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Stans ZTR Flow MK2
Stans ZTR Flow MK2 - Woher kommt die Felge und was leistet die Vorgängerversion?
Stans Flow MK3
Stans Flow MK3 - Welches Update hat sie erfahren und was ist anders? Im direkten Vergleich gingen wir der Sache auf den Grund.
Sorgloses Arbeitstier
Sorgloses Arbeitstier - seit Jahren ist die ZTR Flow in verschiedensten Felgengrößen ein treuer Begleiter, auch in den privaten Rädern des MTB-News-Test-Team-Süd.
Niedrig und relativ simpel fällt das MK3-Profil aus.
Niedrig und relativ simpel fällt das MK3-Profil aus.
Für den Traileinsatz ein guter Begleiter …
Für den Traileinsatz ein guter Begleiter …
… aber auch wenns mal wirklich scheppert
… aber auch wenns mal wirklich scheppert - die Felgen steckten gut ein.
Eine Woche Moab überstanden die Flow MK3 ohne Murren
Eine Woche Moab überstanden die Flow MK3 ohne Murren
Mit den ZTR Flow MK3-Felgen kann man lange mit niedrigen Drücken ohne Burping davon kommen
Mit den ZTR Flow MK3-Felgen kann man lange mit niedrigen Drücken ohne Burping davon kommen - erst wenn man in Anliegern sehr hohe Seitenkräfte aufbringt, schafft man es den Reifen soweit zu verziehen, dass Luft entweicht.
Bei einem extremen Einschlag, durchstachen die Speichen das Felgenband
Bei einem extremen Einschlag, durchstachen die Speichen das Felgenband - die Felge selbst nahm keinerlei Schaden, nicht einmal Zentrieren war notwendig. Neues Felgenband rein und weiter ging's!
Ist die Zeitspanne nur lang genug, sinkt die Überlebenrate auf 0
Ist die Zeitspanne nur lang genug, sinkt die Überlebenrate auf 0 - Nach einem Jahr kam es dann doch zu einer Begegnung, die einen bleibenden Eindruck hinterließ. Etwas Zangeneinsatz und Ghettotubeless ermöglichte aber die weitere Nutzung des Laufrades.
Die ZTR Flow MK3 ist eine Aluminiumfelge, die heraussticht
Die ZTR Flow MK3 ist eine Aluminiumfelge, die heraussticht
Für Einsatzbereiche von Trail bis Enduro eine perfekte Felge
Für Einsatzbereiche von Trail bis Enduro eine perfekte Felge - Downhill ist auch möglich, wird allerdings die Lebensdauer etwas verkürzen.
Jens aka Grinsekater punktet vor allem durch seine jahrzehntelange Erfahrung.
Jens aka Grinsekater punktet vor allem durch seine jahrzehntelange Erfahrung.
Fast 20 Jahre in der Bikebranche, über 30 auf dem Bike – und noch immer schnell wie die Feuerwehr!
Fast 20 Jahre in der Bikebranche, über 30 auf dem Bike – und noch immer schnell wie die Feuerwehr!
Joni bringt fast jedes Fahrwerk an seine Grenzen.
Joni bringt fast jedes Fahrwerk an seine Grenzen.
Man nehme Talent, kombiniere Style mit Speed und füge ein tiefes Interesse für Fahrwerke hinzu!
Man nehme Talent, kombiniere Style mit Speed und füge ein tiefes Interesse für Fahrwerke hinzu!
Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.
Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.

Stans Flow MK3-Felge im Test: Bei den meisten Mountainbike-Herstellern gibt es kaum noch ein Topmodell, welches nicht in allen Bereichen mit Carbon ausgestattet ist. Aluminium wird, insbesondere bei Laufrädern, auf die hinteren Ränge verbannt. Dabei bietet der Werkstoff nach wie vor hervorragende Eigenschaften und der Gewichtsvorteil, soweit man überhaupt davon sprechen kann, fällt gegenüber Carbon zumeist marginal aus – außer man ist bereit das bis zu 10-fache für eine Felge auszugeben. Letztes Jahr unterzogen Stans ihre bekannte ZTR Flow-Felge einem Update: Gegenüber dem Vorgänger ist das neue Profil niedriger, breiter, leichter und soll Reifen bis zu 2,8″ Breite akzeptieren.

