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Das Santa Cruz Tallboy X01 RSV 2020
Das Santa Cruz Tallboy X01 RSV 2020 - viel Bike für viel Geld!
Die von uns getestete X01-Ausstattung lässt kaum Wünsche offen
Die von uns getestete X01-Ausstattung lässt kaum Wünsche offen - lediglich bei den Bremsen hätte ich mir etwas stärkeres gewünscht.
Santa Cruz hat den Lower Link VPP inzwischen ziemlich gut drauf
Santa Cruz hat den Lower Link VPP inzwischen ziemlich gut drauf - der Hinterbau ist schier nicht durchzuschlagen, die Trinkflasche passt locker und der Hängebauch hält sich in Grenzen.
Der Dämpfer sitzt tief im Rahmen und überzeugt mit seiner EVOL-Luftkammer hinsichtlich Kennlinie restlos.
Der Dämpfer sitzt tief im Rahmen und überzeugt mit seiner EVOL-Luftkammer hinsichtlich Kennlinie restlos. - Die Tretkurbel gehört nicht zur Serienausstattung, schmückt aber so ziemlich jedes Rad, denke ich.
Am Unterrohr gibt's einen Steinschlagschutz und einen zweiten Flaschenhalter
Am Unterrohr gibt's einen Steinschlagschutz und einen zweiten Flaschenhalter - für den Schutz gilt: Steine finden dann doch immer einen Weg, daneben einzuschlagen.
Trotz kleinem Schutzblech
Trotz kleinem Schutzblech - Federbein und Drehpunkte kriegen ihren Dreck weg, die Reinigung ist etwas mühsam. Der Schmiernippel erlaubt aber, die Lager von innen zu reinigen.
Santa Cruz Tallboy 2020
Santa Cruz Tallboy 2020
Ein 60 mm kurzer Vorbau macht schon klar, worum es dem Tallboy geht
Ein 60 mm kurzer Vorbau macht schon klar, worum es dem Tallboy geht - in extrem steilem Gelände wie hier kommt man dem Lenker auch dank der Spacer etwas nah, das Vorderrad steigt aber erst spät.
"Trail", schottisch interpretiert
"Trail", schottisch interpretiert - natürlich würde man hier mit einem großen Enduro noch schneller drüber bügeln. Den Hauptunterschied machen aber die großen Laufräder.
Singletrailträume in Schottland
Singletrailträume in Schottland - aber nicht täuschen lassen: Der Anstieg wird immer steiler, bis irgendwann jeder schiebt...
Einfach mal das Wasser spalten
Einfach mal das Wasser spalten - der kurze Federweg lässt trotz langem Radstand Lust auf Spielereien aufkommen. Jederzeit.
Pures Gold in Arosa
Pures Gold in Arosa - wenn Trail, Licht und Bike perfekt stimmen.
Langer Hauptrahmen, ja
Langer Hauptrahmen, ja - dank entsprechend langem Heck fällt es aber leicht, Grip am Vorderrad aufzubauen.
Hatte ich schon erwähnt, dass das Tallboy ein verspielter Gefährte ist?
Hatte ich schon erwähnt, dass das Tallboy ein verspielter Gefährte ist? - Die Kombination aus effizient, schnell und robust macht Freude.
Herbst in Schottland und ein fantastischer Trail
Herbst in Schottland und ein fantastischer Trail - auf dem der längere Radstand und flache Lenkwinkel Sicherheit bei unvorhergesehenen Löchern geben.
1,20 Radstand gab es bis vor wenigen Jahren nur am Downhillbike
1,20 Radstand gab es bis vor wenigen Jahren nur am Downhillbike - inzwischen geben sie auch am Shorttravelbike die Sicherheit für Sprungeinlagen. Die Grenzen zwischen Einsatzbereichen verschwimmen zusehends.
Wer suchet, der findet
Wer suchet, der findet - mit dem Tallboy immer einen Weg, Spaß zu haben.
Zu Unrecht ist das Tallboy ein selten gesehenes Bike
Zu Unrecht ist das Tallboy ein selten gesehenes Bike - die Kombination aus langer Geometrie, robuster Bauweise und kurzem Federweg machte im Test wirklich quasi immer Freude und so gut wie keine Probleme.

Das Santa Cruz Tallboy wurde uns als Cross Country-Bike für Downhiller vorgestellt und gehört zu den recht wenig verbreiteten Modellen der Kalifornier. Wir haben im Langzeittest herausgefunden, ob das XC-Downhill-Bike wirklich nur ein Nischenmodell ist – oder ob viele daran ihre Freude haben dürften.

Steckbrief: Santa Cruz Tallboy

EinsatzbereichTrail
Federweg130-140 mm/120 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
RahmengrößenS, M, L, XL, XXL
Websitewww.santacruzbicycles.com
Preis: 7.199

Santa Cruz verkauft seine Bikes ja quasi in Millimeter-Schritten. Das Tallboy ist das Modell mit 120 mm am Heck, die Gabel verfügt über 130 mm – 29″ sind in diesem Federwegsbereich inzwischen eh fast Standard. Nach bürgerlichen Kriterien darf man es wohl als Tourenfully bezeichnen, im Jahr 2020 rangiert es aber wohl – mit Augenzwinkern – zwischen Down Country und klassischem Trailbike.

