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Mit der neuen M8100er Serie stellt Shimano das Erfolgsmodell XT auf 12 Gänge um
Mit der neuen M8100er Serie stellt Shimano das Erfolgsmodell XT auf 12 Gänge um - wir haben im Winter und Frühjahr überprüft, wie sich der 12-fach-Antrieb in der Praxis schlägt.
Die Shimano XT M8100-Gruppe übernimmt viele der Technologien der sehr hochwertigen und teuren XTR-Gruppe
Die Shimano XT M8100-Gruppe übernimmt viele der Technologien der sehr hochwertigen und teuren XTR-Gruppe - inzwischen sind bis zur Deore alle Gruppen auf 1 x 12 umgestellt.
Was kann die neue Shimano XT M8100?
Was kann die neue Shimano XT M8100? - Dieser Frage sind wir im Test nachgegangen. Insbesondere auch hinsichtlich der Frage, wo Unterschiede zur XTR und SLX liegen und wie sie sich gegenüber der SRAM X01 Eagle schlägt.
Die Kassette ist anders aufgebaut als bei SRAM: Die drei größten Ritzel sind enger gestuft, in der Mitte der Kassette sind die Sprünge größer
Die Kassette ist anders aufgebaut als bei SRAM: Die drei größten Ritzel sind enger gestuft, in der Mitte der Kassette sind die Sprünge größer - ein nicht zu verachtender Unterschied, der je nach persönlichem Gusto positiv oder negativ zu bewerten ist.
Wie bei Shimano üblich, sind die größeren Ritzel mit einem Aluminiumträger vernietet
Wie bei Shimano üblich, sind die größeren Ritzel mit einem Aluminiumträger vernietet - geschmiedete Stahlritzel sollen für Haltbarkeit sorgen.
Die zwei größten Ritzel sind aus Aluminium gefertigt, um Gewicht zu sparen.
Die zwei größten Ritzel sind aus Aluminium gefertigt, um Gewicht zu sparen.
Das Shimano XT M8100-Schaltwerk ist in zwei Längen verfügbar
Das Shimano XT M8100-Schaltwerk ist in zwei Längen verfügbar - je nachdem, welche Kassette gefahren wird. Eine zusätzliche Variante wird erforderlich, wenn man eine 2-fach Kurbel nutzen will.
Die neue I-Spec EV-Aufnahme ermöglicht eine Montage des Schalthebels direkt an der Klemme des Bremshebels
Die neue I-Spec EV-Aufnahme ermöglicht eine Montage des Schalthebels direkt an der Klemme des Bremshebels - neu ist, dass der Einstellbereich deutlich vergrößert wurde.
Shimano-typisch kann der kleine Hebel zum Runterschalten auch mit dem Zeigefinger betätigt werden.
Shimano-typisch kann der kleine Hebel zum Runterschalten auch mit dem Zeigefinger betätigt werden.
Vier Längen, drei Kettenlinien / Q-Faktoren und fünf Kettenblattgrößen
Vier Längen, drei Kettenlinien / Q-Faktoren und fünf Kettenblattgrößen - da sag noch einer, er finde bei der XT nicht die passende Kurbel. Das Problem ist eher, aus den vielen Varianten die richtige auszuwählen.
Die Kurbelarme der neuen XT entsprechen im Grunde der Vorgängerversion der XTR
Die Kurbelarme der neuen XT entsprechen im Grunde der Vorgängerversion der XTR - das bedeutet, dass sie hohlgeschmiedet und mit einer Stahlwelle verpresst sind.
Direct Mount mit Schrauben? Ja, denn bei Shimano wird ein Aluminiumträger mit einem Stahlkettenblatt kombiniert
Direct Mount mit Schrauben? Ja, denn bei Shimano wird ein Aluminiumträger mit einem Stahlkettenblatt kombiniert - das soll die Balance zwischen niedrigem Gewicht und hoher Laufleistung optimieren.
Kunststoff kaschiert die Verschraubungen im schwarz beschichteten Stahlkettenblatt
Kunststoff kaschiert die Verschraubungen im schwarz beschichteten Stahlkettenblatt - die Zahngeometrie fällt dem Schmiedeprozess entsprechend etwas einfacher aus, die Führungsqualitäten konnten im Test dennoch überzeugen.
Shimano bietet die Kurbel passend für drei Kettenlinien an: Standard, Boost und Super Boost
Shimano bietet die Kurbel passend für drei Kettenlinien an: Standard, Boost und Super Boost - so sollte jeder die passende Konfiguration finden.
Die Shimano XT-Kurbel fällt relativ schwer aus
Die Shimano XT-Kurbel fällt relativ schwer aus - einer der Gründe ist das Stahl-Kettenblatt.
In unserem Fall haben wir die Kurbel mit dem Standard-Pressfit-Innenlager von Shimano montiert.
In unserem Fall haben wir die Kurbel mit dem Standard-Pressfit-Innenlager von Shimano montiert.
Etwas ungewöhnlich, wenn man von SRAM kommt
Etwas ungewöhnlich, wenn man von SRAM kommt - auch bei der neusten XT werden noch einzelne Ritzel auf den Micro Spline-Freilauf geschoben. Um die Montage noch zu erschweren, sind die Distanzringe nicht identisch. Aufpassen ist angesagt.
Unsere Testbasis für die neue Shimano XT M1800-Gruppe ist das Canyon Spectral AL gewesen
Unsere Testbasis für die neue Shimano XT M1800-Gruppe ist das Canyon Spectral AL gewesen - im Testzeitraum haben wir gut 1.400 km zurückgelegt.
In der neusten Generation führt Shimano nun die Kette so sicher wie SRAM
In der neusten Generation führt Shimano nun die Kette so sicher wie SRAM - im gesamten Testzeitraum haben wir nicht ein Mal die Kette verloren.
Bei Volllast bergauf gibt es manchmal Geräusche von der Kassette zu hören
Bei Volllast bergauf gibt es manchmal Geräusche von der Kassette zu hören - in der Regel arbeitet der Antrieb quasi geräuschlos.
Die Schaltperformance ist erstklassig
Die Schaltperformance ist erstklassig - die Gänge sitzen zu jeder Zeit schnell und leise.
Die neue Shimano XT M8100 soll für alle Mountainbiker spannend sein
Die neue Shimano XT M8100 soll für alle Mountainbiker spannend sein - je nach Einsatzbereich gibt es zwei unterschiedliche Kassetten zur Auswahl.
Der neue Shimano XT-Schalthebel ist endlich so gut, wie er sein muss: Knackige Schaltvorgänge mit klarer haptischer und akustischer Rückmeldung machen Freude
Der neue Shimano XT-Schalthebel ist endlich so gut, wie er sein muss: Knackige Schaltvorgänge mit klarer haptischer und akustischer Rückmeldung machen Freude - die Bedienkräfte liegen jedoch über dem Modell von SRAM.
Über die I-Spec EV-Halterung lässt sich der Schalthebel relativ zur Bremse verdrehen und axial verschieben
Über die I-Spec EV-Halterung lässt sich der Schalthebel relativ zur Bremse verdrehen und axial verschieben - so lässt sich die Shimano XT ideal an verschiedene Vorlieben und Hände anpassen.
Die Gummierung am Daumenhebel ist gerade bei widrigen Bedingungen angenehm
Die Gummierung am Daumenhebel ist gerade bei widrigen Bedingungen angenehm - die Länge des Hebels ermöglicht auch bei kalten Fingern eine saubere Bedienung.
Das Shimano XT-Schaltwerk ist so gestaltet, dass es sich möglichst hinter dem Rahmen versteckt
Das Shimano XT-Schaltwerk ist so gestaltet, dass es sich möglichst hinter dem Rahmen versteckt - so soll Beschädigungen vorgebeugt werden.
Tagelanger Regen bei niedrigen Temperaturen verwandelte den Voralpenraum um den Jahreswechsel in eine Matschlandschaft …
Tagelanger Regen bei niedrigen Temperaturen verwandelte den Voralpenraum um den Jahreswechsel in eine Matschlandschaft …
… die XT zeigte sich im Test hiervon gänzlich unbeeindruckt und überzeugte mit pflegeleichter Haltbarkeit und Zuverlässigkeit.
… die XT zeigte sich im Test hiervon gänzlich unbeeindruckt und überzeugte mit pflegeleichter Haltbarkeit und Zuverlässigkeit.
Die neue Shimano XT 12-fach-Schaltung könnte für uns die Preis-Leistungs-Referenz auf dem Markt sein
Die neue Shimano XT 12-fach-Schaltung könnte für uns die Preis-Leistungs-Referenz auf dem Markt sein - andere mögen leichter oder elektrisch sein. Aber wenn es einfach darum geht, Gänge zu wechseln, macht ihr derzeit kaum jemand etwas vor.

