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Das Thömus Oberrider ist ein vielseitiges Enduro-Bike mit 29" Laufrädern und 180 / 170 mm Federweg
Das Thömus Oberrider ist ein vielseitiges Enduro-Bike mit 29" Laufrädern und 180 / 170 mm Federweg - neben dem Federweg am Heck lässt sich auch die Geometrie per Flip-Chip verstellen
Der leichte Carbonrahmen punktet mit hochwertiger Verarbeitung
Der leichte Carbonrahmen punktet mit hochwertiger Verarbeitung
Auch die Umlenkwippe ist aus Carbon gefertigt
Auch die Umlenkwippe ist aus Carbon gefertigt
Die integrierte Kettenführung ist minimalistisch, aber effektiv und wird am Testbike von einem optionalen Bashguard ergänzt
Die integrierte Kettenführung ist minimalistisch, aber effektiv und wird am Testbike von einem optionalen Bashguard ergänzt
Der Viergelenker bietet je nach Einstellung 150 oder 170 mm Federweg
Der Viergelenker bietet je nach Einstellung 150 oder 170 mm Federweg
Die schlichten Verarbeitungsdetails gefallen
Die schlichten Verarbeitungsdetails gefallen
Die Geometrie lässt sich per Flip-Chip verstellen
Die Geometrie lässt sich per Flip-Chip verstellen - dabei ändert sich der Lenkwinkel um 0,5° und die Tretlagerhöhe um 7 mm
An der Front arbeitet eine Fox 38 Factory mit satten 180 mm Federweg ...
An der Front arbeitet eine Fox 38 Factory mit satten 180 mm Federweg ...
... während am Heck ein Fox Float X2 die 170 mm Federweg verwaltet
... während am Heck ein Fox Float X2 die 170 mm Federweg verwaltet
Knackige und präzise Schaltvorgänge garantiert die Shimano XT-Schaltgruppe
Knackige und präzise Schaltvorgänge garantiert die Shimano XT-Schaltgruppe
Die Kind Shock LEV überzeugte im Test mit einwandfreier Funktionalität ...
Die Kind Shock LEV überzeugte im Test mit einwandfreier Funktionalität ...
... lediglich die Position des Hebels war nicht ganz so ergonomisch wie die eines Einfach-Hebels in Shifter-Position
... lediglich die Position des Hebels war nicht ganz so ergonomisch wie die eines Einfach-Hebels in Shifter-Position
Das aufgeräumte Carbon-Cockpit stammt aus eigenem Hause
Das aufgeräumte Carbon-Cockpit stammt aus eigenem Hause - die Züge verlaufen direkt durch den Vorbau in den Rahmen
Verzögert wird mit der ergonomischen und bissigen ...
Verzögert wird mit der ergonomischen und bissigen ...
... Shimano XT Trail Bremse
... Shimano XT Trail Bremse
Die Schwalbe Hans Dampf Reifen sind auf leichten DT Swiss EXC 1501 Carbon-Laufrädern aufgezogen
Die Schwalbe Hans Dampf Reifen sind auf leichten DT Swiss EXC 1501 Carbon-Laufrädern aufgezogen
Bergauf geht es mit dem Thömus Oberrider richtig flott
Bergauf geht es mit dem Thömus Oberrider richtig flott - auch das Pedalieren aus Kurven heraus macht dank des antriebsneutralen Hinterbaus richtig Freude
Das leichte und handliche Enduro-Bike lädt bei jeder Gelegenheit zum Spielen ein
Das leichte und handliche Enduro-Bike lädt bei jeder Gelegenheit zum Spielen ein
Das Fahrwerk arbeitet souverän ...
Das Fahrwerk arbeitet souverän ...
... und sorgt auf flowigen und schnellen Trails für ein Grinsen im Gesicht
... und sorgt auf flowigen und schnellen Trails für ein Grinsen im Gesicht
In schnellen Kurven überzeugt die zentrale Position auf dem Rad und das Fahrwerk bietet genügend Gegenhalt für hohe Geschwindigkeiten
In schnellen Kurven überzeugt die zentrale Position auf dem Rad und das Fahrwerk bietet genügend Gegenhalt für hohe Geschwindigkeiten
Auch harte Landungen nach großen Sprüngen oder Drops steckt das Fahrwerk gut weg
Auch harte Landungen nach großen Sprüngen oder Drops steckt das Fahrwerk gut weg
An seine Grenzen kommt es lediglich bei vielen härteren aufeinanderfolgenden Schlägen in Wurzel- oder Steinfeldern.
An seine Grenzen kommt es lediglich bei vielen härteren aufeinanderfolgenden Schlägen in Wurzel- oder Steinfeldern.
Hier muss man als Fahrer ordentlich Körpereinsatz und einen festen Griff am Lenker mitbringen, um das Bike auf Linie zu halten, oder die Geschwindigkeit etwas reduzieren
Hier muss man als Fahrer ordentlich Körpereinsatz und einen festen Griff am Lenker mitbringen, um das Bike auf Linie zu halten, oder die Geschwindigkeit etwas reduzieren
Insgesamt beweist das Thömus Oberrider starke Allround-Eigenschaften
Insgesamt beweist das Thömus Oberrider starke Allround-Eigenschaften
Der leichte Carbonrahmen ist hochwertig verarbeitet.
Der leichte Carbonrahmen ist hochwertig verarbeitet.
Der Rahmen ist dank Protektoren gut geschützt. Der Schutz könnte aber großflächiger und weicher ausfallen.
Der Rahmen ist dank Protektoren gut geschützt. Der Schutz könnte aber großflächiger und weicher ausfallen.
Die integrierte Zugverlegung direkt durch Vorbau und Steuersatz in den Rahmen gefällt.
Die integrierte Zugverlegung direkt durch Vorbau und Steuersatz in den Rahmen gefällt.
Die vielseitigen Optionen zum Aufbau des Bike vom Federweg am Heck bis hin zu den einzelnen Anbauteilen überzeugt.
Die vielseitigen Optionen zum Aufbau des Bike vom Federweg am Heck bis hin zu den einzelnen Anbauteilen überzeugt.
Das Thömus Oberrider überzeugt als starker Allrounder, der sich dank vielseitiger Aufbaumöglichkeiten genau auf den geplanten Einsatzzweck abstimmen lässt.
Das Thömus Oberrider überzeugt als starker Allrounder, der sich dank vielseitiger Aufbaumöglichkeiten genau auf den geplanten Einsatzzweck abstimmen lässt. - Dabei begeistern vor allem das agile Fahrverhalten und die Uphill-Qualitäten.

