Rotor 1×13 MTB Schaltung im Test: Auf der Eurobike 2018 staunten wir nicht schlecht: Während bei SRAM 12 Gänge zum Standard werden und alle auf elektrische Schaltungen warten, legt Rotor eine hydraulische Schaltung mit 13 Gängen auf. Mit 520 % Spreizung liegt sie noch immer gleich auf mit der aktuellen Konkurrenz von SRAM, kann jedoch die Gangsprünge auf ein Ritzel mehr verteilen und so feinere Abstufungen realisieren. Es hat eine ganze Weile gedauert, doch hier kommt unser Test dieser definitiv außergewöhnlichen Schaltung.

Wie gut arbeitet die hydraulische Rotor 1x13 MTB Schaltung in der Praxis?
# Wie gut arbeitet die hydraulische Rotor 1x13 MTB Schaltung in der Praxis? - Diese Frage beantworten wir in unserem Test!

Rotor 1×13 MTB: Infos und Preise

Wenn man den Markt für Mountainbike-Schaltungen grob segmentiert, spielt die Rotor 1×13 MTB klar im Premium-Segment. Sie ist die einzige aktuell in der Breite verfügbare hydraulische Schaltung und bietet 13 Gänge, die über einen einzelnen Schalthebel gesteuert werden. Die Preise (inkl. Kurbelgarnitur) beginnen bei 1.399 € (nur 12-fach) und reichen bis hin zu 2.549 €. Gleichzeitig wiegt sie in Kombination mit der leichtesten Kurbel bei voller Spreizung unter 1.600 g. Den Topmodelle der Platzhirsche SRAM (Test: SRAM X01 Eagle AXS) und Shimano (Test: Shimano XTR M9100) kann sie so in jeder Hinsicht entsprechen (Spreizung) oder sie sogar übertreffen (Preis, Gewicht).

  • Anzahl Gänge 13
  • Besonderheiten 13 Gänge, hydraulische Schaltung, indexiertes Schaltwerk, auch kompatibel mit SRAM 12fach-Kassetten
  • Bandbreite 520 %
  • Freilaufkörper Shimano HG, Rotor RVolver
  • Gewicht 447 g (Schaltwerk, Schalthebel)
  • Verfügbarkeit ab sofort
  • www.rotorbike.com

Preis ab 1.399 €
Bikemarkt: Rotor 1×13 MTB Schaltung kaufen

Die Rotor 1x13 MTB Schaltung bietet 13 Gänge mit 520 % Spreizung.
# Die Rotor 1x13 MTB Schaltung bietet 13 Gänge mit 520 % Spreizung.

Neben dem kompletten Set mit verschiedenen Kurbeln werden die einzelnen Komponenten der Schaltung natürlich auch einzeln angeboten. Die Preise gestalten sich wie folgt:

Rotor bietet verschiedene Komplettgruppen mit Kurbel und Innenlager an, hier zum Beispiel das 1x13 MTB Superlight Kit mit der Rotor Kapic Carbon Kurbel.
# Rotor bietet verschiedene Komplettgruppen mit Kurbel und Innenlager an, hier zum Beispiel das 1x13 MTB Superlight Kit mit der Rotor Kapic Carbon Kurbel.
Das Rotor 1x13 MTB Schaltwerk beherbergt die gesamte Hydraulik und auch die Indexierung
# Das Rotor 1x13 MTB Schaltwerk beherbergt die gesamte Hydraulik und auch die Indexierung - das heißt, die Schritte zwischen den Positionen der einzelnen Gänge werden direkt am Schaltwerk vorgegeben. Dadurch kann es über einen Schalthebel sowohl mit 12 oder 13 Gang-Kassetten kombiniert werden, wenn der untere Anschlag entsprechend eingestellt wird
Der Rotor 1x13 MTB Schalthebel ist auf das Minimum reduziert
# Der Rotor 1x13 MTB Schalthebel ist auf das Minimum reduziert - er wird über SRAM Matchmaker-kompatible Klemmen montiert und wird standardmäßig mit einem Hebel bedient. Nur als Option ist noch ein zweiter Hebel verfügbar, der für unseren Test jedoch nicht zur Verfügung stand.
  • Rotor 1×13 MTB Schaltwerk und Schalthebel: 1.101,45 €
  • Rotor 1×13 Kassette (10-52 Zähne): 419 €
  • Rotor RVolver MTB Hinterradnabe: 359 €

Im Vergleich zu den wichtigsten Wettbewerben positioniert sich die Rotor 1×13 MTB Schaltung sowohl vom Preis, als auch vom Gewicht her klar im Premium-Segment. Sie gehört zu den leichtesten Schaltungen am Markt und ist definitiv die teuerste. Anbei der Auszug aus unserer großen Marktübersicht der aktuellen Mountainbike-Schaltungen. Alle Werte beziehen sich auf validierte Gewichte und im März 2021 ermittelte Straßenpreise bei den gängigen Shops in Deutschland. Das volle Detail unserer Marktanalyse zu Mountainbike-Schaltungen findet ihr in diesem Artikel: Die Marktanalyse – welche MTB-Schaltungen gibt es?