Stans Flow MK3 – kurz & knapp

Basierend auf der ZTR Flow MK2-Felge soll die Flow MK3 von den Erfahrungen profitieren, die damit unter anderem im Downhill-Worldcup gesammelt wurden. Das Einsatzgebiet soll laut Stans jedoch vor allem im Enduro-Bereich liegen. Wartungsarm, sicherer Sitz von breiten Reifen, robust, leicht und widerstandsfähig gegenüber Durchschlägen und Plattenresistenz – all dies waren Aufgaben im Lastenheft der Ingenieure. Wir hatten die 29″-Variante im Test, um zu sehen, ob die dem guten Ruf des Vorgängers gerecht wird.

Stans ZTR Flow MK2
# Stans ZTR Flow MK2 - Woher kommt die Felge und was leistet die Vorgängerversion?
Stans Flow MK3
# Stans Flow MK3 - Welches Update hat sie erfahren und was ist anders? Im direkten Vergleich gingen wir der Sache auf den Grund.

Technische Daten

  • Innenbreite: 29 mm
  • Außenbreite: 32,3 mm
  • Felgentiefe: 17,6 mm
  • Lochanzahl: 32
  • Material: 6069 Aluminium
  • ERD: 542 mm (26″), 567 mm (27,5″), 605 mm (29″)
  • ETRTO: 559 x 29 (26″), 584 x 29 (27,5″), 622 x 29 (29″)
  • ISO: 32,3 mm
  • Felgenbandbreite: 30 mm
  • Ventiltyp: Presta
  • Maximale Speichenspannung: 125 KgF / 1225 N
  • Maximaler Reifendruck: 37 psi (bis 2,4″ Reifen) | 26 psi (bis 2,8″ Reifen)
  • Felgengewichte: 459 g (26″), 480 g (27,5″), 526 g (29″ – getestete Variante)
  • Einsatzbereich: Allmountain und Enduro

Preis: 99 € (UVP) | Bikemarkt: Stans Flow MK3 kaufen

Sorgloses Arbeitstier
# Sorgloses Arbeitstier - seit Jahren ist die ZTR Flow in verschiedensten Felgengrößen ein treuer Begleiter, auch in den privaten Rädern des MTB-News-Test-Team-Süd.

Stans Flow MK3 – in der Hand

Mit der Vorgängerversion konnten wir in den letzten Jahren bereits ausgiebig Erfahrungen sammeln und auch im IBC-Forum ist die ZTR Flow MK2 sehr beliebt. Warum? Bei moderatem Gewicht bietet sie ausreichend Stabilität, um vielen Fahrern – und auch unserem Testteam – sogar im Downhill-Einsatz zu genügen. Sollte man sie doch einmal zu stark verdellt haben, halten sich die Kosten für den Ersatz in Grenzen.

Im Vergleich zu dem tiefen V-Profilen mancher Carbonfelgen und ihrem Vorgänger, wirkt die neue Stans Flow MK3 in der Seitenansicht fast schon filigran – insbesondere bei 29″-Laufrädern. Ändert man die Perspektive in die Draufsicht, zeigt sich jedoch, dass die Felge eine ordentliche Breite aufweisen kann. Die Innenweite von 29 mm lässt auch dicke Reifen sicher sitzen.

Mit knapp über 500 g Gewicht ist sie in der Kategorie der “Wagon-Wheeler” mehr als nur konkurrenzfähig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass sie nicht aus dem oft sündhaft teuren Kohlefaser-Werkstoff gefertigt ist.

