Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Leichte Unterschiede sind vorhanden – der Grundaufbau ist jedoch ähnlich
Leichte Unterschiede sind vorhanden – der Grundaufbau ist jedoch ähnlich
#28A9285
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#28A9268
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#28A9254
#28A9254
Enduro 0906 Final
Enduro 0906 Final
Enduro 0545 FInal
Enduro 0545 FInal
Enduro 0115 Final
Enduro 0115 Final
Specialized Enduro Comp
Specialized Enduro Comp - SATIN BLACK / GLOSS BLACK / CHARCOAL
Specialized Enduro Comp
Specialized Enduro Comp - GLOSS AQUA / FLO RED / SATIN BLACK
Specialized Enduro Elite
Specialized Enduro Elite - GLOSS WHITE MOUNTAINS / SATIN CARBON / SAGE
Specialized Enduro Expert
Specialized Enduro Expert - GLOSS RED TINT / DOVE GRAY / SATIN BLACK
Specialized S-Works Enduro
Specialized S-Works Enduro - GLOSS DOVE GRAY / GLOSS BLACK / ROCKET RED
Specialized S-Works Enduro-Frameset
Specialized S-Works Enduro-Frameset - GRANITE / BRUSHED BLACK CHROME
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Ein Alu-Prototyp des neuen Enduros.
Ein Alu-Prototyp des neuen Enduros.
328A8775
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Gewichtsreduktion für das Edelmodell: Identisch schlanke Optik, aber in anderen Gewichtsphären spielend
Gewichtsreduktion für das Edelmodell: Identisch schlanke Optik, aber in anderen Gewichtsphären spielend - das linke Paar besteht aus Carbon, das rechte aus Aluminium
Ähnlich ist der Fall hier im wahrsten Sinne des Wortes gelagert. Durch die Carbon-Anbauteile spart man beim S-Works-Rahmen satte 250 Gramm.
Ähnlich ist der Fall hier im wahrsten Sinne des Wortes gelagert. Durch die Carbon-Anbauteile spart man beim S-Works-Rahmen satte 250 Gramm.
328A8774
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Specialized Enduro-34
Specialized Enduro-34
Specialized Enduro-33
Specialized Enduro-33
… dass wir ihn unbedingt ablichten mussten.
… dass wir ihn unbedingt ablichten mussten.
Allerdings fanden wir den Lack dermaßen schön …
Allerdings fanden wir den Lack dermaßen schön …
Kein Komplettbike, sondern das offizielle Frameset …
Kein Komplettbike, sondern das offizielle Frameset …
Specialized Enduro-29
Specialized Enduro-29
Das Specialized Enduro 2020 ist von Grund auf neu designt und ist geometrie-technisch ganz schön aufgebohrt worden. Die S-Works-Variante kostet 10.999 € und und verfügt über 170 mm Federweg an Front und Heck.
Das Specialized Enduro 2020 ist von Grund auf neu designt und ist geometrie-technisch ganz schön aufgebohrt worden. Die S-Works-Variante kostet 10.999 € und und verfügt über 170 mm Federweg an Front und Heck.
Auch bei den Reifen greift Specialized auf bewährte Hausmittel zurück
Auch bei den Reifen greift Specialized auf bewährte Hausmittel zurück - die Specialized Butcher Grid-Reifen konnten uns bereits im separaten Test überzeugen: <a href="https://www.mtb-news.de/news/2019/01/21/specialized-butcher-test-gripton">https://www.mtb-news.de/news/2019/01/21/specialized-butcher-test-gripton</a>
… als auch an der rotierenden Masse in Form der Carbon-Felgen zum Einsatz.
… als auch an der rotierenden Masse in Form der Carbon-Felgen zum Einsatz.
Specialized Enduro-25
Specialized Enduro-25
Wir sind mit der größten Größe unterwegs – S5.
Wir sind mit der größten Größe unterwegs – S5.
Specialized Enduro-23
Specialized Enduro-23
Tief im Bauch des Hauptrahmens versteckt ist der Fox Float X2-Dämpfer, der im S-Works-Modell verbaut ist.
Tief im Bauch des Hauptrahmens versteckt ist der Fox Float X2-Dämpfer, der im S-Works-Modell verbaut ist.
Dass die bissigen Shimano XTR-Bremsen sehr ordentlich verzögern, wissen wir ebenfalls schon – die Stopper gehören zu den aktuell kräftigsten Bremsen am Markt.
Dass die bissigen Shimano XTR-Bremsen sehr ordentlich verzögern, wissen wir ebenfalls schon – die Stopper gehören zu den aktuell kräftigsten Bremsen am Markt.
Specialized Enduro-20
Specialized Enduro-20
Im Gegensatz zum neuen Specialized Epic HT kommt es durchaus mal vor, dass man einen Schlauch oder einen Power-Burrito benötigt
Im Gegensatz zum neuen Specialized Epic HT kommt es durchaus mal vor, dass man einen Schlauch oder einen Power-Burrito benötigt - die unauffällig unter dem Flaschenhalter versteckte SWAT-Box sorgt mit Futteral für aufgeräumten Stauraum.
Dreht man die Abdeckungskappe, lässt sich ein gut funktionierendes Minitool herausziehen.
Dreht man die Abdeckungskappe, lässt sich ein gut funktionierendes Minitool herausziehen.
Ein nettes und vor allem unauffälliges Detail ist auch im neuen Modell wieder dabei – das SWAT-Kit im Gabelschaft.
Ein nettes und vor allem unauffälliges Detail ist auch im neuen Modell wieder dabei – das SWAT-Kit im Gabelschaft.
