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Das kurzhubigste VPP-Bike aus dem Hause Santa Cruz hört auf den Namen Tallboy
Das kurzhubigste VPP-Bike aus dem Hause Santa Cruz hört auf den Namen Tallboy - nun hat der 120 mm-Flitzer ein Upgrade inklusive kleinerer Änderungen und Staufach im Unterrohr bekommen.
Große Klappe, nix dahinter
Große Klappe, nix dahinter - neu ist die von anderen Modellen bereits bekannte Glove Box im Unterrohr. Der Verschluss-Mechanismus ist sehr durchdacht und im Unterrohr ist viel Platz.
Kleine Updates gibt es bei der Geometrie
Kleine Updates gibt es bei der Geometrie - neben steileren Sitzwinkeln wachsen nun auch die Kettenstreben mit. Außerdem verändert sich die Steifigkeit je nach Größe.
Das Tallboy ist unverkennbar ein Santa Cruz mit Lower Link VPP-System
Das Tallboy ist unverkennbar ein Santa Cruz mit Lower Link VPP-System - doch im Vergleich zu den großen Brüdern wie 5010, Hightower oder Bronson wirkt es eine Ecke filigraner und dynamischer. 130 mm an der Front und 120 mm am Heck sollen für viel Spaß auf dem Trail sorgen.
Die Kinematik wurde im Vergleich zum bisherigen Modell angepasst
Die Kinematik wurde im Vergleich zum bisherigen Modell angepasst - so soll der Hinterbau nun sensibler auf kleine Schläge reagieren und ein aktiveres Fahrverhalten bieten.
MY23 TALLBOY SALES PRESENTATION SCB MASTER
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MY23 TALLBOY SALES PRESENTATION SCB MASTER2
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Wie gewohnt hat man die Wahl zwischen C und CC-Rahmen
Wie gewohnt hat man die Wahl zwischen C und CC-Rahmen - letztere Ausführung spart Gewicht, reißt aber auch ein größeres Loch ins Portemonnaie. Die Farbe nennt sich übrigens Taupe. Das ist französisch und bedeutet Maulwurf.
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Namensgeber der von uns getesteten Version sind der SRAM GX AXS-Antrieb …
Namensgeber der von uns getesteten Version sind der SRAM GX AXS-Antrieb …
… und die Reserve 30 SL-Felgen.
… und die Reserve 30 SL-Felgen.
An unserem Bike waren im Gegensatz zur Serienversion vorne und auch hinten ein Maxxis Dissector montiert
An unserem Bike waren im Gegensatz zur Serienversion vorne und auch hinten ein Maxxis Dissector montiert - dieser Reifen passt gut zum Einsatzbereich des Bikes.
Ebenfalls anders als in Serie ist die verbaute OneUp Dropper Post
Ebenfalls anders als in Serie ist die verbaute OneUp Dropper Post - diese funktioniert tadellos und gewährleistet eine bessere Verfügbarkeit.
SRAM G2 RS-Bremsen sind stets bemüht, das Fahrrad zum Stillstand zu bringen.
SRAM G2 RS-Bremsen sind stets bemüht, das Fahrrad zum Stillstand zu bringen.
Der 800 mm breite Carbon-Lenker stammt aus dem Hause Santa Cruz.
Der 800 mm breite Carbon-Lenker stammt aus dem Hause Santa Cruz.
Für solche Trails ist das Santa Cruz Tallboy gemacht: Bergauf, bergab und alles dazwischen!
Für solche Trails ist das Santa Cruz Tallboy gemacht: Bergauf, bergab und alles dazwischen!
Bergauf klettert das Tallboy für Trail-Bike-Verhältnisse zügig
Bergauf klettert das Tallboy für Trail-Bike-Verhältnisse zügig - gleichzeitig bietet das Heck viel Traktion und reagiert sensibel auf Unebenheiten.
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Bergab gelingt dem Santa Cruz Tallboy eine sehr gute Balance zwischen schneller Effizienz und spaßigem Fahrverhalten
Bergab gelingt dem Santa Cruz Tallboy eine sehr gute Balance zwischen schneller Effizienz und spaßigem Fahrverhalten - insgesamt ist es trotz knapp bemessenem Federweg ganz klar der Trail-Kategorie zuzuordnen.
In unwegsamem Gelände sollte man lieber einen Gang rausnehmen, doch auch steilere und ruppige Abschnitte stellen das Tallboy vor keine allzu großen Herausforderungen.
In unwegsamem Gelände sollte man lieber einen Gang rausnehmen, doch auch steilere und ruppige Abschnitte stellen das Tallboy vor keine allzu großen Herausforderungen. - Wer es hier nicht ganz so eilig hat, bekommt mit dem Tallboy einen sehr soliden, spaßigen und souveränen Begleiter für alle möglichen Touren.
Die Änderungen sind gelungen, das Konzept geht auf und der Fahrspaß ist hoch
Die Änderungen sind gelungen, das Konzept geht auf und der Fahrspaß ist hoch - da kann man schon mal genüsslich das Kinn auf dem Sattel ablegen. Der Haken an der Sache ist der happige Preis, der wohl auch dafür sorgen wird, dass das Tallboy im Santa Cruz-Universum eher ein Nischen-Bike bleiben dürfte.

