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Da, wo es bewegt werden soll: Unser Rose Pikes Peak Testmodell in Größe L
Da, wo es bewegt werden soll: Unser Rose Pikes Peak Testmodell in Größe L
Vier verschiedene Modi sollen das Rad für verschiedene Einsatzbereiche optimieren
Vier verschiedene Modi sollen das Rad für verschiedene Einsatzbereiche optimieren
Drei Progressions-Stufen sind einstellbar
Drei Progressions-Stufen sind einstellbar
ProGeo als Explosionsdarstellung...
ProGeo als Explosionsdarstellung...
...und im Schnittbild
...und im Schnittbild
Genug Reifenfreiheit für breite Reifen und matschige Bedingungen
Genug Reifenfreiheit für breite Reifen und matschige Bedingungen
Screenshot 2017-06-26 18.31
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All Mountain- oder Enduro-Einsatz? Deine Entscheidung
All Mountain- oder Enduro-Einsatz? Deine Entscheidung
Der Rahmen ist der gleiche, durch einen Dämpferwechsel lässt sich auch nachträglich auf das andere Konzept wechseln
Der Rahmen ist der gleiche, durch einen Dämpferwechsel lässt sich auch nachträglich auf das andere Konzept wechseln
Geo Enduro
Geo Enduro
Geo AllMt
Geo AllMt
Die Sitzstreben laufen in einer Linie mit dem Oberrohr – ein kleines, aber hübsches Detail
Die Sitzstreben laufen in einer Linie mit dem Oberrohr – ein kleines, aber hübsches Detail
Der Tretlagerbereich wirkt trotz ProGeo nicht überladen
Der Tretlagerbereich wirkt trotz ProGeo nicht überladen
Dezente Grafiken treffen auf knallige Farbe
Dezente Grafiken treffen auf knallige Farbe
Neben dem Rose-Logo laufen die Züge ins Rahmeninnere.
Neben dem Rose-Logo laufen die Züge ins Rahmeninnere.
Die Zugführung am Rose Pikes Peak ist auf Anwenderfreundlichkeit optimiert und wirkt durchdacht
Die Zugführung am Rose Pikes Peak ist auf Anwenderfreundlichkeit optimiert und wirkt durchdacht
Bevor es losgeht, wird noch angepasst. Fahrwerk, Bremsen, Reifendruck und das Cockpit werden auf gewohnte Parameter eingestellt
Bevor es losgeht, wird noch angepasst. Fahrwerk, Bremsen, Reifendruck und das Cockpit werden auf gewohnte Parameter eingestellt
Das Fahrwerk fühlt sich sehr ausgewogen an und verzeiht dank guter Endprogression auch harte Landungen
Das Fahrwerk fühlt sich sehr ausgewogen an und verzeiht dank guter Endprogression auch harte Landungen
Kurve unsauber erwischt? Hier neigt das Hinterrad zum Ausbrechen
Kurve unsauber erwischt? Hier neigt das Hinterrad zum Ausbrechen
Viel Druck am Vorderrad und eine gute Lenkpräzision sorgen für Kontrolle
Viel Druck am Vorderrad und eine gute Lenkpräzision sorgen für Kontrolle
Mit der Druckstufeneinstellung am Dämpfer lässt sich auch für Anliegerfahrten mit Nachdruck genügend Gegenhalt erzeugen
Mit der Druckstufeneinstellung am Dämpfer lässt sich auch für Anliegerfahrten mit Nachdruck genügend Gegenhalt erzeugen
Auch in der Luft fühlt sich das Rad spürbar wohl und lädt zu spaßigen Manövern ein
Auch in der Luft fühlt sich das Rad spürbar wohl und lädt zu spaßigen Manövern ein
Alles in allem ein guter Wurf und dank potentem Fahrwerk und ProGeo bleibt das Rad individuell anpassbar.
Alles in allem ein guter Wurf und dank potentem Fahrwerk und ProGeo bleibt das Rad individuell anpassbar.
Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.
Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.

