Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Mehr gibt es nicht zu sagen!
Mehr gibt es nicht zu sagen! - Foto von Nick Muzik
Epische Ausblicke beim Swiss Epic!
Epische Ausblicke beim Swiss Epic! - Foto von Sam Clark
Das Swiss Epic steht in puncto genialen Bildern dem großen Bruder, dem Cape Epic, in nichts nach!
Das Swiss Epic steht in puncto genialen Bildern dem großen Bruder, dem Cape Epic, in nichts nach! - Foto von Michael Chiaretta
Happy nach einer wirklich harten Etappe
Happy nach einer wirklich harten Etappe
Zeit für ein Race-Selfie!
Zeit für ein Race-Selfie!
Der Bikewash im Ziel in Lenzerheide
Der Bikewash im Ziel in Lenzerheide - Ein genialer Service vom Veranstalter. Nicht mal selbst müssen wir unsere Bikes putzen
Speicher füllen nach einer harten Etappe
Speicher füllen nach einer harten Etappe - Im Zielbereich gibt es reichlich gutes Essen!
SE19 S04 NickMuzik 0637
SE19 S04 NickMuzik 0637 - Foto von Nick Muzik
SE19 S04 NickMuzik 0594
SE19 S04 NickMuzik 0594 - Foto von Nick Muzik
SE19 S04 NickMuzik 0501
SE19 S04 NickMuzik 0501 - Foto von Nick Muzik
Adelheid Morath und Bettina Janas übernahmen heute das Leaderjersey
Adelheid Morath und Bettina Janas übernahmen heute das Leaderjersey - Foto von Michael Chiaretta
Geschafft! Die Anstiege waren heute extrem hart, da durfte sich jeder freuen, wenn er oben angekommen ist
Geschafft! Die Anstiege waren heute extrem hart, da durfte sich jeder freuen, wenn er oben angekommen ist - Foto von Marius Holler
SE19 S04 NickMuzik 0632
SE19 S04 NickMuzik 0632 - Foto von Nick Muzik
SE19 S4 MICHAEL CHIARETTA 6917
SE19 S4 MICHAEL CHIARETTA 6917 - Foto von Michael Chiaretta
SE19 S4 Sam Clark 9199
SE19 S4 Sam Clark 9199 - Foto von Sam Clark
Die Sieger des Tages: Das Team Trek Selle San Marco vor dem Team Trek Selle San Marco A
Die Sieger des Tages: Das Team Trek Selle San Marco vor dem Team Trek Selle San Marco A - Foto von Sam Clark
Trails, Trails und nochmal Trails!
Trails, Trails und nochmal Trails! - Foto von Nick Muzik

Das vorletzte Teilstück des Swiss Epic 2019 haben Chris und Alex geschafft! Rund um Lenzerheide wurde den Beiden einmal mehr ein Singletrailspektakel präsentiert. Doch es ging auch heftig berauf – sehr heftig sogar! Unser MTB-News-Dou war heute zeitweise ziemlich am Leiden. Aber lest selbst…

48 Kilometer und 2.200 Höhenmeter. Klingt einfach? „Challenge your limits“ trifft es bei uns heute aber ganz gut. Warum genau erzählen wir euch in unserem Rennbericht. Außerdem wollen wir heute ein bisschen über die Leute sprechen, die mit uns gemeinsam diese Woche bestreiten und zwei weitere Fragen aus dem Auftaktartikel beantworten.

Was vor dem Start des heutigen Rennens geschah:

Gut geschlafen, und zwar beide! Beste Voraussetzungen für einen guten Start in den Tag. Trotzdem spürt man so langsam die Belastung der letzten Tage. Im Frühstücksbereich war eben genau das auch zu spüren. Etwas ruhiger und weniger Gespräche, nicht schlimm aber trotzdem auffallend. Über Lenzerheide hing noch ein Nebelfeld, es zeichnete sich aber schon ab, dass sich dieses bald auflösen würde.