Das Santa Cruz Tallboy X01 RSV 2020
# Das Santa Cruz Tallboy X01 RSV 2020 - viel Bike für viel Geld!
Diashow: Santa Cruz Tallboy 2020 im Test: Ode an die Robustheit
Am Unterrohr gibt's einen Steinschlagschutz und einen zweiten Flaschenhalter
Wer suchet, der findet
Trotz kleinem Schutzblech
Das Santa Cruz Tallboy X01 RSV 2020
Zu Unrecht ist das Tallboy ein selten gesehenes Bike
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Im Detail

Das Tallboy ist auf den ersten Blick als Santa Cruz erkennbar – den Lower Link VPP haben in den letzten Jahren sukzessive fast alle Bikes, abgesehen vom Blur, erhalten. Aufgrund der progressiven Geometrie steht es schon im Stand schnell da und gibt den Blick auf die Rahmendetails frei: So kann die Kettenstrebenlänge durch Umdrehen eines Inserts und ein anderes Schaltauge um 10 mm geändert werden. In der Dämpferaufnahme findet sich ebenfalls ein Insert, das eine leichte Änderung von Lenkwinkel (0,2°) und Innenlagerhöhe (3 mm) erlaubt.

Santa Cruz Tallboy CC X01 RSV 2020
# Santa Cruz Tallboy CC X01 RSV 2020

Die Verarbeitung des Rahmens ist sehr gut. Lack, Carbon, Frästeile: alles einwandfrei. Die Leitungen verlaufen im Inneren des Rahmens, die einlaminierten Kanäle machen die Leitungsverlegung zum Kinderspiel. Durch die nun etwas weiter vorn positionierten Eingänge am Steuerrohr sind Kratzer überhaupt kein Thema mehr. Mit einer Fettpresse kann der untere Umlenkhebel abgeschmiert werden. Die recht groß dimensionierten Kugellager sitzen alle in den Aluminium-Frästeilen und können so problemlos getauscht werden.

Bombige Linienführung
# Bombige Linienführung - dazu ein sehr leiser Kettenstrebenschutz.

Sauber gelöst ist auch der Kettenstrebenschutz, dessen Gummi-Finnen das Kettenklappern hörbar verringern sollen. Den minimalen Hängebauch am Unterrohr schützt ein angeschraubter Kunststoff-Schutz. Auch der Dämpfer wird durch ein Schutzblech vor direktem Schmutz-Beschuss geschützt. Mir persönlich gefällt die Farbe des Testrades extrem gut – Santa Cruz wechselt die Farben aber jährlich. Seit Juli 2020 stehen zwei neue Farbtöne zur Auswahl: Elfenbein und glänzend schwarz.

Die Pike Select+ mag nicht das Topmodell der Linie sein
# Die Pike Select+ mag nicht das Topmodell der Linie sein - ihre Funktion ist aber erstklassig; und das über den gesamten Testzeitraum.
Bemerkenswert, wie Hinterbau, Hauptrahmen und Dämpfer ineinander greifen
# Bemerkenswert, wie Hinterbau, Hauptrahmen und Dämpfer ineinander greifen - hier zu putzen macht aber wenig bis keinen Spaß.
Leise und unkomplizierte Zugführung
# Leise und unkomplizierte Zugführung - bei der nichts scheuert.
Cane Creek EeWings gibt's (natürlich) nicht in Serie
# Cane Creek EeWings gibt's (natürlich) nicht in Serie - waren neben dem Sattel das einzige Upgrade, das ich durchgeführt habe.

Geometrie

Um trotz geringem Federweg in der Abfahrt für breites Grinsen zu sorgen, hat Santa Cruz bei der Geometrie an allen Reglern gedreht: Der Lenkwinkel liegt bei flachen 65,5°, der Radstand beträgt schon in Größe M stattliche 1,19 m. Beim momentan stetig wachsenden Reach hat sich Santa Cruz für satte 450 mm in M und 470 mm in Größe L entschieden. Man darf also festhalten: Das Bike kombiniert eine ausgewachsene Enduro-Geometrie mit dem Federweg eines Touren- oder Trailbikes.