Beim Gewicht kann auf Gruppenebene nur die SRAM XX1 Eagle AXS mithalten
# Beim Gewicht kann auf Gruppenebene nur die SRAM XX1 Eagle AXS mithalten - beim Preis macht der Rotor 1x13 MTB niemand etwas vor.
Das Schaltwerk ist vergleichsweise schwer, denn es beherbergt die gesamte Hydraulik
# Das Schaltwerk ist vergleichsweise schwer, denn es beherbergt die gesamte Hydraulik - so liegt es zwischen der SRAM XX1 Eagle AXS und der GX Eagle AXS, aber klar über der Shimano XTR oder mechanischen SRAM-Schaltungen.
Der Rotor-Schalthebel ist konkurrenzlos leicht
# Der Rotor-Schalthebel ist konkurrenzlos leicht - kein Akku, kein Zug und keine Indexierung sind die Erklärung.
Die Rotor 1x13 Kassette hat einen Gang mehr und gehört doch zu den leichtesten Angeboten am Markt.
# Die Rotor 1x13 Kassette hat einen Gang mehr und gehört doch zu den leichtesten Angeboten am Markt.
Die Rotor Kapic Carbon Kurbel liegt preislich und vom Gewicht her auf einem Level mit der SRAM XX1 Eagle. Wirklich leichter wird es nicht mehr.
# Die Rotor Kapic Carbon Kurbel liegt preislich und vom Gewicht her auf einem Level mit der SRAM XX1 Eagle. Wirklich leichter wird es nicht mehr.

Im Detail

„Mechanisch kann jeder und elektrisch machen wieder diejenigen, die auch schon mechanisch dominieren. Wir gehen hydraulisch!“ So in etwa könnte man sich die Diskussionen bei Rotor vorstellen, als eine neue Schaltung besprochen worden ist. Tatsächlich könnte das sogar relativ präzise sein, denn die meisten Patente beziehen sich auf mechanische Schaltsysteme. Wer also hydraulisch arbeitet, gewinnt einiges an Freiheit …

Aus OEM-Sicht dominieren Shimano und SRAM den Schaltungsmarkt beinahe vollständig und erst in der jüngeren Zeit schicken sich Spieler wie zum Beispiel TRP (Test: TRP TR12 Schaltung) an, daran etwas zu ändern. Nun also Rotor mit der hydraulischen Schaltung. Der erste Anbieter sind sie damit nicht, wie der Blick in die Geschichte der Fahrradschaltung zeigt.

Mit dem hydraulischen System will man bei Rotor jedoch nicht einfach nur anders sein, sondern vor allem zuverlässige Funktion bieten. Das ist etwas, das man von den ersten Versuchen von 5.rot und später Acros nicht unbedingt sagen konnte. Doch die Logik ist im Falle von ROTOR plausibel: Da anders als bei Bremsen nur die Schwankungen der Außentemperatur berücksichtigt werden müssen, aber keine schnellen und starken Temperaturwechsel, soll das System besonders lange – laut Hersteller quasi unendliche – Entlüftungsintervalle haben. Die Idee: Einmal entlüften und einstellen und dann von einem geschlossenen System profitieren, das Matsch und Staub trotzt und dem auch kein Akku leer gehen kann. Und das gleichzeitig reibungsfrei arbeitet.

Schaltwerk

Kern der Schaltung ist natürlich das Schaltwerk, doch im Falle von Rotor sogar noch mehr als sonst. Das Rotor 1×13 MTB Schaltwerk bietet entweder 12 oder 13 Gänge und integriert die gesamte Hydraulik des Systems. Konkret bedeutet das, dass die Indexierung, also die Bestimmung der Position der einzelnen Gänge, im Schaltwerk selbst stattfindet. Bei mechanischen Schalthebeln wird das immer über den Schalthebel gemacht, der die Positionen und Verschiebungen zwischen den einzelnen Gängen vorgibt.

Optisch ist diese Fokussierung auf das Schaltwerk klar zu erkennen: Es ist deutlich voluminöser als gängige mechanische Schaltwerke und wirkt auch gegenüber den elektrischen SRAM AXS Schaltungen durchaus flächig und massiv. Die Umsetzung ist dabei bestechend: Den homöopathischen Stückzahlen entsprechend gibt es viel feine Fräsarbeit, wo sich beim Wettbewerb entweder Kohlefaser oder aber Stanzbiegeteile finden.

Auffällig ist außerdem, dass sich diverse Schrauben am Schaltwerk befinden, die man so nicht unbedingt kennt. Oder zumindest nicht dort erwartet. Die Begrenzungsschrauben für den oberen und unteren Anschlag finden sich vorne am Parallelogramm. Daneben befindet sich eine profilierte große Schraube, über die die Position des Schaltwerks selbst eingestellt werden kann – ähnlich der Zugspannung im mechanischen System. Die B-Schraube ist als in Achsrichtung eingeschraubte Madenschraube ausgeführt, die zusammen mit einer gestuften Trägerplatte denkbar kompakt das darstellt, was typischerweise mit einer längeren Schraube in Fahrtrichtung realisiert wird.

Über einen Knopf an der Außenseite kann das Schaltwerk ohne Betätigung des Schalthebels auf das kleinste Ritzel gestellt werden. Das soll im Renneinsatz beim Laufradwechsel helfen und ist natürlich nur möglich, weil das Schaltwerk indexiert. Sehr spannend und im Zweifelsfall hilfreich: Wem die Schaltleitung auf dem Trail abreißen sollte, der kann manuell am Schaltwerk den gewünschten Gang einstellen.