Shimano XT M8100 12-fach-Schaltung im Test: Einige Zeit hat man sich bei Shimano gelassen, um den technischen Vorsprung, den sich SRAM mit den Eagle 12-fach-Schaltungen erarbeitet hatte, anzugreifen. Doch nach der hervorragenden neuen High-End-Gruppe XTR war die Vorstellung der Shimano XT M8100-Schaltung nur eine Frage der Zeit. Wir haben das bezahlbare 12-fach-Angebot von Shimano im Winterhalbjahr auf die Probe gestellt.

Shimano XT M8100 – Infos und Preise

Die Shimano XT-Gruppe ist durch ihre lange Historie eine Referenz unter den Mountainbike-Schaltungen und wurde für das Modelljahr 2019 komplett neu aufgelegt – und in diesem Zuge auf zwölf Gänge umgestellt. Vom Hersteller wird sie als das Arbeitstier für die breite Masse positioniert. Als Neueinsteiger in der 12-fach-Klasse muss sie sich natürlich auch mit dem bisherigen Platzhirsch, der SRAM Eagle, messen. Wie wird sich die neue XT in dieser Hinsicht schlagen? Das wollen wir euch im Folgenden beantworten.

  • Anzahl der Gänge 12 oder 24
  • kompatible Modellgruppen XTR, SLX, Deore
  • Freilauf-Körper Micro Spline
  • Bandbreite 510 %
  • Verfügbarkeit seit Mitte 2019
  • Gewicht 1.854 g (Komplettgruppe mit Pressfit-Innenlager, 34 T Kurbel, 51 T Kassette)
  • bike.shimano.com

Preis ca. 450 € (UVP) | Bikemarkt: Shimano XT M8100 kaufen

Mit der neuen M8100er Serie stellt Shimano das Erfolgsmodell XT auf 12 Gänge um
# Mit der neuen M8100er Serie stellt Shimano das Erfolgsmodell XT auf 12 Gänge um - wir haben im Winter und Frühjahr überprüft, wie sich der 12-fach-Antrieb in der Praxis schlägt.

Wir haben (bei der Entwicklung der neuen Shimano XT-Schaltung) viel darüber nachgedacht, wie Menschen ihre Mountainbikes nutzen, und haben uns daher darauf konzentriert, Kompo­nenten-Serien zu konstruieren, die das Qualitätsniveau und die Spezifikationen bereitstellen, um den Ansprüchen von Rennfahrern, Bike-Abenteurern und qualitätsbewussten Mountainbikern auf der ganzen Welt gerecht zu werden. Vor allem aber wollten wir eine robuste und langlebige Performance sicherstellen, damit die Menschen soviel Fahrspaß wie möglich damit haben – und so lange wie möglich.

Henry Bosch, Produktkoordinator Shimano Europa

Die Shimano XT M8100-Gruppe übernimmt viele der Technologien der sehr hochwertigen und teuren XTR-Gruppe
# Die Shimano XT M8100-Gruppe übernimmt viele der Technologien der sehr hochwertigen und teuren XTR-Gruppe - inzwischen sind bis zur Deore alle Gruppen auf 1 x 12 umgestellt.
Diashow: Shimano XT M8100 12-fach-Antrieb im Test: Die neue Preis-Leistungs-Referenz?
Die Schaltperformance ist erstklassig
Die Kurbelarme der neuen XT entsprechen im Grunde der Vorgängerversion der XTR
Mit der neuen M8100er Serie stellt Shimano das Erfolgsmodell XT auf 12 Gänge um
Das Shimano XT-Schaltwerk ist so gestaltet, dass es sich möglichst hinter dem Rahmen versteckt
Kunststoff kaschiert die Verschraubungen im schwarz beschichteten Stahlkettenblatt
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Technische Daten und Preise

