Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Mit einem Preis von 699,00 € sind die Stan's Baron MK3 kein Schnäppchen. Bei 35 mm Innenweite bringen sie aber in 29" nicht zu viel Gewicht auf die Waage
Mit einem Preis von 699,00 € sind die Stan's Baron MK3 kein Schnäppchen. Bei 35 mm Innenweite bringen sie aber in 29" nicht zu viel Gewicht auf die Waage - 2046 g wiegt der komplette Laufradsatz in Boost-Konfiguration mit Shimano HG-Freilauf.
35 mm Innenweite sollen ideal für 2,8" bis 3,2" breite Reifen sein
35 mm Innenweite sollen ideal für 2,8" bis 3,2" breite Reifen sein - so formt sich der Reifen laut Stan's am besten aus. Für gute Tubeless-Eigenschaften sorgt die Bead Socket Technologie.
Sechs Sperrklinken greifen gleichzeitig an der 36-fachen Verzahnung im Nabenkörper
Sechs Sperrklinken greifen gleichzeitig an der 36-fachen Verzahnung im Nabenkörper - Somit ergeben sich 10° Einrastwinkel am dreifach gelagerten Freilauf. Wer die Option auf beide Freiläufe will, kann für knapp 90 € den zweiten Freilauf erwerben.
32 Speichen mit J-Bend-Aufnahme, 6 Loch-Montage für die Bremsscheibe,  – what year is it?
32 Speichen mit J-Bend-Aufnahme, 6 Loch-Montage für die Bremsscheibe, – what year is it? - Ein breiter Flansch und Lagerabstand soll für Steifigkeit an der Achse und an der gesamten Laufradkonstruktion sorgen.
Wie viel ist dran an der Theorie von Stan's?
Wie viel ist dran an der Theorie von Stan's? - Der 3,0" breite Plusreifen harmonierte sehr gut mit der Felge.
Ganz falsch liegen die Amerikaner nicht
Ganz falsch liegen die Amerikaner nicht - Ein zu schmaler Reifen führte zu extrem unangenehmen Self-Steering und einem eigenartigen Verhalten auf der Kante.
Gratwanderung beim Luftdruck
Gratwanderung beim Luftdruck - Mit geringem Luftdruck kommt man erstaunlich lange davon und wird mit massig Grip belohnt. Auf harten Böden können die Reifen aber umklappen.
Am liebsten fährst du natürliche Trails und breite Reifen?
Am liebsten fährst du natürliche Trails und breite Reifen? - Dann bekommst du mit dem Stan's Baron MK3-Laufradsatz eine unkomplizierte und sorglose Option, die mit viel Fahrqualität punktet.

Stan’s Baron MK3 Laufräder im Test: Unter der Bezeichnung MK3 folgte von Stan’s eine ganze Serie neuer Felgen – neben den bekannten Modellen Arch, Crest und Flow kamen neue Mitglieder hinzu: Sentry, Baron und Major. 32 mm, 35 mm und 38 mm Innenweite sollte die steigende Nachfrage nach passenden Felgen für WideTrail- bis Plus-Reifen abdecken. Ist breit immer besser? Wir haben die Stan’s Baron MK3-Laufräder mit der Innenweite von 35 mm mit diversen Reifen ausprobiert und für euch herausgefunden was am besten funktioniert.

Stan’s Baron MK3: Infos und Preise

Stan’s hat der Baron MK3 im Vergleich zu manchen Carbon-Felgen mit Hochprofil etwas andere Ausmaße verpasst: Doppelt so breit wie hoch ist die Felge mit 38,4 mm Außenweite und 18,1 mm Höhe. Dabei bleiben 35 mm Innenweite bestehen – laut Herstellerempfehlung soll dies ideal für Reifen zwischen 2,8″ und 3,2″ Breite sein. Abgesehen vom sehr flachen Felgenprofil setzt Stan’s an der MK3-Serie auf zwei weitere Technologien: WideRight und BST. Beide Systeme sollen für ein gutes Zusammenspiel zwischen Reifen und Felge sorgen: BST – Bead Socket Technology ist das Profil des Felgenbetts. WideRight benennt Stan’s die ideale Kombination aus Reifenbreite und Innenweite der Felge.