Damit bleiben noch zwei weitere Eigenheiten des Rotor 1×13 MTB Schaltwerks. Am Leitungseingang befindet sich eine Hülse, über die das Hebelgefühl eingestellt werden können soll. Je nachdem soll man am Hebel eine härtere oder weichere Rückmeldung vom Schaltvorgang bekommen. Und dann wäre da noch die Käfig-Kupplung. Sie ist wie bei SRAM dauerhaft aktiviert. Da jedoch der CageLock bereits patentiert ist, behilft sich Rotor über eine entkoppelbare Spannrolle. Der Käfig ist dafür getrennt ausgeführt, wobei im Normalfall die zwei Teile formschlüssig die Spannrolle dort halten, wo sie hingehört. Ein Fingerdruck auf den kleinen Flügel an der Mitte des Käfigs entkoppelt dann die Spannrolle und das Hinterrad kann ungehindert entnommen werden.

Das Rotor 1x13 MTB Schaltwerk ist fein gefräst und zeigt schon optisch, dass hier einiges anders ist als bei der Konkurrenz
# Das Rotor 1x13 MTB Schaltwerk ist fein gefräst und zeigt schon optisch, dass hier einiges anders ist als bei der Konkurrenz - auffälligstes Merkmal ist das Hydraulikvolumen, das sich unterhalb der Montageschraube am Schaltauge befindet.
Der Käfig kann an der kleinen Fläche "PUSH" getrennt werden, um die Spannrolle zu entkoppeln
# Der Käfig kann an der kleinen Fläche "PUSH" getrennt werden, um die Spannrolle zu entkoppeln - so kann bei aktivierter Kupplung das Rad einfach demontiert werden.
Die zwei Teile des Käfigs sind in geschlossener Position formschlüssig verbunden
# Die zwei Teile des Käfigs sind in geschlossener Position formschlüssig verbunden
Kompakter wird es nicht mehr
# Kompakter wird es nicht mehr - dennoch bietet der Rotor-Schalthebel zwei Montagepositionen, wie man es auch von SRAM-Schalthebeln gewohnt ist.
Der lange Hebel legt viel Weg zurück, um das benötigte Volumen zu bewegen
# Der lange Hebel legt viel Weg zurück, um das benötigte Volumen zu bewegen
Kleine Stückzahlen machen Fräsen wirtschaftlich
# Kleine Stückzahlen machen Fräsen wirtschaftlich - anders als bei den Großserienprodukten hat das Rotor 1x13 MTB seinen ganz eigenen Charme.

Schalthebel

Der passende Schalthebel ist beeindruckend kompakt und in montiertem Zustand nur an der leicht gewölbten, ansehnlich gelaserten Druckplatte zu erkennen. Da die Indexierung im Schaltwerk stattfindet, muss der Schalthebel lediglich die zum Auslösen des Hoch- oder Runterschaltens erforderliche Menge Öl anstoßen. Entsprechend ist er als reiner CNC-gefräster Hebel ohne weitere Mechanik oder Ausgleichsbehälter ausgestaltet. Außer einer Entlüftungsbohrung zeigt er sich frei von weiteren Funktionen. Er versteckt sich so kompakt unter Lenker und Bremshebel.

Interessant ist, dass es lediglich einen Hebel gibt. Je nach Schaltrichtung wird dieser tiefer oder weniger tief gedrückt – ähnlich dem, was man von SRAM 1x-Rennradschaltungen kennt. Nur optional wird ein zweiter Hebel angeboten, der für unseren Test jedoch nicht mitgeliefert worden ist.

Montiert wird der Rotor 1×13 MTB Schalthebel über eine SRAM MatchMaker-kompatible Schelle, sodass er mit einer breiten Anzahl an bestehenden Bremshebeln kompatibel sein sollte. Analog den SRAM-Vorbildern bietet er außerdem zwei Positionen an, um der persönlichen Ergonomie bestmöglich entsprechen zu können.

Die Indexierung, also die Positionen des Schaltwerkes in den einzelnen Gängen, findet im Schaltwerk statt
# Die Indexierung, also die Positionen des Schaltwerkes in den einzelnen Gängen, findet im Schaltwerk statt - entsprechend kompakt kann der Rotor 1x13-Schalthebel ausfallen.
Der Schalthebel ist ein reiner Geberzylinder, ganz ähnlich der darüber montierten Bremse
# Der Schalthebel ist ein reiner Geberzylinder, ganz ähnlich der darüber montierten Bremse - der Ausgleichsbehälter und das eigentliche Ölvolumen sitzen jedoch direkt im Schaltwerk
Die Ergonomie ist überzeugend
# Die Ergonomie ist überzeugend - lange Hebelwege und relativ hohe Schaltkräfte sind jedoch eher etwas für größere Hände

Kassette

Zu guter Letzt wäre da die Kassette, die das Paket abrundet. Rotor bietet verschiedene Abstufungen an und bei uns im Test muss das Modell mit 13 Gängen und 10-52 Zähnen antreten. Um Gewicht und Haltbarkeit auszutarieren, werden die sechs größten Ritzel aus einem Block Aluminium gefräst. Die kleineren Ritzel sind aus Stahl gefertigt. Der Ritzelabstand entspricht dem der SRAM Eagle-Schaltungen, sodass die Rotor 1×13 MTB auch als 12-fach Schaltung mit SRAM-Kassetten verwendet werden kann.

