesagt: Keine Angst, machen wir nicht. Zudem sehen wir es als Vorteil, den Vorgänger des Nox EDT 5.9, das Flux, bereits getestet zu haben. Denn anhand dieser zweier Bikes lässt sich erfahren, was sich in der Bike-Industrie tut, ob und wo wir Fortschritt erleben. Wird ein zwei Jahre altes Rad heute wie von gestern wirken?

RockShox Fahrwerk, Sram Antrieb, Truvativ und Avid Komponenten - nur Laufrad und Sattel stammen nicht aus dem SRAM Konzern
# Warmes Herbstlicht, kaltes Wasser – Bodensee im November

Nox EDT 5.9 – Aus der Box

Mit dem Nox EDT 5.9 haben wir also erneut ein Enduro aus Berlin im Test. Dass wir ein NOX fahren, sieht man schnell: Auf die Firmenfarbe “Gelb” wird weiterhin gesetzt, und zwar an diesem Komplettbike auch beim neuen Mavic Crossmax Enduro Laufradsatz. Trotzdem tritt das neue EDT dezenter in Erscheinung; Mattschwarz und Grau mit knalligen Farben nur noch als Pinstripes statt glänzend Chrom mit flächigeren Aufklebern – irgendwie seriöser und hochwertiger. Die Verarbeitung des Rahmens gefällt, auch wenn man hier keine Fräskunst wie bei einer kleinen Manufaktur erwarten darf. Dennoch: Saubere Schweißnähte, sauber angebrachte Akzente, vernünftiger Lack – das geht absolut in Ordnung.

Gelb bleibt erhalten - dennoch wirkt das neue Design erwachsener
# Gelb bleibt erhalten – dennoch wirkt das neue Design erwachsener

Die wohl größte Neuerung am Rahmen: Größere Räder! Was mit der Szene weniger verheiratete Biker auf dem Trail einfach als sehr sehr dicke Reifen interpretieren, ist in Wahrheit die sich auf dem Vormarsch befindende Zwischengröße 27,5”. Bei Nox findet sie sich, wie auch bei vielen anderen Herstellern, im All-Mountain und Enduro-Segment; darüber hinaus aber auch im leichten Freeride-Sektor. Dadurch wirkt das Nox EDT 5.9 im Stand größer, der Radstand wächst aber nur leicht, vor allem weil die Kettenstreben erfreulicherweise weiterhin 435 mm lang bleiben.

Am Cockpit ließe sich leicht noch Gewicht sparen - die Maße stimmen aber
# Am Cockpit ließe sich leicht noch Gewicht sparen – die Maße stimmen aber

Viel getan hat sich auch bei der Integration der Teleskopstütze: Die Dinger sind nicht mehr wegzudenken, und während die Leitung vor zwei Jahren noch unschön äußerlich verlief, hat Nox sie nun sauber im Rahmen verlegt. Den Beitrag dazu liefert natürlich RockShox, die mit der innen angeschlagenen Leitung solche Rahmen erst möglich machen – wenn allerdings die Rahmen-Hersteller nicht mitziehen würde, stünde die “Stealth-Stütze” ganz schön blöd da.

Ansonsten hält man an bewährtem fest: Eine Maxle-Steckachse, die jetzt aber 12×142 mm misst, ein niedriges Oberrohr, Tapered Steuerrohr. Der Lenkwinkel wird durch die längere Gabel (160 mm statt 150 mm) flacher und misst jetzt 66°. Treu bleibt man auch dem niedrigen Übersetzungsverhältnis am Hinterbau: Weiterhin werden 150 oder 130 mm Federweg werden aus einem 222 mm langen Dämpfer rausgeholt.

