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Jesse Melamed ist momentan mit der schnellste Enduro-Pilot
Jesse Melamed ist momentan mit der schnellste Enduro-Pilot - und obendrein ziemlich stylisch. Auf dem neuen Altitude hat er direkt das EWS-Rennen in Zermatt gewonnen.
Die mutige Farbkombination bei Tageslicht
Die mutige Farbkombination bei Tageslicht - hier das Top-Modell C99 im Wert von 11.500 €.
Coil-Federbeine passen übrigens auch in den Rahmen
Coil-Federbeine passen übrigens auch in den Rahmen - und dürften dank ordentlich Progression sehr gut funktionieren.
So sieht das Altitude übrigens mit 27,5"-Rädern aus
So sieht das Altitude übrigens mit 27,5"-Rädern aus - hier das C70.
Der Rahmen ist einzeln erhältlich...
Der Rahmen ist einzeln erhältlich...
... schön gelöst ist auch die Aufnahme der Kettenführung.
... schön gelöst ist auch die Aufnahme der Kettenführung.
Das Rocky Mountain Altitude C70
Das Rocky Mountain Altitude C70 - wurde von mir (176 cm) in Größe M29 durch den Bikepark Samerberg manövriert.
Die Abdeckung auf dem Yoke verhindert die Ansammlung von Dreck und Steinen
Die Abdeckung auf dem Yoke verhindert die Ansammlung von Dreck und Steinen - das vereinfacht die Reinigung und verhindert hässliche Spuren im Lack.
Die Federbeinaufnahme ist aus Aluminium und geschraubt.
Die Federbeinaufnahme ist aus Aluminium und geschraubt. - So können zukünftig Änderungen vorgenommen werden.
Erhöhte Gummifinnen tragen ebenfalls zur Geräuschreduktion bei
Erhöhte Gummifinnen tragen ebenfalls zur Geräuschreduktion bei - Klappern kam aber von den Bremsbelägen und leichtes Knarzen vom Steuerrohr. Dieses lies sich jedoch abstellen und kann wahrscheinlich auf die Spacer zurückgeführt werden.
Saubere Detail-Lösung
Saubere Detail-Lösung - die kleine Gummi-Finne verhindert Klappern an der Kettenstrebe.
Der Vergleich zu den Vorgängerbikes ist etwas unübersichtlich, aber interessant
Der Vergleich zu den Vorgängerbikes ist etwas unübersichtlich, aber interessant - das Übersetzungsverhältnis (hier als Federkonstante dargestellt) ist tendenziell höher, die Progression ähnlich bis höher. Der Anti-Squat verläuft flacher, liegt knapp unter 100 % im Sag.
Dreidimensionales, schickes Markenlogo
Dreidimensionales, schickes Markenlogo - und geschraubte Abdeckungen an den durchgängigen Kabelkanälen.
Die Reifenfreiheit ist in Ordnung
Die Reifenfreiheit ist in Ordnung - über 2,5" sind aber sicher nicht empfehlenswert.
Der Steinschlagschutz am Unterrohr ist mehrteilig
Der Steinschlagschutz am Unterrohr ist mehrteilig - und passt ideal auf den neuen, etwas 5-eckigen Querschnitt.
Je nach Rahmengröße wird eine unterschiedliche Dämpfer-Einbaulänge verwendet
Je nach Rahmengröße wird eine unterschiedliche Dämpfer-Einbaulänge verwendet - das Ride9-System lässt u. A. die Tretlagerhöhe deutlich anpassen.
Der Horst-Link ist elegant gelöst
Der Horst-Link ist elegant gelöst - die verstellbare Kettenstrebe fällt ebenfalls kaum auf. Die Bremsbeläge nervten mit Klappern.
10 mm Längenverstellung sind deutlich spürbar
10 mm Längenverstellung sind deutlich spürbar - gleichzeitig ist die Lösung unauffällig integriert
Clever gemachter PM-Adapter
Clever gemachter PM-Adapter - durch einfaches Drehen kann von langer auf kurze Kettenstrebe angepasst werden.
Das Insert auf der linken Seite ist nicht im Rahmen fixiert
Das Insert auf der linken Seite ist nicht im Rahmen fixiert - das beschleunigt den Umbau, beim Radausbau sollte man aber darauf aufpassen.
Das Schaltauge ist Bestandteil des Verstellmechanismus
Das Schaltauge ist Bestandteil des Verstellmechanismus
Die Shimano XT mit ihren 4 Kolben lieferte überzeugend ab
Die Shimano XT mit ihren 4 Kolben lieferte überzeugend ab - bei den Bremsscheiben wurde aber leicht gespart.
Das Altitude 29 C99 C1
Das Altitude 29 C99 C1 - das geringste Gewicht trifft den höchsten Preis.
Bereit für gröbstes Geläuf ist die C90 Rally Edition
Bereit für gröbstes Geläuf ist die C90 Rally Edition - trotz XTR-Schaltung bringt sie aber 14,6 kg auf die Waage.
Das Altitude C70
Das Altitude C70 - wahrscheinlich die sinnvollste Ausstattung, wenn Geld eine Rolle spielt.
Das Altitude C50
Das Altitude C50 - Der Einstieg ins Altitude-Geschäft.
Retro-Design, State-of-the-Art Performance: Die Fox 36 mit GRIP2 Dämpfung
Retro-Design, State-of-the-Art Performance: Die Fox 36 mit GRIP2 Dämpfung - nach dem etwas aufwändigen Setup federt sie butterweich und souverän.
Das Bike klettert sehr bequem, wenn auch mit leichtem Schaukeln
Das Bike klettert sehr bequem, wenn auch mit leichtem Schaukeln - am Ende fuhren wir nur zwei Mal mit dem Lift, weil es aus eigener Kraft doch schneller ging.
Außerhalb des Bikeparks ist das hohe Tempo, nach dem moderne Bikes geradezu gieren, häufig fehl am Platz.
Außerhalb des Bikeparks ist das hohe Tempo, nach dem moderne Bikes geradezu gieren, häufig fehl am Platz. - also bitte: Contenance an der Steuerzentrale!
Steif und präzise lädt das Altitude zu Steilabfahrten.
Steif und präzise lädt das Altitude zu Steilabfahrten.
Nur in engen, langsamen Kurven wirkte das Bike etwas lang
Nur in engen, langsamen Kurven wirkte das Bike etwas lang - sicher aber auch eine Frage der Gewöhnung.
Sprünge und unsanfte Landungen puffert das Fahrwerk sehr souverän weg.
Sprünge und unsanfte Landungen puffert das Fahrwerk sehr souverän weg.
Wurzelteppich?
Wurzelteppich? - Ja bitte!