 Gewicht (Herstellerangabe)Gewicht (nachgewogen)Preis (UVP)TechnologienMaterialOptionen, Farbe, Sonstiges
Kurbel 1 x 12642 g (34T, 178 Q-Faktor), 633 g (34T, 172 Q-Faktor)647 g (34T, 172 Q-Faktor)135 € (+ 54,99 €)Hollowtech 2, Dynamic Chain EngagementKurbel: Geschmiedetes Aluminium, Kettenblatt: –schwarz/metallic
Kurbel 2 x 12662 g (36-26T, 178 Q-Faktor), 650 g (36-26T, 172 Q-Faktor)-165 €Hollowtech 2, Dynamic Chain EngagementKurbel: Geschmiedetes Aluminium, Kettenblatt: –schwarz/metallic
Schaltwerk SGS 1 x 12284 g280 g95,99 €Hyperglide+, Shadow+ Aluminiumschwarz/metallic
Schaltwerk SGS 2 x 12290 g-94,99 €Hyperglide+, Shadow+ Aluminiumschwarz/metallic
Trigger 12-fach120 g (I-Spec EV), 117 g (Schelle)120 (I-Spec EV)51,50 €/48,99 €
Rapidfire Plus Mono, Rapidfire Plus, Instant Release, Multi-Release, 2-Way-Release, I-Spec EVAluminium/Kunststoffschwarz
Trigger 2-fach78 (I-Spec EV), 78 g (Schelle)-44,50 €Rapidfire Plus Mono, Rapidfire Plus, Instant Release, Multi-Release, 2-Way-Release, I-Spec EVAluminium/Kunststoffschwarz
Kassette 10-51470 g470 g135 €Hyperglide+, MicroSplineAlu, Stahlschwarz/grau/silber
Kassette 10-45461 g-129 €Hyperglide+, MicroSplineAlu, Stahlschwarz/grau/silber
Kette252 g259 g42,99 €Hyperglide, Quick-LinkStahlsilber
Summe Testkonfiguration (exkl. Innenlager)1.854 g1.776 g460,50 €
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Im Detail

Als Antrieb für die Massen platziert, waren wir definitiv gespannt, wie viel XTR in der XT steckt. Und wie sich die Shimano XT im Vergleich zu einer SRAM GX Eagle schlägt. Optisch ist die XT zunächst schon einmal ziemlich nah an der XTR: Wer nur flüchtig hinsieht, wird so schnell keinen Unterschied erkennen können. Es glänzt etwas weniger und die Farben sind dunkler, das war’s auf den ersten Blick. Doch auch technisch muss sich die XT nur bedingt vor der erheblich teureren Schwester verstecken – insbesondere dann, wenn man das Gewicht außen vor lässt.

Was kann die neue Shimano XT M8100?
# Was kann die neue Shimano XT M8100? - Dieser Frage sind wir im Test nachgegangen. Insbesondere auch hinsichtlich der Frage, wo Unterschiede zur XTR und SLX liegen und wie sie sich gegenüber der SRAM X01 Eagle schlägt.

Aufbau

Shimano bietet für die XT M8100 zwei Grundaufbauten an: 1-fach mit 10–51 Zähne Kassette oder 2-fach mit 10–45 Zähne Kassette. Dazu die jeweils passenden Kurbeln in allen erdenklichen Kettenblatt-Konfigurationen. Wir entschieden uns für den Test selbstredend für den 1-fach-Aufbau – die Vorteile des Umwerfer-losen Antriebsstranges wiegen für uns einfach zu schwer. Der Shimano-Kunde hat in jedem Fall die Wahl zwischen 450 %, 510 % und 612 % Bandbreite.

Die Kassette ist anders aufgebaut als bei SRAM: Die drei größten Ritzel sind enger gestuft, in der Mitte der Kassette sind die Sprünge größer
# Die Kassette ist anders aufgebaut als bei SRAM: Die drei größten Ritzel sind enger gestuft, in der Mitte der Kassette sind die Sprünge größer - ein nicht zu verachtender Unterschied, der je nach persönlichem Gusto positiv oder negativ zu bewerten ist.
Wie bei Shimano üblich, sind die größeren Ritzel mit einem Aluminiumträger vernietet
# Wie bei Shimano üblich, sind die größeren Ritzel mit einem Aluminiumträger vernietet - geschmiedete Stahlritzel sollen für Haltbarkeit sorgen.
Die zwei größten Ritzel sind aus Aluminium gefertigt, um Gewicht zu sparen.
# Die zwei größten Ritzel sind aus Aluminium gefertigt, um Gewicht zu sparen.

Alle Shimano 12-fach-Kassetten erfordern einen Shimano Micro Spline-Freilauf, den es inzwischen für fast alle Naben zum Nachrüsten gibt. Von der großen Schwester XTR übernommen wurde die Hyperglide+ Technologie, die für schnelle und leise Schaltvorgänge sorgen soll. So helfen nun Rampen auf den Ritzeln nicht nur beim Schalten auf ein größeres Ritzel, sondern auch in die entgegengesetzte Richtung. Einen Unterschied zur XTR gibt’s beim Aufbau. Bei der XT bestehen die zehn kleinsten Ritzel aus geschmiedetem Stahl, während die beiden größten Ritzel aus Aluminium gefertigt sind. Die schneller verschleißenden kleinen Ritzel sind damit auf maximale Haltbarkeit getrimmt, während die großen Ritzel Gewicht sparen sollen. Vernietet wird alles auf einem Aluminiumträger. Das Gewicht der Kassette liegt bei 470 g.

Das Shimano XT M8100-Schaltwerk ist in zwei Längen verfügbar
# Das Shimano XT M8100-Schaltwerk ist in zwei Längen verfügbar - je nachdem, welche Kassette gefahren wird. Eine zusätzliche Variante wird erforderlich, wenn man eine 2-fach Kurbel nutzen will.

Herzstück der Shimano XT M8100-Schaltung ist aber das 12-fach-Schaltwerk. Optisch in mattem Schwarz und dezentem XT-Grau ein auf Understatement bedachter Zeitgenosse, kommt es mit standesgemäßer Technik. Zwei Versionen werden angeboten, die jeweils für den 1-fach oder 2-fach-Antrieb ausgelegt sind. Eine integrierte Kupplung zur Käfigdämpfung ist inzwischen selbstverständlich. Wie bei Shimano üblich, lässt sich die Dämpfung deaktivieren, der Käfig jedoch nicht in offener Position arretieren. Die Schaltröllchen zählen 13 Zähne, bei der XT sind diese kugelgelagert. Unterschiedliche Materialien und ein feineres Finish sorgen am Ende für den Gewichtsunterschied zwischen XTR-, XT- und SLX-Schaltwerk. 240 g sind es für das XTR, 280 g für das getestete XT, 309 g bringt laut Hersteller das SLX-Modell auf die Waage.