Gerade Rohre sieht man in letzter Zeit nicht mehr so häufig, Nox bleibt treu
# Langer Dämpfer, für ein Enduro relativ wenig Federweg: 150 mm

Zwei Jahre neuer sind natürlich auch sämtliche Komponenten am Nox EDT 5.9. Während am Laufrad – abgesehen von dem gewachsenen Außendurchmesser – wenig passiert ist, hat sich auf dem Fahrwerk- und Schaltung-Sektor deutlich etwas getan: Die Luftfeder-Elemente Pike und Monarch+ hatten wir hier schon im Einzeltest, und auch im Nox wurde unser positiver Eindruck bestätigt. Die neue Generation der Federelemente spart ordentlich Gewicht und – dazu später mehr – funktioniert spitze. Noch deutlicher sticht die neue Kassette der Gangschaltung ins Auge: Statt 20 stehen heute nur mehr 11 Gänge zur Verfügung, dafür fliegen Umwerfer, Schalthebel, Bashguard und ein zweites Kettenblatt raus: Die Sram X01 macht es möglich. Um den Preis zu drücken, wird nicht die Carbon-Kurbel aus dem Aftermarket, sondern die nur für Erstausstatter erhältliche Alu-Kurbel verbaut.

Die derzeit günstigste 1X11-Gruppe: SRAMs X01
# Die derzeit günstigste 1X11-Gruppe: SRAMs X01

Mehr hat sich eigentlich nicht getan: Die Lenker waren vor zwei Jahren schon genau so breit, die Reifen auch; beim Sattel scheint die Zeit ebenfalls still zu stehen. Was bleibt also unterm Strich? Durch neue Komponenten, einen überarbeiteten Rahmen (wiegt jetzt nur noch 2860 g ohne Dämpfer) und eine bessere Integration von Sattelstütze und Schaltung bringt das neue Nox nur 13,1 kg (Ohne Pedale) auf die Waage – und das, obwohl die größeren Laufräder natürlich Mehrgewicht mit sich bringen. Wie sich das leichte 27,5”-Enduro auf dem Trail schlägt, haben wir auf Singletrails und bei einem Ausflug in den Bikepark Schienerberg am Bodensee herausgefunden.

Innenliegende Zugführung für eine aufgeräumte Optik
# Innenliegende Zugführung für eine aufgeräumte Optik

Features Nox EDT 5.9 Rahmen:

  • 650B-Enduro Race/Trail Rahmen
  • Dämpfer Rock Shox Monarch Plus RC3
  • Federweg 150 mm / 130 mm
  • Hinterbaubreite 135 mm // Maxle-Steckachsensystem
  • Industriekugellagerung / Gleitlager
  • im Rahmen integrierte Zugverlegung, auch für Rock Shox Reverb Stealth
  • ISCG 05 Kettenführungsbefestigung
  • Tapered Steuerrohr
  • Farben: Team (wie gefahren) oder black-grey
  • Größen (Empfehlungen): S (162-175), M (173-182), L (179-190) // Gefahren: Größe M bei 176 cm

Spezifikationen Version Nox EDT 5.9 “Team”:

  • Rock Shox Monarch Plus RC3
  • Rock Shox Pike RCT3 Dual Position Air, 27.5, 160mm
  • Cockpit: Truvativ Holzfeller 50 mm Vorbau, 730 mm Lenker, Nox Griffe
  • Sitzzone: Rock Shox Reverb Stealth, 30.9, 125mm, 420mm / Selle Italia SL-XC
  • Schaltgruppe: SRAM X01 32t Kettenblatt 10-42 Kassette, 1X11
  • Bremsen: SRAM X0 Trail 180 mm / 180 mm
  • Laufradsatz: Mavic Crossmax Enduro LTD 650b
  • Reifen: Conti Mountain King 27,5 x 2.4 ProTection

Nox EDT 5.9 Auf dem Trail

Uphill

Erster Test: Uphill. Das muss für mich jedes Enduro können, unabhängig davon, ob jetzt ein Prozentsatz ins Enduro-Reglement übernommen wird, oder nicht. Dank 1X11 steht eine Übersetzung von 32 auf 42 Zähne als kleinster Gang zur Verfügung. An sich ein schön leichter Gang, der allerdings durch 27,5” wieder etwas verlängert wird. Für ein Enduro-Bike und die allermeisten Anstiege reicht er jedoch völlig aus, zumal das Nox auch im Wiegetritt angenehm ruhig bleibt.

Auch beim Uphill im Sitzen ist eine Absenkung nicht unbedingt nötig, aber doch bequem.
# Auch beim Uphill im Sitzen ist eine Absenkung nicht unbedingt nötig, aber doch bequem.