Aufbau

Niedrig und relativ simpel fällt das MK3-Profil aus.
# Niedrig und relativ simpel fällt das MK3-Profil aus.

Montage

Wenn der komplette Firmenname schon Stans NoTubes lautet, wäre es verdammt peinlich, wenn die Tubeless-Montage kein Kinderspiel wäre. Wir stellten den Namen auf die Probe und versuchten uns bei der Tubeless-Montage der Reifen (Maxxis EXO TR – DHR2 & Minion SS) mit einer regulären Standpumpe, ohne Kompressor oder Aufladen eines Druck-Reservoires: Plop. Pong. Pong. Fertig. So einfach? Wird der Reifen dann nicht zum Burpen (Luftverlust durch starkes Walken) neigen? Wir waren gespannt.

Stans ZTR Flow MK3 – auf dem Trail

Seit Jahren predigen verschiedenste Institutionen und Fahrer, dass nichts, aber auch gar nichts, über ein leichtes Laufrad geht – Beschleunigung ist alles und der Energieaufwand dafür ist bei niedrigem Gewicht geringer. Ja, das mag stimmen, ist aber nur eine Seite der Medaille. Selbst wenn ich in jeder Kurve einer 5 Minuten langen Abfahrt eine Sekunde sparen würde: In Summe bringt mir diese Ersparnis nichts, wenn ich nicht unten im Ziel ankomme, weil ich mein Laufrad verformt oder den Reifen heruntergezogen habe – oder sich gar Speichenköpfe durch die Felge gezogen haben.

Rechtfertigt ein Gewichtsunterschied von knapp 70 Gramm einen 10-fachen Preis für eine Felge?

Im direkten Vergleich mit Carbonfelgen (Enve M60HV), die knapp 70g weniger auf die Waage bringen, spürt man hier einen leichten Unterschied. Wer allerdings nicht ganz vorne im Enduro-Renngeschäft mitfährt, der sollte sich überlegen, ob dies wirklich den 10-fachen Preis für eine Felge wert ist, denn 10-mal schneller ist man dadurch mit Sicherheit nicht. Der Nachteil in der Beschleunigung von 29″-Laufrädern gegenüber 27,5″-Laufrädern ist da schon deutlich größer – auch ohne Carbonfelgen.

Eines der größten Reizthemen im Mountainbike-Sport ist vermutlich die Steifigkeit eines Produkts. Wenn ein Produkt mehr von etwas hat (natürlich nicht beim Gewicht, doch dazu später mehr), dann muss es ja besser sein, oder? Doch so einfach ist es leider nicht. Fahrergewicht, Fahrstil, Untergrund … die Faktoren, die darauf Einfluss nehmen, ob sich etwas steif oder weich anfühlt, sind mehr als vielfältig. Ein simples Beispiel: Die gleiche Felge wird sich unter einem 70 kg-Fahrer ganz anders anfühlen als unter einem 95 kg-Piloten – selbst wenn sie mit der gleichen Geschwindigkeit durch die Kurve fahren.

Für den Traileinsatz ein guter Begleiter …
# Für den Traileinsatz ein guter Begleiter …
… aber auch wenns mal wirklich scheppert
# … aber auch wenns mal wirklich scheppert - die Felgen steckten gut ein.

Ein monumentaler Knall ließ die Mitfahrer eine gebrochene Felge oder gar einen gebrochenen Rahmen vermuten. Nichts davon war eingetreten.

