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Feuer frei für die fünfte und letzte Etappe!
Feuer frei für die fünfte und letzte Etappe! - Foto von Marius Holler
SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8140
SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8140 - Foto von Michael Chiaretta
SE19 S05 NickMuzik 0823
SE19 S05 NickMuzik 0823 - Foto von Nick Muzik
Chris und Alex geben auf den Trails in Graubünden Gas
Chris und Alex geben auf den Trails in Graubünden Gas - Was für eine coole Woche!
Das Objekt der Begierde: die Finisher Medaille des Swiss Epics!
Das Objekt der Begierde: die Finisher Medaille des Swiss Epics! - Foto von Marius Holler
Finisher des Swiss Epics 2019!
Finisher des Swiss Epics 2019!
Yes! Wir haben es geschafft!
Yes! Wir haben es geschafft! - Zeitweise mussten wir etwas Leiden, doch insgesamt war es eine geniale Woche!
Ein letztes Mal: Traumhafte Bilder vom Swiss Epic 2019!
Ein letztes Mal: Traumhafte Bilder vom Swiss Epic 2019! - Foto von Nick Muzik
SE19 S5 Sam Clark 9892
SE19 S5 Sam Clark 9892 - Foto von Sam Clark
SE19 S5 Sam Clark 9662
SE19 S5 Sam Clark 9662 - Foto von Sam Clark
Die Finisher Medaille von der MTB-Legende: Thomas Frischknecht empfängt etliche glückliche Finisher im Ziel. Der Teamchef von Nino Schurter sicherte sich mit Urs Gerig gestern den Tagessieg in der Masters-Kategorie.
Die Finisher Medaille von der MTB-Legende: Thomas Frischknecht empfängt etliche glückliche Finisher im Ziel. Der Teamchef von Nino Schurter sicherte sich mit Urs Gerig gestern den Tagessieg in der Masters-Kategorie. - Foto von Marius Holler
SE19 S5 Marius Holler 9044
SE19 S5 Marius Holler 9044 - Foto von Marius Holler
SE19 S5 Marius Holler 2655
SE19 S5 Marius Holler 2655 - Foto von Marius Holler
Trails ohne Ende: Ob es ein Etappenrennen mit einem höheren Trailanteil gibt als das Swiss Epic? Wir wagen es zu bezweifeln ...
Trails ohne Ende: Ob es ein Etappenrennen mit einem höheren Trailanteil gibt als das Swiss Epic? Wir wagen es zu bezweifeln ... - Foto von Nick Muzik
Starke Finisherporträts! Casey South und ...
Starke Finisherporträts! Casey South und ... - Foto von Michael Chiaretta
... Noah Blöchinger. Die jungen Schweizer überraschten auf Gesamtrang 2!
... Noah Blöchinger. Die jungen Schweizer überraschten auf Gesamtrang 2! - Foto von Michael Chiaretta
SE19 S5 Sam Clark 9855
SE19 S5 Sam Clark 9855 - Foto von Sam Clark
SE19 S05 NickMuzik 1341
SE19 S05 NickMuzik 1341 - Foto von Nick Muzik
SE19 S05 NickMuzik 1224
SE19 S05 NickMuzik 1224 - Foto von Nick Muzik
SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8385
SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8385 - Foto von Michael Chiaretta
SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8884
SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8884 - Foto von Michael Chiaretta
Over and out! Das war das Swiss Epic 2019!
Over and out! Das war das Swiss Epic 2019! - Foto von Sam Clark
Ein deutscher Triumph bei den Damen: Glückwunsch Bettina Janas und Adelheid Morath!
Ein deutscher Triumph bei den Damen: Glückwunsch Bettina Janas und Adelheid Morath! - Foto von Marius Holler
Alice Pirard und Stefanie Dohrn mussten heute nochmals um ihren 2. GEsamtrang kämpfen.
Alice Pirard und Stefanie Dohrn mussten heute nochmals um ihren 2. GEsamtrang kämpfen. - Foto von Marius Holler
Die Tagessieger im Ziel in Davos: Frans Claes und Sören Nissen
Die Tagessieger im Ziel in Davos: Frans Claes und Sören Nissen - Foto von Marius Holler
Glückwunsch an das Team Trek Selle San Marco A zum Gesamtsieg des Swiss Epics! Eine starke Vorstellung der Italiener!
Glückwunsch an das Team Trek Selle San Marco A zum Gesamtsieg des Swiss Epics! Eine starke Vorstellung der Italiener! - Foto von Marius Holler
Vinzent Dorn kam immer besser in Schwung. Auf der letzten Etappe wurde er gemeinsam mit Daniel Geismayr 3.!
Vinzent Dorn kam immer besser in Schwung. Auf der letzten Etappe wurde er gemeinsam mit Daniel Geismayr 3.! - Foto von Michael Chiaretta

