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Bike-Saison 2021
Preiserhöhungen bei Rose ab 25. März und Lieferschwierigkeiten [Update]

Update, 12. März 2021: Rose präzisiert in einer neuen Pressemeldung die aktuellen Probleme rund um die Saison 2021 und kündigt Preissteigerungen um bis zu 12 % an – diese sind ab dem 25. März gültig. Alle neuen Informationen gibt es hier.

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Pressemitteilung im Original

Die Nachfrage boomt, die Rohstoffe werden knapp und die Frachtkosten steigen – so wirkt sich die Corona-Krise auf die Bike-Branche aus. Die Veränderung der Umstände für die Fahrradherstellung zwingt Händler und Produzenten früher oder später zum Handeln. So kommt auch Rose Bikes aus Bocholt im Münsterland nicht daran vorbei, seine Bike- Preise quer durch alle Segmente um 8 bis 12 Prozent zu erhöhen. Die Steigerung wird ab dem 25. März wirksam. Alle Räder, die bis zum Stichtag bestellt werden, gibt es zum alten Preis.

Der Bike-Boom ist nicht aufzuhalten und wurde durch die Corona-Krise noch verstärkt. Wenn das Fitnessstudio geschlossen ist und Teamsport keine Option, greifen viele auf ihr Rad zurück. Für Pendler ist es außerdem auf der Kurzstrecke das sicherste und schnellste Verkehrsmittel, weshalb viele Kommunen in Rekordzeit neue Bikespuren zur Verfügung gestellt haben. Mit dem anhaltend hohen und weiter steigenden Kaufinteresse werden die Rohstoffe knapp und Bikes damit automatisch teurer. Durch die gesamte Fahrrad-Branche zieht sich eine Kettenreaktion, die nur schwer zu stoppen ist.

„Nahezu alle Komponenten der Zulieferindustrie sind für uns im Preis gestiegen. On Top kommen erhöhte Frachtkosten“, sagt Thorsten Heckrath-Rose, Geschäftsführer der Rose Bikes GmbH. Schiffscontainer kosten derzeit bis zu achtmal mehr, aber auch der Transport über Land sei kostenintensiver. „Uns wäre es natürlich auch lieber, die alten Preise beizubehalten. Leider konnten wir es nicht länger herauszögern. Als kleine Entschädigung bieten wir unseren Kunden aber noch bis zum 25. März an, ihr Bike zum alten Preis zu bestellen.“

Fahrräder sind aktuell Mangelware, egal bei welchem Hersteller. Natürlich gibt es immer das ein oder andere Modell, das kurzfristig verfügbar ist, die Regel sei das aber nicht, so Anatol Sostmann, Director Product & Brand bei Rose Bikes. Grundsätzlich hat er für Kunden deshalb einen Tipp: „Wenn du nächsten Sommer radfahren willst, schlag jetzt zu! Denn der Boom bricht nicht ab und die Lieferzeiten werden weiterhin höher sein, als Kunden es aus der Bike-Branche gewohnt sind.“


Die nachfolgende, ursprüngliche Meldung stammt vom 16. Februar 2021.

Nach einem extrem erfolgreichen Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzplus von 34 Prozent überrollen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie nun auch Bikehersteller und -händler Rose Bikes  – schon Raaw und Propain hatten entsprechende Statements zur Saison 2021 abgegeben. Grund dafür seien fehlende, fix zugesagte Teile und Komponenten aus Asien für die Bike-Montage. Dies hat Folgen für die Lieferfähigkeit der Bocholter – vor allem im Mountainbike-Segment. Kunden müssen mit Verzögerungen bis zu sechs Monaten rechnen. In der Pressemitteilung gibt es die Hintergründe, in diesem Artikel findest du noch allgemeinere Informationen über die Corona-Pandemie und deren Konsequenzen für die Bikeindustrie.

„Wir sind von dieser Situation komplett überrascht. Unsere bestellte Ware kommt nicht wie von den asiatischen Zulieferern zugesichert bei uns an. Fest zugesagte Teile haben wir bis heute nicht erhalten. Die Lösung des Problems hat für uns oberste Priorität und wir sind davon überzeugt, dass wir sukzessive über die nächsten Wochen und Monate unsere Lieferfähigkeit bei den Mountainbikes wieder verbessern können.” – Thorsten Heckrath-Rose, CEO von Rose Bikes

Der Familienunternehmer entschuldigt sich bei allen betroffenen Kunden, die sich jetzt auf außergewöhnlich lange Wartezeiten einstellen müssen. Allerdings sei die Lage aktuell schwer einschätzbar und es können keine verlässlichen Aussagen getroffen werden.

Für die Gewährleistung einer transparenten Kundenkommunikation hat Rose Bikes eine Task Force im Kundenservice gebildet. Ziel ist es, mit den betroffenen Kunden in den Dialog zu treten und Lösungswege aus dem Liefer-Dilemma zu bieten. Der Retail-Chef bei Rose Bikes, Tim Böker, erklärt, dass Rose Bikes für besten Service und beste Qualität stehe und dies auch weiterhin geboten werden soll. Großen Wert lege Rose Bikes auf eine transparente und geradlinige Kommunikation zum Kunden. Jeder, dessen Bike-Lieferung von der Verzögerung betroffen ist, bekomme deswegen eine persönliche Mail zum Status seiner Bestellung mit allen wichtigen Informationen und den nächsten Schritten, um gemeinsam eine gangbare Lösung zu finden.

Rose Bikes rechnet mit einem Umsatzausfall im größeren einstelligen Millionenbereich. Durch die Erfolge der letzten Jahre sieht sich das Unternehmen jedoch wirtschaftlich gut aufgestellt, geht in der Beschaffungsplanung für das nächste Jahr ins volle Risiko und tätigt aktuell den größten Wareneinkauf seiner über 100-jährigen Unternehmensgeschichte unter der Prämisse, im Jahr 2022 maximal lieferfähig zu sein. Auch an den Investitionen in die Produktentwicklung, in Digitalisierung, in die Marke und in den Ausbau der Flächen, wie beispielsweise die Store-Eröffnung in Köln im Frühsommer, hält das Unternehmen fest.

„Wir sind davon überzeugt, dass es in der Krise wichtig ist, Vollgas zu geben, um das Kundenerlebnis rund um unsere Bikes immer besser zu machen” – Tim Böker

Der Sicherung der Lieferfähigkeit räumt der Bikehersteller in Zukunft höchste Priorität ein und wird sich dafür im Einkauf strategisch weiterentwickeln. So soll in Kürze auf Management-Ebene die neue Position „Head of Supply Chain“ geschaffen werden, die Einkaufskompetenz für den asiatischen Raum und mehr Präsenz bei den Lieferanten sichert.

Darüber hinaus sieht Rose-CEO Marcus Diekmann die ganze Fahrradbranche in der Pflicht, eigene Kompetenzen in Europa aufzubauen und die Abhängigkeit aus Asien zu reduzieren.

„Trotz guter Erfahrungen in der Vergangenheit in vielen Segmenten in Asien, müssen auch in Europa Produktionsstätten und -kapazitäten aufgebaut werden. Das ist eine Aufgabe, die die ganze Branche nur gemeinsam auf den Weg bringen kann.“ – Marcus Diekmann

Abhängigkeit von asiatischen Herstellern vs. Produktion in Europa: Wie siehst du diese Problematik?

Text und Bilder: Pressemitteilung Rose Bikes