Specialized Enduro-16
Specialized Enduro-16
Am Topmodell werden hauseigene Parts serviert – respektive der Tochterfirmen. Die Roval Traverse-Linie kommt sowohl am brandneuen Carbon-Lenker …
Am Topmodell werden hauseigene Parts serviert – respektive der Tochterfirmen. Die Roval Traverse-Linie kommt sowohl am brandneuen Carbon-Lenker …
Specialized Enduro-14
Specialized Enduro-14
Für die Federung setzt Specialized nicht auf Öhlins-Varianten, sondern vertraut gänzlich auf Fox. So sorgt an der Front eine Fox 36 Factory mit 170 mm für satte Dämpfung.
Für die Federung setzt Specialized nicht auf Öhlins-Varianten, sondern vertraut gänzlich auf Fox. So sorgt an der Front eine Fox 36 Factory mit 170 mm für satte Dämpfung.
Specialized Enduro-12
Specialized Enduro-12
Statt der Shimano XTR-Kurbel greift Specialized auf die leichte, aber stabile RaceFace Next R-Variante zurück, die kompakte Kettenführung kommt von MRP.
Statt der Shimano XTR-Kurbel greift Specialized auf die leichte, aber stabile RaceFace Next R-Variante zurück, die kompakte Kettenführung kommt von MRP.
Der Hauptdrehpunkt des Hinterbaus befindet sich nun mittiger im Rahmen
Der Hauptdrehpunkt des Hinterbaus befindet sich nun mittiger im Rahmen - Dies sorgt unter anderem für eine geringere Überstandshöhe und einen tieferen Schwerpunkt, was beides dem Fahrer oder der Fahrerin in der Abfahrt zugute kommt.
Specialized Enduro-9
Specialized Enduro-9
Specialized Enduro-8
Specialized Enduro-8
Specialized Enduro-7
Specialized Enduro-7
Specialized Enduro-6
Specialized Enduro-6
Die Anlenkung kennen wir doch – das FSR-Design stammt vom Demo.
Die Anlenkung kennen wir doch – das FSR-Design stammt vom Demo.
Auch bei der Schaltung setzt Specialized beim S-Works-Modell auf XTR: Die Topgruppe der Japaner glänzt durch hohe Präzision und gute Verarbeitung.
Auch bei der Schaltung setzt Specialized beim S-Works-Modell auf XTR: Die Topgruppe der Japaner glänzt durch hohe Präzision und gute Verarbeitung.
Specialized Enduro-3
Specialized Enduro-3
Specialized Enduro-2
Specialized Enduro-2
Specialized Enduro-1
Specialized Enduro-1
Der mittelschwere Trail „Gipsy“ beinhaltete neben solchen Felspassagen auch mittelgroße Sprünge, auf denen man das ausgewogene Flugverhalten des Enduros unter Beweis stellen konnte.
Der mittelschwere Trail „Gipsy“ beinhaltete neben solchen Felspassagen auch mittelgroße Sprünge, auf denen man das ausgewogene Flugverhalten des Enduros unter Beweis stellen konnte.
Felsenroulette auf „Boondocks“
Felsenroulette auf „Boondocks“
Direkt nach den ersten Metern auf „Boondocks“ folgen einige natürliche Felskicker, die sich kontrolliert fliegen lassen.
Direkt nach den ersten Metern auf „Boondocks“ folgen einige natürliche Felskicker, die sich kontrolliert fliegen lassen.
harookz 8647
harookz 8647
Locker geht es bergauf
Locker geht es bergauf - zusammen mit den anderen Journalisten-Kollegen traten wir zum Aufwärmen knapp 250 Höhenmeter.
Ab durch den Coaster – der leichte Trail zum Warmwerden funktionierte passabel, konnte aber noch nicht das volle Potenzial aus dem Enduro herauskitzeln.
Ab durch den Coaster – der leichte Trail zum Warmwerden funktionierte passabel, konnte aber noch nicht das volle Potenzial aus dem Enduro herauskitzeln.
harookz 0140
harookz 0140
Hier gab es primär langgezogene, staubige Anlieger ohne viel technischen Schnickschnack.
Hier gab es primär langgezogene, staubige Anlieger ohne viel technischen Schnickschnack.
dylan 6377
dylan 6377
dylan 6072
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dylan 6071
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Ein reinrassiges Enduro, dass im Vergleich zum Vorgänger eine große Ecke progressiver geworden ist – wer auf der Suche nach einem potenten Bike für Freeride, Enduro-Race und Bikepark ist, sollte sich das neue Specialized Enduro mal genauer anschauen!
Ein reinrassiges Enduro, dass im Vergleich zum Vorgänger eine große Ecke progressiver geworden ist – wer auf der Suche nach einem potenten Bike für Freeride, Enduro-Race und Bikepark ist, sollte sich das neue Specialized Enduro mal genauer anschauen!
dylan 5541
dylan 5541
dylan 5467
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Wie schon beim Demo gibt es nun auch für das Enduro die Größen S2 bis S5 statt der bekannten S-XXL-Größenstruktur.
Wie schon beim Demo gibt es nun auch für das Enduro die Größen S2 bis S5 statt der bekannten S-XXL-Größenstruktur.
dylan 5446
dylan 5446
An Geometrie und Heckfederung wurde ziemlich viel gefeilt, bis es dem entsprach, was die Ingenieure im Sinn hatten.
An Geometrie und Heckfederung wurde ziemlich viel gefeilt, bis es dem entsprach, was die Ingenieure im Sinn hatten.
TITEL FEHLT
TITEL FEHLT

