Nach 14 Jahren soll der Bikepark Nutbush in Bergisch-Gladbach abgerissen werden. Das Gelände, das sich bei zahlreichen Mountainbikern und dem Nachwuchs großer Beliebtheit erfreute, wird nicht mehr geduldet – es befände sich auf einem Außenbereich, auf dem die Bebauung nicht erlaubt sei, so die Begründung. Nun wurde eine Petition zum Erhalt des Geländes ins Leben gerufen.

https://www.youtube.com/watch?time_continue=9&v=i2jezoE8bss

Der Bikepark, der unter anderem aus diversen Videos unseres Users BamHill bekannt ist, existiert bereits seit dem Jahr 2002. 14 Jahre lang wurde das Gelände von den zuständigen Behörden geduldet, wenngleich für die Bauwerke auf den Strecken keine formelle Baugenehmigung existierte. 2007 wurde der Verein Dirt Stylers gegründet, der sich um die Pflege des Geländes gekümmert, mehrmals den Nutbush Jam veranstaltet und vor allem einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung geleistet hat. Und obwohl es nie Unfälle, Beschwerden oder Stress mit Wanderern oder Anwohnern gegeben habe, hat die Stadt Bergisch Gladbach nun entschieden, dass die Bauwerke im Nutbush Forest abgerissen werden müssen.

Um dies zu verhindern, wurde nun eine Petition für den Erhalt des Bikepark Nutbush ins Leben gerufen. Dort findet ihr auch weitere Informationen und Hintergründe – die Petition könnt ihr unter diesem Link unterschreiben!

  1. benutzerbild

    Paintking

    dabei seit 10/2012

    Wow zwei Beschwerden in 14 Jahren, da hatte die Stadt ja gar keine andere Wahl als so zu handeln.

    Ich kann echt nicht verstehen was bei manchen Leuten falsch gepolt ist. Wen stört eine solche Strecke denn? Zumal sie ja scheinbar vom Grundstückseigentümer genehmigt wurde. Wenn es um baurechtliche Sachen ging, hätte man da sicher auch mit mehr Fingerspitzengefühl dran gehen können. Aber Zerstören und Verbieten liegt halt im Trend.
  2. benutzerbild

    Geplagter

    dabei seit 09/2008

    Na dann.....machen wir die Stadt Bergisch Gladbach mal in den sozialen Netzwerken platt. Auf auf zum Shitstorm.....
    Und genau auf diese Art wird man das exakte Gegenteil von dem erreichen, was man eigentlich möchte. Natürlich ist es einfacher, in den sozialen Netzwerken schnell mal zwei Sätze zu schreiben und die Politik verbal abzuklatschen, oder an einer Petition teilzunehmen. Das alles zeigt aber bei der Politik keine Wirkung. Es ist vielmehr wichtig, sich als Gruppe oder Verein im kommunalen Umfeld Gehör zu verschaffen und in der Art wahr genommen zu werden, dass man einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag z.B. zum sozialen Zusammenhalt und der Förderung der Jugend usw. leistet. Die oftmals insbesondere von Mountainbikern belächelten klassischen Vereine sind dem gegenüber an vielen Stellen aber sehr erfolgreich. Als Mountainbiker bin ich seit kurzem Mitglied in einem klassischen, sehr gut organisierten Rennradverein und ich muss sagen, dass es einfach enorm ist, wie engagiert sich die Vereinsführung darum bemüht, dass die Mitglieder und der von ihnen betriebene Sport in der Öffentlichkeit und der kommunalen Politik wahr genommen wird. Das Ganze ist mit einem enormen persönlichen Einsatz einiger Leute verbunden, die sich permanent um eine bestmögliche Integration der Vereinsaktivitäten in lokale Veranstaltungen bemühen. Nur wenn man dauerhaft positiv wahr genommen wird, kann man darauf hoffen, dass einem die Politik wohl gesonnen ist. Es müssen positive Fakten geschaffen werden, die es jeder Behörde und jedem Stadtrat schwer bis unmöglich machen, ihre schützende Hand nicht über solche Projekte wie in Bergisch Gladbach zu halten.
  3. benutzerbild