Was während des Rennens geschah:

Unser Starterfeld in Block C war heute zu Beginn etwas nervös. Dies lag wohl daran, dass bereits nach wenigen Kilometern der erste Trail kam. Logisch, dass sich zuvor jeder entsprechend platzieren wollte. Uns als Team liegt der extrem schnelle Start bei dem die Herzfrequenz in den ersten 15 Minuten mindestens 10 Schläge über der persönlichen Schmerzgrenze liegt eher weniger. Chris beschreibt sich sowieso gerne als „alte Dampflock“, die zunächst ein wenig Anlauf benötigt, dann aber hinten raus durch Konstanz überzeugt. Wie auch immer, wir haben unseren Tritt gefunden, merkten aber, dass die Wege immer schmaler und steiler wurden. Nach 10 km hatten wir bereits 500 Höhenmeter gemacht, nach 15 km waren es 1.000 Höhenmeter. Die steilen Rampen, teilweise auf Schotterpiste, oftmals aber nur ein kleiner Pfad, zogen die Energie spürbar aus den Beinen. An vielen Passagen war Absteigen die bessere Alternative. Während dieser Schiebepassagen trafen wir immer wieder ein südamerikanisches Team, welches mit einer Soundbox in der Trikottasche fuhr. „Dieser Kuschelrock macht mich fertig, warum können das nicht motivierende Beats sein?“ meinte Alex. Chris hatte nun die Wahl entweder schnell zu überholen oder sich zurückfallen zu lassen…

Mehr gibt es nicht zu sagen!
# Mehr gibt es nicht zu sagen! - Foto von Nick Muzik
Epische Ausblicke beim Swiss Epic!
# Epische Ausblicke beim Swiss Epic! - Foto von Sam Clark
Das Swiss Epic steht in puncto genialen Bildern dem großen Bruder, dem Cape Epic, in nichts nach!
# Das Swiss Epic steht in puncto genialen Bildern dem großen Bruder, dem Cape Epic, in nichts nach! - Foto von Michael Chiaretta

Die Trails waren erneut vom feinsten, doch 700 Tiefenmeter hat man dann leider auch recht zügig gemacht und der nächste Anstieg kam, welcher dem ersten locker noch eines draufsetzte. Die Beine waren kurz vorm explodieren, der Puls gefühlt am Anschlag aber der Computer zeigte selten mehr als 8 km/h an… Zu hart, um die grandiose, fast wolkenfreie Aussicht über das Bergpanorama zu genießen. Wie gesagt: Challenge your limits… Und das auf nur 48 Kilometern, was auch viele Fahrer unterschätzten. Ohne Defekte erreichten wir nach 3:56 Stunden das Ziel auf dem 118. Gesamtplatz.

Happy nach einer wirklich harten Etappe
# Happy nach einer wirklich harten Etappe

Und nach dem Rennen ein paar Stories und Beobachtungen über und mit unseren Mitstreitern:

Aufgrund des tollen Wetters hielten wir uns heute erstaunlich lange im Start/Zielbereich auf. Die Kohlenhydratspeicher wurden wieder aufgefüllt und wir haben die Stimmung mit den anderen Fahrern einfach nur genossen. Was alle Personen, die wir in den vergangenen Tagen kennengelernt haben eint, ist eine spürbare Passion fürs Biken, eine enorme Gelassenheit und ein extrem klares Bild, welche Events noch zu absolvieren sind. Der Schweizer Tim, den wir im Schwimmbad kennengelernt haben, träumt von der Platinum Runde des Red Bull Alpenbrevets. Der aus Colorado stammende David hat mit seiner Frau schon das Cape Epic, die Transandes, die TransPyr, das Breck Epic und viele weitere Etappenrennen gefinished. Vermutlich werden die beiden nicht aufhören, bis sie auf jedem Kontinent bei den Top 3 Mehrtagesrennen dabei waren. Unser Mitbewohner Loan aus Neuseeland ist mit seinem Teampartner Stuart in die Schweiz gekommen, um nach dem morgigen Tag die „Epic Legend“ Auszeichnung verliehen zu bekommen. Diese bekommt man, wenn man das „Cape Epic“ in Südafrika, das „The Pioneer“ in Neuseeland und das „Swiss Epic“ absolviert hat. Bisher tragen weltweit nur 10 Personen diese Auszeichnung.

Zeit für ein Race-Selfie!
# Zeit für ein Race-Selfie!
Der Bikewash im Ziel in Lenzerheide
# Der Bikewash im Ziel in Lenzerheide - Ein genialer Service vom Veranstalter. Nicht mal selbst müssen wir unsere Bikes putzen
Speicher füllen nach einer harten Etappe
# Speicher füllen nach einer harten Etappe - Im Zielbereich gibt es reichlich gutes Essen!