Neues Santa Cruz Tallboy 2023 im ersten Test: Nach Megatower, Nomad und Co. bekommt nun auch das kurzhubigste VPP-Bike aus dem Hause Santa Cruz ein Update inklusive Geometrie-Anpassungen und Stauraum im Unterrohr. Mit knackigen 120 mm Federweg am Heck will das Santa Cruz Tallboy nach wie vor das perfekte XC-Bike für alle Downhiller sein. Wir konnten es bereits testen.

Steckbrief: Santa Cruz Tallboy 2023

EinsatzbereichTrail
Federweg130 mm/120 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)13,8 kg
RahmengrößenXS, S, M, L, XL, XXL (im Test: L)
Websitewww.santacruzbicycles.com
Preisspanne5.399–10.999 €
Im Test: Santa Cruz Tallboy C GX AXS RSV
Preis: 9.099 €

Man kann Santa Cruz wahrlich nicht vorwerfen, dass sie in diesem Jahr das Thema Modellpflege nicht angegangen sind: Nach Megatower, Hightower, Nomad und 5010 ist das neue Santa Cruz Tallboy-Trail-Bike bereits das fünfte (!) Bike der Kalifornier, das für das neue Modelljahr ein umfassendes Update bekommt. Im Gegensatz zu den genannten Bikes hat sich der Federweg des jungen Lulatschs aber nicht verändert: Mit 130 mm an der Front und 120 mm am Heck ist das Santa Cruz Tallboy nach wie vor das kurzhubigste VPP-Bike im Line-up. Santa Cruz behauptet vom Tallboy, es sei das perfekte Cross-Country-Bike für alle Downhiller*innen – oder umgekehrt auch das perfekte Downhill-Bike für alle XCler. Santa Cruz-intern wird das Tallboy übrigens nicht als Down-Country-Modell gesehen, sondern als kurzhubiger Trail-Feger.

Wir konnten unmittelbar vor dem offiziellen Launch bereits die teuerste C-Variante mit SRAM GX AXS-Antrieb und Reserve Carbon-Laufrädern testen. Diese wandert für 9.099 € über die Ladentheke und wiegt in der von uns gefahrenen Größe L 13,8 kg (ohne Pedale). Insgesamt bietet Santa Cruz sechs verschiedene Versionen des neuen Tallboys in Deutschland an. Die Preise liegen zwischen 5.399 € und 10.999 €. Erhältlich ist das neue Tallboy ab Herbst 2022.