Im direkten Vergleich mit der ZTR Flow MK2-Felge fühlten vor allem die schweren Tester einen Unterschied. So gab die neuere MK3 insbesondere in vertikaler Richtung spürbar mehr nach. Sehr positiv: Es war ein Gripzuwachs in hängenden Kurven gegenüber dem alten Profil spürbar. Gleich zu Beginn des Tests trieben wir die Belastung auf die Spitze. Auf Sicht versuchte Jens eine Steinwelle komplett zu überspringen. Bereits in der Luft wurde klar, dass das Hinterrad es nicht hinter die Kuppe schaffen würde. Ein monumentaler Knall ließ die Mitfahrer eine gebrochene Felge oder gar einen gebrochenen Rahmen vermuten. Nichts davon war eingetreten, allerdings wollte der Reifen partout keine Luft mehr halten. Nach der Montage eines Schlauchs und späterer Inspektion in der Werkstatt fand sich die Ursache: Auf beiden Seiten der Felge hatten sich die Speichen an insgesamt 6 Stellen durch das Felgenband gespießt. Die Felge wurde beim Einschlag kurzzeitig zum Oval und federte dann unbeschadet zurück. Selbst die Speichenspannung war gegeben und die Felge lief sehr sauber und rund. Bei ähnlichen Fahraktionen quittierten andere Felgen – inklusive der MK2-Version der ZTR Flow – ihren Dienst. Beeindruckend.

Eine Woche Moab überstanden die Flow MK3 ohne Murren
# Eine Woche Moab überstanden die Flow MK3 ohne Murren

Felgenbreite und Luftdruck

Aktuell befinden wir uns wieder mal in einer Übergangsphase, was Reifenbreiten angeht oder besser gesagt: Neue Schubladen für Zwischenkategorien werden angeboten. Mit einer Innenbreite von 29 mm sind die ZTR Flow MK3 zwar nicht übertrieben breit, sollen aber dennoch Reifenbreiten bis 2,8″ abdecken. Als Testreifen setzten wir auf 2,5″ Maxxis-Reifen mit EXO TR sowie DH-Karkassen in verschiedenen Ausführungen. Durch den breiten Sitz saßen sie sehr gut abgestützt und sicher auf der Felge. In entsprechend Stein-armem Gelände und Trails ohne schnelles Hakenschlagen wagten wir uns auf Luftdrücke im Bereich von 1,5 bar an der Front und 1,8 bar am Heck heran – Burping konnten wir hiermit erst bei sehr spitzen Anliegerfahrten provozieren.

Exkurs: Laufradgewicht

Wer auf Trails mit starker Varianz der Geschwindigkeit unterwegs ist und immer wieder von annäherndem Stillstand hoch beschleunigen muss, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Fan von leichten Laufrädern sein.

Reifen fallen weitaus stärker ins Gewicht, als ein paar Gramm an der Felge, die ihre Lebensdauer um ein Vielfaches verlängern.

Für Fahrer, die auf die Erhaltung von Geschwindigkeit setzen, ist dies in den meisten Fällen hingegen weniger ein Problem. Ist das Laufrad einmal beschleunigt, profitiert man von der höheren und damit stabilisierenden Gyroskopkräften. Die Laufräder werden weniger stark abgelenkt wenn man sich mal über eine Wurzelpassage leicht macht und auch die Linie lässt sich auch besser halten.

Wird man das wegen der paar Gramm Mehrgewicht einer Aluminium-Felge gleich zu spüren bekommen? Betrachtet man ein Highend-Produkt des Mitbewerbers Enve, so nimmt man lediglich 30 g (Herstellerangaben)  gegenüber der M70 Thirty HV und 70 g gegenüber der M60 Forty HV in Kauf (pro Felge). Also wo liegt dann das Mehrgewicht am Laufrad? Besonders Reifen tragen hier einen weitaus größeren Gewichtsanteil bei, als man auf den ersten Blick vermuten würde. So kann die Wahl zwischen einem DH-Reifen oder einem leichten Faltreifen über 400 g pro Laufrad ausmachen.

Dies ist natürlich ein Extrembeispiel, aber es soll verdeutlichen, dass man sich sehr genau Gedanken darüber machen sollte, wo man Gewicht zugunsten der Stabilität und Einflussnahme auf die Fahreigenschaften einsetzt.