Wir beide fühlen uns hier pudelwohl, insbesondere die Gelassenheit und das internationale Flair gefällt uns sehr. Uns fällt außerdem auf, dass diese Gelassenheit auch während des Wettkampfs zu spüren ist: Korrekte Verhaltensweisen im Trail, sehr wenige nervöse und unkontrollierte Überholmanöver, gegenseitige Hilfe bei Defekten, etc. Das passt!

Wie versprochen auch 2 Antworten zu unseren Fragen aus dem Auftaktartikel:

Reicht der Hamburger Wind aus um die Berge in Graubünden zu simulieren? Wie gut ist Hamburg tatsächlich zur Trainingsvorbereitung geeignet?

Hand aufs Herz: Um diese Berge in Hamburg simulieren zu können, bräuchte Chris durchgehend Windstärke 10. Dass Alex ihm das nicht wünscht, sollte klar sein ;-). Hamburg eignet sich gut zum Rennradfahren. Zum Mountainbiken müsste Chris dann aber in die Harburger Berge oder in den Harz fahren. Der Aufwand dafür ist natürlich hoch und nicht ideal. Da wünscht sich Chris öfter mal seine ehemalige Wahlheimat München zurück, in der er 7 Jahre gewohnt hat.

Macht ein solches Event Sinn, wenn wir nur zweimal für ein Wochenende zusammen trainiert haben?

Besser nur zweimal, als gar nicht :-). Eigentlich reicht es nicht, aber da wir uns schon durch so viele Mehrtagesrennen sehr gut kennen, sind wir sehr gut aufeinander eingespielt und sehen dem jeweils anderen recht schnell an, wenn das Maximum erreicht ist und passen dann die Geschwindigkeit entsprechend an. Klar ist auch, dass wir das hier zum Spaß machen. Erlebnis vor Ergebnis!

SE19 S04 NickMuzik 0637
# SE19 S04 NickMuzik 0637 - Foto von Nick Muzik
SE19 S04 NickMuzik 0594
# SE19 S04 NickMuzik 0594 - Foto von Nick Muzik
SE19 S04 NickMuzik 0501
# SE19 S04 NickMuzik 0501 - Foto von Nick Muzik
Den offiziellen Rennbericht zum Ausklappen

Morath und Janas holen sich die Gesamtführung beim Swiss Epic

Mit dem dritten Etappensieg in Folge setzen sich Adelheid Morath und Bettina Janas an die Spitze des Gesamtklassements beim Swiss Epic – womit es auf der letzten Etappe zum großen Showdown kommt.

Obwohl Janas und Morath zum Auftakt des Swiss Epic in Graubünden 17 Minuten auf die Spitze verloren und nach dem ersten Sieg auf der zweiten Etappe noch nichts vom Gesamtklassement wissen wollten, holten sich die Beiden mit drei Etappensiegen in Folge die Führung im Gesamtklassement. Die unglaubliche Aufholjagd – gestartet mit 17 Minuten Rückstand vom fünften Gesamtrang aus bei der zweiten Etappe – findet ihren vorläufigen Höhepunkt mit der Führung im Gesamtklassement. Janas und Morath gehen damit mit einem Vorsprung von 13.4 Sekunden in die fünfte und letzte Etappe.

“Das war cool”, meinte Janas grinsend nach dem Etappensieg in drei Stunden und etwas mehr als 11 Minuten. „Gestern wollten wir beweisen, dass wir mehr als nur einmal siegen können – und heute wollten wir beweisen, dass wir mehr als als nur zweimal gewinnen können“, meinte die Deutsche sichtlich euphorisiert an der Ziellinie in der Lenzerheide.

Adelheid Morath und Bettina Janas übernahmen heute das Leaderjersey
# Adelheid Morath und Bettina Janas übernahmen heute das Leaderjersey - Foto von Michael Chiaretta

Auf die Frage hin, wie sie die Etappe gewinnen konnten, erklärte Janas: „Am Anfang waren wieder alle Favoritinnen beisammen. Auf der ersten Abfahrt attackierten wir, denn wir wollten den Singletrail als Erste befahren. Wie sich herausstellte, war dies die richtige Taktik. Beim darauffolgenden Aufstieg konnten wir dann Ariane Lüthi und Samara Sheppard distanzieren.“ So überquerte das KS Trek-Sportograf Team die Ziellinie schlussendlich mit drei Minuten und 7 Sekunden Vorsprung auf Lüthi/Sheppard. “Die Abfahrten haben heute unglaublich viel Spaß gemacht. Ich war wirklich durchgehend mit einem Lächeln unterwegs“, meinte Janas weiter.