Das kurzhubigste VPP-Bike aus dem Hause Santa Cruz hört auf den Namen Tallboy
# Das kurzhubigste VPP-Bike aus dem Hause Santa Cruz hört auf den Namen Tallboy - nun hat der 120 mm-Flitzer ein Upgrade inklusive kleinerer Änderungen und Staufach im Unterrohr bekommen.
Diashow: Neues Santa Cruz Tallboy 2023 im ersten Test: Downhill trifft auf Cross-Country
Die Änderungen sind gelungen, das Konzept geht auf und der Fahrspaß ist hoch
MY23 TALLBOY SALES PRESENTATION SCB MASTER
Große Klappe, nix dahinter
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SRAM G2 RS-Bremsen sind stets bemüht, das Fahrrad zum Stillstand zu bringen.
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Diese Neuerungen bietet das Santa Cruz Tallboy 2023

  • Staufach im Unterrohr optimal für alle, die ohne Rucksack fahren wollen
  • Größenspezifische Anpassungen und Steifigkeit nicht nur die Geometrie, auch das Carbon-Layup verändert sich von Größe zu Größe
  • Überarbeitete Kinematik reduziertes Übersetzungsverhältnis zu Beginn des Federwegs, weniger Progression und reduzierter Anti-Squat
  • Leichte Veränderungen bei der Geometrie steilere Sitzwinkel und mitwachsende Kettenstreben
Große Klappe, nix dahinter
# Große Klappe, nix dahinter - neu ist die von anderen Modellen bereits bekannte Glove Box im Unterrohr. Der Verschluss-Mechanismus ist sehr durchdacht und im Unterrohr ist viel Platz.
Kleine Updates gibt es bei der Geometrie
# Kleine Updates gibt es bei der Geometrie - neben steileren Sitzwinkeln wachsen nun auch die Kettenstreben mit. Außerdem verändert sich die Steifigkeit je nach Größe.

Im Detail

Federwegstechnisch unterscheiden das Santa Cruz Tallboy und die TR-Ausführung des Santa Cruz Blurs gerade einmal 5 mm. Letzteres hat in diesem Jahr – allerdings mit verändertem Spec und reduziertem Federweg – unter Luca Braidot sogar zwei Erfolge im XC World Cup feiern können. Doch beim ähnlichen Federweg enden auch schon die Gemeinsamkeiten zwischen Tallboy und Blur. Das Santa Cruz Tallboy will auch 2023 das perfekte Cross-Country-Bike für alle Downhiller sein. Das Tallboy reiht sich als kleiner Bruder des ebenfalls kürzlich vorgestellten 145 mm-Allrounders Hightower ins Santa Cruz-Lineup ein (alles zum neuen Santa Cruz Hightower). Je nach Blickwinkel ist es entweder ein moderner Vertreter der Down-Country-Kategorie, oder eben ein kurzhubiges Trail-Bike. Wie dem auch sei: Bergauf wie bergab soll es viel Spaß machen, effizient zur Sache gehen, aber auch die nötigen Reserven für wilde Manöver bieten.

Das Tallboy ist unverkennbar ein Santa Cruz mit Lower Link VPP-System
# Das Tallboy ist unverkennbar ein Santa Cruz mit Lower Link VPP-System - doch im Vergleich zu den großen Brüdern wie 5010, Hightower oder Bronson wirkt es eine Ecke filigraner und dynamischer. 130 mm an der Front und 120 mm am Heck sollen für viel Spaß auf dem Trail sorgen.

Während der Federweg im Vergleich zur bisherigen Version nicht verändert wurde, hat Santa Cruz selbstredend die Kinematik des VPP-Hinterbaus verfeinert. Ein reduziertes Übersetzungsverhältnis zu Beginn des Federwegs in Kombination mit weniger Progression am Ende sorgen insgesamt für ein lineareres Heck. Laut Santa Cruz soll das dazu führen, dass das Tallboy etwas höher im Federweg steht als bisher, das Ansprechverhalten verbessert wird und insgesamt ein aktiveres Fahrverhalten entsteht. Gleichzeitig wurde der Anti-Squat auf der ersten Hälfte des Federwegs deutlich reduziert. Auch diese Maßnahme soll für ein sensibleres Heck bei kleinen Schlägen sorgen. Der kleine Flip Chip an der Umlenkwippe wirkt sich übrigens nicht nur auf die Geometrie aus, sondern beeinflusst auch die Kennlinie: Im flachen Setting ist das Heck progressiver.