Es sieht nicht nur schnell aus, sondern soll auch die neue Referenz für abfahrtslastige Enduro-Ausflüge werden: Das Specialized Enduro wurde für das Jahr 2020 von Grund auf neu entwickelt und möchte mit 29″-Laufrädern und satten 170 mm Federweg alle die Fahrer und Fahrerinnen überzeugen, die das ultimative Bike für den Grenzbereich zwischen Enduro und Bikepark suchen. Wir haben das neue Specialized Enduro bereits getestet!

Steckbrief: Specialized Enduro 2020

EinsatzbereichEnduro, Freeride
Federweg170 mm/170 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
RahmengrößenS2, S3, S4, S5
Websitewww.specialized.com
Preis: 10.999 €

X-Wing-Design war gestern, tiefliegender Dämpfer ist heute: Das neue Specialized Enduro wurde von Grund auf neu entwickelt und hat mit dem Enduro der vergangenen Jahre kaum noch etwas gemein. Der Fokus des Bikes hingegen hat sich nicht geändert: Höchstmöglicher Speed auf ruppigen Trails, ob gezeitet im Enduro-Rennen oder ohne Zeit-, aber mit Nachdruck im Bikepark. Ermöglicht werden soll dies nicht nur durch noch mehr Federweg, sondern im Speziellen durch eine neue Hinterbau-Kinematik, in die laut Specialized viel kalifornischer Hirnschmalz eingeflossen ist.

Oben drauf gibt es eine neue Größen-Unterteilung, die sich nicht in Rahmengrößen von S bis XL einteilen lässt, sondern die S-Einteilung des Downhillbikes Demo übernimmt, die sich primär in der Länge des Bikes misst und weniger in der Höhe des Sitzrohres, welches sich pro Größe nur moderat verändert. Der Vorteil laut Specialized: Mehr Varianten für individuelle Vorlieben der Fahrer, was die Länge des Bikes angeht. Verspieltere Variante = kürzere Version, Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten = längere Version. Die S-Works-Top-Variante des Specialized Enduro kostet satte 10.999 € und verfügt über die brandneue Shimano XTR-Schaltung und Federelemente von Fox. Wir konnten den ultimativen Boliden bereits einen Tag im Bikepark testen.

Das Specialized Enduro 2020 ist von Grund auf neu designt und ist geometrie-technisch ganz schön aufgebohrt worden. Die S-Works-Variante kostet 10.999 € und und verfügt über 170 mm Federweg an Front und Heck.
# Das Specialized Enduro 2020 ist von Grund auf neu designt und ist geometrie-technisch ganz schön aufgebohrt worden. Die S-Works-Variante kostet 10.999 € und und verfügt über 170 mm Federweg an Front und Heck.
Diashow: Specialized Enduro 2020 im ersten Test - Auf Mission Mini-DH
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Specialized Enduro-7
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Specialized Enduro Comp
Diashow starten »

Geometrie

Mit einer Körpergröße von 193 cm bin ich der größte Tester im Feld und so reservierte Specialized das Enduro 2020 für mich in der Größe S5, was der längstmöglichen Variante entspricht – ein langer Bock mit einem Radstand von über 1300 Millimetern. Nicht nur angesichts des Radstandes konstruierte Specialized mit dem neuen Modell ein, im Vergleich zum etwas konservativeren Vorgänger, ganz schön progressives Gefährt. Das zeigen die Zahlen im Vergleich durchaus eindrucksvoll: Statt eines bisherigen Lenkwinkels von 66° verfügt das neue Enduro nun über sehr abfahrtslastige 63,9° in der niedrigen Position (64,4° in der hohen Variante), die Kettenstreben sind mit nun 442 mm satte 9 mm länger und der Reach der größtmöglichen Größe S5 beträgt nun 511 mm – das bisher längste Specialized Enduro in Größe XL bot gerade einmal 483 mm. Große Fahrer, zu denen auch ich auch gehöre, wissen das zu schätzen!

An den neuen Sitzrohrlängen lässt sich die neue S-Größeneinteilung gut erklären: Statt einer bisherigen Länge von 521 mm kommt das neue Specialized Enduro 2020 in Größe S5 mit einem 465 mm-Sitzrohr aus. In einer Kombination mit einer 170 mm langen Variostütze lässt sich so ein ganzes Stück mehr Beinfreiheit generieren. Gleich geblieben ist die Tretlagerhöhe von 354 mm im hohen Wert, auch der Stack-Wert wächst mit 638 mm nur um moderate 5 mm.

GrößeS2S3S4S5
Stack616 mm620 mm629 mm638 mm
Reach437 mm464 mm487 mm511 mm
Steuerrohrlänge95 mm100 mm110 mm120 mm
Lenkwinkel (tief)63,9°63,9°63,9°63,9°
Lenkwinkel (hoch)64,3°64,3°64,3°64,3°
Tretlagerhöhe (tief)347 mm347 mm347 mm347 mm
Tretlagerhöhe (hoch)354 mm354 mm354 mm354 mm
Gabel-Offset46 mm46 mm46 mm46 mm
Kettenstrebenlänge442 mm442 mm442 mm442 mm
Radstand1217 mm1246 mm1274 mm1302 mm
Oberrohrlänge591 mm619 mm644 mm670 mm
Sitzrohrlänge400 mm420 mm440 mm465 mm
Sitzwinkel76°76°76°76°
An Geometrie und Heckfederung wurde ziemlich viel gefeilt, bis es dem entsprach, was die Ingenieure im Sinn hatten.
# An Geometrie und Heckfederung wurde ziemlich viel gefeilt, bis es dem entsprach, was die Ingenieure im Sinn hatten.
Wie schon beim Demo gibt es nun auch für das Enduro die Größen S2 bis S5 statt der bekannten S-XXL-Größenstruktur.
# Wie schon beim Demo gibt es nun auch für das Enduro die Größen S2 bis S5 statt der bekannten S-XXL-Größenstruktur.
Wir sind mit der größten Größe unterwegs – S5.
# Wir sind mit der größten Größe unterwegs – S5.

Ausstattung

Unser Specialized Enduro in der S-Works-Topausstattung ist nicht nur am Rahmen rund 250 Gramm leichter als die anderen Komplettbikes, sondern verfügt dem Preis entsprechend über hochwertigste Anbauteile. Für die Dämpfung zuständig sind eine Fox 36 Grip 2 Factory und ein Fox Float X2 Dämpfer, Schaltung und Bremsanlage entstammen der im vergangenen Jahr vorgestellten neuen Shimano XTR-Gruppe, nur ein Teil der Schaltung – das leichte RaceFace Next R Kurbelset – kommt nicht aus Japan. Neben den externen Herstellern setzen die Kalifornier aber auch beim Topmodell auf hauseigene Komponenten: So kommen bei den Laufrädern die Carbonlaufräder Roval Traverse in Kombination mit Specialized Butcher Grid Trail-Bereifung zum Einsatz.

