Rettung für Syntace und Liteville Übernahme durch SL International GmbH

Nach der Insolvenzmeldung im Herbst gibt es nun Gewissheit: Die Syntace Liteville Übernahme durch die SL International GmbH ist offiziell. Zum Jahreswechsel hat der neue Investor den Geschäftsbetrieb übernommen, womit die Zukunft der Marken gesichert ist. Ein Großteil der Arbeitsplätze soll erhalten bleiben und auch Gründer Jo Klieber bleibt dem Unternehmen weiterhin erhalten.
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Die monatelange Hängepartie um die bayerischen Bike-Spezialisten hat ein Ende gefunden. Wie der Insolvenzverwalter zum 6. Januar 2026 mitteilte, konnte mit der SL International GmbH ein finanzstarker Partner gewonnen werden. Die Syntace Liteville Übernahme umfasst das immaterielle Vermögen sowie das bewegliche Anlagevermögen und wurde zeitgleich mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 30. Dezember 2025 vollzogen.

Bereits im Oktober 2025 hatte das Unternehmen beim Amtsgericht Traunstein einen Insolvenzantrag gestellt (wir berichteten: Syntace GmbH stellt Insolvenzantrag). Laut dem zuständigen Insolvenzverwalter der Kanzlei Baker Tilly sei es durch die Übernahme gelungen, die über Jahrzehnte gewachsene Einheit des Unternehmens sowie den überwiegenden Teil der Arbeitsplätze am Standort Tacherting zu sichern. Besonders für Fans der Marke wichtig: Jochen „Jo“ Klieber, Gründer und Head of Technology, soll dem Unternehmen weiterhin für technischen Support zur Verfügung stehen.

Hinter der Ende letzten Jahres neu gegründeten SL International GmbH steht nach Informationen des Branchenportals velobiz.de der erfahrene Brancheninsider Ralf Kindermann als Geschäftsführer. Kindermann ist in der Fahrradwelt ein bekanntes Gesicht: Er war in der Vergangenheit unter anderem als COO der Internetstores-Gruppe (fahrrad.de) tätig und bekleidet aktuell Aufsichtsratsposten bei Branchenriesen wie JobRad und Bike24.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Neuer Investor: Baker Tilly erreicht Fortführungslösung für Syntace

Die SL International GmbH hat zum Jahreswechsel den Geschäftsbetrieb der insolventen Syntace GmbH übernommen. Ein Großteil der Arbeitsplätze bleibt erhalten. Jochen „Jo“ Klieber, Gründer und Head of Technology, leistet weiterhin technische Unterstützung.

München, 6. Januar 2026 – Die internationale Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly hat einen Meilenstein für den insolventen Fahrrad- und Teilehersteller Syntace erreicht: Dem Insolvenzverwalter Dr. Dejan Marković ist es gelungen, den Geschäftsbetrieb des Rad-Spezialisten mit Sitz im Bayerischen Tacherting zum Jahreswechsel an die SL International GmbH zu veräußern.

„Mit der SL International GmbH haben wir einen finanzstarken Investor gewonnen. Ich freue mich, dass wir durch diese Transaktion die über Jahrzehnte gewachsene Einheit sowie einen überwiegenden Teil der Arbeitsplätze erhalten“, sagt Marković.

SL International hat mit der Insolvenzeröffnung am 30. Dezember 2025 das immaterielle Vermögen sowie das bewegliche Anlagevermögen von Syntace erworben. Damit ist die Zukunft der Marken Syntace und Liteville gesichert. Der Gründer und Head of Technology, Jochen „Jo“ Klieber, wird weiterhin technischen Support leisten.

Am 14. Oktober 2025 hatte die Syntace GmbH vor dem Amtsgericht Traunstein (Az. 4 IN 270/25) den Antrag auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Der Baker Tilly-Rechtsanwalt Dr. Dejan Marković wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Während des gesamten Verfahrens wurde der Geschäftsbetrieb störungsfrei fortgesetzt: Online-Shop, Händler-Belieferung und Ersatzteilversorgung wurden nahtlos fortgeführt.

Zuvor, im Februar 2025, hatte die Syntace GmbH im Zuge der Neuausrichtung der Pierer Mobility AG ihre Eigenständigkeit angekündigt und einen umfassenden Restrukturierungsprozess eingeleitet.

Über die Syntace GmbH

Die Syntace GmbH ist ein für Innovation und Qualität bekannter Fahrrad- und Komponentenhersteller mit Sitz im Bayerischen Tacherting. Neben Syntace firmiert auch die Premium-Fahrradmarke Liteville unter dem Dach der Syntace GmbH.

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Infos und Bilder: Pressemitteilung Baker Tilly, velobiz.de

65 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. fischi fuhr das 303 weil es das einzige mtb vom konzern war. die restlichen marken sind reine stromer.
    Für die Nicht Stromer Events hat er den Motor ja ausgeschlachtet.
  2. Genau so meine ich das.
    Fischi kann daher doch gar nicht an der Entwicklung vom 303 beteiligt gewesen sein?
    Natürlich nicht.
    Aber die Leute haben Langeweile, da wird sich das ein oder andere zusammen gereimt.

    Ähnlich ist das ja mit den Verbesserungsvorschlägen.

    Da ist ja nichts eigenes, nur bei anderen Herstellern abgeschautes.

    So ein Liteville würde dann am Ende der Entwicklung aus 20 verschiedenen Patenten von Mitbewerbern dastehen.
  3. Falscher Thread, falsch zitiert ..
  4. Komponenten: Würde mir von Syntace evtl. mal einen Carbonlenker für's Enduro trauen.
    Laufradl fand ich bisher top. Paar hübschere Vorbauten fände ich doll.

    Liteville: Einen neuen hochwertigen und leichten Enduro-Rahmen in neuem Look vielleicht. Wie bei Raaw max. zwei Modelle. Evtl. sogar mit Muffentechnik wie die Atherton S-Serie, aber nicht teurer und ohne Versand-Hick-Hack aus GB.
    Hochwertiges Alu scheint ja nach wie vor sehr beliebt zu sein. Und Alu leicht wäre halt evtl. die Nische.
    Ich finde auch, dass Liteville von den schweren, minderwertigen Rahmen wegkommen und sich darauf konzentrieren sollte, leichte und hochwertige Rahmen zu fertigen. Sonst wird das nicht mehr!
  5. In den Komponenten hat doch, gefühlt, der Newmen den Syntace nach kürzester Zeit überholt, zumindestens in der Wahrnehmung.
    Auch in Sachen Rückrufaktionen ☝️
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