 XS (Low / High)S (Low / High)M (Low / High)L (Low / High)XL (Low / High)XXL (Low / High)
Reach398/400 mm423/425 mm448/450 mm468/470 mm488/490 mm513/515 mm
Stack593 mm603/601 mm612/610 mm621/619 mm639/637 mm657 mm
Lenkwinkel65,5/65,7°65,5/65,7°65,5/65,7°65,5/65,7°65,5/65,7°65,5/65,7°
Sitzrohr370 mm380 mm405 mm430 mm460 mm500 mm
Front Center698mm 727 mm757 mm781 mm809 mm842 mm
Tretlagerhöhe332/335 mm332/335 mm332/335 mm332/335 mm332/335 mm332/335 mm
Tretlagerabsenkung41/38 mm41/38 mm41/38 mm41/38 mm41/38 mm41/38 mm
Radstand1128 mm1157 mm1187 mm1211 mm1239 mm1272 mm
Kettenstreben kurz430 mm430 mm430 mm430 mm430 mm430 mm
Kettenstreben lang440 mm440 mm440 mm440 mm440 mm440 mm
Steuerrohr90 mm100 mm110 mm120 mm140 mm160 mm
Oberrohr540 mm568 mm597 mm622 mm647 mm679 mm
Sitzwinkel76,5/76,7°76,4/76,7°76,3/76,6°76,2/76,4°76/76,2°75,8/76°
Überstandshöhe678/681 mm692/696 mm704/708 mm703/706 mm698/702 mm698/702 mm
Durch die "High" Position lässt sich das Bike etwas "entschärfen"
# Durch die "High" Position lässt sich das Bike etwas "entschärfen" - mir persönlich gefiel es in der tiefen Einstellung am besten.
Das kurze Steuerrohr lässt Platz für Spielerei mit Spacern
# Das kurze Steuerrohr lässt Platz für Spielerei mit Spacern - die etwas höhere Front passt aber zum Bike.
Die Verstellung der Kettenstrebenlänge sehe ich für große Fahrer als cooles Feature
# Die Verstellung der Kettenstrebenlänge sehe ich für große Fahrer als cooles Feature - so kann das wachsende Frontcenter ausgeglichen werden. Bei Größe M empfand ich die kurze Position als stimmiger.

Ausstattung

Für das Modelljahr 2021 hat Santa Cruz die Ausstattung minimal angepasst – so kommen jetzt Burgtec-Vorbauten zum Einsatz.