Rose Pikes Peak im Test: Mit seinem neuen Pikes Peak will Rose ein neues Kapitel in der Fahrradentwicklung aus Bocholt eröffnen. Ein Rahmen, zwei Einsatzbereiche, in Geometrie und Kinematik auf die Vorlieben anpassbar. Wir haben alle Infos und einen ersten Fahreindruck für euch.

Rose Pikes Peak – kurz & knapp

Da, wo es bewegt werden soll: Unser Rose Pikes Peak Testmodell in Größe L
# Da, wo es bewegt werden soll: Unser Rose Pikes Peak Testmodell in Größe L

Dank zweier Versionen und der Verstellbarkeit des Rahmens soll das Pikes Peak einen sehr breiten Einsatzbereich abdecken. Von hartem Enduro- bis hin zum moderaten Trail-Einsatz soll für jeden die ideale Abstimmung möglich sein.

  • Laufradgröße: 27,5″
  • All Mountain oder Enduro-Version
  • Geometrie und End-Progressions Verstellung via Progeo
  • Verfügbar in drei Rahmengrößen: S, M, L
  • Verfügbar in drei Ausstattungsvarianten pro Version

Preis: 3.399 € – 4.799 € (UVP) | Bikemarkt: Rose Pikes Peak kaufen

Rose Pikes Peak am Trail von MSTRCHRSMehr Mountainbike-Videos

Technische Daten

  • Laufradgröße: 27,5″
  • Einbaumaße: Boost 110 x 15 mm, 148 x 12 mm
  • Federweg Enduro v/h: 160/166 mm
  • Federweg All Mountain v/h: 150/150 mm
  • Dämpfermaße Enduro: 205 x 65 mm
  • Dämpfermaße All Mountain: 205 x 60 mm
  • Dämpferaufnahme: Trunnion
  • Tretlager: PF30
  • Kettenführungsaufnahme: ISCG05
  • Steuerrohr: Tapered mit integriertem Steuersatz
  • Bremsaufnahme: PM180 mm
  • Lager: Enduro Bearings
  • Rahmengewicht: 2369 g (inkl. Hardware, ohne Dämpfer)
  • Komplettbikegewicht: 13,22 kg Enduro; 12,30 kg All Mountain (beide Größe M)

Rahmendetails

Am Rose Pikes Peak finden sich einige interessante Details. Heraus sticht dabei aber vor allem die ProGeo-Verstellung.

ProGeo

Bei ProGeo handelt es sich um ein patentiertes, von Rose Entwickler Max Sistenich entwickeltes System zur Verstellung von Progression und Geometrie. Dabei wurde der Fokus vor allem auf leichte und schnelle Verstellbarkeit sowie eine hohe Anwenderfreundlichkeit gelegt. Anders als bei vergleichbaren Systemen auf dem Mark ist es nicht notwendig, den Dämpfer aus dem Rahmen zu nehmen und eine Bedienungsanleitung für die genaue Anpassung mitzuführen. In wenigen Sekunden lässt das System einen Geometriewechsel am Trail zu:

  1. Schraube bis zum Anschlag aufdrehen
  2. Chip bis zum Anschlag zum Rahmen drücken
  3. Chip nach links drehen, bis zur gewünschten Position
  4. Druck wegnehmen, Chip einrasten lassen
  5. Schraube schließen

Vier verschiedene Einstellungen gibt es:

  • Slack/Mid
  • Slack/Low
  • Steep/High
  • Steep/Mid
Vier verschiedene Modi sollen das Rad für verschiedene Einsatzbereiche optimieren
# Vier verschiedene Modi sollen das Rad für verschiedene Einsatzbereiche optimieren
Drei Progressions-Stufen sind einstellbar
# Drei Progressions-Stufen sind einstellbar

Auf die Geometrie wirkt sich der Wechsel von Slack auf Steep umfassend aus: Lenk- und Sitzwinkel werden um 1° steiler, das Tretlager steigt um etwa 12 mm. Auch der Reach verlängert sich beim Wechsel – die genauen Daten können aus den Geometriedaten entnommen werden.
Auch die Progression ändert sich von 11 % im High-Modus auf 7 % im Mid- und 4 % im Low-Modus.

