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Auch das neuste Trek Session sieht aus wie ein Trek Session
Auch das neuste Trek Session sieht aus wie ein Trek Session - davon abgesehen ist jedoch fast alles neu! Das Rad besteht nun aus Aluminium, hat einen hohen Drehpunkt und ist deutlich gewachsen. Wir konnten die 7.000 € teure Topversion bereits fahren.
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Größte und auffälligste Neuerung: der High-Pivot-Hinterbau mit Kettenumlenkung.
Größte und auffälligste Neuerung: der High-Pivot-Hinterbau mit Kettenumlenkung. - Der Drehpunkt ist weit über das Kettenblatt gewandert, was für mehr Grip und Kontrolle sorgen soll.
Die Umlenkrolle führt die Kette nahe am Drehpunkt vorbei
Die Umlenkrolle führt die Kette nahe am Drehpunkt vorbei - das minimiert den Pedalrückschlag und – beim DH-Bike nicht ganz so essenziell – den Anti-Squat.
Trek nennt das System jedoch weiterhin ABP
Trek nennt das System jedoch weiterhin ABP - gemeint ist damit vor allem der Drehpunkt direkt in der Hinterradachse. Das soll den Hinterbau beim Bremsen aktiv halten.
Der Dämpfer steht weiterhin beinahe senkrecht vorm Sitzrohr und wird von einer großen Wippe angesteuert.
Der Dämpfer steht weiterhin beinahe senkrecht vorm Sitzrohr und wird von einer großen Wippe angesteuert.
Durch den höheren Drehpunkt wandert die Hinterradachse beim Einfedern weiter nach hinten als beim alten Rad.
Durch den höheren Drehpunkt wandert die Hinterradachse beim Einfedern weiter nach hinten als beim alten Rad.
Die Raderhebungskurve des neuen Sessions im Vergleich zum alten Rad.
Die Raderhebungskurve des neuen Sessions im Vergleich zum alten Rad.
Das Hebelverhältnis (Progression) im Hinterbau.
Das Hebelverhältnis (Progression) im Hinterbau.
Der kleine Flipchip am unteren Dämpferauge erlaubt es, die Progression zwischen moderaten 20 % und ordentlichen 25 % einzustellen.
Der kleine Flipchip am unteren Dämpferauge erlaubt es, die Progression zwischen moderaten 20 % und ordentlichen 25 % einzustellen.
Im Lieferumfang sind andere Steuersatzschalen enthalten, die den Lenkwinkel 1° steiler oder flacher gestalten.
Im Lieferumfang sind andere Steuersatzschalen enthalten, die den Lenkwinkel 1° steiler oder flacher gestalten.
Wie bei vielen älteren und aktuellen Modellen von Trek verfügt auch das Session über den Minolink zur Geometrie-Anpassung.
Wie bei vielen älteren und aktuellen Modellen von Trek verfügt auch das Session über den Minolink zur Geometrie-Anpassung.
Die Brems- und Schaltleitung führen direkt am Steuerrohr ins Rahmen-Innere.
Die Brems- und Schaltleitung führen direkt am Steuerrohr ins Rahmen-Innere.
Sie treten jedoch schon oberhalb des Dämpfers aus dem Oberrohr heraus
Sie treten jedoch schon oberhalb des Dämpfers aus dem Oberrohr heraus - alternativ können die Leitungen auch ganz extern verlegt werden.
Insgesamt wirkt die Kabelführung durchdacht und simpel
Insgesamt wirkt die Kabelführung durchdacht und simpel - nur die Verlegung des Schaltkabels durch die Kettenstrebe könnte etwas fummelig sein.
Ein riesiger Protektor geht vom Tretlager bis zum Steuerrohr.
Ein riesiger Protektor geht vom Tretlager bis zum Steuerrohr. - Er ist geschraubt und kann so leicht getauscht oder abmontiert werden.
Auch auf der Kettenstrebe gibt's einen gewellten Schoner zur Geräuschdämmung
Auch auf der Kettenstrebe gibt's einen gewellten Schoner zur Geräuschdämmung - nur die Druckstrebe ist nahe an der Kassette gänzlich nackt.
Immer schön zu sehen: ein geschraubtes Tretlager!
Immer schön zu sehen: ein geschraubtes Tretlager!
Der obere Umlenkhebel ist zweiteilig gefertigt, sitzt jedoch auf einer ziemlich dicken Achse.
Der obere Umlenkhebel ist zweiteilig gefertigt, sitzt jedoch auf einer ziemlich dicken Achse.
Hier hätten wir noch gerne Gabelanschläge gesehen
Hier hätten wir noch gerne Gabelanschläge gesehen - dann müsste man nicht bei jedem Gabelservice mit den Gummi-Puffern kämpfen.
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trek-session-produkt-1230
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Das Trek Session ist ganz schön gewachsen!
Das Trek Session ist ganz schön gewachsen! - Die drei Größen unterscheiden sich vor allem im Reach. Mit 1,83 m Körpergröße haben wir uns für die mittlere R2 Größe entschieden. Kleingewachsene Frauen und Männer sollten schon mal in einer Streckbank investieren, wenn sie ein Session fahren möchten.
Das von uns gefahrene Trek Session 9 ist das Topmodell
Das von uns gefahrene Trek Session 9 ist das Topmodell - es bietet ein hochwertiges RockShox-Fahrwerk, den SRAM X01 DH-Antrieb und viele Bontrager-Anbauteile. Preis: 6.999 € (UVP)
Günstiger fällt das Trek Session 8 aus
Günstiger fällt das Trek Session 8 aus - für 4.999 € (UVP) gibt's die RockShox Boxxer Select mit einem Fox Van-Dämpfer, den SRAM GX DH-Antrieb, Code R-Bremsen und ebenfalls viele Bontrager-Teile.
Für das Rahmenset mit dem günstigen Fox DHX2 Performance-Dämpfer werden 2.999 € fällig.
Für das Rahmenset mit dem günstigen Fox DHX2 Performance-Dämpfer werden 2.999 € fällig. - Während die Komplettbikes mit 29"-Rädern ausgeliefert werden, hat man hier die freie Wahl.
Die RockShox Boxxer Ultimate konnte uns im Test bereits voll überzeugen
Die RockShox Boxxer Ultimate konnte uns im Test bereits voll überzeugen - sie bietet 200 mm Federweg und externe HSC, LSC und Rebound-Einstellungen.
Das Topmodell verfügt über einen RockShox Super Deluxe Ultimate DH-Luftdämpfer am Heck
Das Topmodell verfügt über einen RockShox Super Deluxe Ultimate DH-Luftdämpfer am Heck - dieser ist deutlich leichter anpassbar als ein Stahlfeder-Modell. Uns hätte jedoch durchaus interessiert, wie das Session mit dem von Reece Wilson bisher eingesetzt Stahldämpfer funktioniert.
Der SRAM X01 DH-Antrieb ist von kaum einem modernen DH-Bike noch wegzudenken
Der SRAM X01 DH-Antrieb ist von kaum einem modernen DH-Bike noch wegzudenken - er bietet 7 Gänge und funktioniert meist makellos. Trek verbaut übrigens breitere Naben, deren Freilauf nur Platz für 7 Ritzel lässt, weshalb die günstigere GX DH-Kassette ohne den Kunststoff-Platzhalter verbaut wird.
Die X01 Carbon-Kurbeln drücken aufs Gewicht
Die X01 Carbon-Kurbeln drücken aufs Gewicht - die obere Hälfte der Kettenführung ist durch die Umlenkrolle überflüssig geworden.
SRAM Code RSC-Bremsen gehören zu den kräftigsten und bissigsten Modellen auf dem Markt …
SRAM Code RSC-Bremsen gehören zu den kräftigsten und bissigsten Modellen auf dem Markt …
… fehl am Platz an einem 29"-DH-Racebike ist jedoch die 180 mm-Scheibe am Heck.
… fehl am Platz an einem 29"-DH-Racebike ist jedoch die 180 mm-Scheibe am Heck. - Zudem würden wir hier lieber eine Steckachse mit 6–8 mm Inbus-Aufnahme sehen (die sich jedoch unter dem Hebel versteckt).
Viele der Anbauteile stammen von der Hausmarke Bontrager
Viele der Anbauteile stammen von der Hausmarke Bontrager - so auch die Line DH30-Laufräder mit Alu-Felgen.
Für Grip sollen vorne und hinten G5-Reifen …
Für Grip sollen vorne und hinten G5-Reifen …
… aus dem Hause Bontrager sorgen.
… aus dem Hause Bontrager sorgen.
Wir waren wieder einmal überrascht, wie schnell man sich an Bord des Trek Session 9 wohl fühlt
Wir waren wieder einmal überrascht, wie schnell man sich an Bord des Trek Session 9 wohl fühlt - mit dem empfohlenen Setup im RockShox Ultimate-Fahrwerk und (auf dem Bild noch nicht) gekürztem Lenker kann man schon nach wenigen Fahrten richtig Gas geben.
Das Trek Session geht nicht extrem sparsam mit seinem Federweg um
Das Trek Session geht nicht extrem sparsam mit seinem Federweg um - gleitet dafür aber überraschend sanft durch ruppige Passagen.
In Kurven braucht es ausreichend Grip und Druck an der Front
In Kurven braucht es ausreichend Grip und Druck an der Front - das Bike fühlt sich insgesamt etwas größer an als auf dem Papier, ohne zu sperrig zu wirken.
Einfach mal abziehen und voll ins Flat springen ist mit dem Trek Session 2022 kein Problem
Einfach mal abziehen und voll ins Flat springen ist mit dem Trek Session 2022 kein Problem - im progressiven Setting hat der Hinterbau mehr als genug Durchschlagschutz.
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Das Trek Session giert durchaus nach Geschwindigkeit
Das Trek Session giert durchaus nach Geschwindigkeit - wir sind gespannt, wie es sich auf ruppigeren Strecken schlägt.
Trotz aller Ähnlichkeit unterscheidet sich das neue Trek Session deutlich von seinem Vorgänger
Trotz aller Ähnlichkeit unterscheidet sich das neue Trek Session deutlich von seinem Vorgänger - das Rad macht auf ersten Testfahrten einen vielversprechenden Eindruck und scheint kein Problem mit ruppigen Sektionen zu haben, ohne zu extrem auf reine Highspeed-Passagen optimiert zu sein.

