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Ganz schön viele Zuschauer im Bullentäle
Ganz schön viele Zuschauer im Bullentäle
Im Training war die Strecke sehr nass und rutschig, im Rennen war es nahezu komplett trocken
Im Training war die Strecke sehr nass und rutschig, im Rennen war es nahezu komplett trocken
Gut gelaunt beim Warmup im Schwalbe-Zelt
Gut gelaunt beim Warmup im Schwalbe-Zelt
Intensive Zweikämpfe
Intensive Zweikämpfe
In Gedanken schon im kommenden steilen Uphill
In Gedanken schon im kommenden steilen Uphill
Schnelle Abfahrten und steile Uphills prägen den World Cup in Albstadt
Schnelle Abfahrten und steile Uphills prägen den World Cup in Albstadt
Diese Holzkosntruktion war beim Training ganz schön rutschig, im Rennen war alles abgetrocknet
Diese Holzkosntruktion war beim Training ganz schön rutschig, im Rennen war alles abgetrocknet
Diese Steilkurve bedeutete, dass es nur noch wenige Meter bis zur Zielgeraden sind
Diese Steilkurve bedeutete, dass es nur noch wenige Meter bis zur Zielgeraden sind
Der neue Absatz war gar nicht so leicht zu fahren
Der neue Absatz war gar nicht so leicht zu fahren
Hier fahre ich gerade auf der Felge …
Hier fahre ich gerade auf der Felge …
Der Löwenzahn verdeckt mein Missgeschick am Reifen
Der Löwenzahn verdeckt mein Missgeschick am Reifen
Blick voraus Richtung Feed- Techzone
Blick voraus Richtung Feed- Techzone
Die Stimmung neben der Rennstrecke war sehr gut, danke fürs Anfeuern!
Die Stimmung neben der Rennstrecke war sehr gut, danke fürs Anfeuern!
Digging very deep!
Digging very deep!
Die letzten Uphill-Meter
Die letzten Uphill-Meter
Umarmung und Danke an mich selbst für einen World Cup in den Weltranglistenpunkten!
Umarmung und Danke an mich selbst für einen World Cup in den Weltranglistenpunkten!
After Race-Smiles
After Race-Smiles

Los geht’s mit der World Cup-Saison! Unsere Autorin Theresia Schwenk stand beim Rennen in Albstadt an der Startlinie. Wie es ihr erging und wie das Rennen für die Heidelbergerin gelaufen ist, erzählt sie im Rennbericht direkt aus dem Bullentäle.

Die Vorbereitungen auf meinen ersten World Cup im Jahr liefen richtig gut. Ich bin bereits vier Rennen zur Vorbereitung gefahren und habe mich von Rennen zu Rennen besser gefühlt. Ich habe körperlich den nächsten Schritt gespürt und den ersten World Cups in Albstadt und Nove Mesto förmlich entgegengefiebert. Wenn ich ehrlich bin, freue ich mich auf Nove Mesto immer deutlich mehr als auf Albstadt, da mir die Strecke deutlich mehr Spaß macht und mir auch besser liegt.

Die Trainingstage in Albstadt waren, wie die letzten Jahre auch, sehr wild! Es hat viel geregnet und die Streckenbedingungen waren somit herausfordernd. Viel Matsch, sehr rutschige Steine und zwei Streckenpassagen, die es sehr in sich haben. Bei nassen Bedingungen ist Albstadt, in meinen Augen, wirklich ganz schön anspruchsvoll, weil man einfach überall rutscht.

Ganz schön viele Zuschauer im Bullentäle
# Ganz schön viele Zuschauer im Bullentäle
Im Training war die Strecke sehr nass und rutschig, im Rennen war es nahezu komplett trocken
# Im Training war die Strecke sehr nass und rutschig, im Rennen war es nahezu komplett trocken

Raceday. Frühstücken, Flaschen vorbereiten, Bike ein letztes Mal durchchecken, Luftdruck prüfen und ab geht’s zum Renngelände. Dort angekommen sind schon einige Zuschauer vor Ort und die Stimmung ist gut. Aufwärmen darf ich mich dieses Jahr bei den World Cups am Stand von Schwalbe, was für mich sehr cool ist, da ich somit eine „Base“ vor dem Start habe. Mein Warmup ist eine Mischung aus lockerem Einrollen und kurzen intensiven Vorbelastungen, sodass meine Beine am Start nicht völlig überrascht sind. Meine Aufregung ist vor dem Rennen größer als bei den ersten Rennen der Saison, was mich aber auch nicht allzu überrascht hat. World Cup ist eben World Cup.