Felge und Nabe sind klassisch über 32 J-Bend-Speichen verbunden, am Baron-Laufradsatz kommen konifizierte Sapim Force Speichen zum Einsatz. Neben der J-Bend-Aufnahme an der Neo-Nabe bleibt man auch bei der Bremsscheiben-Aufnahme beim bewährten 6-Loch-System. Eine Centerlock-Option entfällt, dafür gibt es zwei verschiedene Freiläufe: SRAM XD oder Shimano HG können mit dem Laufradsatz erworben werden, eine Mirco Spline-Variante für die neue XTR-Schaltgruppe fehlt zum aktuellen Zeitpunkt. Die Stan’s Baron MK3 werden in Boost oder X12-Konfiguration angeboten.

  • Laufradgröße 26″, 27,5″ oder 29″
  • Einbaumaße Boost
  • Material Aluminium
  • Maulweite Felge 35 mm
  • Freilauf SRAM XD, Shimano HG
  • Gewicht Laufradsatz 2.046 g (29″, Boost, Shimano HG-Freilauf)
  • Gewicht Felge 523 g (26″) / 547 g (27,5″) / 583 g (29″)
  • Farben Schwarz
  • www.notubes.com

Preis Stan’s Baron MK3 699 € (UVP)

Mit einem Preis von 699,00 € sind die Stan's Baron MK3 kein Schnäppchen. Bei 35 mm Innenweite bringen sie aber in 29" nicht zu viel Gewicht auf die Waage
# Mit einem Preis von 699,00 € sind die Stan's Baron MK3 kein Schnäppchen. Bei 35 mm Innenweite bringen sie aber in 29" nicht zu viel Gewicht auf die Waage - 2046 g wiegt der komplette Laufradsatz in Boost-Konfiguration mit Shimano HG-Freilauf.
Diashow: Stan’s Baron MK3 Laufräder im Test - Optimale Breite für WideTrail und Plus?
Sechs Sperrklinken greifen gleichzeitig an der 36-fachen Verzahnung im Nabenkörper
35 mm Innenweite sollen ideal für 2,8" bis 3,2" breite Reifen sein
Mit einem Preis von 699,00 € sind die Stan's Baron MK3 kein Schnäppchen. Bei 35 mm Innenweite bringen sie aber in 29" nicht zu viel Gewicht auf die Waage
32 Speichen mit J-Bend-Aufnahme, 6 Loch-Montage für die Bremsscheibe,  – what year is it?
Wie viel ist dran an der Theorie von Stan's?
Diashow starten »

Im Detail

Mit klassischem Aufbau erweckt der Stan’s Baron MK3-Laufradsatz kaum Aufsehen: in schlichtes Schwarz gehüllt zieht höchstens der rote Freilaufkörper seine Blicke auf sich. Unser Testmodell kommt mit Shimano HG-Freilauf, an dem sechs Sperrklinken gleichzeitig in die 36er-Verzahnung der Nabe greifen. Somit bleibt ein Einrastwinkel von 10° – kein Spitzenwert, aber für die meisten Anwendungen mehr als ausreichend. An der Hinterradnabe setzt Stan’s auf zwei Lager im Naben-Körper und drei weitere im Freilauf. Durch die Verwendung so vieler Lager soll die Achse der Nabe zusätzlich stabilisiert werden. Durch die optimierte Abstützung kann sie laut Hersteller Vertikal- und Torsions-Kräfte besser aufnehmen. In der Vorderradnabe begnügt man sich mit zwei Lagern. Diese liegen möglichst weit auseinander, um den Flex in der Nabe auf ein Minimum zu reduzieren. Ein idealer Kompromiss zwischen geringer Reibung und hohem Schutz gegen das Eindringen von Wasser und Dreck soll mit den Dichtungen gefunden worden sein.

An den weit auseinander liegenden Flanschen setzen die Sapim Force-Speichen an. Diese wiederum sind mit Sapim Secure Lock Alloy-Nippeln mit der Felge verbunden. Ein ERD von 602 mm, ein Naben-Design mit moderatem Flanschdurchmesser, sorgt in Kombination mit der flachen Felge für lange Speichen, die mit maximal 1225 N Spannung angezogen werden dürfen.

35 mm Innenweite sollen ideal für 2,8" bis 3,2" breite Reifen sein
# 35 mm Innenweite sollen ideal für 2,8" bis 3,2" breite Reifen sein - so formt sich der Reifen laut Stan's am besten aus. Für gute Tubeless-Eigenschaften sorgt die Bead Socket Technologie.