    ufp

    dabei seit 12/2003

    Und genau auf diese Art wird man das exakte Gegenteil von dem erreichen, was man eigentlich möchte. Natürlich ist es einfacher, in den sozialen Netzwerken schnell mal zwei Sätze zu schreiben und die Politik verbal abzuklatschen, oder an einer Petition teilzunehmen. Das alles zeigt aber bei der Politik keine Wirkung. Es ist vielmehr wichtig, sich als Gruppe oder Verein im kommunalen Umfeld Gehör zu verschaffen und in der Art wahr genommen zu werden, dass man einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag z.B. zum sozialen Zusammenhalt und der Förderung der Jugend usw. leistet. Die oftmals insbesondere von Mountainbikern belächelten klassischen Vereine sind dem gegenüber an vielen Stellen aber sehr erfolgreich. Als Mountainbiker bin ich seit kurzem Mitglied in einem klassischen, sehr gut organisierten Rennradverein und ich muss sagen, dass es einfach enorm ist, wie engagiert sich die Vereinsführung darum bemüht, dass die Mitglieder und der von ihnen betriebene Sport in der Öffentlichkeit und der kommunalen Politik wahr genommen wird. Das Ganze ist mit einem enormen persönlichen Einsatz einiger Leute verbunden, die sich permanent um eine bestmögliche Integration der Vereinsaktivitäten in lokale Veranstaltungen bemühen. Nur wenn man dauerhaft positiv wahr genommen wird, kann man darauf hoffen, dass einem die Politik wohl gesonnen ist. Es müssen positive Fakten geschaffen werden, die es jeder Behörde und jedem Stadtrat schwer bis unmöglich machen, ihre schützende Hand nicht über solche Projekte wie in Bergisch Gladbach zu halten.
    So ist es.

    Es wäre interessant zu erfahren, warum man das ganze schließen musste. Selbst wenn es von der "Aufsichtsbehörde" kam.
    Rechtlich haben sie natürlich Recht und wohl spielt auch die Haftungsfrage eine Rolle (ohne Baubewilligung etwas zu errichten verstößt halt gegen das Gesetz). Auch macht sich eine Behörde schuldig bzw strafbar, wenn sie von einer illegalen Errichtung erfährt und nichts tut. Vor allem wenn dann etwas passiert.

    Das schlimme ist halt, dass eigentlich eh alle dafür sind (Grundstückseigentümer, Benützer, Fahrer, Kinder, Gemeinde, Bürgermeister etc) außer das Gesetz bzw Aufsichtsbehörde. Man sollte sich immer wieder vor Augen führen, wem das alles gehört; oder sollte! Denn Wald, Forst, Wiesen, Berge etc gehören der Allgemeinheit, den Menschen. Und oft entscheidet die Mehrheit, wem etwas gehört oder zugewiesen werden soll. Genau so wie Minderheiten befriedigt werden bzw müssen.

    Auch Mountainbiker haben ein Anrecht auf einen Teil dieses Gemeinwohls (Wald, Forst, Berge etc) und da gegen den Betrieb/Nutzung dieses Forest sonst nichts spricht, sollten die Befürworter an einem Strang ziehen und - ganz einfach smilie - auf eine Änderung der (Landes-)Gesetzeslage hinarbeiten.
    Das ist halt leider mühsam und oft langwierig. Aber nochmals: Der Wald bietet genug Platz für alle und warum sollten Mountainbiker nicht auch einen kleinen Teil davon in Anspruch nehmen? Noch dazu wo das Gesetz ja auf Seiten der Menschen sein sollte!

    Ich wünsche euch noch viel Erfolg smilie und das ihr bald wieder dort fahren bzw springen smiliekönnt smilie!
  4. benutzerbild

    Enrgy

    dabei seit 01/2002

    versteh das garnicht, es gibt doch soviele schöne kurvenlose, richtig breite waldwege östlich von köln auf denen man fahren kann, muß man dann solche wilden bauten errichten, an denen man sich an einem rostigen nagel verletzen kann? und wer denkt an das mikroklima? durch endloses rumstehen und zuschauen wird ständig der wertvolle waldboden verdichtet und die bäume sterben ab.smilie
  5. benutzerbild

    osbow

    dabei seit 06/2005

    Petitionen, Facebook-Bewertungen ... wer bei so Sachen was bewegen will, muss vor Ort aktiv werden. Er muss den Bürgermeister nerven, die Eltern ansprechen, an Schulen sein, Lehrer involvieren und die Vereine. Flugblätter verteilen, Demos machen, Verbündete suchen ... Alles andere bringt wenig bis nichts. Kostet halt mehr Arbeit, als auf einen Like-Button oder bei ner Online-Petition auf <absenden> zu drücken.
    Klar, Mountainbiker der Welt vereinigt euch!

    Vor Ort machen die Dirt Stylers ja schon eine Menge. Die Leute, die nicht vor Ort sein können – ob es nun die großes Entfernung ist oder schlichtweg die fehlende Zeit – können sich doch online Engagieren. Verstehe nicht, wieso das eine das andere ausschließt. Bin aber bei dir, das der direkte Kontakt mehr bewirkt. Aber wenn der Druck von allen Seiten (on- wie offline) wächst, ist das sicher nicht verkehrt.

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