Ebenenfalls der Roval Traverse-Serie entstammt der brandneue Carbon-Lenker. Bei Vorbau und Griffen hat sich Specialized für Komponenten aus dem Hause Deity entschieden – eine ungewohnte, aber wie wir finden äußerst passende Wahl. Und wenngleich Rock Shox bei der Dämpfung schon nicht zum Zuge kam, so setzt Specialized statt einer hauseigenen Command Post auf die neue Reverb AXS-Variostütze, die dank fehlendem Kabel für ein aufgeräumteres Cockpit sorgt und in unserem ersten Test bereits überzeugen konnte.

Für Sicherheit gegen plötzlichen Kettenabflug sorgt eine kompakte Kettenführung von MRP. Praktischerweise kommt jedes Komplettbike mit ungekürztem Gabelschaft und sechs Spacern, um den Käufer die freie Wahl bei der Höhe des Cockpits zu lassen. Insgesamt wird es vier Enduro-Modelle zu kaufen geben, auch das Frame-Set ist einzeln erhältlich. Die Gewichte der Komplettbikes sind noch nicht verfügbar und werden natürlich nachgereicht.

  • Federgabel Fox 36 Factory (170 mm)
  • Dämpfer Fox Float DHX2 Factory (170 mm)
  • Antrieb Shimano XTR
  • Bremsen Shimano XTR
  • Laufräder Roval Traverse
  • Reifen Specialized Butcher
  • Cockpit Roval Traverse SL Carbon (800 mm) / Deity Copperhead (50 mm)
  • Sattelstütze RockShox Reverb AXS (170 mm)
Komplette Ausstattung zum Ausklappen

ModellSpecialized S-Works EnduroSpecialized Enduro ExpertSpecialized EliteSpecialized Enduro CompSpecialized S-Works Enduro Frameset
RahmenVollcarbon mit Carbon-Links, SWAT-Door und 170 mm FederwegVollcarbon, SWAT-Door und 170 mm FederwegVollcarbon, SWAT-Door und 170 mm FederwegFACT 11m carbon chassis and rear-end, SWAT-Door und 170 mm FederwegVollcarbon mit Carbon-Links, SWAT-Door und 170 mm Federweg
FedergabelFox Float Factory 36Fox Float Performance 36RockShox Lyrik Select PlusRockShox Lyrik Select
DämpferFox Float DHX2 FactoryFox Float DPX2 PerformanceRockShox Super Deluxe SelectRockShox Super Deluxe SelectFox Float DHX2 Factory
VorbauDeity Copperhead, 35 mmSpecialized Trail, 40 mmSpecialized Trail, 40 mmSpecialized Trail, 40 mm
LenkerRoval Traverse SL Carbon, 800 mm, 30 mm RiseSpecialized, 800 mm, 27 mm RiseSpecialized, 800 mm, 27 mm RiseSpecialized, 800 mm, 27 mm Rise
GriffeDeity KnuckledusterSpecialized Sip gripSpecialized Sip gripSpecialized Sip grip
BremsenShimano XTR 200/180 mmSRAM Code RSC 200/200 mmSRAM Code R 200/180 mmSRAM Code R 200/180 mm
SchaltwerkShimano XTR 12-speedSRAM X01 EagleSRAM GX EagleSRAM NX Eagle
SchalthebelShimano XTR 12-speedSRAM X01 EagleSRAM NX EagleSRAM NX Eagle
KassetteShimano XTR 12-speedSRAM GX EagleSRAM GX EagleSRAM NX Eagle
KetteShimano XTR 12-speedSRAM GX EagleSRAM NX EagleSRAM NX Eagle
KurbelnRaceFaceNextRCarbonSRAM DescendantSRAM DescendantSRAM NX Eagle
LaufräderRoval Traverse SL Carbon 29Roval Traverse Carbon 29, DT Swiss 370 HR-NabeRoval Traverse Alloy 29Roval Traverse Alloy 29
ReifenSpecialized Butcher, GRID TRAILSpecialized Butcher, GRID TRAILSpecialized Butcher, GRID TRAILSpecialized Butcher, GRID TRAIL
SattelBridge 155 S2Bridge 155 S2Bridge 155 S2Bridge 155 S2
SattelstützeRockShox Reverb AXSX-Fusion ManicX-Fusion ManicX-Fusion Manic
Preis10.999 €6.999 €5.999 €4.999 €3.999 €