Neues Rocky Mountain Altitude 2021 im ersten Test: Erstes Rennen, erster Sieg: Das Rocky Mountain Altitude hat in den Händen von Jesse Melamed einen Traumstart bei der EWS in Zermatt hingelegt. Kurze Zeit später durften auch wir das neue Enduro-Bike aus Kanada einem ersten Test unterziehen. Alle Infos gibt es hier für euch in der Vorstellung.

Rocky Mountain Altitude: Infos und Preise

Nach vier Jahren hat Rocky Mountain ein neues Altitude vorgestellt, das außer dem Namen nichts mehr mit dem Vorgänger gemein hat: Ab Rahmengröße M steht das Enduro nun auf 29″-Rädern, der Federweg beträgt inzwischen 170 mm an der Front und 160 mm am Heck. Die Carbon-Rahmen sind mächtig steif und warten mit langen, modernen Geometrien auf. Die Ride9-Anpassung am Umlenkhebel wird erstmals durch eine Kettenstrebenverstellung ergänzt.

  • Rahmenmaterial Carbon
  • Federweg 170 mm (vorne) / 160 mm (hinten)
  • Hinterbau Viergelenker
  • Laufradgröße 27,5″ (S und M) / 29″ (M bis XL)
  • Besonderheiten einstellbare Kettenstrebenlänge, einstellbarer Lenkwinkel und Progression
  • Gewicht 3,4 kg (Rahmen Größe L inklusive Dämpfer, Herstellerangabe)
  • Farben Lila-Schwarz-Rot / Schwarz-Rost
  • Rahmengrößen S / M / L / XL
  • Verfügbar Ende 2020
  • www.bikes.com/altitude

