Specialized Slaughter Reifen im Test: Auf den ersten Blick bleibt sich Specialized treu – dem Butcher (Metzger, Schlachter) wird der Slaughter (Schlatcher, Gemetzel) zur Seite gestellt. Während der Butcher sehr gut als Vorderreifen funktioniert, soll der Slaughter der richtige Partner fürs Hinterrad sein. Auf den zweiten Blick wird die Sache etwas ungewöhnlich: Den Slaughter gibt es als DH-Version, aber nicht in 26″. Mehr Details haben wir im Text, dazu einen ersten Fahreindruck.

Specialized bleibt dabei: 650b heißt 650b und nicht 27,5"
# Specialized bleibt dabei: 650b heißt 650b und nicht 27,5″

Die Motivation hinter dem „Slaughter“: Aaron Gwin brauchte einen schnelleren Reifen für die Weltmeisterschaften, eine Art Semi-Slick. Die Entwicklung begann damit, doch schnell wurde klar, dass auch Enduro-Fahrer mit dieser Art von Profil glücklich werden könnten. Das haben nicht zuletzt Reifen wie der Schwalbe Rock Razor gezeigt. So richtet sich der Slaughter als leicht rollender Reifen mit ordentlich Kurvengrip an alle, die diese Kombination aus Geschwindigkeit auf Geraden und Kurven suchen.

Kompakte Noppen auf der Lauffläche, breite Schulterstollen
# Kompakte Noppen auf der Lauffläche, breite Schulterstollen

Dass dieses Design nicht für große Bremstraktion oder nasse Bedingungen gemacht ist, sollte klar sein. Stattdessen wird sich dieses Profil als Spezialist für harte Böden, trockene Bedingungen und hauptsächlich das Hinterrad eignen, auch wenn einige Fahrer ihn auch am Vorderrad interessant finden könnten.

Specialized Slaughter Reifen
# Specialized Slaughter Reifen

In der Downhill-Version verwendet Specialized einen sehr harten Unterbau (70a) mit einer weicheren Außenlage (42a, bekannt als Supertacky bei Maxxis) – das soll den Rollwiderstand weiter senken und gleichzeitig guten Grip und Dämpfung geben. Downhiller kriegen dank Doppelkarkasse (2 x 60tpi) ordentlich Durchschlagschutz, alle anderen können auf die leichter abrollende, flexiblere Einfachkarkassezurück greifen. Die „2Bliss“ Seitenwand soll ausreichend Sicherheit gegen Schnitte in der Seitenwand bieten und kann Tubeless gefahren werden. Die „Control“ Variante ist die leichteste Ausführung des Reifens, verzichtet aber auf den Seitenwandschutz.


# Einsatzbereich laut Specialized

Bei den verfügbaren Größen wird die Sache dann spannend: Specialized bietet den Reifen in nur vier Ausführungen an, inklusive verschiedener Gummimischungen wohlbemerkt. Heißt auf Deutsch: Nur eine Breite und nur zwei Durchmesser müssen reichen. Den Slaughter gibt es nur in 2,3″ und nur in 650b und 29″. Was sagt uns das, wenn Specialized einen Downhillreifen nicht in 26″ vorstellt? Generell keine 26″-Variante anbietet? Nun, wir hatten Troy Brosnan ja bereits auf größeren Rädern gesichtet

Version              Größe

Tread Sidewall Bead Casing

Compound / Gewicht in g

Slaughter DH

58-584

650bx2.3

black

black skin

wire

60/2

42a Top/ 70a Base

1160 g

Slaughter Control

58-622

29×2.3

black

black skin

fold

60

62/50

780 g

Slaughter GRID 2BR

58-584

650bx2.3

black

black skin

fold

60

50

905 g

Slaughter GRID 2BR

58-622

29×2.3

black

black skin

fold

60

50

955 g

Specialized Slaughter: Fazit

Wir hatten in den letzten Tagen ausgiebig Gelegenheit, den Slaughter in 29″ zu testen. Der erste Eindruck: Starker Kurvengrip, guter Rollwiderstand und ein vorhersehbares Verhalten im Grenzbereich. Wenn der Reifen allerdings nicht auf die Kante gestellt wird, dann greift er kaum. In steilen Abfahrten lässt sich auch spürbar weniger stark abbremsen, aus offensichtlichen Gründen. Insgesamt sicherlich eine interessante Option für alle, die ihren Rollwiderstand optimieren wollen – egal ob Bikepark oder Enduro-Tour.

Specialized Slaughter
# Specialized Slaughter (rechts)

Keine 26″-Version? Ein ziemlich eindeutiges Zeichen. Wer etwas ähnliches in 26″ sucht, wird mit dem Schwalbe Rock Razor eine passende Alternative finden. Für mich persönlich kommt dieser Reifen nur am Hinterrad in Frage. Gut gefallen hat mir auch das Verhalten beim Übergang von den Mittel- auf die Seitenstollen, sehr gleichmäßig und ohne abrupten Wechsel.

Tubeless kompatibel, aber nicht UST zertifiziert
# Tubeless kompatibel, aber nicht mehr UST zertifiziert. Die Variante mit Grid Seitenwand entspricht aber der von anderen Specialized Reifen bekannten SX-Ausführung, die komplett umlaufenden Schutz gewährleisten soll.

  1. benutzerbild

    Tyrolens

    dabei seit 03/2003

    Kennt jemand von euch einen Händler, der Slaughter und Butcher noch in 26" hat?
  2. benutzerbild

    supermanlovers

    dabei seit 04/2006

    Den Slaughter gab es doch nie in 26".

    Ich hätte noch 2 neuwertige Butcher (SX?) und 2 Butcher DH in 26" rumliegen.

    Edit: Ich glaube es sind doch 2 Eskar 2.3 ?
  3. benutzerbild

    zichl

    dabei seit 01/2013

    Also bei den Amis gab es den wohl schon in 26" zumindest hatte ich das in einem amerikanischen forum gelesen.

    Hier zum Beispiel.
    https://www.evanscycles.com/specialized-slaughter-grid-26-2bliss-ready-mtb-tyre-EV252278
    Ist sogar ein Shop aus UK und liefert wohl auch international. 35 Pfund ist preislich auch OK eigentlich.
  4. benutzerbild

    tmf_superhero

    dabei seit 09/2010

    Solange Evans Cycles den noch hat würde ich den bestellen. Letzten Montag bestellt, Mittwoch war der Reifen da. Kann man nicht meckern.
    Testen konnte ich ihn leider noch nicht.
  5. benutzerbild

    damianfromhell

    dabei seit 07/2013

    Demnächst bekomme ich testhalber butcher und sloughter in 27,5x 2,6 bin gespannt

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