Für die Federung setzt Specialized nicht auf Öhlins-Varianten, sondern vertraut gänzlich auf Fox. So sorgt an der Front eine Fox 36 Factory mit 170 mm für satte Dämpfung.
# Für die Federung setzt Specialized nicht auf Öhlins-Varianten, sondern vertraut gänzlich auf Fox. So sorgt an der Front eine Fox 36 Factory mit 170 mm für satte Dämpfung.
Tief im Bauch des Hauptrahmens versteckt ist der Fox Float X2-Dämpfer, der im S-Works-Modell verbaut ist.
# Tief im Bauch des Hauptrahmens versteckt ist der Fox Float X2-Dämpfer, der im S-Works-Modell verbaut ist.
Am Topmodell werden hauseigene Parts serviert – respektive der Tochterfirmen. Die Roval Traverse-Linie kommt sowohl am brandneuen Carbon-Lenker …
# Am Topmodell werden hauseigene Parts serviert – respektive der Tochterfirmen. Die Roval Traverse-Linie kommt sowohl am brandneuen Carbon-Lenker …
… als auch an der rotierenden Masse in Form der Carbon-Felgen zum Einsatz.
# … als auch an der rotierenden Masse in Form der Carbon-Felgen zum Einsatz.
Auch bei den Reifen greift Specialized auf bewährte Hausmittel zurück
# Auch bei den Reifen greift Specialized auf bewährte Hausmittel zurück - die Specialized Butcher Grid-Reifen konnten uns bereits im separaten Test überzeugen: https://www.mtb-news.de/news/2019/01/21/specialized-butcher-test-gripton
Dass die bissigen Shimano XTR-Bremsen sehr ordentlich verzögern, wissen wir ebenfalls schon – die Stopper gehören zu den aktuell kräftigsten Bremsen am Markt.
# Dass die bissigen Shimano XTR-Bremsen sehr ordentlich verzögern, wissen wir ebenfalls schon – die Stopper gehören zu den aktuell kräftigsten Bremsen am Markt.
Auch bei der Schaltung setzt Specialized beim S-Works-Modell auf XTR: Die Topgruppe der Japaner glänzt durch hohe Präzision und gute Verarbeitung.
# Auch bei der Schaltung setzt Specialized beim S-Works-Modell auf XTR: Die Topgruppe der Japaner glänzt durch hohe Präzision und gute Verarbeitung.
Statt der Shimano XTR-Kurbel greift Specialized auf die leichte, aber stabile RaceFace Next R-Variante zurück, die kompakte Kettenführung kommt von MRP.
# Statt der Shimano XTR-Kurbel greift Specialized auf die leichte, aber stabile RaceFace Next R-Variante zurück, die kompakte Kettenführung kommt von MRP.
Kein Komplettbike, sondern das offizielle Frameset …
# Kein Komplettbike, sondern das offizielle Frameset …
Allerdings fanden wir den Lack dermaßen schön …
# Allerdings fanden wir den Lack dermaßen schön …
… dass wir ihn unbedingt ablichten mussten.
# … dass wir ihn unbedingt ablichten mussten.
Specialized Enduro 2020: Alle Modellvarianten und Farben

Specialized S-Works Enduro
# Specialized S-Works Enduro - GLOSS DOVE GRAY / GLOSS BLACK / ROCKET RED

Specialized Enduro Expert
# Specialized Enduro Expert - GLOSS RED TINT / DOVE GRAY / SATIN BLACK

Specialized Enduro Elite
# Specialized Enduro Elite - GLOSS WHITE MOUNTAINS / SATIN CARBON / SAGE

Specialized Enduro Comp
# Specialized Enduro Comp - SATIN BLACK / GLOSS BLACK / CHARCOAL
Specialized Enduro Comp
# Specialized Enduro Comp - GLOSS AQUA / FLO RED / SATIN BLACK

Specialized S-Works Enduro-Frameset
# Specialized S-Works Enduro-Frameset - GRANITE / BRUSHED BLACK CHROME
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Im Detail

Mit dem Vorgänger hat das neue Specialized Enduro 2020, wie bereits angesprochen, kaum noch etwas gemein – außer, dass es auf 29″-Laufrädern steht und die Abfahrt im Visier hat. Auch der eine oder andere Betrachter, der das Design zunächst in Richtung eines gewissen Endurobikes des etwas weiter im Südwesten Kaliforniens sitzenden Konkurrenten lenken würde, wird bei genauerem Blick eher eine hauseigene, weitaus auffälligere Verbindung erkennen – nämlich die zum Specialized Demo. Für die Entwicklung des Bikes hat sich Specialized stark mit dem größeren Downhill-Bruder auseinandergesetzt: Statt der zentral im Rahmen liegenden Anlenkung mit Dämpferverlängerung sitzt nun auch beim Enduro der Dämpfer nahe des Tretlagers tief im Rahmen, der Hauptdrehpunkt wurde nach vorne, weiter in die Mitte des Rahmens verlegt.

Der Hauptdrehpunkt des Hinterbaus befindet sich nun mittiger im Rahmen
# Der Hauptdrehpunkt des Hinterbaus befindet sich nun mittiger im Rahmen - Dies sorgt unter anderem für eine geringere Überstandshöhe und einen tieferen Schwerpunkt, was beides dem Fahrer oder der Fahrerin in der Abfahrt zugute kommt.
Die Anlenkung kennen wir doch – das FSR-Design stammt vom Demo.
# Die Anlenkung kennen wir doch – das FSR-Design stammt vom Demo.
Leichte Unterschiede sind vorhanden – der Grundaufbau ist jedoch ähnlich
# Leichte Unterschiede sind vorhanden – der Grundaufbau ist jedoch ähnlich

Das aktuelle Design sieht aber nicht nur anders, sondern auch komplizierter aus. Was macht das Design also nun besser? Specialized gibt zu, dass sie die gleiche Raderhebungskurve auch mit dem alten Design hätten erreichen können – allerdings böten die geringer gehaltene Überstandshöhe und der tiefe Schwerpunkt schlichtweg fahrtechnische Vorteile gegenüber dem alten X-Wing-Design.

Ein Alu-Prototyp des neuen Enduros.
# Ein Alu-Prototyp des neuen Enduros.

Neben den Vorteilen, die ein tiefer Schwerpunkt bietet, stand insbesondere ein Punkt im Fokus, den Vernon Felton, Global Mountain Bike Marketing Manager bei Specialized, mit „Lack of control in speed“ betitelte. Zu Deutsch: Wie behält man auch bei hoher Geschwindigkeit und heftigen Schlägen eine ideale Kontrolle über das Bike? Wie auch schon beim Demo wurde auch beim Enduro viel experimentiert und so landete man zum Schluss bei einer veränderten Raderhebungskurve, die das Hinterrad beim Einfedern im ersten Drittel nun mehr nach hinten ausweichen lässt.