ProGeo als Explosionsdarstellung...
# ProGeo als Explosionsdarstellung...
...und im Schnittbild
# ...und im Schnittbild

Lagerung

Wer Umwerfer fahren will, wird beim Pikes Peak enttäuscht. Rose geht mit der Zeit und verzichtet komplett auf die Umwerfermontage. Natürlich zieht man aus dem Platzgewinn seine Vorteile: Anstatt superkurze Kettenstreben zu verwirklichen, stützt Rose seine Lagerung sehr viel breiter ab und verwendet größere Lager. Neben einem Steifigkeits-Gewinn soll dadurch auch die Lebensdauer der Lager erhöht werden. Außerdem wurde viel Platz für den Reifen geschaffen: 2,5″ Reifen sollen locker passen.

Genug Reifenfreiheit für breite Reifen und matschige Bedingungen
# Genug Reifenfreiheit für breite Reifen und matschige Bedingungen

Weitere Details

In Zeiten von Carbon-Rahmen fast schon Pflicht: Rahmenschoner. Auch am Rose Pikes Peak kommen diese an Unterrohr und Kettenstrebe zum Einsatz und sollen so den leichten Kohlefaser-Rahmen schützen. Bei der Zugführung setzt Rose auf Anwenderfreundlichkeit. Etwa 80 g mehr bringt diese Lösung mit sich, soll aber allen Schraubern viel Zeit und Nerven ersparen. Ins Carbon einlaminierte Liner helfen dabei, die Züge einfach durch den Rahmen zu schieben, ohne Nervenzusammenbruch und Rahmen aufbohren.

Geometrie

Auch bei der Geometrie wurden andere Ansätze gewählt: Anstatt der typischen 4 Größen von S bis XL wurde auf den XL-Rahmen verzichtet. Dafür wurden die Rahmen etwas in die Länge gezogen. Mein L-Rahmen kommt in Steep/High mit 482 mm Reach – ein typischer Wert für moderne XL Rahmen. In der Slack/Mid Position, die ich für die Abfahrt wähle, sinkt der Reach auf 472 mm. Rose empfiehlt hier Fahrern, die normalerweise zwischen den Größen stehen, den kleineren Rahmen. Wer sich für das größere Modell entscheidet, soll dank 35 mm Vorbau trotzdem eine entspannte Sitzposition bekommen.

Geometrietabellen zum Ausklappen

Screenshot 2017-06-26 18.31
# Screenshot 2017-06-26 18.31

Screenshot 2017-06-26 18.31
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Screenshot 2017-06-26 18.31
# Screenshot 2017-06-26 18.31

Ausstattung

Um ein so breites Anwendungsfeld abzudecken sind verschiedene Ausstattungsvarianten nötig. Der Unterschied zwischen Enduro und All Mountain Bike liegt vor allem am Fahrwerk: Während beim Enduro eine 160 mm Federgabel und ein 230 x 65 mm Metric Dämpfer verwendet werden, setzt man beim All Mountain auf eine 150 mm Federgabel und einen 230 x 60 mm Dämpfer. So wird die Geometrie nur durch die unterschiedliche Bauhöhe der Gabel verändert, der Federweg wird durch den kürzeren Dämpferhub aber begrenzt. Es ist also durch einen Dämpferwechsel möglich, 10 mm mehr oder weniger aus dem Rahmen zu holen.