Neues Trek Session 2022 Downhill-Bike im ersten Test: Trek zeigt ein neues Downhill-Rad und obwohl so ziemlich alles neu ist, können wir erst mal festhalten: Es sieht aus wie ein Session und es heißt auch weiterhin Session! Im Vergleich zum äußerst erfolgreichen Vorgänger-Modell wurde der ABP-Hinterbau nun jedoch um einen hohen Drehpunkt mit Kettenumlenkung erweitert. Außerdem setzen die US-Amerikaner künftig ausschließlich auf Aluminium und dafür eine sehr hohe Einstellbarkeit. Dadurch sollen alle von Weltmeister Reece Wilson über Freeride-Star Brett Rheeder bis zum Otto-Normal-Biker mit dem Trek Session 2022 glücklich werden!

Trek Session 2022: Infos und Preise

Auf den ersten Blick sieht das neue Trek Session dem Vorgänger Trek Session 2018 zum Verwechseln ähnlich. Und tatsächlich wurde die äußerst klassische Rahmenform – in MTB-Foren schon so etwas wie die Standard-Form für Downhill-Bikes – kaum verändert. Auffällig hingegen ist die neue Kettenumlenkung oberhalb des Kettenblatts. Der Drehpunkt des ABP-Eingelenker-Hinterbaus ist nämlich weit nach oben gewandert, was für eine bessere Raderhebungskurve und somit mehr Komfort und Grip auf den härtesten Strecken der Welt sorgen soll. Außerdem sind die zwei verfügbaren Modelle nun nur noch mit Alu-Rahmen erhältlich – dieser lässt sich dank zweier Flipchips und verschiedenen Steuersatzschalen jedoch an 27,5″- und 29″-Laufräder sowie einen Mix aus beidem anpassen. Das Trek Session 2022 ist in drei deutlich gewachsenen Größen zu Preisen von 4.999 bis 6.999 € oder als 2.999 € teures Rahmenset erhältlich. Wir konnten das teurere Trek Session 9 bereits für einige Runs in den Wald entführen und liefern euch erste Testeindrücke!