Die Kinematik wurde im Vergleich zum bisherigen Modell angepasst
# Die Kinematik wurde im Vergleich zum bisherigen Modell angepasst - so soll der Hinterbau nun sensibler auf kleine Schläge reagieren und ein aktiveres Fahrverhalten bieten.
MY23 TALLBOY SALES PRESENTATION SCB MASTER
# MY23 TALLBOY SALES PRESENTATION SCB MASTER
MY23 TALLBOY SALES PRESENTATION SCB MASTER2
# MY23 TALLBOY SALES PRESENTATION SCB MASTER2

Die weiteren Neuerungen, die das Santa Cruz Tallboy für 2023 spendiert bekommt, kennt man bereits aus dem Hause Santa Cruz: Im Unterrohr ist nun ein praktisches Staufach, von den Kaliforniern liebevoll als Glove Box bezeichnet, integriert. Außerdem wurde die Geometrie überarbeitet, wenngleich die Änderungen hier eher homöopathischer Natur sind. Einzige Ausnahme ist hier das mitwachsende Heck. Damit Fahrer*innen aller Körpergrößen ein identisches Fahrgefühl bekommen, hat Santa Cruz obendrein das Carbon-Layup und somit den Flex jeder Rahmengröße angepasst. Keine Überraschungen gibt es hingegen bei der Laufradgröße: Hier bleibt Santa Cruz 29″ treu. Die Option, ein Mullet-Setup zu fahren, gibt es nicht. Für alle Fans unterschiedlich großer Laufräder hat Santa Cruz mit dem kürzlich präsentierten 5010 (zum Artikel: Santa Cruz 5010 im ersten Test) aber ebenfalls die passende Alternative im Angebot.

Wie gewohnt hat man die Wahl zwischen C und CC-Rahmen
# Wie gewohnt hat man die Wahl zwischen C und CC-Rahmen - letztere Ausführung spart Gewicht, reißt aber auch ein größeres Loch ins Portemonnaie. Die Farbe nennt sich übrigens Taupe. Das ist französisch und bedeutet Maulwurf.

Interne Führungen für alle Kabel sind ebenso selbstverständlich an Board wie ein geschraubtes Tretlager und ein großflächiger Schutz des Hinterbaus. Die maximale Reifenfreiheit am Heck beträgt 2,5″. Vorn ist das neue Tallboy mit Federgabeln bis 140 mm kompatibel. Damit man sich keine Sorgen machen muss, bietet Santa Cruz eine lebenslange Garantie auf den Rahmen. Zum Launch gibt es das Santa Cruz Tallboy 2023 ausschließlich in Carbon – wie gewohnt in den beiden Sorten C (schwerer, dafür günstiger) oder CC (geringeres Gewicht bei gleicher Stabilität).

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Geometrie

Es gleicht fast schon einer Sensation: Das neue Santa Cruz Tallboy ist im direkten Vergleich mit der bisherigen Version weder signifikant länger, noch ist der Lenkwinkel flacher geworden. In Zahlen bedeutet das: Im flachen Setting liegt der Lenkwinkel bei 65,5°, die Reach-Werte liegen je nach Rahmengröße zwischen 405 und 520 mm und sind moderat lang. Das Heck wächst nun aber über alle Rahmengrößen hinweg stetig an (431 bis 444 mm) und auch die Sitzwinkel werden nun mit zunehmender Rahmengröße etwas steiler. Per Flip Chip lässt sich die Geometrie außerdem leicht beeinflussen.