Auf den ersten Blick erscheint das Kassettenangebot von Rotor im Mix aus 12- und 13-fach-Versionen etwas verwirrend, doch an sich ist es einfach. Es gibt vier Ausführungen mit 12 Ritzeln, die auf konventionellen Shimano HG-Freilaufkörpern montiert werden. Entsprechend ist das kleinste Ritzel auf 11 Zähne begrenzt:

  • 11-36 mit 11,12,13,14,15,17,19,21,24,27,31,36
  • 11-39 mit 11,12,13,14,15,17,19,21,24,28,33,39
  • 11-46 mit 11,12,13,15,17,19,22,25,29,34,39,46
  • 11-52 mit 11,12,13,15,17,19,22,26,31,37,44,52

Die Kassetten mit 13 Gängen verfügen dann jeweils über ein zusätzliches 10er-Ritzel, das jedoch eine spezielle Nabe erfordert. Um Platz zu schaffen, rückt Rotor den gesamten HG-Freilauf nach innen – daher sind keine konventionellen Naben kompatibel, auch wenn sie über einen HG-Freilauf verfügen. Analog zu den 12-fach-Kassetten stehen die folgenden Abstufungen zur Auswahl:

  • 10-36 mit 10,11,12,13,14,15,17,19,21,24,27,31,36
  • 10-39 mit 10,11,12,13,14,15,17,19,21,24,28,33,39
  • 10-46 mit 10,11,12,13,15,17,19,22,25,29,34,39,46
  • 10-52 mit 10,11,12,13,15,17,19,22,26,31,37,44,52

Die passenden Naben werden von Rotor unter dem Namen RVolver angeboten (weitere Information zu den ROTOR 13-fach Naben).

Wo ist das Ende? Rotor legt mit 13 Gängen vor
# Wo ist das Ende? Rotor legt mit 13 Gängen vor - SRAM und Shimano bieten derzeit maximal 12 Gänge an ihren Schaltungen an.
Rotor bietet die Kassette mit 13 Gängen in vier verschiedenen Abstufungen an...
# Rotor bietet die Kassette mit 13 Gängen in vier verschiedenen Abstufungen an...
... wir haben die Ausführung mit 10-52 Zähnen für 520 % Bandbreite getestet
# ... wir haben die Ausführung mit 10-52 Zähnen für 520 % Bandbreite getestet
Die sechs größten Ritzel sind aus Aluminium gefräst
# Die sechs größten Ritzel sind aus Aluminium gefräst - das sieht klasse aus und spart Gewicht, ist jedoch schlecht für die Haltbarkeit
13 Gänge sorgen dafür, dass bei identischer Spreizung die einzelnen Gangsprünge kleiner ausfallen können
# 13 Gänge sorgen dafür, dass bei identischer Spreizung die einzelnen Gangsprünge kleiner ausfallen können
Ansprechendes Design an der gefrästen Kassette, die auf einem konventionellen Shimano HG Freilaufkörper sitzt
# Ansprechendes Design an der gefrästen Kassette, die auf einem konventionellen Shimano HG Freilaufkörper sitzt
Um Platz für das 13. Ritzel mit nur 10 Zähnen zu schaffen, ist der Freilauf nach innen gewandert und erfordert so eine spezielle Nabe
# Um Platz für das 13. Ritzel mit nur 10 Zähnen zu schaffen, ist der Freilauf nach innen gewandert und erfordert so eine spezielle Nabe - diese wird derzeit nur von Rotor angeboten.

Montage & Einstellung

Die Montage der Rotor 1×13 MTB Schaltung war definitiv der Punkt, der für mich am spannendsten gewesen ist. Ich kenne hydraulische Bremsen, doch wie würde die hydraulische Schaltung zu montieren sein? Die Antwort ist: erfreulich einfach. Tatsächlich entspricht der Prozess exakt dem einer hydraulischen Scheibenbremse und ist mit dem hauseigenen Entlüftungsset schnell und zuverlässig durchführbar. Das ärgerliche ist nur: Die Dokumentation aufseiten Rotors ist maximal durchschnittlich. Wer so viel Geld in eine neuartige Schaltung investiert, würde sicherlich mehr Vertrauen in die eigene Investition haben, wenn das Setup so einfach als möglich gemacht werden würde. Am ehesten helfen dabei noch die denkbar einfachen Videos auf dem YouTube-Kanal von Rotor. Dieser Punkt ist umso wichtiger, da die Arbeiten an sich keine große Herausforderung darstellen. Sie müssten nur richtig erklärt werden.

Auf dem Ausgleichsbehälter befindet sich ein Druckknopf, über den das Schaltwerk ohne Zwischenschritte in den kleinsten Gang geschaltet werden kann (praktisch für den Radausbau)
# Auf dem Ausgleichsbehälter befindet sich ein Druckknopf, über den das Schaltwerk ohne Zwischenschritte in den kleinsten Gang geschaltet werden kann (praktisch für den Radausbau) - daneben am linken Ende der Feder (gerändelt, T30 Aufnahme) findet sich die Schraube für den rechten Anschlag - über sie kann auch von 12- auf 13-fach umgestellt werden. Der linke Anschlag wird über die Schraube direkt am Drehpunkt / unter dem rechten Ende der Feder eingestellt
Oben mittig findet sich die Entlüftungsschraube
# Oben mittig findet sich die Entlüftungsschraube - die Rändel am Leitungsabgang hilft dabei, den Druckpunkt und damit das Hebelgefühl nach persönlicher Vorliebe zu variieren
Die Umschlingung wird über eine Madenschraube und eine gestufte Anschlagsplatte eingestellt
# Die Umschlingung wird über eine Madenschraube und eine gestufte Anschlagsplatte eingestellt - je nachdem, wie tief sie eingeschraubt ist, fällt die Umschlingung größer oder kleiner aus. Leider fehlt eine Markierung am Käfig, die bei der korrekten Einstellung hilft.