Es ist geschafft! Chris und Alex haben das Swiss Epic gemeistert. Auf der letzten Etappe durften die Beiden nochmals über viele coole Trails fetzen, mussten an einigen steilen Rampen allerdings auch ziemlich Leiden. Den letzten Rennbericht gibt’s hier!

In diesem abschließenden Artikel möchten wir unser eigenes Resümee von den vergangenen 5 Tagen ziehen und einen persönlichen Ausblick auf unsere potenziell zukünftigen Events geben. Eine letzte Frage aus dem Auftaktartikel beantworten wir ebenso. Doch der Reihe nach, wie immer starten wir mit unserem Raceday!

Was vor dem Start des heutigen Rennens geschah:

„Heute geben wir mal so richtig Gas, heute Sub 100“ waren Chris‘ erste Wort als er heute um 05:15 Uhr (ja, richtig gesehen) versuchte, seine Oberschenkelmuskulatur mit der Blackroll wieder geschmeidig zu bekommen. Da der Körper ja eine gewisse Zeit braucht um aufgenommene Kohlenhydrate überhaupt abrufen zu können, ist es nötig rechtzeitig zu frühstücken…
Beim Start um 07:45 Uhr war es also notwendig, vor 6 Uhr zu essen. „Er meint es wirklich ernst“, dachte sich Alex, der eigentlich noch eine Stunde schlafen wollte. Drei Brötchen und 50 g Honig später waren wir also wieder im Appartement und warteten bis die Zeit verging, bis wir uns endlich in Richtung Startbereich aufmachen konnten. Der positive Nebeneffekt war, dass wir fast die ersten in unserem Startblock waren, um beim neutralisierten Start vor dem ersten Trail nicht zu warten.

Was während des Rennens geschah:

Wir finden heute sehr schnell einen ordentlichen Tritt. Bei Kilometer 8 geht es dann wieder über einen kleinen Teil der XC-Weltcupstrecke und weiter auf Wurzeltrails hinunter ins Tal. Da es gestern am Abend geregnet hat, sind diese sehr feucht und äußerst rutschig. Zwischendurch in einem Trail beobachten wir eine extrem gefährliche Situation. Vermutlich aufgrund einer dieser nassen Wurzeln kommt ein Teilnehmer von der Ideallinie ab. Wir haben ihn schon den Steilhang hinunterrutschen sehen. Er reagiert aber extrem gut, und schafft es sich wieder zu fangen. Hier wird einfach deutlich, dass trotz Sicherung der wichtigsten Gefahrenstellen immer ein Risiko bleibt!

Feuer frei für die fünfte und letzte Etappe!
# Feuer frei für die fünfte und letzte Etappe! - Foto von Marius Holler
SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8140
# SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8140 - Foto von Michael Chiaretta
SE19 S05 NickMuzik 0823
# SE19 S05 NickMuzik 0823 - Foto von Nick Muzik

Nach der ersten Verpflegung beginnt dann der lange Anstieg mit 1.100 Höhenmetern zum Rinerhorn (einem der Davoser Hausberge). Wir kreuzen wieder das Wiesn-Viadukt wie am ersten Tag und danach geht es 300 Höhenmeter wirklich brutal steil nach oben. Der Streckenchef hat sich beim Race Briefing für die Steilheit bereits entschuldigt – das will wirklich etwas heißen. Wir verbringen heute einen Großteil der Strecke mit den Schweizern Björn und Bernhard vom Team „Steffi Velosport Merida“ und pushen uns gegenseitig. Bei Kilometer 53 haben wir den höchsten Punkt des heutigen Tages erreicht. Nun geht es in einen sehr schönen aber auch anspruchsvollen Wurzeltrail in Richtung Davos. Die Abfahrt geht besonders Chris auf die Handgelenke und wir sind froh auch diesen letzten Trail sturzfrei zu meistern. Dann noch ein paar Wellen und harte Positionskämpfe inklusive dem letzten Kilometer Vollgas (Top Speed Ebene 45km/h) rasen wir ins Ziel.

