Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Mit dem Rocky Mountain Altitude haben die Kanadier ein extrem anpassbares Enduro-Race-Bike im Programm
Mit dem Rocky Mountain Altitude haben die Kanadier ein extrem anpassbares Enduro-Race-Bike im Programm - wir hatten die fast 10.000 € teure Carbon 90 Rally Edition im Test. Was die High-End-Maschine im Vergleich zur Konkurrenz wohl kann?
Optisch bleibt sich Rocky treu
Optisch bleibt sich Rocky treu - schlanke Rohrformen treffen auf ein simples, aber extrem schickes Design mit viel Luft im Hauptrahmen.
Der Hinterbau wird von einem wellenförmigen Schutz überzogen und soll so schön leise bleiben.
Der Hinterbau wird von einem wellenförmigen Schutz überzogen und soll so schön leise bleiben.
Zur aufgeräumten Optik tragen die innen verlegten Züge bei.
Zur aufgeräumten Optik tragen die innen verlegten Züge bei.
Auch in der neusten Version setzt das Altitude auf einen klassischen Vierglenker-Hinterbau.
Auch in der neusten Version setzt das Altitude auf einen klassischen Vierglenker-Hinterbau.
Anpassbarkeit wird bei Rocky Mountain groß geschrieben
Anpassbarkeit wird bei Rocky Mountain groß geschrieben - so besteht die vordere Dämpferaufnahme aus Alu und könnte theoretisch getauscht werden, um Einfluss auf Geometrie und Fahrwerk zu nehmen.
Auch an der Kettenstrebe gibt es einen Flipchip, über den sich die Länge verstellen lässt.
Auch an der Kettenstrebe gibt es einen Flipchip, über den sich die Länge verstellen lässt.
Den Vogel schießt das Ride9-System ab
Den Vogel schießt das Ride9-System ab - zwei verschachtelte Flipchips bieten insgesamt 9 verschiedene Fahrwerks- und Geometrie-Settings.
Die Geometrie das Rocky Mountain Altitudes fällt modern und eher lang, aber nicht allzu extrem aus.
Die Geometrie das Rocky Mountain Altitudes fällt modern und eher lang, aber nicht allzu extrem aus. - Über das Ride9-System lässt sich zudem viel anpassen.
Grafik Chris Spath Preisvergleich EnduroTest
Grafik Chris Spath Preisvergleich EnduroTest
An der Front sorgt die massive Fox 38 Factory-Federgabel für Kontrolle
An der Front sorgt die massive Fox 38 Factory-Federgabel für Kontrolle - sie bietet 170 mm Federweg.
Passend dazu gibt's am Heck den Fox Float X2-Dämpfer, der 160 mm Federweg zu verwalten hat.
Passend dazu gibt's am Heck den Fox Float X2-Dämpfer, der 160 mm Federweg zu verwalten hat.
Grafik Chris Spath Gewichtsvergleich EnduroTest
Grafik Chris Spath Gewichtsvergleich EnduroTest
Für den Preis kann man einiges erwarten
Für den Preis kann man einiges erwarten - Rocky verbaut allerdings auch großflächig die Shimano XTR-Top-Gruppe.
Sowohl das 12-fach-Schaltwerk …
Sowohl das 12-fach-Schaltwerk …
… als auch die Vier-Kolben-Bremsen stammen aus dieser Serie.
… als auch die Vier-Kolben-Bremsen stammen aus dieser Serie.
Auch mit dem jüngsten Update auf mehr Federweg hat das Rocky Mountain seine Gene nicht vollständig geändert und zeigt sich immer noch sehr Touren-tauglich.
Auch mit dem jüngsten Update auf mehr Federweg hat das Rocky Mountain seine Gene nicht vollständig geändert und zeigt sich immer noch sehr Touren-tauglich.
In ruppigen und gerölligen Sektionen mussten wir vor allem zu Beginn des Tests an Bord des Altitudes etwas um Kontrolle kämpfen.
In ruppigen und gerölligen Sektionen mussten wir vor allem zu Beginn des Tests an Bord des Altitudes etwas um Kontrolle kämpfen.
Kurven hingegen, egal ob Anlieger oder natürlich, sind eine Wohltat
Kurven hingegen, egal ob Anlieger oder natürlich, sind eine Wohltat - das leichte Rad lässt sich spielerisch über den Trail bewegen und folgt jedem Input sehr willig.
Lenker festhalten, bis die Knöchel weiß werden, ist hier angesagt
Lenker festhalten, bis die Knöchel weiß werden, ist hier angesagt - mit angepasstem Setup konnten wir dem Altitude zwar durchaus die Sporen geben. Die Fehlertoleranz fiel dabei allerdings recht eng aus, was eine hohe Konzentration erforderte.
Mit seinem straffen Fahrwerk lässt sich das Rocky Mountain Altitude extrem gut in die Luft bewegen
Mit seinem straffen Fahrwerk lässt sich das Rocky Mountain Altitude extrem gut in die Luft bewegen - wer viel Wert auf kreative Linien und Style legt, wird mit dem Rad seine Freude haben.
Das Giant Reign bietet ein ähnlich straffes Fahrwerk wie das Rocky Mountain Altitude
Das Giant Reign bietet ein ähnlich straffes Fahrwerk wie das Rocky Mountain Altitude - es hat jedoch nicht ganz so viele Reserven.
Deutlich komfortabler wirds an Bord des Trek Slash
Deutlich komfortabler wirds an Bord des Trek Slash - es begeistert mit einer geringen Eingewöhnungszeit, kann aber bergauf nicht ganz mithalten.
Nach einigen Fahrten waren wir uns ziemlich sicher, dass der Hinterbau komplett zu mit Spacern sein muss
Nach einigen Fahrten waren wir uns ziemlich sicher, dass der Hinterbau komplett zu mit Spacern sein muss - tatsächlich waren es nur 2 von 5. In einem etwas lineareren Setting war die „Progressionswand“ spät im Federweg weniger ausgeprägt.
Das Ride9-System sorgt für eine hohe Anpassbarkeit
Das Ride9-System sorgt für eine hohe Anpassbarkeit - so viele Einzelteile sind etwas fummelig zu zerlegen. Außerdem hätten wir uns eine bessere Beschreibung der Settings gewünscht.
Leider nicht ganz high-end
Leider nicht ganz high-end - nach einigen Testtagen begann sich der Schoner am Unterrohr zu lösen.
Bei einigen Fahrern schliffen die Füße kräftig am Hinterbau
Bei einigen Fahrern schliffen die Füße kräftig am Hinterbau - das hinterließ schnell Spuren im Lack.
Im Wesentlichen hat das Rocky Mountain Altitude den Charakter seines Vorgängers behalten
Im Wesentlichen hat das Rocky Mountain Altitude den Charakter seines Vorgängers behalten - es glänzt mit einem schicken Design, hoher Einstellbarkeit und einem wendigen Fahrverhalten. Für ein Enduro-Rennen würden wir uns allerdings ein bisschen mehr Laufruhe und Komfort wünschen.