Zunächst müssen Schalthebel und Schaltwerk wie gewohnt am Rahmen montiert werden. Beide kommen vom Hersteller aus vorbefüllt und entlüftet. Wer jedoch die Leitungslänge anpassen oder die Leitung im Rahmen verlegen will, der schneidet die Leitung mit einem Leitungsschneider direkt am Schaltwerk ab. Im Anschluss kann sie nach Belieben durch den Rahmen geführt werden. Wichtig: da die Leitung dünner ist als ein konventioneller Schaltzug, sollte sie gezielt gegen Klappern gesichert werden. Rotor liefert hier von Haus aus Gummiüberzüge mit, die genau das tun sollen.

Ein Entlüftungskit für das Schaltwerk: Wer hydraulisch schalten will, kommt da nicht drum herum...
# Ein Entlüftungskit für das Schaltwerk: Wer hydraulisch schalten will, kommt da nicht drum herum...
... der Prozess erfolgt analog der Entlüftung einer Bremse mit Magura Mineralöl
# ... der Prozess erfolgt analog der Entlüftung einer Bremse mit Magura Mineralöl

Ist die Leitung auf die passende Länge gekürzt, wird sie mit einer Olive sowie einer Überwurfmutter wieder angeschraubt. Eine Stützhülse wie bei Bremsleitungen üblich wird nicht benötigt. Wichtig: Die Rändel zur Feineinstellung am Schaltwerk sollte sich bei der Montage in mittiger Position befinden und muss beim Einschrauben der Überwurfmutter mit einem Maulschlüssel festgehalten werden. Sonst lässt sich später nicht mehr das Hebelgefühl einstellen.

Rotor verwendet in der 1×13 MTB Mineralöl von Magura sowie ein hauseigenes Entlüftungskit. Die große Spritze wird mit Magura-Mineralöl gefüllt und oben auf den Ausgleichsbehälter am Schaltwerk aufgeschraubt. Anschließend wird die Entlüftungsschraube am Schalthebel gelöst und hier eine leere Spritze mit einer geringen Menge Mineralöl montiert. Nun wird vom Schaltwerk zum Hebel das Öl durch das System gedrückt und der Hebel dabei mehrmals betätigt, im Anschluss das Öl wieder zurückgezogen. Diesen Vorgang kann man beliebig oft wiederholen, bis keine Bläschen mehr aus dem System austreten. Zum Abschluss wird zunächst der Schalthebel wieder verschlossen und dann das Schaltwerk – die Entlüftung ist fertig.

Die eigentliche (mechanische) Einstellung geht nach dem Entlüften ebenfalls leicht von der Hand: Die Endanschläge sind schnell bestimmt, während die als gestufte Platte ausgeführte Einstellung der Umschlingung etwas länger dauert als gewöhnlich – aber dennoch keinerlei Problem darstellt. Über die Rändel am Leitungsabgang zum Schalthebel hin lässt sich als kleine Besonderheit das Hebelgefühl einstellen. Das ist bei einer mechanischen Schaltung so nicht möglich. Dreht man aus der mittleren Position (empfohlen für die Entlüftung) im Uhrzeigersinn, wird der Schalthebel etwas schwergängiger und die einzelnen Gangwechsel werden deutlicher spürbar. In umgekehrter Richtung gedreht sinken die Schaltkräfte, während das Gefühl am Hebel weicher und undefinierter wird.

Auf dem Trail

Kommen wir zur wichtigsten Frage: dem Schaltverhalten der Rotor 1×13 MTB. Als derzeit einzige hydraulische Schaltung auf dem Markt hatten wir sie in unserem großen Prüfstandstest (Schaltungsspezial 2021 – Teil 3: Der Prüfstandstest) und können daher nicht nur auf unsere Fahreindrücke, sondern auch auf dedizierte Messungen der Schaltgeschwindigkeit zurückgreifen. Beginnen wir mit dem Fahreindruck. Dadurch, dass die Schaltung über einen Hebel betätigt wird, benötigt sie tatsächlich einige Eingewöhnungszeit. Zumindest habe ich mich mit noch keiner Schaltung so häufig verschaltet; jedenfalls zu Beginn des Tests.

Trotz der Hydraulik baut das Schaltwerk relativ schlank
# Trotz der Hydraulik baut das Schaltwerk relativ schlank - gut, um nicht in Konflikt mit Steinen zu kommen. Denn ähnlich wie bei SRAM AXS-Schaltwerken fahren hier hunderte Euro exponiert am Hinterrad durch die Gegend.
Die Rotor 1x13 kann mit SRAM oder KMC 12-fach-Ketten gefahren werden
# Die Rotor 1x13 kann mit SRAM oder KMC 12-fach-Ketten gefahren werden - die Ritzelbreiten und -abstände entsprechen denen einer handelsüblichen SRAM Eagle-Schaltung.