Chris und Alex geben auf den Trails in Graubünden Gas
# Chris und Alex geben auf den Trails in Graubünden Gas - Was für eine coole Woche!

Wir haben es geschafft und können zum zweiten Mal seit 2014 das Swiss Epic erfolgreich finishen. Der Zieleinlauf war für alle Teilnehmer ein sehr emotionaler Moment. Gekrönt durch Sonnenschein in einer tollen Bergkulisse in Davos. Wir landeten heute auf Platz 104. Insgesamt sind wir über die 5 Tage auf einem 121. Platz gelandet und darüber sehr zufrieden, vor allem da wir im Laufe der Woche deutlich an Tempo zulegen konnten. Wir verbrachten in den letzten fünf Tagen 25 Stunden auf dem MTB und fuhren 350 km mit 12.000 Höhenmetern. Das kann sich, denke ich, sehen lassen :-)

Das Objekt der Begierde: die Finisher Medaille des Swiss Epics!
# Das Objekt der Begierde: die Finisher Medaille des Swiss Epics! - Foto von Marius Holler
Finisher des Swiss Epics 2019!
# Finisher des Swiss Epics 2019!
Yes! Wir haben es geschafft!
# Yes! Wir haben es geschafft! - Zeitweise mussten wir etwas Leiden, doch insgesamt war es eine geniale Woche!

Und nach dem Rennen:

Wir bekommen die Swiss Epic-Finisher Medaille umgehängt, und das Finisher-Trikot übergestreift, dann kommt das obligatorische Finisher-Bild. Im Zielbereich war Partystimmung und auch das Essen war nicht auf maximale Performance ausgelegt. Das konnte Chris auch ausnahmsweise akzeptieren. Alex setze noch einen drauf und kündigte an, heute keine Regenerationsgetränke zu sich zu nehmen ;-). Man merkt es uns an, wir werden wieder mutiger und verabschieden uns so langsam von einer sensationellen Woche, in der wir leben durften wir die Profis… naja fast. Hier ein paar Dinge die wir uns für das nächste Mehrtagesrennen wünschen würden (was Profis auch haben), Priorität absteigend:

1. Einen eigenen Mechaniker, oder Zugriff auf einen Mechaniker der auch die Englische oder Deutsche Sprache beherrscht und die Bikes jeden Abend checkt: Die Beanspruchung des Materials ist hier schon heftig. Insbesondere der Regen zu Beginn der Woche hat den Bikes sehr zugesetzt. Wir können zwar das Nötigste am Bike machen, doch Werkzeug um den Steuersatz auszutauschen (notwendig bei Christian am Freitag) haben wir natürlich nicht dabei.

2. Eine eigenen Physio :-). Unersetzlich, wenn was verspannt und gelockert werden muss. Hilft der aktiven Regeneration. Christian hat den Service vom Swiss Epic ein paar Mal genutzt, ist aber auch mal leer ausgegangen.

3. Einen eigenen Fotografen auf der Strecke. Wir hätten gerne viel mehr Bilder für euch gemacht, doch es ist auf den vielen Singeltrails kaum möglich mal anzuhalten, sowohl bergab also auch bergauf. Außerdem fighten wir ja auch um jeden Platz (naja zumindest ab Tag 3 als wir endlich im Race-Modus angekommen waren).

Ein letztes Mal: Traumhafte Bilder vom Swiss Epic 2019!
# Ein letztes Mal: Traumhafte Bilder vom Swiss Epic 2019! - Foto von Nick Muzik
SE19 S5 Sam Clark 9892
# SE19 S5 Sam Clark 9892 - Foto von Sam Clark
SE19 S5 Sam Clark 9662
# SE19 S5 Sam Clark 9662 - Foto von Sam Clark

Was zeichnet denn nun das Swiss Epic aus? Wie schneidet es im Vergleich zu anderen MTB -Etappenrennen, bei denen wir beide schon dabei waren, ab?

1. Singletrail-Anteil wirklich sehr hoch: Für uns beide tatsächlich das Highlight, vor allem sind die Trails bergab und bergauf im Starterpaket inklusive.