Im Sitzen lässt es sich dank des 74,5°-Sitzwinkels bequem pedalieren, die Continental Mountain King-Reifen rollen leichter, als es ihre groben Stollen vermuten lassen würden. Die Trägheit derselben ist jedoch nicht zu vergessen: Beim spontanen Sprint wollen dicke Reifen mit großem Durchmesser in Bewegung gebracht werden. Die Schaltung funktioniert derweil einwandfrei: Direkt und präzise springen die Gänge rein, die Sprünge sind angenehm bemessen, sodass meist ein, zwei Klicks genügen, um sich an die neue Fahrsituation anzupassen. Am Heck ist auch ohne eingeschaltete Plattform Ruhe, bergauf können beide Druckstufen-Positionen aber genutzt werden, um noch aufrechter sitzen zu bleiben. Darunter leidet aber im Gegenzug die Traktion, die mit offenem Dämpfer auch bergauf einfach besser ist.

Der Hinterbau bleibt auch ohne zugeschaltete Druckstufe schön ruhig
# Der Hinterbau bleibt auch ohne zugeschaltete Druckstufe schön ruhig

Sind es die Reifen an sich oder der größere Durchmesser? Schwer zu sagen, aber leicht zu mögen: Die Traktion ist insgesamt sehr gut. Damit ergibt sich als Gesamteindruck bergauf: Das Nox-Fahrwerk ist auf Effizienz und Vortrieb ausgelegt, das macht Spaß. Wer alpine Steilpassagen erklettern möchte wird – radunabhängig – wohl kein großer Fan von 1X11 werden. Mit einem anderen Aufbau sollten mit dem Nox aber auch böse Anstiege kein Problem darstellen. Die Absenkung der Gabel “braucht” es unterdessen nicht wirklich – einen Nachteil stellt es aber ebenfalls nicht dar, sie an Bord zu haben, und sei es nur um bergauf noch etwas weiter vorne auf dem Rad zu sitzen oder um das Bike leichter im Auto verstauen zu können. Denn, das ist die gute Nachricht: Die Federungs-Performance leidet unter der Absenkung nicht.

Leichtes Geläuf

In flowigem Geläuf gefällt der spritzige Antritt des Bikes und sein nicht zu softes Fahrwerk. Damit lässt es sich nämlich besser sprinten und spaßig springen. Kleine Absätze werden zwar gut gedämpft und lassen sich auch völlig passiv überrollen, mehr Spaß macht es aber, sie als Absprung zu nutzen und das EDT in die Luft zu ziehen. Bei der Landung wird man sanft aufgefangen und ohne jedes Schaukeln wieder in die Grundposition versetzt. Dann ist das Fahrwerk wieder bereit, es mit dem nächsten Schlag aufzunehmen oder für einen Spurt ruhig zu halten.

Der Mountain King Reifen bot guten Grip, auch auf Herbstlaub
# Der Mountain King Reifen bot guten Grip, auch auf Herbstlaub

Auch in etwas holprigem Geläuf bleibt das Nox sehr leise, was sowohl an der Federung und Srams Klasse Schaltwerk liegen mag, aber auch durch die nicht gerade hübschen, aber eben sehr funktionellen Strebenschoner, die an unserem Testrad verbaut sind, unterstützt wird. Damit hält das Fahrwerk schon einmal, was Nox für es beansprucht: Ein Race-Enduro soll das EDT sein, kein Komfort-Wunder.

Der 2860 g leichte Rahmen ergibt zusammen mit den leichten Komponenten ein 13,1 kg Bike
# Der 2860 g leichte Rahmen ergibt zusammen mit den leichten Komponenten ein 13,1 kg Bike

Bergab

Bergab haben wir uns ein paar schön steile und einige mit vielen Sprüngen versehenen Strecken vorgenommen. Und obwohl es auf dem Papier nur 12,5 mm Unterschied zwischen 26” und 27,5” sind, lässt sich feststellen: Dank der relativ zu den Achsen abgesenkten Tretlagerposition fährt man souveräner als mit dem Vorgänger durch steiles Gelände. Vorn-über kippen wird schwerer gemacht, die Sicherheit steigt.