All Mountain- oder Enduro-Einsatz? Deine Entscheidung
# All Mountain- oder Enduro-Einsatz? Deine Entscheidung
Der Rahmen ist der gleiche, durch einen Dämpferwechsel lässt sich auch nachträglich auf das andere Konzept wechseln
# Der Rahmen ist der gleiche, durch einen Dämpferwechsel lässt sich auch nachträglich auf das andere Konzept wechseln

Die restliche Ausstattung lässt kaum Wünsche offen. Sollten doch individuelle Vorlieben umgesetzt werden, kann im Konfigurator von Rose umgebaut werden. Dabei sind dem Kunden kaum Grenzen gesetzt: Während im Konfigurator selbst schon viele Vorschläge angezeigt werden, kann der Endverbraucher auf Nachfrage auch alle anderen im Rose-Sortiment erhältlichen Teile ans Rad bauen lassen.

In der Hand

Optisch geht Rose mit dem Pikes Peak einen großen Schritt nach vorne. Ein hübscher Carbon-Rahmen, der dank intern verlegter Züge sehr clean aussieht, bildet die Basis. Grafisch geht man einen spartanischen Weg: Auf der Antriebsseite trägt das Rad nur seinen Namen am Unterrohr, am Steuerrohr befindet sich das Rose-Logo. Auffällig ist dafür die Farbkombination: Klarlackiertes Carbon trifft auf ein grelles Grün.

Die Sitzstreben laufen in einer Linie mit dem Oberrohr – ein kleines, aber hübsches Detail
# Die Sitzstreben laufen in einer Linie mit dem Oberrohr – ein kleines, aber hübsches Detail

Wie bereits angemerkt, verlaufen die Züge im Inneren des Rahmens. In der Kettenstrebe ist der Schaltzug sauber integriert und beugt so Kontakt mit Kette oder Kettenblatt vor. Auch der restliche Tretlagerbereich macht einen ordentlichen Eindruck. Rose verzichtet komplett auf die Umwerferaufnahme und hat lediglich eine ISCG 05-Aufnahme für Kettenführungen am Pressfit-Tretlager angebracht.

Der Tretlagerbereich wirkt trotz ProGeo nicht überladen
# Der Tretlagerbereich wirkt trotz ProGeo nicht überladen

Dezente Grafiken treffen auf knallige Farbe
# Dezente Grafiken treffen auf knallige Farbe
Neben dem Rose-Logo laufen die Züge ins Rahmeninnere.
# Neben dem Rose-Logo laufen die Züge ins Rahmeninnere.
Die Zugführung am Rose Pikes Peak ist auf Anwenderfreundlichkeit optimiert und wirkt durchdacht
# Die Zugführung am Rose Pikes Peak ist auf Anwenderfreundlichkeit optimiert und wirkt durchdacht

Rose Pikes Peak auf dem Trail

Im Zuge der Vorstellung hatten wir die Gelegenheit, das Bike in der EN 3 Top-Version über die Trails rund um Kronplatz zu scheuchen. Das Testbike in Größe L unterscheidet sich in einem Punkt vom Serienrad: Im Testmodell kommt eine 150 mm Reverb zum Einsatz, während im Serienrad bei Rahmengröße L die Stütze mit 170 mm Hub zum Einsatz kommt. Die Fox 36 Federgabel fahre ich mit 85 psi (15 % SAG) und den Float X2 mit 230 psi (20 % SAG), um auf eine angenehme Balance zwischen Front und Heck zu kommen.

Bevor es losgeht, wird noch angepasst. Fahrwerk, Bremsen, Reifendruck und das Cockpit werden auf gewohnte Parameter eingestellt
# Bevor es losgeht, wird noch angepasst. Fahrwerk, Bremsen, Reifendruck und das Cockpit werden auf gewohnte Parameter eingestellt

Uphill

Wir legen los auf einem flachen Asphalt-Zubringer, der uns zum ersten Uphill des Tages bringt. Zunächst fahre ich ProGeo in der Steep/High Einstellung. Nach wenigen Metern greife ich zum Dämpfer und lege den Two-Position Hebel um, da das Bike im offenen Modus etwas wippt. Mit rundem Tritt und zugeschalteter Plattform ist der Hinterbau ruhig. Meine Sitzposition ist angenehm: nicht zu sportlich, nicht zu aufrecht. Der Sattel ist etwa auf einer mittleren Position eingestellt, hier ist also noch etwas Spielraum für individuelle Vorlieben. Lediglich der Sitzwinkel stört mich etwas. Mit 93 cm Schrittlänge muss ich am L Bike ordentlich Sattelstützen-Auszug fahren und positioniere mich dadurch etwas hinter dem Tretlager.