  • Federgabel Rock Shox Pike Select+ (130 mm)
  • Dämpfer Fox Float Performance Elite DPS (120 mm)
  • Antrieb Sram X01 Eagle
  • Bremsen Sram G2 RSC
  • Laufräder DT350 Naben mit Santa Cruz Reserve 27-Felgen
  • Reifen Maxxis Minion DHF 3C EXO
  • Cockpit Santa Cruz AM Carbon Riser (760 mm) / Race Face Æffect R (50 mm)
  • Sattelstütze Rock Shox Reverb (150 mm)
 Tallboy A D 29Tallboy A R 29Tallboy C R 29Tallboy C S 29Tallboy C S 29 RSVTallboy CC X01 29Tallboy CC X01 29 RSVTallboy CC XX1 AXS 29 RSV
Tallboy CC XTR 29 RSVTallboy RahmenTallboy Rahmen
RahmenAluminium 29 120mmAluminium 29 120mmCarbon C 29 120 mmCarbon C 29 120 mmCarbon C 29 120 mmCarbon CC 29 120 mmCarbon CC 29 120 mmCarbon CC 29 120 mmCarbon CC 29 120 mmAluminium 29 120 mmCarbon CC 29 120 mm
DämpferFox Float Performance DPSFox Float Performance DPSFox Float Performance DPSFox Float Performance DPSFox Float Performance DPSFox Float Performance Elite DPSFox Float Performance Elite DPSFox Float Factory DPSFox Float Factory DPSFox Float Performance DPSFox Float Factory DPS
FedergabelRockShox Recon RL, 130 mmFox Rhythm 34, 130 mmFox Rhythm 34, 130 mmFox 34 Float Performance, 130 mmFox 34 Float Performance, 130 mmRockShox Pike Select+, 130 mmRockShox Pike Select+, 130 mmRockShox Pike Ultimate, 130 mmRockShox Pike Ultimate, 130 mm
SchaltwerkSRAM SX EagleSRAM NX EagleSRAM SX EagleSRAM GX EagleSRAM GX EagleSRAM X01 EagleSRAM X01 EagleSRAM XX1 EagleShimano XTR
ShifterSRAM SX EagleSRAM NX EagleSRAM NX EagleSRAM GX EagleSRAM GX EagleSRAM X01 EagleSRAM X01 EagleSRAM XX1 EagleShimano XTR M9100 SL, 12spd, I-Spec
KassetteSR. PG1210, 12spd, 11-50tSRAM PG1230, 12spd, 11-50tSRAM PG1230, 12spd, 11-50tSRAM XG1275 Eagle, 12spd, 10-50tSRAM XG1275 Eagle, 12spd, 10-50tSRAM XG1295 Eagle, 12spd, 10-50tSRAM XG1295 Eagle, 12spd, 10-50tSRAM XG1295 Eagle Rainbow, 12spd, 10-50tShimano XTR, 12spd, 10-51
KetteSRAM PC1110, 12spdSRAM NX Eagle, 12spdSRAM NX Eagle, 12spdSRAM GX Eagle, 12spdSRAM GX Eagle, 12spdSRAM X01 Eagle, l2spdSRAM X01 Eagle, 12spdSRAM X01 Eagle, 12spdShimano XTR, 12spd, w/ Quick Link
InnenlagerSRAM DUB 68/73 mm Threaded BBSRAM DUB 68/73 mm Threaded BBSRAM DUB 68/73 mm Threaded BBSRAM DUB 68/73 mm Threaded BBSRAM DUB 68/73 mm Threaded BBSRAM DUB 68/73 mm Threaded BBSRAM DUB 68/73 mm Threaded BBSRAM DUB 68/73 mm Threaded BBE13 BSA BB
SteuersatzCane Creek 10 IS Integrated HeadsetCane Creek 10 IS Integrated HeadsetCane Creek 10 IS Integrated HeadsetCane Creek 40 IS Integrated HeadsetCane Creek 40 IS Integrated HeadsetCane Creek 40 IS Integrated HeadsetCane Creek 40 IS Integrated HeadsetChris King DropSet 3Chris King DropSet 3
HinterreifenMaxxis Minion DHR 29" x 2,3", EXO TRMaxxis Minion DHR 29" x 2,3", EXO TRMaxxis Minion DHR 29" x 2,3", EXO TRMaxxis Minion DHR 29" x 2,3", EXO TRMaxxis Minion DHR 29" x 2,3", EXO TRMaxxis Minion DHR 29" x 2,3", EXO TRMaxxis Minion DHR 29" x 2,3", EXO TRMaxxis Minion DHR 29" x 2,3", EXO TRMaxxis Minion DHR 29" x 2,3", EXO TR
VorderreifenMaxxis Minion DHF, 29" x 2,3", 3C EXO TR Maxxis Minion DHF, 29" x 2,3", 3C EXO TR Maxxis Minion DHF, 29" x 2,3", 3C EXO TR Maxxis Minion DHF, 29" x 2,3", 3C EXO TR Maxxis Minion DHF, 29" x 2,3", 3C EXO TR Maxxis Minion DHF, 29" x 2,3", 3C EXO TR Maxxis Minion DHF, 29" x 2,3", 3C EXO TR Maxxis Minion DHF, 29" x 2,3", 3C EXO TR Maxxis Minion DHF, 29" x 2,3", 3C EXO TR
VorderradnabeSRAM MTH 716SRAM MTH 716SRAM MTH 716DT Swiss 370DT Swiss 370DT Swiss 350DT Swiss 350i9 Hydrai9 Hydra
FelgenWTB ST i25WTB ST i25WTB ST i25RaceFace ARSanta Cruz Reserve 27Santa Cruz Reserve 27Santa Cruz Reserve 27Santa Cruz Reserve 27Santa Cruz Reserve 27
HinterradnabeSRAM MTH 746SRAM MTH 746SRAM MTH 746DT Swiss 370DT Swiss 370DT Swiss 350DT Swiss 350i9 Hydrai9 Hydra
BremsenSRAM LevelSRAM Guide TSRAM Guide TSRAM Guide RSRAM Guide RSRAM G2 RSCSRAM G2 RSCSRAM G2 UltimateShimano XTR M9120
KurbelnSRAM SX Eagle 148 DUBSRAM NX Eagle 148 DUBSRAM SX Eagle 148 DUBSRAM Stylo 7k SRAM Stylo 7kSRAM X1 Eagle CarbonSRAM X1 Eagle CarbonSRAM XX1 Eagle CarbonE13 TRSr
LenkerRace Face RideRace Face RideRace Face RideRace Face RideRace Face RideSanta Cruz AM CarbonSanta Cruz AM CarbonSanta Cruz AM CarbonSanta Cruz AM Carbon
VorbauRace Face RideRace Face RideRace Face RideRace Face Aeffect RRace Face Aeffect RRace Face Aeffect RRace Face Aeffect Ri9 A35i9 A35
SattelWTB Silverado CompWTB Silverado RaceWTB Silverado RaceWTB Silverado ProWTB Silverado ProWTB Silverado TeamWTB Silverado TeamWTB Silverado TeamWTB Silverado Team
VariostützeRace Face Ride, 31,6 mm, 400 mmRace Face Aeffect, 31,6 mmRace Face Aeffect, 31,6 mmRockShox Reverb StealthRockShox Reverb StealthRockShox Reverb StealthRockShox Reverb StealthRockShox Reverb StealthRockShox Reverb Stealth
GriffeSanta Cruz Palmdale GripsSanta Cruz Palmdale GripsSanta Cruz Palmdale GripsSanta Cruz Palmdale GripsSanta Cruz Palmdale GripsSanta Cruz Palmdale GripsSanta Cruz Palmdale GripsSanta Cruz Palmdale GripsSanta Cruz Palmdale Grips
Preis (UVP)3.199 €3.699 €4.599 €5.299 €6.399 €7.199 €8.399 €9.799 €10.699 €1.999 €3.199 €
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Santa Cruz hat den Lower Link VPP inzwischen ziemlich gut drauf
# Santa Cruz hat den Lower Link VPP inzwischen ziemlich gut drauf - der Hinterbau ist schier nicht durchzuschlagen, die Trinkflasche passt locker und der Hängebauch hält sich in Grenzen.

Technische Daten

Auch beim Tallboy macht Santa Cruz keine Experimente und verwendet ein geschraubtes Innenlager, einen integrierten Steuersatz und eine PM160 Bremsaufnahme. Alle technischen Daten, Details und Standards des Santa Cruz Tallboy findet ihr in der folgenden Tabelle zum Ausklappen:

Technische Daten zum Ausklappen

FederungLower Link VPP
UmwerferkompatibilitätKeine
SteuersatzIntegriert, IS41 / IS52
Sattelstützen-Durchmesser31,6 mm
Sattelrohrklemmung36,4 mm
Dämpfer-Einbaulänge190 mm
Dämpferhub45 mm
Empfohlener Gabel-Federweg130-140 mm
Innenlagertyp73 mm BSA (geschraubt)
Maximale Reifenbreite29 x 2,6"
Maximale Kettenblattgröße36
Trinkflaschenhalter2 (auf und unter Unterrohr)
Dämpfereinbaumaß vorne20x8
Dämpfereinbaumaß hinten

Trotz kleinem Schutzblech
# Trotz kleinem Schutzblech - Federbein und Drehpunkte kriegen ihren Dreck weg, die Reinigung ist etwas mühsam. Der Schmiernippel erlaubt aber, die Lager von innen zu reinigen.