  • Rahmenmaterial Aluminium
  • Federweg 200 mm (vorne) / 200 mm (hinten)
  • Hinterbau ABP mit hohem Drehpunkt und Kettenumlenkung
  • Laufradgröße 29″ / 27,5″ / Mullet
  • Besonderheiten Flipchip zur Progressionseinstellung, Minolink zur Geometrie-Verstellung, Steuersatzschalen zur Lenkwinkel-Verstellung, kann mit allen Laufradgrößen gefahren werden
  • Gewicht 16,9 kg (Trek Session 9, Größe R2, mit Schläuchen)
  • Farben Deep Dark Blue to Alpine Blue Fade / Satin Trek Black
  • Rahmengrößen R1 / R2 / R3
  • Verfügbar ab sofort
  • www.trekbikes.com

Preis Session-Rahmenset: 2.999 € (UVP, inklusive Fox DHX Performance-Dämpfer)
Preis Session 8: 4.999 € (UVP)
Preis Session 9: 6.999 € (UVP)

Auch das neuste Trek Session sieht aus wie ein Trek Session
# Auch das neuste Trek Session sieht aus wie ein Trek Session - davon abgesehen ist jedoch fast alles neu! Das Rad besteht nun aus Aluminium, hat einen hohen Drehpunkt und ist deutlich gewachsen. Wir konnten die 7.000 € teure Topversion bereits fahren.
Diashow: Neues Trek Session 2022 im ersten Test: High-Trek
Viele der Anbauteile stammen von der Hausmarke Bontrager
Trek nennt das System jedoch weiterhin ABP
Der SRAM X01 DH-Antrieb ist von kaum einem modernen DH-Bike noch wegzudenken
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Die Umlenkrolle führt die Kette nahe am Drehpunkt vorbei
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https://youtu.be/SmZ2kocDSqc

Im Detail

Wer heutzutage ein Rad mit einem senkrecht vor dem Sattelrohr stehenden Dämpfer auf den Markt bringt, muss damit rechnen, dass in einschlägigen Foren wie unserem schnell der Vergleich zum Trek Session gezogen wird. Und auch die neuste, stark überarbeitete Inkarnation des Trek-Downhillers sieht trotz aller Veränderungen aus, wie ein Session eben so aussieht. Die US-Amerikaner bleiben ihm ABP-System (Active Braking Pivot) treu. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen abgestützten Eingelenker-Hinterbau mit Drehpunkt direkt in der Hinterrad-Achse. Dadurch soll der Hinterbau relativ bremsneutral bleiben und nicht zu stark einsinken oder verhärten. Das neue Modell setzt jedoch auf einen weit nach oben verlegten Drehpunkt. Sogenannte High-Pivot-Hinterbauten sind gar nichts Neues, – bereits 2006 brachte Trek selbst das Session 10 mit hohem Drehpunkt und Kettenumlenkung (allerdings ohne ABP) auf den Markt – erleben in den letzten Jahren jedoch ein extremes Revival. Losgetreten hat das Ganze sicherlich Commencal – hier unser Test des Commencal Supreme DH 29 –, doch auch das GT Fury oder Norco Aurum HSP machen sich ähnliche Systeme zunutze.

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Trek Session 10 aus 2006 (Bild: User Trekrules)

Größte und auffälligste Neuerung: der High-Pivot-Hinterbau mit Kettenumlenkung.
# Größte und auffälligste Neuerung: der High-Pivot-Hinterbau mit Kettenumlenkung. - Der Drehpunkt ist weit über das Kettenblatt gewandert, was für mehr Grip und Kontrolle sorgen soll.
Die Umlenkrolle führt die Kette nahe am Drehpunkt vorbei
# Die Umlenkrolle führt die Kette nahe am Drehpunkt vorbei - das minimiert den Pedalrückschlag und – beim DH-Bike nicht ganz so essenziell – den Anti-Squat.
Trek nennt das System jedoch weiterhin ABP
# Trek nennt das System jedoch weiterhin ABP - gemeint ist damit vor allem der Drehpunkt direkt in der Hinterradachse. Das soll den Hinterbau beim Bremsen aktiv halten.
Der Dämpfer steht weiterhin beinahe senkrecht vorm Sitzrohr und wird von einer großen Wippe angesteuert.
# Der Dämpfer steht weiterhin beinahe senkrecht vorm Sitzrohr und wird von einer großen Wippe angesteuert.

Der Vorteil eines hohen Drehpunkts soll darin liegen, dass das Hinterrad beim Einfedern stärker nach hinten wandert und Hindernissen so zu einem gewissen Grad ausweicht – hier eine Animation von Trek. Trek gibt an, dass das Hinterrad beim neuen Session so ganze 12 bis 25 mm weiter nach hinten wandert als beim Vorgänger-Modell. Auf den ersten 100 mm Federweg streckt sich der Hinterbau so um etwa 8–9 mm, bevor das Rad wieder nach vorne geht. Im Vergleich zum sehr extremen Commencal, dessen Kettenstreben beim Einfedern kontinuierlich um mehrere Zentimeter wachsen, bleibt Trek also noch eher konservativ. Die genaue Lage des Drehpunkts und der Umlenkrolle sowie die Kinematik wurde Trek zufolge jedoch bereits seit 2019 in vielen Tests ermitteln. Nach dem World Cup-Finale in Snowshoe ließ man sogar einen kompletten Bikepark sperren, um mit Reece Wilson und Charlie Harrison unbeobachtet erste Prototypen zu testen.

Durch den höheren Drehpunkt wandert die Hinterradachse beim Einfedern weiter nach hinten als beim alten Rad.
# Durch den höheren Drehpunkt wandert die Hinterradachse beim Einfedern weiter nach hinten als beim alten Rad.
Die Raderhebungskurve des neuen Sessions im Vergleich zum alten Rad.
# Die Raderhebungskurve des neuen Sessions im Vergleich zum alten Rad.
Das Hebelverhältnis (Progression) im Hinterbau.
# Das Hebelverhältnis (Progression) im Hinterbau.

Die auffällige Kettenumlenkung soll unter anderem verhindern, dass der sich streckende Hinterbau zu stark an der Kette zieht und so zu unerträglichem Pedal-Kickback führt. Während das alte Trek Session die Kurbeln also theoretisch beim Durchschlag um 27° gedreht hätte, sind es beim neuen Session nur noch minimale 8°. Insgesamt soll der Mix aus wenig Pedal-Kickback und nach hinten wandernder Raderhebungskurve zu einem ruhigeren und satteren Fahrverhalten auf ruppigen Strecken führen.