2. Price per Pain Ratio. Ja, gelitten haben wir schon. Der Streckenplaner hat uns an vielen Stellen schon bluten lassen, und zwar nicht nur bergauf sondern auch bergab. Es gab einige Momente, in denen wir nach 400 Tiefenmetern technisch anspruchsvoller Trails Schmerzen in den Handgelenken hatten. Somit ist der Price per Pain recht gering – trotz für unsere Verhältnisse recht hoher Startgebühr!

3. Perfekte Organisation, vor allem auch inklusive Ausschöpfung aller technischen Möglichkeiten (Tracking, App) und natürlich die sehr guten Hotels inkl. Taschenservice, sehr gute Ausschilderung und Sicherung der Strecke, professionelles Roadbook, ausgedruckte Höhenprofile zum Aufkleben aufs Oberrohr etc…Die Liste ist schier endlos, aber hier wird klar, dass sich die Orga dieses Events auf einem sehr hohen Level bewegt. Und dies rechtfertigt den (All-Inclusive) Preis von ca. 3.500 CHF pro Team.

Wir möchten uns an dieser Stelle vor allem bei der Organisation und den vielen Helfern bedanken. Ihr habt alle einen grandiosen Job gemacht und ihr macht das Event zu dem was es ist. Swiss Epic = Real Mountainbiking oder wie die Organisation immer wieder betont hat „Conquering the Alps“ mit reiner Muskelkraft ;-)

Die Finisher Medaille von der MTB-Legende: Thomas Frischknecht empfängt etliche glückliche Finisher im Ziel. Der Teamchef von Nino Schurter sicherte sich mit Urs Gerig gestern den Tagessieg in der Masters-Kategorie.
# Die Finisher Medaille von der MTB-Legende: Thomas Frischknecht empfängt etliche glückliche Finisher im Ziel. Der Teamchef von Nino Schurter sicherte sich mit Urs Gerig gestern den Tagessieg in der Masters-Kategorie. - Foto von Marius Holler
SE19 S5 Marius Holler 9044
# SE19 S5 Marius Holler 9044 - Foto von Marius Holler
SE19 S5 Marius Holler 2655
# SE19 S5 Marius Holler 2655 - Foto von Marius Holler

Wie geht es bei uns beiden denn nun sportlich weiter?

„Wenn wir nun die kommende Woche gemütlich machen, haben wir die nächsten 2-3 Wochen richtig Bums in den Beinen.“ Alex möchte das Ausnutzen und nimmt sich vor, im September bei den 21st World Games of Mountainbiking in Saalbach/Hinterglemm beim Marathon zu starten. Gemeinsam haben wir so viele Impressionen gesammelt und in den Gesprächen mit anderen Teilnehmern von vielen weiteren Events gehört, an denen wir gerne teilnehmen würden. Damit es alle einmal gehört haben, auch hier eine Liste, Prio absteigend:

1. Transpyrenea
2. Breck Epic Colorado
3. The Pioneer (Neuseeland)

Beim Swiss Epic wollen wir natürlich bereits kommendes Jahr wieder dabei sein!

Trails ohne Ende: Ob es ein Etappenrennen mit einem höheren Trailanteil gibt als das Swiss Epic? Wir wagen es zu bezweifeln ...
# Trails ohne Ende: Ob es ein Etappenrennen mit einem höheren Trailanteil gibt als das Swiss Epic? Wir wagen es zu bezweifeln ... - Foto von Nick Muzik
Starke Finisherporträts! Casey South und ...
# Starke Finisherporträts! Casey South und ... - Foto von Michael Chiaretta
... Noah Blöchinger. Die jungen Schweizer überraschten auf Gesamtrang 2!
# ... Noah Blöchinger. Die jungen Schweizer überraschten auf Gesamtrang 2! - Foto von Michael Chiaretta

Nachdem wir jetzt Finisher sind, wollen wir die letzte Frage aus dem Auftaktartikel beantworten:

Auch wenn wir in den letzten Jahren leistungsseitig vergleichbar waren, fahren wir dieses Jahr wieder auf ähnlichem Niveau?