Preis Rocky Mountain Altitude C Rahmenset: 3.800 € (UVP, inklusive Fox Float X2-Dämpfer)
Preis Rocky Mountain Altitude C99: 11.500 € (UVP)
Preis Rocky Mountain Altitude C90: 9.900 € (UVP)
Preis Rocky Mountain Altitude C70: 6.900 € (UVP)
Preis Rocky Mountain Altitude C50: 5.500 € (UVP)
Preis Rocky Mountain Altitude a50: 4.000 € (UVP)

Die mutige Farbkombination bei Tageslicht
# Die mutige Farbkombination bei Tageslicht - hier das Top-Modell C99 im Wert von 11.500 €.
Diashow: Neues Rocky Mountain Altitude im ersten Test: Mit der Lizenz zu Rasen
Die Abdeckung auf dem Yoke verhindert die Ansammlung von Dreck und Steinen
Coil-Federbeine passen übrigens auch in den Rahmen
Sprünge und unsanfte Landungen puffert das Fahrwerk sehr souverän weg.
Saubere Detail-Lösung
... schön gelöst ist auch die Aufnahme der Kettenführung.
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Coil-Federbeine passen übrigens auch in den Rahmen
# Coil-Federbeine passen übrigens auch in den Rahmen - und dürften dank ordentlich Progression sehr gut funktionieren.
So sieht das Altitude übrigens mit 27,5"-Rädern aus
# So sieht das Altitude übrigens mit 27,5"-Rädern aus - hier das C70.
Der Rahmen ist einzeln erhältlich...
# Der Rahmen ist einzeln erhältlich...
... schön gelöst ist auch die Aufnahme der Kettenführung.
# ... schön gelöst ist auch die Aufnahme der Kettenführung.
Jesse Melamed ist momentan mit der schnellste Enduro-Pilot
# Jesse Melamed ist momentan mit der schnellste Enduro-Pilot - und obendrein ziemlich stylisch. Auf dem neuen Altitude hat er direkt das EWS-Rennen in Zermatt gewonnen.

Video: Rocky Mountain Altitude im ersten Test

Im Detail

Neben dem bisherigen Altitude beerbt das neue Rocky Mountain Altitude 2021 übrigens auch das Instinct BC Edition – letzteres hatten die Kanadier sicher auch deshalb erfunden, weil dem 2016 vorgestellten Altitude schlicht 29″-Räder fehlten, die heute viele Kunden an einem Enduro wünschen.

Das Ziel bei der Entwicklung wird im selbst verwendeten Slogan recht offensichtlich: “Schnell macht Spaß!” heißt die einfache Botschaft. Damit sollte einerseits den eigenen Teamfahrern geholfen werden (was offensichtlich zu funktionieren scheint), andererseits auch dem Endkunden ein schöneres, schnelleres Wochenende beschert werden. Neben großen Rädern und viel Federweg scheint eine lange und außerdem anpassbare Geometrie hier weit oben im Lasterhaft gestanden zu haben.

Das Rocky Mountain Altitude C70
# Das Rocky Mountain Altitude C70 - wurde von mir (176 cm) in Größe M29 durch den Bikepark Samerberg manövriert.
Die Abdeckung auf dem Yoke verhindert die Ansammlung von Dreck und Steinen
# Die Abdeckung auf dem Yoke verhindert die Ansammlung von Dreck und Steinen - das vereinfacht die Reinigung und verhindert hässliche Spuren im Lack.
Die Federbeinaufnahme ist aus Aluminium und geschraubt.
# Die Federbeinaufnahme ist aus Aluminium und geschraubt. - So können zukünftig Änderungen vorgenommen werden.
Erhöhte Gummifinnen tragen ebenfalls zur Geräuschreduktion bei
# Erhöhte Gummifinnen tragen ebenfalls zur Geräuschreduktion bei - Klappern kam aber von den Bremsbelägen und leichtes Knarzen vom Steuerrohr. Dieses lies sich jedoch abstellen und kann wahrscheinlich auf die Spacer zurückgeführt werden.
Saubere Detail-Lösung
# Saubere Detail-Lösung - die kleine Gummi-Finne verhindert Klappern an der Kettenstrebe.