Rocky Mountain Altitude im Test: Das neue Altitude hatte schon seinen ersten Enduro World Series-Sieg im Sack, bevor es überhaupt offiziell vorgestellt wurde. In seiner neusten Inkarnation bietet das Arbeitsgerät von Jesse Melamed und Co. 170/160 mm Federweg, wahlweise 27,5″ oder 29″-Laufräder, einen leichten Carbon-Rahmen und das bekannte, vielfältig einstellbare Ride9-System der Kanadier.

Steckbrief: Rocky Mountain Altitude

EinsatzbereichEnduro
Federweg170 mm/160 mm
Laufradgröße27.5ʺ, 29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)14,6 kg
RahmengrößenS, M, L, XL (im Test: L)
Websitewww.bikes.com
Preis: 9.900 €

Dank des hauseigenen EWS-Rennteams ist Rocky Mountain zwar stark im Enduro-Sport involviert – die Wurzeln der Kanadier liegen allerdings im Spaß-orientierten Freeride-Segment. So ist auch das neue Altitude zwar als reinrassiges Race-Enduro konzipiert, soll aber auch bei lockeren Ausfahrten der passende Begleiter sein. Je nach Größe ist das Enduro-Bike mit 27,5″ oder 29″-Laufrädern erhältlich. Wir haben die 29″-Version in der Carbon 90 Rally Edition für knapp unter 10.000 € getestet. Dafür bietet das Rocky Mountain Altitude 170 mm an der Front, 160 mm am Heck, einen extrem schicken und schlanken Carbon-Rahmen und eine sehr vielseitige Einstellbarkeit.

Mit dem Rocky Mountain Altitude haben die Kanadier ein extrem anpassbares Enduro-Race-Bike im Programm
# Mit dem Rocky Mountain Altitude haben die Kanadier ein extrem anpassbares Enduro-Race-Bike im Programm - wir hatten die fast 10.000 € teure Carbon 90 Rally Edition im Test. Was die High-End-Maschine im Vergleich zur Konkurrenz wohl kann?
Diashow: Rocky Mountain Altitude im Test: Das Trailduro für Kilometerfresser
Der Hinterbau wird von einem wellenförmigen Schutz überzogen und soll so schön leise bleiben.
Grafik Chris Spath Preisvergleich EnduroTest
Im Wesentlichen hat das Rocky Mountain Altitude den Charakter seines Vorgängers behalten
Auch an der Kettenstrebe gibt es einen Flipchip, über den sich die Länge verstellen lässt.
Auch mit dem jüngsten Update auf mehr Federweg hat das Rocky Mountain seine Gene nicht vollständig geändert und zeigt sich immer noch sehr Touren-tauglich.
Diashow starten »

Video: Rocky Mountain Altitude

Rahmen und Hinterbau

Rein optisch ähnelt das im letzten Jahr vorgestellte Rocky Mountain Altitude 2021 seinem Vorgänger (Rocky Mountain Altitude Carbon 90-Test) extrem – und auch technisch gibt es einige Gemeinsamkeiten. Carbon-Hauptrahmen und -Hinterbau fallen für ein Race-Enduro äußerst schlank und dynamisch aus. Am Heck setzt Rocky weiterhin auf den weitverbreiteten Viergelenker-Hinterbau. Der Dämpfer sitzt schräg unter dem Oberrohr und lässt so viel Platz im Hauptrahmen – beispielsweise für eine Trinkflasche. Am hinteren Dämpferauge sitzen die Ride9-Flipchips – zwei Plättchen, die sich ineinander verschachtelt umpositionieren lassen, was insgesamt 9 mögliche Einstellungen ergibt. Die Änderungen wirken sich auf die Geometrie, aber auch die Progression des Hinterbaus aus. Zusätzlich lässt sich am Heck die Länge des Hinterbaus justieren.