Nein! Und das habt ihr sicherlich auch aus den ersten vier Artikeln rausgelesen. Alex wollte und konnte sich wirklich spezifisch darauf vorbereiten und das hat man insbesondere in den Anstiegen gemerkt. Da wir uns hier bei einem Team-Event befinden (und das ist das Schöne beim Swiss Epic) bringt rein gar nichts vorauszufahren. Seine überschüssige Energie wurde am Berg durch Schieben in Vortrieb für Christian investiert ( #bestteam!). Während der 5 Tage haben wir beide hier auch eine recht gute Technik entwickelt. So waren am Ende des Tages auch beide müde ;-). Eines muss noch erwähnt werden – das beste Verhältnis von Trainingsaufwand zu Platzierung beim Swiss Epic 2019 hat sicherlich dieses Jahr Chris eingefahren!

It was a pleasure! Wir hatten eine geile Woche und wir hoffen ihr hattet viel Freude an unseren Artikeln!

Bis zum nächsten Rennbericht, Christian und Alex

Wenn jemand Interesse hat beim Swiss Epic 2020 am Start zu stehen. Hier die Details:

Das Swiss Epic 2020 findet vom 18. – 22. August 2020 statt. Die allgemeine Anmeldung öffnet am 9. September 2019 um 16:00 Uhr. Die Route führt von Laax via Arosa zum Ziel in Davos. Weitere Infos unter: www.swiss-epic.com

SE19 S5 Sam Clark 9855
# SE19 S5 Sam Clark 9855 - Foto von Sam Clark
SE19 S05 NickMuzik 1341
# SE19 S05 NickMuzik 1341 - Foto von Nick Muzik
SE19 S05 NickMuzik 1224
# SE19 S05 NickMuzik 1224 - Foto von Nick Muzik
SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8385
# SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8385 - Foto von Michael Chiaretta
SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8884
# SE19 S5 MICHAEL CHIARETTA 8884 - Foto von Michael Chiaretta
Over and out! Das war das Swiss Epic 2019!
# Over and out! Das war das Swiss Epic 2019! - Foto von Sam Clark
Den offiziellen Rennbericht zum Ausklappen

Morath und Janas krönen ihre Swiss Epic Woche

Adelheid Morath und Bettina Janas vom KS Trek-Sportograf Team holen sich mit dem vierten Etappensieg in Folge den Sieg beim Swiss Epic in Graubünden.

Die Eroberung der Gesamtführung bei der vierten Etappe war noch nicht das Ende der Fahnenstange für Morath und Janas. Mit 17 Minuten Rückstand in die zweite Etappe gestartet, krönten die beiden ihre unglaubliche Aufholjagd mit dem vierten Etappensieg in Folge und holen sich den Sieg beim Swiss Epic 2019 in Graubünden.

“Es ist unglaublich, nach dem ersten Tag haben wir keinen Gedanken an den Sieg verschwendet und nun stehen wir als Siegerinnen da“, sagte Janas überglücklich im Ziel. Die Etappen- und Gesamtsiegerin fuhren mit der Siegerzeit von drei Stunden, 43 Minuten und 24.6 Sekunden in Davos ein. Damit überquerten sie die Ziellinie bei der letzten Etappe zwei Minuten und 12.6 Sekunden vor Ariane Lüthi und Samara Sheppard. Den Vorsprung im Gesamtklassement weiter auszubauen war jedoch nicht das oberste Ziel des KS Trek-Sportograf Teams. „Wir konzentrierten uns auf unsere Leistung,“ so Janas über ihre Taktik. „Wir fuhren unseren Rhythmus, gingen nicht über unser Leistungsniveau hinaus und blieben stets cool. Das war schlussendlich der Schlüssel zum heutigen Erfolg,“ meinte Janas abschließend.

Ein deutscher Triumph bei den Damen: Glückwunsch Bettina Janas und Adelheid Morath!
# Ein deutscher Triumph bei den Damen: Glückwunsch Bettina Janas und Adelheid Morath! - Foto von Marius Holler

Hinter Janas und Morath entwickelte sich das Rennen zu einem wahren Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ariane Lüthi/Samara Sheppard und Alice Pirard/Stefanie Dohrn. Letztere gingen mit einem Vorsprung von zwei Minuten und rund 20 Sekunden in die 5. Etappe, doch Dohrn hatte auf der 4. Etappe mit einer starken Erklältung zu kämpfen und war zum Zeitpunkt des Starts noch nicht wieder vollständig genesen. So wollte das Centurion Vaude 2 Team so lange wie möglich den Anschluss an Ariane Lüthi und Samarah Sheppard halten.