Ausgewogene Gewichtsverteilung
# Ausgewogene Gewichtsverteilung

Beim Springen kommt es darauf an, wie versiert man darin ist, durch die Luft zu fliegen. Ich selbst wusste die stabilisierenden Eigenschaften der größeren Räder auf jeden Fall zu schätzen. Dass das Nox so souverän fliegt, muss aber noch andere Gründe haben. Die lassen sich auch finden: Das Rad fährt sich extrem gut ausbalanciert, was sowohl am Boden (gleichmäßiger Grip vorne / hinten) als auch in der Luft (Lagekorrektur, “Reißen”) von Vorteil ist. Dadurch fliegt man sehr stabil, sodass auch Anfänger sicher von Absprung zu Landung kommen. Unterstützt wird das durch das niedrige Innenlager (13 mm unter der Achse). Dennoch hatten wir mir Pedalen und Kettenblatt keine Aufsätzer. Das liegt sicher am kleinen 32er Blatt, aber auch daran, dass der Abstand von Reifen zu Innenlager kürzer geworden ist.

Danke an die Jungs, die den Hasendraht montiert haben!
# Danke an die Jungs, die den Hasendraht montiert haben!

Während unseres Foto-Termins gingen 15 Liter Regen pro Quadratmeter in drei Stunden runter, und die Nacht zuvor war alles andere als trocken gewesen. Natürlich habe ich die Brille liegen lassen und die Bedingungen waren dadurch etwas erschwert – zum Glück hat mir das Nox das Leben leicht gemacht. Es ist die Kombination aus Laufruhe durch Geometrie und Laufräder und Agilität durch das Fahrwerk, die es zu einem ziemlichen Alleskönner machen. Denn diese Kombination lässt sich leicht beschleunigen, schnell und sicher fahren.

Klasse: Auch beim Durchschlag spürt man fast nichts, weil Gabel und Hinterbau schön progressiv funktionieren
# Klasse: Auch beim Durchschlag spürt man fast nichts, weil Gabel und Hinterbau schön progressiv funktionieren

In steilem Gelände machen die Räder einen spürbaren Vorteil
# In steilem Gelände machen die Räder einen spürbaren Vorteil

Bei Drops beweist das Bike, dass 150 mm Federweg vollkommen ausreichen, wenn sie nur gut genug gedämpft werden. Auf Wurzelteppichen macht das Heck ebenfalls einen guten Job, kann aber nicht ganz so satt liegen, wie es im Test schon manch ein VPP- oder Maestro-Hinterbau, der mit mehr Sag und einem generell schluckfreudigeren Setup gefahren wird, vermag. Im Gegenzug schlürft das Nox aber auch nicht jeden kleinen Absprung weg und lässt sich einfacher springen. Verspringen tut es dennoch auch auf Rüttelpisten nicht zu sehr, wir haben es hier mit einem vollwertigen 150 mm Viergelenker zu tun. Stichwort vollwertig: Die XO-Trail-Bremsen an unserem Testbike packen ordentlich zu und sind astrein dosierbar. Wer das EDT5.9 primär als Abfahrtsgerät nutzen möchte und weniger Wert auf die Klettereigenschaften legt (also kein Lockout braucht) kann ebenfalls einen Vivid Air montieren. Das Fahrwerk arbeitet dann noch schluckfreudiger. Dieser Wunsch wird von Nox individuell bei Bestellungen berücksichtigt.

Zugegeben, wir hätten uns einen trockeneren Tag aussuchen können
# Zugegeben, wir hätten uns einen trockeneren Tag aussuchen können – Spaß hatten wir allemal!

Fazit

Rahmen

Kaum hat sich der Begriff “Enduro” zum Trend entwickelt, fangen wir schon wieder an zu differenzieren – für 2014 haben zahlreiche Hersteller “Race-Enduros” im Angebot. Die Bikes bleiben natürlich Enduros und damit Alleskönner, und doch soll der Zusatz zeigen: Das Bike hier macht alles, aber schneller als ein normales Enduro. Wie zeigt sich das am Fahrrad selbst?