Optisch bleibt sich Rocky treu
# Optisch bleibt sich Rocky treu - schlanke Rohrformen treffen auf ein simples, aber extrem schickes Design mit viel Luft im Hauptrahmen.
Der Hinterbau wird von einem wellenförmigen Schutz überzogen und soll so schön leise bleiben.
# Der Hinterbau wird von einem wellenförmigen Schutz überzogen und soll so schön leise bleiben.
Zur aufgeräumten Optik tragen die innen verlegten Züge bei.
# Zur aufgeräumten Optik tragen die innen verlegten Züge bei.
Auch in der neusten Version setzt das Altitude auf einen klassischen Vierglenker-Hinterbau.
# Auch in der neusten Version setzt das Altitude auf einen klassischen Vierglenker-Hinterbau.

Auch die vordere Dämpferaufnahme ist erwähnenswert – diese besteht nämlich aus Aluminium und ist im Oberrohr verschraubt. So will Rocky Mountain zukünftig auf eventuelle Trends reagieren und schnell Änderungen umsetzen. Ansonsten ist der Rahmen natürlich mit den üblichen Gummi-Schonern bedeckt: Unterrohr und Kettenstrebe sind mit sehr ausgefeilten und groß ausfallenden Überzügen versehen. Ein weiterer verhindert Dreckansammlungen an der Brücke zwischen den Kettenstreben. Die Kabel verlaufen äußerst unauffällig in Röhren im Rahmen-Inneren und betreten diese durch hochwertig wirkende, geschraubte Eingänge.

Anpassbarkeit wird bei Rocky Mountain groß geschrieben
# Anpassbarkeit wird bei Rocky Mountain groß geschrieben - so besteht die vordere Dämpferaufnahme aus Alu und könnte theoretisch getauscht werden, um Einfluss auf Geometrie und Fahrwerk zu nehmen.
Auch an der Kettenstrebe gibt es einen Flipchip, über den sich die Länge verstellen lässt.
# Auch an der Kettenstrebe gibt es einen Flipchip, über den sich die Länge verstellen lässt.
Den Vogel schießt das Ride9-System ab
# Den Vogel schießt das Ride9-System ab - zwei verschachtelte Flipchips bieten insgesamt 9 verschiedene Fahrwerks- und Geometrie-Settings.

Geometrie

Dank Ride9-System mit ganzen 9 Einstellungen ist es gar nicht so leicht, die Geometrie des Rocky Mountain Altitudes auf eine Bildschirmseite zu bekommen. Die von uns getestete 29″-Version ist in den Größen M, L und XL erhältlich und bietet Reach-Werte von 455 mm bis zu gewaltigen 510 mm. Der Lenkwinkel schwankt zwischen 64,5° und 65,5°, der Sitzwinkel entsprechen zwischen 75,4° und 76,5° und die Tretlager-Absenkung zwischen moderaten 19 mm und ordentlichen 34 mm. Natürlich lassen sich auch die Kettenstreben anpassen – hier hat man die Wahl zwischen 448 und 438 mm.

Die Geometrie das Rocky Mountain Altitudes fällt modern und eher lang, aber nicht allzu extrem aus.
# Die Geometrie das Rocky Mountain Altitudes fällt modern und eher lang, aber nicht allzu extrem aus. - Über das Ride9-System lässt sich zudem viel anpassen.
Grafik ChrisSpath Geometrie Rocky
# Grafik ChrisSpath Geometrie Rocky
Rahmengröße M
L
XL
Laufradgröße 29″ 29″ 29″
Reach 455 mm 480 mm 510 mm
Stack 620 mm 634 mm 647 mm
STR 1,36 1,32 1,27
Lenkwinkel 64,5°65,5° 64,5°65,5° 64,5°65,5°
Sitzwinkel, effektiv 75,4°76,5° 75,4°76,5° 75,4°76,5°
Oberrohr 610 mm 638 mm 671 mm
Steuerrohr 95 mm 110 mm 125 mm
Sitzrohr 420 mm 445 mm 480 mm
Kettenstreben 438 mm448 mm 438 mm448 mm 438 mm448 mm
Radstand 1.217 mm1.227 mm 1.249 mm1.259 mm 1.285 mm1.295 mm
Tretlagerabsenkung 34 mm19 mm 34 mm19 mm 34 mm19 mm
Gabel-Offset 44 mm 44 mm 44 mm
Federweg (hinten) 160 mm 160 mm 160 mm
Federweg (vorn) 170 mm 170 mm 170 mm

Ausstattung

  • Federgabel Fox 38 Factory (170 mm)
  • Dämpfer Fox X2 Factory (160 mm)
  • Antrieb Shimano XTR
  • Bremsen Shimano XTR
  • Laufräder Race Face Turbine R
  • Reifen Schwalbe Magic Mary Super Traily / Schwalbe Big Betty Super Gravity
  • Cockpit Race Face Next R (780 mm) / Race Face Turbine R (40 mm)
  • Sattelstütze Race Face Turbine R (175 mm)
Grafik Chris Spath Preisvergleich EnduroTest
# Grafik Chris Spath Preisvergleich EnduroTest
An der Front sorgt die massive Fox 38 Factory-Federgabel für Kontrolle
# An der Front sorgt die massive Fox 38 Factory-Federgabel für Kontrolle - sie bietet 170 mm Federweg.
Passend dazu gibt's am Heck den Fox Float X2-Dämpfer, der 160 mm Federweg zu verwalten hat.
# Passend dazu gibt's am Heck den Fox Float X2-Dämpfer, der 160 mm Federweg zu verwalten hat.
Grafik Chris Spath Gewichtsvergleich EnduroTest
# Grafik Chris Spath Gewichtsvergleich EnduroTest
Für den Preis kann man einiges erwarten
# Für den Preis kann man einiges erwarten - Rocky verbaut allerdings auch großflächig die Shimano XTR-Top-Gruppe.
Sowohl das 12-fach-Schaltwerk …
# Sowohl das 12-fach-Schaltwerk …
… als auch die Vier-Kolben-Bremsen stammen aus dieser Serie.
# … als auch die Vier-Kolben-Bremsen stammen aus dieser Serie.