Ein tiefer Druck schaltet auf das nächst größere Ritzel, während ein kurzer Druck auf ein kleineres schaltet. Mehrere Gänge können in keine der Richtungen auf einmal geschaltet werden. Ich habe es als hilfreich empfunden, die Rändel am Leitungsabgang weit hineinzuschrauben, um ein definierteres „Klicken“  am ansonsten sehr gut am Finger liegenden Schalthebel zu erzeugen. Die höheren Hebelkräfte habe ich dabei gerne in Kauf genommen, denn sie liegen einerseits noch im Rahmen – andererseits ist ein richtiger Gangwechsel definitiv wichtiger als ein weicher Hebeldruck mit unklarem Ausgang. Die gemessene Hebelkraft lag bei meiner Einstellung bei 28 N für das Schalten auf ein größeres Ritzel (marktüblich sind etwa 18 N) und bei 15 N für ein kleineres Ritzel (marktüblich sind etwas über 14 N). Immerhin hilft der große Hebelweg dabei, die Eingewöhnung zu unterstützen. So sind für den Schaltvorgang auf ein größeres Ritzel 42 mm Hebelweg zu überwinden, für die Gegenrichtung immer noch 26 mm. Das ist erheblich mehr als im Mittel des gesamten Marktes (26 / 6 mm, Rotor mit eingeschlossen). Für Fahrer*innen mit kleinen Händen ist das jedoch ein Punkt, der zu berücksichtigen ist.

Abgesehen davon hat die Rotor 1×13 MTB Schaltung exakt das getan, was sie sollte. Das Schaltwerk wechselt sauber und zuverlässig die Gänge und hält die Kette so gut auf Spannung, dass es auch ohne Kettenführung nicht zu Abwürfen kommt. Die Käfigkupplung bringt 42 N Spannkraft auf, bevor der Drehpunkt freigegeben wird. Das liegt auf dem Niveau einer Shimano XTR und etwas über den Werten einer SRAM X01 Eagle AXS. Der marktübliche Wert – wenn man die TRP TR12 in ihrer Werkseinstellung von 23 N berücksichtigt – liegt hier bei 36 N.

Auch unter Last erfolgen die Schaltvorgänge weich und zuverlässig
# Auch unter Last erfolgen die Schaltvorgänge weich und zuverlässig - zumindest solange man sorgfältig und präzise am Schalthebel arbeitet
Die Spannkraft des Schaltwerks liegt auf einem Level mit dem Wettbewerb
# Die Spannkraft des Schaltwerks liegt auf einem Level mit dem Wettbewerb - insgesamt hat es die Kette im Test gut kontrolliert

Die reine Schaltgeschwindigkeit liegt in grob auf dem Level des Wettbewerbs – die Unterschiede liegen im Bereich von Hundertstelsekunden. So benötigt die Rotor im Schnitt 0,41 Sekunden, um auf ein größeres Ritzel zu schalten und 0,49 Sekunden für den Schaltvorgang auf ein größeres Ritzel. Der Zeitvorsprung, den einige mechanische und auch elektrische Schaltungen herausholen können, lässt sich in erster Linie durch den langen Hebelweg der Rotor erklären. Er findet sich nicht in der Arbeit des Schaltwerks, der Kette (KMC X12) oder der Kassette. Die gesamten Vergleichsdaten findet ihr in unserem großen Prüfstandstest der acht aktuell wichtigsten Mountainbike-Schaltungen.

Bei der mittleren Schaltzeit über alle Gänge liegen die Kontrahenten eng zusammen
# Bei der mittleren Schaltzeit über alle Gänge liegen die Kontrahenten eng zusammen - die meisten Abweichungen sollten im Rahmen der Messungenauigkeit liegen, doch manche Ergebnisse scheinen tatsächlich vorhanden zu sein. Beim Schalten auf ein kleineres Ritzel geben die mechanischen Schaltungen den Zug frei, was sich negativ auf die Schaltzeit auswirkt. Die elektrische SRAM AXS-Schaltungen hingegen spielen hier ihren Vorteil aus, sind jedoch in der Gegenrichtung minimal langsamer.

Braucht man 13 Gänge?

Als sehr angenehm hat sich im Test die breit gestufte 10-52 T-Kassette erwiesen – insbesondere, wenn man sie mit einem eher kleinen Kettenblatt verwendet (30 oder 32 Zähne). Die Gangsprünge auf den drei kleinsten Ritzeln sind deutlich kleiner als bei SRAM oder Shimano. Das ist angenehm für hohe Geschwindigkeiten. In den größten fünf Gängen liegen die Gangsprünge zwischen SRAM und Shimano. Während bei SRAM der letzte Gang einen beachtlichen Sprung in der Kadenz aufweist, erreicht Rotor eine relativ konstante Stufung zwischen den Gängen. So sind die absoluten Unterschiede in der Kadenz zwar noch immer beträchtlich, aber in der Praxis besser nutzbar als der „Rettungsring“ bei SRAM. Braucht es 13 Gänge? Das kommt tatsächlich sehr auf das individuelle Profil an. Wer die große Bandbreite benötigt und bereit ist, bei der Kadenz Abstriche zu machen, der fährt sicher auch mit bestehenden 12-fach-Lösungen gut. Wer jedoch neben der Reichweite auch möglichst konstante und kleine Gangsprünge sucht, der wird sich über den zusätzlichen Gang freuen.