Das flache Felgenprofil gibt dem Stan’s Baron MK3-Laufradsatz einen unaufgeregten und dennoch eigenwilligen Look. Mit der großen Breite wirkt die Felge optisch schonmal stabil auf Seiteneinwirkung, die geringe Höhe verspricht aber Flex in Richtung Achse. Am Felgenbett setzen die Amerikaner wie eingangs erwähnt auf die Bead Socket-Technologie: Eine ausgerundete Vertiefung in der Mitte ist durch einen möglichst geschmeidigen Übergang mit den hohen Rändern des Felgenbetts verbunden. Zudem wird ein niedriges Felgenhorn verwendet. So soll der Reifen leicht in Position rutschen und nach unten abdichten – das kurze Felgenhorn sorgt dafür, dass sich der Reifen am Wulst und nicht an der Seitenwand abstützt. In Summe soll BST den Tubeless-Einsatz stark vereinfachen und geringe Luftdrücke ermöglichen.

Weiter geht es bei der WideRight-Abstimmung zwischen Felgen-Innenweite und Reifenbreite. Breite Felgen sind aktuell auf dem Vormarsch: in Kombination mit breiten Reifen sorgen sie für reichlich Grip. Essenziell wichtig ist dabei aber die Verwendung der passenden Breiten bei Felge sowie Reifen. Wer schonmal einen breiten Reifen auf einer (zu) schmale Felge gefahren ist, kennt die Schwierigkeiten und das unangenehme Fahrverhalten. Stan’s bringt es auf den Punkt und erklärt die Thematik mit breitem Gummis auf geringen Felgen-Innenweiten. Dadurch ergibt sich eine Glühbirnen-ähnliche Form. Beschreitet man den umgekehrten Weg und setzt auf zu viel Innenweite, kommt es zu einer Glockenform und die Stollen wandern nach innen. Beides ist nicht ideal und erlaubt dem Reifen keine zuverlässige Performance. Mit seiner idealen Abstimmung will Stan’s nicht nur perfekte Fahreigenschaften schaffen, sondern den Reifen auch richtig über der Felge positionieren, sodass diese beim Einschlag geschützt wird.

Marke ModellUVPGewichtInnenweiteMaximalgewicht 
Fun WorksAM Ride 30499,90 €1768 g30 mm120 kgTestbericht lesen
NewmenEvolution SL A.30698,00 €1669 g30 mm 125 kgTestbericht lesen
HaloVortexca. 470,00 €2239 g33 mmN/ATestbericht lesen
HopeTech Enduro485,00 €2063 g28 mmN/ATestbericht lesen
Stans NoTubesBaron MK3699,00 €2046 g35 mm104 kg
Stans NoTubesZTR Flow MK3599,90 €1918 g29 mm113 kgTestbericht lesen
Sechs Sperrklinken greifen gleichzeitig an der 36-fachen Verzahnung im Nabenkörper
# Sechs Sperrklinken greifen gleichzeitig an der 36-fachen Verzahnung im Nabenkörper - Somit ergeben sich 10° Einrastwinkel am dreifach gelagerten Freilauf. Wer die Option auf beide Freiläufe will, kann für knapp 90 € den zweiten Freilauf erwerben.
32 Speichen mit J-Bend-Aufnahme, 6 Loch-Montage für die Bremsscheibe,  – what year is it?
# 32 Speichen mit J-Bend-Aufnahme, 6 Loch-Montage für die Bremsscheibe, – what year is it? - Ein breiter Flansch und Lagerabstand soll für Steifigkeit an der Achse und an der gesamten Laufradkonstruktion sorgen.

Technische Daten

Alle technischen Daten, Details und Standards zum Stan’s Baron MK3-Laufradsatz findet ihr in der folgenden Tabelle zum Ausklappen:

Technische Daten zum Ausklappen

Was?Antwort
Felgenbreite38,4 mm
Felgen-Innenweite35 mm
Felgenhöhe18,1 mm
Felgen ERD602 mm
FelgenprofilHookles, offen
Felgen Material6069 Aluminum
Gewicht Felge583 g
Preis Felge119,00 €
Maximaler Luftdruck1,5 bar bei 3,2"; 1,7 bar bei 2,8"
Maximale Speichenspannung1.225 N
Unterlegscheibe nötig?Nein
NippelSapim Secure Lock
Speichenzahl32
SpeichentypJ-Bend
SpeicheSapim Force
Bremsaufnahme6 Loch
FreilauftypSRAM XD, Shimano HG (je 89,95 € Nachkaufpreis)
Sperrklinken6 Stück
Rasterung36 Zähne
AchsstandardBoost 148 oder X12
Gewicht Hinterrad NabeN/A
Gewicht Vorderrad NabeN/A
Preis Hinterrad NabeN/A
Preis Vorderrad NabeN/A
Lageranzahl Hinterrad Nabe5 Stück
Lageranzahl Vorderrad Nabe2 Stück

Auf dem Trail

In der Vergangenheit haben wir bereits Experimente mit sehr breiten Felgen durchgeführt. Dabei konnten wir im Testbetrieb allerdings kaum zufriedenstellende Ergebnisse einfahren. Das Angebot der Reifen war damals schlicht noch nicht passend. Nun finden sich Felgen mit einer Innenweite von 30 mm oder mehr immer häufiger an unseren Testbikes. Insofern ist das Fahrverhalten von solchen Kombinationen unserem Testteam sehr vertraut. Montiert man 2,5 Maxxis WideTrail-Reifen in das 35 mm breite Bett der Stan’s Baron, ergibt sich nach dem Aufpumpen ein sehr gleichmäßig ausgeformter Reifen. Diese optische Bewertung wird auch auf dem Trail untermauert. Die Auflagefläche des Profils ist groß und satt, der Kurvenhalt sehr hoch.

Wie viel ist dran an der Theorie von Stan's?
# Wie viel ist dran an der Theorie von Stan's? - Der 3,0" breite Plus-Reifen am Hardtail harmonierte sehr gut mit der Felge.
Ganz falsch liegen die Amerikaner nicht
# Ganz falsch liegen die Amerikaner nicht - Ein zu schmaler Reifen führte zu extrem unangenehmen Self-Steering und einem eigenartigen Verhalten auf der Kante.

Spannend wird es beim Ausloten des optimalen Luftdrucks. Wir ertappten uns auf dem Trail dabei, dass die Nadel des Luftdruck-Prüfers im Laufe eines Testtages immer gerne mal weiter nach unten wanderte. So wird man mit einem Grip-Zuwachs belohnt, der einem wildeste Schrägfahrten am Hang und über Wurzeln ermöglicht, ohne dabei auch nur den geringsten Schweißausbruch zu bekommen. Wartet der Trail mit weniger abrupten Richtungswechseln auf, kommt man auch erstaunlich lange ohne Reifen-Burping davon. Erst bei einem Luftdruck, der etwa 0,4 Bar unter dem regulären Luftdruck der verschiedenen Testfahrer lag, klappten die Reifen in Kurven überraschend ein. Wechselt man auf eine Strecke mit Steilkurven und eckigen Linien gilt es, den Luftdruck zurück in Regionen zu korrigieren, die man auch von schmaleren Reifen kennt. Hierbei spaltete das Fahrgefühl unser Testerfeld. Sehr aktive Fahrer empfanden das Fahrverhalten mit dem höheren Luftdruck als etwas zu holzig, brauchten den Druck aber um ein Wegklappen zu verhindern. Der Reifen wird dann durch die breite Abstützung auch am seitlichen Arbeiten behindert.

Niedriger Luftdruck kann weniger rabiaten Gesellen dann auf allen Strecken einen Grip-Zuwachs ermöglichen. Leider besteht natürlich mit geringerem Druck auch die erhöhte Gefahr von Durchschlägen auf die Felge. Wie schon bei der Flow MK3 zeigte sich die Stan’s Baron-Felge hiervon recht unbeeindruckt. Hier und da war ein deutliches Klonk zu hören. Beulenpest stellte sich aber dabei nicht in dem Maße ein, wie es die Geräuschkulisse vermuten ließ. Ob dies dem flachen Felgenprofil oder dem Gewicht von 583 Gramm pro Felgenring zuzuschreiben ist, können wir an dieser Stelle nur mutmaßen. In jedem Fall verhielt sich die Felge sorglos – und das ist uns wichtiger als das Feilschen ums letzte Gramm oder das Marketingversprechen des Herstellers.

Gratwanderung beim Luftdruck
# Gratwanderung beim Luftdruck - Mit geringem Luftdruck kommt man erstaunlich lange davon und wird mit massig Grip belohnt. Auf harten Böden können die Reifen aber umklappen.