Trotz dem Verlust des dritten Rangs im Gesamtklassement bereitete die vierte Etappe rund um die Lenzerheide auch Lüthi und Sheppard viel Freude. „Mit dem schönen Wetter konnten wir die Trails voll und ganz geniessen. Nach vier Etappen harmonieren wir mittlerweile ganz gut – wir wissen, wo unsere Grenzen liegen und womit wir uns gegenseitig noch besser antreiben können. Genau das haben wir heute gemacht. Die beiden Anstiege auf den gegenüberliegenden Talseiten waren heute brutal und man erreicht eine Höhe, wo die Luft richtig dünn wird – womit wir fast ein wenig unvorsichtig wurden. Die Abfahrten waren aber großartig. Ich blieb die ganze Zeit an Arianes Hinterrad und wir genossen einfach die hochklassigen Trails. Ich bin begeistert“, so die Neuseeländerin Sheppard.

Geschafft! Die Anstiege waren heute extrem hart, da durfte sich jeder freuen, wenn er oben angekommen ist
# Geschafft! Die Anstiege waren heute extrem hart, da durfte sich jeder freuen, wenn er oben angekommen ist - Foto von Marius Holler

Das ein MTB-Etappenrennen immer für eine Überraschung gut ist, mussten heute auch Sheppard und Lüthi am eigenen Leib erfahren. Trotz dem zweiten Platz bei der heutigen Etappe rutschten sie im Gesamtklassement um einen Rang nach hinten, da das KS Trek-Sportograf Team um Janas/Morath heute alle überflügelte und sich von Rang vier auf den ersten Platz vorschob. Die Verlierer der heutigen Etappe sind Corina Gantenbein und Kathrin Stirnemann. Das Shimano S-Phyre Team startete stark in das Swiss Epic 2019 und konnte bis gestern noch die Gesamtführung innehalten, doch mit der fortlaufenden Dauer des Rennens hatte Stirnemann immer mehr mit Atemproblemen zu kämpfen. Dies tut den positiven Gefühlen von Gantenbein jedoch keinen Abbruch. „Ich war mir vor dem Rennen nicht sicher, ob ich in der Lage sein werde, fünf Tage in Folge konkurrenzfähig zu sein. Ich fühle mich von Tag zu Tag besser“, erklärte die Schweizerin, welche am Pfeifferschen Drüsenfieber litt und gerade erst von einer längeren Auszeit zurückkommt.

Dennoch müssen Gantenbein und Stirnemann ihre Siegeshoffnungen beim Swiss Epic in Graubünden noch nicht begraben. Mit einer starken Leistung auf der fünften Etappe wäre der Rückstand von einer Minute und 48 Sekunden durchaus noch wettzumachen – auch wenn dies gegen das euphorisierte KS Trek-Sportograf Team sowie das Centurion Vaude 2 Team um Alice Pirard und Stefanie Dohrn keine leichte Aufgabe wird. Letztere klassierten heute einen Rückstand von zehn Minuten und fünf Sekunden und landeten auf dem dritten Platz.

Damit konnten die Beiden trotz ihrer konstanten Leistung erneut nicht das orange Leadertrikot in Empfang nehmen. Als Pirard im Ziel die Neuigkeiten hörte, meinte sie: „Das Rennen ist unglaublich spannend. Ich denke jedes Frauen-Team genießt diese unglaublich knappe Entscheidung um den Gesamtsieg. Es ist schlichtweg cool, dass man um jede Sekunde kämpfen muss. Die letzte Etappe wird das große Finale – der Ausgang ist völlig offen.“

Die spannende Ausgangslage beweist wieder einmal, dass in einem MTB-Etappenrennen wie dem Swiss Epic alles passieren kann.

Resultate:

UCI Frauen | 4. Etappe
1. KS TREK – Sportograf: Adelheid Morath & Bettina Janas (3:11:12,8)
2. Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy: Ariane Lüthi & Samara Sheppard (3:14:20,1 | +3.07,3)
3. Centurion Vaude 2: Alice Pirard & Stefanie Dohrn (3:21:18,6 | +10.05,8)
4. Shimano S-Phyre: Corina Gantenbein & Kathrin Stirnemann (3:23:05,5 | +11.52,7)
5.Team ÅBRO / Fairtree: Jennie Stenerhag & Katie Lennard (3:27:37,2 | +16.24,4)