Die neue I-Spec EV-Aufnahme ermöglicht eine Montage des Schalthebels direkt an der Klemme des Bremshebels
# Die neue I-Spec EV-Aufnahme ermöglicht eine Montage des Schalthebels direkt an der Klemme des Bremshebels - neu ist, dass der Einstellbereich deutlich vergrößert wurde.
Shimano-typisch kann der kleine Hebel zum Runterschalten auch mit dem Zeigefinger betätigt werden.
# Shimano-typisch kann der kleine Hebel zum Runterschalten auch mit dem Zeigefinger betätigt werden.

Angesteuert wird das Schaltwerk über den ebenfalls neuen Shimano XT M8100 I-Spec EV-Schalthebel. Hinter der kryptischen Abkürzung steckt ein System, über das die Position der Hebel an die individuellen Bedürfnisse des Fahrers oder der Fahrerin angepasst werden kann. So lässt sich der Schalthebel gegenüber der Klemme am Bremshebel um 14 mm parallel zum Lenker verschieben und wiederum relativ zum Lenker um 20° axial rotieren. So soll eine bestmögliche Ergonomie ermöglicht werden. Die Hebelstellung lässt sich relativ zum Trigger jedoch nicht verstellen.

Dank Multi-Shift kann man bei der XT gleichzeitig zwei Gänge schwerer schalten – in einen leichteren Gang kann man sogar vier Gänge auf einmal schalten. Theoretisch hilfreich, wenn es mal schnell gehen muss. Für einen verbesserten Halt am Finger ist der Hebel für die leichteren Gänge gummiert – ein Feature, auf das man bei der SLX verzichten muss. Das Gewicht liegt bei 120 g für die I-Spec EV-Version (132 g mit Schaltzug).

Vier Längen, drei Kettenlinien / Q-Faktoren und fünf Kettenblattgrößen
# Vier Längen, drei Kettenlinien / Q-Faktoren und fünf Kettenblattgrößen - da sag noch einer, er finde bei der XT nicht die passende Kurbel. Das Problem ist eher, aus den vielen Varianten die richtige auszuwählen.
Die Kurbelarme der neuen XT entsprechen im Grunde der Vorgängerversion der XTR
# Die Kurbelarme der neuen XT entsprechen im Grunde der Vorgängerversion der XTR - das bedeutet, dass sie hohlgeschmiedet und mit einer Stahlwelle verpresst sind.

Der Großteil des Mehrgewichts der XT zur XTR oder auch einer SRAM X01 ist auf Kassette und Kurbel zurückzuführen.

Fehlen nur noch zwei Komponenten für den kompletten Antrieb: Kurbel und Kette. Historisch setzt Shimano auf Aluminiumkurbeln und in diesem Bereich macht ihnen niemand etwas vor. Auch die Arme der neuen Shimano XT-Kurbel sind hohlgeschmiedet. Die Hollowtech II-Kurbel wird traditionell mit 24 mm-Achse gebaut, mit Plastikschraube vorgespannt und mit zwei 5 mm-Inbusschrauben geklemmt. Ausführungen mit einem oder zwei Kettenblättern sind verfügbar. Mit der neuen XT verabschiedet sich Shimano vom 4-Loch-Kettenblatt: Alle Kettenblatt-Kombinationen werden jetzt via Direct Mount mit der Kurbel verbunden. Die 1-fach-Kettenblätter mit Dynamic Chain Engagement+ Zahnprofil bietet Shimano bei der XT von 28 bis 36 Zähnen an. Es passen jedoch auch die Blätter von der XTR, sodass auch ein 38er Blatt verfügbar ist.

Direct Mount mit Schrauben? Ja, denn bei Shimano wird ein Aluminiumträger mit einem Stahlkettenblatt kombiniert
# Direct Mount mit Schrauben? Ja, denn bei Shimano wird ein Aluminiumträger mit einem Stahlkettenblatt kombiniert - das soll die Balance zwischen niedrigem Gewicht und hoher Laufleistung optimieren.
Kunststoff kaschiert die Verschraubungen im schwarz beschichteten Stahlkettenblatt
# Kunststoff kaschiert die Verschraubungen im schwarz beschichteten Stahlkettenblatt - die Zahngeometrie fällt dem Schmiedeprozess entsprechend etwas einfacher aus, die Führungsqualitäten konnten im Test dennoch überzeugen.

Die Kurbelarme entsprechen technisch – abgesehen von der Kettenblatt-Aufnahme – dem Vorgängermodell der XTR und werden in vier Längen (165, 170, 175 und 180 mm) und mit drei Wellen (also drei Q-Faktoren sowie Kettenlinien für normale Antriebe, Boost und Super Boost) angeboten. Beim Gewicht gibt Shimano für die Kurbel ab 620 g an (32 Zähne Kettenblatt, 52 mm Kettenlinie, ohne Innenlager).

Shimano bietet die Kurbel passend für drei Kettenlinien an: Standard, Boost und Super Boost
# Shimano bietet die Kurbel passend für drei Kettenlinien an: Standard, Boost und Super Boost - so sollte jeder die passende Konfiguration finden.
Die Shimano XT-Kurbel fällt relativ schwer aus
# Die Shimano XT-Kurbel fällt relativ schwer aus - einer der Gründe ist das Stahl-Kettenblatt.
In unserem Fall haben wir die Kurbel mit dem Standard-Pressfit-Innenlager von Shimano montiert.
# In unserem Fall haben wir die Kurbel mit dem Standard-Pressfit-Innenlager von Shimano montiert.

Wer mehr Bandbreite als die gebotenen 510 % sucht, muss etwas umstrukturieren. Für den 2 x 12-Einsatz wird ein anderes Schaltwerk benötigt, das dann die höhere Kapazität des 2-fach-Kettenblatts in Verbindung mit einer 10–45er Kassette aufnehmen kann. Im Zuge dieses Tests fokussieren wir uns aber auf den 1-fach-Antrieb.