Rahmengröße XS
S
M
L
XL
XXL
Laufradgröße 29″ 29″ 29″ 29″ 29″ 29″
Reach 403 mm405 mm 428 mm430 mm 453 mm455 mm 473 mm475 mm 493 mm495 mm 518 mm520 mm
Stack 603 mm601 mm 612 mm610 mm 621 mm619 mm 630 mm628 mm 648 mm646 mm 658 mm656 mm
STR 1,501,48 1,431,42 1,371,36 1,331,32 1,311,31 1,271,26
Lenkwinkel 65,5°65,7° 65,5°65,7° 65,5°65,7° 65,5°65,7° 65,5°65,7° 65,5°65,7°
Sitzwinkel, effektiv 75,7°76° 76°76,3° 76,4°76,7° 76,6°76,8° 76,8°77° 76,8°77,1°
Oberrohr 556 mm555 mm 580 mm579 mm 603 mm602 mm 623 mm622 mm 645 mm644 mm 671 mm
Steuerrohr 95 mm 105 mm 115 mm 125 mm 145 mm 155 mm
Sitzrohr 370 mm 380 mm 405 mm 430 mm 460 mm 500 mm
Überstandshöhe 676 mm680 mm 691 mm693 mm 693 mm696 mm 695 mm698 mm 695 mm698 mm 698 mm701 mm
Kettenstreben 431 mm430 mm 431 mm430 mm 434 mm433 mm 438 mm437 mm 440 mm439 mm 444 mm443 mm
Tretlagerabsenkung 41 mm38 mm 41 mm38 mm 41 mm38 mm 41 mm38 mm 41 mm38 mm 41 mm38 mm
Tretlagerhöhe 332 mm335 mm 332 mm335 mm 332 mm335 mm 332 mm335 mm 332 mm335 mm 332 mm335 mm
Federweg (hinten) 120 mm 120 mm 120 mm 120 mm 120 mm 120 mm
Federweg (vorn) 130 mm 130 mm 130 mm 130 mm 130 mm 130 mm

Ausstattung

In Deutschland bietet Santa Cruz das neue Tallboy in sechs verschiedenen Varianten an. Die Preise für die C-Versionen liegen dabei zwischen 5.399 € und 9.099 €. Wer die leichtere CC-Ausführung haben möchte, hat die Wahl aus zwei Modellen für 8.899 € oder 10.999 €. Alle Varianten sind mit Fox Float DPS-Dämpfern ausgestattet, an fünf der sechs Varianten ist vorn eine RockShox Pike-Federgabel verbaut. Die Schaltung kommt stets aus dem Hause SRAM. Bei den Reifen setzt Santa Cruz durchweg auf die schnell rollende Kombination aus Maxxis Dissector und Recon. Das von uns getestete Tallboy C GX AXS mit Reserve-Laufrädern aus Carbon wiegt 13,8 kg und hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 9.099 €.

  • Federgabel RockShox Pike Select+ (130 mm)
  • Dämpfer Fox Float Performance DPS (120 mm)
  • Antrieb SRAM GX AXS
  • Bremsen SRAM G2 RS
  • Laufräder Reserve 30 ISL / Industry 9 1/1
  • Reifen Maxxis Dissector / Maxxis Rekon
  • Cockpit Santa Cruz 35 Carbon Bar (800 mm) / Burgtec Enduro MK3 (42 mm)
  • Sattelstütze RockShox Reverb (175 mm)

MY23 TB profilesMatteTaupe MY23 TB profilesGlossUltraBl

Erhältlich ist das neue Santa Cruz Tallboy 2023 in den beiden Farben Matte Taupe und Gloss Ultra Blue. Benutze den Slider, um dir selbst einen Eindruck zu vermitteln!

Namensgeber der von uns getesteten Version sind der SRAM GX AXS-Antrieb …
# Namensgeber der von uns getesteten Version sind der SRAM GX AXS-Antrieb …
… und die Reserve 30 SL-Felgen.
# … und die Reserve 30 SL-Felgen.
An unserem Bike waren im Gegensatz zur Serienversion vorne und auch hinten ein Maxxis Dissector montiert
# An unserem Bike waren im Gegensatz zur Serienversion vorne und auch hinten ein Maxxis Dissector montiert - dieser Reifen passt gut zum Einsatzbereich des Bikes.
Ebenfalls anders als in Serie ist die verbaute OneUp Dropper Post
# Ebenfalls anders als in Serie ist die verbaute OneUp Dropper Post - diese funktioniert tadellos und gewährleistet eine bessere Verfügbarkeit.
SRAM G2 RS-Bremsen sind stets bemüht, das Fahrrad zum Stillstand zu bringen.
# SRAM G2 RS-Bremsen sind stets bemüht, das Fahrrad zum Stillstand zu bringen.
Der 800 mm breite Carbon-Lenker stammt aus dem Hause Santa Cruz.
# Der 800 mm breite Carbon-Lenker stammt aus dem Hause Santa Cruz.