Thömus Oberrider 29 Pro im Test: Ein schicker Carbon-Rahmen, bis zu 180 / 170 mm Federweg und eine moderne Geometrie zeichnen das Enduro Bike aus der Schweiz aus. Dazu lässt sich der 29er ganz nach Wunsch konfigurieren und kommt so direkt in der gewünschten Traumausstattung nach Hause. Wir haben das Thömus Oberrider 29 Pro getestet.

Steckbrief: Thömus Oberrider 29 Pro

EinsatzbereichEnduro
Federweg150-180 mm/150-170 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)14,8 kg
RahmengrößenS, M, L (im Test: M)
Websitethoemus.ch
Preis: 8.355 CHF

Wie alle Bikes von Thömus kann auch das Oberrider individuell konfiguriert und damit genau auf den geplanten Einsatzbereich abgestimmt werden. Dabei hat man dank Flip-Chip und Dämpfer mit anderem Hub am Heck nicht nur die Wahl zwischen 150 und 170 mm Federweg, sondern kann auch den Lenkwinkel um 0.5° und die Tretlagerhöhe um 7 mm verändern. Damit bietet das Vollcarbon-Bike breite Aufbaumöglichkeiten von 150 mm an Front und Heck bis hin zum abfahrtslastigen Aufbau mit 180 mm vorn und 170 mm Federweg hinten. Weiterhin will das 29″-Enduro mit starken Uphill-Eigenschaften und einem agilen Fahrverhalten punkten. Wir haben das Bike in einem Aufbau mit 180 / 170 mm Federweg ausgiebig getestet. Preislich liegt unser hochwertig ausgestattetes und 14,8 kg leichtes Testbike bei 8.355 CHF.