Auf dem Trail

Schon rein optisch macht das Rocky Mountain Altitude mit seinen schlanken und fließenden Rohrformen einiges her und schreit förmlich nach Geschwindigkeit bergauf und bergab. In Kombinationen mit den Rennerfolgen des EWS-Teams waren die Erwartungen bei uns ziemlich hochgesteckt.

Auf dem Weg zum Gipfel kann das Altitude diese im Großen und Ganzen auch erfüllen: Man sitzt angenehm entspannt und zentral im Rad und kann wirklich effizient vor sich hinkurbeln. Der Mix aus geringem Gesamtgewicht, angenehm steilem Sitzwinkel und sehr treteffizientem, kaum wippenden Hinterbau motiviert, auch größere Trail-Touren an Bord des Rockys abzuspulen. Im Wiegetritt knickt das Heck natürlich etwas ein, insgesamt bietet es auch hier jedoch ausreichend Gegenhalt, um auch sehr steile Abschnitte ohne Probleme hochzutreten.

Auch mit dem jüngsten Update auf mehr Federweg hat das Rocky Mountain seine Gene nicht vollständig geändert und zeigt sich immer noch sehr Touren-tauglich.
# Auch mit dem jüngsten Update auf mehr Federweg hat das Rocky Mountain seine Gene nicht vollständig geändert und zeigt sich immer noch sehr Touren-tauglich.

Biegt man in die Abfahrt ein, merkt man erst einmal gar nicht so viel davon, dass die Kanadier dem Rad seit unserem letzten Enduro-Vergleichstest große Laufräder und 1 cm mehr Federweg spendiert haben. Zu Beginn sind wir das Rad so gefahren, wie es an uns ausgeliefert wurde: mit kurzen Kettenstreben und den Ride9-Chips im flachsten und progressivsten Setting. Damit kann das Rocky nicht ganz mit der Plüschigkeit und Laufruhe der Test-Konkurrenten mithalten.

Der in dieser Einstellung super progressive Hinterbau macht für unseren Geschmack zu früh zu und geht spürbar zulasten des Komforts – aber auch Grip und Kontrolle schwinden. Gerade bei heftigen Schlägen hat man das Gefühl, gegen eine Progressions-Wand zu fahren und den Federweg nicht effizient zu nutzen. Andererseits nimmt das Altitude Kurven fast so elegant und spielerisch wie das Lapierre Spicy und zeigt sich auf smootheren Untergründen als äußerst verspielt und spaßig.

In ruppigen und gerölligen Sektionen mussten wir vor allem zu Beginn des Tests an Bord des Altitudes etwas um Kontrolle kämpfen.
# In ruppigen und gerölligen Sektionen mussten wir vor allem zu Beginn des Tests an Bord des Altitudes etwas um Kontrolle kämpfen.
Kurven hingegen, egal ob Anlieger oder natürlich, sind eine Wohltat
# Kurven hingegen, egal ob Anlieger oder natürlich, sind eine Wohltat - das leichte Rad lässt sich spielerisch über den Trail bewegen und folgt jedem Input sehr willig.

Nach einigen Abfahrten haben wir das Altitude also umgebaut auf lange Kettenstreben und in ein lineareres Ride9-Setting. Und tatsächlich zeigen die Änderungen sofort Wirkung. Der Hinterbau bietet immer noch einiges an Progression und ist nicht übermäßig plüschig, fühlt sich jedoch beherrschbarer an, sodass man auch in ruppigem Gelände attackieren kann. Ein Sofa ist das Carbon-Bike weiß Gott nicht – wer richtig schnell fahren will, muss den Lenker fest anpacken. Auf Vergleichsfahrten mit dem Trek Slash zeigt sich: Man kann mit beiden Rädern schnell fahren, aber auf dem Rocky braucht es dafür spürbar mehr Körpereinsatz.

Lenker festhalten, bis die Knöchel weiß werden, ist hier angesagt
# Lenker festhalten, bis die Knöchel weiß werden, ist hier angesagt - mit angepasstem Setup konnten wir dem Altitude zwar durchaus die Sporen geben. Die Fehlertoleranz fiel dabei allerdings recht eng aus, was eine hohe Konzentration erforderte.

In Sachen Laufruhe bringt der längere Radstand tatsächlich etwas – in einer Liga mit Specialized, Megatower und Co. spielt das Rocky Mountain allerdings nicht. Auch in der linearen Einstellung hatten wir in harten Kompression das Gefühl, dass die spät und hart einsetzende Progression uns die Fersen nach unten zieht – fast so, als wäre der Fox X2-Dämpfer komplett zu mit Volumenspacern. Der Blick ins Innere verrät jedoch – es waren nur 2 von maximal 5 Spacern verbaut. Wer ein paar Gramm Mehrgewicht ertragen kann und sich etwas mehr Komfort und Grip wünscht, der könnte unserer Einschätzung nach gut mit einem Stahlfederdämpfer beraten sein.

Mit seinem straffen Fahrwerk lässt sich das Rocky Mountain Altitude extrem gut in die Luft bewegen
# Mit seinem straffen Fahrwerk lässt sich das Rocky Mountain Altitude extrem gut in die Luft bewegen - wer viel Wert auf kreative Linien und Style legt, wird mit dem Rad seine Freude haben.