Auf dem Trail

Wir hatten kurz vor dem Launch die Möglichkeit, das neue Santa Cruz Tallboy 2023 für eine kurze Ausfahrt auf unseren Hometrails in Bad Kreuznach bei frühherbstlichen Bedingungen zu entführen. Für einen aussagekräftigen Test war die Runde definitiv zu kurz – es war uns aber zumindest möglich, beim ersten Date den Charakter des kurzhubigen Spaßgeräts etwas näher kennenzulernen.

Für solche Trails ist das Santa Cruz Tallboy gemacht: Bergauf, bergab und alles dazwischen!
# Für solche Trails ist das Santa Cruz Tallboy gemacht: Bergauf, bergab und alles dazwischen!

Bergauf hinterlässt das Santa Cruz Tallboy einen soliden Eindruck. Auch im flacheren der beiden Geometrie-Settings nimmt man eine zentrale, aber nicht zu aufrechte Sitzposition ein und sitzt leicht gestreckt – optimal für längere Touren, aber auch den ein oder anderen effizienten Zwischensprint. Der Hinterbau ist dabei zwar nicht ganz antriebsneutral, überzeugt dafür aber mit viel Traktion. Für längere Asphalt-Anstiege könnte sich ein Griff tief nach unten an den Plattform-Hebel des Dämpfers lohnen – wir haben uns die Mühe allerdings gespart.

Bergauf klettert das Tallboy für Trail-Bike-Verhältnisse zügig
# Bergauf klettert das Tallboy für Trail-Bike-Verhältnisse zügig - gleichzeitig bietet das Heck viel Traktion und reagiert sensibel auf Unebenheiten.

Besonders in seinem Element ist das Santa Cruz Tallboy dann auf flowigen, naturbelassenen und nicht allzu groben Singletrails. Trotz knappem Federweg am Heck macht der Taupe-farbene Flitzer schnell klar, dass er eher in Richtung Trail als Down Country geht – was beim Blick auf die Ausstattung, aber auch in Anbetracht des Gewichts keine große Überraschung ist. Das VPP-Heck macht dabei eine souveräne Figur: Sensibel reagiert es auf kleine bis mittlere Schläge, ohne die 120 mm Federweg zu großzügig freizugeben. Auch verpatzte Fahrmanöver oder unsaubere Linien bringen das Tallboy nicht wirklich aus der Ruhe.

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# 20220916120423 Tallboy5 mtbnews DSC02752
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# 20220916114323 Tallboy5 mtbnews DSC02658

Die Geometrie, die insgesamt modern, aber in keine Richtung zu extrem ausfällt, harmoniert gut mit dem Gesamtkonzept des Tallboys. So hat man bergab nicht das Gefühl, auf einem aufgebohrten XC-Boliden mit dem Messer zwischen den Zähnen um Traktion zu kämpfen – und auch von einem Vollgas-Abfahrer grenzt sich das Tallboy entschieden ab. So geht das Tallboy unserem ersten Eindruck nach in eine Richtung, die uns auch schon beim YT Izzo in unserem Trail-Bike-Vergleichstest 2022 sehr überzeugen konnte. Von einem Rad wie dem Canyon Spectral 125, das auf dem Papier nur 5 mm oberhalb des Tallboys liegt, unterscheidet sich das Santa Cruz aber im ersten Kontakt doch spürbar.

Bergab gelingt dem Santa Cruz Tallboy eine sehr gute Balance zwischen schneller Effizienz und spaßigem Fahrverhalten
# Bergab gelingt dem Santa Cruz Tallboy eine sehr gute Balance zwischen schneller Effizienz und spaßigem Fahrverhalten - insgesamt ist es trotz knapp bemessenem Federweg ganz klar der Trail-Kategorie zuzuordnen.