Unser Uphill wird zunehmend steiler und wir bewegen uns zwischen Asphalt, Trail und Forstweg. Wird der Tritt unrunder, neigt der Hinterbau wieder etwas zum Wippen. Auf natürlichen Böden bietet das Heck dafür ordentlich Traktion und folgt dem Untergrund sehr gut. Unfahrbar anmutende technische Sektionen über nasse Wurzeln klappen überraschend gut. Auch der Komfort kommt nicht zu kurz: Zur Uphill-Performance tragen auch das geringe Gewicht und der leicht rollende Hinterreifen bei. Ein Bergsprinter ist das Rose Pikes Peak nicht, am wohlsten fühlt es sich auf Uphills im Gelände.

Downhill

Die Paradedisziplin des Rose Pikes Peak? Zunächst fahren wir einen langen und vielseitigen natürlichen Trail, im Anschluss geht es noch in den Bikepark. Für den Weg ins Tal wird das ProGeo auf Slack/Mid gestellt. Ein harter Huck to Flat nach wenigen Metern fordert direkt das Fahrwerk: Kein spürbarer Durchschlag. Der Blick auf die SAG-Ringe an Gabel und Dämpfer zeigt, dass noch genügend Reserven vorhanden sind. Am Heck fehlt ein ganzer Zentimeter zum Durchschlag. Um an dieser Stelle vorzugreifen: Tiefer in den Federweg habe ich den Dämpfer nicht gebracht.

Das Fahrwerk fühlt sich sehr ausgewogen an und verzeiht dank guter Endprogression auch harte Landungen
# Das Fahrwerk fühlt sich sehr ausgewogen an und verzeiht dank guter Endprogression auch harte Landungen

Unser Trail schlängelt sich über technische Sektionen, durch offene Kurven und füttert uns von Zeit zu Zeit mit ruppigen Sektionen. Im Vergleich zu Bikes mit ähnlichen Reach-Werten fühlt sich das Pikes Peak nicht beengt an: Der Fahrer hat Platz zum Arbeiten. So steigt das Vertrauen ins Bike und die Geschwindigkeiten steigen. Regen am Morgen hat für perfekten Grip gesorgt, das Heck neigt durch die kurze Kettenstrebe trotzdem gelegentlich zum Driften. Hier spielt auch der Hinterreifen eine Rolle, der durch die dünnere Snakeskin-Karkasse bei Belastung gerne nachgibt. Auf dem Vorderrad lastet genug Druck, es hält die Spur, das Rad neigt nicht zum Untersteuern. Das Pikes Peak fühlt sich rein von Größe und Balance gut an, eine XL-Option wäre aber durchaus spannend.

Kurve unsauber erwischt? Hier neigt das Hinterrad zum Ausbrechen
# Kurve unsauber erwischt? Hier neigt das Hinterrad zum Ausbrechen
Viel Druck am Vorderrad und eine gute Lenkpräzision sorgen für Kontrolle
# Viel Druck am Vorderrad und eine gute Lenkpräzision sorgen für Kontrolle

Ähnlich wie von der Federgabel gewohnt arbeitet der Hinterbau Schläge effizient weg und kann sich schnell genug davon erholen. Die Fahrwerksbalance ist sehr angenehm, weder die Front noch das Heck neigen zu unkontrolliertem Wegsacken und damit zu Kontroll- oder Gripverlust. Schnelle und ruppige Sektionen stellen das Rad vor keine große Herausforderung, es liegt trotz wenig SAG und geringem Gewicht sehr ruhig.