Die konstanten Gangsprünge in den großen Gänge sind in langen Anstiegen angenehm
# Die konstanten Gangsprünge in den großen Gänge sind in langen Anstiegen angenehm - so findet sich einfacher die passende Kadenz
Im Vergleich mit den 51er Kassetten von Shimano und den 52ern von SRAM zeigt sich, was der zusätzliche 13. Gang bei Rotor bringt
# Im Vergleich mit den 51er Kassetten von Shimano und den 52ern von SRAM zeigt sich, was der zusätzliche 13. Gang bei Rotor bringt - die Gangsprünge sind im Mittel kleiner und fallen konstanter aus, was für eine harmonischere Entfaltung sorgt

Bei alleiniger Betrachtung der Eigenschaften schlägt sich die Rotor 1×13 MTB Schaltung also gut und braucht den Vergleich mit dem Wettbewerb nicht zu scheuen. Ähnlich der TRP TR12 kann sie jedoch mit den Top-Gruppen von Shimano oder SRAM noch nicht ganz mithalten. So landet sie in der Eigenschaftswertung unseres großen Schaltungsvergleichstests auf dem dritten Platz (Link: Vergleichstest: 8 Mountainbike-Schaltungen auf dem Prüfstand) hinter der Shimano XTR und der SRAM X01 Eagle AXS. Bezieht man den Preis sowie Montage, Einstellung und Service mit ein, verschiebt sich das Bild: dann fällt die Rotor auf den vorletzten Platz zurück.

Haltbarkeit

Im Rahmen unseres Tests konnten wir kein umfassendes Bild zur Haltbarkeit der Rotor 1×13 MTB gewinnen. Insgesamt haben wir mit ihr zwischen März und August gut 480 km und 8.000 Höhenmeter absolviert – ein echter Test der Haltbarkeit war das jedoch nicht. Und auch die Witterungsbedingungen waren häufig freundlich, sodass die Komponenten leichtes Spiel hatten.

Im Testzeitraum hat sich die Rotor 1×13 MTB keine Schwächen geleistet. Vor allem aufseiten der Hydraulik hat sich weder am Schaltgefühl noch an den Hebelwegen etwas verändert. Übliche Abnutzungsspuren finden sich sowohl am Direct Mount-Kettenblatt als auch an der Kassette. Ihr ist die Strecke klar anzusehen, denn die größten sechs Ritzel sind aus Aluminium gefertigt. Stahl wäre die haltbarere, aber auch schwerere Alternative. So wird sich zeigen müssen, wie haltbar die Rotor-Kassette insbesondere im Einsatz bei widrigen Witterungsbedingungen ist.

Die initialen Befürchtungen erscheinen in der Summe jedenfalls vorerst unbegründet: Die hydraulische Rotor 1×13 MTB erscheint nicht weniger haltbar zu sein als die gängigen Alternativen.

Die Verschleißerscheinungen halten sich nach dem Test in den erwartbaren Grenzen
# Die Verschleißerscheinungen halten sich nach dem Test in den erwartbaren Grenzen - grundsätzlich sind jedoch schon nach unter 500 km klare Abnutzungsspuren zu erkennen, sodass auch diese Aluminiumritzel nicht an den Standard der gefrästen Stahlkassetten von SRAM heranreichen können werden.

Fazit – Rotor 1×13 MTB Schaltung

Die Rotor 1x13 MTB Schaltung geht ihren eigenen Weg und das ist gut so. Mit hydraulischer Aktuation gehört sie auf Gruppenlevel zu den leichtesten Schaltungen auf dem Markt – aber ist definitiv auch die teuerste. Der hohe Preis kauft dabei viel gefräste Exklusivität und Kennern springt das relativ voluminöse, definitiv eigenständige Schaltwerk direkt ins Auge. Umso erfreulicher, dass Montage und Einstellung überraschend einfach sind.

Nachdem man sich an die Bedienung mit nur einem Hebel gewöhnt hat, leistet die Schaltung gute Arbeit mit sauberen Gangwechseln und sicherer Kettenführung. Die harmonischere Entfaltung der 13 Gänge ist ein spürbarer Vorteil, doch darüber hinaus kann sich die Rotor 1x13 MTB nicht von den großen Wettbewerbern absetzen. Der längere Hebelweg und die leicht erhöhte Hebelkraft bei eingeschränkter haptischer Rückmeldung gehören neben der erforderlichen proprietären Nabe zu den Nachteilen. Auch deshalb, aber vor allem wegen ihres Preises wird die Rotor 1x13 MTB damit vorerst in der Nische bleiben.

Pro
  • Gewicht
  • harmonischere Gangsprünge bei gleicher Bandbreite durch zusätzlichen 13. Gang
Contra
  • Preis
  • 13-fach-Kassette nur mit Rotor-eigenen Naben kompatibel
  • (ein-)gewöhnungsbedürftige Bedienung und langer Hebelweg
  • verbesserungsfähige Dokumentation
Die Rotor 1x13 MTB ist mit niedrigem Gewicht und guter Funktion eine echte Bereicherung für den High-End-Markt
# Die Rotor 1x13 MTB ist mit niedrigem Gewicht und guter Funktion eine echte Bereicherung für den High-End-Markt - rein von der Leistungsfähigkeit her kann sie sich jedoch nicht vom Wettbewerb absetzen, sodass sie in Anbetracht des gesalzenen Preises eine Nischenerscheinung bleiben wird.

Hydraulisch, elektrisch oder doch mechanisch: worauf setzt Du bei der Schaltung?