Um die Kettenblätter dreht sich die Shimano Deore XT HG-Kette (CN-M8100). Sie wurde im Zuge der Umstellung auf 12-fach neu entwickelt und soll insbesondere durch verchromte Innenlaschen haltbarer geworden sein. Gleichzeitig soll die Schaltperformance gewohnt gut sein. Die eigentliche Neuerung ist jedoch, dass die Kette bei der Montage nicht mehr vernietet werden muss, sondern mit einem Schnellverschluss kommt. Quick Link nennt Shimano dieses neue Element, das die Montage definitiv vereinfacht. Wie die meisten Kettenschlösser ist auch der Shimano Quick Link nicht wiederverwendbar, wenn er erst einmal geschlossen wurde.

Zur ausführlichen Vorstellung der neuen Shimano SLX & XT-Komponenten

Montage

Wie kommt die neue Shimano XT M8100 ans Rad? Hier gibt es keine Überraschungen – wer schon einmal einen Antrieb montiert hat, sollte keine Schwierigkeiten haben. Der Schalthebel findet seinen Platz an den I-Spec EV-Halterungen der Bremshebel, die Kurbel flutscht ins Pressfit-Innenlager und wird wie üblich leicht vorgespannt und dann über zwei Schrauben am Kurbelarm geklemmt. Doch nun kommt die Kassette: Wer zuletzt viele SRAM-Kassetten montiert hat, wird sich wundern, dass bei der Shimano XT noch einzelne Ritzel und Distanzringe auf den Micro Spline-Freilauf geschoben werden müssen. Wer hier beim Auspacken nicht vorsichtig ist, muss in der Tat Acht geben, die richtige Reihenfolge zu wählen. Sonst stimmen die Abstände zwischen den Ritzeln nicht und im schlimmsten Fall wird der Freilaufkörper beschädigt, da der Verschlussring nicht tief genug greift. Das fühlt sich irgendwie wenig zeitgemäß an. Einmal montiert ist das sicherlich kein Problem, aber doch etwas, das wir eigentlich schon hinter uns gelassen hatten.

Etwas ungewöhnlich, wenn man von SRAM kommt
# Etwas ungewöhnlich, wenn man von SRAM kommt - auch bei der neusten XT werden noch einzelne Ritzel auf den Micro Spline-Freilauf geschoben. Um die Montage noch zu erschweren, sind die Distanzringe nicht identisch. Aufpassen ist angesagt.

Das Schaltwerk zu montieren, ist dann wieder denkbar einfach – ebenso wie die Einstellung der Endanschläge. Bereits im ersten Rutsch gelingt uns ein nahezu perfektes Setup mit der XT. Von den theoretisch engeren Toleranzen des 12-fach-Antriebs ist hier wenig zu spüren und mit minimalem Feintuning der Zugspannung am Schalthebel arbeitet die XT weich und sauber.

Auf dem Trail

Bei den 24h von Finale Ligure sind wir zum ersten Mal länger die neue Shimano XTR 12-fach Gruppe gefahren – und waren begeistert. Nach dieser Erfahrung waren wir also umso neugieriger auf die preisgünstigere 12-fach Gruppe von Shimano, die neue Deore XT M8100. Für den Praxistest des neuen Shimano XT 12-fach-Antriebs haben wir ein privat gekauftes Canyon Spectral verwendet. Den 27,5″-Laufrädern sowie dem Einsatzbereich entsprechend haben wir den Antrieb mit 175 mm langer Kurbel, 34er Kettenblatt und der großen 10–51 Zähne Kassette montiert. Der Rahmen erforderte ein Pressfit-Innenlager sowie die Kurbel in der Boost-Ausführung.

Unsere Testbasis für die neue Shimano XT M1800-Gruppe ist das Canyon Spectral AL gewesen
# Unsere Testbasis für die neue Shimano XT M1800-Gruppe ist das Canyon Spectral AL gewesen - im Testzeitraum haben wir gut 1.400 km zurückgelegt.

Schaltverhalten und Ergonomie

Beim Zahndesign und dem daraus folgenden sehr guten Schaltverhalten schließt die Shimano XT M8100 nahtlos an die teurere XTR an. Unter Vollast kann es vereinzelt zu Geräuschen – wir würden es als Knarzen beschreiben – aus dem Antrieb kommen, doch abgesehen davon wechselt die XT die Gänge mit einer Präzision und Ruhe, die ihresgleichen sucht. In normalen Situationen fühlen sich die Schaltvorgänge annähernd nahtlos an und die Akustik wurde nach einiger Einfahrzeit nochmals besser.

Bei Volllast bergauf gibt es manchmal Geräusche von der Kassette zu hören
# Bei Volllast bergauf gibt es manchmal Geräusche von der Kassette zu hören - in der Regel arbeitet der Antrieb quasi geräuschlos.
Die Schaltperformance ist erstklassig
# Die Schaltperformance ist erstklassig - die Gänge sitzen zu jeder Zeit schnell und leise.

„Für mich ist die neue Shimano XT die Preis-Leistungs-Referenz für 12-fach Antriebe.“ – Tobias Stahl

Eine echte Stärke von Shimano: Die schnellen und leisen Schaltvorgänge. Bei der XT sitzt der Gang unmittelbar und leise unter allen Bedingungen – exakt so, wie ich es mir vorstelle. Ein guter Teil dieser Beobachtung lässt sich vermutlich auf die Instant Release Technologie zurückführen, die das Schalten gegenüber alten Versionen klar beschleunigt hat.

Interessant und nicht direkt intuitiv ist, dass bei der Shimano XT die Schaltkräfte etwas höher liegen. Selbst im Neuzustand und mit penibler Zugverlegung ließ sich für mich dieser Effekt beobachten. In gewisser Hinsicht passt er nicht zur ansonsten leisen und weichen Arbeit der XT. Erstklassig sind hingegen die Indexierung und Rückmeldung des Schalthebels. Ein Nachdrücken ist nie nötig und die gefühlte und gehörte Rückmeldung zum Schaltvorgang ist präzise. Es ist spürbar, dass Shimano hier viel Mühe investiert hat.

Die neue Shimano XT M8100 soll für alle Mountainbiker spannend sein
# Die neue Shimano XT M8100 soll für alle Mountainbiker spannend sein - je nach Einsatzbereich gibt es zwei unterschiedliche Kassetten zur Auswahl.

Der größte Gang ist kein Rettungsring – Shimano plant drei Gänge zum Klettern ein.