Dies soll verhindern, dass sich das Hinterrad an höheren Felsen oder Wurzeln „aufhängt“ und dadurch Schwung verliert – und stattdessen wohl dafür sorgen, dass der beliebte Rob Warner-Spruch „he carries good momentum through the corner“ auch maximal für das neue Enduro gilt. Die Veränderung allerdings geschah laut Specialized in Maßen – denn ein allzu weit einfedernder Hinterbau hätte wiederum für zuviel Pedalrückschlag gesorgt.

Gewichtsreduktion für das Edelmodell: Identisch schlanke Optik, aber in anderen Gewichtsphären spielend
# Gewichtsreduktion für das Edelmodell: Identisch schlanke Optik, aber in anderen Gewichtsphären spielend - das linke Paar besteht aus Carbon, das rechte aus Aluminium
Ähnlich ist der Fall hier im wahrsten Sinne des Wortes gelagert. Durch die Carbon-Anbauteile spart man beim S-Works-Rahmen satte 250 Gramm.
# Ähnlich ist der Fall hier im wahrsten Sinne des Wortes gelagert. Durch die Carbon-Anbauteile spart man beim S-Works-Rahmen satte 250 Gramm.
Ein nettes und vor allem unauffälliges Detail ist auch im neuen Modell wieder dabei – das SWAT-Kit im Gabelschaft.
# Ein nettes und vor allem unauffälliges Detail ist auch im neuen Modell wieder dabei – das SWAT-Kit im Gabelschaft.
Dreht man die Abdeckungskappe, lässt sich ein gut funktionierendes Minitool herausziehen.
# Dreht man die Abdeckungskappe, lässt sich ein gut funktionierendes Minitool herausziehen.

Ebenfalls Anleihen beim Demo gibt es bei der generellen Hinterbaukinematik. Diese wurde optimiert, das Fahrwerk ist nun gegen Ende progressiver als der Vorgänger, dem wir im Test einen eher linearen Hinterbau bescheinigten, was einerseits ein sahniges Ansprechverhalten im ersten Bereich generieren, aber auch großen Drops den Schrecken nehmen soll. Um das 170 mm-Bike effizient pedalierbar zu machen, wurde mit dem neuen Design das Center des Bikes angehoben, was den Anti-Squat-Wert laut Specialized um satte 40 % gegenüber dem Vorgänger erhöht – dies soll für eine erhöhte Treteffizienz sorgen.

Im Gegensatz zum neuen Specialized Epic HT kommt es durchaus mal vor, dass man einen Schlauch oder einen Power-Burrito benötigt
# Im Gegensatz zum neuen Specialized Epic HT kommt es durchaus mal vor, dass man einen Schlauch oder einen Power-Burrito benötigt - die unauffällig unter dem Flaschenhalter versteckte SWAT-Box sorgt mit Futteral für aufgeräumten Stauraum.

Bleiben wir bei der Effizienz: Nicht nur ein vernünftiger Anti-Squat-Wert ist wichtig, auch eine ausgewogene Steifigkeit sagt in der Regel einiges über ein Bike aus. Specialized verwendet unterschiedliche, „Rider first“ genannte Carbon-Layups pro Größe, die sicherstellen sollen, dass eine über alle Größen hinweg identische Steifigkeit generiert wird und sowohl eine kleine Fahrerin als auch ein großgewachsener Riese – wie ich – das gleiche Fahrgefühl erleben. Zahlen gibt’s dazu auch: Das Heck des Enduro ist im Vergleich zum Vorgänger um 12 % steifer geworden, die Steifigkeit des Hauptrahmen indes ist gleich geblieben.

Auf dem Trail

Beim Pressecamp in Kalifornien haben wir einen Tag Zeit, um uns einen ersten Eindruck des neuen S-Works-Enduros zu verschaffen. Unser Tag beginnt nach einem kurzem Setup des Bikes und einem entspannten Anstieg vom Fuße des Bikeparks auf 2100 Metern bis hinauf zum Gipfel bei 2400 Metern. Auch wenn das neue Specialized Enduro eine Maschine für die Abfahrt ist, so will sich diese auch im abfahrtslastigen Enduro-Rennen selbst verdient werden – also nehmen wir die Bergauf-Performance unter die Lupe.

Locker geht es bergauf
# Locker geht es bergauf - zusammen mit den anderen Journalisten-Kollegen traten wir zum Aufwärmen knapp 250 Höhenmeter.

Forst- und Schotter-Anstiege rollen sich mit dem Enduro 2020 ordentlich: Ein Wippen lässt sich kaum herauskitzeln, das Bike arbeitet mit dem neuen Hinterbau auch mit offenem Dämpfer sehr antriebsneutral. Die Specialized Butcher-Reifen sind keine ultimativen Leichtgewichte und rollen gutmütig, aber nicht behäbig die Anstiege hinauf. Da unser einziger wirklicher Uphill des Tages eine lange Forststraße ist, können wir im ersten Eindruck keine weiteren Details zum Uphill-Einsatz liefern.

Denn wir sind im Bikepark, also geht es abwärts! Der erste Trail, ein blau gekennzeichneter Trail namens „Coaster“, führt uns durch größtenteils entspannte Anliegerkurven. Ein erstes Warmlaufen für das lange Bike. Schon hier wird klar, dass man es nicht mit einem leichtfüßigen Trailbike zu tun hat, sondern mit einem sprichwörtlich mehr als ausgewachsenen Enduro. Der sich entspannt ins Tal schlängelnde „Coaster“ rollt sich nett und bietet Gelegenheit für kleine Zwischenspurts, die sich mit dem Enduro effizient treten lassen, ist aber zu flach, um die Möglichkeiten des Boliden wirklich zum Leben zu erwecken. Also wechseln wir nach der ersten Fahrt auf den doppelschwarz gekennzeichneten Trail „Boondocks“, auf dem auch die Northstar Downhill Race Series ausgetragen wird. Ungleich ruppiger geht es auf dieser Abfahrt zur Sache und das Enduro ist in seinem Element: Drops über knapp zwei Meter nimmt es gelassen und sicher, der Hinterbau drückt tief in die Progression, ohne durchzuschlagen.