UCI Frauen | Gesamtklassement nach der 4. Etappe
1. KS TREK – Sportograf: Adelheid Morath & Bettina Janas (16:53:02,9)
2. Centurion Vaude 2: Alice Pirard & Stefanie Dohrn (16:53:16,3 | +13,4)
3. Shimano S-Phyre: Corina Gantenbein & Kathrin Stirnemann (16:54:51,6 | +1.48,7)
4. Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy: Ariane Lüthi & Samara Sheppard (16:55:37,5 | +2.34,6)
5. Team ÅBRO / Fairtree: Jennie Stenerhag & Katie Lennard (17:58:15,7 | +1:05.12,8)

SE19 S04 NickMuzik 0632
# SE19 S04 NickMuzik 0632 - Foto von Nick Muzik

SE19 S4 MICHAEL CHIARETTA 6917
# SE19 S4 MICHAEL CHIARETTA 6917 - Foto von Michael Chiaretta
SE19 S4 Sam Clark 9199
# SE19 S4 Sam Clark 9199 - Foto von Sam Clark

Erneuter Doppelsieg für Trek Selle San Marco bei der 4. Etappe des Swiss Epic

Am vierten Tag des Swiss Epic in Graubünden zeigten die beiden Trek Selle San Marco Teams erneut ihre Klasse und holten sich den zweiten Doppelsieg innerhalb von vier Tagen.

Nach den Zwischentief bei der Königsetappe und den technischen Problemen gestern konnten sich Samuele Porro und Damiano Ferraro heute wieder steigern und holten sich vor den beiden Gesamtführenden Michele Casagrande und Fabian Rabensteiner den Etappensieg.

Die mit 48 Kilometer kürzeste Etappe des Swiss Epic 2019 startete um 08:30 Uhr bei sommerlichen Temperaturen auf der Lenzerheide. Die guten Bedingungen sowie die Möglichkeit, hinter Casagrande und Rabensteiner im Gesamtklassement auf Platz zwei vorzustoßen, sorgten für einen schwungvollen Start. Mit 2‘150 Höhenmetern war die Etappe nicht prädestiniert für die Cross-Country Fahrer, so war denn auch die Siegerzeit von zwei Stunden 27 Minuten und 33 Sekunden rund eine Stunde länger als bei einem klassischen Cross-Country Rennen.

“Endlich kam die Sonne zum Vorschein“, meinte Porro und bezog sich damit auch auf ihre Leistung bei der heutigen Etappe. „Nach den gestrigen Problemen (Ferraro hatte mit einem defekten Schaltwerk zu kämpfen) wollten wir heute einfach nur ein gutes Rennen abliefern. Wir fuhren mehrheitlich zusammen mit Casagrande und Rabensteiner. Es war ein schöner Tag und eine unglaubliche Strecke. Aufgrund der vielen Singletrails beim Swiss Epic besteht immer die Möglichkeit eines technischen Defekts. Sich in den Dienst des Teams zu stellen hatte deshalb heute oberste Priorität für uns, weshalb wir stets zusammenfuhren, um ihnen im Falle eines Defekts behilflich sein zu können“, so Porro weiter.

Die Sieger des Tages: Das Team Trek Selle San Marco vor dem Team Trek Selle San Marco A
# Die Sieger des Tages: Das Team Trek Selle San Marco vor dem Team Trek Selle San Marco A - Foto von Sam Clark

Mit dem heutigen Etappensieg verbesserten sich Porro und Ferraro auf den fünften Gesamtrang, womit sie nach der missratenen Etappe gestern wieder einen Platz gutmachen konnten. Casagrande und Rabensteiner begnügten sich heute mit dem zweiten Platz und überließen ihren beiden Teamkollegen als Dank für die Unterstützung die große Bühne.

Als Dritte kamen Daniel Geismayr und Vinzent Dorn ins Ziel. Dorn hatte nach der gestrigen Etappe doch ein wenig Druck verspürt, da er mit Daniel Geismayr den stärksten Fahrer des Centurion Vaude Teams als Teampartner hat. Geismayr blieb jedoch gewohnt cool: „Vinzent hatte einen sehr guten Tag“, so der Routinier. „Er hatte einen platten Reifen ganz zu Beginn der Etappe, wodurch wir etwas Zeit verloren und die Lücke wieder schließen mussten. Er war heute jedoch sehr stark und wir schlugen ein hohes Tempo an. Ich bin sehr zufrieden mit dem Podestplatz“, meinte Geismayr gewohnt bescheiden.