Neben dem Schaltverhalten ist die Bandbreite bei 1-fach-Antrieben nach wie vor eine spannende Frage. Wie fühlen sich die 510 % der XT auf dem Trail an? Interessant ist hier erneut der Blick auf die Abstufung der Kassette. Diese liest sich bei der XT wie folgt: 10-12-14-16-18-21-24-28-33-39-45-51. Vereinfacht könnten die Philosophien so zusammengefasst werden: Shimano – 9 Gänge zum Fahren, 3 Gänge zum Klettern. Als jemand, der abgesehen von München eher in steilem Gelände unterwegs ist, hat mir diese Philosophie gut gefallen. Sie ermöglicht beim Klettern eine feinere Anpassung der Trittfrequenz und reduziert nicht auf den Unleash-The-Eagle-Als-Letzte-Rettung-Gang.

In der neusten Generation führt Shimano nun die Kette so sicher wie SRAM
# In der neusten Generation führt Shimano nun die Kette so sicher wie SRAM - im gesamten Testzeitraum haben wir nicht ein Mal die Kette verloren.

Im Bezug auf die Ergonomie hat Shimano an einigen Eigenheiten festgehalten. Aus alten Rapid-Fire-Zeiten bekannt ist die Funktionalität, auch mit dem Zeigefinger in einen schwereren Gang schalten zu können. Wie von SRAM eingeführt und für die meisten von uns etabliert, kann jedoch auch ausschließlich mit dem Daumen geschaltet werden. Wie gewohnt können in jede Richtung mit jedem Hebel zwei Gänge auf einmal geschaltet werden – ein tiefer Druck auf den großen Daumenhebel gibt sogar vier Gänge frei. In der Praxis haben wir hiervon nie Gebrauch gemacht, da der tiefe Druck ergonomisch stark eingeschränkt ist. Zwei schnelle, weniger tief ausgeführte Betätigungen in Folge sind für uns die bessere Lösung gewesen.

Der neue Shimano XT-Schalthebel ist endlich so gut, wie er sein muss: Knackige Schaltvorgänge mit klarer haptischer und akustischer Rückmeldung machen Freude
# Der neue Shimano XT-Schalthebel ist endlich so gut, wie er sein muss: Knackige Schaltvorgänge mit klarer haptischer und akustischer Rückmeldung machen Freude - die Bedienkräfte liegen jedoch über dem Modell von SRAM.

Über die Shimano I-Spec EV-Schnittstelle kann der Schalthebel direkt an der Klemmschelle der Bremse befestigt werden. Das System ist etwas fummeliger, als eine eigene Klemmschelle (die ebenfalls angeboten wird), ist jedoch die optisch schönere Lösung. Bei Shimano ist es außerdem eine sehr ergonomische. Die Hebelgeometrien sind für mittelgroße Hände (Handschuhe Größe L) optimal. Dank der I-Spec EV-Aufnahme konnten den Schalthebel relativ zum Bremshebel so positionieren, dass wir beide bestmöglich erreichen konnten. Hinzu kommt, dass für verschiedene Daumen der Schalthebel unabhängig von der Bremse um den Lenker rotiert werden kann. Gelungen!

Um auch bei schlechtem Wetter bestmögliche Schaltvorgänge zu ermöglichen, hat Shimano den Daumenhebel gummiert. Das fühlt sich gut an und funktioniert sowohl mit, als auch ohne Handschuh sehr gut. In der Summe gibt es so bei der Ergonomie der XT weder Überraschungen, noch etwas auszusetzen.

Über die I-Spec EV-Halterung lässt sich der Schalthebel relativ zur Bremse verdrehen und axial verschieben
# Über die I-Spec EV-Halterung lässt sich der Schalthebel relativ zur Bremse verdrehen und axial verschieben - so lässt sich die Shimano XT ideal an verschiedene Vorlieben und Hände anpassen.
Die Gummierung am Daumenhebel ist gerade bei widrigen Bedingungen angenehm
# Die Gummierung am Daumenhebel ist gerade bei widrigen Bedingungen angenehm - die Länge des Hebels ermöglicht auch bei kalten Fingern eine saubere Bedienung.

Haltbarkeit

Unsere Testkomponenten zeigten sich vom Test über den Winter fast gänzlich unbeeindruckt. Einer der Gründe hierfür ist, dass Shimano bei der XT offensichtlich großes Augenmerk auf die Haltbarkeit gelegt hat. Das zeigt sich insbesondere am Schaltwerk. Da wären einerseits die kugelgelagerten Schaltröllchen oder die nachstellbare Käfigbremse zu nennen. Andererseits ist jedoch das große Ganze relevanter: Shimano hat einige Bemühungen unternommen, um das Schaltwerk so gut es geht vor äußeren Einflüssen zu schützen. So schmiegt es sich möglichst eng an die Kassette und versucht sich hinter dem Schaltauge und unter der Kettenstrebe zu verstecken. Flächen, die funktionsbedingt nicht aus dem Weg geräumt werden können, sind abgeschrägt. Das soll helfen, bei Steinkontakten auszuweichen statt abzureißen. Am Käfig kommen Platten aus Stahl und Aluminium zum Einsatz – erneut zeigt sich, wo die XTR ihren Gewichtsvorteil holt und woher die strukturelle Haltbarkeit der XT kommt.

Das Shimano XT-Schaltwerk ist so gestaltet, dass es sich möglichst hinter dem Rahmen versteckt
# Das Shimano XT-Schaltwerk ist so gestaltet, dass es sich möglichst hinter dem Rahmen versteckt - so soll Beschädigungen vorgebeugt werden.

Beeindruckend war im Testzeitraum über den Winter und das Frühjahr, wie unbeeindruckt sich die neue Shimano XT M8100 von jeglichen Widrigkeiten zeigt. So mussten wir nicht ein einziges Mal den Antrieb nachstellen. Lange und wiederholte Matsch-Touren um den feuchten Jahreswechsel 2019/2020 ließen die Kette und Kassette ebenso wie das Schaltwerk unbeeindruckt. Positiv ist auch, wie unbeeindruckt sich das Schaltwerk von Gras, Stöckchen und anderem Dreck zeigt. Auch unter widrigen Bedingungen gibt es hier keinen Grund zur Klage, was das Schaltverhalten angeht.