Das Thömus Oberrider ist ein vielseitiges Enduro-Bike mit 29" Laufrädern und 180 / 170 mm Federweg
# Das Thömus Oberrider ist ein vielseitiges Enduro-Bike mit 29" Laufrädern und 180 / 170 mm Federweg - neben dem Federweg am Heck lässt sich auch die Geometrie per Flip-Chip verstellen
Diashow: Thömus Oberrider 29 Pro im Test: Carbon-Enduro mit massig Vortrieb
Der Viergelenker bietet je nach Einstellung 150 oder 170 mm Federweg
Auch die Umlenkwippe ist aus Carbon gefertigt
... während am Heck ein Fox Float X2 die 170 mm Federweg verwaltet
Auch harte Landungen nach großen Sprüngen oder Drops steckt das Fahrwerk gut weg
Die vielseitigen Optionen zum Aufbau des Bike vom Federweg am Heck bis hin zu den einzelnen Anbauteilen überzeugt.
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Im Detail

Das Thömus Oberrider punktet mit einer hochwertigen Verarbeitung und einer hohen Vielseitigkeit in Sachen Aufbaumöglichkeiten. Neben der Möglichkeit der Verstellung von Federweg und Geometrie hat der Kunde die Möglichkeit, beim Aufbau alle Komponenten komplett individuell zu wählen. Dabei bietet der Viergelenk-Hinterbau 150 oder 170 mm Federweg. Als Basis dient immer der leichte Vollcarbon-Rahmen, der dank innenverlegten Zügen eine aufgeräumte Optik garantiert. Bei der Rahmenfarbe hat man zudem die Wahl zwischen den vier Varianten: Rot, Schwarz, Berry oder Blau. Im Hinterbau haben Reifen bis zu 2,6″ Breite Platz. Zudem ist der Rahmen an Unterrohr und Kettenstrebe durch Protektoren geschützt und verfügt über eine integrierte Kettenführung. Weiterhin kann über zwei ISCG-Befestigungspunkte unter dem Tretlager zusätzlich ein Bashguard montiert werden.

Der leichte Carbonrahmen punktet mit hochwertiger Verarbeitung
# Der leichte Carbonrahmen punktet mit hochwertiger Verarbeitung
Auch die Umlenkwippe ist aus Carbon gefertigt
# Auch die Umlenkwippe ist aus Carbon gefertigt
Die integrierte Kettenführung ist minimalistisch, aber effektiv und wird am Testbike von einem optionalen Bashguard ergänzt
# Die integrierte Kettenführung ist minimalistisch, aber effektiv und wird am Testbike von einem optionalen Bashguard ergänzt
Der Viergelenker bietet je nach Einstellung 150 oder 170 mm Federweg
# Der Viergelenker bietet je nach Einstellung 150 oder 170 mm Federweg
Die schlichten Verarbeitungsdetails gefallen
# Die schlichten Verarbeitungsdetails gefallen

Geometrie

Das Thömus Oberrider kommt in drei verschiedenen Rahmengrößen S, M und L. Mithilfe des Flip-Chips (und einem Dämpfer mit anderem Hub) hat man die Wahl zwischen 150 und 170 mm Federweg und kann zudem den Lenkwinkel um 0,5° und die Tretlagerhöhe um 7 mm verändern. In der Low-Einstellung liegt der Lenkwinkel bei moderat flachen 64,8° in Rahmengröße M. Auch der Reach fällt mit 460 mm für ein modernes Enduro-Bike nicht zu lang aus. Der Sitzwinkel sollte mit 76,5° für einen angenehmen Kniewinkel und ordentlich Druck auf dem Pedal sorgen. Die 435 mm kurzen Kettenstreben versprechen ein agiles Fahrverhalten.