Am NOX machen für uns folgende Punkte das Konzept schlüssig:

  • 1X11 – das Konzept bietet für viele Biker die richtige Bandbreite, spart Gewicht, schaltet schnell und funktioniert schön leise.
  • Laufrad: Vollwertige Reifen in Größe 27,5″ funktionieren klasse. Mit kleineren, leichteren Rädern wäre das Bike vielleicht noch spritziger, aber der Kompromiss aus Laufruhe und Überrollverhalten stimmt hier.
  • Gewicht: 13,1 kg und nirgends geschummelt. Möglich machen das leichte Komponenten, aber auch der mit 2860 g leicht geratene Rahmen.
  • Preis: Der Rahmen beginnt bei 1049€; das Top-Modell (wie getestet) gibt es für 3999€, außerdem gibt es sinnvolle Ausstattungsvarianten auch in niedrigeren Preisklassen – damit spricht Nox viele Racer an.
  • Geometrie: Flach, tief, und dennoch nicht zu radikal.
  • Sauberer Rahmen: Innenverlegte Züge und eine (in der Serie!) demontierbare Umwerferaufnahme.

Die Umwerferaufnahme wird in der Serie demontierbar sein.
# Die Umwerferaufnahme wird in der Serie demontierbar sein.

Ausstattung

Insgesamt wirkt der Aufbau des Nox sehr stimmig und eröffnet einen weiten Einsatzbereich. Im Detail sehen wir noch folgendes Verbesserungspotential, was sich jedoch auch für individuelles Tuning anbietet: An Vorbau und Lenker (Holzfeller) lassen sich leicht noch 100 bis 200 g sparen. Auch an der X01-Kurbel wären theoretisch noch einige Gramm drin. Beide Maßnahmen würden jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nur für ein besseres Gefühl beim Wiegen und Tragen sorgen, im Fahreinsatz erwarten wir uns von Gewichtsänderungen an diesen Positionen keinen echten Vorteil. Wegen des 425 mm kurzen Sitzrohres bei Größe M hätten wir uns hier eine 150 mm Reverb gut vorstellen können.

Schwung in der Pfütze verloren - musst Du reißen. Mit dem Nox kein Problem.
# Der niedrige Rahmen macht Platz für Luftakrobatik – wie hier wegen zu wenig Geschwindigkeit dringend nötig.

Preis-Leistung

Genau 3999€ kostet die von uns getestete, voll ausgestattete “TEAM”-Version des Nox EDT 5.9. Dafür kriegt man alles, was in der Saison 2014 angesagt ist: 1X11 Schaltung, klasse Luftfahrwerk und 27,5”-Laufräder. Nox EDT fahren geht aber auch noch sparsamer: Mit den Versionen SL-Pro und SL-Comp. Das SL-Pro gibt’s für 2999€ und mit dem gleichen genialen Fahrwerk und der Stealth-Stütze, aber konventionellem 2X10 Sram Antrieb und Elixir-7 Bremsen. Das SL-Comp wechselt für 2399€ den Besitzer. Es bietet den selben Dämpfer, an der Front wird eine RockShox Sektor Silver verbaut.Ein Sram X7 / X9 und Elixir 7 Aufbau vervollständigt gemeinsam mit einem Nova / Mavic Laufradsatz das Einstiegsmodell. Die Preis-Leistung stimmt für uns an allen drei Varianten.

Wer nur einen Rahmen sucht, kann für 1249€ auf das Frameset mit dem passenden RockShox Monarch+ RC3 zurück greifen. Und wer sogar schon einen passenden Dämpfer besitzt, kriegt den Rahmen für 1049€ – hier stimmt die Preis-Leistung absolut. Der Rahmen selbst wiegt dabei nur 2860 g (ohne Dämpfer) – ein sehr guter Wert für ein Alu-Enduro.

Wo bleibt Potential? Neben den erwähnten Anregungen an der Ausstattung wollten wir eigentlich die etwas massive Umwerferaufnahme kritisieren, die bei 1X11 stört. Für die Serie soll aber auch die verschwunden sein. Von Kollegen kam das Feedback, dass sich an der Wippe die Geister scheiden, an 27,5″ so wie so. Fest steht: Das Konzept funktioniert. Ein effizientes Bike, aber kein Komfortwunder. Für abfahrtslastige Enduro-Rennen vielleicht über einen Vivid Air nachdenken, aber Not tut das nicht. In Tagen von Special-Deals gibt es für kurze Zeit noch günstigere Angebote, auf Dauer sind die Nox EDT Modelle aber sehr gute Angebote.