Im Vergleich

Das Giant Reign 29 kommt dem Rocky Mountain Altitude mit seinem sehr direkten Fahrverhalten am nächsten. Die Bikes sind die leichtesten im Test und geben sich auch im Uphill ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Beide sind angenehm und effizient zu treten. Bergab sind beide nichts für Komfort-Liebhaber – in einem Renn-Szenario würden wir jedoch eher zum Rocky Mountain greifen, das mit seinen 160 mm Federweg einfach mehr Reserven bietet als das straffe Giant. Letzteres setzt zudem schon auf einen Coil-Dämpfer – das Rocky Mountain bietet hier noch etwas zusätzliches Optimierungs-Potenzial.

Das Giant Reign bietet ein ähnlich straffes Fahrwerk wie das Rocky Mountain Altitude
# Das Giant Reign bietet ein ähnlich straffes Fahrwerk wie das Rocky Mountain Altitude - es hat jedoch nicht ganz so viele Reserven.
Deutlich komfortabler wirds an Bord des Trek Slash
# Deutlich komfortabler wirds an Bord des Trek Slash - es begeistert mit einer geringen Eingewöhnungszeit, kann aber bergauf nicht ganz mithalten.

Einen ähnlichen Allround-Ansatz wie das Rocky Mountain bietet das Trek Slash. Es kann mit seinem etwas zu flachen Sitzwinkel bergauf nicht mit dem kanadischen Flitzer mithalten. Auf dem Trail hingegen bietet das Trek wesentlich mehr Komfort an Front und Heck. Während wir beim Altitude etwas tüfteln mussten, um ein zufriedenstellendes Setting zu erreichen, hieß es beim Slash: draufsetzen, wohlfühlen!

Service

Wie gut lässt sich ein Service am Rocky Mountain Altitude durchführen? Findet man problemlos alle relevanten Informationen? Wie sind die Garantie- und Crash Replacement-Bestimmungen des Herstellers? Und welche Details hinsichtlich der Servicebarkeit sind besonders gut oder schlecht gelöst? Das haben wir mit unserer Service-Checkliste überprüft:

Service Checkliste – Rocky Mountain Altitude V2

Das Ergebnis: Das Rocky Mountain Altitude sammelt hier 11 von 15 möglichen Punkten. Das ist ein gutes Ergebnis.

Das ist uns aufgefallen

  • Ride9-System An sich ist Anpassbarkeit ja keine schlechte Sache. Ob es jetzt 9 Positionen braucht, kann man allerdings diskutieren. Wenn man schon so viele Optionen bietet, dann würden wir uns auch eine detaillierte Anleitung mit Erklärungen zu jeder Position wünschen, was leider nicht gegeben ist. Außerdem ist der Wechsel mit so vielen Kleinteilen nicht ganz stressfrei und erfordert im Idealfall mehr als das Paar Hände, mit dem wir geboren werden.
  • Flipchip an der Kettenstrebe Auch dieser ist eigentlich ein gutes Feature – benötigt jedoch insgesamt vier Inbus-Schlüssel zum Tausch.
  • Geräuschkulisse Optisch bietet das Rocky nichts als schickes Understatement. In Sachen Geräuschkulisse hingegen ist es sehr aufdringlich – es klappert! Daran sind sicherlich auch die Shimano-Bremsen schuld, aber die Kette machte sich beim Test trotz großem Schoner ebenfalls bemerkbar und nach nur ein paar Tagen knarzte der Steuersatz unüberhörbar.
  • Stahl oder Luft? Mit dem Fox Float X-Luftdämpfer hätten wir uns teilweise etwas mehr Komfort und etwas mehr Gegenhalt früher im Federweg gewünscht statt der spät einsetzenden Progression. Wir konnten es nicht testen, könnten uns aber gut vorstellen, dass ein Stahlfederdämpfer dies liefert.
  • Trailduro Nein, nicht noch eine neue Wortkreation! Mit seinem eher direkten Fahrverhalten erinnerte uns das Rocky Mountain etwas an ein Trailbike mit Federwegs-Reserven und nicht ganz so sehr an ein Race-Enduro.
Nach einigen Fahrten waren wir uns ziemlich sicher, dass der Hinterbau komplett zu mit Spacern sein muss
# Nach einigen Fahrten waren wir uns ziemlich sicher, dass der Hinterbau komplett zu mit Spacern sein muss - tatsächlich waren es nur 2 von 5. In einem etwas lineareren Setting war die „Progressionswand“ spät im Federweg weniger ausgeprägt.
Das Ride9-System sorgt für eine hohe Anpassbarkeit
# Das Ride9-System sorgt für eine hohe Anpassbarkeit - so viele Einzelteile sind etwas fummelig zu zerlegen. Außerdem hätten wir uns eine bessere Beschreibung der Settings gewünscht.
Leider nicht ganz high-end
# Leider nicht ganz high-end - nach einigen Testtagen begann sich der Schoner am Unterrohr zu lösen.
Bei einigen Fahrern schliffen die Füße kräftig am Hinterbau
# Bei einigen Fahrern schliffen die Füße kräftig am Hinterbau - das hinterließ schnell Spuren im Lack.