Der Rahmen des Rocky Mountain Altitude 2021 kommt ohne hervorstechende Features wie einen Kofferraum oder ähnliches. Stattdessen ist er einfach sauber gemacht und will beispielsweise mit einem sehr gründlich gelösten Kettenstrebenschutz aus Gummi, einem Schmutzfänger im Yoke und der Geometrieverstellung überzeugen. Auch das Unterrohr ist großflächig mit Gummi vor Steinschlag geschützt, das Ganze ist auch optisch elegant gelöst. Rund um den Dämpfer wird es interessant: So ist die vordere Dämpferaufnahme als Aluminium-Bauteil angeschraubt, was Rocky Mountain als “zukunftskompatibel” bezeichnet und auch dafür nutzt, dem Bike in Größe S einen kürzeren Dämpfer zu verpassen. Am anderen Dämpferauge sitzt mal wieder das Ride9-System: zwei ineinander drehbare Plättchen, die – der Name sagt’s – insgesamt 9 verschiedene Positionen erlauben. Das beeinflusst Geometrie und Dämpferkennlinie.

Der Vergleich zu den Vorgängerbikes ist etwas unübersichtlich, aber interessant
# Der Vergleich zu den Vorgängerbikes ist etwas unübersichtlich, aber interessant - das Übersetzungsverhältnis (hier als Federkonstante dargestellt) ist tendenziell höher, die Progression ähnlich bis höher. Der Anti-Squat verläuft flacher, liegt knapp unter 100 % im Sag.

Hinsichtlich der Auslegung des Hinterbaus lässt sich sagen: Rocky Mountain hat die Progression erhöht. Zudem setzt sie erst nach etwa 50 mm Federweg ein. Der Beginn des Federwegs sollte sich also sehr sanft gestalten. Das Übersetzungsverhältnis wurde etwas erhöht, was momentan der Trend zu sein scheint. Beim Anti-Squat hat man die Werte, verglichen mit den Vorgängern Instinct BC und Altitude, marginal erhöht und erzielt nun einen flacheren Verlauf. Im Sag liegt das Bike bei knapp unter 100 %; die Kettenkräfte kompensieren ein Einfedern durch Masseträgheit also nicht ganz.

Dreidimensionales, schickes Markenlogo
# Dreidimensionales, schickes Markenlogo - und geschraubte Abdeckungen an den durchgängigen Kabelkanälen.
Die Reifenfreiheit ist in Ordnung
# Die Reifenfreiheit ist in Ordnung - über 2,5" sind aber sicher nicht empfehlenswert.
Der Steinschlagschutz am Unterrohr ist mehrteilig
# Der Steinschlagschutz am Unterrohr ist mehrteilig - und passt ideal auf den neuen, etwas 5-eckigen Querschnitt.
Je nach Rahmengröße wird eine unterschiedliche Dämpfer-Einbaulänge verwendet
# Je nach Rahmengröße wird eine unterschiedliche Dämpfer-Einbaulänge verwendet - das Ride9-System lässt u. A. die Tretlagerhöhe deutlich anpassen.
Der Horst-Link ist elegant gelöst
# Der Horst-Link ist elegant gelöst - die verstellbare Kettenstrebe fällt ebenfalls kaum auf. Die Bremsbeläge nervten mit Klappern.

Schön zu sehen ist, dass auch bei Rocky Mountain die Leitungen nun in eigenen Kanälen verlaufen und leicht zu tauschen sind. Durch geschraubte Kappen an Ein- und Ausgang wird Klappern verhindert. Es wurde auch Wert darauf gelegt, dass die Bremsen “Moto” und “Regulär” montiert werden können.

Geometrie

Egal welche Rahmengröße, egal welche Laufradgröße: Das Altitude ist ein langes Bike geworden. Kleine Fahrer kriegen Größe S ausschließlich mit 27,5″, große Fahrer erhalten L und XL ausschließlich mit 29″. Wer Größe M fährt, hat das Glück zwischen den beiden Größen wählen zu können. Der Reach liegt in Größe M bei etwa 455 mm (abhängig von der gewählten Ride9-Position) – also ziemlich lang, aber noch nicht extrem. In Kombination mit dem 64,5° – 65,5° flachen Lenkwinkel summiert sich das zu etwa 1,22 m Radstand in Größe M. Dank großer Schritte zwischen den Rahmengrößen landet Größe L bei 480 mm Reach und Größe XL gar bei 510 mm.