Trails, Trails und nochmal Trails!
# Trails, Trails und nochmal Trails! - Foto von Nick Muzik

Hinter dem Podest setzte sich die Rivalität zwischen Texpa Simplon und dem jb BRUNEX/Fischer BMC Team fort. Die beiden Teams schenken sich weiterhin nichts und es scheint, dass sie auch um den 20. Platz sprinten würden. „Wir treten auf der Cross-Country Tour oft gegeneinander an, deshalb wollen wir immer gewinnen,“ so Noah Blöchlinger über die besondere Rivalität. Michael Stünzi und Marc Stutzmann konnten sich heute zum zweiten Mal innert vier Tagen vor Blöchlinger und Casey South platzieren. Nichtsdestotrotz liegen Blöchlinger und South im Gesamtklassement weiterhin vor den beiden Texpa Simplon Fahrern.

Im Gesamtklassement vor der letzten Etappe des Swiss Epic 2019 sind die Rollen schon relativ klar verteilt. Trek Selle San Marco A führt mit acht Minuten und 27 Sekunden relativ komfortabel vor South und Blöchlinger, welche ihrerseits wiederum vier Minuten vor Stünzi und Stutzmann liegen. Sollte für Rabensteiner und Casagrande alles schief gehen, stehen ihnen mit den Teamkollegen Porro und Ferraro zwei Fahrer zur Seite, die sich in den Dienst des Teams stellen. So muss das jb BRUNEX/Fischer BMC Team schon auf höhere Kräfte vertrauen, um das Ruder noch herumreißen zu können.

Nichts desto trotz bietet die fünfte und letzte Etappe von der Lenzerheide nach Davos die Gelegenheit, Druck auf die Mitstreiter auszuüben und Fehler zu provozieren. Die 2‘350 Höhenmeter verteilt über 65 Kilometern kommen den Teams zu Gute, die sich ihre Kraftreserven über die Woche verteilt gut eingeteilt haben. Der beinahe 30 Kilometer lange Anstieg vom Landwasser Viadukt nach Äbirugg könnte das Gesamtklassement nochmals aufmischen.

Resultate:

UCI Männer | 4. Etappe
1. Trek Selle San Marco: Samuele Porro & Damiano Ferraro (2:27:33,2)
2. Trek Selle San Marco A: Michele Casagrande & Fabian Rabensteiner (2:27:34,2 | +1,0)
3. Centurion Vaude: Daniel Geismayr & Vinzent Dorn (2:29:55,8 | +2.22,6)
4. Texpa Simplon: Michael Stünzi & Marc Stutzmann (2:30:32,7 | +2.59,5)
5. jb BRUNEX / Fischer BMC: Casey South & Noah Blöchlinger (2:30:33,0 | +2.59,8)

UCI Männer | Gesamtklassement nach der 4. Etappe
1. Trek Selle San Marco A: Michele Casagrande & Fabian Rabensteiner (13:02:46,1)
2. jb BRUNEX / Fischer BMC: Casey South & Noah Blöchlinger (13:11:13,8 | +8.27,7)
3. Texpa Simplon: Michael Stünzi & Marc Stutzmann (13:15:16,8 | +12.30,7)
4. Centurion Vaude: Daniel Geismayr & Vinzent Dorn (13:23:16,2 | +20.30,1)
5. Trek Selle San Marco: Samuele Porro & Damiano Ferraro (13:23:43,6 | +20.57,5)

Text: Pressemitteilung Swiss Epic


Alle Ergebnisse findet ihr hier.

Alle Artikel zum Swiss Epic 2019:

Fotos: Sam Clark | Michael Chiaretta | Marius Holler | Nick Muzik
  1. benutzerbild

    Gastautor

    dabei seit 05/2012

    Das vorletzte Teilstück des Swiss Epic 2019 haben Chris und Alex geschafft! Rund um Lenzerheide wurde den Beiden einmal mehr ein Singletrailspektakel präsentiert. Doch es ging auch heftig berauf – sehr heftig sogar!


    → Den vollständigen Artikel „[url=https://www.mtb-news.de/news/swiss-epic-2019-4/]Swiss Epic 2019 – Rennbericht Tag 4: Don’t limit your challenges – challenge your limits[/url]“ ansehen


    [img]https://fthumb0.mtb-news.de/cache/360_auto_1_1_0/13/aHR0cHM6Ly93d3cubXRiLW5ld3MuZGUvbmV3cy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxOS8wOC9UaXRlbGJpbGQtMi5qcGc.jpg[/img]
  2. Anzeige

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!