Mit fortlaufender Dauer des Rennens gelang dies jedoch immer weniger, wodurch Pirard und Dohrn zumindest den Rückstand in Grenzen halten wollten. „Ich habe heute alles gegeben“, so Lüthi sichtlich erschöpft im Ziel. Nach dem zweiten Rang heute warteten Lüthi und ihre neuseeländische Teamkollegin Sheppard sichtlich gespannt im Zielraum auf Dohrn und Pirard, welche die Ziellinie eine Minute und 43 Sekunden später überquerten.

Mit dem dritten Platz heute konnte das Centurion Vaude 2 Team damit seinen zweiten Gesamtrang verteidigen. „Ich hatte während den letzten zwei Tagen mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Deshalb lautete unser Ziel den zweiten Schlussrang ins Ziel zu bringen und wir haben es geschafft! Alice hat mich wirklich hervorragend unterstützt“, so die überglückliche Dohrn. Der Abstand zum Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy mit Lüthi und Sheppard betrug am Ende jedoch lediglich 37.6 Sekunden.

Alice Pirard und Stefanie Dohrn mussten heute nochmals um ihren 2. GEsamtrang kämpfen.
# Alice Pirard und Stefanie Dohrn mussten heute nochmals um ihren 2. GEsamtrang kämpfen. - Foto von Marius Holler

Dahinter verlor das Shimano S-Phyre Team mit Stirnemann und Gantenbein, welche während des Rennens zwischenzeitlich die Gesamtführung innehatten, kontinuierlich Zeit. Die Atemprobleme von Stirnemann verschlimmerten sich auf der 5. Etappe weiter. „Heute war kein guter Tag. Mein Zwerchfell fühlte sich an als wäre es aus Stein und ich konnte kaum atmen. Es war ein riesen Kampf es überhaupt ins Ziel zu schaffen“, so Stirnemann.

Somit beenden Stirnemann und Corina Gantenbein nach dem fünften Platz heute das Rennen auf dem vierten Gesamtrang. Für Ramona Kupferschmied und Chrystelle Baumann vom Team ‚Swiss MTB Girls powered by Play up!‘ endete das Rennen genau andersrum – sie wurden heute Vierte und holten sich damit den fünften Rang im Schlussklassement. Die beiden jungen Schweizerinnen konnten beim Swiss Epic 2019 wertvolle Erfahrungen sammeln und sind definitiv ein großes Versprechen für die Zukunft.

Resultate:

UCI Frauen | 5. Etappe
1. KS TREK – Sportograf: Adelheid Morath & Bettina Janas (3:43:24,6)
2. Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy: Ariane Lüthi & Samara Sheppard (3:45:37,2 | +2.12,6)
3. Centurion Vaude 2: Alice Pirard & Stefanie Dohrn (3:47:20,8 | +3.56,2)
4. Swiss MTB Girls powered by Play up!: Ramona Kupferschmied & Chrystelle Baumann (3:54:54,4 | +11.29,8)
5. Shimano S-Phyre: Corina Gantenbein & Kathrin Stirnemann (4:05:13,4 | +21.48,8)

UCI Frauen | Schlussklassement nach 5 Etappen
1. KS TREK – Sportograf: Adelheid Morath & Bettina Janas (20:36:27,5)
2. Centurion Vaude 2: Alice Pirard & Stefanie Dohrn (20:40:37,1 | +4.09,6)
3. Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy: Ariane Lüthi & Samara Sheppard (20:41:14,7 | +4.47,2)
4. Shimano S-Phyre: Corina Gantenbein & Kathrin Stirnemann (21:00:05,0 | +23.37,5)
5. Swiss MTB Girls powered by Play up!: Ramona Kupferschmied & Chrystelle Baumann (22:02:08,0 | +1:25.40,5)

Trek Selle San Marco A gewinnt das Swiss Epic 2019

Michele Casagrande und Fabian Rabensteiner vom Trek Selle San Marco A Team ließen sich den Gesamtsieg mit dem vierten Platz bei der heutigen Etappe nicht mehr nehmen. Mit dem heutigen Etappensieg retten Frans Claes und Sören Nissen vom Devonbosch Stellenbosch Team ihre Woche in Graubünden.