Als ich das alte Rad im Dezember fahren konnte, hat es sich super agil, leicht und angenehm angefühlt – ich fand es sehr gut! […] Als ich das neue Rad dann hatte, habe ich mich sofort wohl gefühlt. Ich finde, Alu macht es etwas sensibler und nachgiebiger. Man kann aggressiver fahren, ohne irgendwelche Nachteile, es klebt einfach mehr auf dem Boden. […] Ich bin stoked darüber, das High Pivot-System macht es noch besser, wenn es richtig steil und ruppig ist – je ruppiger, desto besser!

Loris Vergier, Trek Factory Racing

Wie beim alten Rad gibt’s auch am neuen Session den Minolink – einen kleinen Flipchip am hinteren Lagerpunkt des Umlenkhebels, der die Geometrie verstellt. Dank Minolink kann man das stets in 29″-Konfiguration ausgelieferte Bike mit nur minimalen Änderungen der Geometrie auch als Mullet-Bike mit 27,5″-Hinterrad fahren. Außerdem gibt es die Möglichkeit, das Rad über eine höhere untere Steuersatzschale (nur im Rahmenset enthalten) auch mit 27,5″-Vorderrad zu fahren. Bei jedem Rad dabei hingegen sind spezielle Steuersatz-Schalen, die den Lenkwinkel um ±1° verändern. Weiterhin gibt es nun noch einen weiteren Flipchip im unteren Dämpferauge, der die Progression beeinflusst. So kann man zwischen 20 % und 25 % wählen und das Rad beispielsweise an einen Stahl- oder Luftdämpfer anpassen. Mit diesen ganzen Optionen macht Trek dem bisherigen König der Einstellbarkeit, dem Scott Gambler (Scott Gambler 920-Test / Scott Gambler Tuned-Test) Konkurrenz.

Der kleine Flipchip am unteren Dämpferauge erlaubt es, die Progression zwischen moderaten 20 % und ordentlichen 25 % einzustellen.
# Der kleine Flipchip am unteren Dämpferauge erlaubt es, die Progression zwischen moderaten 20 % und ordentlichen 25 % einzustellen.
Im Lieferumfang sind andere Steuersatzschalen enthalten, die den Lenkwinkel 1° steiler oder flacher gestalten.
# Im Lieferumfang sind andere Steuersatzschalen enthalten, die den Lenkwinkel 1° steiler oder flacher gestalten.
Wie bei vielen älteren und aktuellen Modellen von Trek verfügt auch das Session über den Minolink zur Geometrie-Anpassung.
# Wie bei vielen älteren und aktuellen Modellen von Trek verfügt auch das Session über den Minolink zur Geometrie-Anpassung.

Wendet man sich vom Hinterbau ab und betrachtet man das Rad mal etwas genauer, fällt auf: Es besteht auch in der von uns getesteten High-End-Variante aus Aluminium! Nachdem das Session 10 Jahre lang als leichtes Carbon-Modell produziert wurde, waren die Trek-Ingenieure eigenen Aussagen zufolge motiviert, auch die neuste Version wieder aus Kohlefaser zu formen. Doch das Feedback der Teamfahrer nach ersten Testfahrten auf einem Alu-Prototyp soll eindeutig gewesen sein: Der Aluminium-Rahmen soll ein angenehmeres Gefühl vermitteln und nach Belastungen weicher zurückfedern. Damit ist Trek nach Specialized die zweite große US-amerikanische Firma, die ihren High-End-Downhiller nur mit Alu-Rahmen anbietet.

Der Alu-Rahmen hat allerdings einige spannende Details zu bieten: So wandern die Leitungen zwar im Auslieferungszustand direkt am Steuerrohr in den Hauptrahmen und verlassen diesen oberhalb des Dämpfers an der Unterseite des Oberrohrs. Alternativ sind jedoch externe Führungen unter dem Oberrohr vorgesehen. Das dürfte alle Rennfahrer und Hobby-Mechaniker freuen. Das Bremskabel ist am Hinterbau extern verlegt, das Schaltkabel wandert durch die überaus wuchtige Kettenstrebe. Diese ist natürlich von einem massiven, gewellten Protektor überzogen – allerdings ist die Sitzstrebe komplett nackt und ungeschützt. Dafür gibt’s einen noch viel größeren Protektor am Unterrohr, der dieses von Tretlager bis Steuerrohr bedeckt. Zudem sind die Schoner alle geschraubt und nicht geklebt, weshalb man lange daran seine Freude haben sollte.

Die Brems- und Schaltleitung führen direkt am Steuerrohr ins Rahmen-Innere.
# Die Brems- und Schaltleitung führen direkt am Steuerrohr ins Rahmen-Innere.
Sie treten jedoch schon oberhalb des Dämpfers aus dem Oberrohr heraus
# Sie treten jedoch schon oberhalb des Dämpfers aus dem Oberrohr heraus - alternativ können die Leitungen auch ganz extern verlegt werden.
Insgesamt wirkt die Kabelführung durchdacht und simpel
# Insgesamt wirkt die Kabelführung durchdacht und simpel - nur die Verlegung des Schaltkabels durch die Kettenstrebe könnte etwas fummelig sein.
Ein riesiger Protektor geht vom Tretlager bis zum Steuerrohr.
# Ein riesiger Protektor geht vom Tretlager bis zum Steuerrohr. - Er ist geschraubt und kann so leicht getauscht oder abmontiert werden.
Auch auf der Kettenstrebe gibt's einen gewellten Schoner zur Geräuschdämmung
# Auch auf der Kettenstrebe gibt's einen gewellten Schoner zur Geräuschdämmung - nur die Druckstrebe ist nahe an der Kassette gänzlich nackt.

Als sehr löblich dürften viele auch das geschraubte BSA-Tretlager empfinden. Hier wurden zwei ISCG-Bohrungen untergebracht, die einen Bashguard aufnehmen können. Die obere Hälfte der Kettenführung ist durch die Umlenkrolle überflüssig geworden. Alle Lagerpunkte machen einen eher groß dimensionierten und massiven Eindruck – dass die meisten Achsen auf 5 mm Inbus-Aufnahmen setzen, dürfte die Service-Zeit zudem weiter minimieren. Interessant ist auch die Lagerung des große Umlenkhebels: Dieser ist zweiteilig ausgeführt, jede Hälfte wird jedoch auf eine massive Achse gezogen und zusätzlich mit 4 mm Inbus-Schrauben geklemmt.