Rahmengröße S
M
L
Laufradgröße 29″ 29″ 29″
Reach 430 mm436 mm 460 mm466 mm 490 mm496 mm
Stack 632 mm627 mm 639 mm634 mm 646 mm641 mm
STR 1,471,44 1,391,36 1,321,29
Lenkwinkel 65,1°65,7° 64,8°65,3° 64,5°65°
Sitzwinkel, effektiv 77°76,6° 76,5°77° 76°76,6°
Oberrohr 567 mm565 mm 600 mm598 mm 633 mm631 mm
Steuerrohr 100 mm 110 mm 120 mm
Sitzrohr 400 mm 440 mm 480 mm
Kettenstreben 435 mm433 mm 435 mm433 mm 435 mm433 mm
Tretlagerhöhe 350 mm357 mm 350 mm358 mm 350 mm358 mm
Einbauhöhe Gabel 584 mm 584 mm 584 mm
Federweg (hinten) 170 mm 170 mm 170 mm
Federweg (vorn) 180 mm 180 mm 180 mm
Die Geometrie lässt sich per Flip-Chip verstellen
# Die Geometrie lässt sich per Flip-Chip verstellen - dabei ändert sich der Lenkwinkel um 0,5° und die Tretlagerhöhe um 7 mm

Ausstattung

Bei der Ausstattung kann man sich komplett austoben. Los geht es bei der Wahl des Federwegs am Heck: Hier kann man zwischen 150 und 170 mm wählen. Dazu hat man bei der Federgabel dann die Wahl zwischen Modellen verschiedenster Hersteller von 150 bis 180 mm Federweg. Auch bei den sonstigen Anbauteilen hat man die Qual der Wahl. Preislich geht es bei 3.690 CHF los. Unser Testbike mit Fox Factory-Fahrwerk, Shimano XT-Schaltgruppe und-Bremsen sowie DT Swiss EXC 1501-Laufrädern aus Carbon liegt bei einem Preis von 8.355 CHF.

  • Federgabel Fox 38 Factory (180 mm)
  • Dämpfer Fox Float X2 (170 mm)
  • Antrieb Shimano XT
  • Bremsen Shimano XT
  • Laufräder DT Swiss EXC 1501
  • Reifen Schwalbe Hans Dampf
  • Cockpit Thömus Carbon Riser (760 mm) / Thömus TIC (45 mm)
  • Sattelstütze Kind Shock LEV Integra (150 mm)
An der Front arbeitet eine Fox 38 Factory mit satten 180 mm Federweg ...
# An der Front arbeitet eine Fox 38 Factory mit satten 180 mm Federweg ...
... während am Heck ein Fox Float X2 die 170 mm Federweg verwaltet
# ... während am Heck ein Fox Float X2 die 170 mm Federweg verwaltet
Knackige und präzise Schaltvorgänge garantiert die Shimano XT-Schaltgruppe
# Knackige und präzise Schaltvorgänge garantiert die Shimano XT-Schaltgruppe
Die Kind Shock LEV überzeugte im Test mit einwandfreier Funktionalität ...
# Die Kind Shock LEV überzeugte im Test mit einwandfreier Funktionalität ...
... lediglich die Position des Hebels war nicht ganz so ergonomisch wie die eines Einfach-Hebels in Shifter-Position
# ... lediglich die Position des Hebels war nicht ganz so ergonomisch wie die eines Einfach-Hebels in Shifter-Position
Das aufgeräumte Carbon-Cockpit stammt aus eigenem Hause
# Das aufgeräumte Carbon-Cockpit stammt aus eigenem Hause - die Züge verlaufen direkt durch den Vorbau in den Rahmen
Verzögert wird mit der ergonomischen und bissigen ...
# Verzögert wird mit der ergonomischen und bissigen ...
... Shimano XT Trail Bremse
# ... Shimano XT Trail Bremse
Die Schwalbe Hans Dampf Reifen sind auf leichten DT Swiss EXC 1501 Carbon-Laufrädern aufgezogen
# Die Schwalbe Hans Dampf Reifen sind auf leichten DT Swiss EXC 1501 Carbon-Laufrädern aufgezogen

Auf dem Trail

Schon beim ersten Aufsatteln überzeugt das Thömus Oberrider mit einer angenehm aufrechten Sitzposition. Der Viergelenk-Hinterbau bleibt selbst bei Vollgas im Wiegetritt angenehm ruhig und generiert massig Vortrieb. In Verbindung mit dem steilen Sitzwinkel, der ordentlich Druck auf dem Pedal ermöglicht, geht es so trotz der 14,8 kg Gewicht richtig flott bergauf. Die Erfahrung aus dem XC, die mit Vizeweltmeister und Thömus-Fahrer Mathias Flückiger nicht von der Hand zu weisen ist, zeigt sich auch hier. Auch technische Uphills auf Singletrails gelingen dank des aktiven Hinterbaus, der ordentlich Grip generiert, sehr gut. In engen Kehren profitiert man zudem von dem mit 64,8° nicht zu flachen Lenkwinkel.