Auf dem Trail

Genug der theoretischen Betrachtung – wie fährt der Hobel? Dank kurzem Vorbau, breitem Lenker, langem Reach und steilem Sitzwinkel sitzt man eigentlich genau wie auf einem modernen Enduro. Die Arme breit, der Oberkörper nicht zu stark geneigt … das fühlt sich alles nach viel Selbstbewusstsein an. Komfortabel, aber auch nach vernünftiger Effizienz. Das Tretlager ist freilich etwas niedriger als am Enduro, der Stack etwas höher – und die Fahrwerksbewegungen fallen geringer aus als bei Bikes mit mehr Federweg. Am Heck fahren wir knapp 30 % Negativfederweg, was nicht einmal 4 cm entspricht. Dennoch fühlt sich das Heck komfortabel an – was sicher auch an der ordentlich progressiven Kennlinie liegt, die im unteren Bereich mehr Federweg freigibt.

Singletrailträume in Schottland
# Singletrailträume in Schottland - aber nicht täuschen lassen: Der Anstieg wird immer steiler, bis irgendwann jeder schiebt...

Beschleunigen kann das Tallboy, und zwar stark! Wenn etwas bremst, dann sind es die griffigen Maxxis Minton DHF-Reifen. Doch dieser Widerstand fällt eigentlich nur auf Asphalt stark auf – und das Tallboy ist sicher nicht für den Asphalt gemacht. Dennoch ist natürlich klar: Für ein kurzhubiges Trailbike ist der Reifen eine Ansage, er ist weder leicht noch rollt er übermäßig gut. Im Gegenzug bietet er einfach sehr viel und sehr berechenbaren Grip. So lässt sich das Bike souverän quer über Wurzeln pedalieren oder auch im Stehen Anstiege hochscheuchen. Ehrlich gesagt fuhr sich das Tallboy recht häufig wie ein Enduro – kein Wunder, man sitzt einfach wie auf einem Bike mit mehr Federweg – und erst in einem Anstieg wurde wieder klar: Das Ding ist eigentlich eine Rakete. Weniger Federweg bedeutet nun einmal auch bei gut von Kettenzug kontrollierten Hinterbauten, dass sie sich weniger bewegen und im steilen Uphill eine noch besser Sitzposition garantieren. Schließlich sorgt eine Schwerpunkt-Verschiebung für weniger Zunahme des Sags, und auch extrem steile Anstiege sind überhaupt kein Problem. Irgendwann könnte die Front tiefer sein, um beispielsweise in engen Spitzkehren bergauf eine direktere und präzisere Kontrolle zu haben, aber ganz ehrlich: Ein Enduro versägt man mit dem Tallboy in quasi jedem Uphill!

Einfach mal das Wasser spalten
# Einfach mal das Wasser spalten - der kurze Federweg lässt trotz langem Radstand Lust auf Spielereien aufkommen. Jederzeit.
Pures Gold in Arosa
# Pures Gold in Arosa - wenn Trail, Licht und Bike perfekt stimmen.
Ein 60 mm kurzer Vorbau macht schon klar, worum es dem Tallboy geht
# Ein 60 mm kurzer Vorbau macht schon klar, worum es dem Tallboy geht - in extrem steilem Gelände wie hier kommt man dem Lenker auch dank der Spacer etwas nah, das Vorderrad steigt aber erst spät.

Dropper Posts sind ja heute eh nicht mehr wegzudenken, und ich benutze sie immer viel. Am Tallboy musste die Reverb aber Schwerstarbeit leisten: wie kaum ein anderes Bike motiviert das Teil dazu, Gas zu geben und wirklich jede Bordsteinkante, Wurzel, Stein, Baumstumpf oder was auch immer für eine Spielerei zu verwenden. Dank der 29″-Räder ist Geschwindigkeit gut zu halten und – das ist bei Blödeleien mit ordentlich Puls durchaus wichtig – werden auch Fahrfehler gern verziehen. Mit dem Tallboy kann man auch unsanft ins Wurzelfeld springen, schräg landen, an einer zu scharfen Kante abspringen und den Drift übertreiben … es fühlt sich immer sehr solide an, stabil, selbstsicher. Es ist für mich absolut ideal für den viel besungenen Hometrail, der König der Feierabendrunde: Niemals müde, schnell, zuverlässig.

Hatte ich schon erwähnt, dass das Tallboy ein verspielter Gefährte ist?
# Hatte ich schon erwähnt, dass das Tallboy ein verspielter Gefährte ist? - Die Kombination aus effizient, schnell und robust macht Freude.
1,20 Radstand gab es bis vor wenigen Jahren nur am Downhillbike
# 1,20 Radstand gab es bis vor wenigen Jahren nur am Downhillbike - inzwischen geben sie auch am Shorttravelbike die Sicherheit für Sprungeinlagen. Die Grenzen zwischen Einsatzbereichen verschwimmen zusehends.
Wer suchet, der findet
# Wer suchet, der findet - mit dem Tallboy immer einen Weg, Spaß zu haben.