Durch einen exzentrischen Einsatz in den Ausfallenden lässt sich auch die Kettenstrebe um 10 mm anpassen. Sie misst entweder 438 oder 448 mm. Wer die kleineren Laufräder wählt, kriegt auch 10 mm kürzere Kettenstreben. Der Sitzwinkel liegt bei moderaten, aber nicht extrem steilen 75,5° bis 76,5°.

RahmengrößeSMMLXL
Laufradgröße27,5"27,5"29"29"29"
Oberrohr579 mm603 mm610 mm638 mm671 mm
Lenkwinkel64,5°-65,5°64,5°-65,5°64,5°-65,5°64,5°-65,5°64,5°-65,5°
Steuerrohrlänge100 mm110 mm95 mm110 mm125 mm
Sitzrohrlänge380 mm420 mm420 mm445 mm480 mm
Kettenstrebenlänge427/438 mm427/438 mm438/448 mm438/448 mm438/448 mm
Innenlagerabsenkung20/12/4 mm19/12/5 mm34/27/19 mm34/27/19 mm34/27/19 mm
Reach430 mm455 mm455 mm480 mm510 mm
Stack596 mm606 mm620 mm634 mm647 mm
Radstand1171/1181 mm1199/1209 mm1217/1227 mm1249/1259 mm1285/1295 mm
10 mm Längenverstellung sind deutlich spürbar
# 10 mm Längenverstellung sind deutlich spürbar - gleichzeitig ist die Lösung unauffällig integriert
Clever gemachter PM-Adapter
# Clever gemachter PM-Adapter - durch einfaches Drehen kann von langer auf kurze Kettenstrebe angepasst werden.
Das Insert auf der linken Seite ist nicht im Rahmen fixiert
# Das Insert auf der linken Seite ist nicht im Rahmen fixiert - das beschleunigt den Umbau, beim Radausbau sollte man aber darauf aufpassen.
Das Schaltauge ist Bestandteil des Verstellmechanismus
# Das Schaltauge ist Bestandteil des Verstellmechanismus
Die Shimano XT mit ihren 4 Kolben lieferte überzeugend ab
# Die Shimano XT mit ihren 4 Kolben lieferte überzeugend ab - bei den Bremsscheiben wurde aber leicht gespart.

Ausstattung

Das neue Rocky Mountain Altitude ist zu Preisen von 5.500 € bis 11.500 € erhältlich. Alle Bikes kriegen den gleichen Carbon-Rahmen; ein Alu-Rahmen ist zunächst nicht erhältlich. Das Bike mit der besten Preis-Leistung ist wohl das von uns getestete Altitude C70: Es bietet ein sehr hochwertiges Fox-Fahrwerk, eine solide Shimano XT-Schaltung und Bremsen zu einem Preis von 6.900 €. Alles darüber ist schön, spannend, aber mit Preisen von 9.900 € beziehungsweise sogar 11.500 € in Sachen Preis-Leistung eigentlich indiskutabel. Das günstigere C50 kommt leider mit einem günstigen Fahrwerk, wäre sonst ein solide ausgestatteter Einstieg in die noble Welt von Carbon-Bikes bei Rocky Mountain. Noch günstiger wird es mit dem Aluminium-Altitude A50, das mit Fox Performance Fahrwerk und SLX-XT-Mix für 4.000 € zu haben ist. Mit 15,7 kg ist es allerdings auch schon ein schweres Gerät.

Das Altitude 29 C99 C1
# Das Altitude 29 C99 C1 - das geringste Gewicht trifft den höchsten Preis.
Bereit für gröbstes Geläuf ist die C90 Rally Edition
# Bereit für gröbstes Geläuf ist die C90 Rally Edition - trotz XTR-Schaltung bringt sie aber 14,6 kg auf die Waage.
Das Altitude C70
# Das Altitude C70 - wahrscheinlich die sinnvollste Ausstattung, wenn Geld eine Rolle spielt.
Das Altitude C50
# Das Altitude C50 - Der Einstieg ins Altitude-Geschäft.