Fazit – Rocky Mountain Altitude

Auch mit mehr Federweg hat das Rocky Mountain Altitude seinen Charakter beibehalten: Mit seinem straffen Chassis ist es prädestiniert für technische Trails, die nach einer präzisen Linie verlangen. In Highspeed-Segmenten kann man die Bremse offen lassen – der Toleranzbereich für Fehler fühlt sich hier jedoch im Vergleich mit anderen Enduro-Race-Bikes spürbar schmaler an. Dafür profitieren Touren-orientierte Fahrer vom geringen Gewicht, den exzellenten Pedalier-Eigenschaften und der hohen Einstellbarkeit.
Racer könnten mit einem lineareren Stahlfeder-Dämpfer, der von den Teamfahrern auch häufig eingesetzt wird, glücklicher werden.

Pro
  • gute Uphill-Eigenschaften
  • poppiges, wendiges Chassis
  • hohe Einstellbarkeit
Contra
  • sehr progressives, straffes Heck
  • hoher Preis
Im Wesentlichen hat das Rocky Mountain Altitude den Charakter seines Vorgängers behalten
# Im Wesentlichen hat das Rocky Mountain Altitude den Charakter seines Vorgängers behalten - es glänzt mit einem schicken Design, hoher Einstellbarkeit und einem wendigen Fahrverhalten. Für ein Enduro-Rennen würden wir uns allerdings ein bisschen mehr Laufruhe und Komfort wünschen.

Was haltet ihr von Rockys schickem Carbon-Enduro?


Testablauf

Alle Bikes in unserem Enduro Race-Test wurden im direkten Vergleich auf denselben Strecken unter nahezu identischen Bedingungen gegeneinander getestet. Dabei waren Tester verschiedener Könnerstufen auf den unterschiedlichen Bikes unterwegs. Die Kandidaten im Vergleichstest mussten sich nicht nur bei Shuttle-Sessions gegeneinander beweisen, sondern wurden auch aus eigener Kraft auf typischen Hometrail-Touren bergauf und bergab gefahren. Um die Vergleichbarkeit der Modelle zu gewährleisten, wurden alle Modelle mit einheitlichen Reifen von Schwalbe ausgestattet und die Lenker auf 780 mm gekürzt. Darüber hinaus konnte jeder Tester kleinere Veränderungen vornehmen, um das jeweilige Bike optimal an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Hier haben wir das Rocky Mountain Altitude getestet

  • Bikepark Großer Feldberg / Taunus Der Wheels over Frankfurt Radsport e.V. betreibt seit einigen Jahren zwei legale Downhill-Strecken im nahe der Main-Metropole gelegenen Taunus. Diese bieten einen Mix aus wurzeligen, natürlichen Segmenten und gebauten Anlieger-Kurven, Sprüngen und Steinfeldern. Alle Infos gibt’s hier: www.woffm.de
  • Heidelberg Direkt am Stadtrand Heidelbergs befindet sich die Trainingsstrecke des örtlichen MTB-Vereins. Diese bietet einen guten Mix aus langsamen, eher engen Passagen und ruppigem Geballer mit dem ein oder anderen Huck to Flat. Nach unten hin wird der Boden immer gröber und gerölliger, was dem Fahrwerk einiges an Arbeit aufbrummt. Wer hier fahren möchte, muss allerdings ein Tagesticket lösen – alle Infos gibt es auf der Website des HD-Freeride e. V.
  • Bad Kreuznach, Rheinland Pfalz Abwechslungsreiche und flowige Trails auf meist trockenem, teils steinigem Boden.
Tester-Profil: Arne Koop
67 cm74 kg87 cm63 cm184 cm
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro- oder Trailbikes auf ruppigen, natürlichen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch auch gerne mal aufs Downhill-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Fahrstil
sauber, hohes Grundtempo
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung
Vorlieben bei der Geometrie
geräumiger Reach, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

Tester-Profil: Felix Krüger
53 cm72 kg80 cm70 cm175 cm
Felix ist seit mittlerweile 10 Jahren aktiver Mountainbiker und ist in allen Disziplinen von Dirt bis Downhill unterwegs. Am häufigsten holt er jedoch sein Enduro-Bike aus der Garage. Bereits direkt zu Beginn seiner damals noch jungen Mountainbike-Laufbahn hat Felix das Rennenfahren für sich entdeckt und machte 2014 direkt mit einem Sieg bei der inoffiziellen Rookies WM auf sich aufmerksam. In den Folgejahren ging er für die MRC und später für die SRAM Young Guns bei zahlreichen deutschen und europäischen Downhill-Rennen sowie dem Downhill World Cup an den Start..
Fahrstil
aktiv und jederzeit bereit abzuziehen
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
straff und progressiv
Vorlieben bei der Geometrie
nicht zu lange Kettenstreben, hohe Front, nicht zu tiefes Tretlager

Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm76 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, eher progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
ausgewogen, nicht zu lang, Lenkwinkel nicht zu flach

Tester-Profil: Moritz Zimmermann
61 cm93 kg85 cm61 cm186 cm
Moritz ist seit vielen Jahren auf dem Mountainbike unterwegs – vor allem auf Enduro- und Trailbikes, gerne aber auch im Bike Park.
Fahrstil
Räder auf dem Boden, saubere Linienwahl
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
relativ straff mit viel Dämpfung, Heck eher langsam
Vorlieben bei der Geometrie
mittellanges Oberrohr, hoher Stack, lange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel


Hier findest du alle weiteren Artikel unseres Enduro-Vergleichstest 2021:

  1. benutzerbild

    aibeekey

    dabei seit 02/2007

    Wenn man ein Bike derart unterschiedlich und widersprüchlich beschreibt und das alles mit dem Dämpfer Setup begründen würde, dann sollte man fachlich keine Tests verfassen. Es waren wohl 3 Tester und alle 3 sind nicht in der Lage einen Dämpfer Korrekt einzustellen? Bei den anderen Bikes, zumindest ohne Coil hat es aber geklappt? Find ich als Erklärung dann doch sehr dünn!