Tagelanger Regen bei niedrigen Temperaturen verwandelte den Voralpenraum um den Jahreswechsel in eine Matschlandschaft …
# Tagelanger Regen bei niedrigen Temperaturen verwandelte den Voralpenraum um den Jahreswechsel in eine Matschlandschaft …
… die XT zeigte sich im Test hiervon gänzlich unbeeindruckt und überzeugte mit pflegeleichter Haltbarkeit und Zuverlässigkeit.
# … die XT zeigte sich im Test hiervon gänzlich unbeeindruckt und überzeugte mit pflegeleichter Haltbarkeit und Zuverlässigkeit.

Unbeeindruckt vom Test zeigt sich auch die physische Erscheinung der XT. Die Buchsen am Schaltwerk laufen spielfrei wie am ersten Tag. Die Kurbel ist frei von Kratzern – auch weil Shimano von Haus aus mittlerweile Schutzfolien appliziert. Die Schaltqualität ist unverändert erstklassig. Einen großen Anteil hat hieran der Fakt, dass die am meisten gefahrenen Ritzel sowie das Kettenblatt aus Stahl gefertigt sind. Was auf der Waage einen durchaus gewichtigen Nachteil mit sich bringt, ist in der Haltbarkeit ein Stein im Brett. Doch die XT läuft wie am ersten Tag und zeigt abgesehen von entfernter schwarzer Farbe keinerlei Alterungserscheinungen. Stichwort Farbe: Das Schwarz der Kurbel ist nicht gar so tief, wie wir es von Shimano gewohnt sind. Je nach Sonneneinfall erscheint es etwas lila und die Buchstaben der Beschriftung zeigen sich angegriffen. Bei viel Licht bleibt dann doch etwas Schatten.

Im Vergleich

Wie schlägt sich die Shimano XT M8100 12-fach-Schaltung im direkten Vergleich mit ihren wichtigsten Wettbewerbern und der Konkurrenz im eigenen Haus? Dieser Frage gehen wir in Kürze in einer großen Markt- und Vergleichsübersicht im Detail nach. Doch auch im Einzeltest ist es wichtig, die erlebte Leistung der neuen 12-fach-XT einzuordnen. Gerade vor dem Hintergrund, dass SRAM in den letzten Jahren bei den 11-fach und 12-fach-Antrieben klar Marktanteile dazu gewonnen hat. Findet nun die Wachablösung statt?

So klar lässt sich das nicht sagen, denn es gibt heute kaum noch schlechte Schaltungen. Fest steht jedoch, dass sich die Shimano XT im Vergleich keineswegs verstecken muss. Sie liegt vom Gewicht her knapp unter einer kompletten SRAM GX Eagle und ist preislich je nach Anbieter 30 bis 50 € günstiger. Die SRAM GX ist daher als direkter Konkurrent einzuordnen. Doch auch den Vergleich nach oben braucht die Shimano XT 12-fach nicht zu scheuen. Mit Ausnahme der SRAM XX1 Eagle AXS bin ich alle aktuell verfügbaren 12-fach-Schaltungen im Hochpreissegment gefahren. Fangen wir im eigenen Haus an: Von der XTR unterscheidet die XT lediglich das Gewicht und die Optik – und der Preis. Zusätzliche Funktionalität bietet die XTR nicht. Da die Kerntechnologien bei Kassette und Kette identisch sind, wundert es wenig, dass auch die Schalteigenschaften auf ähnlich hohem Level liegen. Die Entscheidung zwischen einer XT und einer XTR ist daher über Gewicht und Preis zu treffen – nicht über Funktion.

Im Vergleich zur preislich ähnlich gelegenen SRAM GX Eagle-Schaltung fallen die Gangwechsel der Shimano XT gefühlt etwas präziser aus
# Im Vergleich zur preislich ähnlich gelegenen SRAM GX Eagle-Schaltung fallen die Gangwechsel der Shimano XT gefühlt etwas präziser aus - dafür sind die Bedienkräfte am Schalthebel höher.
Die Shimano XT M8100-Schaltung setzt auf dieselben Technologien wie das teurere XTR-Modell
# Die Shimano XT M8100-Schaltung setzt auf dieselben Technologien wie das teurere XTR-Modell - hier entscheiden vor allem Gewicht und Preis.

Etwas differenzierter zeigt sich der Vergleich zu SRAM. Zuallererst hören sich die Schaltungen unterschiedlich an: Shimano schaltet weicher und leiser, bei SRAM sitzen die Gänge klarer spür- und hörbar. Die akustische Präsenz der SRAM Eagle-Systeme kann schnell einen knackigeren Gangwechsel suggerieren. Ein etwas schräger Automobilvergleich wäre vielleicht Doppelkupplung vs. sequentielles Getriebe. Doch die gefühlte Wahrheit ist, dass bei den aktuellen XTR und XT-Modellen der Antrieb harmonischer arbeitet und die Anschlüsse besser passen. Und das trotz höherer Schaltkräfte am Hebel, der dafür jedoch die bessere Rückmeldung bietet und bei der XT (ebenso bei der XTR) in Verbindung mit I-Spec unserem Gefühl nach griffiger und ergonomischer ausfällt. Punkten kann die Shimano XT auch bei der Haltbarkeit. Während bei SRAM-Schaltungen mit steigender Laufleistung häufig ausgeschlagene Buchsen anzutreffen sind und feinfühlig nachjustiert werden muss, läuft die XT gefühlt wie am ersten Tag – Matsch und Staub zum Trotz. So sehen wir im Vergleich auf hohem Niveau aktuell den Vorteil bei Shimano.

Echte Unterschiede, die jedoch Geschmackssache sind, gibt es zu guter Letzt bei der Abstimmung der Kassetten. Während Shimano neun eng gestufte mit drei Klettergängen kombiniert, ist die Grundauslegung bei SRAM elf Gänge zum Fahren und ein Gang als „Rettungsanker“ – insbesondere bei den neuen 52 T Kassetten. Für wen welche Auslegung besser funktioniert, ist am Ende Typsache. Fakt ist, dass sich die Kassetten unterschiedlich fahren und dass es für beide Setups gute Gründe gibt.