Gut gelaunt beim Warmup im Schwalbe-Zelt
# Gut gelaunt beim Warmup im Schwalbe-Zelt

Startaufstellung und endlich stehe ich nicht mehr in der letzten Startreihe! Zwar immer noch recht weit hinten, aber Schritt für Schritt arbeite ich mich weiter nach vorne. „Green Lights within the next 15 seconds“, schreit der UCI-Kommissar. Mein Puls ist jetzt schon bei 150 BPM und wir sind noch nicht mal losgefahren. Green Lights, let’s go! Kein Massensturz auf der Startgeraden, wow, wie cool! Ich komme sehr gut weg und kann direkt ein paar Plätze gut machen. Von Platz 65 gestartet arbeite ich mich nach vorne. Im Shimano Dual Climb ist zwar in der Startloop direkt wieder laufen angesagt, es ist aber nicht mehr so hektisch wie im letzten Jahr. Die Startloop ist eine etwas verkürzte Runde, aber dennoch recht schmal. Überholen ist auf den ersten Metern in Albstadt nicht einfach, dafür zieht sich das Feld direkt weit auseinander. Die Fans am Streckenrand sind laut, endlich sind wieder Zuschauer erlaubt. Bullentäle at its best!

Intensive Zweikämpfe
# Intensive Zweikämpfe
In Gedanken schon im kommenden steilen Uphill
# In Gedanken schon im kommenden steilen Uphill

Als ich die Ziellinie das erste Mal überquere und eine Platzierung um den 45 rum wahrnehme, denke ich mir direkt, dass es sich aber gelohnt hat, schnell zu starten. Es geht gut weiter und ich kann auch in der zweiten und dritten Runde meinen Rhythmus durchziehen und die Uphills mit konstant hoher Geschwindigkeit fahren. In den Downhills macht es auch immer mehr Spaß, weil immer häufiger „freie Fahrt“ ist und ich so mein eigenes Tempo fahren kann. Immer noch in den Top 50, überquere ich nach Runde 3 die Start- & Zielgerade. Ich habe mir einen Plan zurechtgelegt und will weiterhin konstant bergauf mein Ding machen und bergab mit viel Flow nichts riskieren, um maximal gut regenerieren zu können.

Schnelle Abfahrten und steile Uphills prägen den World Cup in Albstadt
# Schnelle Abfahrten und steile Uphills prägen den World Cup in Albstadt
Diese Holzkosntruktion war beim Training ganz schön rutschig, im Rennen war alles abgetrocknet
# Diese Holzkosntruktion war beim Training ganz schön rutschig, im Rennen war alles abgetrocknet
Diese Steilkurve bedeutete, dass es nur noch wenige Meter bis zur Zielgeraden sind
# Diese Steilkurve bedeutete, dass es nur noch wenige Meter bis zur Zielgeraden sind
Der neue Absatz war gar nicht so leicht zu fahren
# Der neue Absatz war gar nicht so leicht zu fahren

Der rennentscheidende Wendepunkt rückt näher. In der Abfahrt „Devils Corner“ waren die Kurven zwar nicht das Problem, jedoch war ich bei einem Absatz etwas unaufmerksam und habe mein Hinterrad sauber auf eine Steinkante gesetzt. „Kliiiing“, Stein und Felge küssen sich ungewollt. Pffft pffft und ich höre direkt, dass das einen Platten gibt. Einige Ausdrücke, die ich hier nicht schreiben möchte, schießen mir durch den Kopf. Na ja, was will man machen, dann geht’s eben auf der Felge in die Feed- & Tech-Zone. Einige Fahrerinnen überholen mich bereits auf dem Weg dorthin, noch ein paar mehr dann beim Laufradwechsel.