Weiter geht es in den Bikepark – wie kann das Rad auf Sprüngen und in Anliegerkurven performen? Geringes Gewicht hat seine Vor- und Nachteile bei Lufteinlagen. Ein schweres Rad fliegt im Normalfall sicherer als ein leichtes. Das Rose Pikes Peak lässt sich von der Physik aber nicht beeindrucken und fliegt überraschend stabil. Dabei lässt es sich trotzdem gut bewegen und lässt den Trail zum Spielplatz werden. Dank Pop im Fahrwerk springt man gerne auch mal etwas weiter als geplant, hier rettet die hohe Endprogression den Fahrer aber.

Mit der Druckstufeneinstellung am Dämpfer lässt sich auch für Anliegerfahrten mit Nachdruck genügend Gegenhalt erzeugen
# Mit der Druckstufeneinstellung am Dämpfer lässt sich auch für Anliegerfahrten mit Nachdruck genügend Gegenhalt erzeugen
Auch in der Luft fühlt sich das Rad spürbar wohl und lädt zu spaßigen Manövern ein
# Auch in der Luft fühlt sich das Rad spürbar wohl und lädt zu spaßigen Manövern ein

Geht es mit Druck in Kurven, lässt sich das Fahrwerk aber schließlich doch aus der Reserve locken. Das Heck neigt hier zum Durchsacken, der Fahrer kann aber mit der Druckstufendämpfung des Float X2 gegensteuern.

Was ist aber mit ProGeo?

Im Laufe der Fahrt wurde mehrmals gewechselt, um das System auf die Probe zu stellen. Lohnt es sich, das Multitool auszupacken und das System zu verstellen? Ja, im Uphill hilft der steilere Sitzwinkel und das höhere Tretlager spürbar, bergab fühlt sich das Bike im flachen Setting eine Ecke sicherer an. ProGeo wurde entwickelt, um es aktiv am Trail zu nutzen und auf Gruppenausfahrten bietet sich immer mal die Gelegenheit, das System schnell zu verstellen, während der Kollege noch einen Müsliriegel einwirft oder seine Knieschoner anzieht. Im Dreckeinsatz sollte sich ProGeo direkt beweisen, Knarzen konnte nicht festgestellt werden. Dank der schnellen Verstellbarkeit ein praktisches und gelungenes Feature.

Tuning-Möglichkeiten

Wie bereits beschrieben öffnet der Konfigurator von Rose vielfältige Möglichkeiten zum Tunen. Kleinere Fahrer oder Fahrer mit schmalen Schultern können hier auf einen schmaleren Lenker wechseln. Der verbaute 800 mm-Lenker in Kombination mit den Ergon-Griffen, die zusätzlich etwas auftragen, ist auf engen Trails eine Spur zu breit. Aggressive Fahrer oder Fahrer, die in anspruchsvollem Gelände unterwegs sind, können durch einen Reifenwechsel noch zusätzliches Potential aus dem Rad schöpfen. Hier würden wir zu Reifen mit einer dickeren Karkasse als der Schwalbe Snakeskin greifen.

Haltbarkeit

Im kurzen Testzeitraum konnten keine Mängel am Rad selbst festgestellt werden. Der Hinterreifen hat ein kleines Loch abbgekommen, das wieder abgedichtet werden konnte.

Fazit zum Rose Pikes Peak

Ein guter Wurf? Ja! Das Rose Pikes Peak trumpft mit modernen Ansätzen bei Geometrie und Technologie auf. Das Enduro glänzt bergauf vor allem im Gelände. Auf dem Weg ins Tal vermittelt das stimmige Gesamtkonzept Sicherheit und lädt dazu ein, die Bremsen offen zu lassen. Dank des Fahrwerks schafft das Rad einen guten Mittelweg zwischen spritzigem Spaßrad und satter Trail-Walze. Via ProGeo lässt das Rad eine Optimierung für eine Vielzahl an Fahrstilen zu und hat so das Potential, eine breite Zielgruppe glücklich zu machen.

