Schrader, 1844 von einem deutschen Auswanderer in New York gegründet, gelten als die Erfinder des Reifenventils. Aus der Fricklerwerkstatt von einst ist längst eine international bekannte Marke geworden. Nun hat man mit dem AIRsistant die aus dem Pkw-Bereich längst bekannte Technologie drahtloser Reifendrucküberwachung auch ans Bike gebracht.

Wer braucht den AIRsistant?

Auf der Eurobike im Juli 2022 wird Schrader den AIRsistant, ein drahtloses Reifendruckkontrollsystem für Bikes und E-Bikes, vorstellen. Der AIRsistant überwacht Druck und Temperatur der Fahrradreifen und hilft so, auf Trekking-, City- und Rennrädern als auch auf Mountain-, Cargo- oder E-Bikes mit dem richtigen Reifendruck unterwegs zu sein. Und das soll sich positiv auf Fahrsicherheit und die Lebensdauer von Reifen, Schläuchen und Felgen auswirken.

Die angekündigte App soll insbesondere weniger erfahrenen Fahrerinnen und Fahrern auch ermöglichen, den für sie, das Bike und die erwarteten Fahrumgebungen idealen Reifendruck zu ermitteln und zu erhalten. Wir Mountainbiker wissen: Am optimalen Reifendruck führt auf dem Trail kein Weg vorbei. Reifendruck entscheidet über Fahrkomfort, er beeinflusst die Reichweite des Akkus und das Fahrverhalten.

AIRsistant – die Technologie

Die AIRsistant Reifendrucksensoren sitzen, wie von Systemen anderer Hersteller (Quarq Tyrewiz) bekannt, am Reifenventil, messen dort Druck und Temperatur der Fahrradreifen und übertragen mittels der Bluetooth Low Energy-Signal diese Daten an ein vorhandenes Fahrraddisplay, einen kompatiblen Fahrradcomputer oder an eine Smartphone-App (iOS & Android). Die Sensoren sind zudem mit einer Vielzahl an Garmin-Geräten kompatibel.

Der Reifendruck wird bei Fahrtbeginn angezeigt und soll einfach über die digitale Druckmessfunktion reguliert werden können. Beim Aufpumpen werden Druckveränderungen entsprechend angezeigt. Weicht der gemessene Reifendruck von den optimalen Druckwerten ab, wird der Fahrer mittels einer Benachrichtigung auf dem Fahrradcomputer oder auf der AIRsistant-App darüber informiert. Rechtzeitiges Anzeigen von Einstichen oder dem Entweichen von Luft ermöglichen eine sichere Fahrt und verlängern die Lebensdauer von Fahrradreifen und Felgen.

Meinung @MTB-News.de

Reifendruckprüfer sind clevere Gadgets, die wir in Zukunft sicherlich öfter sehen werden. Mit dem AIRsistant hat Schrader ein kompaktes Modell im Programm, welches, dank cleverer Modi und einer langlebigen Batterie aus dem Automotive-Bereich, ein Rundum-sorglos-Paket verspricht.

Einen Preis in Sachen Nachhaltigkeit wird der AIRsistant durch sein fest vergossenes Gehäuse zwar nicht gewinnen, aber bei einer Lebensdauer von ca. 5.000 Betriebsstunden (Herstellerangabe) dürfte dieser Reifendruckprüfer noch messen und senden, wenn andere Teile am Bike längst nicht mehr funktionieren.

Für die Zukunft würden wir uns von Schrader wünschen, dass die Konstruktion überarbeitet wird, damit man die Batterie austauschen kann und das Produkt am Ende seines Lebenszyklus sinnvoll und einfach recyclen kann.

Bei Pkw sind Reifendrucksensoren längst Standard. Haltet Ihr diese Technologie am MTB für sinnvoll?

Infos: Pressemitteilung Schrader
  1. benutzerbild

    Andreas41

    dabei seit 10/2019

    Ich hab in den 12 Jahren Abstinenz scheinbar so einige Entwicklungen nicht mitbekommen: Aber DAS ist für mich dermaßen Sinnentlehrt: Es passt perfekt in diese Zeit!
    Da gebe ich Dir recht! Fast so schlimm (nur wenigstens mit wesentlich weniger Ressourcenbedarf), wie elektrische MTBs. Oder, auch sehr beliebt, Full-Suspension statt Fahrtechnik...
  2. benutzerbild

    $tealth

    dabei seit 10/2006

    Da stimme ich Dir wiederum keinesfalls zu.
  3. benutzerbild

    Andreas41

    dabei seit 10/2019

    Da stimme ich Dir wiederum keinesfalls zu.
    ...hätte mich bei Deinem Profilbild auch gewundert...
    Kurz: was dem Einen unsinnig erscheinen mag ist dem Anderen eine wertvolle, wichtige Innovation und nicht gleich "dermaßen Sinnentlehrt"(!)...
    (Auch wenn ich für mich persönlich für die Drucksensoren auch keinen Nutzen sehe.)
  4. benutzerbild

    $tealth

    dabei seit 10/2006

    ...hätte mich bei Deinem Profilbild auch gewundert...
    Kurz: was dem Einen unsinnig erscheinen mag ist dem Anderen eine wertvolle, wichtige Innovation und nicht gleich "dermaßen Sinnentlehrt"(!)...
    (Auch wenn ich für mich persönlich für die Drucksensoren auch keinen Nutzen sehe.)
    Da gebe ich Dir wiederum recht! Solche Sensoren sehe ich vielleicht bei E-Lastenrädern die beispielsweise gewerblich genutzt werden. Abgesehen davon kann ich den Nutzen aktuell noch nicht so überblicken.
  5. benutzerbild

    -A-l-e-x-

    dabei seit 11/2011

    Ohjah! Wer nicht vor dem Einstieg mal die Augen am Fahrzeug langschweifen lässt oder nicht merkt, wenn ein Auto plötzlich zieht, der sollte einfach nicht Auto fahren. Das Schlimmste sind die Abzocker, wo man die Sensoren noch nicht mal selbst konfigurieren kann.
    Und auf dem Radel, eieiei. Man merkt doch, ob man Luft verliert!
    Aber das ist ja auch gar nicht der Usecase oder?
    Ich hab mir schon zweimal nen Nagel eingefahren, hatte keinen spürbaren Zug nach links oder rechts und mein System hat auf der Autobahn beide male angeschlagen. Ich war heil froh, auf der Autobahnraststätte herauszufinden nen Nagel im Reifen zu haben und nicht bei über 200 auf der Autobahn wenn der Reifen den Dienst quittiert. Kann den Hate nicht verstehen, passiv mitfahrende Sicherheit für etwas Aufwand...
    Aber wir sind uns Einig am Bike absoluter Schwachsinn smilie

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