Bergauf geht es mit dem Thömus Oberrider richtig flott
# Bergauf geht es mit dem Thömus Oberrider richtig flott - auch das Pedalieren aus Kurven heraus macht dank des antriebsneutralen Hinterbaus richtig Freude

Auf flowigen Trails begeistert das Enduro Bike aus der Schweiz. Es fährt sich extrem agil, lässt sich spielerisch von einer Kurve in die nächste werfen und lädt zum Spielen ein. Das Fahrwerk reagiert sensibel auf Wurzeln, gibt dem Fahrer aber dennoch genug Feedback vom Untergrund. Zudem bietet es genügend Gegenhalt in schnellen Anliegern. Außerdem macht es dank des antriebsneutralen Hinterbaus richtig Freude, mit Vollgas aus der Kurve zu pedalieren. Auch auf Jumptrails macht das Oberrider richtig Freude. In der Luft fühlt sich das Bike sehr handlich an und grobe Schläge bei der Landung von großen Drops steckt das Fahrwerk problemlos weg.

Das leichte und handliche Enduro-Bike lädt bei jeder Gelegenheit zum Spielen ein
# Das leichte und handliche Enduro-Bike lädt bei jeder Gelegenheit zum Spielen ein
Das Fahrwerk arbeitet souverän ...
# Das Fahrwerk arbeitet souverän ...
... und sorgt auf flowigen und schnellen Trails für ein Grinsen im Gesicht
# ... und sorgt auf flowigen und schnellen Trails für ein Grinsen im Gesicht
In schnellen Kurven überzeugt die zentrale Position auf dem Rad und das Fahrwerk bietet genügen Gegenhalt für hohe Geschwindigkeiten
# In schnellen Kurven überzeugt die zentrale Position auf dem Rad und das Fahrwerk bietet genügen Gegenhalt für hohe Geschwindigkeiten

Wird das Gelände steiler und härter, profitiert man von den satten 180 / 170 mm Federweg. Dank der steifen Fox 38 an der Front können die Linien präzise gewählt werden. Etwas eingeschränkt wird man hier lediglich durch den Schwalbe Hans Dampf-Reifen an der Front – hier hätten wir uns etwas mehr Grip gewünscht. Das ist dank des Thömus-Konfigurators aber auch problemlos umsetzbar … wenn nicht gerade Lieferschwierigkeiten aufgrund von Pandemien dazwischenkommen.

In steilem, alpinen Gelände vermittelt das Oberrider dank des recht flachen Lenkwinkels viel Sicherheit. Dabei lässt er sich aufgrund der nicht zu extremen Geometrie jedoch auch um engste Spitzkehren zirkeln – und dank der zentralen Position auf dem Rad geht auch das Versetzen des Hinterrads leicht von der Hand. Auf harten, schnellen Trails fehlt es dem Bike im Vergleich zu Race-Enduros mit extremeren Geometrien jedoch etwas an Laufruhe. Zudem kommt der recht linear arbeitende Hinterbau bei schnell aufeinanderfolgenden Schlägen etwas an seine Grenzen und bringt so zusätzlich Unruhe ins Rad. Das erfordert entweder mehr Arbeit vom Fahrer, um das Rad auf Linie zu halten, oder etwas weniger Geschwindigkeit.

Insgesamt präsentiert sich das Thömus Oberrider jedoch als starker Allrounder – wie ein Schweizer Taschenmesser. Die leichten Schwächen im harten Einsatzbereich sind wohl auch eine Folge der extrem breiten Möglichkeiten, das Bike aufzubauen. Denn das Thömus Oberrider lässt sich mit demselben Rahmen durchaus als leichte Trail-Rakete mit 150 mm an Front und Heck konfigurieren – und auch hier muss die Geometrie natürlich funktionieren.