Immer schön zu sehen: ein geschraubtes Tretlager!
# Immer schön zu sehen: ein geschraubtes Tretlager!
Der obere Umlenkhebel ist zweiteilig gefertigt, sitzt jedoch auf einer ziemlich dicken Achse.
# Der obere Umlenkhebel ist zweiteilig gefertigt, sitzt jedoch auf einer ziemlich dicken Achse.
Hier hätten wir noch gerne Gabelanschläge gesehen
# Hier hätten wir noch gerne Gabelanschläge gesehen - dann müsste man nicht bei jedem Gabelservice mit den Gummi-Puffern kämpfen.
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# trek-session-produkt-1264
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# trek-session-produkt-1230

Geometrie

Ähnlich wie der große Konkurrent Specialized verabschiedet sich Trek beim Session 2022 von den klassischen Rahmengrößen – Small, Medium, Large, etc. – und nennt die drei verfügbaren Größen stattdessen R1, R2 und R3. Grund ist, dass sich dabei vor allem die Reach-Werte ändern. Die Überstandshöhe und der Stack hingegen bleiben weitestgehend gleich. So soll sich jeder die für ihn passende Größe aussuchen können. Kleinere Fahrer können so die gar nicht mal kurze R1-Größe mit je nach Konfiguration etwa 445 mm Reach wählen, oder – so sie denn primär geradeaus fahren – den riesigen R3-Rahmen mit ca. 495 mm Reach. Mit 1,83 m Körpergröße habe ich mich für den R2-Rahmen mit soliden ≈465 mm Reach entschieden. Der Stack schwankt so um die 635 mm, das Tretlager ist beim 29er moderate 22,5 mm abgesenkt und immer um die 350 mm hoch. Ein Novum ist zudem, dass beim Session die Kettenstreben nun mit der Größe mitwachsen: von 439 auf 448 mm. Dadurch soll man immer sehr zentral und ausbalanciert im Rahmen stehen. Trotzdem verwendet Trek identische Kettenstreben – stattdessen wird das Tretlager im Hauptrahmen verschoben.

Trek Session 2022 – 29″

Rahmengröße R1
R2
R3
Laufradgröße 29″ 29″ 29″
Reach 446,8 mm440 mm 471,6 mm465 mm 499,4 mm493 mm
Stack 633,9 mm638,6 mm 633,7 mm638,6 mm 633,5 mm638,6 mm
STR 1,421,45 1,341,37 1,271,30
Lenkwinkel 63,6°63° 63,6°63° 63,6°63°
Sitzwinkel, effektiv 77,1°76,5° 77,1°76,5° 77,1°76,5°
Sitzwinkel, real 61,6°61° 61,6°61° 61,6°61°
Oberrohr 585,8 mm587,3 mm 616,8 mm618,3 mm 651,8 mm653,3 mm
Steuerrohr 117 mm 117 mm 117 mm
Sitzrohr 425 mm 450 mm 450 mm
Überstandshöhe 754,6 mm747 mm 758,7 mm751 mm 756,8 mm749 mm
Kettenstreben 435,1 mm439 mm 441,1 mm445 mm 448,2 mm452 mm
Radstand 1.251 mm1.255 mm 1.282 mm1.286 mm 1.317 mm1.321 mm
Tretlagerabsenkung 13,9 mm22,5 mm 13,9 mm22,5 mm 13,9 mm22,5 mm
Tretlagerhöhe 358,6 mm350 mm 358,6 mm350 mm 358,6 mm350 mm
Einbauhöhe Gabel 600 mm 600 mm 600 mm
Gabel-Offset 56 mm 56 mm 56 mm
Federweg (hinten) 204 mm200 mm 204 mm200 mm 204 mm200 mm
Federweg (vorn) 200 mm 200 mm 200 mm

Trek Session 2022 – Mullet

Rahmengröße R1 R2 R3
Laufradgröße Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5
Reach 438,7 mm 463,7 mm 491,8 mm
Stack 639,5 mm 639,5 mm 639,6 mm
STR 1,46 1,38 1,30
Lenkwinkel 62,9° 62,9° 62,9°
Sitzwinkel, effektiv 76,4° 76,4° 76,4°
Sitzwinkel, real 60,9° 60,9° 60,9°
Oberrohr 587,6 mm 618,6 mm 653,6 mm
Steuerrohr 117 mm 117 mm 117 mm
Sitzrohr 425 mm 450 mm 450 mm
Überstandshöhe 746,4 mm 750,4 mm 748,4 mm
Kettenstreben 435,1 mm 441,1 mm 448,2 mm
Radstand 1.252 mm 1.283 mm 1.318 mm
Tretlagerabsenkung 13,5 mm 13,5 mm 13,5 mm
Tretlagerhöhe 349,2 mm 349,2 mm 349,2 mm
Einbauhöhe Gabel 601 mm 601 mm 601 mm
Gabel-Offset 56 mm 56 mm 56 mm
Federweg (hinten) 204 mm 204 mm 204 mm
Federweg (vorn) 200 mm 200 mm 200 mm

Trek Session 2022 – 27,5″

Rahmengröße R1 R2 R3
Laufradgröße 27,5″ / 650B 27,5″ / 650B 27,5″ / 650B
Reach 442 mm 466,9 mm 494,9 mm
Stack 637,2 mm 637,2 mm 637,1 mm
STR 1,44 1,36 1,29
Lenkwinkel 63,2° 63,2° 63,2°
Sitzwinkel, effektiv 76,7° 76,7° 76,7°
Sitzwinkel, real 61,2° 61,2° 61,2°
Oberrohr 586,9 mm 617,9 mm 652,9 mm
Steuerrohr 117 mm 117 mm 117 mm
Sitzrohr 425 mm 450 mm 450 mm
Überstandshöhe 743,6 mm 747,7 mm 745,7 mm
Kettenstreben 435,1 mm 441,1 mm 448,2 mm
Radstand 1.245 mm 1.276 mm 1.311 mm
Tretlagerabsenkung 10,5 mm 10,5 mm 10,5 mm
Tretlagerhöhe 347 mm 347 mm 347 mm
Einbauhöhe Gabel 582 mm 582 mm 582 mm
Gabel-Offset 46 mm 46 mm 46 mm
Federweg (hinten) 204 mm 204 mm 204 mm
Federweg (vorn) 200 mm 200 mm 200 mm

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Das Trek Session ist ganz schön gewachsen!
# Das Trek Session ist ganz schön gewachsen! - Die drei Größen unterscheiden sich vor allem im Reach. Mit 1,83 m Körpergröße haben wir uns für die mittlere R2 Größe entschieden. Kleingewachsene Frauen und Männer sollten schon mal in einer Streckbank investieren, wenn sie ein Session fahren möchten.