Ab durch den Coaster – der leichte Trail zum Warmwerden funktionierte passabel, konnte aber noch nicht das volle Potenzial aus dem Enduro herauskitzeln.
# Ab durch den Coaster – der leichte Trail zum Warmwerden funktionierte passabel, konnte aber noch nicht das volle Potenzial aus dem Enduro herauskitzeln.
Hier gab es primär langgezogene, staubige Anlieger ohne viel technischen Schnickschnack.
# Hier gab es primär langgezogene, staubige Anlieger ohne viel technischen Schnickschnack.

„Boondocks“ ist übersät mit Felsen und lässt zwischen den Schlüsselstellen nur wenig Zeit, um zu verschnaufen. Dicke Brocken steckt das Enduro mühelos weg und auch wenn man mal eine Linie nicht so sauber trifft, behält man dennoch jederzeit die Kontrolle. Anteil daran scheinen auch die Roval Traverse-Laufräder zu haben, die eine schlechte Linienwahl verzeihen und trotz Carbon nicht unangenehm steif wirken, sondern einen ausgewogenen Eindruck machen. Die aufgezogenen Specialized Butcher-Reifen sorgen selbst unter den staubigen Bedingungen für viel Grip.

Direkt nach den ersten Metern auf „Boondocks“ folgen einige natürliche Felskicker, die sich kontrolliert fliegen lassen.
# Direkt nach den ersten Metern auf „Boondocks“ folgen einige natürliche Felskicker, die sich kontrolliert fliegen lassen.

Wird es schnell, erwacht das Bike richtig zum Leben – auch wenn man mit ordentlich Druck in die zahlreichen Anlieger geht, raubt der Hinterbau keinerlei Energie oder versackt im Federweg. Der Hinterbau bietet einen guten Gegenhalt, sodass man kontrolliert wieder hinausbeschleunigen kann. Highspeed-Passagen bügelt das Enduro weg, im schlimmsten Fall ist „einfach drüber“ mit dem Specialized Enduro nicht die schlechteste Wahl, der Hinterbau richtet es schon. Ob das satte Fahrwerk an der veränderten Raderhebungskurve oder generell der guten Dämpfung liegt, konnten wir in der Kürze der Zeit zwar nicht herausfinden, aber Fakt ist: Der Bock rennt! Auf größeren Sprüngen glänzt das Enduro mit einer guten Balance zwischen Front und Heck, die gut aufeinander abgestimmten Federelemente sorgen für viel Kontrolle beim Absprung und in der Luft – nie hat man das Gefühl, unausgewogen über einen Sprung zu segeln.

Felsenroulette auf „Boondocks“
# Felsenroulette auf „Boondocks“

Die XTR-Komponenten funktionieren dem Preis entsprechend sehr ordentlich. Der Eindruck vom Shimano-Pressecamp im vergangenen Jahr bestätigt sich – egal, wie ruppig man einen Gang reinknallt oder in der Abfahrt hochschaltet, die XTR sitzt immer und auch die Bremsen (hier zum Test der Shimano XTR-Bremsen) wirken nicht überfordert mit dem Park-Einsatz.

Also das perfekte Bike für alles? Vermutlich nicht. Das Specialized ist ein reinrassiges Enduro für Bikepark und Rennstrecke und damit kein verspieltes Do-it-All-Bike. In der größten, für maximale Geschwindigkeit ausgelegten Größe S5 – dessen Radstand nochmal 9 mm länger ist als das längste Demo – benötigt das Enduro in langsameren, technischen Passagen und verwinkelten Kurven aktiven Körpereinsatz. Auch Manuals gehen mit der S5-Größe nicht gerade leichtfüßig vonstatten, hier ist angesichts der langen Kettenstreben einiger Nachdruck gefragt. Die Größe S4 konnten wir im Rahmen des Testcamps noch nicht fahren – wir sind auf einen umfangreicheren Test mit dem kürzeren Modell gespannt.

Der mittelschwere Trail „Gipsy“ beinhaltete neben solchen Felspassagen auch mittelgroße Sprünge, auf denen man das ausgewogene Flugverhalten des Enduros unter Beweis stellen konnte.
# Der mittelschwere Trail „Gipsy“ beinhaltete neben solchen Felspassagen auch mittelgroße Sprünge, auf denen man das ausgewogene Flugverhalten des Enduros unter Beweis stellen konnte.

Das ist uns aufgefallen

  • Neue Größeneinteilung Weg von Standardgrößen, hin zur Längeneinteilung: Das vom Demo übertragene Größenmodell hat Potenzial – so muss man als Fahrer mit Vorlieben für längere Bikes keine langen Sitzrohre in Kauf nehmen.
  • Stauraum SWAT-Box im Unterrohr, SWAT-Kit im Gabelschaft: Die Stauraum-Lösungen von Specialized sind auch beim neuen Enduro top und fügen sich nahezu unsichtbar ins Gesamtbild ein.
  • Reifen Die Specialized Butcher-Reifen gefielen uns in Sachen Grip und Allround-Eigenschaften (hier zum Test des Reifens mit Grid-Karkasse) gut. Trotz vieler Steine und spitzer Felsen gab es während der Testfahrten keinen einzigen Platten in der gesamten Gruppe.
  • Kettenstrebenschutz Dass das Rad schön leise ist, liegt auch am eigens entwickelten welligen Kettenstrebenschutz von Specialized. Die schmale Gummimatte dämpft die Geräuschkulisse in ruppigen Passagen deutlich.