Dieses Versprechen bedeutet konkret, dass ein flaches Profil unanfälliger gegenüber plastischen Verformungen sei, da es eben nicht zu steif ist. So kann es bei einem Durchschlag – in gewissem Umfang – ausweichen. Im Fahrbetrieb ist das deutlich spürbar. Nicht unbedingt bei harten Durchschlägen, aber bei der Durchfahrt von Wurzel- und Steinpassagen. Hier liegt ein Bike im direkten Vergleich mit höheren Felgen (insbesondere aus Carbon) deutlich ruhiger auf der Piste.

Das ist uns aufgefallen

  • Fahrqualität In rumpeligen Passagen hilft der Stan’s Baron-Laufradsatz, etwas mehr Ruhe zu bringen.
  • Luftdruck Auf den meisten Strecken lässt sich der Luftdruck gegenüber schmaleren Felgen senken, um den Grip deutlich zu erhöhen.
  • aktive Fahrer und schnelle Richtungswechsel Wer gerne Haken schlägt, sollte den Luftdruck nicht zu stark senken. Auch die Kombination aus breiten Felgen und angepassten WideTrail-Reifen schützt nicht endlos vor abklappenden Reifen.
  • Dellen-Resistenz Die Baron-Felge ist nicht die leichteste aus dem 30/35 mm Segment. Das Mehrgewicht, in Kombination mit dem Felgenprofil, überstand den Test ohne ernsthafte Kaltverformungen.
  • Montage Alle verwendeten Reifen (Maxxis 29 x 2,5″ WT, Maxxis 29 x 3,0″, e*thirteen TRSr 29 x 2,5″) sprangen auch mit einer normalen Pumpe ohne Reservoir unkompliziert ins Felgenbett.

Fazit – Stan’s Baron MK3

Mit der Baron bietet Stan's nicht die leichteste Option an, aber eine sehr unkomplizierte und haltbare. Wer auf Trails steht, die einen natürlichen Charakter haben, wird mit den passenden Reifen auf dem Stan's Baron MK3-Laufradsatz von deutlichem Grip-Zuwachs profitieren. Das niedrige Profil sorgt dabei für eine sehr gute Fahrqualität und eine gute Dellen-Resistenz – und das trotz des oft niedriger gewählten Luftdrucks.

Pro
  • Fahrqualität
  • Grip
  • ideale Kombination für WideTrail-Reifen
  • hohe Dellen-Resistenz
Contra
  • für sehr aktive Fahrer ist die Abstimmung des Luftdrucks mit den breiten Reifen langwierig
  • nix für Leichtbau-Fans
Am liebsten fährst du natürliche Trails und breite Reifen?
# Am liebsten fährst du natürliche Trails und breite Reifen? - Dann bekommst du mit dem Stan's Baron MK3-Laufradsatz eine unkomplizierte und sorglose Option, die mit viel Fahrqualität punktet.

Testablauf

Der Stan’s Baron MK3-Laufradsatz wanderte während mehrerer Monate Testzeitraum zwischen verschiedenen Rädern und Fahrern hin und her. Dabei wurden die Laufräder von unterschiedlich schweren Fahrern unter verschiedensten Bedingungen gefahren. Von Plus-Reifen bis hin zu klassischen Reifenbreiten wurden diverse Modelle auf den Baron-Felgen montiert. Abgesehen von einem Ausflug an den Reschenpass mit Gondel-Unterstützung wurden sämtliche Anstiege aus eigener Kraft erarbeitet.

Hier haben wir die Stan’s Baron MK3 getestet

  • Anspruchsvolle, schnelle Strecken mit ruppigen Streckenabschnitten und technischen Sektionen. Lose, offene Untergründe und harte Böden, Naturtrails und gebaute Strecken.
Testerprofile ausklappen