Ausstattung

Pünktlich zum Saisonstart kommt das Trek Session 2022 in zwei Versionen, die auf denselben Rahmen setzen und 5.000 € beziehungsweise 7.000 € kosten. Alternativ kann man auch das 3.000 € teure Rahmenset mit Fox DHX Performance-Dämpfer erwerben und sich sein Traum-Session selbst aufbauen. Das von uns getestete Top-Modell, das Session 9, orientiert sich nahe am Setup des hauseigenen Factory-Teams rund um Weltmeister Reece Wilson. An der Front sorgt eine RockShox Boxxer Ultimate für Kontrolle, das Heck beherrscht ein Super Deluxe Ultimate DH-Luftdämpfer. Für Verzögerung sorgen bissige SRAM Code RSC-Bremsen – hinten allerdings mit kleiner 180 mm-Scheibe. Der Antrieb stammt aus der sehr edlen SRAM X01 DH-Gruppe, wobei jedoch eine GX DH-Kassette verbaut wird. Die restlichen Anbauteile kommen größtenteils von der Hausmarke Bontrager: das Cockpit mit Carbon-Lenker, Sattel und Sattelstütze sowie die Alu-Laufräder und Reifen.

Das günstigere Session 8 verfügt an der Front über eine Boxxer Select-Federgabel, am Heck über den Fox Van Performance-Stahlfederdämpfer. Wie beim Top-Modell stellt SRAM essenzielle Komponenten wie die Code R-Bremsen und den GX DH-Antrieb. Außerdem werden viele Bontrager-Komponenten verbaut, wobei man Carbon hier vergebens sucht.

 Session 9 Session 8 Session-Rahmenset
RahmenAlpha Platinum Aluminum, high main pivot, idler pulley, integrated frame protection, internal or external routing, magnesium rocker link, Mino Link, ISCG 05 2-bolt mount, Active Braking Pivot, 157 x 12 mm thru axle, 200 mm travelAlpha Platinum Aluminum, high main pivot, idler pulley, integrated frame protection, internal or external routing, magnesium rocker link, Mino Link, ISCG 05 2-bolt mount, Active Braking Pivot, 157 x 12 mm thru axle, 200 mm travelAlpha Platinum Aluminum, high main pivot, idler pulley, integrated frame protection, internal or external routing, magnesium rocker link, Mino Link, ISCG 05 2-bolt mount, Active Braking Pivot, 157 x 12 mm thru axle, 200 mm travel
FedergabelRockShox Boxxer Ultimate, 46 mm Offset, 110 x 20 mm Maxle Stealth, 200 mmRockShox Boxxer Select, 46 mm Offset, 110 x 20 mm Maxle Stealth, 200 mm
DämpferRockShox Super Deluxe Ultimate DH, RC damper, 250 x 72,5 mmFox Van Performance, 250 x 72,5 mmFox DHX Performance, 250 x 72,5 mm
VorderradBontrager Line DH 30, Tubeless Ready, 6-bolt, 110 x 20 mmBontrager Line DH 30, Tubeless Ready, 6-bolt, 110 x 20 mm
HinterradBontrager Line DH 30, Tubeless Ready, Rapid Drive 108, 6-bolt, Shimano 7 speed freehub, 157 x 12 mmBontrager Line DH 30, Tubeless Ready, Rapid Drive 108, 6-bolt, Shimano 7 speed freehub, 157 x 12 mm
ReifenBontrager G5 Team Issue, wire bead, 2-ply 60 tpi, 29" x 2,50"Bontrager G5 Team Issue, wire bead, 2-ply 60 tpi, 29" x 2,50"
SchalthebelSRAM X01 DH, 7-fachSRAM GX DH, 7-fach
SchaltwerkSRAM X01 DH, medium cageSRAM GX DH, medium cage
KurbelnSRAM X01 DH, DUB 83, 34 T alloy ring, 165 mmTruvativ Descendant DH, DUB 83, 34 T steel ring, 165 mm
KassetteSRAM PG-720, 11-25, 7-fachSRAM PG-720, 11-25, 7-fach
TretlagerSRAM DUB, 83 mm, BSA threadedSRAM DUB, 83 mm, BSA threaded
KetteSRAM PC-1110, 11-fachSRAM PC-1110, 11-fach
BremseSRAM Code RSC 4-KolbenSRAM Code R 4-Kolben
GriffeBontrager XR Trail Elite, Nylon lock-onBontrager XR Trail Elite, Nylon lock-on
LenkerBontrager Line Pro, OCLV Carbon, 35 mm, 15 mm Rise, 820 mm BreiteBontrager Line, alloy, 35 mm, 27,5 mm Rise, 780 mm Breite
SteuersatzFSA Orbit, sealed cartridge bearing, 1-1/8" top, 1,5" bottom FSA Orbit, sealed cartridge bearing, 1-1/8" top, 1,5" bottom FSA Orbit, sealed cartridge bearing, 1-1/8" top, 1,5" bottom
PedaleWellgo MG-1, magnesium body, Cro-Mo axle, replaceable pinsWellgo BO-87B, alloy body, Cro-Mo axle, replaceable pins
SattelBontrager Arvada, austenite rails, 138 mm BreiteBontrager Arvada, hollow chromoly rails, 138 mm Breite
SattelstützeBontrager Rhythm Elite, 31,6 mm, 0 mm Offset, 330 mm LängeBontrager Rhythm Elite, 31,6 mm, 0 mm Offset, 330 mm Länge
VorbauBontrager Line Pro, 35 mm, Direct Mount, 50 mm LängeBontrager Line Pro, 35 mm, Direct Mount, 50 mm Länge
FarbeDeep Deep Dark Blue to Alpine Blue FadeSatin Trek BlackDeep Dark Blue to Alpine Blue Fade
Preise (UVP)6.999 €4.999 €2.999 €

Das von uns gefahrene Trek Session 9 ist das Topmodell
# Das von uns gefahrene Trek Session 9 ist das Topmodell - es bietet ein hochwertiges RockShox-Fahrwerk, den SRAM X01 DH-Antrieb und viele Bontrager-Anbauteile. Preis: 6.999 € (UVP)

Günstiger fällt das Trek Session 8 aus
# Günstiger fällt das Trek Session 8 aus - für 4.999 € (UVP) gibt's die RockShox Boxxer Select mit einem Fox Van-Dämpfer, den SRAM GX DH-Antrieb, Code R-Bremsen und ebenfalls viele Bontrager-Teile.
Für das Rahmenset mit dem günstigen Fox DHX2 Performance-Dämpfer werden 2.999 € fällig.
# Für das Rahmenset mit dem günstigen Fox DHX2 Performance-Dämpfer werden 2.999 € fällig. - Während die Komplettbikes mit 29"-Rädern ausgeliefert werden, hat man hier die freie Wahl.