Mit den ZTR Flow MK3-Felgen kann man lange mit niedrigen Drücken ohne Burping davon kommen
# Mit den ZTR Flow MK3-Felgen kann man lange mit niedrigen Drücken ohne Burping davon kommen - erst wenn man in Anliegern sehr hohe Seitenkräfte aufbringt, schafft man es den Reifen soweit zu verziehen, dass Luft entweicht.

Haltbarkeit

Gegenüber spitzen Steinen ist aber auch die Flow MK3 nicht unverwundbar.

Das Zeitalter, in dem durchgebremste Felgenflanken die Lebensdauer bestimmten, liegt zwar lange hinter uns, aber dennoch – Felgen sind nach den Reifen am nächsten am Untergrund. Wer nicht mit über 2,5 bar Luftdruck im Gelände unterwegs ist, wird früher oder später einen Durchschlag provozieren, sei es durch rabiate Fahrweise oder durch Unachtsamkeit auf einem neuen Trail. Passiert dies auf einem stumpfen Hindernis, beispielsweise auf einer Wurzel, hat man dank der flachen Bauweise der ZTR Flow MK3 gute Chancen ohne großen Schaden davon zu kommen. Gegenüber spitzen Steinen ist aber auch die Flow MK3 nicht unverwundbar.

Im Testzeitraum von einem knappen Jahr wurden den Felgen einige kleinere Dellen zugefügt und das Hinterrad bekam einen heftigen Einschlag zu spüren, der einen Ghettotubeless-Aufbau notwendig machte – der Laufradsatz blieb jedoch weiterhin fahrbar.

Bei einem extremen Einschlag, durchstachen die Speichen das Felgenband
# Bei einem extremen Einschlag, durchstachen die Speichen das Felgenband - die Felge selbst nahm keinerlei Schaden, nicht einmal Zentrieren war notwendig. Neues Felgenband rein und weiter ging's!
Ist die Zeitspanne nur lang genug, sinkt die Überlebenrate auf 0
# Ist die Zeitspanne nur lang genug, sinkt die Überlebenrate auf 0 - Nach einem Jahr kam es dann doch zu einer Begegnung, die einen bleibenden Eindruck hinterließ. Etwas Zangeneinsatz und Ghettotubeless ermöglichte aber die weitere Nutzung des Laufrades.
Die ZTR Flow MK3 ist eine Aluminiumfelge, die heraussticht
# Die ZTR Flow MK3 ist eine Aluminiumfelge, die heraussticht

Fazit: Stans ZTR Flow MK3

Wer Wert auf ein Produkt legt, das den Spagat zwischen den magischen drei Punkten – haltbar, günstig und leicht – schaffen soll, ist mit der Stans Flow MK3 ideal beraten. Gegenüber den großen Namen im Carbonlaufrad-Geschäft nimmt man rund 30 bis 70 Gramm mehr pro Laufrad in Kauf – zu einem Zehntel des Preises. Die Felge begeisterte nicht nur durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, sondern auch durch ernsthafte Nehmerqualitäten (bis hin zum Downhill-Einsatz), eine extrem angenehme Balance aus Präzision und Nachgiebigkeit, sowie Vibrationsdämpfung und sicheren Reifensitz. Nach unserem Test können wir getrost behaupten: Die Stans ZTR Flow MK3 ist momentan eine der besten Felgen am Markt – mit einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das Carbonfelgen erzittern lässt.

Stärken

  • Haltbarkeit
  • Fahrqualität
  • Preis-Leistung

Schwächen

  • Keine
Für Einsatzbereiche von Trail bis Enduro eine perfekte Felge
# Für Einsatzbereiche von Trail bis Enduro eine perfekte Felge - Downhill ist auch möglich, wird allerdings die Lebensdauer etwas verkürzen.