Fazit – Specialized Enduro 2020

Das Specialized Enduro 2020 ist eine reinrassige Abfahrtsmaschine und trägt diesen Anspruch auch offensiv vor: Bullige Formen und ein an den Downhill-Bruder Demo angelehntes Heck sehen nicht nur schnell aus, sondern sind es auch. Der sensibel arbeitende Hinterbau sorgt in Verbindung mit der gut abgestimmten Gabel für ein ausgewogenes Fahrwerk in heftigstem Gelände, das Bike fühlt sich in hohen Geschwindigkeiten immer kontrolliert an. In langsameren, technischen Sektionen muss der Fahrer etwas aktiver arbeiten, auf harten Enduro-Trails und im Bikepark ist das Specialized Enduro 2020 aber voll in seinem Element und kann im ersten Test überzeugen.

Pro
  • Sensibel arbeitender Hinterbau
  • Ausgewogene Gewichtsverteilung
  • Hilfreiche Features wie Kettenstrebenschutz und SWAT-Box
  • Hochwertige und gut funktionierende Komponenten aus eigenem Hause (Laufräder, Cockpit)
Contra
  • Durch die schiere Länge in Größe S5 etwas schwerfällig in engen Passagen
  • Für Manuals muss recht aktiv gearbeitet werden
Ein reinrassiges Enduro, dass im Vergleich zum Vorgänger eine große Ecke progressiver geworden ist – wer auf der Suche nach einem potenten Bike für Freeride, Enduro-Race und Bikepark ist, sollte sich das neue Specialized Enduro mal genauer anschauen!
# Ein reinrassiges Enduro, dass im Vergleich zum Vorgänger eine große Ecke progressiver geworden ist – wer auf der Suche nach einem potenten Bike für Freeride, Enduro-Race und Bikepark ist, sollte sich das neue Specialized Enduro mal genauer anschauen!

Testablauf

Wir konnten das Specialized Enduro einen Tag lang im Northstar Bikepark am Lake Tahoe/Kalifornien testen. Die Kosten für das Pressecamp wurden von Specialized übernommen.

Hier haben wir das Specialized Enduro 2020 getestet

  • Northstar Bikepark: Von mittelschweren Trails mit Wallrides und größeren Sprüngen bis hin zu felsig-verblockten Downhill-Trails war fast alles dabei. Lediglich zur Uphill-Performance konnten wir aufgrund des bergablastigen Testgeländes nur Basis-Informationen liefern.
Testerprofil ausklappen

Tester-Profil: Johannes Herden
61 cm97 kg98 cm59 cm193 cm
Egal, ob mit dem Enduro auf den Hometrails, dem Dirtrad im Skatepark oder auf dem Rennrad in der Langdistanz: Hannes ist in fast allen Bike-Kategorien zuhause. Am liebsten aber geht’s für ihn bergab durch den Wald!
Fahrstil
verspielt und sauber
Ich fahre hauptsächlich
Enduro, Trails, Pumptrack/Park/Street
Vorlieben beim Fahrwerk
Progressiv, nicht zu soft, schnelle Zugstufe
Vorlieben bei der Geometrie
Eher kürzerer Hinterbau, Lenkwinkel nicht extrem flach, die Front darf gern etwas höher sein

Wie gefällt euch das neue Enduro-Flaggschiff der Kalifornier?

  1. benutzerbild

    fone

    dabei seit 09/2003

    EnDurOFoX schrieb:

    Mal an die Geometrie Spezialisten... Ich kann mich nicht entscheiden welche Grösse...

    Bin bis jetzt beim Enduro Gr. L gefahren früher als ich noch etwas beweglicher war sogar M (damals noch 26"), was für 186 eigentlich schon ziemlich klein ist.
    Jetzt schwanke ich zwischen S3 und S4, beim S3 ist aber sogar die H-Oberrohrlänge etwas länger als beim alten L.

    Was soll ich denn nehmen?

    Hmpf.
    Mein Nomad 3 in L hat knapp 440 Reach, das entspräche dem S2.
    Fühle mich nach wie vor sehr wohl mit 185cm/90cm.
    Mein Focus Spine XL mit 485 Reach (ähnlich S4) ist mir immer noch einen Ticken zu groß. Für eher technische Sachen ist mir das etwas unhandlich.
    Mir persönlich wäre das S3 lang genug, allerdings wird da das Sitzrohr schon seltsam kurz.
  2. benutzerbild

    damianfromhell

    dabei seit 07/2013

    fone schrieb:

    Hmpf.
    Mein Nomad 3 in L hat knapp 440 Reach, das entspräche dem S2.
    Fühle mich nach wie vor sehr wohl mit 185cm/90cm.
    Mein Focus Spine XL mit 485 Reach (ähnlich S4) ist mir immer noch einen Ticken zu groß. Für eher technische Sachen ist mir das etwas unhandlich.
    Mir persönlich wäre das S3 lang genug, allerdings wird da das Sitzrohr schon seltsam kurz.

    Sattelstütze mit 200mm Hub. Stack wäre für dich noch wichtig
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    fone

    dabei seit 09/2003

    damianfromhell schrieb:

    Sattelstütze mit 200mm Hub. Stack wäre für dich noch wichtig

    Hab festgestellt, dass ich das nicht brauche, 150 reichen mir eigentlich.
  5. benutzerbild

    EnDurOFoX

    dabei seit 05/2010

    fone schrieb:

    Hmpf.
    Mein Nomad 3 in L hat knapp 440 Reach, das entspräche dem S2.
    Fühle mich nach wie vor sehr wohl mit 185cm/90cm.
    Mein Focus Spine XL mit 485 Reach (ähnlich S4) ist mir immer noch einen Ticken zu groß. Für eher technische Sachen ist mir das etwas unhandlich.
    Mir persönlich wäre das S3 lang genug, allerdings wird da das Sitzrohr schon seltsam kurz.


    Ja danke, ich denke ich nehme das S3 bzw. hab ich schon bestellt. Da wie schon erwähnt sogar das S3 etwas länger ist als das alte L und ich gern verspielt fahre ist das hoffentlich die richtige Wahl.
  6. benutzerbild

    damianfromhell

    dabei seit 07/2013

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