    Nur weil er "anders" abgestimmt war, muss es ja nicht direkt falsch/nicht korrekt sein. Aber es kann den Charakter eines Bikes maßgeblich beeinflussen.
    Im Falle eines Factory Fahrwerks hast du 12 Parameter (jeweils Luftdruck, Spacer, LSC, HSC, LSR, HSR). Verschiedene Flip-Chip Einstellungen sind da noch nicht einmal dabei.
    Ich würde vermuten, dass das selbst mit viel Erfahrung eines Testers nahezu unmöglich ist, dort im Rahmen der Zeit, die jedem zur Verfügung steht, wirklich immer das "best"mögliche Setup zu finden. Wobei das "beste" in diesem Fall das "objektivste" wäre. Wie auch immer man das definieren möchte.

    Außerdem ist es nur eine mögliche Erklärung ohne Anspruch die einzige zu sein smilie
  2. benutzerbild

    Livanh

    dabei seit 05/2001

    Gerade wegen der sehr unterschiedlichen Tests hier und auf anderen Seiten brauchts eben Kennlinien.

    Ich würde fast vermuten das etwas mit dem Dämpfer im aktuellen Test nicht gestimmt hat. Entweder falscher Tune oder sonstwas. Denn weder ist das Rocky besonders antriebsneutral beim Treten, noch abartig progressiv, bzw hat einen besonderen Anstieg der Progression.

    Ich würde hier jedenfalls den Testern nicht unterstellen irgendwie unfähig zu sein ein Dämpfersetup zu machen. Irgendwas scheint sich geändert zu haben, soweit ich weiß ist der Rahmen gleich. Bleibt also eigentlich nur der Dämpfer.

    Falls die gesamte Kinematik beim aktuellen Modell doch progressiver geworden ist, wäre halt tatsächlich ein Stahlfeder Dämpfer die deutlich passendere Wahl.
  3. benutzerbild

    aibeekey

    dabei seit 02/2007

    So wie ich das im Video verstanden habe, wurde zunächst davon ausgegangen, dass der Fox komplett zugespacert ist. Dann wurde aufgemacht und es wurden nur 2 Spacer identifiziert. Dann wurde am Ride9 herumgespielt.
    Davon, dass auch die Spacer vollständig entfernt wurden, ist keine rede smilie

    Ebenso klingt es im Text nicht danach, als wären die 2 Spacer einmal entfernt worden:

    1627031214036.png

    Ggf. war der Fox X2 damals im ersten Test ja leer?
  4. benutzerbild

    Stompy

    dabei seit 06/2007

    Ggf. war der Fox X2 damals im ersten Test ja leer?
    Wäre das so, dann müsste man Sinn und Zweck aller Tests komplett hinterfragen. Wenn ein paar Spacer im Dämpfer den Charakter eines Bikes vollständig ins Gegenteil verkehren, ohne dass man als Leser etwas davon erfährt, was soll dann noch ein Test?
    Denn dann würde sich das Bike beim Käufer sicher nochmal komplett anders fahren als in einem der Tests beschrieben.
  5. benutzerbild

    gallego

    dabei seit 05/2013

    Die beiden Tests von MTB News mal kompakt verglichen.
    Ergebnis Rocky Mountain muss das Altitude zwischenzeitlich völlig verändert haben oder Bikeaction kauft einfach nicht genug Werbung.

    Der Test ist ein Witz um das mal klar zu sagen und absolut nicht neutral.

    14. Juli 2021
    Auf dem Weg zum Gipfel kann das Altitude diese im Großen und Ganzen auch erfüllen: Man sitzt angenehm entspannt und zentral im Rad und kann wirklich effizient vor sich hinkurbeln. Der Mix aus geringem Gesamtgewicht, angenehm steilem Sitzwinkel und sehr treteffizientem, kaum wippenden Hinterbau motiviert, auch größere Trail-Touren an Bord des Rockys abzuspulen. Im Wiegetritt knickt das Heck natürlich etwas ein, insgesamt bietet es auch hier jedoch ausreichend Gegenhalt, um auch sehr steile Abschnitte ohne Probleme hochzutreten.

    11. September 2020
    Im Uphill ist das Heck dann nicht ganz ruhig, wippt leicht. Daran ändert auch die „Firm“-Stellung des X2-Federbeins nicht. Je stärker man tritt, desto eher beruhigt sich das Heck durch den Kettenzug.

    14. Juli 2021
    Nach einigen Abfahrten haben wir das Altitude also umgebaut auf lange Kettenstreben und in ein lineareres Ride9-Setting. Und tatsächlich zeigen die Änderungen sofort Wirkung.

    14. Juli 2021
    Der Hinterbau bietet immer noch einiges an Progression und ist nicht übermäßig plüschig, fühlt sich jedoch beherrschbarer an, sodass man auch in ruppigem Gelände attackieren kann.

    11. September 2020
    Das Fahrwerk saugt derweil auf, was sich ihm in den Weg stellt – wer nicht aktiv fährt, der kann einen kleinen Absprung schon mal unbemerkt überfahren. Das spricht dafür, dass es lustig wird, wenn der Trail anspruchsvoller wird!

    14. Juli 2021
    Ein Sofa ist das Carbon-Bike weiß Gott nicht – wer richtig schnell fahren will, muss den Lenker fest anpacken. Auf Vergleichsfahrten mit dem Trek Slash zeigt sich: Man kann mit beiden Rädern schnell fahren, aber auf dem Rocky braucht es dafür spürbar mehr Körpereinsatz.