Testablauf

Auch wenn wir seit vielen Jahren auf der ZTR Flow MK2 unterwegs sind, haben wir Wert darauf gelegt, die neueste Generation der Felge mit den gleichen Naben, Speichen, Speichenspannung und vor allem – im selben Rad zu vergleichen. Hierfür nutzten wir zwei Laufradsätze (MK2 und MK3) mit identischen Reifen und Luftdrücken. Mehrere Testfahrer unterschiedlicher Gewichtsklassen beurteilten das Fahrgefühl nach Grip und Präzision. Die Laufräder mit den Felgen beider Generationen wanderten jeweils in die entsprechenden Räder der Tester und wurden dann im Vergleich zwischen den Generationen und auch mit anderen (Carbon-)Laufrädern getestet.

Hier haben wir die Flow MK3 getestet

  • Moab: Captain Ahab, Whole Enchilada, Portal, Slickrock, etc.
  • Flagstaff: Vulkanischer Boden, eckige Steine, sandig, sehr rutschig
  • Tschechien: Trailcenter Pod Smrkem, flowige und schnelle Trails
  • Gardasee: Steinig, teilweise lose
  • Odenwald: Sandig, schnell, Wurzeln, sprunglastig
  • Spessart: Loser Waldboden, Wurzeln, Steine

Wer hat getestet:

Testerprofile ausklappen

Jens Staudt

  • Testername: Jens Staudt
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 95 kg
  • Schrittlänge: 91 cm
  • Armlänge: 61 cm
  • Oberkörperlänge: 56 cm
  • Fahrstil: Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
  • Ich fahre hauptsächlich: Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, progressive Kennlinie
  • Vorlieben bei der Geometrie: Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

Jens aka Grinsekater punktet vor allem durch seine jahrzehntelange Erfahrung.
# Jens aka Grinsekater punktet vor allem durch seine jahrzehntelange Erfahrung.
Fast 20 Jahre in der Bikebranche, über 30 auf dem Bike – und noch immer schnell wie die Feuerwehr!
# Fast 20 Jahre in der Bikebranche, über 30 auf dem Bike – und noch immer schnell wie die Feuerwehr!

Jonathan Kopetzky

  • Testername: Jonathan Kopetzky
  • Körpergröße: 175 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 70 kg
  • Schrittlänge: 79 cm
  • Armlänge: 51 cm
  • Oberkörperlänge: 49 cm
  • Fahrstil: Aggressiv und verspielt
  • Ich fahre hauptsächlich: DH sprunglastig, auch Dirt, eigentlich alles Hauptsache Rad dabei
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Straff und schnell
  • Vorlieben bei der Geometrie: Langes Oberrohr, Hinterbau je nach Einsatzgebiet

Joni bringt fast jedes Fahrwerk an seine Grenzen.
# Joni bringt fast jedes Fahrwerk an seine Grenzen.
Man nehme Talent, kombiniere Style mit Speed und füge ein tiefes Interesse für Fahrwerke hinzu!
# Man nehme Talent, kombiniere Style mit Speed und füge ein tiefes Interesse für Fahrwerke hinzu!

Christoph Spath

  • Testername: Christoph Spath
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht: 65 kg
  • Gewicht (fahrfertig): 70 kg
  • Schrittlänge: 94 cm
  • Armlänge: 60 cm
  • Oberkörperlänge: 49 cm
  • Fahrstil: Schnell bergauf und bergab, sauber, selten überm Limit
  • Ich fahre hauptsächlich: Von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Viel Low Speed-Compression am Dämpfer, Front etwas straffer als das Heck, hinten gerne progressiv
  • Vorlieben bei der Geometrie: Vorne lang, hinten je nach Einsatzbereich kurz bis mittellang, flach

Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
# Materialien und Fertigungsmethoden sind für Chris mit seinem technischen Hintergrund wichtig.
Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.
# Vor allem In der Luft fühlt sich Chris aka MSTRCHRS offensichtlich mehr als wohl.