Machen die größeren Räder das Nox träger? Nicht wirklich
# Einsatzbereich des EDT 5.9: Alles, aber schnell.

Einsatzbereich

Für wen also ist das Nox EDT 5.9 27,5” das richtige Rad? Race-Enduro klingt nach Spezialist, tatsächlich ist der Einsatzbereich eines gut pedalierbaren Enduro jedoch weit – wer viel verschiedenes, aber alles sportlich mit seinem Rad unternimmt, ist hier garantiert richtig aufgehoben. Ausgiebige Touren sind genau so drin, wie die Teilnahme an Rennen oder der Besuch im Bikepark. Am wohlsten fühlt sich das Rad jedoch ganz sicher bei schnell gefahrenen, abfahrtsorientierten Touren. Ob dabei die Zeit gestoppt wird, oder nicht, spielt natürlich keine Rolle.

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Nox Bikes Homepage

Redaktion: Stefanus Stahl

Fotos: Florian Maret, Raffael Stahl, Stefanus Stahl

  1. benutzerbild

    Ponch

    dabei seit 03/2005

    @nuts
    Was sagst du denn zu den Mavic Enduro Laufrädern?
    Die stehen aufgrund der doch sehr schmalen Hinterradfelge mit nur 20 Speichen hier im Forum doch sehr in der Kritik.
    Wie sieht es damit denn in der Praxis aus?
  2. benutzerbild

    fone

    dabei seit 09/2003

    interessant.
    ich weiß zwar nicht genau wieso, aber nox ist mir irgendwie schon immer sympathisch. nur zu nem bike von den jungs hats noch nie gereicht.

    madre schrieb:
    Ah ok. Wobei ich glaube das 90% der verkauften Enduros eh eher als Trail Bike/ AM genutzt werden.

    ja für was denn sonst? das nicht 90% der biker dauernd rennen fahren wurde ja in nem anderen thread schon thematisiert.
    und es kommt auch einfach drauf an wie man den einsatzbereich nennt. ob AM, trail oder enduro ist geschmackssache.
    Ponch schrieb:
    @nuts
    Was sagst du denn zu den Mavic Enduro Laufrädern?
    Die stehen aufgrund der doch sehr schmalen Hinterradfelge mit nur 20 Speichen hier im Forum doch sehr in der Kritik.
    sollte das gar ein Qualitätsmerkmal sein?
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  4. benutzerbild

    nuts

    dabei seit 11/2004

    Hi,

    Zum Thema Laufrad: Ich fand das Teil super. Das liegt am niedrigen Gewicht und daran, dass ich 0 Probleme hatte. Der Freilauf ist cool, die Optik polarisiert, und zur Felgenbreite sage ich mal: An sich doch nachvollziehbar, dass vorne mehr Breite wichtiger ist als hinten. Warum dann nicht auch hinten Gewicht sparen und die Felge schmaler lassen?

    Dann sind da die wenigen Speichen. Wenn die kaputt gehen, sicher ärgerlich. Das ist es aber eigentlich immer, und beim Enduro sehe ich zumindest nicht, dass da Leute abends durchs Fahrerlager laufen und dann dank normalen Laufradsatz am nächsten Tag doch noch das Rennen fahren können, weil ihnen jemand ne Speiche schenken kann. Oder sehe ich das falsch?

    Zu alledem sei gesagt: ich habe keine Steifigkeit vermisst - ich wiege aber auch nur 70 kg, und habe niemand mit 100kg auf das Rad gesetzt. Ob diese <1700 g Räder so jemand vertragen, hängt dann vermutlich vor allem vom Fahrstil ab...

    Viele Grüße,

    Stefanus
  5. benutzerbild

    Ponch

    dabei seit 03/2005

    Danke für deine ehrliche Antwort!
  6. benutzerbild

    RokkoFist

    dabei seit 09/2003

    Hat das Nox mittlerweile jemand? Ist es eher laufruhig oder wendig einzustufen?

    Danke

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