Die heutige Zieleinfahrt in Davos markierte den Schlusspunkt des Swiss Epic 2019 in Graubünden. Das Trek Selle San Marco A Team holt sich den Gesamtsieg, währenddem sich das Devonbosch Stellenbosch Team den Etappensieg sichert. Michele Casagrande und Fabian Rabensteiner mussten heute nicht mehr ihr ganzes Potenzial abrufen und überquerten die Ziellinie in Davos mit drei Minuten Rückstand auf Claes/Nissen als viertes Team. Der Luxemburger Nissen und der Belgier Claes retteten mit dem Etappensieg eine bisher enttäuschend verlaufende Woche.

Die Tagessieger im Ziel in Davos: Frans Claes und Sören Nissen
# Die Tagessieger im Ziel in Davos: Frans Claes und Sören Nissen - Foto von Marius Holler

Die 65 Kilometer lange Schlussetappe führte von der Lenzerheide via dem alten Zügenweg und dem Rinerhorn-Gebiet nach Davos. Zum Abschluss des Swiss Epic in Graubünden wurden die Fahrer mit 2‘300 Höhenmetern nochmals auf die Probe gestellt.

Die Etappe bot zu Beginn keinen Spielraum für Attacken, da die Fahrer anfangs eine Runde um den Heidsee sowie der Singletrail zum Landwasser Viadukt erwartete. Nach 25 Kilometern setzte sich das Team Superior XC/bischibikes.ch mit Martin Gluth und Simon Vitzthum erstmals in Szene. Der Deutsche und der Schweizer konnten schnell einen Vorsprung von 25 Sekunden herausfahren, doch mit dem Verpassen einer Abzweigung fanden sich die beiden in der Verfolgergruppe wieder.

Das Unvermögen von Gluth/Vitzthum spielte dem Devonbosch Stellenbosch Team in die Karten. Claes und Nissen nutzten das Momentum und konnten beim längsten Anstieg des heutigen Tages eine Lücke aufreißen. Die beiden Trek Selle San Marco Teams mit Casagrande/Rabensteiner und Porro/Ferraro folgten den beiden, realisierten jedoch schnell, dass Claes/Nisson mit über einer Stunde Rückstand im Gesamtklassement keine Gefahr darstellten und ließen sie ziehen.

“Es gab für uns heute keinen Grund, Risiken einzugehen,“ so Rabensteiner nach dem Sieg. „Nach der letzten Abfahrt drosselten wir unser Tempo und überquerten die Ziellinie im Quartett – ohne Risiko. Es war schön, zusammen mit Porro/Ferraro das Ziel in Davos zu erreichen. Es war ein unglaublich tolles Rennen und es fühlt sich super an, als Sieger dazustehen“, so der neugebackene Swiss Epic Sieger.

Glückwunsch an das Team Trek Selle San Marco A zum Gesamtsieg des Swiss Epics! Eine starke Vorstellung der Italiener!
# Glückwunsch an das Team Trek Selle San Marco A zum Gesamtsieg des Swiss Epics! Eine starke Vorstellung der Italiener! - Foto von Marius Holler

Im Gegensatz zu den Trek Selle San Marco Teams ging Devonbosch Stellenbosch heute All-in. Nissen erreichte das Ziel aufgrund eines Sturzes auf der letzten Abfahrt mit einem zerrissenen Shirt und einem blutenden Arm. „Einige Leute stechen sich IRONMAN oder Absa Cape Epic Tattoos, aber ich dachte ich muss etwas anderes machen, um eine Erinnerung an das Swiss Epic zu behalten“, meinte er lachend. Der Sturz tat seiner Freude allerdings keinen Abbruch. „Die Woche startete mit zwei Top-5 Plätzen solide, aber auf der Königsetappe (3. Etappe) zogen wir einen rabenschwarzen Tag ein. Wir hatten einen Kettenriss und gerieten in Panik. Wir haben so viel Zeit verloren, dass wir uns gestern entschieden haben, die Sache ruhig anzugehen – damit wir heute voll angreifen konnten“, so der luxemburgische Cross-Country Meister Nissen. „Ich habe bereits gestern gesagt, dass wir heute versuchen werden, den Etappensieg zu holen“, fügte Teamkollege Claes hinzu.