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Die RockShox Boxxer Ultimate konnte uns im Test bereits voll überzeugen
# Die RockShox Boxxer Ultimate konnte uns im Test bereits voll überzeugen - sie bietet 200 mm Federweg und externe HSC, LSC und Rebound-Einstellungen.
Das Topmodell verfügt über einen RockShox Super Deluxe Ultimate DH-Luftdämpfer am Heck
# Das Topmodell verfügt über einen RockShox Super Deluxe Ultimate DH-Luftdämpfer am Heck - dieser ist deutlich leichter anpassbar als ein Stahlfeder-Modell. Uns hätte jedoch durchaus interessiert, wie das Session mit dem von Reece Wilson bisher eingesetzt Stahldämpfer funktioniert.
Der SRAM X01 DH-Antrieb ist von kaum einem modernen DH-Bike noch wegzudenken
# Der SRAM X01 DH-Antrieb ist von kaum einem modernen DH-Bike noch wegzudenken - er bietet 7 Gänge und funktioniert meist makellos. Trek verbaut übrigens breitere Naben, deren Freilauf nur Platz für 7 Ritzel lässt, weshalb die günstigere GX DH-Kassette ohne den Kunststoff-Platzhalter verbaut wird.
Die X01 Carbon-Kurbeln drücken aufs Gewicht
# Die X01 Carbon-Kurbeln drücken aufs Gewicht - die obere Hälfte der Kettenführung ist durch die Umlenkrolle überflüssig geworden.
SRAM Code RSC-Bremsen gehören zu den kräftigsten und bissigsten Modellen auf dem Markt …
# SRAM Code RSC-Bremsen gehören zu den kräftigsten und bissigsten Modellen auf dem Markt …
… fehl am Platz an einem 29"-DH-Racebike ist jedoch die 180 mm-Scheibe am Heck.
# … fehl am Platz an einem 29"-DH-Racebike ist jedoch die 180 mm-Scheibe am Heck. - Zudem würden wir hier lieber eine Steckachse mit 6–8 mm Inbus-Aufnahme sehen (die sich jedoch unter dem Hebel versteckt).
Viele der Anbauteile stammen von der Hausmarke Bontrager
# Viele der Anbauteile stammen von der Hausmarke Bontrager - so auch die Line DH30-Laufräder mit Alu-Felgen.
Für Grip sollen vorne und hinten G5-Reifen …
# Für Grip sollen vorne und hinten G5-Reifen …
… aus dem Hause Bontrager sorgen.
# … aus dem Hause Bontrager sorgen.

Auf dem Trail

Unsere Testfahrten auf dem Trek Session 9 in Größe R2 waren bisher leider nicht sehr ausgiebig – aber ausreichend, um einige spannende erste Eindrücke zu sammeln. Um schneller Vergleiche ziehen zu können, sind wir das Rad zudem auf derselben Strecke im Wechsel mit einem uns vertrauten Specialized Demo 2021 in Größe S4 und RockShox Boxxer Ultimate-Federgabel sowie Super Deluxe Ultimate-Stahlfeder-Dämpfer gefahren. Während unserer Testläufe befand sich der Minolink im tiefen Setting, außerdem haben wir auf 25 % Progression, 29″-Laufräder vorne und hinten sowie die neutralen Steuersatzschalen gesetzt.

Wie auch schon von anderen Trek-Modellen gewohnt, dauert es nicht lange, um sich auf dem Session wohlzufühlen. Lediglich den 820 mm breiten Carbon-Lenker mussten wir auf verträglichere 780 mm kürzen. Die angegebenen 465 mm Reach im tiefen Setting fühlen sich gerade im Vergleich zum laut Papier 1 mm längeren Demo extrem geräumig an – leichte Abweichungen können jedoch durchaus vorkommen. Eine kurze Messung auf Basis von Bildern und Referenzlängen ergab jedoch keine eklatanten Ungenauigkeiten.

Wir waren wieder einmal überrascht, wie schnell man sich an Bord des Trek Session 9 wohl fühlt
# Wir waren wieder einmal überrascht, wie schnell man sich an Bord des Trek Session 9 wohl fühlt - mit dem empfohlenen Setup im RockShox Ultimate-Fahrwerk und (auf dem Bild noch nicht) gekürztem Lenker kann man schon nach wenigen Fahrten richtig Gas geben.
Das Trek Session geht nicht extrem sparsam mit seinem Federweg um
# Das Trek Session geht nicht extrem sparsam mit seinem Federweg um - gleitet dafür aber überraschend sanft durch ruppige Passagen.
In Kurven braucht es ausreichend Grip und Druck an der Front
# In Kurven braucht es ausreichend Grip und Druck an der Front - das Bike fühlt sich insgesamt etwas größer an als auf dem Papier, ohne zu sperrig zu wirken.

Mit eher straffen 25 % Sag fühlt sich das Trek – wie schon von anderen High-Pivot-Hinterbauten gewohnt – erstaunlich nachgiebig an und klebt geradezu am Boden. Obwohl unsere Teststrecken in Sachen Ruppigkeit sicherlich nicht das Nonplusultra waren, hatten wir keine Probleme, den Federweg zur Gänze zu nutzen. Generell weist das Session eine gewisse Freudigkeit auf, seinen Dämpferhub zu gebrauchen. Dadurch benötigt es relativ viel Geschwindigkeit und Nachdruck, um sich vom Boden wegzubewegen. So extrem wie beispielsweise ein Commencal Supreme, das erst bei Schallgeschwindigkeit eine gewisse Lebhaftigkeit versprüht, fühlt es sich aber bei Weitem nicht an.