Auf dem Trail

Rocky Mountain hat uns mitsamt dem Altitude C70 zum Samerberg eingeladen. Das Setup der Fox-Federelemente umfasst insgesamt acht Einstellungen – zum Glück steht zumindest auf der Federgabel drauf, wie viel Klicks an welchem Rädchen ein guter Startwert sind. In der Gabel landen 75 psi, im Dämpfer 170 psi. Ansonsten gilt es nur, Sattel und Cockpit einzustellen – und los geht’s!

Retro-Design, State-of-the-Art Performance: Die Fox 36 mit GRIP2 Dämpfung
# Retro-Design, State-of-the-Art Performance: Die Fox 36 mit GRIP2 Dämpfung - nach dem etwas aufwändigen Setup federt sie butterweich und souverän.

Sofort ist klar: Das Altitude geizt nicht mit Federweg. Wo andere Bikes mit ähnlich viel Federweg teilweise noch rennmäßig straff zu Werke gehen, stellt sich gleich starke Fahrwerksbewegung ein. Das gilt für die super sanft arbeitende Gabel, aber auch für das Heck: Geringe Reibung und zunächst flache Kennlinie lassen uns sanft in den Sag gleiten. Im Uphill ist das Heck dann nicht ganz ruhig, wippt leicht. Daran ändert auch die “Firm”-Stellung des X2-Federbeins nicht. Je stärker man tritt, desto eher beruhigt sich das Heck durch den Kettenzug. Die Fox 36 schaukelt auch leicht vor sich hin, und insgesamt sitzt man deutlich kompakter, als es der amtliche Reach vermuten lässt. Liegt wahrscheinlich an 2 Spacern und dem kurzen 40 mm Vorbau am Cockpit – Angst vor einer zu langen Sitzposition braucht man aber nicht zu haben.

Das Bike klettert sehr bequem, wenn auch mit leichtem Schaukeln
# Das Bike klettert sehr bequem, wenn auch mit leichtem Schaukeln - am Ende fuhren wir nur zwei Mal mit dem Lift, weil es aus eigener Kraft doch schneller ging.

In einfachem Gelände wie beispielsweise dem Flowtrail am Samerberg lassen sich ebenfalls einige Erkenntnisse sammeln: Mit der kurzen Kettenstreben-Einstellung geht das Altitude behänd aufs Hinterrad, fühlt sich deutlich kompakter an, als das Bike eigentlich ist. Das Fahrwerk saugt derweil auf, was sich ihm in den Weg stellt – wer nicht aktiv fährt, der kann einen kleinen Absprung schon mal unbemerkt überfahren. Das spricht dafür, dass es lustig wird, wenn der Trail anspruchsvoller wird!

Außerhalb des Bikeparks ist das hohe Tempo, nach dem moderne Bikes geradezu gieren, häufig fehl am Platz.
# Außerhalb des Bikeparks ist das hohe Tempo, nach dem moderne Bikes geradezu gieren, häufig fehl am Platz. - also bitte: Contenance an der Steuerzentrale!

Steine, Wurzeln und Sprünge gibt’s am Samerberg auch in ausreichender Menge. Die teils Wanderweg-ähnlichen Strecken sind schmal und teilweise gut holprig. Die 160 mm Federweg des neuen Rockys saugen Schläge aber einfach auf, das Fahrwerk klebt sich an den Boden. Für Stufen lässt sich das Vorderrad dennoch recht leicht lupfen – auch, weil der Fahrer eher etwas hecklastig platziert ist. Grip am Vorderrad erkauft man sich durch einen steilen Trail oder durch eine aktive Haltung. Wer darauf keine Lust hat, kann auch auf ein wenig Agilität verzichten und die lange Kettenstrebenlängen-Position wählen. Ab Größe L würde ich vermuten, dass das generell die harmonischere Lösung ist.

Steif und präzise lädt das Altitude zu Steilabfahrten.
# Steif und präzise lädt das Altitude zu Steilabfahrten.