In der Abfahrt möchte ich sagen: Mehr Bike braucht man nicht. Natürlich bin ich mit einem Enduro noch schneller, mit einem Freerider noch stabiler, mit dem Downhiller sowieso. Aber die können halt nur das! Auf dem Tallboy und seinen schmächtigen 120 mm bin ich über ruppige Trails in Schottland gedonnert, bin in Arosa alpin um die Wette gefahren; und nie war das Bike überfordert. Die Kombination von 130/120 mm Federweg in einem derart robusten Paket und mit einer derart selbstbewussten Geometrie ist ziemlich selten – und, meiner Meinung nach, ziemlich genial. In einem Jahr mit unzähligen Touren nach Feierabend und am Wochenende fehlt dem Bike quasi nichts. Ich habe die Kurbel gegen die wohl feinste der Welt getauscht; ich denke für die Cane Creek eeWings braucht man keine Begründung. Den Werkssattel habe ich gegen einen – für mich – bequemeren getauscht. That’s it. Nicht mehr, nicht weniger. Die sicher atypischen Reifen funktionieren auf der ganzen Welt, halten die Luft sehr gut, und wenn man sie doch mal durchschlägt, dann nehmen es die Felgen auch nicht übel. Den Hinterbau durchzuschlagen erscheint mir fast unmöglich, und wenn doch, dann rammt man den Dämpfer so sanft in den Anschlag, dass man es kaum zu spüren vermag.

Klingt nach Lobhudelei? Stimmt, aber es muss mal gesagt werden: Stabile Bikes machen Spaß, denn sie sind einfach immer fahrbereit und nerven nicht mit unnötigen Schraubereien. Das Tallboy ist super und ich würde jedes Bike so loben, das derart zuverlässig viel Freude bereitet. Hey Bike-Industrie: Lieber mal ein paar Gramm investieren und solide Raketen an den Start schieben; mal ein robustes Short Travel-Bike bauen statt fragile Long Travel-Enduros, per favore! Wer doch noch etwas Kritik finden will: Hier kommt noch was.

Herbst in Schottland und ein fantastischer Trail
# Herbst in Schottland und ein fantastischer Trail - auf dem der längere Radstand und flache Lenkwinkel Sicherheit bei unvorhergesehenen Löchern geben.
"Trail", schottisch interpretiert
# "Trail", schottisch interpretiert - natürlich würde man hier mit einem großen Enduro noch schneller drüber bügeln. Den Hauptunterschied machen aber die großen Laufräder.
Langer Hauptrahmen, ja
# Langer Hauptrahmen, ja - dank entsprechend langem Heck fällt es aber leicht, Grip am Vorderrad aufzubauen.

Das ist uns aufgefallen

  • Underdog Während des Tests habe ich nur drei andere Tallboys getroffen. Im gleichen Zeitraum aber unzählbar viele Megatower, Bronson und Hightower. Daher würde ich das Bike mal einen Geheimtipp nennen.
  • Unangenehm Die RockShox Reverb hat ja inzwischen einen sehr angenehmen Hebel und funktionierte im Test ohne Ausfall. Allerdings änderte sich das Hebelgefühl und es stellte sich tatsächlich ein spürbares Spiel am Sattel (Verdrehung) ein – das ist mir schon ganz lange mit keiner Dropperpost mehr passiert.
  • Platzt ab Der Lack des Bikes ist in Ordnung, was die Haftung angeht. Beschuss mit schottischem Gestein führte aber gleich mal zu einem großen Abplatzer. Schutzfolie gibt es, sie funktioniert – aber irgendwie will mir nicht in den Kopf, dass ich einen Rahmen für über 3.000 € erst einmal für 100 € in Folie wickeln soll.
  • Robust! Bomb-Proof sind auch die Laufräder. Da fehlt nach einem Jahr ohne irgendwelche Zuneigung einfach gar nichts. So soll das.
  • Leise Mit Rückenwind übers Steinfeld segeln und in Abwesenheit des Fahrtwindes nur noch Reifen auf Stein hören – genau so muss das. Im direkten Vergleich zu bspw. dem Yeti SB130 einfach ein Traum. Ein leiser Traum.
  • Verschachtelt Der Schmutzschutz am Dämpfer funktioniert ganz ok, aber den Dämpfer- und Yoke-Bereich des Bikes zu reinigen, macht ziemlich wenig Spaß.
  • Integrierter Steuersatz Ja, funktioniert schon – ist aber das einzige, bei dem ich mir am Rahmen Gedanken mache, ob es auch nach 5 harten Jahren noch optimal funktioniert.
  • Sram G2 RSC Bremsen Wir werden einfach keine Freunde. An inzwischen vier Testbikes wussten sie nicht zu überzeugen. Auch am Tallboy bleiben die G2 RSC mit leicht verbiegenden Scheiben und geringer Bremskraft in Erinnerung. Immerhin gut dosierbar und recht kostengünstig zu tauschen.
Die Reverb entwickelte leider spürbares Spiel
# Die Reverb entwickelte leider spürbares Spiel - ansonsten war die Funktion ohne Grund zur Beanstandung.
Irritierender Name, solide Performance
# Irritierender Name, solide Performance - die Felgen haben 29" Durchmesser, die 27 bezeichnet die Breite.
1 : 0 für schottisches Gestein
# 1 : 0 für schottisches Gestein - Von diesem heftigen Einschlag abgesehen gab es wenige Lackprobleme.
Schmutzschutz vorhanden
# Schmutzschutz vorhanden - kann im Zweifel aber nie groß genug sein.