Testablauf

Die Rotor 1×13 MTB wurde uns vom deutschen Vertrieb (ACS-Vertrieb GmbH) für unser großes Schaltungsspezial zur Verfügung gestellt. Da wir die Gruppe noch nie auf dem Trail fahren konnten, haben wir sie in der Folge an ein Merida Ninety-Six Testbike montiert und so die ersten Praxiserfahrungen gesammelt.

Hier haben wir die Rotor 1×13 MTB getestet

  • München: Feierabendrunden auf den Isartrails
  • Voralpen: Steile Anstiege und wurzelige Abfahrten
Tester-Profil: Tobias Stahl
52 cm70 kg83 cm58 cm177 cm
Betriebswirt mit Hang zum Maschinenbau. Seit 2002 auf dem Mountainbike unterwegs ist er ein begeisterter Bergsportler, der von XC bis Enduro Spaß an allem hat, was sich aus Muskelkraft auf zwei Rädern anstellen lässt.
Fahrstil
Beide Räder am Boden und Vollgas: Attacke bergauf, sauber bergab
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
Gabel straff, Hinterbau effizient
Vorlieben bei der Geometrie
Mittellang und flach

  1. benutzerbild

    Habitat84

    dabei seit 05/2019

    Nein, nicht nur auf den Radcomputern. Auch auf dem Smartphone über die AXS-App nach dem Upload der Aktivität.
    Hast du alles gelesen und verstanden?
    Und mein Smartphone hat auch ANT+ falls ich das benötigen würde, aber das ist doch in diesem Fall gar nicht erforderlich....
    Hab dir mal ne pn geschickt😉
  2. benutzerbild

    !da_kobold!

    dabei seit 05/2007

    dann frag ich mich schon was für "Probleme" da manche mit den Seilzugschaltungen haben?
    In einem Jahr zweimal nachgestellt?

    Nachstellen musste ich bei Seilzugschaltungen vielleicht einmal kurz nach dem Aufbau weil sich das System etwas setzt und das warst dann.
    Und dieses "Nachstellen" sieht dann so aus, dass unterwegs unterm fahren die Schraube am Hebel ein, zwei Klicks rausgeschraubt wird...

    Mir kommt es oft so vor, als ob sich einige die AXS usw schön reden müssen wegen der hohen Kosten und dann Probleme konstruieren die eigentlich keine sind... Ich persönlich seh ehrlich gesagt mehr Nachteile als Vorteile. Bei AXS als auch bei Hydraulik an der Schaltung.
    Kein Stress, ich hab schon anfangs geschrieben daß mir das System entsprechend zugelaufen ist und ich es nicht für'n normalen Preis gekauft habe oder kaufen würde.

    Ich stehe auf Hydraulik, weil ich mit 14 schon Mal in einer Bike von hydraulischer Schaltung gelesen habe und das damals toll fand. Simpel muss man aber auch sagen : Jedes System hat Vor- und Nachteile, da braucht man nicht diskutieren. Auch wenn's mir den schaltzug an der Rotor raus reißt hab ich die Kacke aufm Heimweg am dampfen - reißt es mir die Seilzug Hülle des Standard Schaltwerks ab, werde ich es aber auch nicht auf dem Berg repariert bekommen. Wenn man aber ehrlich ist bräuchte es dann nur ein Deore Schaltwerk und kein XT oder gar XTR.

    Zum biken bin ich nicht gekommen weil ich als Standard Mensch zähle, sonst müsste ich mittlerweile ein uberteuertes E-Bike mit 170mm Federweg übern Schotter fahren.

    Mittlerweile freue ich mich jedes Mal wenn ich auf das Rad zulaufe und etwas sehe das mir gefällt, da ist die Rotor optisch einfach dominant und gefällt mir als Industriemechaniker und Maschinenbauer. Zudem muss ich zugeben ist es Mal was Neues, mit etwas zu arbeiten das nicht jeder hat oder in jedem Park herumsteht. Logisch oder nachvollziehbar ist das aber keinesfalls und wenn man Preis Leistung anschaut sollte ich sowieso überlegen ob es eine Deore Ausstattung nicht auch tut smilie
  3. benutzerbild

    LordVader

    dabei seit 11/2021

    Dann am besten mit Pressluft! Damit das schön und zischt und dampft beim Schalten!
    Wie bei den ganzen Auto-Spacken/Posern mit ihrem FaF-Poppoff Ventil-Kram.smilie
  4. benutzerbild

    fone

    dabei seit 09/2003

    Ich hab auch noch einen!

    Früher haben es noch Spielkarten und 'ne Wäscheklammer getan, heutzutage braucht es schon ne hydraulische Schaltung. smilie
  5. benutzerbild

    SendyGnar

    dabei seit 05/2018

    Ich hätte eine komplette Rotor 1x13 Gruppe zu verkaufen. Mit der Rotor 12-fach Kassette, welche auf Shimano HG-Freiläufe passt, inkl. Kurbel, Kettenblatt, Tretlager, Entlüftungskit etc. Weniger als 300 km gefahren. Bei Interesse bitte PN.

    Die Gruppe hatte definitiv ihre Vorteile und sieht super aus, aber im Enduro-Einsatz fühle ich mich nicht wohl mit dem Gedanken, so ein teueres Schaltwerk zu fahren. In meinen Augen profitieren vor allem Racer von dem tiefen Gewicht.

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