Zurück zum Staubsauger-ähnlichen Verhalten des Fahrwerks: Es verschlingt auch die berühmt-berüchtigten, Kindskopf-großen Steine und hat einfach nur ein Limit: Dein Selbstvertrauen. Denn ich schüttelte mehr als einmal ungläubig den Kopf, wie ich gerade eigentlich stumpf ins Flat oder ein Wurzelfeld gelandet war – nur der erwartete Schlag blieb aus. In der langen Kettenstreben-Stellung liegt das Rad sogar noch ruhiger, Highspeed treibt die Freudentränen in die Augen. Im Vergleich zum eher etwas effizienter arbeitenden Santa Cruz Megatower ist das Altitude noch schluckfreudiger, was in manchen Situationen aber auch zu stärkeren Fahrwerksbewegungen führt. Vom langen Radstand merkt man übrigens durchaus auch mal etwas negatives – aber nur dann, wenn der Trail sehr verwinkelt wird und deshalb die Geschwindigkeit fehlt. Langsam mag das Altitude nicht so gern, womit wir wieder beim offiziellen Motto des Bikes wären: Schnell macht Spaß!

Nur in engen, langsamen Kurven wirkte das Bike etwas lang
# Nur in engen, langsamen Kurven wirkte das Bike etwas lang - sicher aber auch eine Frage der Gewöhnung.
Sprünge und unsanfte Landungen puffert das Fahrwerk sehr souverän weg.
# Sprünge und unsanfte Landungen puffert das Fahrwerk sehr souverän weg.

Erster Eindruck: Rocky Mountain Altitude 2021

Das neue Rocky Mountain Altitude 2021 ist ein ziemliches Enduro-Monster geworden: Sein wahnsinnig schluckfreudiges Fahrwerk und die lange Geometrie führen dazu, dass der Kopf das einzige Limit ist. Bleibt es dennoch ein Allrounder für alle Tage? Nach dem ersten Test würden wir sagen: Jein. Ja, wenn man alle Tage schnell fährt. Nein, wenn auch bergauf attackieren oder lieber langsam verspielt bergab fahren auf dem Plan stehen sollen.

Wurzelteppich?
# Wurzelteppich? - Ja bitte!

Wie gefällt euch das neue Rocky Mountain Altitude?


Testablauf

Einen Tag haben wir das Altitude durch den Bikepark Samerberg und der nahen Umgebung gescheucht und dabei einen guten ersten Eindruck erhalten – ein ausführlicher Test ist aber sicher nötig, um die vielen Einstellungen gründlich auszuprobieren.

Testerprofil ausklappen
Tester-Profil: Stefanus Stahl
63 cm70 kg82 cm65 cm177 cm
Stefanus lebt für flowigen, sprunglastigen Singletrail durch lichten Wald und kann mit zwei Brettern fast so viel anfangen wie mit zwei Rädern.
Fahrstil
verspielt, sauber und mit vielen Drifts
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
Die richtige Mischung aus Komfort und Popp macht’s
Vorlieben bei der Geometrie
Relativ niedrig, relativ lang

  1. benutzerbild

    foreigner

    dabei seit 04/2009

    JensDey schrieb:

    Sorry, ich hatte wohl ein Smiley vergessen. ops:

  2. benutzerbild

    JensDey

    dabei seit 01/2016

    Dennoch danke für deine ausführliche Erklärung. Ein bisschen Zweifel hatte ich ja schon. Jetzt zweifel ich halt den anderen kompliziereten Scheiss an.
    Keep it short and simple! = 130mm Viergelenker
  3. benutzerbild

    Foxiwave

    dabei seit 05/2007

    in der Gewichtsklasse für einen Rahmen find ich dann doch die lower link Lösungen ästhetisch ansprechender, egal ob 4-Gelenker oder VPP. Scott zeigt mit dem Ransom was ein regulärer 4-Gelenker wiegen darf und wie das dann upside down ästhetisch aussehen kann.
  4. benutzerbild

    MartinRys

    dabei seit 11/2017

    Sespri schrieb:

    11`500€ für ein Fahrrad

    Geld is auch nicht mehr was es mal war. Klingen 23 000 DEMARK besser?:hüpf:
  5. benutzerbild

    MartinRys

    dabei seit 11/2017

    Hat mich interessiert was lang heißt. Jetzt weiß i - Ich hab schon ein langes! Hat sich mit 26" auch ganz geil gefahren.

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