Um euch den bestmöglichen und breitesten Testeindruck zu bieten, fahren immer mehrere Tester ein Bike. Neben den aufgeführten Testern mit detaillierten Profil arbeiten wir immer mit weiteren Fahrern unterschiedlicher Könnerstufen, Gewichte, Körpergrößen sowie Vorlieben zusammen. Im direkten Dialog stellen wir das richtigen Setup sicher und dokumentieren in gemeinsamen Ausfahrten die Eindrücke. Dies stellt sicher, dass wir alle Eigenheiten eines Bikes in allen Bereichen beurteilen können.

Gemessen:
517,30 g ?
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Weitere Informationen

Website: www.notubes.com
Text & Redaktion: Jens Staudt | MTB-News.de 2017
Bilder: Jens Staudt, Chris Spath

Zusammenfassung
Datum
Produkt
STANS FLOW MK3
Bewertung
51star1star1star1star1star
  1. benutzerbild

    1975volker

    dabei seit 10/2006

    Ok, Sie haben den Job! Ich wohne in der Zentralschweiz. Gegenüber ist die Rigi.

    https://www.bergfex.ch/sommer/rigi-berg-und-see/touren/mountainbike/

    Anschliessend machen wir eine gemeinsame Ausfahrt und ein Bier ist auch noch drin
  2. benutzerbild

    codit

    dabei seit 02/2009

    @1975volker : Du lebst in einer sehr schönen Umgebung:daumen:! Danke für die Einladung , aber ich bleibe an der Bergstraße: Das ganze Jahr MTB ohne Pause. Nur im Sommer geht es in die Alpen. Und natürlich im Winter 2 Wochen Skifahrn:i2:.

    Nebenbei, wenn ich 20 Jahre jünger wäre, würde ich schauen einen Job in der Schweiz zu bekommen und dort zu leben. Hier ist leider mittlerweile alles am Absturz, außer MTB.:.gif" alt="">:

    Was mit Deiner Passung Felge-Reifen ist, kann ich halt nicht nachvollziehen. In die Mitte gedrückt hast Du die Wulst beim Aufziehen ja eh.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    1975volker

    dabei seit 10/2006

    Also, ich bin ganz ehrlich: Reifenwechsel war noch nie mein Hobby. Ich bin da auch nicht besonders geschickt drin. Trotz diverser YouTube Anleitungen :crash:
  5. benutzerbild

    agent_fux

    dabei seit 09/2012

    FastFabi93 schrieb:

    Geht mir ähnlich wie dir. Fahre die Flow MK3 am 29" Hardtail mit Maxxis Agressor 2.3 in DoubleDown (sehr geiler Reifen übrigens) mit 1,8 bar bei 67 kg nackig. Fahrweise: immer Vollgas, Linienwahl so sauber wie es geht. Wenn nichts mehr geht, wird reingehalten

    Hab den LRS jetzt seit knapp drei Monaten und hab letztens die erste große Delle entdeckt. Außerdem mehrere lockere Speichen, ein starker Höhen- und Seitenschlag. Den Seitenschlag hab ich vor einer Woche rauszentriert, die Felge fängt aber langsam wieder an zu eiern :/
    Ich denke, dass der niedrige Querschnitt der MK3 daran nicht ganz unschuldig ist. Ein Kumpel von mir fährt auch die EX511 bei 90 (?) kg am Hardtail, da hält noch alles. Er ist aber meistens auch deutlich langsamer (und mit mehr Luftdruck) als ich unterwegs.
    Ich werde die Felge jetzt noch so lange fahren, bis sie kurz vorm Kollaps steht. Die Zeit bis dahin werde ich mit der Suche nach Alternativen verbringen


    Ich bin in Kranjska Gora beim Double zu kurz gekommen und schön gegen die Landung geknallt. Alle Federelemente waren am Anschlag und trotz 1,7 bar bei 75 kg Fahrergewicht hat die HR-Felge nachgegeben. Bin sie gerade mal 2 Monate gefahren und habe einen Specialized Butcher Black Diamond 2,35“ drauf.:ka:
  6. benutzerbild

    FastFabi93

    dabei seit 03/2015

    Der Pfeil wäre jetzt nicht nötig gewesen

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