Innerhalb des sehr breiten Santa Cruz-Portfolios hat das Tallboy auch in der neusten Generation also eine absolute Daseinsberechtigung. Das neue 5010 mag verspielter sein, das Hightower bietet mehr Federweg und an die Effizienz eines Down-Country-Bikes wie dem Blur TR kommt das Tallboy mit Sicherheit nicht heran. Doch es dürfte nach wie vor der König der Feierabend-Runde sein. Mit diesen schönen Worten hat Kollege Stefanus die bisherige Version im Tallboy-Test beschrieben. Und doch haben wir wie immer etwas zu meckern: Der große Junge ist definitiv auf der schweren Seite, aber vor allem tun Komponenten wie eine RockShox Pike Select+ an einem Bike für 9.099 € einfach sehr weh. Mountainbikes sind teuer, Santa Cruz ist teuer, das Jahr 2022 ist besonders teuer, keine Frage. Bisher hat die absolute Spitzen-Version des Tallboys allerdings gerade einmal 700 € mehr gekostet – und dafür hat man den leichteren CC-Rahmen, ein Fox Factory-Fahrwerk und einen X01-Antrieb bekommen.

In unwegsamem Gelände sollte man lieber einen Gang rausnehmen, doch auch steilere und ruppige Abschnitte stellen das Tallboy vor keine allzu großen Herausforderungen.
# In unwegsamem Gelände sollte man lieber einen Gang rausnehmen, doch auch steilere und ruppige Abschnitte stellen das Tallboy vor keine allzu großen Herausforderungen. - Wer es hier nicht ganz so eilig hat, bekommt mit dem Tallboy einen sehr soliden, spaßigen und souveränen Begleiter für alle möglichen Touren.

Erster Eindruck: Santa Cruz Tallboy 2023

Auch in der neuen Auflage bleibt das Santa Cruz Tallboy seiner DNA treu und hat als kurzhubiger Allrounder das Potenzial, der König des Hometrails zu sein. Die Änderungen zum Vorgänger halten sich allerdings in Grenzen, auch wenn der Stauraum im Unterrohr schön umgesetzt und ein sehr praktisches Feature ist.

Die Änderungen sind gelungen, das Konzept geht auf und der Fahrspaß ist hoch
# Die Änderungen sind gelungen, das Konzept geht auf und der Fahrspaß ist hoch - da kann man schon mal genüsslich das Kinn auf dem Sattel ablegen. Der Haken an der Sache ist der happige Preis, der wohl auch dafür sorgen wird, dass das Tallboy im Santa Cruz-Universum eher ein Nischen-Bike bleiben dürfte.

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Testablauf

Wir konnten das Santa Cruz Tallboy 2023 auf einer knackigen Hometrail-Runde bei frühherbstlichen Bedingungen in Bad Kreuznach antesten. Alle Höhenmeter wurden dabei standesgemäß aus eigener Kraft erstrampelt.

Hier haben wir das Santa Cruz Tallboy 2023 getestet

  • Bad Kreuznach Naturbelassene Trails mit einem Mix aus Waldboden, Wurzeln und steinigen Passagen.
Tester-Profil: Moritz Zimmermann
61 cm93 kg85 cm61 cm186 cm
Moritz ist seit vielen Jahren auf dem Mountainbike unterwegs – vor allem auf Enduro- und Trailbikes, gerne aber auch im Bike Park.
Fahrstil
Räder auf dem Boden, saubere Linienwahl
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
relativ straff mit viel Dämpfung, Heck eher langsam
Vorlieben bei der Geometrie
mittellanges Oberrohr, hoher Stack, lange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    robzo

    dabei seit 11/2013

    Nachdem du jetzt zweimal Rennen erwähnt hast - wo war SC da jemals stark vertreten? "Direkt runterpflügen" scheinst du nicht zu meinen.
    Luca Braidot und Maxime Marotte mal googeln.
  2. benutzerbild