Alles in allem ein guter Wurf und dank potentem Fahrwerk und ProGeo bleibt das Rad individuell anpassbar.
# Alles in allem ein guter Wurf und dank potentem Fahrwerk und ProGeo bleibt das Rad individuell anpassbar.

Stärken

  • Fahrwerk und Endprogression
  • Geometrie
  • Funktion ProGeo

Schwächen

  • Wippt bergauf etwas
  • Sitzwinkel etwas flach

Testablauf

Wir sind das Rose Pikes Peak in verschiedenstem Terrain gefahren und haben im Zuge dessen mehrmals die verschiedenen ProGeo Modi ausprobiert.

Hier haben wir das Rose Pikes Peak getestet

  • Kronplatz, Italien: schnelle, teils steile Naturtrails, Bikeparktrails, steile und technische Uphills

Testerprofil

Testerprofile ausklappen

Christoph Spath

  • Testername: Christoph Spath
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht: 65 kg
  • Gewicht (fahrfertig): 70 kg
  • Schrittlänge: 94 cm
  • Armlänge: 60 cm
  • Oberkörperlänge: 49 cm
  • Fahrstil: Schnell bergauf und bergab, sauber, selten überm Limit
  • Ich fahre hauptsächlich: Von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Viel Low Speed-Compression am Dämpfer, Front etwas straffer als das Heck, hinten gerne progressiv
  • Vorlieben bei der Geometrie: Vorne lang, hinten je nach Einsatzbereich kurz bis mittellang, flach

Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
# Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.
# Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.

Weitere Informationen zum Rose Pikes Peak

Webseite: www.rosebikes.de
Text & Redaktion: Christoph Spath | MTB-News.de 2017
Bilder: Christoph Laue

  1. benutzerbild

    Domowoi

    dabei seit 11/2014

    @bartos0815 Ah, das wird es sein. Hatte ich gar nicht beachtet.
  2. benutzerbild

    2ndframe

    dabei seit 12/2014

    Der Test klingt ja gut.

    Leider lässt der Rahmen sich kaum noch von den gängigen Design (Specialized, YT, Cannondale Scalpel) etc unterscheiden.Auch wenn es an sich ein schöner Rahmen ist.
    Das Uncle Jimbo in raw hat mir da aber optisch besser gefallen. Es war zumindest deutlich als Rose-Bike zu erkennen.

    Auch eine Einschätzung des Testers, wie sich das Bike im Vergleich zum Jimbo fährt und wo auf dem Trail die Unterschiede liegen, wäre interessant gewesen.
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  4. benutzerbild

    Mr_Ned_Lebowski

    dabei seit 10/2011

    @ROSE Bikes Tech

    Meint ihr man kann einen Coil Dämpfer fahren, wenn die Kennlinien allgemein ja auch Luftdämpfer optimiert sind? So ein CC InLine Coil wäre schon nett...
  5. benutzerbild

    sideshowbob

    dabei seit 08/2003

    Klingt nach der perfekten Geo (Größe M) für mich als Sitzriese (181cm mit kurzer 83cm SL).
    Das neue Spectral und Jeffsy passen in der Höhe als M perfekt sind aber ein bisschen kurz. L ist wieder zu hoch!

    In der aktuellen Bike kommt das Rad ja auch super weg allerdings mit dem Hinweis "Könnte für schwere Fahrer zu weich sein"
    Aktuell 95kg Fahrfertigig ... Ist das "zu weich" für einen nicht Profi extrem spürbar? Würde in jedem Fall mit Pike nehmen.
    Was meint ihr dazu?
  6. benutzerbild

    Mr_Ned_Lebowski

    dabei seit 10/2011

    Dass du es probefahren solltest

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