Fazit – Santa Cruz Tallboy

120 mm Federweg und Enduro-Geometrie klingen nach Nischenbike. Tatsächlich hat sich das Santa Cruz Tallboy als Bike für jede Gelegenheit qualifiziert. Das Paket ist sicherlich etwas besonderes, ungewöhnlich – aber für den Hometrail optimal und für die Alpen erstaunlich gut geeignet. Abgesehen von den Bremsen gibt's nicht wirklich was dran auszusetzen. Achja, günstig ist es nicht. Es gibt das Tallboy auch aus Alu ab 3.299 €, wiegt dann aber 15 kg … nein, das macht man besser nicht. Eigentlich geht's bei 4.599 € wirklich los. Dann beginnt der Spaß richtig – und endet dank lebenslanger Garantie hoffentlich lange nicht!

Pro
  • robust und laufruhig
  • schnell und handlich
  • wenig Federweg, der doch immer reicht
  • bis ins Detail sauber durchdacht
Contra
  • Bremsen schwach auf der Brust
Zu Unrecht ist das Tallboy ein selten gesehenes Bike
# Zu Unrecht ist das Tallboy ein selten gesehenes Bike - die Kombination aus langer Geometrie, robuster Bauweise und kurzem Federweg machte im Test wirklich quasi immer Freude und so gut wie keine Probleme.

Testablauf

Santa Cruz stellte uns das Tallboy für fast ein ganzes Jahr zur Verfügung. Die Wartung haben wir selbst übernommen, nach Test wurde das Bike wieder zurückgegeben.

Hier haben wir das Santa Cruz Tallboy 2020 getestet

  • Schottland: Steinig, steinig, steinig. Und nass.
  • Hometrails von Isar bis bayerische Voralpen: Wurzelig und tret-intensiv.
  • Arosa: Alpine Trails vom Feinsten, von steil bis flowig.
  • Und viele weitere schöne Orte.
Testerprofile ausklappen
Tester-Profil: Stefanus Stahl
63 cm70 kg82 cm65 cm177 cm
Stefanus lebt für flowigen, sprunglastigen Singletrail durch lichten Wald und kann mit zwei Brettern fast so viel anfangen wie mit zwei Rädern.
Fahrstil
verspielt, sauber und mit vielen Drifts
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
Die richtige Mischung aus Komfort und Popp macht’s
Vorlieben bei der Geometrie
Relativ niedrig, relativ lang

  1. benutzerbild

    525Rainer

    dabei seit 09/2004

    Ich denke der trend zu den abfahrtstauglichen verspielten kurzhubern wird nicht lange anhalten. Evtl für alternde slopestyler ein feunes konzept.
    Für tourenfahrer ist die stabi und damit das gewicht überdimensioniert und man verliert viel kraft sowohl bergauf als auch bergab.
    Für flache passagen nicht wirklich flink zu beschleunigen, das kann ein dc oder spur viel besser. Wahrscheinlich sogar ein tarvo. Ein genius oder ransom sowieso.

    Als drittrad wirds auch nicht klappen. Leute die ein vollgasenduro haben und entsprechend nutzen sind verwöhnt von der mittlerweile krassen infra. Auf strava seh ich leute 8k tiefenmeter am tag fahren teilweise mehrere tage hintereinander. Jemand der seinen spass hauptsächlich aus der abfahrt zieht wird sich eher noch eins dieser 18kg feierabendrunden e bikes holen als das er ein tallboy hochtritt. Den das verhältnis und die abfahrtszeit beim alles selbertreten ist unglaublich schwach. Ich denke das war ein kleiner trend wegen shutdown aber jetzt nimmt die normalität wieder seinen lauf.
    Wer aus dem uphill keinen spass zieht wird mit den abfahrtsminuten zuwenig befriedigt. Dazu gibts zuviele Möglichkeiten mittlerweile.
  2. benutzerbild

    christophersch

    dabei seit 02/2009

    Stompy schrieb:

    Dann würde ich das nicht für sehr glaubwürdig halten. Zumindest solange eine wirklich gute Begründung fehlt.
    Das TB geht kaum besser bergauf als ein Trailbike mit ~150mm, ist dafür bergab weniger komfortabel und fehlerverzeihend als dieses. Also genau das was bei langen, anspruchsvollen Trail Touren mit vielen Höhenmetern wichtig wird, wo Ermüdung eine Rolle spielt.

    Oder es geht nicht um schwierige Trails, dann nimmt man ein Epic (Evo) oder Spark und hat bergauf wirklich spürbare Vorteile.