Vinzent Dorn kam immer besser in Schwung. Auf der letzten Etappe wurde er gemeinsam mit Daniel Geismayr 3.!
# Vinzent Dorn kam immer besser in Schwung. Auf der letzten Etappe wurde er gemeinsam mit Daniel Geismayr 3.! - Foto von Michael Chiaretta

Die Siegerzeit von Claes und Nissen betrug 2 Stunden, 54 Minuten und 5.8 Sekunden. Noah Blöchlinger und Casey South vom jb BRUNEX/Fischer BMC Team wurden mit einer Minute und 24 Sekunden Rückstand Zweiter, was gleichzeitig auch ihrer Klassierung im Gesamtklassement entspricht. Den dritten Platz bei der heutigen Etappe holten sich Daniel Geismayr und Vinzent Dorn vom Centurion Vaude Team. Da sich die fünf bestklassierten Teams gemeinsam auf die letzte Abfahrt neun Kilometer vor dem Ziel aufmachten, war es am Ende keine Überraschung, dass es keine Änderungen mehr in der Gesamtwertung gab. Somit geht das Trek Selle San Marco A Team in 16 Stunden und 6 Sekunden als erster Sieger des Swiss Epic in Graubünden hervor.

Resultate:

UCI Männer | 5. Etappe
1. Devonbosch Stellenbosch: Frans Claes & Sören Nissen (2:54:05,8)
2. jb BRUNEX / Fischer BMC: Casey South & Noah Blöchlinger (2:55:30,1 | +1.24,3)
3. Centurion Vaude: Daniel Geismayr & Vinzent Dorn (2:56:53,8 | +2.48,0)
4. Trek Selle San Marco A: Michele Casagrande & Fabian Rabensteiner (2:57:19,9 | +3.14,1)
5. Trek Selle San Marco: Samuele Porro & Damiano Ferraro (2:57:20,3 | +3.14,5)

UCI Männer | Gesamtklassement nach der 5. Etappe
1. Trek Selle San Marco A: Michele Casagrande & Fabian Rabensteiner (16:00:06,0)
2. jb BRUNEX / Fischer BMC: Casey South & Noah Blöchlinger (16:06:43,9 | +6.37,9)
3. Texpa Simplon: Michael Stünzi & Marc Stutzmann (16:13:41,1 | +13.35,1)
4. Centurion Vaude: Daniel Geismayr & Vinzent Dorn (16:20:10,0 | +20.04,0)
5. Trek Selle San Marco: Samuele Porro & Damiano Ferraro (16:21:03,9 | +20.57,9)

Text: Pressemitteilung Swiss Epic


Alle Ergebnisse findet ihr hier.

Alle Artikel zum Swiss Epic 2019:

Fotos: Sam Clark | Michael Chiaretta | Marius Holler | Nick Muzik
  1. benutzerbild

    davez

    dabei seit 11/2017

    Toller Bericht, war spannend zu lesen und Glückwunsch zur Leistung!
  2. benutzerbild

    TitusLE

    dabei seit 07/2010

    Vielen Dank für die toll geschriebenen Berichte. Haben echt Spaß gemacht!

    Gibt's eigentlich irgendwo die gps-Daten der Strecke? Dürfte ja jetzt kein Geheimnis mehr sein, wo mehrere 100 Fahrer gefahren sind 8-)
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  4. benutzerbild

    bikespammer

    dabei seit 09/2007

    danke fürs mitnehmen, schöner Bericht
    bin das Swiss Epic 1x gefahren und war 1x als Volunter dabei
    und mM. beschreibt ihr sehr gut wie die Stimmung während dieser Zeit war
  5. benutzerbild

    Donstraco

    dabei seit 08/2019

    Vielen Dank fürs virtuell mit auf die Reise nehmen! ...und wie ich gelesen habe, plant ihr auch schon den Start im nächsten Jahr. Top!
    Ich spiele auch mit dem Gedanken und aus eurem Bericht bekommt man echt viele Anregungen für die richtige Vorbereitung. Wäre super, wenn ihr noch ein paar Tipps zum Bike teilen könntet. Wie wart ihr mit euren Orbea zufrieden & welches feintuning könnt ihr beim Material & den Accessories empfehlen? Biker-Gruß, Tom
  6. benutzerbild

    fastaslightning

    dabei seit 08/2019

    Habe mal eure Rennberichte einmal mehr mit Spannung und Interesse verfolgt!! Sehr cool. Wie ist die Stimmung nun nach dem Event? Blut geleckt für weitere Umkehrtages-Wettkämpfe? Alex scheint ja tatsächlich die letzten Monate sein Trainingspensum ziemlich hochgeschraubt zu haben...siehe Strava

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