    11. September 2020
    Das Fahrwerk saugt derweil auf, was sich ihm in den Weg stellt – wer nicht aktiv fährt, der kann einen kleinen Absprung schon mal unbemerkt überfahren. Das spricht dafür, dass es lustig wird, wenn der Trail anspruchsvoller wird!

    14. Juli 2021
    In Sachen Laufruhe bringt der längere Radstand tatsächlich etwas – in einer Liga mit Specialized, Megatower und Co. spielt das Rocky Mountain allerdings nicht.

    11. September 2020
    In der langen Kettenstreben-Stellung liegt das Rad sogar noch ruhiger, Highspeed treibt die Freudentränen in die Augen.

    14. Juli 2021
    Auch in der linearen Einstellung hatten wir in harten Kompression das Gefühl, dass die spät und hart einsetzende Progression uns die Fersen nach unten zieht – fast so, als wäre der Fox X2-Dämpfer komplett zu mit Sparern.

    11. September 2020
    Zurück zum Staubsauger-ähnlichen Verhalten des Fahrwerks: Es verschlingt auch die berühmt-berüchtigten, Kindskopf-großen Steine und hat einfach nur ein Limit: Dein Selbstvertrauen. Denn ich schüttelte mehr als einmal ungläubig den Kopf, wie ich gerade eigentlich stumpf ins Flat oder ein Wurzelfeld gelandet war – nur der erwartete Schlag blieb aus.

    14. Juli 2021
    Volumenspacern. Der Blick ins Innere verrät jedoch – es waren nur 2 von maximal 5 Spacern verbaut. Wer ein paar Gramm Mehrgewicht ertragen kann und sich etwas mehr Komfort und Grip wünscht, der könnte unserer Einschätzung nach gut mit einem Stahlfederdämpfer beraten sein.

    11. September 2020
    Zurück zum Staubsauger-ähnlichen Verhalten des Fahrwerks: Es verschlingt auch die berühmt-berüchtigten, Kindskopf-großen Steine und hat einfach nur ein Limit: Dein Selbstvertrauen. Denn ich schüttelte mehr als einmal ungläubig den Kopf, wie ich gerade eigentlich stumpf ins Flat oder ein Wurzelfeld gelandet war – nur der erwartete Schlag blieb aus. In der langen Kettenstreben-Stellung liegt das Rad sogar noch ruhiger, Highspeed treibt die Freudentränen in die Augen.

    14. Juli 2021
    Das Giant Reign 29 kommt dem Rocky Mountain Altitude mit seinem sehr direkten Fahrverhalten am nächsten. Die Bikes sind die leichtesten im Test und geben sich auch im Uphill ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Beide sind angenehm und effizient zu treten.

    11. September 2020
    Steine, Wurzeln und Sprünge gibt’s am Samerberg auch in ausreichender Menge. Die teils Wanderweg-ähnlichen Strecken sind schmal und teilweise gut holprig. Die 160 mm Federweg des neuen Rockys saugen Schläge aber einfach auf, das Fahrwerk klebt sich an den Boden. Für Stufen lässt sich das Vorderrad dennoch recht leicht lupfen

    14. Juli 2021
    Bergab sind beide nichts für Komfort-Liebhaber – in einem Renn-Szenario würden wir jedoch eher zum Rocky Mountain greifen, das mit seinen 160 mm Federweg einfach mehr Reserven bietet als das straffe Giant. Letzteres setzt zudem schon auf einen Coil-Dämpfer – das Rocky Mountain bietet hier noch etwas zusätzliches Optimierungs-Potenzial.

    11. September 2020
    Das neue Rocky Mountain Altitude 2021 ist ein ziemliches Enduro-Monster geworden: Sein wahnsinnig schluckfreudiges Fahrwerk und die lange Geometrie führen dazu, dass der Kopf das einzige Limit ist.

    Gibt es ein Service Manual-Archiv auf der Website? 0/1


    Nein, kein Archiv auf der Website zu finden.

    Service Manual Hervorragendes Service Manual mit detaillierten Empfehlungen zum Setup. +1

    14. Juli 2021
    Nach einigen Fahrten waren wir uns ziemlich sicher, dass der Hinterbau komplett zu mit Spacern sein muss - tatsächlich waren es nur 2 von 5. In einem etwas lineareren Setting war die „Progressionswand“ spät im Federweg weniger ausgeprägt.

    11. September 2020
    Das neue Rocky Mountain Altitude 2021 ist ein ziemliches Enduro-Monster geworden: Sein wahnsinnig schluckfreudiges Fahrwerk und die lange Geometrie führen dazu, dass der Kopf das einzige Limit ist.
    ...genau all diese Sachen sind mir aufgefallen, ich war zu Faul das so ausführlich zu strukturieren. @ Dreamworks Danke Dir dafür!

    Das ganze zeigt, dass man diesen Tests nicht zu viel Gewicht geben sollte. Probefahren ist immer die beste Alternative. Leider sind die Verfügbarkeiten von Testrädern aktuell (und auch sonst) sehr begrenzt, was dazu führt das man ggf. auf Basis dieser Tests ein neues Bike kauft.
    Ich fahre das "günstige" Altitude C50 in L mit dem DPX2 und hatte im Grundsetup eher das Gefühl, dass hinten ein wenig Endprogression fehlt. Jetzt ist ein größerer Volumenspacer verbaut. (210psi bei ca. 80 Kg Fahrergewicht)

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!