Hier fahre ich gerade auf der Felge …
# Hier fahre ich gerade auf der Felge …
Der Löwenzahn verdeckt mein Missgeschick am Reifen
# Der Löwenzahn verdeckt mein Missgeschick am Reifen
Blick voraus Richtung Feed- Techzone
# Blick voraus Richtung Feed- Techzone

Der geht, dank meines Kumpels und Feedzonen-Mechanikers Lukas, aber sehr flott und ich kann das Rennen fortsetzen. Natürlich ärgere ich mich sehr, allerdings möchte ich auch das Rennen auf der Zielgeraden beenden und trotz des Plattens nicht früher herausgenommen werden (80 %-Regel). Ich versuche meinen Rhythmus wiederzufinden, das gelingt mir aber so semigut. Im ersten Uphill nach meinem Stopp habe ich superschwere Beine und kann nicht mehr so gut pushen wie vor dem Laufradwechsel. Ich versuche, ein paar Plätze gutzumachen, allerdings klappt das leider nicht wirklich und ich muss schnell akzeptieren, einfach nicht mehr so gut in den Tritt zu finden wie zu Beginn des Rennens.

Die Stimmung neben der Rennstrecke war sehr gut, danke fürs Anfeuern!
# Die Stimmung neben der Rennstrecke war sehr gut, danke fürs Anfeuern!
Digging very deep!
# Digging very deep!
Die letzten Uphill-Meter
# Die letzten Uphill-Meter

Dennoch bin ich körperlich voll am Limit, ich ärgere mich aber immer noch etwas über den Fahrfehler und den einhergehenden Platten. Als ich dann auf der Zielgeraden mit den zahlreichen Fans, darunter viele Kinder, abklatschen kann, fühlt es sich dennoch für ein paar Sekunden nach einem versöhnlichen Ende an. Ein Fehler beim World Cup wird einfach direkt hart bestraft – ich meine, hier sind die Besten der Besten am Start! Dass ich trotzdem auf Platz 57 gelandet bin und vor allem das Rennen in voller Rundenzahl bestreiten durfte, freut mich und ich bin mir ganz sicher, dass das im letzten Jahr so nicht drin gewesen wäre. Es macht mich stolz, wie mutig ich in der ersten Rennhälfte gefahren bin und es hat richtig Spaß gemacht, mit neuen Gesichtern zu racen, die letztes Jahr noch schneller waren als ich. Das versuche ich als positiven Vibe mit in den nächsten World Cup kommendes Wochenende mitzunehmen. Aus der zweiten Rennhälfte kann ich dennoch viel lernen und versuche es im nächsten Rennen direkt umzusetzen. Ich freue mich auf Nove Mesto und die tschechischen Fans, das wird bestimmt wieder ein Fest!

Umarmung und Danke an mich selbst für einen World Cup in den Weltranglistenpunkten!
# Umarmung und Danke an mich selbst für einen World Cup in den Weltranglistenpunkten!
After Race-Smiles
# After Race-Smiles

Hast du Fragen zu meinem World Cup in Albstadt? Schreibe mir gerne in den Kommentaren. 😊


Alle Berichte von Theresia Schwenk findet ihr hier:

Fotos: Martin Schwenk
  1. benutzerbild

    mogg

    dabei seit 02/2018

    Toller Bericht von eine sympathische Fahrerin. Schön mal ein paar Einblicke aus dem echten Renngeschehen zu bekommen. Sehr gerne mehr davon. Viel Erfolg und hoffentlich keine Materialpannen in Nove Mesto.
  2. benutzerbild

    Stromberg

    dabei seit 11/2005

    Danke für den schönen Bericht und viel Erfolg am WE!
  3. benutzerbild

    GUSTAV91

    dabei seit 10/2013

    Wie immer cooler Bericht - weiter so und viel Spaß sowie Erfolg in Nova Mesto!
  4. benutzerbild

    Skunkworks

    dabei seit 01/2007

    Es ist immer schade, wenn die Live-Übertragung die aktuellen Platzierungen bis vll. P25 einblendet und dann abbricht.
    Es gibt auch ein Rennen dahinter und das ist genauso spannend wie vorn.
    Das sie es nicht zeigen ist OK, da muss die Kamera auf der Spitze bleiben aber die Platzierung einfach durchlaufen lassen, wäre schön.
    Jede Person im Rennen hat Ziele und wenn deine die volle Rundenzahl und Punkte waren, hast du die erreicht -trotz Panne. Also warst du sogar "vor" deinen Zielen unterwegs!

    Mit den Punkten wirst du in NM wieder besser in der Startaufstellung stehen und hast so die Chance in die Top 45 zu fahren. Viel Erfolg!

    Ich freue mich schon jetzt auf den Bericht!
  5. benutzerbild

    Skunkworks

    dabei seit 01/2007

    Top 40 ist natürlich auch 👍 coooool

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