    Hammer-Ali

    dabei seit 11/2016

    Ja so blöd es wirklich erstmal klingt, es sind meistens leicht kauzig anmutende Leute mit blitzblanken Rädern und Ausrüstung. Alles voller Poc Zeug von oben bis unten, knallroten Köppen entweder am schleichen oder einfach rumhängen mitten im Trail! Hier in Hamburg und Umgebung haben wir eine enorme snob dichte, und dank MTB Trend schwappen diese heroisch anmutenden Weekend warrior’s immer in die umliegenden Wälder. bei Sonnenschein meistens nur. Gottseidank…
    Ganz so dramatisch hab ich das hier in Hamburg bisher nicht wahrgenommen obwohl ich regelmäßig in den HaBe unterwegs bin, aber gut.. smilie

    Man trifft immer mal wieder auf Leute mit dem allerneuesten besten Bling-Bling-Material die fahrtechnisch noch in den Kinderschuhen stecken, klar, aber so häufig dann doch wieder nicht. Also ich zumindest nicht.
  3. benutzerbild

    lxmeta

    dabei seit 08/2006

    Nachdem du jetzt zweimal Rennen erwähnt hast - wo war SC da jemals stark vertreten? "Direkt runterpflügen" scheinst du nicht zu meinen.
    Braidot und Marotte fahren das Blur im UCI XC Worldcup. Bei Elite XC hat man die früher auch mal gesehen, sind jetzt aber fast komplett verschwunden. Dafür sieht man jetzt einiges an Alma und OIZ, manche sogar im TR Trim (120mm)
  4. benutzerbild

    lxmeta

    dabei seit 08/2006

    Das Tallboy ist und war nie ein XC Bike, wurde auch nie so beworben.
    Ja stimmt, nicht als reines XC. Wird als XC für Downhiller beworben. Vom Marketing teilen sie sich schon irgendwie die Nische mit den 120mm XCs, daher der Vergleich mit dem Orbea OIZ TR, was ja auch nicht als XC beworben ist, aber trotz 34 Fox eindeutig in diese Richtung zielt. Wir sind uns einig das es sich trotz ähnlicher Federwege um unterschiedliche Konzepte handelt.
    Mein "füralles" Bike ist nun das 150mm Occam LT, welches mit den leichten Laufrädern auch um die 14kg wiegt. Klettert super auch auf langen steilen Touren, und ist Bergab für einen Feigling wie mich eine Wucht...
    Ich wollte bereits 2019 das Megatower kaufen, ist an der Lieferbarkeit gescheitert. Später beim Tallboy war es der Preis, war mir als Zweitrad oder Drittbike zu teuer dann. Wobei sich damals auch die Marktpreise stark verändert haben. 2019 hat glaube ich niemand ein SC zum UVP gefahren 🤣

    Bei uns sehe ich einige SC im Privatbereich. Ist immer eine Frage der Händler vor Ort etc. Hier bei mir war früher gefühlt jedes zweite Bike ein LV. An den HotSpots siehst viel preislich hochwertige Bikes, aller Art.
    Hätte heuer sogar ein Megatower deutlich unter UVP bekommen.
    Denke das war ein "Restteil" bevor das Neue gekommen ist.
    Allerdings spielen wir zwei in einer komplett anderen Liga.
    Das Megatower ist 2 Nummern zu Abfahrtslastig für mich. smilie Das ist Perlen vor die Säue werfen!

    Das Hightower das ich bis dahin umbedingt wollte und kaum zu bekommen war musste dann dem Orbea weichen, nachdem ich endlich eines fahren konnte. Uphill fühlt sich das Occam LT schneller an, und bergab deutlich verspielter. Viel mir nicht schwer die knapp über 4000€ statt die 9000€ auszugeben...
  5. benutzerbild

    Stromberg

    dabei seit 11/2005

    Braidot und Marotte fahren das Blur im UCI XC Worldcup. Bei Elite XC hat man die früher auch mal gesehen, sind jetzt aber fast komplett verschwunden. Dafür sieht man jetzt einiges an Alma und OIZ, manche sogar im TR Trim (120mm)
    hatte dich missverstanden und dachte, es gehe um Leute, die ihre Räder kaufen.

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