Obwohl das Tretlager nicht extrem tief abgesenkt ist, hat man durch den schluckfreudigen Hinterbau das Gefühl, ziemlich tief im Rad zu stehen. Mit Durchschlägen hatten wir trotz einer verpatzten Landung auf einem herausstehenden Baumstumpf nicht zu kämpfen. Die 25 % Progression in Verbindung mit dem Luftdämpfer kommen hier ins Spiel und sorgen dafür, dass auch harte Schläge gegen Ende sanft abgefedert werden. Das linearere Hinterbau-Setting könnte das Rad jedoch deutlich lebhafter machen und so auf stark ausgebaute Bikepark-Strecken optimieren.

Einfach mal abziehen und voll ins Flat springen ist mit dem Trek Session 2022 kein Problem
# Einfach mal abziehen und voll ins Flat springen ist mit dem Trek Session 2022 kein Problem - im progressiven Setting hat der Hinterbau mehr als genug Durchschlagschutz.
trek-session-action-2716
# trek-session-action-2716

Mit einem optimierten Setup – mehr oder weniger Volumenspacer/Lowspeed-Compression – kann man sicherlich noch viel mehr aus dem Hinterbau herauskitzeln. Nach einigen Fahrten fühlt sich das neue Trek Session jedoch so an, wie wir es nach einem Blick auf die Daten auch vermutet hätten: Der Hinterbau folgt dem Untergrund extrem gut und sorgt für viel Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und harten Landungen. Von den heftigen Geometrie-Änderungen anderer High-Pivot-Bikes haben wir hingegen nichts bemerkt. Stattdessen fühlt sich das Trek Session 9 eher unauffällig gut an.

Das Trek Session giert durchaus nach Geschwindigkeit
# Das Trek Session giert durchaus nach Geschwindigkeit - wir sind gespannt, wie es sich auf ruppigeren Strecken schlägt.

Erster Eindruck: Trek Session 2022

Das neue Trek Session ist auf jeden Fall mehr als würdig, in der kommenden Saison unter Reece Wilson in den prestigeträchtigen Regenbogen-Streifen des amtierenden Weltmeisters bewegt zu werden. Die gewählte Kombination aus hohem Drehpunkt, Kettenumlenkung und ABP-Hinterbau sorgt für ein äußerst ruhiges Fahrverhalten, ohne zu sehr auf Kosten der Agilität zu gehen. Nur die saftigen Preise drücken die Vorfreude leicht.
Wir sind bereits auf weitere Testfahrten mit dem Trek Session 9 in der kommenden Saison gespannt!

Trotz aller Ähnlichkeit unterscheidet sich das neue Trek Session deutlich von seinem Vorgänger
# Trotz aller Ähnlichkeit unterscheidet sich das neue Trek Session deutlich von seinem Vorgänger - das Rad macht auf ersten Testfahrten einen vielversprechenden Eindruck und scheint kein Problem mit ruppigen Sektionen zu haben, ohne zu extrem auf reine Highspeed-Passagen optimiert zu sein.

Was sagt ihr zum neuen Session mit hohem Drehpunkt?


Testablauf

Wir konnten das Trek Session 2022 zwei Nachmittage lang auf unterschiedlichen Strecken im Mittelgebirge testen. Ein ausführlicher Bericht zum Rad mit Eindrücken von World Cup-ähnlichen Strecken folgt im Laufe des Sommers.

Hier haben wir das Trek Session 9 2022 getestet

  • Bikepark Großer Feldberg / Taunus Der Wheels over Frankfurt Radsport e.V. betreibt seit einigen Jahren zwei legale Downhill-Strecken im nahe der Main-Metropole gelegenen Taunus. Diese bieten einen Mix aus wurzeligen, natürlichen Segmenten und gebauten Anlieger-Kurven, Sprüngen und Steinfeldern. Alle Infos gibt’s hier: www.woffm.de
  • Thüringer Wald Aufgrund plötzlicher Schneefälle mussten wir leider von unserer geplanten Teststrecke, der iXS Cup-Strecke in Ilmenau, in Richtung des tiefer gelegenen Arnstadts ausweichen. Hier gibt es mehrere sehr kurze, aber stark ausgebaute und sprunglastige Strecken, auf denen wir das Trek Session im Vergleich zu einem Specialized Demo fahren konnten.
  1. benutzerbild

    Sebi160

    dabei seit 05/2020

    Nicht vergessen!!! 27,5" geht. 27,5" kommt wieder😂
    Wenn dann: 26" ging, 26" kommt wieder
  2. benutzerbild

    Daniel_R_aus_S

    dabei seit 02/2018

    Wenn dann: 26" ging, 26" kommt wieder
    Ja klar, gleich nach den canti-bremsen.smilie
  3. benutzerbild

    luftschaukel

    dabei seit 01/2017

    Schon mal 'n Rad mit Bontrager Anbauteilen gefahren?

    Fahr seit 2 Jahren am Slash bis auf den Lenker (wollte mehr Rise) alle OEM Bontrager Teile und bin super zufrieden, vorallem der LRS ist echt robust (evtl. etwas schwer, liegt aber wohl an den Speichen).

    Sorry, aber die Bontrager LRS, zumindest in Alu, sind doch totaler Schrott!
    Haben selber 2 Remedy, warum wohl haben wir als erstes die Laufräder getauscht? Wenn ich mir den Ersatz Bontrager LRS anschaue, hoffe ich das er nie zum Einsatz kommen muss.
  4. benutzerbild

    paztick584

    dabei seit 08/2013

    Sorry, aber die Bontrager LRS, zumindest in Alu, sind doch totaler Schrott!
    Haben selber 2 Remedy, warum wohl haben wir als erstes die Laufräder getauscht? Wenn ich mir den Ersatz Bontrager LRS anschaue, hoffe ich das er nie zum Einsatz kommen muss.
    Über 2 Jahre, viel Bikepark, Alpen und große Sprünge, 110 kg Fahrergewicht und laufen immer noch rund!
  5. benutzerbild

    claire

    dabei seit 08/2010

    Wiegen aber auch 2,1kg sowas - oder smilie?
    Über 2 Jahre, viel Bikepark, Alpen und große Sprünge, 110 kg Fahrergewicht und laufen immer noch rund!

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