Das ist uns aufgefallen

  • Kettenabwürfe Haben wir die Kette verloren? Die Antwort ist: nie! Shimano hat hier erfolgreich auf SRAM aufgeholt und erreicht trotz einfacherer Zahngeometrie über die verfeinerte Dämpfung am Schaltwerk nun das Level des Wettbewerbers.
  • Schaltgeschwindigkeit Von vielen wird diese Frage zur Religion stilisiert. Für uns ist eher entscheidend, ob der nächste Gang unter allen Bedingungen sitzt. Das schafft die Shimano XT 12-fach in beeindruckender Art und Weise.
  • Gewicht und Wartungsfreundlichkeit Die XT ist als Gruppe nicht extrem leicht – das liegt vor allen an der Kurbel mit Stahlkettenblatt und den einzeln austauschbaren Ritzeln. Letztere sind unvorteilhaft in der Montage, können aber bei Verschleiß (insbesondere am E-Bike) flexibel getauscht werden. So hat jeder Nachteil bei der Shimano auch irgendwo einen Vorteil.

Fazit zum Shimano XT M8100-Antrieb

Die neue Shimano XT M8100 ist eine Ansage und eine echte Referenz für 12-fach-Antriebe. Erstklassige Schaltqualität und perfekte Ergonomie zu einem fairen Preis machen sie zu einer klaren Empfehlung für alle, die ihren bestehenden Antrieb erneuern wollen und dabei nicht auf das letzte Gramm aus sind. Etwas überraschend: Die Oberflächenqualität der Kurbel inklusive Beschriftung kann nicht ganz das halten, was wir von Shimano gewohnt sind. Wer bei Gewicht und Ergonomie leichte Abstriche machen kann, kommt mit der SLX nochmals günstiger weg.

Pro
  • erstklassige Schaltqualität
  • überzeugende Haltbarkeit und Langlebigkeit
  • fairer Preis
Contra
  • Oberflächenfarbe der Kurbel nicht Shimano-üblich perfekt
  • schwere Kassette mit umständlicher Montage
Die neue Shimano XT 12-fach-Schaltung könnte für uns die Preis-Leistungs-Referenz auf dem Markt sein
# Die neue Shimano XT 12-fach-Schaltung könnte für uns die Preis-Leistungs-Referenz auf dem Markt sein - andere mögen leichter oder elektrisch sein. Aber wenn es einfach darum geht, Gänge zu wechseln, macht ihr derzeit kaum jemand etwas vor.

Konntet ihr schon Erfahrungen mit den neuen Shimano 12-fach-Antrieben sammeln? Welcher kommt für euch in Frage: XTR, XT, SLX oder Deore?


Testablauf

Die Shimano XT M8100-Antriebsgruppe wurde uns von Shimano für den Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach Montage im September 2019 sind wir die Gruppe bis heute intensiv gefahren und haben dabei gut 1.400 km / 35.000 hm absolviert. Im Testzeitraum wurden keine Komponenten getauscht und das Setup wurde abgesehen von der ersten Einstellung nicht angepasst. Fester Bestandteil der Shimano XT-Gruppe sind die Scheibenbremsen, die wir parallel im Test hatten. Der Testbericht folgt in Kürze.

Hier haben wir die Shimano XT M8100 12-fach getestet

  • Tirol Knackige Anstiege, technische Downhills
  • Karwendel Knackige Anstiege, alpine Downhills
  • Alpenvorland (München, Bodensee) Schnelle Touren, teils sehr viel Matsch
Testerprofil Tobias Stahl
Tester-Profil: Tobias Stahl
52 cm70 kg83 cm58 cm177 cm
Betriebswirt mit Hang zum Maschinenbau. Seit 2002 auf dem Mountainbike unterwegs ist er ein begeisterter Bergsportler, der von XC bis Enduro Spaß an allem hat, was sich aus Muskelkraft auf zwei Rädern anstellen lässt.
Fahrstil
Beide Räder am Boden und Vollgas: Attacke bergauf, sauber bergab
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
Gabel straff, Hinterbau effizient
Vorlieben bei der Geometrie
Mittellang und flach


Preisvergleich

  1. benutzerbild

    lupus_bhg

    dabei seit 04/2005

    Klein-Attitude schrieb:

    Bitte ? Das geht immer noch, sowohl bei 11fach als auch 12fach, sogar die Rückseite extra geriffelt.

    Lies doch bitte erst einmal, worum es wirklich geht.
  2. benutzerbild

    Hifly

    dabei seit 06/2005

    Stoni schrieb:

    Finde unter Mt900 nur Bremsscheiben, haste mal nen Link?



    https://bike.shimano.com/de-DE/product/component/shimano/FC-MT900-1.html

    Habe aber scheinbar die letzten 2 gekauft finde bei bike-3.de wo es die für 135+Versand gab keine mehr. Alles andere scheint deutlich teurer zu sein, schlechter tip von mir
  3. benutzerbild

    evilrogi

    dabei seit 11/2003

    Fahre seit gut 1,5 Jahren GX Eagle, seit es mir das X01-Schaltwerk (11s) zerstört hat. Hält sich prima, und ich mag die auch. Aber mir gefällt auch die neue XT/SLX, und würde die gerne probieren, wenn mal ein Wechsel ansteht. Habe hier auch regelmässig ein NX-Eagle bestücktes Rad in der Werkstatt. Die Qualität dieser Gruppe finde ich himmeltraurig, eine Welt zu GX Eagle und Shimano.
  4. benutzerbild

    Robby2107

    dabei seit 03/2011

    Bin echt noch unentschlossen ob ich von meiner 3x9 XT auf die 1x12 umsteigen soll.
    Brauche dann auch noch den Micro Spline Freilauf für Hope-Nabe...
    Keine Ahnung ob sich sowas lohnt.
    Dachte endlich eine 1x X Schaltung mit der man auch nen steilen Stich hochkommt und nen Singletrailer hinten dran haben kann.
  5. benutzerbild

    evil_rider

    dabei seit 01/2002

    Robby2107 schrieb:

    Bin echt noch unentschlossen ob ich von meiner 3x9 XT auf die 1x12 umsteigen soll.
    Brauche dann auch noch den Micro Spline Freilauf für Hope-Nabe...
    Keine Ahnung ob sich sowas lohnt.
    Dachte endlich eine 1x X Schaltung mit der man auch nen steilen Stich hochkommt und nen Singletrailer hinten dran haben kann.


    kannst ja 11-fach machen, wo ist das problem... zumindest wenn ne pro4 hast, geht das ohne neuen freilauf... nimmst das 12-fach schaltwerk, ne cassette mit passender abstufung und nen 11-fach trigger.

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