Auch harte Landungen nach großen Sprüngen oder Drops steckt das Fahrwerk gut weg
# Auch harte Landungen nach großen Sprüngen oder Drops steckt das Fahrwerk gut weg
An seine Grenzen kommt es lediglich bei vielen härteren aufeinanderfolgenden Schlägen in Wurzel- oder Steinfeldern.
# An seine Grenzen kommt es lediglich bei vielen härteren aufeinanderfolgenden Schlägen in Wurzel- oder Steinfeldern.
Hier muss man als Fahrer ordentlich Körpereinsatz und einen festen Griff am Lenker mitbringen, um das Bike auf Linie zu halten, oder die Geschwindigkeit etwas reduzieren
# Hier muss man als Fahrer ordentlich Körpereinsatz und einen festen Griff am Lenker mitbringen, um das Bike auf Linie zu halten, oder die Geschwindigkeit etwas reduzieren
Insgesamt beweist das Thömus Oberrider starke Allround-Eigenschaften
# Insgesamt beweist das Thömus Oberrider starke Allround-Eigenschaften

Das ist uns aufgefallen

  • Hochwertiger Rahmen Die Verarbeitungsqualität des leichten Carbon-Rahmens gefällt.
  • Rahmenschutz Protektoren schützen den Rahmen an den wichtigsten Stellen wie an der Kettenstrebe und am Unterrohr. Der Protektor am Unterrohr könnte jedoch etwas weiter nach oben gezogen sein und ein etwas weicherer Kettenstreben-Schutz die Geräuschentwicklung durch die schlagende Kette weiter reduzieren.
  • Integrierte Zugverlegung Die integrierte Zugverlegung direkt durch Vorbau und Steuersatz in den Rahmen unterstreicht die aufgeräumte und schlichte Optik des Bikes.
  • Vielseitige Aufbaumöglichkeiten Durch die verschiedenen Federwegsoptionen mit 150 oder 170 mm am Heck, die Geometrieverstellung und die frei konfigurierbaren Anbauteile lässt sich das Oberrider genau auf den geplanten Einsatzzweck abstimmen.
Der leichte Carbonrahmen ist hochwertig verarbeitet.
# Der leichte Carbonrahmen ist hochwertig verarbeitet.
Der Rahmen ist dank Protektoren gut geschützt. Der Schutz könnte aber großflächiger und weicher ausfallen.
# Der Rahmen ist dank Protektoren gut geschützt. Der Schutz könnte aber großflächiger und weicher ausfallen.
Die integrierte Zugverlegung direkt durch Vorbau und Steuersatz in den Rahmen gefällt.
# Die integrierte Zugverlegung direkt durch Vorbau und Steuersatz in den Rahmen gefällt.
Die vielseitigen Optionen zum Aufbau des Bike vom Federweg am Heck bis hin zu den einzelnen Anbauteilen überzeugt.
# Die vielseitigen Optionen zum Aufbau des Bike vom Federweg am Heck bis hin zu den einzelnen Anbauteilen überzeugt.

Fazit – Thömus Oberrider

Das Thömus Oberrider überzeugt als starker Allrounder, der sich dank vielseitiger Aufbaumöglichkeiten genau auf den geplanten Einsatzzweck abstimmen lässt. Als Basis dient ein schicker Carbonrahmen mit einer hohen Verarbeitungsqualität. Im Uphill begeistert das Enduro mit ordentlich Vortrieb. Auf der Abfahrt punktet es vor allem mit seinem agilen Fahrverhalten und lädt bei jeder Gelegenheit zum Spielen ein. Leichte Abstriche muss man bei der Laufruhe in hartem Gelände machen.

Pro
  • schicker Carbonrahmen
  • vielseitige Aufbaumöglichkeiten
  • agiles Fahrverhalten
  • stark im Uphill
Contra
  • etwas unruhig in hartem Gelände
  • Preis
Das Thömus Oberrider überzeugt als starker Allrounder, der sich dank vielseitiger Aufbaumöglichkeiten genau auf den geplanten Einsatzzweck abstimmen lässt.
# Das Thömus Oberrider überzeugt als starker Allrounder, der sich dank vielseitiger Aufbaumöglichkeiten genau auf den geplanten Einsatzzweck abstimmen lässt. - Dabei begeistern vor allem das agile Fahrverhalten und die Uphill-Qualitäten.