    Ich denke, dass das Tallboy ähnlich gut bergauf geht, wie ein Spark oder Epic Evo (natürlich nur mit den gleichen Reifen).
    Und durch die progressive Geo steht es dann bergab einem 150mm „All Mountain“ kaum nach. Der Hinterbau ist super Durchschlagresistent und die Geometrie vermittelt brutale Kontrolle. Das wird Ermüdung auch entgegen...
    zudem muss man nicht die ganze Zeit „gegen“ den Federweg arbeiten, das kostet auch Energie bei aktiver Fahrweise
  3. benutzerbild

    ditrue

    dabei seit 07/2012

    525Rainer schrieb:

    Ich denke der trend zu den abfahrtstauglichen verspielten kurzhubern wird nicht lange anhalten. Evtl für alternde slopestyler ein feunes konzept.
    Für tourenfahrer ist die stabi und damit das gewicht überdimensioniert und man verliert viel kraft sowohl bergauf als auch bergab.
    Für flache passagen nicht wirklich flink zu beschleunigen, das kann ein dc oder spur viel besser. Wahrscheinlich sogar ein tarvo. Ein genius oder ransom sowieso.

    Als drittrad wirds auch nicht klappen. Leute die ein vollgasenduro haben und entsprechend nutzen sind verwöhnt von der mittlerweile krassen infra. Auf strava seh ich leute 8k tiefenmeter am tag fahren teilweise mehrere tage hintereinander. Jemand der seinen spass hauptsächlich aus der abfahrt zieht wird sich eher noch eins dieser 18kg feierabendrunden e bikes holen als das er ein tallboy hochtritt. Den das verhältnis und die abfahrtszeit beim alles selbertreten ist unglaublich schwach. Ich denke das war ein kleiner trend wegen shutdown aber jetzt nimmt die normalität wieder seinen lauf.
    Wer aus dem uphill keinen spass zieht wird mit den abfahrtsminuten zuwenig befriedigt. Dazu gibts zuviele Möglichkeiten mittlerweile.


    sorry, aber ich kann dir in fast keinen punkt zustimmen. liegt aber wahrscheinlich auch daran das ich ein tallboy neben einem megatower habe. ich auch schon ein e-bike hatte und dieses zwar lustig war, aber für mich eben nicht befriedigend. am tallboy und mt finde ich halt gut, das es beides enduros sind, eben nur mit wenig und viel federweg. und je nach stimmung und untergrund nehme ich halt das eine und mal das andere. weil beides geil ist und beides seine berechtigung hat.
  4. benutzerbild

    404rider

    dabei seit 08/2020

    Kann Dir voll und ganz zustimmen. Hab auch ein Tallboy- absolute Hometrail-Waffe und traumhaft verarbeitet. Teuer? Klar, aber ich bin mein letztes Rad auch 15 Jahre gefahren (und nutze es tlw. immer noch)
  5. benutzerbild

    SebT-Rex

    dabei seit 09/2013

    525Rainer schrieb:

    Ich denke der trend zu den abfahrtstauglichen verspielten kurzhubern wird nicht lange anhalten. Evtl für alternde slopestyler ein feunes konzept.
    Für tourenfahrer ist die stabi und damit das gewicht überdimensioniert und man verliert viel kraft sowohl bergauf als auch bergab.
    Für flache passagen nicht wirklich flink zu beschleunigen, das kann ein dc oder spur viel besser. Wahrscheinlich sogar ein tarvo. Ein genius oder ransom sowieso.

    Als drittrad wirds auch nicht klappen. Leute die ein vollgasenduro haben und entsprechend nutzen sind verwöhnt von der mittlerweile krassen infra. Auf strava seh ich leute 8k tiefenmeter am tag fahren teilweise mehrere tage hintereinander. Jemand der seinen spass hauptsächlich aus der abfahrt zieht wird sich eher noch eins dieser 18kg feierabendrunden e bikes holen als das er ein tallboy hochtritt. Den das verhältnis und die abfahrtszeit beim alles selbertreten ist unglaublich schwach. Ich denke das war ein kleiner trend wegen shutdown aber jetzt nimmt die normalität wieder seinen lauf.
    Wer aus dem uphill keinen spass zieht wird mit den abfahrtsminuten zuwenig befriedigt. Dazu gibts zuviele Möglichkeiten mittlerweile.

    Ich würde behaupten, dass kurzhubige Bikes kein Trend, sondern ein Gegentrend sind: der Kunde hat jahrelang mehr Federweg (und Einstellknöpfe) für sein Geld sehen wollen, mittlerweile besinnt er sich wieder auf das was er wirklich braucht und kauft Bikes, die ihm und seinem Nutzerprofil näher kommen. Natürlich gilt das für alle Bikes, wenn sich heute jemand ein Enduro Bike wie das Megatower kauft, setzt er es in der Regel auch artgerecht ein. Mir persönlich geht es schon seit einigen Jahren so, dass mich die "dicken" Kisten langweilen, da ich Bikes wie Nomad und Megatower schlicht nicht "ausfahre". Mit meinem Tallboy wiederum fahre ich die selben Sachen in der selben Geschwindigkeit und habe ungleich mehr Freude daran, weil ich mir die Geschwindigkeit mehr "erarbeiten" muss... für mich gehören diese "ohlala" Momente halt einfach dazu und ich freue mich jedesmal wie ein kleines Kind, wenn mal wieder was gut gegangen ist, was man für nahezu unmöglich gehalten hat..

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