Tester-Profil: Jens Staudt
56 cm95 kg91 cm61 cm190 cm
Jens fährt von Bahnrad bis Downhill alles, was zwei Räder und eine Kette hat. Bikes fürs Gelände am liebsten in herausforderndem, technischen und steilem Gelände, egal mit welchem Federweg.
Fahrstil
Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
Ich fahre hauptsächlich
Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
Vorlieben beim Fahrwerk
Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, moderat progressive Kennlinie
Vorlieben bei der Geometrie
Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher
Tester-Profil: Christoph Spath
49 cm70 kg94 cm60 cm190 cm
Chris fährt gerne alles, von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
Fahrstil
flüssig
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
auf der straffen Seite, viel Druckstufe, Balance zwischen Front und Heck
Vorlieben bei der Geometrie
vorne lang, hinten mittellang, flacher Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    Aerocell

    dabei seit 02/2005

    Der trendbewusste MTBler fährt jetzt auf dem Enduro breitere Reifen als auf dem DHler. Ok, danke für diese Fashion-News. Muss ich sonst noch was beachten? Möchte mich ungern auf dem Trail blamieren.
  2. benutzerbild

    Grinsekater

    dabei seit 08/2002

    Bikeracer79 schrieb:
    „Hohe Dellen-Resistenz“ wie kommt ihr zu dem Urteil ?


    Wir fahren unterschiedlichste Felgen und geben ihnen das gleiche "Programm". Sprich sie werden auf die gleiche Art und Weise mit gleichem Luftdruck durch Steinfelder gefahren. Da bekommst man immer wieder auch eine "akustische" Rückmeldung darüber, dass der Reifen diese Kante nicht mehr schlucken konnte und die Felge Steinkontakt bekommen hat.

    Vertikal steifere Felgen (insbesondere die mit schmalen Felgenhörnern) quittieren das ganz gerne mit einem Durchstich an der Reifenflanke und/oder einem verformten Felgenhorn. Niedrigere Felgenprofile neigen zu weniger Platten und weniger Verformungen. Das gilt herstellerübergreifend.

    Bread schrieb:
    Die sagen für 35mm IW sollten die Reifen 2,8 bis 3,2 sein? Kommt mir etwas viel vor? Ihr seid ja auch 2,5 WT und 2,5 TSr gefahren. Wie war der Vergleich zu den 3,0ern? Irgendwas deutlich stimmiger / besser?

    Überlege für meine 40mm HR-Felge den passenden Reifen - Hans Dampf in SG 2,6 (ca so breit wie 2,5 WT, aber SG verstärkt & gedämpft) oder Snakeskin 2,8 (breiter, nicht SG) - was meint ihr?


    Felgen- und Reifenbreite sowie die Kombination – darüber könnte man sicher eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben. Das Fahrverhalten von 2.5er WT Maxxis auf Felgen mit 35 mm Innenweite ist auch etwas anders als mit e13 2.5ern. Generell liegt ein 2.5er sehr satt in solch einer breiten Felge. Maxxis fällt etwas schmäler aus und ist von der Bauart an der Grenze dazu, dass die Seitenstollen zu weit nach innen wandern und die Ausformung des Reifens zu "quadratisch" wird. Es funktioniert noch. Wenn man gerne aktiv auf die Seitenstollen wechselt wird man vermutlich eher mit einer 30er Felge glücklich.

    gurkenfolie schrieb:
    is "widetrail" jetzt ein neuer Trend? sorry für die Frage, aber ich war mal 24h lang nicht im ibc forum....


    24h? Du musst länger offline gewesen sein. WT ist schon wieder vorbei.

    Aerocell schrieb:
    Der trendbewusste MTBler fährt jetzt auf dem Enduro breitere Reifen als auf dem DHler. Ok, danke für diese Fashion-News. Muss ich sonst noch was beachten? Möchte mich ungern auf dem Trail blamieren.


    Wenn du an der Speerspitze unterwegs sein möchtest, dann fährst du 2.35er auf 28 mm Innenweite. #servicepost
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Aerocell

    dabei seit 02/2005

    Grinsekater schrieb:


    24h? Du musst länger offline gewesen sein. WT ist schon wieder vorbei


    Der war bestimmt ne Woche offline. Im schlimmsten Fall ist er während der Zeit Rad gefahren auf zu schmalen Reifen
  5. benutzerbild

    Grinsekater

    dabei seit 08/2002

    Aerocell schrieb:
    Der war bestimmt ne Woche offline. Im schlimmsten Fall ist er während der Zeit Rad gefahren auf zu schmalen Reifen


    Wenn er die schmalen Reifen "Gravel" nennt, ist er ja schon wieder vorne mit dabei.
  6. benutzerbild

    Frostfalke

    dabei seit 08/2017

    Sehr schöner Testbericht! Vielen lieben Dank für die Mühe!

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!