Testablauf

Wir haben das Thömus Oberrider über mehrere Monate hinweg mit auf die verschiedensten Trails genommen. Dabei leistete sich das Schweizer Enduro auch im harten Dauereinsatz keine Schwächen in Sachen Haltbarkeit.

Hier haben wir den Thömus Oberrider getestet

  • Freiburg, Deutschland Borderline, Canadian Trail und Badish Moon Rising gehörten neben natürlichen Trails im Schwarzwald zu den regelmäßigen Ausflugszielen.

Testerprofil

  • Testername: Sebastian Beilmann
  • Körpergröße: 174 cm
  • Gewicht (mit Riding-Gear): 68 kg
  • Schrittlänge: 81 cm
  • Armlänge: 63 cm
  • Oberkörperlänge: 56 cm
  • Fahrstil: Verspielt
  • Was fahre ich hauptsächlich: Trail, Enduro, Park
  • Vorlieben beim Fahrwerk: recht straff mit Progression
  • Vorlieben bei der Geometrie: relativ flacher Lenkwinkel, kurze Kettenstreben, langes Oberrohr mit kurzem Vorbau

  1. benutzerbild

    LB Jörg

    dabei seit 12/2002

    Carbon mit Rahmengröße M unteres limit mit 14,8kg? Das Rallon bringt mit kaum weniger Federweg in Rahmengröße L nur 14,22kg auf die Waage und das ganze mit Stahlfederdämpfer.

    Naja, es gibt Leute die regelmäßig und oft die 170/180mm Federweg nutzen und welche die nur damit rumfahren. Für Erstere sind da die 14,8 eben leicht.

    Rallon....oder Orbea überhaupt als Beispiel, das ist schon eine andere Welt. Muß man aber auch schon wollen, die Art des Leichtbaus. Ich persönlich mag keine Rohre die man mit zwei Fingen zusammenbiegen kann.

    G.smilie
  2. benutzerbild

    smak

    dabei seit 11/2008

    Da war nie Lack drauf. Ist ein früher Prototyp des Superior XF. Anhang anzeigen 1372672
    Dank dir für die Erklärung smilie Sieht auf den Bildern so aus, als wären einige Lagen durchgeschliffen worden; speziell beim Einlass für die Kabel...
    Auf Lack kam ich auch nur, weil am Steuersatz rote Reste zu erkennen sind.
  3. benutzerbild

    TRANSITION

    dabei seit 12/2007

    Dank dir für die Erklärung smilie Sieht auf den Bildern so aus, als wären einige Lagen durchgeschliffen worden; speziell beim Einlass für die Kabel...
    Auf Lack kam ich auch nur, weil am Steuersatz rote Reste zu erkennen sind.
    Puh keine Ahnung ob da was durchgeschliffen wurde. Ich kenn mich damit Null aus. Weiß wie gesagt nur dass es der erste fahrbereite Carbon Prototyp war. Da kann’s schon sein dass noch nicht alles perfekt war.
    Die roten Reste sind Fett 😅
  4. benutzerbild

    JohSch

    dabei seit 08/2013

    Stimme dir zu. Es ist halt "gefällig". Hier ein wenig Radon, dort ein wenig Cube (die Umlenkwippe, auch von der beschriebenen Hinterbau-Performance). Klingt jetzt vielleicht etwas hart... Es funktioniert ja anscheinend ganz ordentlich, aber bei knapp 8k Euro sollte es das auch. Irgendwie ein All Mountain mit ordentlich Federweg.
    Ausstattung ist auch Geschmackssache...Lenker zu schmal, Carbonfelgen

    Ganz schön teures leicht modernisiertes Cube Stere 150/170
  5. benutzerbild

    KTMT77

    dabei seit 05/2010

    🙄 Dieses Prädikat "Taschenmesser" wird doch echt jedes Mal verwendet wenn was aus der Schweiz kommt... find das nicht sonderlich einfallsreich und schon garnicht zutreffend. Ich finde man kann Taschenmesser und Fahrräder nicht vergleichen.

    Und das Bike sieht auch nicht gut aus, wirkt bisschen wie ein 08/15 China-Carbon Hobel-- oder ein Remedy... is it a Trek? no! - it's a oberrider... irgendwie peinlich.

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